Antonia Michaelis Das Institut der letzten Wünsche

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Inhaltsangabe zu „Das Institut der letzten Wünsche“ von Antonia Michaelis

In ihrem ebenso poetischen wie tiefgründigen, zu Herzen gehenden wie humorvollen Roman "Das Institut der letzten Wünsche" bezaubert die renommierte Autorin Antonia Michaelis mit ihrem ganz unverwechselbaren Ton. Geschickt verbindet sie eine warmherzige Liebes- und Freundschaftsgeschichte mit ernsten Themen wie der Frage, welche letzten Wünsche Sterbende haben und was am Ende des Lebens zählt, wenn so vieles unwichtig wird. Antonia Michaelis wunderbare Heldin, die verträumte Mathilda, arbeitet für eine Organisation, die sterbenden Menschen ihre letzten Wünsche erfüllt. Ein letztes Mal Schneeflocken spüren mitten im Hochsommer, Maria Callas live erleben oder in einem stillgelegten Vergnügungspark Riesenrad fahren – alles kein Problem, kleine Tricks inbegriffen. Das ändert sich, als Mathilda Birger begegnet. Denn er wünscht sich, vor seinem Tod noch einmal seine große Liebe Doreen und ihr gemeinsames Kind wiederzusehen. Mathilda soll sie für ihn suchen – nur will sie Doreen eigentlich gar nicht finden, denn sie hat sich auf den ersten Blick in Birger verliebt. „Antonia Michaelis gehört zu Deutschlands besten Geschichtenerzählern, die mit viel Gefühl das Herz rühren und Romane voller Poesie schreiben.“ www.literaturmarkt.info

Eine zauberhafte Geschichte! Teilweise fernab der Realität, aber direkt im Herzen!!

— k_sara
k_sara

Schöner, nachdenklicher Roman

— hi-speedsoul
hi-speedsoul

Traurig und schön zugleich!

— chulabohne
chulabohne

Beginnt vielversprechend, wird dann zäh und plätschert irgendwann nur noch dahin. Dennoch viel lohnenswerte Textpassagen...

— Ayanea
Ayanea

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  • So viel mehr, als nur eine Geschichte über das Sterben!

    Das Institut der letzten Wünsche
    k_sara

    k_sara

    01. February 2017 um 09:50

    Worum geht es? Träum dir dein Leben schöner! So wird aus einem Hund ein fast menschlicher Freund, erwecken tote Opernsänger zu Leben und die Ostsee wird zum Mittelmeer.  Es ist nicht nur das inoffizielle Motto des Instituts, sondern auch das von Mathilda. Mit ihren 25 Jahren hat sie ein abgebrochenes Medizinstudium und eine wohl schöne Kindheit hinter sich. Letzteres versucht sie, mit Aufnähern festzuhalten.  Ihre Erfüllung findet sie in ihrem Job. Angestellte bei dem "Institut der letzten Wünsche". Oder ist es nur eine späte Totzphase?  Das Insitut hat zwei Regeln: 1. Alle Klienten des Instituts sterben in den nächsten sechs Monaten 2. Verliebe dich nie in einen Klienten Den zweiten Punkt einzuhalten, erweist sich schwieriger, als gedacht...**********************************Wie fand ich es? Die Geschichten der Protagonisten berühren, ihre Gedanken und Aussagen bringen einen oft zum Lachen.  Das Beste ist aber der Mittelteil.  Die Abenteuer, die die Figuren erleben, sind teilweise so spannend geschrieben, dass man das Buch nicht mehr weglegen möchte... Ich habe von der Autorin bis jetzt noch kein Buch gelesen.  Dass sie normalerweise Kinder- und Jugendbücher schreibt, merkt man.  Sie hat eine zauberhafte Art, die Handlung & Charaktere zu beschreiben.  Dank ihr wird jede einzelne Figur zu etwas Besonderem.  Da ist nicht nur das Aussehen, sondern auch Gefühle, Eigenarten und eine interessante Hintergrundgeschichte.  Mit Liebe zum Detail werden wir mit der Geschichte in eine andere Welt geholt.  Dieses Buch ist selbst eine Seifenblase, in der ich all zu gern gelebt habe! **************

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  • Das Institut der letzten Wünsche // Antonia Michaelis

    Das Institut der letzten Wünsche
    Nelly87

    Nelly87

    19. December 2016 um 12:53

    Liebe Bookaholics, das Schöne an einem Leben als Buchblogger ist der Umstand, dass man immer wieder auf Bücher stößt, die man vielleicht im Buchladen nicht beachtet hätte, die einen im Grunde aber doch interessieren könnten. Man klickt sich durch Rezensionen von Bloggern, auf deren Meinung man sich oft verlassen kann und plötzlich findet man genau ein solches Buch. Und manchmal gibt es diese Bücher, die man einfach überall sieht und sämtliche Rezensenten sind durchweg begeistert. So ging es mir mit Das Institut der letzten Wünsche. Die Geschichte versprach spannend und emotional zu werden und die Idee einer Agentur, die Sterbenden noch einen letzten Wunsch erfüllt, war neu. Daher erzähle ich euch heute, wie mir das Buch gefallen hat. Mathilda hat einen ganz besonderen Job. Gemeinsam mit einer Freundin betreibt sie das „Institut der letzten Wünsche“, das Sterbenden ihren letzten Wunsch erfüllt, soweit dies irgendwie machbar ist. Und wenn es mal nicht machbar ist, dann geben die beiden Frauen alles dafür, es doch noch möglich zu machen. Eines schönen Tages lernt Mathilda dann Birger kennen, der vor seinem Tod noch unbedingt seine Tochter kennenlernen möchte, die seine damalige Freundin bekommen haben soll, nachdem sie ihn sang- und klanglos verlassen hat. Also macht sich die junge Frau auf die Suche nach Birgers Kind. Doch was sie nicht bedacht hatte, war, dass sie sich schon auf den ersten Blick in Birger verliebt hatte. Das macht es ihr natürlich auch schwerer, sein nahendes Dahinscheiden zu akzeptieren. Die Idee hinter dem Buch ist wirklich neu, spannend, interessant. Ich mochte den Gedanken, dass es tatächlich Menschen gibt, die sich etwas daraus machen, dass andere Menschen glücklich sterben können. Sehr gespannt war ich vorallem auf die Wünsche, welche Mathildas Klienten so äußern würden. Und da hat sich Antonia Michaelis auch wirklich ein paar schöne, ein paar skurrile und auch sehr emotionale Ideen einfallen lassen. Für mich hat sich das Ganze aber etwas in zwei Geschichte gespalten. Der eine Handlungsstrang, der sich vor allem mit den anderen Klienten des Instituts beschäftigt und der meist recht schnell abgehandelt war, der war wirklich klasse und ich mochte ihn total gerne. Und da war da noch die Geschichte rund um Mathilda und Birger. Und da hatte ich eigentlich große Gefühle und viel Herzschmerz erwartet. Vielleicht war das auch irgendwo, aber mich hats so gar nicht berührt. Im Vordergrund der Story standen auf jeden Fall Mathlida und Birger. Nur leider hatte ich mich schlussendlich zu den Nebencharakteren mehr hingezogen gefühlt als zu diesen beiden. Am schlimmsten wahrscheinlich: am tollsten fand ich den Hund! Mathilda empfand ich als sehr unnahbar und ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen waren für mich oft nicht nachvollziehbar. Sie begegnet Birger, schildert dem Leser dann aber nur, wie heruntergekommen er ausschaut und peng… da ist sie auch schon verliebt, ohne dass das in irgendeiner Weise für den Leser nachvollziehbar war. Sie hat zwar schon das Herz auf dem rechten Fleck, aber das gewisse Etwas hat ihr gefehlt. Birger dagegen wurde mir einfach immer unsypmathischer, je weiter das Buch voranschritt. Anfangs hatte ich vor allem Mitleid für ihn übrig und auch etwas Bewunderung, da er mit seinem Schicksal scheinbar gut klar kam. Er scheint sich selbst nicht so wichtig zu sein, sondern denkt in erster Linie an andere. Das machte ihn mir eigentlich schon sympathisch, aber dieser Eindruck wandelte sich schnell ins Gegenteil, was ich selbst wirklich bedauert habe. Ich wollte ihn so gerne mögen. Denn das Problem war letztlich, dass ich beide Protagonisten unnahbar fand und dadurch auch ihre Liebesgeschichte nicht ganz greifen konnte. Antonia Michaelis hat eine wunderschöne Schreibe! Das muss man einfach auch mal neidlos anerkennen. Und das kann ich sagen, obwohl mich die Geschichte an sich nicht ganz berühren konnte. Dabei lässt sich ihr Schreibstil wirklich schwer beschreiben. Ich muss da einfach nochmal auf den Hund zurückkommen, den sie einfach so toll dargestellt hat, dass jeder Leser ihn bestimmt sofort adoptieren wollen würde, obwohl er auch etwas verwahrlost erscheint. Sie schreibt lebendig, spritzig, gefühlvoll und doch leicht lesbar. Wichtig ist mir auch immer, dass Nebencharaktere nicht nur kurz „angeschnitten“ werden, sondern ihrer Relevanz entsprechend auch mehr oder weniger tief behandelt werden. Und das ist Antonia Michaelis wirklich gut gelungen. Nicht nur die immer wiederkehrenden Personen waren unglaublich liebevoll und detailliert bezeichnet, sondern auch alle sonst so auftauchenden Charaktere hatte ich von Anfang an sehr deutlich vor Augen. Daher werde ich definitiv noch ein Buch der Autorin lesen, auch wenn mich Das Institut der letzten Wünsche nicht begeistern konnte. Oh dieses Ende…. Ich musste erst einmal eine Woche ins Land gehen lassen, bevor ich sicher sagen konnte, ob ich damit einverstanden war. Zwischenzeitlich hab ich für mich folgendes Urteil gezogen: es passte zum Buch. Und es war so anders als erwartet. Zu Beginn des Buches denkt man, die Story geht wo ganz anders hin, doch dann dreht sich die Handlung immer wieder einmal und immer wieder wechselt man die Richtung. Somit hat sich auch meine Vorstellung vom Ende immer wieder geändert, was an sich wirklich spannend war, weil es das Interesse des Lesers aufrecht erhält. Aber wer das Ende bereits kennt, der weiß vielleicht, warum ich mir so schwer tat… Ich hatte mir vom Institut der letzten Wünsche eine herzzerreißende Geschichte versprochen. Bekommen habe ich allerdings eine Story, die mich einfach nicht abholen konnte. Dabei war die Rahmengeschichte wirklich richtig gut und originell. Nur die Liebesgeschichte, die eigentlich hätte begeistern sollen, empfand ich als flach und teilweise auch unrealistisch. Trotzdem begeisterte mich die Autorin mit einem ganz unverwechselbaren Schreibstil. Dieser und die tolle Idee haben die Bewertung noch ein wenig gerettet.© Nellys Leseecke - Lesen bedeutet durch fremde Hand träumen

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  • Leserunde zu "Die Attentäter" von Antonia Michaelis

    Die Attentäter
    NetzwerkAgenturBookmark

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    „Es gibt keine einfachen Lösungen. Aber wir müssen so lange hinsehen, bis wir Lösungen finden, und wenn wir die Bildschirme anstarren, bis unsere Augen tränen,wenn wir die Nachrichten hören, bis wir uns übergeben. Und wenn es Jahrzehnte dauert.“ Antonia MichaelisIn „Die Attentäter“ erzählt Antonia Michaelis in großer Eindringlichkeit die hochemotionale Geschichte eines jungen Mannes, der zum IS-Kämpfer wird. Ein packender, psychologisch dichter Roman zu einem höchst aktuellen Thema mit einem faszinierenden Protagonisten, der den Leser so schnell nicht wieder loslässt.Die Autorin liefert hier einen beklemmenden Blick in die Abgründe des Terrorismus. Bewerbt Euch & lest dieses Buch gemeinsam in der Leserunde!Jugendbuch ab 16 JahrenObwohl sie aus grundverschiedenen Verhältnissen stammen, sind Cliff und Alain fasziniert voneinander. Zwischen ihnen steht Margarete, die beide von klein auf kennen. Dann konvertiert Cliff zum Islam und verschwindet. Als er zurückkehrt, wird klar: Er soll für den IS einen „Tag des Blutes“ planen. Alain will seinen Freund retten – doch wie lange kann er noch zu ihm halten?Leseprobe über Blick ins BuchAntonia Michaelis, Jahrgang 1979, in Norddeutschland geboren, in Süddeutschland aufgewachsen, zog es nach dem Abitur in die weite Welt. Sie arbeitete u.a. in Südindien, Nepal und Peru. In Greifswald studierte sie Medizin und begann parallel dazu, Geschichten für Kinder und Jugendliche schreiben. Seit einigen Jahren lebt sie nun als freie Schriftstellerin in der Nähe der Insel Usedom und hat zahlreiche Kinder und Jugendbücher veröffentlicht, facettenreich, fantasievoll und mit großem Erfolg. »Der Märchenerzähler«, ihr erstes Buch für junge Erwachsene, wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Autorenspecial Antonia Michaeliswww.antonia-michaelis.deIch suche für diese Leserunde Leser, die gemeinsam in der Leserunde das Buch besprechen & anschließend das Buch rezensieren möchten. Gerne auch Leser/innen im entsprechenden Alter! (ab 16 Jahren) Hierfür stellt der Verlag 20 Bücher zu Verfügung, wobei wir uns auch über einige Blogger freuen würden.Solltet ihr also bloggen, dann schreibt uns bei der Bewerbung eure Blogadresse bei. Bewerbungfrage/Aufgabe: Wie gefällt Euch die Leseprobe? Schaut euch doch mal auf der Verlagsseite um, da warten weitere, interessante Neuerscheinungen auf euch.*** Wichtig *** Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in Eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie Ihr Eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplares ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des BuchesErwiesene Nichtleser werden nicht ausgewähltGewinner-Adressen werden nach Bucherhalt aus Datenschutzgründen gelöscht.

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    • 326
  • Schöne Geschichte, die mich aber leider nicht gepackt hat

    Das Institut der letzten Wünsche
    mixtapemaedchen

    mixtapemaedchen

    22. July 2016 um 18:54

    Das Institut der letzten Wünsche war mein erstes Buch von Antonia Michaelis. Der Schreibstil von Antonia Michaelis gefällt mir sehr gut. Sie bedient sich einer wunderschönen Sprache und beschreibt alle so schön, dass man die Geschichte bildlich vor einem sieht. Mathilda und Ingeborg führen das Institut der letzten Wünsche. Sie erfüllen todkranken Menschen ihren sehnlichsten Wunsch, bevor dieser stirbt. Dabei sind sie äußerst kreativ und gehen auch mal Weg, die nicht immer und von jedem gern gesehen werden. Das ist etwas, was mir sehr gut gefallen hat. Im Institut trifft Mathilda auf Birger, der auch einen letzten Wunsch hat und damit fangen für Mathilda die Probleme erst an. Denn sie verliebt sich in den Mann, der bald sterben wird und dennoch möchte sie ihm seinen Wunsch erfüllen, seine große Liebe wiederzusehen. Das Hauptthema dieses Buches ist der Tod, der Umgang mit Menschen, die in kurzer Zeit sterben werden und das Erfüllen des letzten Wunsches, den der Sterbende hat. Bereits beim Lesen des Klappentextes habe ich geahnt, dass dieses Buch ans Gemüt gehen wird. Das Thema Tod, Sterben, sterbenskranke Menschen ist nun mal ein Thema, was man nicht so einfach wegsteckt. Aber Antonia Michaelis hat es geschafft, dieses Thema besonders anzufassen, es nicht ins kitschige gezogen. Sie hat es mit einer Portion Humor gewürzt ohne die Geschichte und das Thema ins lächerliche zu ziehen. Das hat mir gut gefallen. Der Schluss hat mir leider nicht gefallen. Es war einfach zu viel! Passte für mich nicht wirklich zu der Geschichte. Und ich wurde auch mit den Personen nicht so richtig warm. Die Geschichte konnte mich leider nicht richtig packen. Ich hatte kein Problem damit, das Buch auch öfter mal beiseite zu legen und andere Dinge zu machen. Woran es genau lag, kann ich nicht mal klar sagen. Der Schreibstil hat mir gefallen die Grundidee fand ich auch sehr gut. Aber es gab immer wieder Dinge, die mich gestört haben, u.a. auch der Schluss. Fazit: Eine nette Geschichte, die mich leider nicht so gepackt hat, wie ich mir beim Lesen der Inhaltsangabe erhofft habe.

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    • 3
  • Die bewegende Geschichte einer tragisch-schönen Liebe

    Das Institut der letzten Wünsche
    _wintermaus

    _wintermaus

    03. July 2016 um 12:51

    In dem Roman geht es um ein Institut, das letzte Wünsche von Menschen erfüllt, die nicht mehr länger als 6 Monate leben. Dort arbeitet auch die junge Frau Mathilda. Eines Tages kommt ein Mann names Birger, der Mathilda bittet, seine verloren geglaubte Familie wiederzufinden. Sie sucht nach ihnen und kommt einen Geheimnis auf die Spur. Doch eigentlich will sie Birger's Familie gar nicht finden, denn sie hat sich sofort in ihn verliebt... Ein wunderschöner Roman über die große Liebe und den Hindernissen, die sich in den Weg stellen. Der Schreibstil ist etwas anders, irgendwie fröhlicher als in anderen Büchern. Denn auch wenn das Buch sehr traurig ist, macht es nicht so depressiv und ich war nicht so stark niedergeschlagen. Auch wenn es ein trauriges Thema ist, lächelt man darüber. Doch irgendwas hat gefehlt. ich war nicht hundertprozentig drin, aber immerhin 90% und das ist ja auch schon was;)...

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  • Lesemarathon zu Ostern vom 25. - 28. März 2016

    LovelyBooks Spezial
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Mit LovelyBooks durch die Oster-Feiertage! Nach dem großartigen Lese-Endspurt zum Ende des Jahres, haben wir von LovelyBooks schon lange nach einer Gelegenheit gesucht, wieder gemeinsam mit euch ein langes Lese-Wochenende zu veranstalten! Glücklicherweise steht Ostern vor der Tür und wir finden, das ist die perfekte Gelegenheit für eine Wiederholung! Deswegen heißt es nun: Weg mit den Ostereiern, her mit den Büchern! Wir starten einen Lesemarathon zu Ostern! Was ist ein Lesemarathon?Bei unserem Lesemarathon vom 25. - 28. März (Karfreitag bis Ostermontag) möchten wir uns ganz bewusst Zeit dafür nehmen, endlich einmal längere Zeit am Stück zu lesen. Sonst kommt ja doch immer wieder was dazwischen und plötzlich hat man die schöne Lesezeit mit Putzen, Fernsehen usw. verbracht. Natürlich müsst ihr nicht die gesamten 4 Tage durchlesen, sondern es ist so gedacht, dass jeder mitmachen kann, wann und wie er möchte. Hier haben wir dann einen gemeinsamen Platz, an dem wir uns über unsere Lesefortschritte und die gelesenen Bücher austauschen können.Wie kann man mitmachen?Jeder ist herzlich willkommen hier jederzeit mitzumachen. Einfach drauflosschreiben und dabei sein - wir freuen uns über jeden, der uns ein kleines oder auch großes Stück unseres Lesemarathons begleiten möchte. Für die Abwechslung zwischendurch, werden wir hier im Zeitraum der 4 Tage kleine Fragen oder Aufgaben stellen, bei denen ihr gern mitmachen könnt. Natürlich ist das kein Muss, aber es macht immer wieder viel Spaß, auf diese Weise andere Leser kennen zu lernen, neue Bücher zu entdecken und sich sein eigenes Leseverhalten näher anzuschauen. Selbstverständlich könnt ihr gern auch über eure Blogs und Social Media Kanäle teilnehmen. Verwendet hierbei bitte den Hashtag #lblm - so können wir unsere Beiträge leicht wiederfinden.Jetzt heißt es nur noch, ein paar Tage warten und schon ist unser Lesemarathon da. Wir freuen uns auf viele spannende, berührende, lustige und einfach nur schöne Lesestunden mit euch!

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    • 988
  • Herzenswünsche

    Das Institut der letzten Wünsche
    steffchen3010

    steffchen3010

    “Frau Schmitz lächelte. Sie konnte es. Sämtliche Falten in ihrem Gesicht vertieften sich dabei, als wäre jedes von ihnen die Erinnerung an ein vergangenes Lächeln; neunundneunzig Jahre Lächeln.” Zitat, Seite 14 Jeden Tag sterben Hunderte von Menschen. Einige Leben enden plötzlich und unerwartet, während sich andere nur langsam und schleppend ihrem Ende nähern. Die Diagnose einer unheilbaren Krankheit und ein damit verbundener schleichender Sterbeprozess wird für viele Menschen und ihren Angehörigen zur schier unüberwindbaren Qual. Nur wenigen von ihnen ist ein Abgang in Würde vergönnt. Im “Institut der letzten Wünsche” haben sich Ingeborg und Mathilda daher die Erfüllung letzter Herzenswünsche zur Aufgabe gemacht. Es sind die Wünsche von Menschen, deren Lebenszeit auf weniger als ein halbes Jahr begrenzt ist. Ihnen wollen sie sich annehmen um ihnen ein letztes Lächeln auf die Lippen zu zaubern. “Wenn es eine Nummer für die Günstigkeit der Lage eines Tumors gegeben hätte, hätte sie weder 0 oder 2 gelautet, sondern ‘Arschloch’.” Zitat, Seite 48 So wird jeder Tag zu einer Herausforderung und jeder Herzenswunsch zu einer Entdeckungsreise mit ungewissem Ausgang. Und während Ingeborg als ehemalige Chefärztin die Launenhaftigkeit und Willkür des Todes zur Genüge kennt, scheint die 25-jährige Mathilda der Brutalität des Todes nur bedingt gewachsen zu sein. Ohne die tägliche Einnahme von Kopfschmerztabletten übersteht sie die Tage nur schwer und ein normales Leben neben dem Job scheint kaum machbar. Als Birger Raavenstein, ein ehemaliger Rechtsanwalt und Mann mittleren Alters das Institut betritt, wendet er sich mit seinem letzten Wunsch an Mathilda. Die Suche nach seiner Herzensdame aus vergangenen Zeiten und der vermeintlich 15-jährigen Tochter wird für Mathilda zur Herzensaufgabe. Eine Aufgabe, die sie weit über ihre Arbeit hinaus begleitet. “Sie würde es finden, sie, Mathilda. Für ihn. Sie wollte diesen zerzausten, zerschlissenen, irgendwie gescheiterten London-Berliner Rechtsanwalt lächeln sehen; nicht schulterzuckend und ironisch lächeln, sondern ganz und gar glücklich. Ehe er diese Welt verließ. Für immer. Aber das war ja gelogen. Sie wollte ihn nicht nur lächeln sehen. Sie wollte viel mehr.” Zitat, Seite 46 Neben Birger finden sich noch viele andere Menschen im Institut ein. Da wäre z.B. die 99-jährige Ewa Kovalska, die vor ihrem Tod die längst verstorbene Opernsängerin Maria Callas noch einmal singen hören möchte; der alte Jakob Mirusch, ein gebrechlicher Uhrmacher, der von einem letzten Spieleabend im Studentenkreis träumt oder Herr Schmidt, der früher beim Radio war und ein letztes Mal auf Sendung gehen möchte, um zu den Leuten in Berlin zu sprechen. “Die Zeit tropfte zäh und langsam durch die Flaschen auf den Infusionsständern, die Sekunden flossen durch Schläuche, die Minuten sammelten sich in den Urinbeuteln der Katheder zu einem trüben, gelben Gewässer aus gelebtem Leben.” Zitat, Seite 56 Antonia Michaelis, die sich u.a. durch Romane wie der “Der Märchenerzähler” einen treuen Leserstamm gesichert hat, begeistert uns mit einem neuen Werk. “Das Institut der letzten Wünsche” heißt es. Es ist ein einfühlsames Werk geworden, in dem die Autorin ein bedrückendes Thema aufgreift: die Diagnose einer unheilbaren Krankheit und den bevorstehenden Tod. Doch wie kann man an einem solchen Thema mit genügend Abstand entgegentreten, ohne selbst in Depressionen zu verfallen? Michaelis kennt die Antwort. Anstatt den Tod in den Mittelpunkt der Geschichte zu stellen, konzentriert sie sich auf die Menschen dahinter. Menschen, die letzte Herzenswünsche besitzen. Wünsche, an deren Erfüllung sie sich hoffnungsvoll klammern wie an einen dünnen Strohhalm. Es sind Wünsche nach einem zweiten Weihnachten, nach Schneeflocken im April, einem Sprung ins kühle Nass trotz Rollstuhl, nach tosenden Fahrten im Heißluftballon, der Begehung eines stillgelegten Vergnügungsparks, der Begegnung mit toten Persönlichkeiten und der Suche nach einer verlorengegangenen Liebe. Dinge, die unmöglich scheinen und dennoch durch das Zutun von Ingeborg und Mathilda wahr werden. “Ihr hopst mit den Sterbenden im Land der Wünsche (…) herum, und sie danken euch dafür. Es ist eine leichte und bunte Sache, so wie Seifenblasen. Wir, in der Klinik … Wir machen die Drecksarbeit. Uns dankt keiner.” Zitat, Seite 271 “Alles war bunt und fröhlich oder wäre bunt und fröhlich gewesen, wenn Licht da gewesen wäre. Pippi-Langstrumpf-Land. (…) Jetzt, nachts, zwischen Asphalt und schlafenden Autos, wirkte es unwirklich und aufgesetzt, tot. Eine gewollte Freundlichkeit, die unter den Straßenlaternen ihre Farben verloren hatte.” Zitat, Seite 279 Michaelis gelingt es mit spielerischer Leichtigkeit uns für die Idee hinter dem Institut der letzten Wünsche zu begeistern. Sie reißt uns mit, in einen Strudel voll kindlicher Begeisterung. Der Tod gerät ganz plötzlich in den Hintergrund, auch wenn er auf jeder Seite präsent bleibt. Trotz des kritischen Blickes auf das Handeln des Instituts, dass sich mit der Anklage, wie eine Sterbehilfe zu agieren, auseinander setzen muss, bleibt die Idee hinter der Story einfach herzerwärmend. So schweben wir wie in einer Seifenblase durch die Geschichte, begegnen Menschen, ihren traurigen Schicksalen und letzten Herzenswünschen. Und nicht selten erschüttern die ehrlichen und direkten Zeilen der Autorin unsere perfekte Seifenblasenschutzhülle. Doch der Blick durch die vermeintlich unsichtbare Hülle schenkt uns den nötigen Abstand, den wir brauchen, um dem Tod entgegenzutreten. Mein großer Herzenswunsch ist es, dass dieses Buch so viele Leser wie möglich erreicht. “Schönes Kind”, sagte Herr Maik Wagner, “wir haben früher noch viel verrücktere Sachen gemacht. (…) Erfahrungen, ging immer um Erfahrungen. Grenzen testen. War ‘ne andere Zeit. Heute ist alles möglich, und keiner macht was. Euer Institut ist eine Ansammlung von Spießern.” Zitat, Seite 104 “Es war so ein friedliches Bild – Jakob mit der Uhr, Ewa mit dem Leuchten in den Augen, als schwebte etwas in dem kleinen Büro, das sich nicht in Worte fassen ließ. Vielleicht war es eine Art von Glück. Und Mathilda wünschte, alles könnte einfach so bleiben.” Zitat, Seite 148

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    • 2
  • Ein Roman zum Lächeln über ein trauriges Thema...

    Das Institut der letzten Wünsche
    justitia

    justitia

    09. March 2016 um 19:41

    Ein Buch, das einen lächeln lässt, während man Tränen in den Augen hat! Die verträumte Mathilda arbeitet für eine Organisation, die sterbenden Menschen ihre letzten Wünsche erfüllt. Ein letztes Mal Schneeflocken spüren mitten im Hochsommer, Maria Callas live erleben oder in einem stillgelegten Vergnügungspark Riesenrad fahren – alles kein Problem, kleine Tricks inbegriffen. Das ändert sich, als Mathilda Birger begegnet. Denn er wünscht sich, vor seinem Tod noch einmal seine große Liebe Doreen und ihr gemeinsames Kind wiederzusehen. Mathilda soll sie für ihn suchen – nur will sie Doreen eigentlich gar nicht finden, denn sie hat sich auf den ersten Blick in Birger verliebt. (Text & Cover: © Knaur Verlag)  [sk] Ein Buch über letzte Wünsche vor dem Tod, Abschied und die Endgültigkeit das Lebens – das muss doch ein äußerst melancholisches und trauriges Buch sein. Dass dies nicht unbedingt so sein muss, beweist Antonia Michaelis in ihrem Roman „Das Institut der letzten Wünsche“. Bereits das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen und tief ergriffen. Auf den ersten Blick wirkte das Cover auf mich sehr verträumt und nachdenklich, doch bei näherem Betrachten erkannte ich darin auch eine gewisse Heiterkeit. Die Figur springt vom Betrachter abgewandt davon, so als wäre sie mit sich und der Welt im Reinen und wunschlos glücklich. Sie ist bereit loszulassen und bereit zu gehen. Ein wunderbares Gefühl, das dieses Cover hier vermittelt... Die Grundidee der Geschichte hat mir äußerst gut gefallen – Ein Institut zu erschaffen, in dem sich die Leute vor ihrem unabwendbaren Tod Wünsche erfüllen lassen, ist eine wirklich zauberhafte Vorstellung. Teilweise wünschte ich mir, so etwas würde es auch in Wirklichkeit geben. Die Autorin schreibt ihren Roman in einem sehr melancholischen und berührenden Schreibstil. Sie schafft es dabei aber auch dieses ernste und traurige Thema mit einer genau abgeschmeckten Portion Wortwitz und Situationskomik umzusetzen, sodass man als Leser selbst bei an sich traurigen Szenen schmunzeln muss. Es ist ein herrliches Gefühl zu erleben, dass man das Thema Tod auch aus einer ganz anderen Perspektive betrachten kann. Mit den Hauptfiguren des Buches bin ich leider nicht so ganz warm geworden. Sie blieben für mich eher unscheinbar. Mathilda ist eine eher unnahbare Person, die ihre wahren Gefühle sehr im Verborgenen hält und sich weder dem Leser noch ihren Mitmenschen wirklich öffnet. Die Distanz zu den Figuren entstand für mich höchstwahrscheinlich auch durch die Erzählperspektive in der dritten Person. So hatte man als Leser häufig das Gefühl nicht wirklich Teil der Geschichte zu sein, sondern eher ein Zuschauer. Dies fand ich an einigen Stellen sehr schade, da ich mir besonders bei Mathilda sehr viel tiefere Einblicke in ihre Gedanken und Gefühlswelt gewünscht hätte. Besonders interessiert hätte mich, was es genau mit ihrer Sucht auf sich hat, doch leider kann man als Leser darüber nur spekulieren... Die Handlung insgesamt war eher seicht und plätscherte häufig nur so vor sich hin. Viele Überraschungen und unerwartete Wendungen sollte man bei diesem Buch hier nicht erwarten. Doch meines Erachtens hätte dies auch gar nicht zum doch eher melancholischen Grundthema des Buches gepasst. Das Ende ist für mich perfekt gelungen und hat mich insgesamt bei diesem Buch mit einem sehr positiven, aber auch nachdenklichen Gefühl zurückgelassen. PERSÖNLICHES FAZIT Insgesamt kann ich für diesen herzergreifenden Roman trotz seiner Schwächen, über die man aber durchaus hinwegsehen kann, nur eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen. Denn er hat mich mal wieder auf einfühlsame, aber auch humorvolle Art und Weise über das Leben und seine Endlichkeit nachdenken lassen. © Rezension, 2016 Sunny liest

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  • Durchaus lesenswerter Roman

    Das Institut der letzten Wünsche
    andrea1310

    andrea1310

    03. March 2016 um 20:12

    Inhalt: Mathilda hat eine ganz besondere Arbeitsstelle. Sie ist Mitarbeiterin des Instituts der letzten Wünsche. Dieses verwirklicht totkranken Kunden einen allerletzten Herzenswunsch. Sei es Schnee im Sommer, ein Konzert der Lieblingsopernsängerin erleben oder ein letztes Weihnachtsfest im Mai. Das Institut ermöglicht es. Mathilda liebt ihren Job und eines Tages kommt Birger zu ihr. Sein Wunsch ist es, seine ehemalige Freundin Doreen und sein Kind ein letzes Mal zu sehen. Diese Erfüllung fällt Mathilda allerdings besonders schwer, denn sie verliebt sich auf den ersten Blick in ihn. Meine Meinung: Das Cover finde ich wunderschön gestaltet. Es strahlt eine Leichtigkeit aus und wirkt, trotz des Themas, das im Buch behandelt wird, fröhlich und lebensfroh. Die Farbgestaltung finde ich sehr ansprechend.   Die Grundidee gefällt mir äußerst gut. Ein Institut, das letzte Wünsche erfüllt, und die Patienten, die oft einen langen Leidensweg hinter sich haben, können noch einmal das Leben spüren, bevor sie gehen. Auch der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen.   An der Geschichte selbst habe ich allerdings leider ein paar Kritikpunkte anzumerken. Mit Mathilda und Birger, den beiden Hauptcharakteren konnte ich mich nicht richtig identifizieren. Mathilda ist oft sehr unnahbar und versucht ihre Gefühle hinter humorvollen Aussagen zu verstecken. In ihrem Leben lässt sie nicht viele Personen an sich heran und so gab es immer eine gewisse Distanz. Auch dass der Erzählstil nicht in der Ich-Form geschrieben wurde, hat dazu sehr beigetragen. Ich hatte auch oft das Gefühl, dass ihr der Tod ihrer Klienten in vielen Fällen egal war oder es sie zumindest nicht lange gekümmert hat. Ich hätte mir von ihr ein wenig mehr Einfühlsamkeit erhofft.   An vielen Stellen war die Geschichte auch vorhersehbar. Überraschungen gab es leider kaum und so plätscherte es so vor sich hin. Meiner Meinung nach hätten dem Buch auch ein paar Seiten weniger gut getan. Ich empfand es als etwas zu lang. Das Ende fand ich wiederum perfekt. Ich hatte schon befürchtet, dass es in eine andere Richtung geht, und so war sehr zufrieden, dass ich nicht recht behielt. Man hätte das Ende nicht besser umsetzen können.   Was mich allerdings ebenfalls noch gestört hat, war die Tatsache, dass Mathilda einer Sucht nachging, dies aber mit keinem Wort angesprochen wurde. Auch wurde nicht erläutert, warum sie das macht oder welchen Hintergrund es dafür gibt. Es hätte mir besser gefallen, wenn dies weggelassen geworden wäre.

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  • Ein letzter Wunsch fürs Glücklich-Sein

    Das Institut der letzten Wünsche
    jenvo82

    jenvo82

    Mitten in Berlin haben sich zwei Frauen selbstständig gemacht und betreiben gemeinsam „Das Institut der letzten Wünsche“, ein Dienstleistungsunternehmen für Sterbenskranke und deren Angehörige, welches es sich auf die Fahne geschrieben hat, den wichtigsten Herzenswunsch des Todgeweihten zu erfüllen, damit dieser in Frieden sterben kann. Dabei kommt es vor allem auf Einfallsreichtum und gute Kontakte an, denn die Klienten haben nicht nur absonderliche Vorstellungen sondern sind meist gar nicht mehr in der Lage dazu, ihre Wünsche zu realisieren. Doch Ingeborg und Mathilda geben immer ihr Bestes, sie lassen es im Sommer schneien, verwandeln die Ostsee in das Mittelmeer, organisieren Spieleabende in der Studenten-WG und erwecken selbst die totgeglaubte Maria Callas zu neuem Leben. Als eines Tages der ziemlich junge Birger Raavenstein im Institut auftaucht, um seine verlorengegangene Jugendliebe wiederzufinden, bevor er an einem Lungentumor stirbt, verändert sich für Mathilda alles, denn Birger ist nicht nur ihr neuer Klient sondern in erster Linie der Mann, in den sie sich unsterblich verliebt … Ein absolut ansprechender Roman, der es schafft ein sehr berührendes, trauriges Themengebiet weitgehend positiv und hoffnungsfroh darzustellen. Hier geht es nicht nur um das Sterben und das Leid sondern in erster Linie um die unbändige, alles verändernde Kraft, die Sterbenskranke entwickeln, wenn es darum geht sich einen Herzenswunsch zu erfüllen. Es geht um Menschlichkeit und Nähe, um große Taten zu absolut unpassenden Zeiten und ganz wesentlich um die Würde des Menschen, um seine Selbstbestimmtheit in den letzten Lebensmonaten. Die Autorin entwirft mit viel Gefühl ein ganz spezielles Szenario, sicherlich kein allzu realistisches dafür aber ein Bild einer wild zusammengewürfelten Mannschaft, in deren Zentrum der Mensch und seine Persönlichkeit steht. Nicht jeder ist mit allem einverstanden, doch außergewöhnliche Menschen erfordern ebenso außergewöhnliche Maßnahmen. Und während die Ärzte den Betreffenden nicht mehr viel Zeit geben, schenkt das Institut ihnen wunderschöne letzte Augenblicke, auch wenn es für die Absolution, die Rettung ihres Lebens definitiv zu spät ist. Der Roman ist ein Gleichnis – er vermittelt ein feinsinniges Gespür für die Endlichkeit des Daseins, für die guten Momente eines erfüllten Lebens, für die Kraft der Liebe und nicht zuletzt für das einfache, unkomplizierte Glücklich-Sein. Seine Botschaft lautet ganz klar: „Egal, wie lang oder kurz dein Leben auch ist, egal was du verpasst oder erreicht hast, dass einzige was wirklich zählt ist dein persönliches Glück, welches dich im Regen tanzen lässt und im Rollstuhl schwimmen …“ Fazit: Ich vergebe 5 Sterne für ein emotionales, berührendes Buch über das Leben und Sterben im Einklang mit den eigenen Wünschen. Ein Buch, welches mich zum Lachen und Weinen brachte und mir ganz ungefragt gute Ratschläge mit auf den Weg geben konnte. Empfehlenswert für alle, die sich gerne mit dem Thema auseinandersetzen und denen ein positiver Fokus wichtig ist, der die Hoffnung in den Vordergrund rückt und nicht die Endlichkeit unseres Lebens.

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    • 9
    Cridilla

    Cridilla

    02. February 2016 um 05:42
    Floh schreibt Meine Schwiegermutter setzt sich für die Hospiz ein und engagiert sich da sehr. Diesen Tipp lege ich ihr gern ans Herz.

    Ich kenne da auch jemanden, der sich in der gleichen Richtung engagiert...!

  • Große Verlosung zum Leserpreis 2015: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Ein ganz neues Leben
    Daniliesing

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2015? Es ist wieder soweit - für den Leserpreis 2015 suchen wir eure Lieblingsbücher. Wir sind schon wahnsinnig gespannt, welche Bücher euch in diesem Jahr am meisten begeistern konnten und können das Ergebnis, das am 26. November feststehen wird, gar nicht erwarten! PS: Die Gewinner stehen mittlerweile fest! Hier könnt ihr alle Preisträger und Platzierungen sehen! Unsere große Verlosung für euch! Jedes Jahr, wenn der Leserpreis näher rückt, dann kommt bei uns eine ganz besondere Stimmung auf. Es ist ein bisschen, als würde Weihnachten einfach mal 2 Monate nach vorn gezogen und würde ganz lange dauern :-) Deshalb möchten wir euch neben den tollen Buchempfehlungen und der Möglichkeit selbst mitzuentscheiden, auch eine ganz besondere Verlosung bieten. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und mal ehrlich - davon kann man doch nie genug haben, oder? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier mit, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt! http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafikmaterial findet ihr hier! 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + und ähnlichen auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit jeweils 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der Link zum Leserpreis und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 29. November möglich! Wir wünschen euch ganz viel Spaß & schaut doch mal rein, welche Bücher in diesem Jahr das Rennen gemacht haben! PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!

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    • 1599
  • Melancholisch und verträumt, mit wundervollen Figuren und einem tollen Humor

    Das Institut der letzten Wünsche
    Nightingale78

    Nightingale78

    23. October 2015 um 12:19

    Der Plot Die verträumte Mathilda arbeitet für das Institut der letzten Wünsche, eine Organisation, die sterbenden Menschen dabei hilft ihre letzten Träume zu erfüllen. Ein letztes Mal Schneeflocken mitten im Sommer auf der Haut spüren, die große Maria Callas live erleben oder in einem stillgelegten Vergnügungspark Riesenrad fahren. All das ist kein Problem für Mathilda und ihre Chefin Ingeborg, kleine Tricks inbegriffen. Das ändert sich, als Mathilda dem todkranken Anwalt Birger begegnet. Er wünscht sich, vor seinem Tod noch einmal seine frühere Freundin Doreen und ihr gemeinsames Kind wiederzusehen. Mathildas Aufgabe scheint nicht unmöglich, denn so schwer kann es nicht sein, Doreen zu finden. Zu dumm aber, dass Mathilda sie gar nicht finden will, denn sie hat sich auf den ersten Blick in Birger verliebt.     Meine Meinung Das in diesem Frühjahr erschienene Werk DAS INSTITUT DER LETZTEN WÜNSCHE lässt bereits im Klappentext vermuten, das sich sehr intensiv mit dem Tod beschäftigt wird. Während des Lesens habe ich aber vor allem eines gespürt: die Sehnsucht zum Leben und die Schwierigkeit es loszulassen. Antonia Michaelis lässt in diesem Roman durch Protagonistin Mathilda wahrlich letzte Wünsche wahr werden. Doch diese Wünsche sind eher ungewöhnlicher Natur, die einigen Interpretationsspielraum brauchen, was wiederum dem Plot den gewissen Pepp gibt. Bevor ich zu Protagonistin Mathilda komme, möchte ich die Nebenfiguren unbedingt erwähnt haben. Denn während Mathilda in manchen Phasen erschöpft, ja gar Lebensmüde, wirkte, sprudelten die todkranken Klienten über vor Leben. Ein alter Uhrenmacher, der noch einmal die Zeit zurückdrehen und eine WG-Party schmeißen möchte. Eine kurzatmige Dame, die die große Callas live auf der Bühne hören möchte. Und ein stets zerzauster Birger Raavenstein, der auf der Suche nach seiner großen Liebe ist und dabei jemandes anderes Herz im Sturm erobert. Es sind Personen so unvollkommen und voller Energie, die man umarmen und nicht gehen lassen möchte. Mathilda hat mir als Protagonistin ausgesprochen gut gefallen. Ihre Launen schwanken stark zwischen motiviert, neugierig und aufgeweckt, bis hin zu erschöpft und manchmal des Lebens überdrüssig. Insbesondere ihr schlagfertiger, aber sehr trockener Humor fliest harmonisch in die Handlung ein. Ihre Arbeit im Institut nimmt Mathilda, seit sie ihr Medizinstudium hingeschmissen hat, sehr ernst. Sie hat immer ein offenes Ohr, was auch dazu führt, dass sie sich emotional übernimmt. Sie wirkt etwas schräg, unendlich einsam und blieb für mich mit ihren selbstbestickten Pullis, bis zum Schluss ein kleines Rätsel. Eine Liebesgeschichte gibt es auch, aber diese hat mich bei weitem nicht so mitgerissen, wie das Geschehen drum herum. Auch hat mich die Romanze zwei ganz anderer Figuren in diesem Buch noch viel mehr verzaubert. Abzüglich kleiner Streckungen in der Handlung und einem, für meine Verhältnisse, zu nüchternen Ende, hat mich Antonia Michaelis sehr überzeugt. Sie gehört für mich zu den deutschen Autoren, die sich der deutschen Sprache nicht nur mächtig sind, sondern sie sich auch vollends Zunutze macht.     Fazit Mit DAS INSTITUT DER LETZTEN WÜNSCHE lädt die Autorin durch ihren poetischen Erzählstil ein zu Stunden voller Melancholie, nachdenklicher Träumerei, aber auch wolliger Lacher. Ich habe mich während des Lesens nicht nur ein bisschen in Protagonistin Mathilda und ihren >Wischmopp< Eddie verliebt, sondern ein Stück mehr in die deutsche Sprache. Antonia Michaelis schreibt wortgewandt, stimmungsgewaltig und in jedem nur erdenklichen Maße bezaubernd. Da überwiegt die Verzückung die Kritik. Somit bleibt in mir der Wunsch zurück, dass es irgendwo solch eine Institution wirklich gibt.

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  • Das Institut der letzten Wünsche, rezensiert von Juliane Seidel

    Das Institut der letzten Wünsche
    Splashbooks

    Splashbooks

    08. October 2015 um 10:12

    Der Roman "Das Institut der letzten Wünsche" stammt von der deutschen Autorin Antonia Michaelis, die mit ihren Kinder- und Jugendbücher bekannt geworden ist. So wurde beispielsweise ihr Roman "Der Märchenerzähler" 2012 für den Deutschen Jugendliteraturpreis und den Buxtehuder Bullen nominiert, ebenso gewann das Jugendbuch mehrere renommierte Preise. Im Gegensatz zu ihren eher fantastischen Kinder- und Jugendbüchern, legt sie mit "Das Institut der letzten Wünsche" einen realistischen, belletristischen Roman vor, der sich an eine erwachsene Zielgruppe richtet. Den Leser erwartet ein originelles, skurriles und trotz (oder gerade wegen) der ernsten Thematik lebensbejahendes Buch, das sowohl unterhält, als auch zum Nachdenken anregt. Auf ihre ganz eigene, lockerleichte Art entführt sie den Leser in "Das Institut der letzten Wünsche" und rückt die Themen Krankheit, Tod und Sterbehilfe ins Zentrum er Geschichte. Wer nun einen melancholischen, traurigen und deprimierenden Roman erwartet, irr sich. Antonia Michaelis setzt der ganzen Dramatik die kindliche, naive Mathilda entgegen, die zumeist den Kopf in den Wolken hat und auf ihre ganz eigene Art mit den alten Menschen und deren Schicksalen umzugehen weiß. So ist das Buch unerwartet erheiternd und amüsant, was vor allem an den unterschiedlichen Figuren liegt und der unkomplizierten Herangehensweise. So verzichtet die Autorin auf Klischees - sei es bei der Liebesgeschichte zwischen Mathilda und Birger, oder bei den dramatischen Todesfällen. Dies fällt mehr als positiv ins Gewicht, da man immer wieder überrascht wird, sei es durch unerwartete Wandungen innerhalb der Geschichte oder dank der abstrusen Wünsche der Todgeweihten.Rest lesen unter: http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/22465/das_institut_der_letzten_wuensche

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  • Ich war gefesselt, traurig und konnte schmunzeln.

    Das Institut der letzten Wünsche
    Kenda

    Kenda

    01. October 2015 um 16:59

    MEINE MEINUNG: Bislang kannte ich noch keinen Roman von Antonia Michaelis aber Ihre leichte Schreibweise hat mich umgehauen. Auch das dies doch ernste Thema, es geht ja nun mal um die letzten Wünsche von sterbenden, immer wieder mit Witz gespickt ist fand ich auflockernd und sehr angenehm. Meiner Ansicht nach wurde hier eine sehr angenehme Mischung gefunden. Eine der vielen Passagen wo ich schmunzeln musste möchte ich hier zitieren (zu finden auf Seite 85) „Ist das Ihr Hund dahinten?“, fragt sie. „Das kommt darauf an.“ „Er trinkt gerade Ihren Milchkaffee“, sagt die ältere Frau. Wunderbare Charaktere die alle überzeugen konnten. Besonders gut gefallen haben mir: Mathilda, mit ihren bunten Aufnähern auf der Kleidung, fand ich sehr gut dargestellt. Ein wenig “irre“ aber sehr sympathisch. Birger, mit seinem ganz persönlichen Sturm und seinen Eigenarten konnte ich mir auf Anhieb gut vorstellen. Ewa Kovalska / Jakob Mirusch, zwei wie sie eigentlich unterschiedlicher nicht sein konnten. Die ruhige, etwas unsicher wirkende Ewa und Jakob der sein ganz eigenes lauteres Auftreten hatte. Ich fand beide sehr sympathisch und sehr liebenswert. MEIN FAZIT: Ich war gefesselt, traurig und konnte schmunzeln. Von mir gibt es hier eine absolute Leseempfehlung.

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  • Fast wunschlos glücklich

    Das Institut der letzten Wünsche
    katha_dbno

    katha_dbno

    22. September 2015 um 17:16

    Rezension auf Svenjas BookChallenge Cover Das Cover ist im Grunde wie das Buch: es lässt keine Wünsche offen. Alles fügt sich super ineinander. Am liebsten würde man selbst die junge Frau in dem Bild sein, so traumhaft ist es.  Meine Meinung Wow! Anders kann ich es nicht formulieren. Dieses Buch war einfach nur mitreißend und inspirierend. Ich hatte zwar wirklich Angst, dass ich durch die vielen überschwänglichen Rezensionen zu hohe Erwartungen an das Buch haben könnte, aber die war letztlich unbegründet.  Bereits der erste Satz, der erste Abschnitt – ach, streicht das – das komplette Buch war absolut gelungen! Es gab fast keinen Moment, in dem bei mir Langeweile aufgekommen wäre. Das Paket aus Plot, Figurenkonstellation und Schreibstil ist in sich so stimmig, dass es wahrlich schwierig für mich ist, Kritikpunkte zu finden. Ich war permanent hin- und hergerissen zwischen Lachern und Traurigkeit, denn einerseits ist der bevorstehende Tod der Kunden des Instituts im Prinzip ein Stimmungskiller, andererseits werden das Geschehen und die Personen so humorvoll dargestellt und beschrieben, dass man kaum dazu kommt, Trübsal zu blasen. Genau genommen sind sogar die Sterbenden (abgesehen von Mathilda) diejenigen, die am meisten Schwung und Leben in die Geschichte bringen. Sie strotzen allesamt nur so vor Energie, meist sogar mehr als die Gesunden. Das fand ich sowohl verblüffen als auch bewundernswert und etwas neiderfüllt war ich zugegebenermaßen ebenfalls. Sie haben mich mit ihrer Art wirklich für sich eingenommen, sodass ich mich auch nicht entscheiden kann, wen ich von ihnen am liebsten mochte (selbst diejenigen, die nur einen kurzen Auftritt hatten, haben mich bezaubern können). Die Wünsche, die sie an Mathilda und Ingeborg richten, haben ebenfalls dazu beigetragen, dass man sie recht schnell ins Herz schließt, und haben mich mehr erheitert als deprimiert, weil manche davon wirklich ausgefallen und ungewöhnlich waren.  Wie gesagt hat mir auch Mathilda als Protagonistin ausgesprochen gut gefallen. Sie ist ein sehr abwechslungsreicher Charakter: mal ist sie aufgeweckt, motiviert und energisch, dann hat sie wieder Phasen, in denen sie erschöpft und ausgelaugt ist. Entsprechend reagiert sie dann auch auf ihr Umfeld, wobei besonders Daniel, ihr Ex-Freund, dem sie nach Jahren der Funkstille wieder begegnet, ihre emotionalen Tiefs ausbaden muss. Er bekommt die ein oder andere pampige Kommentare oder Spitzfindigkeiten um die Ohren, die er aber mit Bravour zu nehmen weiß. Mir tat er zwar deswegen öfter leid, aber meistens habe ich Mathildas ironischen, trockenen Humor genossen. Zu den Kunden des Instituts war sie aber stets nett und offen für ihre Wünsche. Dann kam ihre fürsorgliche, aufopfernde Seite zum Vorschein, die man in diesem Job auch braucht. Hinzu kommt, dass sie etwas schräg und eigenwillig ist, was dazu führt, dass sie viel Verständnis für die letzten Wünsche der Sterbenden hat – mögen sie noch so außergewöhnlich sein.  Abgesehen von den wirklich gelungenen Figuren bekommt man auch von der Geschichte selbst einiges geboten. In gewisser Weise hat Mathildas Suche nach Birgers Familie Züge einer Detektiv(kurz)geschichte, auch wenn sie deutlich harmloser abläuft. Auch wenn die betreffenden Personen recht schnell gefunden sind, ist die Aufgabe keinesfalls abgeschlossen, denn es gibt noch einige Ungereimtheiten zu klären. Diesbezüglich gab es auch einige sehr unvorhersehbare Wendungen, denn, wie so oft, trügt hier der Schein. Deshalb häufen sich zum Ende hin auch die Probleme, sodass einerseits die Verwirrung, andererseits die Spannung mit jeder Seite steigt. Bisher klingt die Geschichte also nahezu perfekt. Das ist sie auch. Aber eben nur nahezu, denn ohne einen Wermutstropfen kommt der Roman dann doch nicht aus. In dem Fall war das für mich die unglaubliche Liebesgeschichte, die auf dem Buchdeckel angekündigt wurde. Zwar wird erwähnt, dass sich Mathilda auf den ersten Blick in Birger verliebt, aber so richtig gemerkt hat man das beim Lesen eigentlich nicht. Sie hat durchaus Momente, in denen sie in heimlich anhimmelt, aber das wirkt recht harmlos. Und da sie von ihrem Job so vereinnahmt ist, hat sie auch nicht wirklich Zeit, über ihre Gefühle zu sinnieren. Deshalb hab ich beim Lesen ihrer gemeinsamen Szenen nicht unbedingt Engelschöre singen gehört – maximal eine zart gezupfte Harfe begleitet von einer Geige. Eine Entwicklung Richtung Romanze deutet sich eigentlich erst nach der Hälfte des Buches an. Ab da passiert zwischen den beiden auch einiges. Das große Gefühlsfeuerwerk blieb meiner Meinung nach eher aus. Um ehrlich zu sein, habe ich die ganze Zeit gehofft, dass aus ihr und Daniel, ihrem Ex-Freund, etwas wird. Die beiden waren abwechselnd freundlich und kratzbürstig zueinander, sodass man hier schon eher die Funken sprühen gesehen hat.  Da es im Roman jedoch nicht um eine Liebesgeschichte geht, sondern in erster Linie um das Erfüllen letzter Wünsche, hat es mich gar nicht so sehr gestört, dass die Gefühle so wenig fulminant beschrieben wurden. Mich haben die Patienten und die Suche nach Birgers verlorenen Familie wesentlich mehr interessiert.  Fazit Mit Das Institut der letzten Wünsche ist Antonia Michaelis ein wirklich großartiger Roman gelungen. Die Personen, ihre Wünsche und ihre jeweiligen Geschichten werden so liebevoll erzählt, dass ich mir wünsche, es gäbe dieses Institut wirklich. In dieser Hinsicht wurden all meine Erwartungen erfüllt – und übertroffen. Lediglich die angekündigte Romanze von Birger und Mathilda entsprach nicht meinen Vorstellungen. Ansonsten ist es aber ein absolut wunderbares Buch, das ich jedem wärmstens empfehlen kann!

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