Antonia Michaelis Der Märchenerzähler

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Lovelybooks Bewertung

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Inhaltsangabe zu „Der Märchenerzähler“ von Antonia Michaelis

Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Phantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden?

Spannend und fesselnd bis zum Schluss. Das Buch eignet sich gut für Leute die noch nicht viele Thriller oder o.ä gelesen haben.

— SookieStark
SookieStark

WOW. Wuchtig, organisiert und wunderbar beschrieben. Ein Buch mit so vielen Facetten, dass einem schon fast schwindlig wird!

— fantasyinbooks
fantasyinbooks

Das beste Buch das ich jemals gelesen habe. Unglaublich vielschichtig und brillant geschrieben.

— a_day_of_june
a_day_of_june

Die ganzen tollen Bewertungen sind absolut berechtigt! Konnte irgendwann nicht mehr aufhören zu lesen. Kann es nur weiterempfehlen!

— Kat_1
Kat_1

Es ist schrecklich, traurig, abgefuckt und wunderschön... märchenhaft.

— iamMarii
iamMarii

Eine tolle Geschichte zum Mitfiebern! Sehr viele Wendungen, jedoch teilweise langatmig. Eins meiner Lieblingsbücher!

— x_Ninchen_x
x_Ninchen_x

Kurz und knapp: Es war nicht ganz so meins. Ich konnte nicht mit allen Entscheidungen von Anna mitgehen. Die/ Das Märchen fand ich klasse.

— FluseliebtBuecher
FluseliebtBuecher

Es ist kein Heile-Welt-Buch, es erschreckt, lässt hinhören, mitfühlen und bedauern

— Colorful_Leaf
Colorful_Leaf

Aufwühlend, spannend und schonungslos brutal. Eine Geschichte, die es in jeder Hinsicht in sich hat.

— xxAnonymousxxx
xxAnonymousxxx

Mein absoluter Lieblingsroman.

— sarah_rbcc
sarah_rbcc

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Schöne Geschichte mit einem gewissen Anteil an Humor.

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Ein gutes Buch habe von der guten Meinung über das Buch ein bisschen mehr erwartet schade . Deshalb nur vier Sterne .

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Viel zu konstruiert und unrealistisch. Bin von der Autorin besseres gewohnt.

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  • Rezensionen
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  • Themen
  • Märchenhafte Realität

    Der Märchenerzähler
    fantasyinbooks

    fantasyinbooks

    13. August 2017 um 14:56

    Lieblingszität:Sie spürte, wie ein unsinniges, leicht perledes Lachen in ihr aufstieg und sie durch und durch schüttelte. "Junge Frau", sagte ein älterer Herr, der gerade mit seiner Frau am Arm die Cafétreppe hinuntergekommen war, "junge Frau, darf ich Ihnen mein Taschentuch geben? Sie weinen ja." "Oh", sagte Anna. "Tatsächlich. Sehen Sie, und ich dachte, ich lache. So kann man sich täuschen."Cover:Obwohl das Cover mich beim ersten Eindruck nicht sehr überzeugt hat, sieht es nachdem man das Buch gelesen hat viel schöner aus, da man schließlich die Geschichte hinter der Symbolik erkennt.Geschichte:Mein Fazit:Ich würde gerne behaupten, dass ich das Buch verschlungen habe, aber daran wäre ich wahrscheinlich gestorben. Es kommen so viele Spannungen vor, dass man erst einmal eine Pause dazwischen braucht, um wieder klar denken zu können.Da es in der Kategorie Thriller steht, hat man natürlich nach einem Mord erst einmal den festen Gedanken im Kopf, wer hat die Person umgebracht. Antonia Michaelis setzt den Spannungsaufbau ganz geschickt um, indem sie mehrere Personen mit einfließen lässt, die alle ein Motiv haben könnten. Somit wird nach jeder Seite jemand anderes verdächtigt. Auch spielt sie in der Geschichte auf mehrere Themen an und stellt nicht nur eins in den Vordergrund. Ob es nun Annas Verhältnis mit ihren Eltern, ihre Liebe zu Abel oder Abels Verantwortung gegenüber seiner Schwester ist, das alles bleibt zunächst unklar und erklärt sich erst gegen Ende der Geschichte.

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  • Buchverlosung zu "Der Gentleman" von Forrest Leo

    Der Gentleman
    aufbauverlag

    aufbauverlag

    London, Pocklington Place, um 1850: Lionel Savage, Dichter, gerade einmal 22 Jahre alt, hat beschlossen, Selbstmord zu begehen, da er des Geldes wegen geheiratet hat und danach feststellen musste, dass er seitdem keine Zeile mehr zu Papier bringen kann. Er zieht seinen Butler Simmons zurate, weil er nicht weiß, wie er den Selbstmord genau angehen soll. Der einfachste Weg scheint ihm der Tod durch Kopfschuss zu sein. Doch Simmons gibt zu bedenken, dass dabei allerlei Körperflüssigkeiten austreten würden, die jemand aufwischen müsste. Da Savage seinem treuen Butler eine solche Schweinerei nicht zumuten will, muss er eine andere Lösung für sein Problem finden. Just in dem Moment spaziert ein freundlicher Gentleman in sein Arbeitszimmer, der sich als der Teufel höchstpersönlich entpuppt. Und bevor er sich versieht, hat Savage seine Ehefrau an ihn verkauft. So glaubt er zumindest. Doch kaum ist die Ehefrau verschwunden, stellt Savage fest, dass sie die Liebe seines Lebens ist. Er muss sie wiederfinden. Nur wo zum Teufel soll die Hölle sein?Faule Aristokraten, ein Butler, der Teufel, eine hinterlistige kleine Schwester, Duelle und Beinahe-Duelle, Arktisexpeditionen und Scotland Yard. "Der Gentleman" ist ein rasanter Abenteuerroman und eine feine kleine Tollerei.Zur Leseprobe Über Forrest Leo Forrest Leo, geboren 1990 in Alaska, wo er auch aufwuchs. Er lebte ohne fließendes Wasser und fuhr mit dem Hundeschlitten zur Schule. Er machte einen Bachelor in Schauspiel an der New York University und hat als Zimmermann, als Fotograf und im Großraumbüro gearbeitet.Jetzt bewerben!Bewerbt euch bitte mit Klick auf den "Bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: Welches Buch habt ihr zuletzt gelesen?Viele Grüßeeuer Team vom Aufbau Verlag* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Buchverlosung schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.** Bitte beachtet, dass es sich hier um eine Buchverlosung handelt und nicht um eine Leserunde. Ihr könnt natürlich trotzdem gerne hier über das Buch diskutieren, aber eine Moderation wird es nicht geben

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    • 263
  • Ich habe es geliebt

    Der Märchenerzähler
    x_Ninchen_x

    x_Ninchen_x

    25. June 2017 um 18:07

    Eine tolle Geschichte zum Mitfiebern!
    Sehr viele Wendungen, jedoch teilweise langatmig.

    Eins meiner Lieblingsbücher!

  • Geliebter Mörder - Psycho :O

    Der Märchenerzähler
    Colorful_Leaf

    Colorful_Leaf

    18. June 2017 um 19:25

    Ich habe dieses Buch verschlungen, konnte mich nicht lösen von der Geschichte um Anna und Abel. Gleich am Anfang hat es mich gepackt & nicht mehr losgelassen. Es ist kein Heile-Welt-Buch, es erschreckt, lässt hinhören, mitfühlen und bedauern. Die Entwicklung ist ganz anders, als man zunächst vermuten könnte!" Ich war zwischendrin wütend, traurig, entsetzt !- Kindesmissbrauch, mehrfacher Mord, mehrfacher Selbstmord, Vergewaltigung, Stricher- und Drogenmilieu.Abel wird durch den naiven Blick Annas als hilfsbedürftiges Opfer geschildert, seine geschilderten Taten entsprechen denen eines Psychopathen. Was mich an der Story stört sind die ganz knapp unter der Oberfläche liegenden Klischees, die bedient werden. Vergewaltigung durch einen Freund? Ach, nicht der Rede wert - verschweigt man und gut ist. Mord an einem Sozialarbeiter? Ach komm, Nebensache. Mord an einem Lehrer? War doch fast ein Unfall. & sie liebt ihn einfach, weil er ja auch nur aus Liebe handelt, das ist zumindest die Erklärung. Das schlimmste an der Story ist das Frauenfeindliche Bild des naiven Mädchen aus gutem Hause, das zum Outlaw hält, auch wenn sie selbst zum Opfer des machohaften Rachefeldzugs wird.Buchzitat "Manchmal kann ich nicht mehr unterscheiden", flüsterte Anna, "zwischen Schönheit und Trostlosigkeit. Ist das nicht merkwürdig? Manchmal weiß ich gar nicht, ob ich glücklich bin oder traurig. Wenn ich an dich denke, ist das so."•Im großen & ganzen ein sehr fesselndes Buch, auch wenn ich mir bei so viel weiblicher Naivität nur gegen den Kopf hauen könntAbels Gesichten fand ich wiederum richtig gut.Ich würde das Buch definitiv nicht ab 12 Jahren empfehlen!

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  • Schonungslos

    Der Märchenerzähler
    AA9rdX1rd

    AA9rdX1rd

    05. May 2017 um 09:49

    Es hätte so gut sein können.  Der Märchenerzähler überzeugt durch einen Schreibstil, den ich bisher noch nicht in der Form kannte. Die Autorin konstruiert eine Märchen-Geschichte in der Geschichte, die beinahe grenzenlos in die Realität des Buches übergeht. Die Figuren sind emotional so aufgewühlt und fordern dadurch das Mitgefühl des Lesers ein, der bis zum Ende auf eine positive Wendung hofft. Vergeblich. Am Enge gibt es schockierende Offenbarungen, die meiner Meinung nach ans Limit stoßen und „zu viel des Guten“ für ein Jugendbuch sind. Tot, Missbrauch, Drogenkonsum, Verrat. Schonungslos wird dem Leser das Übel der Welt, verdeckt durch eine „Märchen-Geschichte“, serviert und er muss, ob er will oder nicht, schlucken. Die Protagonistin nimmt alles so hin wie es ist ohne etwas aus der Misere am Ende zu lernen. Sie flüchtet sich sogar in eine Scheinwelt in der (fast) Alle überleben und „Friede Freude Eierkuchen“ herrscht.  Was lernen wir nun daraus? Man nimmt alles so hin wie es ist. Man kann ja eh nichts an dem Übel der Welt ändern. Anstatt dem Leser aufzuzeigen, dass es möglich ist, nach einem Rückschlag, das eigene Leben in die Hand zu nehmen und ins Positive zu wenden, vermittelt das Buch (mir zumindest) rein gar nichts. Schade. 

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  • Liebesgeschichte oder Thriller?

    Der Märchenerzähler
    Azalee

    Azalee

    26. April 2017 um 13:48

    SCHREIBSTIL:Antonia Michaelis Stil in Der Märchenerzähler lässt sich wohl am ehesten als poetisch-beschreibend bezeichnen. Dadurch macht sie es dem Leser, sobald man in die Geschichte hineingefunden hat, leicht immer wieder hineinzufinden. Mir persönlich waren es aber teils etwas zu viele Beschreibungen, dadurch wurde die Geschichte recht langatmig und zu den Personen blieb eine gewisse Distanz. Das Buch ist in der Er-Perspektive, meist mit Anna im Mittelpunkt geschrieben. Ab und an gibt es Einschübe aus der Er-Perspektive bekannter oder unbekannter Personen. Deshalb gibt es von mir 4/5 Sterne. HANDLUNG: Anna steht kurz vor dem Abitur - genau wie ihr Mitschüler Abel Tannatek. Eigentlich haben die beiden nicht wirklich etwas gemeinsam, bis der Zufall sie zusammenführt. Anna lernt einen anderen Abel kennen, der seiner kleinen Schwester Geschichten erzählt. Einen Abel, in den sie sich verliebt. Aber kann sie ihm glauben? Schließlich geschieht ein erster Mord und Anna beginnt sich zu fragen, ob Abels Geschichten wirklich alle erfunden sind. Die Liebesgeschichte ist das zentrale Thema des Buches. Dadurch bleibt die Spannung oft auf der Strecke. Erst gegen Ende ändert sich das, dann aber Schlag auf Schlag und es wird teils recht brutal. Das Ende selbst war irgendwie überraschend und irgendwie schockierend, ich hätte es nicht in der Art erwartet. Das Ende schließt im Grunde an die harte Realität, die Antonia Michaelis schon das ganze Buch über gezeichnet hat, an. Weil es einige Zeit gedauert hat, bis die Handlung mich packen konnte, aber dann richtig, gibt es 4/5 Sterne. FIGUREN: Anna ist die Tochter aus guten Hause, die - wie sie selbst sagt - in einer Seifenblase lebt. Und genauso kommt sie mir auch vor. Im Grunde hat Anna keine Ahnung, was um sie herum vorgeht, sie passt nicht in die Gruppen der feiernden, lauten Mitschüler. Lange Zeit hatte ich Verständnis für sie, nach der Szene im Bootshaus hat sich das aber zu wandeln begonnen. Gerade am Schluss konnte ich sie überhaupt nicht mehr verstehen und hätte sie am liebsten geschüttelt, damit sie endlich aufwacht. Wie bedingungslos kann man einen Menschen denn lieben, dass man ihm wirklich ALLES durchgehen lässt (und dann in bestimmten Situationen auch noch sich selbst die Schuld gibt). Ab da war mir Anna nicht mehr sonderlich sympathisch, ich konnte sie ehrlich gesagt auch überhaupt nicht mehr verstehen. Abel ist der Grund, warum Anna sich so sehr ändert. Er ist der Außenseiter, den die Leute kaum kennen, der Bad Boy mit dem weichen Kern, der Geschichtenerzähler, der sich mit seinen Worten in Annas Herz schleicht, der Bruder, der für seine kleine Schwester sorgt. Gewissermaßen konnte ich Abels Handlungen bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen, er war mir auch das ganze Buch über mehr oder weniger sympathisch.Micha ist Abels kleine Schwester, um die er sich kümmert. Micha ist gerade mal sechs Jahre alt und bewegt sich zwischen erstaunlichem Wissen und kindlicher Naivität. Micha kann nicht begreifen, was in der Welt um sie vorgeht. Sie war mir sehr sympathisch und hat die Atmosphäre oft aufgelockert. Die anderen Figuren blieben eher im Hintergrund. Sie alle hatten ihre Eigenschaften, die dann aber dafür auch mal öfter genannt wurden. Für die Figuren gibt es insgesamt 3/5 Sterne. FAZIT: Der Märchenerzähler ist ein außergewöhnlich geschriebenes Buch, das aber stellenweise eben daran scheitert. Die Handlung zieht sich zu Beginn etwas, wird aber dann recht spannend. Der Märchenerzähler ist kein "alle-sind-glücklich"-Buch, es ist ein "ich-zeige-dir-die-harte-Realität"-Buch. Und so sind die Figuren aus ebenjener Realität entsprungen, haben keine großen Talente, sondern kämpfen sich durchs Leben. Die Nebenfiguren waren jedoch recht blass, die Hauptfiguren dagegen konnte ich nicht immer verstehen. Für zu junge Leser ist das Buch wegen gewisser Szenen sicher eher nicht geeignet. Insgesamt vergebe ich 4/5 Sterne, finde es aber auf jeden Fall empfehlenswert.

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    • 3
  • ergreifend, krass und verschlingend

    Der Märchenerzähler
    Kumosbuchwolke

    Kumosbuchwolke

    31. March 2017 um 21:50

    KurzmeinungDer zufällige Satz...Seite 127 Zeile 6„Aber es war ein schöner Name, ein Name, der manchmal seinen ganzen Kopf ausfüllte und ihn beinahe zum Bersten brachte.“FazitEs gibt viele Bücher, die habe ich gerade zu verschlungen, statt sie zu lesen, so berauscht war ich von ihnen. Aber es gibt nur sehr wenige Bücher die mich verschlingen.Der Märchenerzähler ist mir unter die Haut gegangen und hat meine Seele zutiefst berührt. Da ist diese Zartheit zwischen den Seiten zu spüren, wenn von Anna geschrieben wird. Von der lieben zarten verträumten Anna, die sich trotz ihrer fast 18 Jahren, noch immer eine kindliche Sicht bewahrt hat. Oder die Härte, die von Abel ausgeht, kombiniert mit seiner Zerbrechlichkeit. All das hat mich wirklich sehr bewegt und mitgenommen, so dass es schwer ist dafür Worte zu finden.Das Hauptaugenmerk liegt verstärkt auf Anna, Abel und Micha, Nebenfiguren erscheinen mir tatsächlich mehr als Randcharaktere.Was dieses Buch ebenfalls ausmacht, ist die Spannung, die sich durch die Zeilen zieht und einem eine eigene Ahnung, auf das was kommt oder was Dunkel in der Vergangenheit liegt, aufbauen lässt. Beim Lesen habe ich mich mehrfach dabei ertappt, wie ich eigene Erwartungen und Hoffnungen hatte. Das nennt man wohl rund um mit gefiebert.Ich kann hier nicht mehr schreiben, um eben nicht zu viel zu verraten. Ein grandioses Buch, welches mir noch lange nachging und deshalb bekommt der Märchenerzähler von mir volle Punktezahl._____________________________________________________© Coverrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

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  • Märchen oder Realtität?

    Der Märchenerzähler
    november2014

    november2014

    15. March 2017 um 16:04

    Klapptext: Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Phantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden? Charaktere: Anna ist für mich ein Charakter dem ich sehr zwiegespalten gegenüberstehe. Auf der einen Seite war sie mir sehr sympathisch. Halt etwas verträumt, gutgläubig und in einer Seifenblase lebend. Auf der anderen Seite, war mir das manchmal zu naiv, zu blauäugig und oft nicht nachzuvollziehen was sie für Entscheidungen traf. Abel war ein undurchschaubarer Charakter und das bis zum Schluss. Er ist klug, kreativ und ein toller großer Bruder der alles, wirklich alles für seine kleine Schwester tut um sie zu beschützen. Anderen gegenüber wirkt er oft kalt und abweisend, halt ein Aussenseiter. Meinung: Der Einstieg in das Buch ist mir schwer gefallen, da der Schreibstil der Autorin recht ungewöhnlich ist. Alles ist sehr poetisch und bildlich dargestellt. Je mehr ich aber gelesen habe, umso besser hat mir dieser gefallen. Manchmal hatte ich das Gefühl, mitten in der Geschichte zu stehen. Ich war irgendwann so gefesselt, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Autorin hat es geschafft, dass man nicht immer genau weiß was jetzt Realität oder Märchen ist. Man muss das Buch schon sehr aufmerksam lesen, um alles zu begreifen und mitzubekommen. Die Liebesgeschichte zwischen Abel und Anna hat mich oft sehr bewegt. Sie beherrscht in keiner Weise das Buch, sondern man bekommt immer wieder nur ein paar Stücke davon. Ich habe gehofft, gebangt und gerätselt ob das alles ein gutes Ende nehmen wird bzw. kann. Das Ende habe ich tatsächlich so nicht erwartet. Ich war wirklich sprachlos und geschockt. Das Buch hat mich danach noch lange beschäftigt. Fazit:„Der Märchenerzähler“ wird mir noch lange im Kopf bleiben. Mit ihrem einzigartigen Schreibstil konnte mich die Autorin voll begeistert und ich kann nur eine Leseempfehlung geben. Allerdings finde ich nicht, dass das Buch ab 14 Jahre geeignet ist, da es oft erschreckend und brutal ist.

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  • Märchenhafte Realität

    Der Märchenerzähler
    WordART

    WordART

    23. February 2017 um 11:02

    Inhalt/Klappentext: Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden?  Als ich kürzlich eine überaus positive Rezession von „Das Institut der letzten Wünsche“ von Michaelis gelesen habe, hab ich mich erinnert, dass ich ja den „Märchenerzähler“ noch immer auf meinen Sub liegen habe. Kurz entschlossen nahm ich das Buch aus dem Regal und begann zu lesen. Schon nach den ersten paar Seiten wurde mir klar, dass es sich hier nicht um ein typisches Jugendbuch handelt, ganz im Gegenteil, der Schreibstil und auch die Geschichte hat absolut nichts mit einem Jugendbuch zu tun. Ich habe etwas gebraucht um mich daran zu gewöhnen, aber dann, dann verliert man sich absolut darin. Ihr außergewöhnlicher Erzähl-Stil schafft es, dass Realität und Märchen kaum zu unterschieden sind, die Grenzen beginnen zu verschwimmen. Damit gewährt uns Michaelis und auch Anna einen Einblick auf ihre ganz eigene Welt und wie sie sie sieht, ihre Zweifel an ihr selbst, ihre Hoffnungen und Pläne aber vor allem auf die unglaubliche und alles verzeihende Liebe zu Abel. Schon nach dem ersten Kapitel erfährt man, dass etwas Furchtbares passieren wird und nur aufgrund Annas fast schon bedingungslose Liebe zu Abel und dem unglaublichen Märchen, das Abel Anna und seiner kleinen Schwester erzählt, hofft man inständig, dass die beiden es schaffen werden. Doch es passieren so unglaublich schlimme Dinge, was einem fassungslos, staunend, ja fast schon ängstlich zurück lässt. Nicht nur bei den Lesern sondern auch bei Anna kommen aufgrund der Parallelen zwischen den Geschehnisse in der wirklichen Welt und dem Märchens große Zweifel auf… Ich mochte die Geschichte, ich liebte den Schreibstil und die Spannung, die Antonia Michaelis über das gesamte Buch hinweg halten konnte. Das Ende, ja das Ende war dann noch eine Draufgabe – hervorragend, überraschend, einfühlsam!! Ein absolutes Muss-Buch.

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  • Mal wieder nichts für mich...

    Der Märchenerzähler
    mrsmietzekatzemiauzgesicht

    mrsmietzekatzemiauzgesicht

    22. October 2016 um 00:40

    Zu Allererst muss ich sagen das ich mehr postives als negatives Feedback zu dem Buch gelesen habe und das irgdendwie gar nicht verstehen kann. Aber zum Glück sind Geschmäcker verschieden. ;)Der Klappentext hat mich echt neugierig gemacht und da Thriller drauf steht dachte ich es passt jetzt super zur Jahreszeit. Aber leider find ich das Buch wenig bis gar nicht berauschend und schon gar nicht für 14 Jährige geeignet, es sei denn sie sind hart im nehmen und nicht leicht zu beeinflussen.Erstmal zu den Dingen die ich toll fand. Das wären unter anderem der Schreibstil, der ist wirklich top. Sehr schön beschreibend und auch das ein oder andere Mal sehr poetisch. Aber das kenne ich bereits aus einem anderen Buch von ihr. Auch Abels Märchen fand ich toll. Einer der einzigen Gründe warum ich das Buch bis zum bitteren Ende gelesen habe ist, weil ich wissen wollte wie das Märchen endet. Was besonders spannend war für mich ist das, das Buch quasi bei mir um die Ecke spielt. Ich kenne viele Orte die im Buch beschrieben werden, was echt cool ist wenn ihr mich fragt. ^^Jetzt zu dem Negativen. Die Charaktere konnten mich entweder gar nicht oder nur im negativen von sich überzeugen. Die einzig authentische Person ist für mich Abel, unser Außenseiter, polnischer Kurzwarenhändler oder auch Nazi. Wenn man nach und nach heraus bekommt was alles mit ihm passiert ist kann man vielleicht die ein oder andere Tat von ihm verstehen. Damit meine ich unter keinen Umständen jegliche Gewaltszenarien oder gar die in jeder Hinsicht unethische & unmoralische Bootshausszene sondern eher den Beschützerinstinkt und die hohe Mauer, die er um sich und seine Familie errichtet hat. Andere Personen wie zB Anna fand ich fast schon weltfremd. Wie kann man so naiv und gutgläubig sein, das man einem anderen Menschen hinterherläuft obwohl er so schreckliche Dinge mit einem selbst angestellt hat? Ihre Eltern hätte ich gerne genommen und wach gerüttelt. Vielleicht liegt es daran das meine Eltern das komplette Gegenteil von Annas sind. Ich finde komisch das Anna alles darf und mit keine Konsequenzen rechnen muss. Es wird zwar öfter erwähnt das sich die Eltern  bzw. ihre Mutter Sorgen machen aber so richtig kommt es nicht rüber. Außerdem find ich's persönlich komisch seine Eltern beim Vornamen anzureden. Micha find ich sehr niedlich aber ich kann mir nicht vorstellen das sich ein 6 jähriges Kind an so einem tödlichen Märchen erfreut. Schön sie ist zwar eine Königin und hat für kurze Zeit ein Pferd aber ansonsten ist das Märchen eher düster. Bertil fand ich zu klischeehaft.Ein nerdiger Außenseiter, der heimlich in seiner Freizeit schießt und auch noch in die Hauptfigur verliebt ist? Ein paar zu viele Klischees abgedeckt oder? Und dann noch kurz was zu der bereits erwähnten Bootshausszene. Die ging mal gar nicht! Es kam so rüber als wäre das was passiert ist nicht weiter schlimm. Als wäre Anna sogar noch mit dran Schuld. Das vermittelt ein total falsches Bild wie man mit Gewalt und speziell mit so einer Situation umgehen soll. Absolutes No Go! Deshalb finde ich es auch nicht altersentsprechend für 14 jährige Jungen und Mädchen.Zusammengefasst kann ich sagen das mir das Buch mit den hauptsächlich traurigen und schockierenden Szene überhaupt nicht gefallen hat. Die Charaktere waren zu flach und die Story zwischendrin zu langatmig. Zugegeben mit dem Ende in dieser Art wie es letztendlich kam habe ich nicht gerechnet. Allerdings fand ich es auch nicht schön. Ich steh da schon mehr auf Happy Ends. Das wird wohl das letzte Buch sein was ich von dieser Autorin gelesen habe, da mir "Niemand liebt Novemer" schon nicht gefallen hat aus sehr ähnlichen Gründen. 

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    • 5
  • Poetische Grausamkeit und grausame Poesie

    Der Märchenerzähler
    AnnaBerlin

    AnnaBerlin

    09. October 2016 um 08:09

    Inhalt: Anna hat sich rettungslos verliebt – in Abel Tannatek, einem Außenseiter, Schulschwänzer und Drogendealer. Doch sie kennt auch seine andere Seite: den sanften Jungen, der für seine Schwester sorgt und ein Märchen erzählt, das so fantastisch wie berührend ist. Doch mit jedem weiteren Kapitel verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Fantasie. Was, wenn das Märchen, das Abel erzählt, kein Märchen, sondern grausame Wirklichkeit ist?  Der Story-StapelErster Satz: „Blut.“Vermutlich trifft bereits dieser erste Satz schon den grausamen Kern der Geschichte – das Buch ist keine schöne Liebesgeschichte oder ein lustiges Jugendbuch. Es ist hart, grausam und trotzdem sehr poetisch. Wir begleiten Anna in dieser Geschichte, deren Neugierde auf den Außenseiter Abel wächst. Schon bald kann sie hinter die Fassade des unnahbaren Jungen schauen und entdeckt dabei seine Märchenerzählerseite. Dieses Märchen zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch und anfangs erfreut man sich der hübschen Worte. Doch schon bald mischt sich die Geschichte mit der Realität und man selber weiß nicht mehr, was man glauben kann und was nicht. Diese gekonnte Verknüpfung des Märchens mit der eigentlichen Geschichte und das immer stärkere Zusammenziehen der Schlinge haben wahrlich einen Lesesog auf mich ausgewirkt, so dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte.Eine Szene in dem Buch (Bootshaus) ist auch für mich umstritten, da das Gefühl einer Verharmlosung entstehen kann und trotzdem passt sie zur Geschichte. Der Charakter-StapelWir haben hier zwei Charaktere, die defintiv keinen Vorbildcharakter haben und ich denke auch, dass das von der Autorin beabsichtigt ist.Anna ist unglaublich naiv, verträumt und lebt (wie sie es selber sagt) in einer Seifenblase. Diese Naivität bzw. der Glaube an das Gute zieht sich durch das Buch und erklärt viele ihrer Reaktionen. Ihr fehlt ein Gefühl von Angst, wenn es sinnvoll ist. Stattdessen wirkt sie manchmal genauso blauäugig, wie sie ihr Familienhaus beschreibt. Selbst der Schluss beweist, dass sie ihre Traumwelt nie wirklich verlassen hat und es somit keine Entwicklung in dem Sinne für sie als Charakter gab.Abel ist so viel… zu viel für einen jungen Mann – er ist ein Grenzgänger mit so vielschichtigen Eigenschaften, dass man als Leser ständig zwischen Faszination, Hoffnung und Ekel sowie Furcht schwankt. Er ist klug und kreativ und kämpft um seine Schwester und dann ist er der Dealer, der in der Schule schläft und nachts in zwielichtigen Gegenden unterwegs ist. Man kann seinen Charakter als Leser kaum fassen und bis zum Schluss bleibt er unnahbar. Selbst Anna hat ihn nie wirklich ganz erreicht und genau diesen Abstand benötigt man als Leser auch, um mit diesem Charakter klar zu kommen. Abel ist alles – gut und böse, Schatten und Licht und somit hofft man bis zum Schluss, vermutet und überlegt, wie das alles noch gut werden kann. Der Stil-StapelPoetisch und anders – Antonia Michaelis verpackt selbst grausame Dinge in schöne Worte, sodass das Buch einen besonderen Stil hat. Als Leser ist man von dieser Poesie gefesselt. Der Stil wirkt passend zur Geschichte und nie gewollt. Gleichzeitig fliegen die Seiten, denn trotz des poetischen Schreibstils liest es sich unglaublich flüssig! Der Kritik-StapelTreffen hier zu viele Themen auf den Leser und vereinen sich in einem Charakter oder ist es genau richtig gewählt, um zu zeigen, dass die Realität grausam sein kann und Gewalt keine Grenzen kennt? Auch die Szene im Bootshaus kann und muss kritisch betrachtet werden, aber genau darum geht es ja auch. Wer diese Szene überliest wie eine Landschaftsbeschreibung, hat das Buch nicht verstanden. Es geht darum, mit zwei überspitzen und unnahbaren Charakteren die Realität zu zeigen und sie mit der Poesie zu verknüpfen. Das Buch ist kein leichter Lesestoff und ein Jugendbuch ist es auch nicht, sondern eher für Leser ab mindestens 16 Jahre, da viel Reflektieren zur Geschichte gehört. Auf den Lesen-Stapel?Ja, denn auch wenn es harte Szenen gibt und die Grausamkeit selbst hartgesonnene Leser einholt, so ist dieses Werk doch so poetisch und wahr, dass es direkt ins Herz und den Kopf geht. Man muss darüber nachdenken, man muss hoffen – egal, wie ausweglos Situationen erscheinen und man schlägt vermutlich oft die Augen nieder, weil so viele Themen angesprochen werden, die gewiss nicht schön sind, aber leider Realität. Und genau das ist es – das Buch spiegelt das Alltägliche wider, verpackt in schönen Worten und mit Szenen, die wehtun, da die Charaktere so überspitzt sind. Eine Leseempfehlung für jeden, der grausame Poesie sucht und das Buch reflektiert und mit Abstand betrachtet. Von mir gibt es 5 Sterne und den poetischen Platz auf Karlys Schätzestapel.

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    • 2
  • Spannend schöne Liebesgeschichte

    Der Märchenerzähler
    lina100

    lina100

    07. October 2016 um 20:38

    Ein wundervolles Buch. Von Anfang an wurde ich mitgerissen und bin in die Welt von Abel und Anna versunken. Und dann das Ende... einfach nur super!

  • Mein absolutes Lieblingsbuch

    Der Märchenerzähler
    LuciaLaMare

    LuciaLaMare

    20. September 2016 um 16:39

    Kurze Beschreibung: In dem Jugendroman von Antonia Michaelis geht es um Anna, ein gut behütet aufgewachsenes, sehr träumerisches Mädchen, das in allen nur das Beste sieht und Abel, Schulschwänzer und Außenseiter, der dafür in der Schule bekannt ist, dass er mit Drogen dealen soll. Trotz aller Unterschiede ist Anna fasziniert von dem veschlossenen Abel, der sich nur in der Gegenwart seiner kleinen Schwester zu öffnen scheint. Doch dann kommt es zu einigen schlimmen Ereignissen, die alle mit Abel zusammenzuhängen scheinen und schnell ist Anna verstrickt in eine Geschichte um Mord, Geheimnisse und der bedingungslosen Liebe von zwei Geschwistern. Meine Meinung: Es ist schon einige Jahre her, das ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe und es hat mich damals sofort in seinen Bann gezogen. Seither habe ich es bestimmt sieben weitere Male gelesen und es war jedes Mal wieder so spannend und fesselnd, wie beim ersten Mal. Es geht zum einen natürlich um die Beziehung zwischen Anna und Abel, aber auch um die Beziehung von Abel und seiner kleinen Schwester Micha, die sehr innig ist. Das Geschehen wird immer wieder durchzogen von Märchen, die Abel seiner kleinen Schwester erzählt und es ist absolut faszinierend, wie die Autorin es schafft dieses Märchen in die Geschichte zu integrieren. Generell ist der Schreibstil von Antonia Michaelis sehr einzigartig. Sehr bildlich und geradezu märchenhaft, schafft ihr Stil es sogar profane Beschreibungen fesselnd und interessant wirken zu lassen, so dass man das Gefühl hat in die Geschichte einzutauchen und ein Teil von ihr zu sein.  Das Buch ist aber definitiv nichts für zartbesaitete Leser, eben aufgrund dieses sehr bildhaften und auch sehr ehrlichen Stils, mit dem die Autorin auch sehr brutale Szenen beschreibt. Aber das war auch das etwas, was mir sehr gut gefallen hat, da der Geschichte trotz der märchenhaften Schreibweise etwas sehr realistisches und fassbares verleiht. Fazit: Ich kann das Buch absolut weiterempfehlen. Wenn euch die Aussicht auf ein spannendes Buch mit einzigartigem Schreibstil, das einen zum Nachdenken anregt und so schnell nicht mehr loslässt, anspricht, dann ab in den Buchladen oder an den E-Reader, denn dann werdet ihr dieses Buch lieben! 

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  • Atemberaubend

    Der Märchenerzähler
    DrunkenCherry

    DrunkenCherry

    13. August 2016 um 04:35

    Ich hatte den Märchenerzähler eigentlich nie auf dem Zettel...bis ich dann durch ein paar YouTube Videos doch auf ihn aufmerksam wurde. Nach den ersten Seiten wollte ich das Buch schon wieder weglegen. Denn der Schreibstil, der mich im Laufe des Lesens immer mehr gefesselt und berührt hat, war im ersten Moment so ungewohnt, dass ich niemals gedacht hätte, dass er mich doch noch so in seinen Bann ziehen würde. So poetisch, das Spiel mit Worten und Sinnbildern  - einfach der absolute Wahnsinn. Die ganze Zeit sitzt du da und hast diesen Film in deinem Kopf. Es ist, als sitzt du daneben, bist Teil der Geschichte.Das Buch saugt einen ein und lässt einen nicht mehr los. Anna und Abel sind tolle Charaktere. Anna ist anders, schaut über den Tellerrand hinaus und lebt zugleich in ihrer eigenen Welt. Das hat mich zutiefst bewegt. Und Abel...wow. Du lernst ihn bis zum Schluss nicht richtig kennen und doch breitet sich sein Leben vor dir aus. Ich liebe so kaputte Charaktere, die sich selbst für ihre Handlungen verachten. Alle Charaktere, auch die Nebendarsteller sind perfekt ausgearbeitet und keine kleinen Abziehbildchen. Alle haben ihr eigenes Denken, ihren eigenen Kopf. Man kann manche Entscheidungen von Anna kritisieren, die sie in diesem Buch trifft.  Man kann sie aber auch hinterfragen und versuchen zu sehen, was Anna sieht. Kein schwarz oder weiß. Und das ist ein sehr bewundernswerter Charakterzug wie ich finde. Ich werde mir auf jeden Fall noch weitere Bücher von Antonia Michaelis besorgen und hoffe, dass sie ebenso poetisch sind. Wer übrigens sagt, dass das kein Jugendbuch ist, dem kann ich nur sagen, dass man den Jugendlichen manchmal auch zu wenig zutraut. Das Buch ist anspruchsvoll und regt zum Nachdenken an. Aber soll gute Literatur das nicht auch? ich finde nicht, dass hier falsche Werte vermittelt werden. Vielmehr eine andere, durchaus kontroverse  Sichtweise auf die Dinge. Für nochs ehr kindliche Jugendliche wird das Werk durchaus sehr schwer zu verdauen sein, doch für reifere Jugendliche dürfte es auf jeden Fall ein Lieblingsbuch werden. Für mich auch. Auch, wenn ich keine Jugendliche mehr bin. Danke Antonia Michaelis für dieses wunderschöne Buch.Und entschuldigung, dass ich es erst so spät entdeckt habe ;)

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  • Traurig, emotional... - mir fehlen die Worte!

    Der Märchenerzähler
    YvetteH

    YvetteH

    03. August 2016 um 19:15

    Klappentext:Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Phantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden?Meine Meinung:Meiner Ansicht nach ist es kein Jugendbuch, da manche Passagen völlig falsch verstanden werden können und labile Jugendliche eventuell falsche Schlüsse ziehen.Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, emotional und berührt Themen wie Liebe, Trauer, Tod, Verlust und Angst. Antonia Michaelis beschreibt die Protagonisten sehr genau, authentisch und durch "das Märchen", das sich durch die Geschichte zieht, entsteht eine Verknüpfung von Fiktion und Realität, die nicht auf den ersten Blick sichtbar wird.In der Handlung wird Bezug genommen auf alltägliche Probleme, die Jugendliche eventuell noch nicht reflektieren können. Auch das Ende hinterlässt einen Beigeschmack, der nicht jedem gefallen wird und lässt den Leser nachdenklich zurück.Mein Fazit:Ein richtig gutes Buch, das sämtliche Emotionen weckt und nachdenklich zurücklässt.Von mir eine Leseempfehlung (allerdings nicht unter 16 Jahren) und4 Sterne.

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