Antonia Michaelis Der letzte Regen

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Inhaltsangabe zu „Der letzte Regen“ von Antonia Michaelis

"Er holte die Milch aus dem Kühlschrank und sah den Zettel, und mit einem Schlag war die ganze schöne Normalität wie weggewischt. Jemand hatte das Datum unterstrichen. Mit blauer Tinte. Arend legte den Finger darauf: Die Tinte war noch feucht. Jemand war hier gewesen. Doch es war niemand da gewesen, er wusste es genau."Drachen der Finsternis"

Aber wer hat den Zettel dort hingehängt? Und wieso sind so viele Leute plötzlich der Meinung, das Datum wäre sein Todestag?
Arend gerät immer tiefer in den Strudel einer Geschichte, die begann, als er noch ein Kind war. Es ist eine Geschichte voller Regen, Erinnerungen und Geheimnisse – und voller Beerdigungen. Eine gefährliche Geschichte. Arend bleibt genau ein Monat, um herauszufinden, was am 20. August geschehen wird.
Und ob er es verhindern kann.
Ein Roman über den Regen, die Liebe und ein Huhn.

Wunderbar verrückt - aber ich denke, ich muss es noch ein paar Mal lesen, um es zu verstehen... :'D

— fynna

Antonia Michaelis versteht es mit ihren Worten in ein anderes Reich zu locken

— Salzstaengel

Antonia Michaelis ist eine wahre Meisterin im Jonglieren von Worten!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Der letzte Regen von Antonia Michaelis

    Der letzte Regen

    badische_lesenaerrin

    24. August 2015 um 16:20

    Das ist mein erstes Buch das ich von Antonia Michaelis gelesen habe. Wie ich gelesen habe,ist die Autorin für Kinder - und Jugendbücher bekannt. Erstmal zum Positiven: Der Erzähl - und Schreibstil ist poetisch,literarisch(jedenfalls meiner Meinung).  und hat mir gut gefallen. Die Geschichte fängt erstmal interessant an und machte mich neugierig. Doch jetzt das Negative: Ich fand die Geschichte irgendwann verwirrend. Hab aber doch weitergelesen. Die Neugier war stärker und nachwievor gefiel mir der Schreibstil. Doch selbst die beiden Komponenten halfen nicht. Hab das Buch wieder ins Regal gestellt. Schade. Es lang viellecht nur an mir. Fazit:  Wer sich von Verwirrungen nicht so leicht beeinflussen lässt oder geschlagen gibt oder sogar dort den Reiz findet, dem könnte dieses Buch gefallen. Im großen und Ganzen handelt es sich hier um ein Jugendbuch,fand ich. Aber für Erwachsene sicherlich auch gut geeignet.

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  • Die Nebenhauptrolle geh an das Huhn

    Der letzte Regen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. September 2013 um 20:54

    Stellt euch vor: Ihr seid allein in eurer Wohnung und geht zum Kühlschrank um Milch zu holen. Dabei entdeckt ihr einen Zettel mit einem Datum an eurem Kühldschrank. Ihr denkt: "Na und?" Doch, was ist, wenn die Tinte auf dem Zettel noch feucht ist und unter dem Datum das Wort "Vorsicht" steht? So beginnt das Buch von Antonia Michaelis. Es geht um Arend Maretani und seine besondere Fähigkeit: Er kann den Regen rufen. Durch diese Gabe lernt er u.a. eine junge Frau kennen: Neele Surien. Auch sie birgt ein Geheimnis in sich... Ich bin nun schon seit zwei Tagen am grübeln, was ich von diesem Buch halten soll und was ich euch darüber sagen möchte. Und ehrlich? Sicher bin ich mir in meiner Meinung noch immer nicht. Dieses Buch ist nicht nur in seinem Ende sehr verwirrend für mich, es scheint fast so, als sei dieses Buch spontan geschrieben. Manchen Handlungsabläufen musste ich angestrengt folgen um nicht den Überblick zu verlieren. Die Geschichte wechselt immer von der Gegenwart in die Vergangenheit der Protagonisten. Was aber auch nötig ist um die Verwebungen zu erkennen. Aber ich möchte euch auch nicht Arends Huhn verheimlichen, welches eine Nebenhauptrolle in diesem Buch einnimmt. Ja, ich weiß, ihr denkt euch: Nun dreht sie durch, man kann ihr nicht folgen, was will sie uns sagen? Und deswegen sage ich euch: Wer ein spannendes Buch oder gar einen Krimi an dieser Stelle erwartet, liegt falsch. Die Spannung für mich lag viel mehr darin, wo der gemeinsame Punkt der beiden Figuren ist und was letztendlich an diesem geheimnisvollen Datum geschehen wird . Wenn ihr also nicht davor scheut, in die verwirrende Welt von Neele, dem Huhn und Arend zu begeben, kann dieses Buch zu einem Lesevergnügen auf 607 Seiten werden.

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  • Kolumne: Belletristik ist tot, es lebe die Belletristik

    muchobooklove

    Roman-Kolumne August 2013 von Mareike: Genreliteratur, das sind die Hamburger unter den Büchern Liebe Leser, Was ist eigentlich Belletristik Le belle et le triste – das Schöne und das Traurige – hierin liegt der französische Ursprung des Wortes Belletristik, das heute nicht viel mehr als ein Mysterium zu sein scheint. Dabei umfasst es so viele Aspekte, ohne die Literatur gar nicht zu denken wäre. Werte, Emotionen und die Ästhetik der Sprache sind für mich die wichtigsten Parameter dessen. Natürlich kann man auch etwas unprätentiöser an die Sache herangehen und einfach von „Romanen“ im Allgemeinen sprechen, wie auch der Titel der Kategorie hier auf Lovelybooks lautet. Doch dann geraten wir gleich ein bisschen in die Bredouille, denn Krimis sind ja auch Romane sowie Fantasy-Bücher und Chick-Lit ebenfalls. Von Kriminalromanen, Thrillern, Fantasy, Young Adult Fiction, Chick-Lit und Romantasy Naja, das sind ja eigentlich alles eher Genres, werdet ihr jetzt im Stillen und ganz zu Recht denken. Aber was sind denn überhaupt Genres? Der Versuch, Bücher in Kategorien zu pressen einerseits, eine Strategie des Buchmarktes andererseits, so scheint es mir. Denn was ist das Schreiben für ein bestimmtes Genre eigentlich anderes als der Versuch, seine Zielgruppe besonders im Blick zu haben. Mit bösen Zungen gesprochen ist das die Garantie dafür, beim Veröffentlichungsprozess bereits einschätzen zu können, wer das Buch am Ende kaufen wird. Darum wird auch immer schnell ein neues Genre entworfen, wenn gerade eine innovative Art des Schreibens mit Erfolg belohnt wurde. Eine kleine Geschichte: Ich sitze mit zwei Freunden von mir, nennen wir sie Justus und Gabi, an einem sonnigen Tag wie diesem in einer Eisdiele. Justus ist gerade dabei, sich eine Karriere im Verlagswesen aufzubauen, Gabi hat Journalismus studiert und steht kurz vor dem Mutterschutz. Justus erzählt uns von einem neuen Projekt, von dem er gehört hat und das sich im Bereich „Romantasy“ bewegt. Darauf Gabi: „Romantasy, nie gehört“ Justus: „Das ist ein neues Genre, das sich irgendwo zwischen Romantic Fiction und Fantasy bewegt, so Vampire und so“ wir nicken einstimmig, denn nun ist uns allen klar, dass hier die Nachfolgen von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga spürbar werden. Wieder einmal wird ein Markt bedient. Man möchte so schnell wie möglich dabei sein, bevor er übersättigt ist und ein neues Genre gefunden werden muss. Ich seh' den Wald vor lauter Bäumen nicht Damit wird nicht nur die gesamte Belletristik oder alle Romane in logische Kategorien unterteilt, sondern diese werden wieder unterteilt, bis die gesamte Kriminalliteratur in Detektivromane à la Sherlock Holmes, Polizeiromane wie Mankels Wallander, Thriller der Dan Browns dieser Erde und Splatter im Stile von Karin Slaughter zerfällt, und die Fantasy-Literatur in High Fantasy à la Tolkien, Romantasy wie "Twilight", Dark Fantasy der Stephen Kings und Konsorten, Dark Romance im Stile von Edgar Allen Poe und historisch anmutende Fantasy, z.B. von George R.R. Martin. Und bei all diesen spezifischen Genres frag' ich mich wieder, wo denn nun die Belletristik abgeblieben ist? Denn wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich gar nicht immer Genreliteratur lesen. Manchmal erscheint sie mir zu sehr auf ihr Publikum zugeschrieben. Manchmal sehe ich die Zutatenliste, die Autoren und Verlagen im Kopf herumgeschwirrt haben mag, zu deutlich vor mir. Aha, denke ich, hier ist ein bisschen Detektivroman mit den Zutaten verschrobener Ermittler aus zerrütteten Familienverhältnissen, hochintelligenter Täter, der eigentlich nur mit dem Ermittler spielen will, Frau oder wahlweise Kinder oder beides des Detektivs, die plötzlich in den Fall hineingezogen werden, gemischt worden, das Ganze wurde mit einem Hauch arktischer Kälte und einem leichten Hang zur Alkoholabhängigkeit garniert und schon war der skandinavische Kriminalroman in Anlehnung an Henning Mankell, Jo Nesbø oder Arnaldur Indridason fertig. Ich weiß ja, dass die meisten Schriftsteller mit viel Herzblut an ihr Werk herangehen, aber ich frage mich dennoch, woher dieser Hang zum an Fast-Food erinnerndem Literatur-Rezept kommen mag. Möchte denn niemand heute mehr eigene Gourmet-Kreationen entwerfen? Ist die Angst vor dem Scheitern so groß? Mehr Belletristik braucht das Land Ich sag es ganz offen – Ich mag Fastfood. Ein schöner Burger ab und zu ist ein herrliches Vergnügen, ebenso wie ein Krimi mit den oben von mir erwähnten Zutaten wunderbar sein kann. Aber irgendwie wünsche ich mir trotzdem öfter, mit Gourmet-Kreationen verwöhnt zu werden. Ich möchte Schriftsteller haben, die schreiben, weil sie damit das Schöne und das Traurige ausdrücken wollen, weil sie das Gute und das Böse im Menschen zeigen wollen und zwar ohne sich vorher zu überlegen, ob es dafür ein Publikum geben mag. Autoren, die der Wahrheit auf den Grund gehen mögen und mich damit überraschen, wie zum Beispiel Column McCann dies vor einigen Jahren mit „Der Tänzer“ getan hat oder Romane, die einen mit ernsten Themen zum Lachen bringen können wie Matt Ruff mit „Ich und die anderen“, Bücher, die unvergessen bleiben, weil sie anders sind, so wie auch Aravind Adigas „weißer Tiger“ oder Hermann Kochs „angerichtet“, um mal zwei jüngere Beispiele der Literatur zu nennen. Und wenn ihr es euch doch lieber überlegen und kein Risiko eingehen wollt, so rufe ich euch hiermit zu, liebe Autoren, liebe Verleger: Es gibt uns noch, uns Leser, die gerne einmal bis zum Äußersten getrieben werden möchten, die lachen und weinen wollen, die beim Lesen nicht mit Genrestrategien überrascht werden wollen, sondern mit richtig guten Geschichten, mit richtigen 5 Sterne Menüs, wie sie eben nur die immer weniger zu findende Belletristik für uns bereithält! Ja, das rufe ich laut und hinter vorgehaltener Hand wende ich mich fast gleichzeitig zu euch Lesern da draußen und frage euch leiser: Es gibt uns doch noch, die Belletristik-Leser, oder?

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  • Rezension zu "Der letzte Regen" von Antonia Michaelis

    Der letzte Regen

    nadja_w

    07. March 2012 um 23:24

    Allein der Geschichte wegen habe ich dieses Buch nicht gelesen. Die Geschichte ist ganz gut, aber doch auch teilweise ein bisschen durcheinander und sowieso für meinen Geschmack zu viel 'Magie' (von der ja am Ende nicht klar ist, ob es sie wirklich gab oder nicht..). Hauptsächlich hab ich also wegen der Sprache weitergelesen und wegen der vielen kleinen Handlungsstränge - dass er sein Huhn immer lieber gewinnt, dass er immer weniger Kleidungsstücke besitzt etc. Lauter Sachen, die sich einfach durch das Buch durchziehen und schön sind. Dass Szenen zweimal beschrieben werden - aus seiner und aus ihrer Perspektive, und zwar genau gleich! (Das klingt nicht, als wäre es spaßig zu lesen, ist es aber.) Die Melancholie, die sich durch die Geschichte zieht, teilweise Tristesse... die aber eben nicht nur beschrieben wird sondern so dargestellt, dass man sie spürt. Deswegen finde ich es auch in Ordnung, wenn mal eine Weile nichts Spannendes passiert oder das gleiche wie vorher auch schon - es unterstreicht die Stimmung. Also, ich bin ein bisschen enttäuscht, dass die Autorin hauptsächlich Kinder-&Jugendbücher geschrieben hat, denn ich würde gerne mehr von dieser Darstellungskunst lesen...

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  • Rezension zu "Der letzte Regen" von Antonia Michaelis

    Der letzte Regen

    Millie

    30. July 2011 um 23:33

    Nachdem ich mich durch das erste Drittel des Buches gequält habe, hab ich es zu Gunsten anderer Bücher erst mal zur Seite gelegt - ich werde mich später noch einmal daran versuchen, denn die anderen Bücher, die ich von Antonia Michaelis gelesen hab, gefallen mir außerordentlich gut...

  • Rezension zu "Der letzte Regen" von Antonia Michaelis

    Der letzte Regen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. June 2009 um 21:25

    Was würdest du tun, wenn du nur noch einen Monat zu leben hättest? Noch einmal alles in vollen Zügen genießen? Resigniert die Hände in den Schoß legen? Voll panischer Angst verrückt werden? Was würdest du tun, wenn du nur noch einen Monat zu leben hättest? Für Arend Maretani wird die scheinbare Gewissheit seines Todesdatums zur erschreckenden Realität. Ein Zettel, mit blauer Tinte geschrieben, von einem Unbekannten an seine Kühlschranktür geheftet: 20. August 2006. Von jetzt auf gleich stellt sich sein Leben auf den Kopf. Obwohl der Zettel doch eigentlich nur eine kleine Absurdität mehr ist in seinem überhaupt schon absurden Leben. Dabei sehnt Arend Maretani sich von tiefstem Herzen nach dem Normalen – nach einem Leben wie deinem und meinem!? Aber solch ein Leben gibt es für ihn nicht, gab es für ihn nie. Und Arend Maretani sehnt sich nach Liebe, aber die Liebe läuft ihm immer davon, macht ihm nur etwas vor, macht ihn einsam. Liebe gibt es für ihn nicht, gab es für ihn nie. Arend Maretani ist ein Regenrufer. Er ruft den Regen. Er macht den Regen. Ein Blick in den Himmel, Wolken ziehen sich zusammen, Regen fällt. Mal sanft und laut. Mal stürmisch und leise. Mal melancholisch und bunt. Mal spritzig und trist. Arend Maretani ist ein Regenrufer. Und er wird bald sterben. Meinen die anderen. Am 20. August. Alle Regenrufer sterben 30 Jahre nach ihrem ersten Regen. Meinen die anderen. Dabei sehnt sich Arend einfach nur nach Normalität, nach Liebe, nach Leben … Dieses Buch ist wie ein Bild Salvador Dalís – Traum, Rausch, Fieber, Déjà-vu. Antonia Michaelis spielt mit den Worten, lässt sie zerfließen, wiederkehren, umkehren, neuerscheinen. Antonia Michaelis ist eine wahre Künstlerin im Jonglieren von Worten. Sie wirft sie wie Bälle, fängt sie auf, wirft sie erneut. Ja, sie malt mit Worten: ein surreales Bild, in dem man nie weiß, was wirklich wahr und real ist, oder nur verschwommene Realität, oder doch ein Traum … Man tanzt als Leser(in) wie „auf einem Seil aus unsichtbaren Farben“. Das ist spannend, das fordert heraus – aber man kann eben auch fallen! Ein ganz außergewöhnliches Buch mit einer ganz außergewöhnlichen Geschichte mit ganz außergewöhnlichen Menschen. Auf der Suche nach Normalität und Liebe. Auf der Suche nach dem Leben. Ein Buch voll Regen, voll Huhn, voll Granatapfel, voll Arend – auch voll Sonne. Unbedingt lesens-wert, aber keinesfalls lesens-einfach!

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  • Rezension zu "Der letzte Regen" von Antonia Michaelis

    Der letzte Regen

    Daniliesing

    13. April 2009 um 20:52

    "Fortan liebe ich Hühner und Regen" Regen ist definitiv das Hauptelement dieses Buches. Es liest sich wie ein milder Sommerregen, der dazu verleitet rauszugehen und ausgelassen darin rumzuspringen. Dann wieder ähnelt es eher feinem Niesel, der sich verschlagen im Gesicht festsetzt und ein Lächeln zaubert. Doch man darf sich nicht täuschen lassen, denn häufig ist ein prasselnder Gewitterregen nah, der so manches Unheil heraufbeschwören kann. Ganz eng mit dem Regen und der Stimmung im Buch ist Arend Maretani, der Protagonist, verbunden. Mit etwa vier Jahren gelingt es ihm zum ersten Mal den Regen zu beeinflussen. Je nach Stimmungslage und Situation kann er den passenden Regen entstehen lassen. Arend Maretani ist ein sogenannter Regenmacher. Viele Jahre später erhält er plötzlich verwirrende Botschaften und Zettel, die darauf hindeuten, dass er bald sterben muss. Anscheinend stirbt ein Regenmacher immer 30 Jahre nachdem er zum ersten Mal den Regen erschaffen hat. Arend steigert sich sehr in diesen Gedanken hinein, fühlt sich verfolgt und scheint nicht mehr zwischen Realität und Einbildung unterscheiden zu können. Was hat es mit all diesen Symbolen und Andeutungen auf sich? Fast schon poetisch bringt Antonia Michaelis dem Leser Arend und dessen Geschichte näher. Diese bleibt stets rätselhaft und man weiß als Leser selbst nicht, was real ist und was möglicherweise nur Arends abstrusen Gedanken entspringt. Dadurch wirkt das Buch ziemlich skurril und mal ehrlich: Sind ein Huhn, das sich verhält wie ein Schoßhündchen, und ein Mann, der Regen machen kann, nicht ziemlich absonderlich? Mir hat dieser Aspekt zugesagt, denn wer möchte schon immer das Gleiche lesen? Als Leser taucht man nun in diese verkehrte Welt ein und lässt seiner Verwunderung freien Lauf. Worauf läuft die Geschichte nur hinaus? Was will mir die Autorin sagen? Antonia Michaelis schreibt bildhaft und vergleichend, nutzt viele Wortspiele und versteht es hervorragend, Momente voller Situationskomik entstehen zu lassen. Somit liest sich das Buch sehr angenehm und beschwingt. Leider schafft sie es nicht durchgängig mit ihrer Geschichte zu verzaubern. Abschnittsweise kommt doch eine gewisse Langatmigkeit auf. Eine Ursache hierfür sind die recht häufigen Sprünge zwischen unterschiedlichen Handlungssträngen, wodurch der Spannungsbogen oft nicht gehalten werden kann. Der Geschichte hätten einige Streichungen mit Sicherheit gut getan. Auch die einzelnen Charaktere haben anfangs eher die blassgraue Farbe des Regens. Man fühlt kaum mit ihnen mit und es fällt schwer, sich auf sie einzulassen. Erfreulicherweise ändert sich das im weiteren Verlauf des Buches und der Vergleich mit einem strahlend blauen Sommerhimmel passt nun besser. "Der letzte Regen" ist trotz kleinerer Schwächen ein gelungenes Buch, das besonders durch die außergewöhnliche Geschichte und den ausdrucksstarken Schreibstil überzeugt.

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