Antonia Michaelis Die Worte der weißen Königin

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Inhaltsangabe zu „Die Worte der weißen Königin“ von Antonia Michaelis

Niemanden beneidet Lion mehr als die Seeadler, wenn er sie beobachtet, wie sie hoch am Himmel kreisen, frei und glücklich. Bei ihm zu Hause, in dem Dorf an der Ostsee, gibt es nicht viel, auf das man neidisch sein könnte. Immer häufi ger verwandelt sein Vater sich im Alkoholrausch in den gewalttätigen schwarzen König. Als Lion es nicht mehr aushält, flüchtet er in den Wald zu den Adlern. Doch das Leben dort ist hart, und immer wieder denkt Lion an die weiße Königin, die alte Frau, die ihm einst so wunderbar vorgelesen hat. Durch sie hat er den Zauber der Worte, ihre Wärme und Kraft entdeckt.

Traurig, Gefühlvoll, voller Phantasie und auch Liebe!

— Rajet
Rajet

Düster, schön. Eines der tollsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

— Chibi-Chan
Chibi-Chan

Ein Traum von einem Buch

— steffi5437
steffi5437

Eine wunderschöne Geschichte auf wunderschöne Art geschrieben. Ich lese definitiv noch mehr von der Autorin.

— Feuerli
Feuerli

Traurig-schöne Michaelis-Geschichte. Poetische Verarbeitung eines ernsten Themas mit einem gezeichneten, aber hoffnungsvollem Protagonisten.

— November
November

Sehr fantasievolle Geschichte über Freundschaft, Freiheit, Glück und die Macht der Worte. Einfach nur zu empfehlen!

— AnnaKatharinaKathi
AnnaKatharinaKathi

Sehr berührend, tieftraurig und dabei mit so schönen klingenden Worten geschrieben, fast als hätte die weiße Königin es vorgelesen ...

— Moonie
Moonie

Antonia Michaelis hat wieder ein sehr poetisches Buch verfasst über die Macht der Worte und der Fantasie. Im Mittelteil etwas langatmig...

— Zyprim
Zyprim

Ich habe das Buch an einem Abend durchgelesen. Es ist anders. Aber so authentisch und dabei irgendwie außergewöhnlich. Traurig schön.

— Mellatrix
Mellatrix

Besonders, anders und poetisch - kein Buch, das sich flott weglesen lässt, aber dennoch lesenswert!

— AnnaBerlin
AnnaBerlin

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  • Rezensionen
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  • Geht direkt in die Seele

    Die Worte der weißen Königin
    Chibi-Chan

    Chibi-Chan

    05. August 2017 um 23:18

    Meine MeinungGeschichteZunächst wusste ich nicht, was mich erwartet. Der Titel klingt nach einer Fantasy-Geschichte, doch der Klappentext sagt etwas anderes aus.Letzten Endes durfte ich eine tiefgründige, sehr an den Nerven zerrende Geschichte erleben. Der Inhalt des Buches sagt soviel aus. Hoffnung in der Schwärze, Freundschaft in der Hoffnungslosigkeit, Vertrauen in der Bodenlosigkeit.Bewegend fand ich vor allem, in die Welt von Lion einzutauchen. Einem kleinen Jungen. Ich habe immer das Problem, das Kinder eines jungen Alters immer mehr können, als für das Alter gewöhnlich ist. Doch bei Lion wirkte alles realistisch und vor allem verlor ich nie sein Alter aus den Augen. Kindliche Fantasien, Wünsche und Ängste flossen in die Geschichte. Der kleine Lion, auf der Suche nach Worten. Bewegenden Worten einer Frau, die seine Kindheit prägte.Gegen Ende möchte ich von keinem Höhepunkt reden, denn das ganze Buch war ein einziger, mitreißender Höhepunkt. Lions Schicksal scheint immer auswegloser. Die Wahrheit zu kennen erdrückt den Leser eher, als etwas vorweg zu nehmen. Das Ende war berührend, schön, doch leider oftmals kein Realismus. Dennoch kann ich es jedem empfehlen.CharaktereDie ganze Geschichte verfolgt man den kleinen Lion auf seiner Reise. Sein Geist ist stark, in seinem Alter muss er schon viel erleben. Normalerweise ist es der charakterliche Aspekt der auffällt in einem Buch, doch hier ist es der mentale. Tief in die Seele zu blicken war eine neue Erfahrung.Jeder der Charaktere hatte Magie an sich hängen. Helle oder Dunkle. Jeder hatte eine einzigartigen Rolle in der Geschichte.Schreibstil & SichtweiseGeschrieben ist das Buch in einem harmonischen, tief berührenden Stil. Die Autorin spielt mit Worten, so wie es die weiße Königin tut. Sie sind magisch, berührend, einzigartig.Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Lion.Cover & TitelDas Cover transportiert die Magie der Worte im Inneren des Buches. Dieser glänzende Schimmer auf der Wasseroberfläche, obwohl dieser von Dunkelheit umhüllt ist. Die Wellen die schlagen, vermutlich ausgelöst von einem einzigen Stein. Situationen, ausgelöst durch eine einzige Szene. Auf der Rückseite sieht man Lions Seeadler, der mir vorne etwas gefehlt hat, aber er ist dort.Auch der Titel ist gut gewählt. Sofort wird man in Lions Welt mitgenommen. Die ersten Worte, die man aus seiner fantasievollen Welt erfährt.Zitat" >>Jetzt bist du völlig übergeschnappt<<, sagte Olin. Ich sah ihre Füße aus einem Apfelbaum hängen.<< >>Ja, jetzt bin ich wohl völlig übergeschnappt<<, sagte ich. >>Ist das nicht wunderbar?<<"- Seite 174FazitEine tief berührende Geschichte, die mich sofort fesseln konnte und mich mit dem harmonischen Wortklang sofort in eine andere Welt führte. Nach Beendigung brauchte ich erstmal eine Pause für die Seele. Das Buch ist absolut empfehlenswert. Lest es!

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  • Ein wunderbares gefühlsvolles und traurig Buch um ein sehr ernstes Thema.

    Die Worte der weißen Königin
    Rajet

    Rajet

    04. August 2017 um 12:05

    Ein wunderbares gefühlsvolles und traurig Buch um ein sehr ernstes Thema. Und doch voller Poesie und auch Liebe.Und ein wunderbares Verhältnis zwischen Lion und dem Seeadler Rikikikri. Und da wäre auch noch die Phantasie und das Mädchen Olin.Das Cover spiegelt den Inhalt gut wieder und auch der Klappentext passt dazu. Total lesenswert.Zum Inhalt:Lion`s Mutter lässt schon in frühen Jahren ihr Familie im Stich. Lion hat nur seinen Vater und einige Jahre scheint das Verhältnis in Ordnung zu sein. Dann verliert sein Vater seine Arbeit, es fängt an zu trinken, er fällt in einen Alkoholrausch und mißhandelt seinen Sohn. Lion trennt seinen Vater in 2 Personen seinen Vater und den schwarzen König.Nur in seiner Liebe zu den Seeadlern ist er frei und glücklich. Er flüchtet oft in den Wald zu den Adlern. Dann sogar ganz weil er es nicht mehr aushält. Doch das Leben dort ist hart, und immer wieder denkt Lion an die weiße Königin, die alte Frau, die ihm einst so wunderbar vorgelesen hat. Durch sie hat er den Zauber der Worte, ihre Wärme und Kraft entdeckt.

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  • Magie!

    Die Worte der weißen Königin
    olga_oreschkin

    olga_oreschkin

    28. July 2017 um 16:21

    Kleiner Junge erzählte seine Geschichte. Er hatte sehr schwere Familiensituation und er mag die Seeadler. Er trifte in der Kirche eine alte Frau. Sie (die weiße Königin) las die Geschichte. Für Lion sind ihre Worte wie Hexerei. Er will sie lernen, im Kopf haben, sich mit denen schützen. Für Lion waren die Worte der weißen Königin wie Magie, für mich die Worte von diesem Buch. Es ist wie Meer. Das kann ruhig, rollend, randalierend, befrieden sein. Die Worte des Buches haben mich gefesselt und mich bis zum Ende des Buches nicht freigelassen.Ich habe das Gefühl, dass ich diesen Jahren zusammen mit Lion übergelebt. Sie waren anstrengt. Das Ende hat mich ein bisschen enttäuscht, aber letzte 20 Seiten gegen ganzes Buches… Nein. Es ist magisch, faszinierend, brav und gutherzig. Ich empfehle das!

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  • Bewegende Geschichte die mich zum Weinen brachte

    Die Worte der weißen Königin
    Alice_im_bookland

    Alice_im_bookland

    23. July 2017 um 11:03

    Autorin: Antonia MichaelisSeitenanzahl: 272Verlag: OetingerPreis: Gebundene Ausgabe : 7,99    Ebook : 6,99Inhalt:In der Geschichte geht es um einen kleinen jungen Namens Lion, der alleine mit seinem Vater in einem Dorf in der Nähe von Usedom wohnt. Eines Tages rettet er einen kleinen Seeadler davor, dass sein Vater ihn erschießt und seitdem verändert sich das Verhältnis zu seinem Vater enorm. Auch als Lion eine alte Frau kennenlernt, die in der Kirche Geschichten vorliest und die Lion von daan die weiße Königin nennt, wird das Verhältnis zu seinem Vater immer schlechter.Nachdem sein Vater seine Arbeit verliert, trinkt und Lion misshandelt, fasst Lion den Entschluss abzuhauen und seine weiße Königin zusuchen.Eine spannende Reise mit einem interessanten Freund beginnt.Meine Meinung:Ich hatte schon immer gute Sachen über die Bücher von Antonia Michaelis gehört, und als ich vor einigen Monaten dieses Buch gefunden hatte, habe ich mich sehr darüber gefreut. Wie bei fast jedem Buch bin ich auch ohne jegliche Erwartungen ran gegangen, da ich mir immer gerne selber ein Urteil bilde.Das Cover des Buches finde ich mit dem Inhalt sehr Harmonisch, zwar kann man sich zuerst durch das Cover kein wirkliches Bild machen, doch wenn man das Buch gelesen hat, weiß man, warum der Verlag das Cover gewählt hatte.Der Schreibstil von Antonia ist sehr einfühlsam und poetisch. Außerdem beschreibt sie die Umgebung von Lion sehr bildreich und man kann so seine Reise im Kopf gut mitverfolgen.Einigen Protagonisten fehlt es leider an Ecken und Kanten, was nicht so schlimm ist, da der Hauptaugenmerk sowieso auf Lion gerichtet ist. Ich finde die Art und Weise wie Lion mit der Misshandlung umgeht, sehr realitätsnah. Auch die Art wie Antonia den Vater, der später zum dunklen König wird, gestaltet hat sehr toll. Antonia befasst sich mit einem typischen Problem, welches bei einigen Familien vorhanden ist, Eltern verlieren den Job, fangen an zutrinken und schlagen ihre Kinder.Für mich ist es ein sehr trauriges und emotionales Thema, welches ich im wahren Leben nie selber erleben möchte.Besonders begeistert hat mich die Freundschaft zwischen Lion und seinem Seeadler, der ihn wirklich beschützt wie sein eigenes Junges. Er beschützt ihn, begleitet ihn und besorgt ihm Nahrung.Diese Freundschaft brachte mich wirklich zum weinen.Fazit:Ein sehr emotionales Buch, was man unbedingt einmal gelesen haben muss.

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  • Ein Buch was mich verzaubert hat!

    Die Worte der weißen Königin
    steffi5437

    steffi5437

    28. May 2017 um 09:38

    Handlung: In diesem Buch geht es um einen Jungen namens Lion! Eines Tages kommt er zu einer Kirche ,in der eine alte Frau Kindern eine Geschichte vorliest! Lion ist verzaubert von dem wunderbaren Klang ihrer Worte und nennt die alte Frau "Die weisse Königin"Die weisse Königin muss vereisen und Lion gehen ihre Worte nicht mehr aus dem Kopf! Unter seinem Vater, der anfängt zu trinken,hat Lion sehr zu leiden! Immer öfter wird er von ihm geschlagen und gedemütigt! Als er es irgendwann nicht mehr aushält, flieht er von zuhause und schliesst eine innige Freundschaft mit einem Seeadler! Er lebt im Wald bei den Adlern und wird von ihnen beschützt!   Er hat ein Ziel, er will die weisse Königin wiederfinden und vermisst ihre wundervollen Worte, die ihm soviel bedeuten! Sein treuer Seeadler begleitet ihn auf seiner Reise!Cover : Das Cover ist ein absoluter Traum! Es ist wahnsinnig schön und passt sehr gut zu der Geschichte!Schreibstil:   Der Schreibstil ist sehr fesselnd und berührend! Mir hat er sehr gut gefallen!  Meinung zum Buch: Mich hat dieses Buch total verzaubert und ich konnte es kaum aus der Hand legen! Ich mochte Lion unwahrscheinlich gerne und habe so sehr mit ihm gefühlt! Besonders schrecklich fand ich, wie sehr er unter den Misshandlungen seines Vaters leiden musste, den er den "Schwarzen König "nannte!  Auch fand ich es ganz schlimm, wie achtlos er mit Lions Büchern umging! Er schmiss eines einfach in den Dreck, was mir fast das Herz zerriss!Besonders berührend fand ich die Fürsorge des Seeadlers, der Lion in der Nacht mit seinem Flügel wärmte!Ich liebe dieses Buch und kann es jedem absolut empfehlen!  

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  • Bewegende Geschichte, wunderschön und poetisch

    Die Worte der weißen Königin
    Moonie

    Moonie

    20. January 2017 um 09:27

    Zur Geschichte: Die Worte der weißen Königin sind etwas, was Lion viel bedeutet. Lion ist wohl ungefähr zehn oder elf und wohnt alleine mit seinem Vater am Meer, in der Nähe gibt es kaum Häuser aber Wälder über denen die Seeadler fliegen und nach einem längeren Fußweg ein Dorf mit einer Kirche, in der Lion zufällig auf eine Lesestunde mit der weißen Königin stößt. Sie ist eine ältere Dame, die ein paar Kindern vorliest und für Lion ist sie durch ihre elegante Art sofort "die weiße Königin". Eines Tages geht sie weg, verabschiedet sich noch von ihm und sagt, sie würde auf eine lange Reise gehen. Für Lion ist das schlimm, vor allem, da sein Vater kurz darauf seinen Job verliert und anfängt zu trinken. Wenn er betrunken ist, kommt er Lion so fremd vor, dass er ihn in dem Zustand nur noch den "schwarzen König" nennt. Der schwarze König ist gewalttätig, schlägt Lion und sperrt ihn schließlich ein. Zum Glück hat Lion noch die Worte der weißen Königin in seinem Herzen und Rikikri, seinen Seeadler, den er über Wochen gezähmt hat. Nach dieser schlimmen Zeit, flieht Lion mithilfe seines Seeadlers und seiner geheimnisvollen Schwester Olin, die auf einmal überall auftaucht und ihm mehr oder weniger gute Ratschläge gibt. Lion hat nur ein Ziel: die weiße Königin wiederfinden und bei ihr bleiben. Stil: Die Geschichte hat so eine traurige, ernste und furchtbare Thematik und ist trotzdem wunderschön und poetisch geschrieben, wie man es von der Autorin gewöhnt ist. Mit ungewöhnlichen Bildern beschreibt sie schlimme Dinge, macht es ein bisschen erträglicher, aber dennoch fühlt man mit Lion mit, wünscht ihm, dass er es schafft, da rauszukommen. Wie in allen Geschichten von Antonia Michaelis fehlt auch hier nicht der leichte Hauch eines Märchens, Fantasie und eine Spur Magie. Alles wird treffend und bildhaft beschrieben und nicht nur einmal habe ich mich während des Lesens über die Sprache in diesem Buch gefreut. Die Geschichte wird aus Lions Sicht erzählt, damit nicht alles gar so furchtbar ist, erfindet er Namen für seine Heldin, die weiße Königin und seinen Gegner, den schwarzen König. Besonders schön fand ich die Szenen mit seinem Adler Rikikikri, so einen Freund wünscht sich wohl jeder irgendwie. Meine Meinung: Ein wunderschönes Buch mit einer tief bewegenden Geschichte, mit einem liebenswerten Helden und einem besonderen Freund, Lion und Rikikikri, der Seeadler. Und auch andere Figuren mochte ich gern: Olin und die weiße Königin, den Jungen mit dem MP3-Player. Viele bewegende Szenen in einer verspielten, fantasievollen Sprache erzählt. Ganz klar eine Leseempfehlung für Kinder ab 12 und auch Erwachsene, die märchenhafte Geschichten mögen.  

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  • Antonia Michaelis - Die Worte der weißen Königin

    Die Worte der weißen Königin
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. December 2015 um 16:11

    Kurzbeschreibung:  Niemanden beneidet Lion mehr als die Seeadler, wenn er sie beobachtet, wie sie hoch am Himmel kreisen, so frei und glücklich. Bei ihm zu Hause in dem Dorf an der Ostsee gibt es nicht viel, auf das man neidisch sein könnte. Immer häufiger verwandelt sein Vater sich im Alkoholrausch in den gewalttätigen schwarzen König, der Lion misshandelt. Als er es nicht mehr aushält, flüchtet Lion in den Wald zu den Adlern. Doch das Leben dort ist hart und immer wieder denkt Lion an die weiße Königin, die alte Frau, die ihm einst so wunderbar vorgelesen hat. Durch sie hat er den Zauber der Worte, ihre Wärme und Kraft entdeckt... *Quelle* Zur Autorin:  Antonia Michaelis, Jahrgang 1979, in Norddeutschland geboren, in Süddeutschland aufgewachsen, zog es nach dem Abitur in die weite Welt. Sie arbeitete u.a. in Südindien, Nepal und Peru. In Greifswald studierte sie Medizin und begann parallel dazu, Geschichten für Kinder und Jugendliche schreiben. Seit einigen Jahren lebt sie nun als freie Schriftstellerin in der Nähe der Insel Usedom und hat zahlreiche Kinder und Jugendbücher veröffentlicht, facettenreich, fantasievoll und mit großem Erfolg.Der Märchenerzähler, ihr erstes Buch für junge Erwachsene, wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Meinung:  Der kleine Lion wächst bei seinem Vater in einem Dorf in Ostdeutschland auf, nachdem die Mutter die beiden vor mehreren Jahren verlassen hat, um ihr Glück im Westen zu suchen. Lion liebt seinen Vater, der in einer Werft arbeitet und ihn viel in die nahegelegenen Wälder mitnimmt, um ihm die Natur näherzubringen. Doch als der Vater seine Arbeitsstelle verliert, wird der Alkohol sein bester Freund und Lion immer öfter Opfer seiner Wut, die sich in Schlägen und Misshandlung seines Kindes ein Ventil sucht. Bald ist er nicht mehr der geliebte Vater, sondern für Lion nur noch der schwarze König, der sich des Vaters bemächtigt. Trost findet Lion in seiner Freundschaft zu einem Seeadler, den er zähmt, in seiner Schwester Olin und in den Worten der weißen Königin, einer älteren Dame, die jeden Samstag Kindern in der Kirche vorliest, bis er eines Tages beschließt, von zu Hause wegzulaufen. Antonia Michaelis konnte mich bereits mit ihrem außergewöhnlichen Jugendroman Der Märchenerzählerbegeistern. Deshalb war ich gespannt auf Die Worte der weißen Königin, das zwar auch sehr speziell ist, mich aber nicht ganz so sehr fesseln konnte. Lion ist ein Protagonist, den man sofort in sein Herz schließt. Der kleine Junge wächst ohne Mutter auf, doch sein Vater ist anfangs noch sehr bemüht um ihn und versucht, ihm das Leben so schön wie möglich zu gestalten. Doch als er seine Stelle in der Werft verliert, greift er immer öfter zum Alkohol und wird gewalttätig gegenüber Lion. Immer brutaler werden die Schläge, sodass Lion nicht mehr zur Schule gehen kann und vom Vater sogar in den Keller eingesperrt wird. Erst als ihm seine Schwester Olin erscheint, er die weiße Königin, eine ältere Dame, die Kindern Geschichten vorliest, trifft und einen Seeadler zum Freund gewinnt, wird Lion selbstbewusster und nutzt die Gelegenheit, von zu Hause wegzulaufen und ein autonomes Leben im Wald zu führen. Antonia Michaelis kleidet die Geschichte um Lion in eine sehr poetische Sprache, sodass diese wie eine richtige Märchenerzählung anmutet. Obwohl es in der Handlung vor allem um Gewalt gegen Schutzbefohlene, Misshandlung dieser und Alkoholismus und seine Folgen geht, spielt auch Freundschaft und ein gewisses Ziel vor Augen eine tragende Rolle. Der Roman besticht vor allem durch Antonia Michaelis' ungemein poetischen Schreibstil, mit dem sie bereits in Der Märchenerzähler brillierte. Auch dieser Jugendroman erzählt eine traurige Geschichte, die aber auch viele schöne Momente in sich birgt. Jedoch war mir hier der Märchen-Anteil, in dem sich die Realität etwas verliert, ein wenig zu hoch und das Ende auch nicht so ganz nach meinem Geschmack. Trotz dieser kleinen Mankos ist Die Worte der weißen Königin wiederum ein sehr spezieller und stilistisch ansprechender Jugendroman, den ich gerne gelesen habe. Fazit:  Wie schon Der Märchenerzähler ist Die Worte der weißen Königin eine traurig-schöne Geschichte mit einem ernsten Grundthema, das von Antonia Michaelis in poetische Worte und eine märchenhafte Erzählung gekleidet wurde, wenn auch das Ende Geschmacksache sein dürfte.

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  • Worte, die verzaubern

    Die Worte der weißen Königin
    Buchgespenst

    Buchgespenst

    15. October 2015 um 17:33

    Lion lebt alleine mit seinem Vater in einem Dorf an der Ostsee. Er wächst einsam auf, doch Lichtblicke sind die Geschichten, die er in einem Lesekreis der Kirche hört. Und die Seeadler, die ihn begleiten. Sein Leben ist nicht einfach, doch alles zerbricht, als sein Vater arbeitslos wird und der Schwarze König in sein Leben tritt. Als die Phantasie ihn nicht mehr schützen kann, bricht Lion auf, um die weiße Königin zu suchen, die ihm in der Kirche all die schönen Worte geschenkt hat. Eine Reise beginnt, die Lion zu ungeahnten Orten führt. Poetisch und phantasievoll setzt Antonia Michaelis hier ein Thema um, das bitter und kalt ist. Einsamkeit, Misshandlung, Furcht und Perspektivlosigkeit eines Kindes. Daraus ein wundervolles, filigranes Märchen zu zaubern ist ihr hervorragend gelungen. Ein Abenteuer, eingehüllt in die Magie der Phantasie, sodass auch für den Leser Realität und Schein verschwimmt. Die Unterscheidung wird unwichtig, da der Leser sich augenblicklich in der Geschichte verliert. Er lässt sich auf den Worten treiben wie das schillernde Sonnenlicht auf der Ostsee. Bezaubert, verführt und stets ungewiss, wohin die Geschichte gehen wird. Großartig!

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  • Fragwürdige Moral

    Die Worte der weißen Königin
    CocuriRuby

    CocuriRuby

    30. June 2015 um 11:06

    Der Schreibstil ist sehr besonders. Es wird sehr viel mit Symboliken gearbeitet. Ich erkenne das auch an, aber ich mag ihn trotzdem nicht wirklich. Die Handlung ist auch eher langweilig. Es wird wieder ein schweres Thema behandelt, nämlich häusliche Gewalt, verpackt mit dieser märchenhaften Symbolik. Aber um zu unterhalten reicht das nicht. Es passiert so ziemlich nichts mit Sinn. Im Gegenteil, bei ganz vielen Dingen habe ich mich gefragt was das soll oder wozu das gut war, was man mir damit sagen wollte. Einen wirklichen roten Faden gibt es nicht, er wirkt eher ausgewaschen. Die Geschichte gibt mit nichts. So gar nichts. Und auch hier finde ich das Ende wieder fragwürdig – mir fehlt die Moral oder besser, die Moral die ich sehe ist für mich verdreht und zweifelhaft. Falls es doch einen tieferen Sinn gibt, ist er so tief, dass er mir verborgen bleibt.   Fazit Dieses Buch ist typisch für Michaelis: nimmt ein schweres Thema (hier häusliche Gewalt), verpackt die Geschichte mit einem fast märchenhaften Schreibstil und verdreht damit die ganze Problematik/Handlung und hinterlässt eine fragwürde Moral bzw. Fazit.

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  • Auf der Suche nach den Worten...

    Die Worte der weißen Königin
    LiveReadLove

    LiveReadLove

    // Worum es geht // Der 10jährige Lion lebt mit seinem Vater in einem kleinen, großteils verlassenen, Dorf. Er beobachtet stundenlang die Seeadler, die frei und wild durch die Lüfte fliegen, während er am Boden verharren muss, unfähig ihnen zu folgen. Bei ihnen findet er Trost und Halt, wenn sein Vater sich immer öfter in den schwarzen König verwandelt. Eines Tages, als sein Vater längst mehr als nur einen Schritt zu weit gegangen ist, flüchtet sich Lion in den Wald zu den Adlern. Dort lernt der kleine Junge, dass das Leben draußen im Wald hart und einsam ist. Doch dann beschließt er eine Reise anzutreten. Nach Berlin. Denn dort befindet sich die weiße Königin mit all ihren wunderbaren Worten, nach denen er sich so sehr sehnt.   // Was ich davon halte // Von Antonia Michaelis habe ich zum ersten Mal im August 2014 gehört, als "Niemand liebt November" herausgekommen ist. Also habe ich  mir diese Autorin genauer angeschaut und letztendlich stehen nun drei Bücher von ihr in meinem Regal. "Die Worte der weißen Königin" ist das erste von den dreien, das ich gelesen habe und ich bin begeistert.   Der Protagonist Lion hat mein Herz im Sturm erobert. Der kleine Junge, der so viel durchleben und vor allem durchleiden musste. Mit dem Thema, das Antonia Michaelis in diesem Buch behandelt, hat sie mir vor Augen geführt, was draußen in der Welt nur allzu oft geschieht. Kinder, die als Prügelknaben für ihre Eltern herhalten müssen. Kinder, die geschlagen und bestraft werden, weil die Eltern ihr eigenes Leben nicht im Griff haben. Kinder, die leiden müssen, weil ihr Eltern nicht mit ihren Problemen zurecht kommen. Kinder, die eingesperrt werden, weil die Eltern nicht wissen wohin mit ihrer Wut und dem Hass auf die Welt und auch auf sich selbst. Lion ist ein solches Kind. Ein Kind das vom eigenen Vater misshandelt wird. Das, was dieses Kind erlebt hat, sollte keinem Kind auf der ganzen Welt widerfahren und doch passiert es viel zu oft.   Es ist absolut berührend und herzergreifend wie Antonia Michaelis die Geschichte von Lion erzählt. Wie sie die richtigen Worte dafür findet, um zu beschreiben was er fühlt, denkt und wie er handelt. Gleichzeitig erkennt man als Leser, dass für Lion vor allem die Worte und Geschichten, die er in dieser Kirche hört, beinahe schon Lebensretter sind. Er möchte sie wiederfinden, um glücklich zu sein und damit beginnt seine Reise. Die Flucht vor dem alten Leben und der Beginn von einem großen Abenteuer. Mehrmals hatte ich Tränen in den Augen, denn das, was der 10jährige Junge erlebt, sollte wirklich kein Kind erleben. Gleichzeitig jedoch habe ich, während ich das Buch gelesen habe, nie so richtig das Gefühl gehabt, dass das alles falsch ist. Sondern durch die wunderbaren Worte der Autorin habe ich festgestellt, dass es wohl auch so sein musste, um zu dem Ende zu kommen, das das Buch auch hatte.   Auf seiner Reiser zur weißen Königin durchlebt Lion einiges und dabei verschwimmen oftmals die Grenzen zwischen Realität und Fantasie. Doch nur dadurch oder wohl eher deshalb, überlebt der Junge. Mit Hilfe dieser Fantasie, kann er all das, was er erlebt hat, auch überleben. Er wird stärker, ist leider aber auch viel schneller erwachsen geworden, als es ein 10jähriger sollte. Die Worte, an die er sich erinnert, geben ihm Kraft und die Fantasie schützt ihn davor, zusammen zu brechen. Der Erzählstil und die Schreibweise sind einfach so fesselnd, dass ich mich zu jeder Zeit so gefühlt habe, als würde ich gemeinsam mit Lion all den Schrecken aber auch das Schöne durchleben. Und gerade diese Tatsache lässt mich das Buch nur noch mehr zu schätzen wissen.   Das Einzige, das mich ein klein wenig gestört hat, war das Ende. Um niemanden zu Spoilern, kann ich nicht mehr darauf eingehen, aber es war nicht ganz so das, was ich erwartet hatte.   // Fazit // Eine wunderschön geschrieben Geschichte, die aufwühlend aber trotzdem herzberührend ist. Antonia Michaelis Worte haben mich zu Tränen gerührt und ich bin sicher, dass ich diese Geschichte nicht so schnell vergessen werde. Gute 4 / 5 Sterne.

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    • 3
  • Das Herz eines Löwen, die Seele eines Seeadlers

    Die Worte der weißen Königin
    Wortmagie

    Wortmagie

    12. August 2014 um 11:41

    Die Autorin Antonia Michaelis war mir bisher immer nur als Schriftstellerin von Kinderbüchern bekannt. Als ich „Die Worte der Weißen Königin“ aus dem Regal nahm und noch einmal den Klappentext las, hatte ich auch keinen Grund, etwas anderes anzunehmen. Schließlich ist ein 10 – jähriger Junge der Protagonist. Jetzt im Nachhinein muss ich eingestehen, dass ich mich geirrt habe. Überhaupt ist die Festlegung des Genres für dieses Buch wirklich schwierig, weil es in viele Sparten der Literatur ein bisschen passt, aber in keine vollständig. Es ist alles und nichts, so viel und doch so wenig. Vor allem ist es aber die Geschichte von Lion. Lion heißt zwar wie ein Löwe, doch schon immer wollte er lieber ein Seeadler sein. Zu Hause, in einem Dorf an der Ostsee, beobachtet er sie, seit er sie das erste Mal gesehen hat. Lion ist glücklich – bis zu dem Tag, an dem sein Vater das erste Mal vom Schwarzen König gefangen genommen wird. Der Schwarze König trinkt. Und er schlägt zu. Oft. Als Lion es nicht mehr aushält, weil der Schwarze König immer häufiger auftaucht, läuft er davon. Er möchte im Wald mit den Seeadlern leben. Doch eine Erinnerung lässt ihm keine Ruhe: die Erinnerung an die Weiße Königin, die ihm das Geschenk der Worte machte. Er glaubt, dass er bei ihr ein neues zu Hause finden kann. So macht Lion sich auf den Weg, die Weiße Königin zu finden. Oh mein Gott, dieses Buch hat mich so tief berührt, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Was paradox ist, denn auf einer Ebene geht es in „Die Worte der Weißen Königin“ um die Macht der Worte und der Fantasie. Diese Geschichte, Lions Geschichte, ist die zauberhafte Erzählung eines zutiefst traumatisierten Jungen, der sich so allein, verlassen und machtlos fühlt, dass er sich Seeadlern anschließt. Bei ihnen, diesen wilden Tieren, findet er den Halt und die Geborgenheit, die er zu Hause von seinem Vater bzw. dem Schwarzen König nicht erfährt. Gleichzeitig entdeckt er, welche Magie in Geschichten steckt; wie sie ihn stärken und manchmal vor der Wut des Schwarzen Königs schützen. Das ist ein so wunderbarer Gedanke, dass etwas in mir ganz weich geworden ist beim Lesen. Es hat mir fast das Herz zerrissen, als ich mit Lion gemeinsam den ersten Angriff des Schwarzen Königs erleben musste. Ich habe wirklich mit den Tränen gekämpft, allein schon, weil Antonia Michaelis es so unnachahmlich versteht, sich in diesen kleinen Jungen hineinzuversetzen und seine Ich-Perspektive bis ins kleinste Detail auszuarbeiten. Natürlich kann Lion sich nicht vorstellen, dass sein Vater zu solcher Gewalt ihm gegenüber fähig ist. Natürlich musste er den Schwarzen König erfinden, um verstehen zu können. Für einen 10 – jährigen ist das sicher absolut logisch. Er brauchte einen Weg, um mit seiner Angst und seiner Wut fertig zu werden. Und Lion ist unfassbar wütend. Doch trotz seiner Wut entscheidet er sich letztendlich immer für die Liebe, für das Gute und Positive dieser Welt. Wie konnte ich Lion da nicht in mein Herz schließen? Seine Reise auf dem Weg zu der Weißen Königin erinnerte mich ein bisschen an „Schiffbruch mit Tiger“. Zum einen ist sie seine Suche nach seinem Platz in der Welt; zum anderen ist sie so unglaublich, dass ich mich manchmal fragte, wie viel Realität ist und wie viel Lions Fantasie entspringt. Doch letztendlich ist es eben genau wie mit Pis Reise mit Richard Parker: es spielt überhaupt keine Rolle, ob die Geschichte nun stimmt oder nicht. Vermutlich ist es wirklich möglich, dass ein Junge einfach in den Wald verschwindet und sich dort monatelang versteckt, wenn ihm das nötige Wissen vermittelt wurde. Diesen Gedanken fand ich sehr erschütternd; man sollte doch meinen, dass unsere überwachte Gesellschaft so etwas zu verhindern weiß. Andererseits möchte man auch annehmen, dass Gewalt und Misshandlungen Kindern gegenüber nicht möglich sind – trotzdem hören wir davon in regelmäßigen Abständen in den Nachrichten. Antonia Michaelis hat dieses sensibles Thema behutsam aufgegriffen und in eine unglaubliche, herzergreifende Geschichte verwandelt. Und am Ende… hat Lion eben doch das Herz eines Löwen, obwohl er eher ein Seeadler ist. „Die Worte der Weißen Königin“ ist ein äußerst bewegendes Buch, in dem Fantasie und Realität sehr eng miteinander verknüpft sind. Die Grenzen verwischen, daher möchte ich es nur an LeserInnen empfehlen, die es mit diesen Grenzen nicht so genau nehmen. Ich denke, wer knallhart an der Wirklichkeit festhält, wird mit diesem Buch keine Freude haben. Doch wer daran glauben kann, dass der Unterschied manchmal gar nicht so wichtig ist, kann guten Gewissens mit Lion und den Seeadlern auf die Reise gehen. Nachwort: Wenn jemand von euch das Buch bereits gelesen hat, bitte meldet euch bei mir. Es gibt da etwas, worüber ich gern sprechen würde, konnte es aber nicht in die Rezension integrieren, weil es eindeutig ein Spoiler gewesen wäre. :)

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  • Eine traurige Geschichte über Freiheit

    Die Worte der weißen Königin
    MissKiaraFunny

    MissKiaraFunny

    15. June 2014 um 00:03

    Lion liebt sie - die Seeadler. Nur wenn er sie ansieht, fühlt er sich frei. Er wünscht sich nichts mehr, als mit ihnen fliegen zu können, weit weg von all seinen Problemen. Lion lebt gemeinsam mit seinem Vater in einem kleinen Haus an der Ostsee und fühlt sich bei ihm nicht wohl. Denn immer wenn sein Vater wütend wird, übernimmt ihn der "schwarze König", den Lion mehr fürchtet, als alles andere. Trost findet er in den Worten einer alten Dame, die ihm in der Kirche so wunderschön vorgelesen hat. Er nennt die Frau "die weiße Königin", weil sie das Gegenteil des schwarzen Königs ist. Doch nach einiger Zeit kommt sie nicht mehr - und Lion hat nur ein Ziel: Er muss ihre wunderbaren Worte, die ihm die Kraft zum Leben geben, wiederfinden. Doch schafft er die Reise durch die Wildnis, auf der Flucht vor dem schwarzen König alleine, oder wird er Hilfe benötigen? - Die Worte der weißen Königin ist ein schöner Roman der deutschen Autorin Antonia Michaelis, und kostet derzeit 14,95€. Das Cover regt den Leser zum träumen und abtauchen an - und das tut man in dieser Geschichte wirklich. Für mich ist der Roman in die Kategorie "Drama" einzuordnen, da die Geschichte sehr traurig ist, und ich eigentlich durchgehend Tränen in den Augen hatte. Lions Sichtweisen sind so gut nachzuvollziehen, und man muss ihn einfach gern haben, und Mitleid mit ihm haben. Es bekommt von mir 5 Sterne, weil es absolut an nichts gefehlt hat. Die Gefühle, die Spannung, die Message die das Buch mit sich bringt - alles ist angekommen. Das Cover ist außerdem eines der schönsten in meinem Regal. Ich empfehle das Buch an alle weiter!

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  • Die Worte der weißen Königin

    Die Worte der weißen Königin
    Angel10

    Angel10

    06. May 2014 um 07:32

    "Eine sprachlich brilliante Hommage an die Macht der Worte und der Phantasie" - dieser Aussage kann ich mich unangeschränkt anschließen . (Klapptext) Der zehnjähriger Lion lebt mit seinem Vater in ärmlichen Verhältnissen an der Ostsee. Die Mutter hat die Familie längst verlassen, um bessere Arbeit zu finden. Sein Vater ist nie ein Freund großer Worte gewesen, aber er bringt ihm viel bei auf seinen Streifzügen durch die Natur. Dann verliert auch sein Vater seine Arbeit und der schwarze König übernimmt mehr und mehr die Herrschaft. Lion schließt Freundschaft mit den Seeadlern, er möchte so frei wie sie sein. Dann begegnet er der weißen Königin, es ist eine alte weißhaarige Frau, die in der Kirche Kindern Geschichten vorliest. Sofort ist er von ihr verzaubert. Doch leider muss sie sich auf lange Reise begeben und verabschiedet sich von Lion. Da beschließt er, sie zu suchen und reißt von zu Hause aus. Er hat erfahren, dass sie in Berlin in einem Krankenhaus liegt. Im Wald begegnet er seiner Schwester (Phantasie) Olin. Sie hilft ihm aus brenzlichen Situation, aber sie hat nie Liebe und die Macht der Worte kennengelernt. Das Schöne an diesem Jugendbuch ist, dass alle Gefühle wie Liebe, Freundschaft, Wut, Hass, Angst sehr überzeugend dargestellt sind. Den Jungen Lion auf seiner Odysee zu begleiten ist wunderschön, bittersuß. Einen Stern abziehen möchte ich trotzdem: warum muss Lions Vater arm und bildungsarm sein und von Hartz IV leben? Das ist für meinen Geschmack zu viel Klischee. Der schwarze König könnte in jedem sozialen Milieu regieren.

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  • Wenn der Wunsch nach Freiheit das Einzige ist, das dich am Leben hält ...

    Die Worte der weißen Königin
    Kiwi-Lena

    Kiwi-Lena

    28. January 2014 um 14:16

    An die glücklichen Tage seiner Kindheit kann sich Lion noch gut erinnern. Tage, an denen er mit seinem Vater durch die Wälder nahe der Ostsee streifte. Tage, an denen er den zauberhaften Geschichten der weißen Königin lauschte. Doch diese Zeiten gehören längst der Vergangenheit an. Stattdessen kämpft Lion nun verbissen gegen die Gewalt des schwarzen Königs. Der Mann, der an die Stelle seines Vaters tritt, wenn dieser wieder einmal zu viel getrunken hat. Vehement klammert sich der Junge mit der geschundenen Seele an die warmen Worte der Geschichtenerzählerin und an die Sehnsucht, mit den Seeadlern in die Lüfte aufsteigen zu können. Schnell werden diese Geschöpfe zu Lions Hoffnungsträgern. Eine unvergleichliche Freundschaft entwickelt sich zwischen den Tieren und dem Jungen. Eine Verbindung, die Lion vor dem endgültigen Zerbrechen bewahrt und für ihn die größte Stütze auf der entschlossenen Flucht nach vorn wird. In "Die Worte der weißen Königin" fängt Autorin Antonia Michaelis eine Welt voller Emotionen und Entscheidungen ein, die das Roulette des Lebens widerspiegeln. Eine Geschichte von niederschmetternder Erkenntnis und überdimensionaler Vorstellungskraft. Hauptfigur Lion ist ein Kämpfer. Doch trotz seines zerstörten Idylls, das auf die Rechnung eines gewalttätigen Vaters geht, verliert er nie die Hoffnung an das Wundervolle, das Vollkommene. Dank der Magie der Worte und einer als einzigartig innig gezeichneten Beziehung zu den Seeadlern geht er seinen Weg. Ein Pfad, den die Autorin mit behänder Leichtigkeit und ebenbürtig profund gezeichnet hat. Eine der Schlüsselrollen spielt in diesem Jugendbuch die Magie der Worte. Denn es soll sich bewahrheiten: Worte bewirken durchaus Wunder. Die von Antonia Michaelis kreierte Symbiose von Wirklichkeit und Wunsch stellt hierbei die Stärke der Geschichte dar. Das Portrait des Protagonisten, der einer Welt dominiert von Alkohol, Gewalt und Traumata zu entfliehen wagt, steht dabei stellvertretend für das nicht weniger Heranwachsender. Mit ihrem Werk setzt die Autorin somit ein Zeichen, das — aller Fiktion zum Trotz — reale Abgründe aufzeigt. Und ebenso als Stütze fungiert. In ausgeglichener Balance stehen Sehnsucht nach der eigenen kleinen heilen Welt und der allgegenwärtigen Gewissheit, für immer Narben davonzutragen. In der Summe ein Jugendbuch, dessen klare Botschaft mit fantasiereichen Elementen angereichert wurde und durch ebenjene Feinabstimmung zu Herzen geht.

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  • Die Worte der weißen Königin

    Die Worte der weißen Königin
    safido

    safido

    03. January 2014 um 12:13

    Zum Inhalt: Lion lebt mit seinem Vater in einem kleinen Haus an der Ostsee und verbringt seine Zeit am liebsten mit den Seeadlern. Er liebt es, sie dabei zu beobachten, wie sie frei und glücklich hoch am Himmel durch die Luft kreisen. Dort findet er auch Trost, wenn sich sein Vater unter Alkoholeinfluss in den schwarzen König verwandelt und ihn misshandelt. Als Lion es zuhause nicht mehr aushält, ist es auch ein Adler, der ihm den Weg in die Freiheit ermöglicht. Er flüchtet in den Wald und lebt dort mit den Seeadlern. Doch Lion ist mit seiner Flucht noch nicht am Ende seines Wegs angekommen. Er möchte unbedingt die weiße Königin wiederfinden – eine alte Frau mit weißen Haaren, die Lion und anderen Kindern vor langer Zeit aus Büchern vorgelesen hat und ihm so die schönsten Worte geschenkt hat. Worte, die ihm Kraft gegeben haben. Worte, die er fast schon vergessen hat… Meine Meinung: Nach “Der Märchenerzähler” war “Die Worte der weißen Königin” mein zweites Buch von Antonia Michaelis. Und ich kann vorab schon mal sagen, dass ich wieder absolut begeistert und zutiefst berührt bin. “Während ich dem Seeadler zusah, sammelte ich alle Kraft in mir, die ich hatte. Kraft, um zu fliehen. Ich wusste: Ich musste an etwas Helles, Schönes, Warmes denken, um diese Kraft zu sammeln. Und ich dachte daran, wie alles gewesen war, bevor es den schwarzen König gab.” (Seite 11) Lion, den „Helden“ dieser Geschichte (und für mich hat er dieses Attribut wirklich verdient), habe ich bereits nach wenigen Seiten fest in meinem Herzen verankert. Denn Antonia Michaelis hat mit dem aufgegriffenen Thema einen Nerv bei mir getroffen. Und zwar so sehr, dass sich mein Herz während des Lesens gar nicht mehr beruhigen wollte und konnte. Kein Kind sollte als elterlicher Sündenbock herhalten müssen. Kein Kind sollte emotional und/oder körperlich misshandelt werden müssen. Kein Kind sollte den willkürlichen Übergriffen von Eltern ausgesetzt sein müssen, nur weil diese ihr Leben nicht im Griff haben und mit sich selbst unzufrieden sind. Kein Kind sollte das erleben müssen, was Lion aushalten muss. Sollte… Doch leider geschieht das in unserer Welt jeden Tag unzählige Male. Die Art und Weise der Autorin, wie sie die Geschichte von Lion niedergeschrieben hat, hat mich schlicht fasziniert. Sie schafft es, dass die Wörter, die böse und schreckliche Taten beschreiben, auf den ersten Blick nicht wirklich böse erscheinen. Und dennoch kann man sich als Leser dem Bösen nicht entziehen und es in seinem ganzen Ausmaß erkennen. “Diesmal war der schwarze König zu weit gegangen. Als er meinen Vater am nächsten Tag freigab und mein Vater die Küche aufgeräumt hatte, hielt er mich lange fest und weinte. Wirklich, er weinte wie ein kleines Kind. Dann brachte er mich zur Klinik in der Stadt.” (Seite 66) Sie erschafft poetisch anmutende Umschreibungen und kreiert so tolle Wörter wie “Schonfrühlingsnachmittag”. Sie lässt Lion seine ganze Fantasie einsetzten um die schrecklichen Erlebnisse ertragen und überleben zu können. Die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen dabei zum Teil, da die Wörter eine ungeheure Macht auf den Leser ausüben und man sich wünscht, dass das alles wirklich wahr ist. Damit Lion es leichter hat. Damit Lion für kurze Zeit dem Schrecken entfliehen kann. Ich war mit Lion im Keller, hab mit ihm Wald gelebt und mich mit den Seeadlern angefreundet. Ich suchte die weiße Königin und hatte Angst vor dem schwarzen König. Und jetzt, nachdem ich das Buch zugeschlagen habe, trage ich Lion und seine Geschichte in meinem Herzen. Mit “Die Worte der weißen Königin” hat die „Märchenerzählerin“ Antonia Michaelis ein sprachlich wunderbares Buch geschrieben, in dem das Thema „Gewalt in der Familie“ emotional und berührend – aber auch mit all Schrecken – behandelt wird. Für Fans von “Der Märchenerzähler” meiner Meinung nach ein absolutes Muss. BOOKWIVES

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