Antonia Michaelis , Peer Martin Grenzlandtage

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Inhaltsangabe zu „Grenzlandtage“ von Antonia Michaelis

Zwei Wochen Ferien auf der winzigen griechischen Insel liegen vor Jule. Das Meer ist blau, die Nächte sternenklar. Alles scheint perfekt. Bis Jule den Jungen mit den verbundenen Händen trifft und begreift, wer er und die anderen sind, die im Verborgenen leben. Jules Welt gerät aus den Fugen. Denn das Meer ist ein Grab, die Nächte sind kalt und das Dorf ein Ort des Misstrauens. Und quer durch die Wellen läuft eine Grenze, die niemand sieht. Eine tödliche Grenze.Eine berührende Liebesgeschichte vor aktuellem politischen Hintergrund, die Flüchtlings-Schicksale einfühlsam und greifbar schildert. Die beiden Autoren wurden von der Jugendjury des Jugendliteraturpreises nominiert.

Sollte jeder gelesen haben!

— Tintenklex

Aufwühlend! Ein aktuelles Thema wunderschön und erschreckend zugleich. Natürlich unglaublich gut geschrieben

— Allesleserin

Antonia Michaelis und Peer Martin können einfach extrem gut schreiben.Allerdings fand ich das Handlungsmotiv der Hauptperson fragwürdig.

— Olivia_Montreal

Aktuell, berührend und ein wahres Leseerlebnis

— Summersnowdrops

Das Beste Buch, dass ich das letzte halbe Jahr gelesen habe!

— JMili

Zwiegespalten

— Liberace

Ein berührendes, spannendes Buch für Jugendliche, die sich noch nicht soviel mit dem Flüchtlingsthema befasst haben.

— Nayla

Dadurch, dass Antonia Michaelis mit beteiligt war, hab ich mehr Originalität und Qualität erwartet. Dennoch eine wichtige Thematik

— milkshakee

Eine ehrliche und mitreisende Geschichte zu einem sehr aktuellen Thema.

— HanniinnaH

Dieses Buch erzählt ganz nüchtern die erschreckende und grausame Wahrheit. WOW!

— tine16

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  • Themen
  • Ein einfühlsamer Roman über ein brisantes Thema

    Grenzlandtage

    Tintenklex

    08. October 2017 um 16:38

    "Grenzlandtage" nimmt das Thema auf, über das sich in dieser Zeit die Geister scheiden: die Flüchtlingsproblematik. Ich fand es sehr beeindruckend wie gut in dem Buch erklärt wird, woher diese Menschen kommen - was sie schon ales durchgemacht haben und warum sie sich überhaupt auf diesen schwierigen Weg gemacht haben. Ungeschönt wird beschrieben, was eine Reise im Schlauchboot über das Mittelmeer bedeutet ... Doch trotz des bedrückenden Themas, zaubert einem der Roman auch immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht. Kurz gesagt: Das Buch lässt einen so schnell nicht mehr los. Gerade in dieser Zeit ist diese Lektüre ein Muss!

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  • Grenzlandtage | Rezension

    Grenzlandtage

    vivreavecdeslivres

    16. April 2017 um 14:42

    Ich konnte meinen Augen zuerst gar nicht trauen, aber schlussendlich hielt ich dann selbst ein Exemplar in der Hand. Tatsächlich, Antonia Michaelis, die Worte in Bilder verwandelte, Buchstaben in wundersame Kreaturen und Texte in flüssiges Gold, und Peer Martin, der scharf und dennoch feinfühlig von brisanten Themen berichtet und die geschickt und galant einzubauen weiss, der mich absolut und völlig von seinem 'Sommer unter schwarzen Flügeln' überzeugen konnte, dass ich fast schon mit tatsächlich hohen Temperaturen mitfieberte, ob der Roman nun den wohlverdienten deutschen Jugendbuchpreis gewinnen wird oder nicht. (Übrigens - ja, hat er dann glücklicherweise auch.)Davon abgesehen ist schwer in Worte zu packen, welche Vorfreude mein Blut durchfloss, während ich kaum erwarten konnte, mich ihn ihren verwebten Worten zu verlieren. Vorfreude ist die schönste Freude, fällt mir da prompt ein, aber ich muss diese Redewendung wohl zum ersten Mal wirklich negieren. Vielleicht auch nicht ganz, denn so toll und bewegend das Lesen war, so harte Themen packt das Buch auch in Worte. Es ist nicht immer ganz leicht, Jugendliche zum Lesen zu bewegen. Und wenn, hängen sie oft in Fantasywelten umher. Dabei sind sie in diesen Zeiten wohl am stärksten - nun ja, gut, auch wenn ich mit der Wortwahl nicht ganz zufrieden bin - am beeinflussbarsten. So kann sich eine Erfahrung, so hat sich das Buch nämlich angefühlt, unglaublich prägend auswirken. Ich greife zu so vielen Bücher aus einer gewissen Art von Wissbegierigkeit - nein, ich bin nicht eine, die liebend gerne zur Schule geht, aber wenn ich bedruckte Seiten sehe und mir vorstelle, wie viel mehr ich danach wissen, kennen, erfahren habe, dann kann ich mich nur schwer zurückhalten. Und dieses Buch hat mir unglaublich viel gegeben. Dabei bin ich nicht mal so unwissend oder unpolitisch wie unsere Protagonistin Jule, im Gegenteil, ich beschäftige mich viel mit der Flüchtlingskrise und Flüchtlingen selber, sowie deren Situation hier in der Schweiz. Trotzdem konnte ich mich unglaublich gut mit Jule identifizieren. Sie ist 17 und macht gezwungenermassen alleine Ferien auf einer griechischen Insel, und nicht nur ist mein Traum schon lange mal das eigene Verreisen, das Entdecken auf eigene Faust, diese Selbstbestimmtheit zu spüren, nein, ich war auch schon zweimal auf griechischen Insel und habe das Lebensgefühl und die Mentalität dort tief eingesogen. Das wäre aber gar nicht nötig gewesen, wenn ich ganz ehrlich bin. Denn die Gerüche, die Klänge, das Gefühl von Freiheit und Unbändigkeit wird so voller Inbrust beschrieben, dass ich mit Jule mitgereist bin und auf dieser kleinen griechischen Insel gelandet bin, ganz unverhofft, aber unglaublich glücklich.Durch die Geschichte ziehen sich der Schmerz von neuen intensiven Erfahrungen und Begegnungen wie durch das echte Leben, prägende Momenten wird so schmerzvoll Eindruck geschaffen, als hätte sich wirklich etwas durch die Haut gebrannt. Antonia Michaelis schreibt schon lange so, als würde sie mehr als andere Autor_innen verstehen. Sie reiht nicht nur Worte aneinander, um eine andere Realität wiederzugeben, sie weiss auch die Fantasie, Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen, ihre Düsterheit und manchmal eben auch ihre Verletzlichkeit, so wie hier. Peer Martin kenne ich da leider schlecht, aus seiner eigenen Feder habe ich bisher 'nur' etwa 500 Seiten gelesen, aber sie haben mich von ihm absolut überzeugt, als brillianter Geschichtenerzähler, der nicht nur weiss, wie man mit Romantik umgeht, sondern auch so viel mehr macht, als man von der Ausgangslage erwarten würde. Sie beide in Kombination, und ich weiss, davon habe ich nun schon oft geredet, haben ein beinahe zeitloses Werk geschaffen, dass wie kein vergleichbares von Anfang bis zu Ende erzählt. Es spielt nicht, wie viele andere, im Land der Asylanträge. Es spielt auch nicht eine ganze Flucht durch, denn sie scheinen genau zu wissen, dass es für jemanden ohne solche Erfahrung unmöglich ist, eine Erlebnis wie dieses nachzukonstruieren. Hingegen wissen sie genau, wo wir stehen, wie wir mit Flüchtlinge in Kontakt kommen könnten und spielen das ganze Szenario durch, voller Unverständnis und Verleugnung manchmal, aber am Ende ist es die Wahrheit, die Ehrlichkeit, die tief in uns allen steckt, die siegt. Und ich weiss, wie unglaublich kitschig sich das jetzt anhören mag, deswegen möchte ich euch eine der schönsten Liebesgeschichten empfehle, eines der wichtigsten und prägendsten Bücher für Jugendliche, die jetzt während der Flüchtlingskrise scheinbar 'normal' weiterleben - lest dieses Buch, bitte.http://wonderful-ne-books.blogspot.ch/2017/03/grenzlandtage-von-peer-martin-und.html

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  • Rezension 'Grenzlandtage' | vivreavecdeslivres

    Grenzlandtage

    vivreavecdeslivres

    31. March 2017 um 18:00

    Ich konnte meinen Augen zuerst gar nicht trauen, aber schlussendlich hielt ich dann selbst ein Exemplar in der Hand. Tatsächlich, Antonia Michaelis, die Worte in Bilder verwandelte, Buchstaben in wundersame Kreaturen und Texte in flüssiges Gold, und Peer Martin, der scharf und dennoch feinfühlig von brisanten Themen berichtet und die geschickt und galant einzubauen weiss, der mich absolut und völlig von seinem 'Sommer unter schwarzen Flügeln' überzeugen konnte, dass ich fast schon mit tatsächlich hohen Temperaturen mitfieberte, ob der Roman nun den wohlverdienten deutschen Jugendbuchpreis gewinnen wird oder nicht. (Übrigens - ja, hat er dann glücklicherweise auch.)Davon abgesehen ist schwer in Worte zu packen, welche Vorfreude mein Blut durchfloss, während ich kaum erwarten konnte, mich ihn ihren verwebten Worten zu verlieren. Vorfreude ist die schönste Freude, fällt mir da prompt ein, aber ich muss diese Redewendung wohl zum ersten Mal wirklich negieren. Vielleicht auch nicht ganz, denn so toll und bewegend das Lesen war, so harte Themen packt das Buch auch in Worte. Es ist nicht immer ganz leicht, Jugendliche zum Lesen zu bewegen. Und wenn, hängen sie oft in Fantasywelten umher. Dabei sind sie in diesen Zeiten wohl am stärksten - nun ja, gut, auch wenn ich mit der Wortwahl nicht ganz zufrieden bin - am beeinflussbarsten. So kann sich eine Erfahrung, so hat sich das Buch nämlich angefühlt, unglaublich prägend auswirken. Ich greife zu so vielen Bücher aus einer gewissen Art von Wissbegierigkeit - nein, ich bin nicht eine, die liebend gerne zur Schule geht, aber wenn ich bedruckte Seiten sehe und mir vorstelle, wie viel mehr ich danach wissen, kennen, erfahren habe, dann kann ich mich nur schwer zurückhalten. Und dieses Buch hat mir unglaublich viel gegeben. Dabei bin ich nicht mal so unwissend oder unpolitisch wie unsere Protagonistin Jule, im Gegenteil, ich beschäftige mich viel mit der Flüchtlingskrise und Flüchtlingen selber, sowie deren Situation hier in der Schweiz. Trotzdem konnte ich mich unglaublich gut mit Jule identifizieren. Sie ist 17 und macht gezwungenermassen alleine Ferien auf einer griechischen Insel, und nicht nur ist mein Traum schon lange mal das eigene Verreisen, das Entdecken auf eigene Faust, diese Selbstbestimmtheit zu spüren, nein, ich war auch schon zweimal auf griechischen Insel und habe das Lebensgefühl und die Mentalität dort tief eingesogen. Das wäre aber gar nicht nötig gewesen, wenn ich ganz ehrlich bin. Denn die Gerüche, die Klänge, das Gefühl von Freiheit und Unbändigkeit wird so voller Inbrust beschrieben, dass ich mit Jule mitgereist bin und auf dieser kleinen griechischen Insel gelandet bin, ganz unverhofft, aber unglaublich glücklich. Durch die Geschichte ziehen sich der Schmerz von neuen intensiven Erfahrungen und Begegnungen wie durch das echte Leben, prägende Momenten wird so schmerzvoll Eindruck geschaffen, als hätte sich wirklich etwas durch die Haut gebrannt. Antonia Michaelis schreibt schon lange so, als würde sie mehr als andere Autor_innen verstehen. Sie reiht nicht nur Worte aneinander, um eine andere Realität wiederzugeben, sie weiss auch die Fantasie, Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen, ihre Düsterheit und manchmal eben auch ihre Verletzlichkeit, so wie hier. Peer Martin kenne ich da leider schlecht, aus seiner eigenen Feder habe ich bisher 'nur' etwa 500 Seiten gelesen, aber sie haben mich von ihm absolut überzeugt, als brillianter Geschichtenerzähler, der nicht nur weiss, wie man mit Romantik umgeht, sondern auch so viel mehr macht, als man von der Ausgangslage erwarten würde. Sie beide in Kombination, und ich weiss, davon habe ich nun schon oft geredet, haben ein beinahe zeitloses Werk geschaffen, dass wie kein vergleichbares von Anfang bis zu Ende erzählt. Es spielt nicht, wie viele andere, im Land der Asylanträge. Es spielt auch nicht eine ganze Flucht durch, denn sie scheinen genau zu wissen, dass es für jemanden ohne solche Erfahrung unmöglich ist, eine Erlebnis wie dieses nachzukonstruieren. Hingegen wissen sie genau, wo wir stehen, wie wir mit Flüchtlinge in Kontakt kommen könnten und spielen das ganze Szenario durch, voller Unverständnis und Verleugnung manchmal, aber am Ende ist es die Wahrheit, die Ehrlichkeit, die tief in uns allen steckt, die siegt. Und ich weiss, wie unglaublich kitschig sich das jetzt anhören mag, deswegen möchte ich euch eine der schönsten Liebesgeschichten empfehle, eines der wichtigsten und prägendsten Bücher für Jugendliche, die jetzt während der Flüchtlingskrise scheinbar 'normal' weiterleben - lest dieses Buch, bitte.www.wonderful-ne-books.blogspot.de

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  • Ein Buch welches die Augen öffnet und zum Nachdenken anregt

    Grenzlandtage

    Line1984

    21. February 2017 um 21:25

    Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, ich habe schon einige Bücher von Peer Martin gelesen und war jedesmal wieder begeistert mit welches Intensität er schreibt. Das gleiche gilt für Antonia Michaelis, auch ihre Bücher sind für mich immer etwas ganz besonderes. Das diese beiden Ausnahmetalente nun ein gemeinsames Buch geschrieben haben war für mich der absolute Wahnsinn. Meine Erwartungen waren extrem hoch, doch nun nach dem lesen kann ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht was für ein wundervolles Buch. Ich bin schwer beeindruckt. Wir kennen die Bilder aus dem Fernseher, tausende von Flüchtlingen zusammen gefrecht auf einem kleinen Boot, versuchen sie in ein neues Leben zu starten. Doch was genau treibt diese Menschen dazu sich auf die gefährliche Reise zu begeben? Was erhoffen sie sich? Welche Wünsche und Träume haben sie? Dieses Buch gibt einen bewegenden und emotionalen Einblick in das Leben als Flüchtling. Jule und Asman könnten unterschiedlicher kaum sein. Jule steht kurz vor dem Abi und macht auf der kleinen griechischen Insel Urlaub, sie will entspannen und die wundervolle Natur genießen. Doch dann trifft sie aus Asman, dieser ist aus seiner Heimat geflohen und lebt nun mit einigen anderen im Verborgenen. Eigentlich bestand Asmans Gruppe aus über 100 Leuten, doch dann hatte ihr Boot ein Leck.... Asman versucht sich alleine durch zuschlagen, denn sein eigentliches Ziel ist Schweden, deshalb will er unter keinen Umständen in Griechenland registriert werden. Doch ziemlich schnell merken Jule und Asman das da mehr zwischen ihnen ist. Das ganze wird dadurch jedoch noch schwieriger denn Jule will unbedingt helfen! Was für ein Buch, ich bin auch jetzt nach dem lesen immer noch geflasht. Wieder einmal schafften es die Autoren mich zu fesselnd. Ihr Schreibstil ist einfach wundervoll, er liest sich locker und sehr flüssig, dennoch steckt so viel Herzblut in jedem geschriebenen Wort. Ein Buch über eine Liebe die zum scheitern verurteilt ist, doch das tut sie nicht, die Liebe der beiden wächst an den ganzen Problemen und schweißt die beiden nur noch mehr zusammen. Dieses Buch zeigt deutlich welche Gefahren auf Flüchtlinge lauern, welchen Vorurteilen sie begegnen und das es das Leben nicht immer gut mit ihnen meint. Dieses Buch ist stellenweise schon ziemlich heftig, aber es zeigt nun mal die ungeschönte Wahrheit, und die ist selten schön. Ich denke ihr merkt selbst wie begeistert ich bin deshalb kann ich euch dieses Buch nur ans Herz legen. Klare Empfehlung. Fazit: Mit "Grenzlandtage" ist den beiden Autoren ein besonderes Buch gelungen welches mich tief berührte. Eine berührende Liebesgeschichte vor aktuellem Hintergrund die mich völlig begeistert hat und mit teilweise sogar feuchte Augen bescherte, dieses Buch werde ich so schnell nicht vergessen. Von mir bekommt es die volle Punktzahl.

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  • EIn Buch das zum Nachdenken anregt - und hoffentlich auch zu Veränderungen

    Grenzlandtage

    JMili

    05. February 2017 um 00:03

    Jule will kurz vor dem Abitur nochmal Urlaub machen. Eigentlich mit einer Freundin zusammen, als die jedoch krank wird, tritt Jule die Reise alleine an. Auf der Griechischen Insel scheint zunächst alles idyllisch und perfekt zu sein, doch dann begegnet Jule einem jungen Mann.  Asman wirkt geheimnisvoll und bald begreift Jule auch, dass er nicht alleine da ist und schon garnicht um Urlaub zu machen. Er und die andren, die mit ihm auf der Insel im verborgenen leben,  wollten eigentlich nach Italien. Jule will ihnen helfen, und merkt schnell, dass das alles nicht so einfach ist. Mir persönlich hat das Buch sehr, sehr gut gefallen. Es regt zum Nachdenken und Hinterfragen an. Es wird ein fiktives Szenario beschrieben, man weiß, es handelt sich um eine erfundene Geschichte. Aber gleichzeitig ist alles real. Vielleicht nicht Jule, Asman oder diese spezielle Insel. Aber die Situationen, Umstände und Abläufe sind echt - oder zumindest sehr nah dran an dem, was wirklich gerade passiert. Nicht nur einer Gruppe von fünfzehn Personen, sondern tausenden Menschen weltweit. Man liest das Buch und gleichzeitig möchte man es beiseite werfen und etwas verändern. Ich finde, das ist das richtige Buch zum richtigen Zeitpunkt. 

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  • Buch für Jugendliche, welches ihnen die Flüchtlingsthematik auf spannende Weise näher bringt

    Grenzlandtage

    Nayla

    29. January 2017 um 20:08

    Grenzlandtage ist ein Buch der Autoren Antonia Michaelis und Peer Martin, erschienen Anfang Dezember 2016. Da ich ein Fan von Antonia Michaelis bin, habe ich mich über dieses Buch gefreut. Es geht um die aktuelle Flüchtlingsthematik. Die Idee,eine Liebesgeschichte damit zu verknüpfen fand ich gut, da man soein ernstes Thema fesselnd näher bringen kann. Die Geschichte beginnt mit Jule, die mit ihrer Freundin kurz vor dem Abitur einen 2 wöchigen Urlaub auf einer kleinen griechischen Insel nahe Kreta machen möchte. Die Freundin muss absagen und Jule fliegt zum ersten Mal ganz alleine in den Urlaub. Das Buch beginnt mit poetischen Inselbeschreibungen. Man kann sich zwar alles gut vorstellen, allerdings finde ich es dann doch etwas zu lang gezogen. Und Jule wirkt leider sehr ängstlich, kindlich, naiv und für mich wenig glaubwürdig. Dann trifft sie auf Asman. Erst zufällig treffen sie sich, dann häufiger und Jule geht der ungewöhnliche Junge mit den dunklen Augen und Haaren nicht mehr aus dem Kopf. Sie verliebt sich. Auch Asman fühlt sich zu ihr hingezogen. Und so beginnt die Liebesgeschichte. Asman ist mit dem Schiff auf dem Weg von Syrien nach Italien vor der Küste der kleinen griechischen Insel gestrandet, viele Flüchtlinge sind dabei ertrunken. Ca. 30 leben noch mit ihm versteckt auf der Insel. Nur wenige Griechen wissen von ihnen. Sie wollen heimlich ein altes Boot reparieren, um damit nach Italien zu kommen. Keine gute Idee, wie man ahnt. Jule wird mehr oder weniger in die Handlung "gezwungen", aber ob sie deswegen erwachsener wurde? Zum Ende trifft sie noch eine naive Entscheidung und bringt sich damit sinnlos in Lebensgefahr. Gut finde ich an der Geschichte, dass man so auf erzählerische Weise einiges an Hintergrundwissen über die Flüchtlingsproblematik erfährt und zwar nicht nur Zahlen, sondern dass man sich richtig in ihre Schicksale hineinversetzen kann. Weniger gut finde ich aber die sehr unrealistische Handlung. Natürlich liest es sich so sehr spannend, aber Mord, Entführung, übermäßige Polizeigewalt usw. erscheinen mir doch sehr unwahrscheinlich oder extrem. Auch werden die kulturellen Unterschiede kaum erwähnt. Ich hatte etwas mehr von dem Buch erwartet, aber ich bin auch nicht die Zielgruppe und denke, für Jugendliche ist das Buch spannend, berührend und bringt ihnen das Flüchtlingsthema wirklich näher. Daher vergebe ich noch 4 Sterne.

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    • 2
  • Zwiegespalten

    Grenzlandtage

    Liberace

    28. January 2017 um 16:18

    Das Buch ist gut, sehr gut. Doch fast genauso viele gute Seiten es gab, desto viele Schattenseiten waren vorhanden. Die Übergänge sind flüssig, sehr flüssig. Doch lasst mich (soweit möglich) mit den positiven Dingen beginnen.Eines dieser positiven Dinge ist der Schreibstiel. Wie ihr oben in den ersten Sätzen sicher schon bemerkt habt, ist er sehr poetisch und leicht melancholisch, nebenbei bemerkt lässt er sich übrigens auch sehr gut lesen.Doch die Übergänge sind flüssig ...Besonders am Anfang konnte ich diese Melancholie einfach nicht nachvollziehen, und auch die Poesie war mir an manchen Stellen einfach zu viel.Auch positiv finde ich die vielen bildlichen Beschreibungen. So konnte ich mir die ganze Umgebung gut vorstellen, und kam einfach in das Buch rein.Doch die Übergänge sind flüssig ..."Feenkinder", "Glasperlenaugen", "Bildschön", "Bestaussehend", "Wie aus einem Film", wenn alles und jeder so beschrieben wird, und selbst das ganze Leid toll ist,ist dies irgendwann nur noch nervend und hat keine Bedeutung mehr, hier war dies so.Auch gut gefallen hat mir wie das Thema Flüchtlinge angegangen wird.Doch die Übergänge sind flüssig ...Aus meiner Sicht wurden die Flüchtlinge zwar eher leicht in den Himmel hochgelobt, als das ein gutes Gleichgewicht zwischen verteufeln und hochloben herrschte, aber dies war wirklich nur minimal. Ein größeres Problem hatte ich mehr damit, wie reibungslos alles ablief. Kein Religionskrieg, keine Probleme mit der "Westlichen Welt", und ein Arzt der sofort bereitwillig hilft ...Und als letztes die Liebesgeschichte. Sie war toll, leicht romantisch und spannendDoch die Übergänge sind flüssig ...Eine 17 Jährige mit einem 22 Jährigen. Sie Jungfrau, er sexuell Erfahren. Sie vergisst das Kondom, trotz seinen vielen sexuellen Erfahrungen mit Prostituierten (Mal ganz abgesehen von möglichen Schwangerschaften oder so).Er betatscht sie, sie begutachtet solange den See.Ich habe mich während dieser Szene so unwohl gefühlt, das ich sie nur überflogen später ganz übersprungen habe.FazitDas Buch ist ein Buch der Übergänge. Fast hätten die positiven Seiten gewonnen, und ich hätte dem Buch dennoch 4,5 Sterne gegeben. Dann kam der Sex... Ich kann dem Buch keine 4,5 Sterne mehr geben, vier sind zu gut, drei zu schlecht.Aus diesem Grund werde ich dieses Mal darauf verzichten Sterne zu verteilen, oder euch eine Empfehlung aus/abzusprechen. Auf Amazon und Lovelybooks werde ich notgedrungen 3 Sterne vergeben.

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  • Leserunde zu "Grenzlandtage" von Antonia Michaelis

    Grenzlandtage

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    Flüchtlings-Schicksale - einfühlsam und greifbar *Berührende Liebesgeschichte vor aktuellem politischen Hintergrund*Herzlich willkommen zu einer neuen Leserunde mit Antonia Michaelis und Peer Martin. Mit "Grenzlandtage" schaffen die Autoren anderen Blickwinkel auf die Flüchtlingssituation. Bewerbt Euch direkt für die Leserunde und erlebt das Buch gemeinsam in einer Leserunde.Beide Autoren werden die Leserunde begleiten.Lesealter ab 15 JahrenZwei Wochen Ferien auf der winzigen griechischen Insel liegen vor Jule. Das Meer ist blau, die Nächte sternenklar. Alles scheint perfekt. Bis Jule den Jungen mit den verbundenen Händen trifft und begreift, wer er und die anderen sind, die im Verborgenen leben. Jules Welt gerät aus den Fugen. Denn das Meer ist ein Grab, die Nächte sind kalt und das Dorf ein Ort des Misstrauens. Und quer durch die Wellen läuft eine Grenze, die niemand sieht. Eine tödliche Grenze.Antonia Michaelis, Jahrgang 1979, in Norddeutschland geboren, in Süddeutschland aufgewachsen, zog es nach dem Abitur in die weite Welt. Sie arbeitete u.a. in Südindien, Nepal und Peru. In Greifswald studierte sie Medizin und begann parallel dazu, Geschichten für Kinder und Jugendliche schreiben. Seit einigen Jahren lebt sie nun als freie Schriftstellerin in der Nähe der Insel Usedom und hat zahlreiche Kinder und Jugendbücher veröffentlicht, facettenreich, fantasievoll und mit großem Erfolg. »Der Märchenerzähler«, ihr erstes Buch für junge Erwachsene, wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. www.antonia-michaelis.dePeer Anders Martin wurde 1968 in Hannover geboren. Nach einem Studium der Sozialpädagogik arbeitete er mehrere Jahre mit Jugendlichen in Berlin, Brandenburg und Vorpommern, zuletzt auf der Insel Rügen. Diese Erfahrungen und die Gespräche mit einem syrischen Freund brachten ihn schließlich dazu, seinen ersten Roman niederzuschreiben, der auf vielen langen Spaziergängen an den Stränden der Ostseeküste entstand, wo er die Geschichte zuerst der geduldigen Hündin Lola erzählte. Inzwischen lebt er mit seiner Frau, drei Kindern und Lola in Quebec.Gewinner Jugendbuchpreis 2016Ich suche für die Leserunde zu "Grenzlandtage" von Antonia Michaelis und Peer Martin Leser, die gemeinsam in der Leserunde das Buch besprechen & anschließend das Buch rezensieren möchten. Hierfür werden 20 Bücher zur Verfügung gestellt. Wir freuen uns auch über Blogger in der Leserunde. Solltet Ihr also bloggen, dann schreibt uns bei der Bewerbung Eure Blogadresse bei. Bewerbungsaufgabe:  Warum möchtest ausgerechnet Du dieses Buch gerne lesen? *** Wichtig *** Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in Eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie Ihr Eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplares ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des BuchesErwiesene Nichtleser werden nicht ausgewähltGewinner-Adressen werden nach Bucherhalt aus Datenschutzgründen gelöscht.

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    • 349
  • Grenzlandtage – gelungener Roman zu der wichtigen Flüchtlingsthematik, der zum Nachdenken anregt

    Grenzlandtage

    Tiffi20001

    22. January 2017 um 19:11

    Klappentext:Wenn man ein Wanderfalter wäre. Ein Schmetterling, schwerelos. Dann und nur dann gäbe es eine Welt ohne Krieg und ohne Zäune.Zwei Wochen Ferien liegen vor Jule, zwei Wochen Frühling auf einer winzigen griechischen Insel. Das Meer ist blau, die Nächte sternenklar und das Dorf duftet stets nach frischem Brot. Alles scheint perfekt. Bis Jule den Jungen mit der verbundenen Hand trifft. Bis sie begreift, wer er und die anderen sind, die im Verborgenen leben. Jules Welt gerät aus den Fugen. Denn das Meer ist ein Grab, das Dorf ein Ort des Misstrauens, und die Nächte sind kalt. Und quer durch die Wellen läuft eine Grenze, die niemand sieht. Eine tödliche Grenze. Buchgestaltung:Das Cover zeigt neben dem Titel „Grenzlandtage“ ein Foto eines Meeres sowie eines roten Rettungsring und ist überwiegend in Grüntönen gehalten worden.Das Cover gefällt mir an sich sehr gut, da ich zum einen die Farbgestaltung mag und vor allem den Kontrast zwischen dem roten Reifen und dem grünen Hintergrund sehr gelungen finde, da das Buch dadurch sofort auffällt. Ich finde auch, dass man anhand des Covers einen Einblick in die Geschichte erhält und gleichzeitig ist es aber auch so abstrakt gestaltet, dass man im Buch noch überrascht wird, was ich bei diesem Roman sehr gelungen finde. Der Titel ist meiner Meinung nach ebenfalls passend, da er zunächst sehr ungewöhnlich ist und somit Interesse am Buch weckt. Auch die Schriftart und wie der Titel in das Cover integriert wurde kann mich überzeugen.Der Klappentext schafft es auf jeden Fall neugierig zu machen. Normalerweise finde ich es gelungener, wenn der Klappentext etwas genauer auf die Geschichte eingeht, hier jedoch kann mich der Text gerade überzeugen, weil er sehr vage bleibt und man sich von der Geschichte überraschen lassen kann.Insgesamt gesehen eine sehr gelungene Buchgestaltung, die es schafft Interesse an dem Buch zu wecken.Eigene Meinung:Ich mag die Bücher der beiden Autoren sehr gerne und auch die Flüchtlings-Thematik interessiert mich sehr, weshalb ich sehr gespannt auf das Buch war, welches mich letztendlich auch sehr überzeugen konnte. Ich muss leider jedoch auch sagen, dass mir der Einstieg in das Buch zunächst etwas schwer gefallen ist und ich einige Seiten gebraucht habe, bis ich mich mit der Geschichte identifizieren konnte. Dies kann jedoch auch daran liegen, dass ich mit sehr hohen Erwartungen aufgrund der Bücher, die ich bereits von den Autoren gelesen habe, an diesen Roman herangegangen bin. Dennoch gelang es mir nach einigen Kapiteln mich emotional auf die Geschichte einzulassen, sodass mich diese auch bis zum Ende sehr fesseln konnte. Die Handlung an sich ist durchwegs spannend und hat mich doch oftmals sehr schockiert, wodurch ich aber ein noch tieferes Verständnis für die Menschen, die sich auf der Flucht befinden, entwickeln konnte. Das Buch schafft es auf jeden Fall zum Nachdenken anzuregen, was ich gerade in der aktuellen Situation sehr wichtig finde. Das Ende hat mich ehrlich gesagt etwas überrascht, wobei ich es aber als gelungenen Schluss empfand. Die Figuren sind ebenfalls gelungen dargestellt und ich konnte mich in Jule nach einiger Zeit sehr gut hineinversetzen. Mir hat es dabei sehr gefallen, dass ein großer Teil der Geschichte aus ihrer Sicht erzählt wurde, da man dadurch eine zunächst außenstehende Perspektive einnehmen konnte. Aber auch Asman sowie die anderen Figuren konnten mich aufgrund ihrer Vielschichtigkeit überzeugen. Der Schreibstil ist - wie von den Autoren gewohnt - sehr angenehm, gleichzeitig aber auch auf einem für ein Jugendbuch angemessenem Niveau, was ich sehr gelungen finde. Die Sprache schafft es dabei auf jeden Fall, dass man sich die Geschichte sehr gut bildlich vorstellen und mit den Figuren emotional mitfühlen kann.Fazit:Ein sehr gelungener Jugendroman zu der sehr wichtigen Flüchtlingsthematik, der mich aufgrund der Tatsachen, dass man einen gelungenen aber auch sehr erschreckenden Einblick in das Leben von Flüchtlingen erhält, zum Nachdenken anregen konnte und den ich deshalb sehr empfehlen kann.Autoren:Antonia Michaelis, in Kiel geboren und in Augsburg aufgewachsen, arbeitete nach dem Abitur u.a. in Südindien, Nepal und Peru. Später studierte sie Medizin und begann Romane zu veröffentlichen. Der Märchenerzähler wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Inzwischen lebt sie mit vier Kindern in der Nähe der Insel Usedom und widmet sich dem Schreiben und ihrer Theaterarbeit mit Schülern und jungen Flüchtlingen.Peer Anders Martin geboren in Hannover hat als Sozialarbeiter in Berlin, auf Rügen und Usedom gearbeitet. In seinem Debütroman Sommer unter schwarzen Flügeln verarbeitete er seine Erfahrungen mit jungen Rechten und Geflüchteten. 2016 wurde das Buch mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Die Geschichte um den Exnazi Calvin und das syrische Mädchen Nura wird 2017 bei Oetinger fortgesetzt. Heute lebt Peer Martin mit seiner Familie und Hündin Lola in Kanada. Allgemeine Infos:Titel: GrenzlandtageAutoren: Peer Martin und Antonia MichaelisVerlag: Oetinger TaschenbuchSeitenzahl: 464Preis: 13,99 EURISBN: 978-3841504692

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  • Ein Buch das einem die Augen vor der schrecklichen Wahrheit öffnet

    Grenzlandtage

    HanniinnaH

    16. January 2017 um 17:21

    Inhalt: Zwei Wochen Ferien auf der winzigen griechischen Insel liegen vor Jule. Das Meer ist blau, die Nächte sternenklar. Alles scheint perfekt. Bis Jule den Jungen mit den verbundenen Händen trifft und begreift, wer er und die anderen sind, die im Verborgenen leben. Jules Welt gerät aus den Fugen. Denn das Meer ist ein Grab, die Nächte sind kalt und das Dorf ein Ort des Misstrauens. Und quer durch die Wellen läuft eine Grenze, die niemand sieht. Eine tödliche Grenze.Eine berührende Liebesgeschichte vor aktuellem politischen Hintergrund, die Flüchtlings-Schicksale einfühlsam und greifbar schildert. Meine Meinung: Ein Buch, dass einem die Augen vor der schrecklichen Wahrheit öffnet. Julie fand ich leider nicht ganz so sympatisch, da sie manchmal. Der Schreibstil fand ich echt klasse, den durch ihn ließ sich das Buch sehr leicht und locker lesen.Das Cover finde ich auf den ersten Blick nicht so schön aber es passt super zur Geschichte und hinter ihm steckt mehr als man denkt.Der Titel finde ich passt auf jeden Fall gut zur Geschichte. Trotzdem finde ich, das es ein sehr fesselndes und ehrliches Buch ist was mir sehr gut gefallen hat. Fazit: Eine berührende und traurige Geschichte aber toll.

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  • Wichtig für alle, wichtig dafür, sich wieder in Erinnerung zu rufen, wie groß die Welt ist.

    Grenzlandtage

    jaylinn

    Diese Rezension erscheint auch auf meinem Blog www.zeilenliebe.wordpress.com.    Allgemeines: Im Dezember 2016 ist ein gemeinsames Buch der beiden Autoren Peer Martin (Sommer unter schwarzen Flügeln, Winter so weit) und Antonia Michaelis (Die Attentäter, Das Institut der letzten Wünsche) erschienen. Blau unterlegt, könnt ihr entdecken, welche Bücher der jeweiligen Autoren ich bereits auf meinem Blog rezensiert habe. Grenzlandtage oder Das Glück der Wanderfalter hat 464 Seiten und ist als broschiertes (und wie ich finde sehr empfindliches) Taschenbuch publiziert worden. Vorweg kann ich gleich sagen, dass dieses Buch keine leichte Kost ist, was bereits das Cover dem aufmerksamen Betrachter suggeriert. Vom Versand waren die Ecken meines Exemplars bereits ein wenig angestoßen, da kann vermutlich keiner was dran ändern. Aber die Beschichtung, quasi eine dünne Plastikschicht, ging bei mir während des Lesens sowohl vorne als auch hinten bereits ab. Das sieht sehr unschön aus und fühlt sich nicht gut an. Bitte bei der äußeren Qualität etwas nachbessern. Inhalt: „Zwei Wochen Ferien auf der winzigen griechischen Insel liegen vor Jule. Das Meer ist blau, die Nächte sternenklar. Alles scheint perfekt. Bis Jule den Jungen mit den verbundenen Händen trifft und begreift, wer er und die anderen sind, die im Verborgenen leben. Jules Welt gerät aus den Fugen. Denn das Meer ist ein Grab, die Nächte sind kalt und das Dorf ein Ort des Misstrauens. Und quer durch die Wellen läuft eine Grenze, die niemand sieht. Eine tödliche Grenze. Eine berührende Liebesgeschichte vor aktuellem politischen Hintergrund, die Flüchtlings-Schicksale einfühlsam und greifbar schildert. Die beiden Autoren wurden von der Jugendjury des Jugendliteraturpreises nominiert.“ (Quelle: Verlagsgruppe Oetinger) Meine Meinung: Mir war vor der Lektüre dieses Buches bewusst, dass es ein echtes, ehrliches, hartes, berührendes und wahrhaftiges Buch sein wird. Doch warum wusste ich das? Ganz einfach: Weil ich bereits (fast) alle Bücher von Peer Martin und Antonia Michaelis gelesen, ja förmlich in mich aufgesogen habe. Und die Bücher beider Autoren sind kurz gesagt einfach anders. Echt. „“Wir hatten sieben Schwarzafrikaner an Bord. Du wirst keine Afrikaner finden auf dieser Insel. Sie verstecken sich gut, besser als alle anderen. Sie verstecken sich unter den Wellen.“ Er machte eine Pause.“ Da… verstecken sich noch eine Menge mehr Menschen.“ (S. 134)“ Schon nach dem Lesen der Widmung wusste ich, dass ich ein besonderes Buch in Händen halte (ich hoffe sehr, dass wir nicht wirklich Asmans Geschichte lesen). Und beim ganz genauen Hinschauen, entdeckte ich auch, dass Grenzlandtage nicht der ganze Titel des Buches ist, was man bei dem gewählten Cover ja denken könnte. Das Glück der Wanderfalter klingt groß, klingt gut, klingt nach Hoffnung in der Dunkelheit der Flucht und gewinnt im Laufe der Handlung an Bedeutung. Ich liebe sowohl Peer Martins als auch Antonia Michaelis Bücher. Beide zaubern mit Worten, beschönigen dabei aber gleichzeitig rein gar nichts, was in Jugendbücher eher selten der Fall ist. Vielleicht sind sich diese beiden Schriftsteller ähnlich genug, um das Kunststück zu meistern, ein völlig in sich stimmiges Buch zu zweit zu verfassen? Ja, das sind sie. Man möchte als Leser bereits nach den ersten paar Seiten wissen, wie die Geschichte weiter gehen wird. Während der Lektüre fühlte ich mich ein wenig so, als wenn Nuri aus Sommer unter schwarzen Flügeln und Winter so weit gleich wieder anfangen würde, von Syrien zu erzählen. Der Schreibstil dieses Buches begeistert mich wirklich. Realität und Träume verschwimmen, gleichzeitig hatte ich das Gefühl, wieder bei Nuri und Calvin zu sein. Es wirkt als könnten auch sie ein Teil der Welt von Jule und Asman, den beiden Protagonisten von Grenzlandtage, sein- was sie ja auch irgendwie sind, da sie in Peer Martins Erzählungen existieren. „Wie viele solcher Kunstwerke hat das Mittelmeer in den letzten Jahren geschaffen? Wenn es ein Museum gäbe. Ein Museum der Nicht-Angekommenen. Man bräuchte Hallen, riesige Hallen (S. 175).“ So viel Gewalt und so viel Leid. Dabei wollen doch alle Menschen nur so gut es geht leben. So unnötig passiert so viel. Ich kann Jules Verhalten irgendwie total nachvollziehen. Sie ist durch ihren Griechenlandurlaub plötzlich „drin“, völlig vereinnahmt von der Situation, der Not der Flüchtlinge. Sie will helfen und muss es quasi auch. Kennt ihr dieses Gefühl? „Der Abend fand sie allein auf der Terrasse, neben einem braunen Packpapierpaket mit drei Wolldecken und einem großen, himmelblauem Kissen darin. Ein Tropfen auf dem heißen Stein, ein winziger Rettungsring im Mittelmeer. Drei Decken waren drei mehr als keine (S. 234).“ Fazit: Mich haben die Grenzlandtage gepackt. Die Lektüre dieses Jugendbuches setzt einen erfahreneren Leser voraus. Aber seien wir mal ehrlich, unerfahrene Leser werden dieses Buch höchstens aus Versehen in die Hand nehmen. Vor allem vor den aktuellen Geschehnissen in Aleppo wird dieses Buch so wichtig. Wichtig für alle, wichtig dafür, sich wieder in Erinnerung zu rufen, wie groß die Welt ist und wie viel wir erfolgreich verdrängen. Wir müssen lernen, zu verstehen. (Nebenbei bemerkt sollte auch jeder dringend Sommer unter schwarzen Flügeln, Winter so weit von Peer Martin und Die Attentäter von Frau Michaelis lesen.)

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  • Rein subjektive Kritik

    Grenzlandtage

    JokersLaugh

    14. January 2017 um 19:53

    Bisher hat Grenzlandtage von Antonia Michaelis und Peer Martin größtenteils eher hohe Bewertungen - was ich toll finde, denn das Buch behandelt ein sehr aktuelles und wichtiges Thema und ich freue mich grundsätzlich immer, wenn jemand ein schönes Leseerlebnis hatte. Meine Rezension wird dagegen ziemlich kritisch sein, denn ich werde vor allem die Punkte ansprechen, die mich gestört haben und zu denen ich was los werden will. Dabei handelt es sich natürlich nur um meine bescheidene und rein subjektive Meinung.  Erstmal zur Story: Jule macht spontan alleine Urlaub in Griechenland, denn ihre beste Freundin Evelyn, die sie eigentlich begleiten sollte, liegt im Krankenhaus. Noch vor der Haupt-Touri-Zeit möchte sich Jule auf's Lernen und auf sich selbst konzentrieren. Asman dagegen ist Flüchtling und wollte eigentlich nach Italien, um von dort bis nach Schweden zu kommen. Fälschlicherweise landet er mit den anderen Flüchtlingen nach einem Schiffbruch in Griechenland und dort verstecken sie sich nun.   Jule und Asman treffen aufeinander und verlieben sich. Ich war sehr gespannt auf Grenzlandtage, die ganze Flüchtlingsthematik und natürlich die Liebesgeschichte. Doch grade Letztere war leider nichts für mich. Am besten ich nummeriere meine Kritikpunkte, das ist einfacher für mich und auch angenehmer zu lesen: Nummer 1: Der Schreibstil. Das der ein bisschen simpel (kurze Sätze) war hat mich nicht so sehr gestört, denn immerhin handelt es sich hierbei ja um ein Jugendbuch. Genervt hat mich allerdings dieses krampfhaft Poetische. Die blumigen Beschreibungen und das Abdriften in Fantasiewelten haben mich teilweise schon sehr an den Märchenerzähler erinnert. Dort mochte ich das zwar (im Gegensatz zu gewissen anderen Dingen, die das Buch für mich zur Katastrophe gemacht haben), aber in dieser Geschichte wirkte es irgendwie unpassend. Richtig schlimm fand ich die ständigen deutschen Wiederholungen jedes noch so kleinen englisch gesprochen Satzes. Hier mal zwei Beispiele: "(...) und dann sagte jemand hinter ihr: 'To the left.' Links lang."  "Asman nickte. 'Makes sense.' Ergibt Sinn." Ich hätte es schöner gefunden, wenn man entweder bei deutsch geblieben wäre und einfach einmal darauf hingewiesen hätte, dass die Unterhaltung grade auf englisch stattfindet (passiert ja dann im Großteil auch, es tauchen aber immer wieder diese Sätze auf) - oder man hätte es bei englisch belassen und zwar ohne zusätzliche Übersetzung. Mal ehrlich, wir können doch mittlerweile fast alle englisch und selbst die, die es nicht so gut können, hätten hier keine Probleme. Dieses Doppelgemoppel fand ich einfach unnötig. Nummer 2: Der Hyperfokus auf Optik. Einfach alle sind wahnsinnig attraktiv und gutaussehend, Asman sieht (trotz Verletzungen und/oder kaputter Klamotten) gut aus, Hassan ist der "bestaussehendste Mann, den Jule je gesehen hat" und Naime ist bildschön, beinahe "wie aus einem Film". Die Flüchtlingskinder werden von Jule "Feenkinder" genannt, ihre Augen von Asman "Glasperlenaugen" und überhaupt wird alles sehr romantisiert und ästhetisiert: Die Landschaft, die Menschen, die Schmerzen, das Leid. Nummer 3: Jule. Mit ihr konnte ich leider gar nicht. Sie wirkte schon kurz nach ihrer Ankunft plötzlich sehr melancholisch, manchmal regelrecht unglücklich, und ich hatte einfach keine Ahnung, warum, denn das war noch bevor sie sich überhaupt mit der Flüchtlingsthematik auseinander gesetzt hatte. Sie kommt aus guten Verhältnissen, hat Eltern, die ihr offenbar alles erlauben, eine super beste Freundin und war ganz am Anfang auch noch guter Dinge... ich hab's ehrlich gesagt nicht ganz verstanden. Hinzu kommt, dass Jule extrem naiv ist. Und zwar so naiv, dass es wirklich schon an Dummheit grenzt. Sie kann null reflektieren, wirkt sehr kindlich, ist viel zu vertrauensselig, verliebt sich innerhalb von Sekunden unsterblich, trifft grade gegen Ende des Buches fürchterliche und nicht nachvollziehbare Entscheidungen und eigentlich müsste man sie vor sich selbst schützen (also wie Anna im Märchenerzähler). Dass ihre Eltern sie alleine in den Urlaub gelassen haben, war auf jeden fall sehr mutig. Nummer 4: Die Konflikte. Die Autoren sind hier sehr vorsichtig gewesen. Nicht zu viel Religion, keine tiefergreifenden Gespräche über Sexismus oder Weltbilder. All das wird zwar nicht komplett ausgelassen, reicht aber lediglich für ein kleines Streitgespräch oder kurze Gedankengänge. Nummer 5: Die Liebesgeschichte (Spoiler). Für mich der unrealistischste Part des ganzen Buches. Nicht nur, dass es sich um Insta-Love par excellence handelt und alles extrem schnell geht, Asman hat auch kaum Probleme mit westlichen Werten - und damit, mit Jule zu schlafen. Es ist ihr erstes mal und bei der ganzen Szene war mir irgendwie so super unwohl, dass ich näher darauf eingehen muss. Erstmal dieser (wohl leider realistische) Satz von Asman: "Bei uns tun Mädchen das hier erst, wenn sie verheiratet sind. (...) Es gibt andere Möglichkeiten, Erfahrungen zu sammeln... für Männer. Verstehst du? Frauen, die Geld dafür nehmen. Das sind die Erfahrungen, die ich habe. Das ist es, was wir tun." Kotz-Würg! Nicht wegen der anderen Frauen, aber wegen der fürchterlichen Doppelmoral und der grässlichen Einschränkung der Frauen und ihrer Sexualität. Wie gesagt, leider sehr realistisch und ich werde es nie verstehen! Jule scheint das aber egal zu sein. Als sie ihn dann fragt, wie alt er denn eigentlich sei, antwortet er: "Ist das wichtig? (...) Was Frauen fragen! Gut, zweiundzwanzig. Zufrieden?" Ja, so eine dumme Frage! Wer will denn bitte vor dem (ersten) Sex das Alter oder gar etwas anderes Unwichtiges, wie z.B. den Namen des Partners, wissen? (Sarkasmus. Wisst ihr ja. ;) Jule ist übrigens 17.) Dann geht es so langsam los und es passiert Folgendes: "Sie wandte den Kopf und sah den See an, lag ganz still, ließ ihn machen, aber lange tat er nichts weiter als zu tasten." Sie guckt also weg und liegt absolut passiv da, während er sie anfasst. Na, Glückwunsch. Die beiden schlafen nun also miteinander und zwischendrin driftet die Szene sprachlich immer wieder ins Poetische und fast schon Surreale. Und jetzt kommt's. Jule etwas später: "Ich habe vergessen zu rechnen. (...) Es wäre wahrscheinlich schlau gewesen, ein... Kondom zu benutzen." Äh. What. Darüber macht sie sich  jetzt Gedanken? Danach? Das ist dermaßen Verantwortungslos und naiv (hier haben wir's wieder), dass mir die Worte fehlen. Und von ungewollten Schwangerschaften mal abgesehen, was ist denn bitte mit Geschlechtskrankheiten?! Immerhin hat Asman kurz zuvor noch erzählt, wie seine sexuelle Vergangenheit so aussieht. Im Endeffekt hatte er zwar doch ein Kondom dabei und dieses auch benutzt (ohne das Jule etwas davon bemerkt hat), aber holy f***, wie gedankenlos kann man eigentlich sein? Fazit: Insgesamt hat mir Grenzlandtage aber trotz allem ganz gut gefallen, grade weil ich das Flüchtlingsthema wichtig und an dieser Stelle gut beleuchtet finde. Die Ängste und Sorgen, die Behördenprobleme, die Vorurteile... alles glaubhaft umgesetzt (auch wenn mir die blumige Sprache nicht immer zugesagt hat). Ehrlich gesagt hätte ich das Buch ohne die am Liebesrad drehende Jule noch viel besser gefunden, also einfach Asman und seine Geschichte.  Ich wollte trotzdem unbedingt wissen, wie das alles ausgeht, Spannung war also da und ich spreche trotz aller Kritik eine Leseempfehlung aus! PS: Zum Abschluss noch ein letztes Zitat und mein Senf dazu: "Männer, die weinen, dachte sie, waren wirklich beunruhigend." Nö. Sie sind Menschen und auch ihnen stehen Emotionen zu. Sie dürfen weinen, sich anlehnen und müssen nicht immer stark sein.

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  • Ein gelungenes Buch, das die Fünfsterne eindeutig verdient

    Grenzlandtage

    kabalida

    11. January 2017 um 23:01

    Grenzlandtage von Antonia Michaelis Ein sehr gelungenes Buch. Das Thema ist aktuell und interessant.  Das Buch schildert die Situation der Flüchtlinge gut, indem zum Teil aus der Perspektive eines Flüchtlings erzählt wird. Die Hauptprotagonistin ist sympathisch und hilfsbereit. Auch Asman, der Flüchtling, ist sympathisch und man hat Mitleid mit ihm. In der Geschichte gibt es auch tragische und sehr schlimme Ereignisse, was auch zum Thema passt und es wird nichts verschönert dargestellt. Das Buch öffnet dem Leser die Augen und führt den Leser tiefer ins Thema. Der Leser wird zum Nachdenken angeregt. Die Romantik zwischen Asman und Jule ist Hoffnung gebend und stärkend in der Situation Asmans. Die Steigerung der Geschichte gefällt mir sehr gut. Zunächst fängt es harmlos mit dem Urlaub von Jule an, bis sie Asman trifft und kennenlernt. Der Spannungsaufbau ist sehr gut gelungen,  sodass man in der Geschichte gefangen war und nicht aufhören wollte zu lesen. Ein Buch das man auf jeden Fall gelesen haben muss. Durch das Buch erlangt man mehr Wissen zum Thema Flüchtlinge, was heutzutage sehr wichtig ist.

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  • Bin besseres von diesen beiden Autoren gewohnt...

    Grenzlandtage

    Summer-Sarah

    06. January 2017 um 16:33

    Jule macht alleine Urlaub auf einer Insel in Griechenland, schon bald merkt sie, dass irgendetwas hier nicht stimmt und macht sich auf die Suche nach dem Geheimnis des jungen Mannes, der immer wieder plötzlich auftaucht und dann wieder verschwindet. Noch ahnt sie nicht, dass diese Begegnung ihr komplettes Leben verändern wird.Meine Erwartungen an den Roman waren sehr hoch, da Michaelis meine liebste Autorin ist und ich Peer Martin auch sehr mag. Da habe ich mich natürlich besonders gefreut als ich gesehen habe, dass die beiden ein Buch gemeinsam schreiben. Außerdem hat mich das sehr aktuelle und wichtige Thema gereizt. Die Geschichte punktet durch eine gute Mischung aus Spannung und Romantik, der Schreibstil ist einfach zu lesen und somit hat man das Buch auch schnell durch. Mir haben die Personen gut gefallen,denn ihre Charaktere sind sehr stark ausgearbeitet. Leider fand ich die ganze Geschichte etwas vorhersehbar und teilweise am Ende etwas unrealistisch . Dennoch hat mir das Thema im Großen und Ganzen gefallen und man hat einen wirklich beeindruckenden Blick auf die harte Realität unserer momentanen Flüchtlingslage bekommen. Beim Schreibstil hat mir die besondere , außergewöhnliche Noten von Michaelis gefehlt, die ich sonst gewohnt bin. Das Buch öffnet einem auf jeden fall die Augen und behandelt wichtige Aktualitäten sehr verständlich, aber dennoch konnte es leider (auf Grund meiner hohen Erwartungen an die Autoren,)mich nicht vollkommen begeistern.3 von 5 Sternen

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  • Eine Liebesgeschichte, die dem Leser die Augen öffnet

    Grenzlandtage

    camilla1303

    04. January 2017 um 19:27

    Peer Martin und Antonia Michaelis ist es im Jugendbuch „Grenzlandtage“ gelungen die aktuelle Flüchtlingssituation gekonnt in eine fesselnde Liebesgeschichte zu packen, die ganz nebenbei den Konflikt in Syrien, das Schleppergeschäft und die Leidensgeschichte der Flüchtenden erklärt und bildlich darstellt. Jule möchte mit ihrer besten Freundin Evelyn die letzten Tage vor dem Abitur auf einer kleinen, griechischen Insel nahe Kreta verbringen, um am Mittelmeer zu lernen. Doch als Evelyn kurzfristig absagen muss, macht sich Jule alleine auf den Weg ins Ferienhaus auf der Insel, das für vorerst zwei Wochen ihr Zuhause sein soll. Doch anstatt die Seele baumeln zu lassen und ohne Ablenkung für ihr Abitur zu lernen, lernt Jule den aus Syrien kommenden Palästinenser Asman kennen und lieben.  Zusammen mit ihm träumt sie sich in einen Jazzclub nach Schweden. Die beiden Liebenden werden aber immer wieder von der Realität eingeholt, denn nicht nur mit den anderen Inselbewohnern und Urlaubern gibt es Konflikte, sondern auch die Gruppe an Flüchtlingen ist voll von unterschiedlichen Charakteren (und Kulturen). Zusammen mit 31 anderen Flüchtlingen lebt Asman im Verborgenen auf der Insel. Nur einzelne Inselbewohner wissen über die gestrandeten Menschen Bescheid und versuchen zu helfen, so auch Jule, die aber schon bald an die Grenzen ihrer Möglichkeiten kommt. Und der Leser stellt sich nicht nur einmal die Frage, wie man richtig hilft und welcher Weg der richtige ist, um ans Ziel zu gelangen. Der größte Teil der Geschichte wird aus Jules Sicht erzählt, doch immer wieder wechselt sich nicht nur die Schriftart, sondern auch die Perspektive und man erfährt auch Asmans Sicht der Dinge, was dem Buch noch mehr Tiefgang verleiht. „Grenzlandtage“ ist ein fesselndes und ehrliches Buch, das die Flüchtlingsthematik nicht verschönert aber begreiflicher macht und somit meiner Meinung nach als Lektüre in den Lehrplan übernommen werden sollte. Aber auch für Erwachsene ist das Buch sehr lesenswert, erklärt es einem doch auf verständliche Weise die Lage der Flüchtlinge. Vom Ort Jarmuk habe ich beispielsweise vor dem Buch noch nie gehört, obwohl ich die Nachrichten, nicht erst seit dem Öffnen unserer Grenzen, verfolge. Und schnell habe ich mich nicht nur über Jules anfängliche Naivität, sondern über meine eigenen Wissensdefizite gewundert. Ein Buch, das die Augen öffnet und definitiv eine Leseempfehlung verdient. Ich empfehle auch die anderen Bücher der beiden Autoren. Von Peer Martin habe ich beispielsweise auch "Was kann einer schon tun?" gelesen, dass sich unter anderem auch mit dem Thema Integration und Fluchtbewegung beschäftigt.

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