Antonia Michaelis Im Auge des Leuchturms

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Inhaltsangabe zu „Im Auge des Leuchturms“ von Antonia Michaelis

Nada Schwarz ist jung und erfolgreich.
Sie hat keine Zeit,
nett zu sein, keine Zeit für
Freunde – und keine Zeit, sich
zu erinnern. Als sie eine mysteriöse Postkarte
mit einem Leuchtturmmotiv erhält,
macht sie sich auf den Weg zu der winzigen
Insel, die auf der Karte zu sehen ist. Und
stellt fest, dass sie schon einmal hier gewesen
sein muss. Was ist damals geschehen?
Als sie der rätselhafte Hilferuf eines Kindes
erreicht, beginnen Traum und Realität zu
verschwimmen ...

Magisch, träumerisch und fesselnd- ein Roman mit düsterer Atmosphäre

— Summer-Sarah

Total surreal aber dabei auch verdammt spannend!

— daneegold

Hat mir gut gefallen, mysteriös und spannend aber eher kein Krimi

— Simae

Eher ein Roman als ein Krimi. Dafür ist die Geschichte zu zäh, ohne Nervenkitzel. Schade, denn die Autorin schreibt wirklich gut.

— Bellchen

So vielseitig und nebulös wie der Name der Protagonistin. Eine Sprachmelodie die den Krimi einzigartig macht!

— Floh

Wieder spannend bis zur letzten Seite. Bin großer Michaelis Fan!

— Ambronsius

Kindliche Liebe, erwachsene Enttäuschung und unerschütterliche Familienbande - Antonia Michaelis in Bestform!

— imsprachgewand

Frau Michaelis konnte mich mal wieder restlos begeistern!!

— milkshakee

Unglaubliches Buch. Das Ende hat mich schockiert / fasziniert / verstört / beeindruckt.

— amazingbookworld

Ein außergewöhnlicher, hochpoetischer und wahnsinnig spannender Thriller

— Elwe

Stöbern in Krimi & Thriller

Flugangst 7A

Wieder ein sehr guter Fitzek. Spannend und undurchschaubar bis zum Schluß.

sandrar44

Untiefen

Ich hätte mir von diesem Buch mehr erhofft.

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Top! Wieder ein klasse Silva, sehr nah an der Ralität. Der Schreibstil faszinier, man kann das Buch nicht mehr weglegen

wildflower369

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  • Ein typisches Michelis Buch

    Im Auge des Leuchturms

    Summer-Sarah

    18. July 2017 um 20:47

    Das Buch hat mich von der ersten Seiten an gepackt. Der Schreibstil von Antonia Michaelis ist etwas ganz besonderes und überzeugt mich jedes Mal auf Neues. Die Hauptperson ist ein starker Charakter, auch wenn dieser sich nicht richtig als sympathisch oder unsympathisch einordnen lässt- anders eben, so wie der ganze Roman. Die Geschichte verschwimmt zwischen Traum und Realität und die düstere Novemberstimmung, die auf der Insel herrscht hat mich voll und ganz in ihren Bann gezogen. Lange weiß man nicht wie man die Handlung und Taten einordnen soll und es gibt nichts so richtig Sinn, aber genau das liebe ich an ihren Büchern so, weil es dann am Ende eben doch Sinn macht. Die Geschichte geht tief und ist alles andere als oberflächlich oder wie auf dem Cover bezeichnet ein "Kriminalroman"- das ist ja wohl die untreffenste Einordnung überhaupt!Das Buch hebt sich definitiv aus der Masse hervor und genau deswegen ist es für mich eine klare Leseempfehlung!5 von 5 Sternen

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  • Spannend, mystisch und verworren. Nada Schwarz muss sich grauenhaften Dingen stellen...

    Im Auge des Leuchturms

    Floh

    Die erfolgreiche Jugendbuchautorin Antonia Michaelis hat mich mit ihrem ersten Erwachsenen- Krimi "Friedhofskind" überzeugt. Auch in ihrem neuesten Werk „Im Auge des Leuchtturmes“ zeigt die Autorin genau ihre Sprachmelodie und bildhafte Poesie, wofür sie sich schon einen guten und bekannten Namen gemacht hat. Diesen Wiedererkennungswert hat sie jetzt in einem fesselnden und schockierenden Krimi umgesetzt, was mich wirklich sprachlos hat werden lassen. Die Autorin jongliert nicht nur mit einer feinen und einzigartigen Sprachmelodie, nein, sie kann auch fesseln, schockieren und für Beklemmungen mit unerträglicher Spannung sorgen. Dieser Krimi ist mystisch, verworren und wie der Name der Protagonistin Nada Schwarz schon verspricht, sehr interpretierfreudig und nebulös. Erschienen im emons Verlag (http://www.emons-verlag.de/start) Zum Inhalt: "Nada Schwarz ist jung und erfolgreich. Sie hat keine Zeit, nett zu sein, keine Zeit für Freunde – und keine Zeit, sich zu erinnern. Als sie eine mysteriöse Postkarte mit einem Leuchtturmmotiv erhält, macht sie sich auf den Weg zu der winzigen Insel, die auf der Karte zu sehen ist. Und stellt fest, dass sie schon einmal hier gewesen sein muss. Was ist damals geschehen? Als sie der rätselhafte Hilferuf eines Kindes erreicht, beginnen Traum und Realität zu verschwimmen..." "Ihr Körper gefror. Sie hob die Hände, um sich die Ohren zuzuhalten, das Fahrrad rutschte ihr weg, verkeilte sich zwischen ihren Beinen und riss sie mit sich zu Boden. Dort blieb sie liegen, reglos, und hörte ihren eigenen Atem, gehetzt und flach. Dann war das Schreien so laut, dass es ihren Atem übertönte. Sie versuchte, doch noch aufzustehen aber ihre Jacke hatte sich irgendwo verhakt. Das Schreien kam näher. Jetzt war es direkt neben ihr, nur noch getrennt von Nada durch ein paar Äste..." Handlung: Die Handlung klingt zunächst sehr profan und wenig spektakulär, macht zwar neugierig, aber dass was sich wirklich hinter dem Klapptext verbirgt, dass entblättert sich dem Leser nur häppchenweise und bringt eine poetisch und doch so grausam wirkende Story einer Protagonistin zum Vorschein: Nada Schwarz, taffe Managerin der erfolgreichsten Restaurant-Kette Berlins. Nada ist die fleischgewordene organisierte und pragmatischste Frau an der Spitze einer Restaurant-Kette. Sie ist die perfekte Karrierefrau: Kalt und pragmatisch, unnahbar, organisiert und fehlerlos. Sie hat keine Freunde, weil sie für Freunde keine Zeit hat - so wie auch für sonst nichts, das nichts mit ihrer Arbeit zu tun hat. Der Kontakt zu ihren Eltern ruht seit Jahren, denn auch für die hat sie keine Zeit. Ihr Leben könnte perfekt sein, wenn sie nur nicht so müde wäre… Ist Arbeit wirklich alles im Leben? Eines Tages bekommt sie eine Postkarte mit einem Leuchtturm und einer kryptischen Nachricht, die wie eine Bombe in ihren durchorganisierten Alltag einschlägt - ohne dass sie versteht, warum das so ist. Sie muss herausfinden, wer ihr die Karte geschickt hat, weil sie sonst ihre Ruhe nicht wiederfindet. Dazu reist sie mitten im Spätherbst auf eine winzige Nordseeinsel, zum vergessenen Ferienhaus ihrer Eltern ... um etwas wiederzufinden, das mit Dunkelheit zu tun hat und das sie um den Verstand bringen wird, wenn sie das Rätsel nicht schnell genug löst… Spannend, mysteriös, gefährlich und von nebligen Hauch umwoben. Dieser neue Krimi von Antonia Michaelis dringt tief in die Furchen der menschlichen Urangst und des Nervenkostüms vor. Er malt mit einer bildhaften Sprache spannende und verstörende Bilder und zeichnet eine Psyche, die trotz aller Kalkulation und Planung aus der Fassung gerät. Schreibstil: Die Autorin Antonia Michaelis hat mich schon mit ihrem letzten Erwachsenen-Krimi „Friedhofskind“ in Besitz genommen und überzeugt. Sie besitzt eine ganz besondere Note, die Geschehnisse und Schauplätze zu umschreiben und diese an den Leser zu bringen. Bekanntermaßen hat Antonia Michaelis eine besondere Art zu schreiben, was man sicher mögen muss, mir persönlich gefällt ihr Stil sehr gut. Sie schreibt intensiv, wahnsinnig atmosphärisch, poetisch, fesselnd, ihre Bücher enthalten oft einen surrealen Touch und sind meistens keine leichte Kost, darauf muss man sich einlassen können und wollen. Ihr Nervenkitzelfaktor ist ganz klar der untertönige Erzählstil, der wie ein Parasit das leise Grauen an die Nervenbahnen bringt. Besondere Spannung mit einem besonderen Erzählstil mit Seltenheitswert im Genre Krimi. Jedoch zeigt sie sich nicht ganz innovativ und anders, denn sie nutzt unter anderem den typischen Schreibstil für einen gelungenen Krimi, sie zeigt sich geheimnisvoll, verschworen, eigentümlich und ängstlich, dass alles übermittelt sie durch ausgefeilte Psychogramme der einzelnen Haupt- und Nebenrollen. Ein Krimi mit Thrill. Antonia Michaelis legt falsche Fährten, baut ein Labyrinth aus Schweigen und Warnung, aus Angst und Hoffnung, aus Vergangenheit und Gegenwart, Michaelis sorgt für Irrungen und Wirrungen, streut Handlungsstränge und lässt den Leser an den Recherchen und Entdeckungen aktiv teilhaben. Krimi-Autorin Michaelis wartet mit einem Krimi auf, der auch ohne maßlos übertriebene Morderei und Blutvergießen gut unterhält und für Lesevergnügen, unheimlich viel Spannung und ganz viel Irrung und Wirrung und Geheimniskrämerei und Mystik sorgt, all das hebt sie besonders durch ihre Poesie hervor. Das Buch liest sich flüssig und unterhält, sorgt für Kribbeln und strapazierten Nerven. Sie schreibt flott, flüssig, teils auch humorig und trifft den Nerv der Zeit. Charaktere: Nada Schwarz, allein der Name der Protagonistin hat mich schon neugierig gemacht, denn man kann so viel in den Vornamen, sowie Nachnamen hineininterpretieren. Dieser Charakter wird und stark und prägnant durch das Buch begleiten und überraschen. Lernt man sie zunächst sehr taff, organisiert, erfolgreich und klar kennen, so wendet sich das Bild, als eine Nachricht ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt und Nada sich mit anderen Dingen als Karriere und Erfolg befassen muss. Neben Nada Schwarz treffen wir viele andere spezielle Persönlichkeiten und gerade der Blick in die Geheimnisse der Vergangenheit bringt den Leser an den Rand der Verzweiflung. Der Leser ist stets mittendrin und fühlt mit jeder Faser die Angst der Protagonisten. Ausgefeilte Psychogramme bieten Abwechslung und Entsetzen. Hier ist Schubladendenken sicherlich nicht die beste Wahl, denn das Blatt wendet sich und einige Charaktere nehmen urplötzlich eine ganz andere Stellung im Buch ein. Eine Buddelei in der eigenen Vergangenheit, eine Sucherei nach möglichen Spuren. Auf dem Weg bis zu den Antworten, die Nada finden will, oder besser finden muss, begegnen wir noch viele Charaktere aus Familie, Umfeld, Mitwissern und Nebenrollen. Jeder könnte etwas sagen oder wissen. Wer hat was zu vertuschen? Wer hat eine alte Schuld offen? Wer fühlt sich verletzt, wer hätte ein Eindeutiges Motiv? Wer ist hier eigentlich Opfer und wer ist Täter? Knifflige Konflikte entstehen hier. Wir treffen auf sympathische und unsympathische Figuren und dürfen so einige Überraschungsmomente erleben. Autorin Antonia Michaelis beweist großes Geschick, denn sie bringt die vielen Rollen und Nebenrollen in Einklang und lässt den Leser somit mitfühlen und ganz wichtig: Sie lässt den Leser an dem bewegenden Schicksal teilhaben! Meinung: Ich kenne den besonderen Stil der Autorin bereits. Ich mag auch ihre Jugendromane immer wieder gern entdecken. Auch in der Erwachsenenwelt schafft sie es mit bildhafter Poesie und untertönigen Umschreibungen einen spannungsgeladenen und unvorhersehbaren Krimi zu schreiben. Besonders mochte ich die raue Nordseeatmosphäre, hier spürt man als Leser die Kraft der Wellen, die Gischt, die feinen salzigen Tröpfchen und das Tosen des Meeres. Neben dem stressigen Berufsalltag und der einzigartigen fehlerlosen Organisation der Protagonistin, zeigt sich schon bald ein Bild der Mystik und dubiosen Geheimnisse um einen Familienbesitz. Nada trifft auf der fiktiven Insel auf verschrobene Bewohner, die scheinbar mehr über Nada wissen, als sie selbst. Und hier finde ich auch meinen großen Kritikpunkt, der mein Lesevergnügen etwas eingedämmt hat. Das Konstrukt aus Realität, Erzählung, Geheimnis und Vergangenheit wirkt einfach zu gestellt und unrealistisch. Hier konnte ich mich einfach nicht mehr auf all die Zufälle und unmöglichen Begebenheiten einlassen… Das Treiben rund um die Familiengeheimnisse, um eine alte Liebe, ein Wiedersehen, um die Vergangenheit, die Gegenwart und die nebulöse Gefahr, den Urängsten und Beklemmungen, um die Abgründe, die sich offenbaren...., um die Mutmaßungen, um die Wendungen und Kuriositäten sind äußerst irr und wirr aber mehr als unterhaltsam und spannend dargestellt, jedoch etwas zu viel des Guten an gewissen Stellen. Hier hätte eine bessere Proportion dem Plot sehr gut getan. Da ziehe ich leider einen Stern ab. Cover: Ein gelungenes Motiv, es passt zum Schauplatz, zum Ereignis, zu den Geheimnissen und den vernebelten Geschehnissen. Mystisch, interessant und geheimnisvoll. Die Kapiteleinteilung gefällt mir gut, das Schriftbild ist sehr angenehm und das Buch liegt bequem in der Hand. Hochwertige Verarbeitung und ein gutes Buch in der Hand. Die Autorin: "Antonia Michaelis wurde in Kiel geboren und ist in Augsburg aufgewachsen. Sie hat in Greifswald Medizin studiert und unter anderem in Indien, Nepal und Peru gearbeitet. Heute lebt sie mit Mann und zwei Töchtern gegenüber der Insel Usedom im Nichts, wo sie zwischen Seeadlern, Reet und Brennnesseln in einem alten Haus lauter abstruse Geschichten schreibt." Fazit: Ein Krimi mit Seltenheitsfaktor, der durch Sprache und Mystik sich von anderen Krimis deutlich abhebt. Hier geht das Lesen an die Substanz und man ist so nah dabei wie selten.

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    • 6
  • Alte Schuld vergisst Dich nicht...

    Im Auge des Leuchturms

    imsprachgewand

    Nachdem mich schon "Friedhofskind" zutiefst berührt hatte, konnte ich es kaum erwarten, Antonia Michaelis' neues Buch "Im Auge des Leuchtturms" zu lesen. Da es sich hierbei aber nicht um einen Nachfolger handelt, kann das Buch auch losgelöst von anderen Werken der Autorin gelesen und verstanden werden. Protagonistin des Krimis ist Nada Schwarz, eine junge Frau Mitte dreißig, die in Berlin ein erfolgreiches Leben als Managerin führt. In ihrem Job ist sie nahezu unschlagbar, doch Privates hat in ihrem Leben keinen Platz. Eines Tages erhält Nada eine Postkarte, auf der ein Leuchtturm abgebildet ist. Auf eine diffuse Art kommt ihr dieser Leuchtturm zwar vage bekannt vor, doch sie kann ihre Erinnerung daran nicht einordnen. Hat sie den Turm schon einmal live gesehen? Oder in einer der Galerien, in denen sie Bilder für ihre Kunden aussucht? Einen Absender enthält die Karte nicht, dafür jedoch die Aufforderung, auf die Insel zu reisen, auf der der Leuchtturm steht. Von nun an gerät Nadas Leben aus den Fugen. Sie erleidet Schwindelanfälle, verhält sich wirr, kann Realität, Traum und Erinnerung nicht mehr voneinander unterscheiden. Verzweifelt versucht sie, wieder die Kontrolle über ihr Leben und ihr Verhalten zu erlangen, doch bald wird ihr klar, dass dies nur gelingen kann, wenn sie tatsächlich auf die Insel fährt, um dort dem Ursprung der Karte auf den Grund zu gehen. Auf der winzigen (fiktiven) Nordseeinsel angekommen, trifft sie auf Menschen, die Nada gut zu kennen scheinen, an die Nada sich aber ebenso wenig erinnern kann wie an den Leuchtturm, in welchem sie von nun an - in der Wirklichkeit? Im Traum? - viel Zeit verbringt. Bis ihre Erinnerung Stück für Stück zurückkehrt und ihr Tragisches ins Gedächtnis ruft ... Besonders beeindruckt hat mich an diesem märchenhaft anmutenden Kriminalroman die bildreiche Sprache der Autorin, die mich von der ersten Seite an für sich eingenommen hat. Nach der Lektüre von »Friedhofskind« hatte ich sehr hohe Erwartungen an das Buch, die nicht enttäuscht wurden. Antonia Michaelis gelingen auch in "Im Auge des Leuchtturms" wunderbare Übergänge vom Traum über die Erinnerung in die Realität und wieder zurück. Immer wieder rätselt man als Leser, ob die Protagonistin sich gerade in der "wirklichen Welt" befindet oder ob man einen ihrer Träume miterlebt. Besonders spannend dabei: Immer häufiger gelingt selbst Nada die Unterscheidung nicht mehr, was zu einer Vielfalt an möglichen Handlungssträngen führt, ohne jemals zu sehr zu verwirren oder zu überfordern. Die Geschichte spielt im späten Herbst, was sich zum einen in der Rauheit der Insel widerspiegelt, zum anderen aber auch im verschlossenen und teils ruppigen Verhalten ihrer Bewohner. Bei allem Nebel, der Kälte, der Dunkelheit und dem Nervenkitzel bricht sich jedoch auch Zartes und Verletzliches Bahn - in Form von kindlicher Liebe, erwachsener Enttäuschung und unergründlichen, aber unerschütterlichen Familienbanden. Mich hat das Buch absolut überzeugt!

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    • 2
  • Im Auge des Leuchturms

    Im Auge des Leuchturms

    BeaSwissgirl

    07. October 2015 um 11:33

    Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;) Mit der " Märchenerzähler" und " Solange die Nachtigall singt" konnte mich die Autorin begeistern, umso neugieriger war ich nun auf ihren neuen Erwachsenen- Roman. Bekanntermassen hat Antonia Michaelis eine besondere Art zu schreiben, was man sicher mögen muss, mir persönlich gefällt ihr Stil sehr gut. Sie schreibt intensiv, wahnsinnig atmosphärisch, poetisch, fesselnd, ihre Bücher enthalten oft einen surrealen Touch und sind meistens keine leichte Kost, darauf muss man sich einlassen können! Ich liebe solche Geschichten, in denen sich die Hauptperson nicht mehr erinnert und man sich Schritt für Schritt zusammen mit ihr auf die Suche nach der Wahrheit macht. Jedoch verspürte ich ehrlich gesagt absolut keine Sympathie für N. ihr ganzes Verhalten und wie sie ihr Leben führt weckten in mir nur Abneigung, vielleicht war dies ja aber irgendwie gewollt? Das ganze Setting wurde übrigens einfach perfekt dargestellt, ich konnte die Wellen rauschen hören, spürte die Kälte des Windes auf meiner Haut und roch den Salzduft des Meeres. Auch in dieser Geschichte wurde wieder gekonnt mit dem Leser " gespielt", was ist Traum, was Wirklichkeit? Was geschah vor 30 Jahren? Wer ist Freund wer Feind? Fragen über Fragen, die mich das Buch kaum aus der Hand legen liessen! Allerdings gab es einen gewissen Handlungsstrang, den ich doch irgendwie als langweilig empfand, für meinen Geschmack hätte man ihn problemlos streichen können, denn er bremste immer wieder meinen Spannungsbogen. Häppchenweise lüftete sich der Schleier um ganz am Schluss nochmals eine überraschende Wendung zu nehmen..... Als Kriminalroman würde ich das Buch übrigens nicht betiteln, dann eher schon als Thriller! Knappe vier Sterne von meiner Seite

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  • Vielschichtige, tiefgründige Geschichte

    Im Auge des Leuchturms

    amazingbookworld

    20. August 2015 um 20:23

    Meinung: Dieses Buch hat mich aufgewühlt, schockiert, fasziniert, verstört und beeindruckt. Es war mein erstes Buch der Autorin Antonia Michaelis und auf keinen Fall mein Letztes. Ihr hochpoetischer Schreibstil und diese intensive, tiefgründige Geschichte haben mich überzeugt. Mehr, als der Klappentext preisgibt, möchte ich zum Inhalt gar nicht verraten. Nada - Nathalie - Schwarz bildet einen sehr komplexen Hauptcharakter. Zuerst wirkt sie unnahbar, kalt und gestresst, doch im Verlauf des Buches lernt man mehr von ihr kennen. Die Wandlung ihres Charakters zum Ende hin ist enorm, aber realistisch. Anfangs wirkte die Handlung schon fast surreal, was mich deswegen auch manches Mal zum Schmunzeln gebracht hat. Doch die Auflösung, bei der alle Fäden zusammen kamen, konnte mich sehr überzeugen und ich blieb mit offenem Mund zurück. Dann brauchte ich erstmal ein paar Tage Zeit, um das Gelesene zu "verdauen". Auch wenn "Im Auge des Leuchtturms" kein typischer Kriminalroman, sondern eher ein Thriller ist, und auch wenn das Buch keine leichte Lektüre, sondern eine psychologisch tiefgehende Vergangenheitsbewältigungs-Geschichte ist, spreche ich hierfür eine klare Empfehlung aus. Mich haben Worte schon lange nicht mehr so berührt, wie in diesem Buch!

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  • Ein außergewöhnlicher, hochpoetischer und wahnsinnig spannender Thriller

    Im Auge des Leuchturms

    Elwe

    16. August 2015 um 20:38

    Nada Schwartz, Managerin der erfolgreichsten Restaurant-Kette Berlins, ist eine perfekte Karrierefrau: Kalt und pragmatisch, durchorganisiert, mit Listen für alles und jeden und ohne die kleinste Schwäche. Sie hat keine Freunde, weil sie für Freunde keine Zeit hat - so wie auch für sonst nichts, das nichts mit ihrer Arbeit zu tun hat. Der Kontakt zu ihren Eltern ruht seit Jahren, denn auch für die hat sie keine Zeit. Ihr Leben könnte perfekt sein, wenn sie nur nicht so müde wäre. Eines Tages bekommt sie eine Postkarte mit einem Leuchtturm und einer kryptischen Nachricht, die wie eine Bombe in ihren durchorganisierten Alltag einschlägt - ohne dass sie versteht, warum das so ist. Sie muss herausfinden, wer ihr die Karte geschickt hat, weil sie sonst ihre Ruhe nicht wiederfindet. Dazu reist sie mitten im November auf eine winzige Nordseeinsel, zum vergessenen Ferienhaus ihrer Eltern ... um etwas wiederzufinden, das mit Dunkelheit zu tun hat und das sie um den Verstand bringen wird, wenn sie das Rätsel nicht schnell genug löst. Dieser Roman ist durch und durch ein Antonia-Michaelis-Buch - unverkennbar die poetische Handschrift, und gleichzeitig ist er, wie all ihre Bücher vollkommen eigenständig und überraschend, mit einer surrealen Komponente, die sich am Ende dankenswerterweise jedoch befriedigend auflöst. Es ist ein ruhiges Buch, ein auf stille Art angsteinflößender Psychothriller, bei dem man lange nicht versteht, worauf er eigentlich hinausläuft. Eine Menge Lebensklugheit ist darin vergraben, eine Prise irrwitziger Humor und jede Menge Unerklärliches, das aber wichtig ist, weil nicht alle Gefahren nur von außen kommen. Die außergewöhnliche Atmosphäre trägt dazu bei, dass die Seiten beim Lesen schnell verfliegen und man bald tief in die kalten Novembertage auf der Insel mit ihren drei Häusern eintaucht. 'Im Auge des Leuchtturms' ist fesselnde Lektüre, eine Mischung aus Kammerspiel, Kriminalroman und Psychodrama, mit Momenten unerwarteter Leichtigkeit, die Lichtpunkte setzen, wenn man sie sich wünscht und das Lesen zu einem spannenden Vergnügen machen.  

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  • Wenn Realität und Träume verschwimmen . . .

    Im Auge des Leuchturms

    Legeia

    16. August 2015 um 12:44

    Klappentext: Nada Schwarz ist jung und erfolgreich. Sie hat keine Zeit, nett zu sein, keine Zeit für Freunde – und keine Zeit, sich zu erinnern. Als sie eine mysteriöse Postkarte mit einem Leuchtturmmotiv erhält, macht sie sich auf den Weg zu der winzigen Insel, die auf der Karte zu sehen ist. Und stellt fest, dass sie schon einmal hier gewesen sein muss. Was ist damals geschehen? Als sie der rätselhafte Hilferuf eines Kindes erreicht, beginnen Traum und Realität zu verschwimmen ... Die Autorin: Antonia Michaelis wurde in Kiel geboren und ist in Augsburg aufgewachsen. Sie hat in Greifswald Medizin studiert und unter anderem in Indien, Nepal und Peru gearbeitet. Heute lebt sie mit Mann und drei Töchtern gegenüber der Insel Usedom im Nichts, wo sie zwischen Seeadlern, Reet und Brennnesseln in einem alten Haus lauter abstruse Geschichten schreibt. Meine Meinung: Wenn man Nada Schwarz beschreiben müsste, würde das ungefähr so aussehen: Sie ist 37 Jahre alt, lebt für ihre Arbeit, verabscheut die Dunkelheit, weshalb sie Licht, vor allem in Form von Lampen, die am besten keine Schatten in keine Ecke und keinen Winkel werfen können, bevorzugt. Und selbst das wäre noch untertrieben. Sie braucht die Helligkeit zum Atmen. In den Lichtspielhäusern - Restaurants -, die sie entworfen hat, findet sich das Element in immenser Stärke wieder. Nada wirkt kalt, in sich gekehrt, unnahbar, organisiert bis ins letzte Detail und hat keine eigene Familie und keine Freunde. Einzig Frank, für den sie als Managerin in den Restaurants arbeitet, versucht, ihr nahe zu kommen, doch Nadas Gedanken schweifen ganz woanders hin. Eine mysteriöse Postkarte hat sie erreicht, auf der ein Leuchtturm abgebildet ist. Verwaschen ist die Schrift, aber sie kann entziffern, dass jemand dort auf sie wartet. Sie beginnt sich zu fragen, ob sie auf der Insel Nimmeroog schon einmal war. Getrieben von den Schatten der Vergangenheit macht sie sich auf den Weg ins Ungewisse, denn etwas in ihr scheint zu lauern, sich auszubreiten, ohne, dass sie etwas dagegen tun kann, doch sie bekommt es nicht zu fassen. Nicht, bevor sie zwischen Ebbe und Flut, den geheimnisvollen Nachbarn und dem blauen Ferienhaus angekommen ist. Und ab diesem Zeitpunkt wird alles anders. Traum und Realität verschwimmen in dem Buch wie die Farben auf einem Aquarellbild. Bald schon weiß Nada nicht mehr, was Wirklichkeit oder Einbildung ist. Fantasiert sie sich durch die Nacht, in der sie Träume hat, die keinen Sinn ergeben? Oder ist sie wirklich dort, an dem Ort, der sie anzuziehen scheint wie das Leuchten, das sie so dringend braucht? Die Geschichte besticht durch einen poetischen Schreibstil, der langsam, fast wie in Zeitlupe den Leser in seinen Bann schlägt und durch das Grauen, das sich am Ende offenbart, gnadenlos die Emotionen in die Tiefe reißt. Über die gesamte Handlung bekommt man Hinweise, versteckte Botschaften, die erkennen lassen, was geschehen sein könnte. Vor vielen Jahren, in einem anderen Leben, einer anderen Existenz. Wer Bücher von Antonia Michaelis kennt, der wird wissen, dass Vergangenheiten rückwärts aufgerollt werden und dass mit Urängsten gespielt wird. Was liegt in uns selbst auf der Lauer? Wieso können wir mit gewissen Dingen nicht abschließen? Irgendwann muss man sich der Situation stellen, sonst kann man nie mit früheren Zeiten abschließen. Und so ist Nada ist eine Frau, die sich ihren Ängsten stellen muss, um herauszufinden, wer die Karte schrieb und welche Antworten sie auf der Nordseeinsel mitten im kalten November findet. "Ihr Körper gefror. Sie hob die Hände, um sich die Ohren zuzuhalten, das Fahrrad rutschte ihr weg, verkeilte sich zwischen ihren Beinen und riss sie mit sich zu Boden. Dort blieb sie liegen, reglos, und hörte ihren eigenen Atem, gehetzt und flach. Dann war das Schreien so laut, dass es ihren Atem übertönte. Sie versuchte, doch noch aufzustehen aber ihre Jacke hatte sich irgendwo verhakt. Das Schreien kam näher. Jetzt war es direkt neben ihr, nur noch getrennt von Nada durch ein paar Äste..." Auch die anderen Figuren haben ihre Geschichte und diese bleibt bis auf einige Andeutungen undurchsichtig. Wobei mich der Nachsatz nochmals überrascht hat. Man kann das Buch als Krimi und Thriller sehen, der gekonnt mit der Fantasie des Lesers verschmilzt. Ich rate, genau zu lesen, denn so kann man selbst schon vielen Spuren im Sand von Süderwo folgen, die die richtigen sein könnten. Atmosphärisch, düster, außergewöhnlich. 5 Sterne.

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