Antonia Michaelis , Kathrin Schüler Niemand liebt November

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Inhaltsangabe zu „Niemand liebt November“ von Antonia Michaelis

Schatten der Vergangenheit: ein Spiel um Leben und Tod. Kurz vor Ambers sechstem Geburtstag verschwanden ihre Eltern auf unerklärliche Weise. Jetzt ist Amber, die eigentlich November heißt, 17 Jahre alt und glaubt, eine Spur zu haben. Doch was hat es mit dem Jungen auf sich, der in dem erleuchteten Zelt ein Buch liest, sich aber in Luft auflöst, sobald sie sich ihm nähert? Welche Ziele verfolgt der Kneipenwirt, zu dem sie sich immer stärker hingezogen fühlt, und der immer für sie da zu sein scheint? Steckt er vielleicht sogar hinter den anonymen Drohungen, die sie erhält? Amber muss sich entscheiden: zwischen ihrer zerstörerischen Vergangenheit und dem Aufbruch in die Zukunft.

Antonia Michaelis weiß, wie man mit Worten spielt und erschafft großartige Welten zwischen Realität und Fantasie.

— DrunkenCherry

Großartig!

— _desdemona_

Spannend, kurzweilig und nicht voraussehbar

— laser_bier

An manchen Stellen fehlte es an Spannung,aber ansonsten super schöner und bezaubernder Schreibstil

— jessi30092001

Konnte mich leider nicht mitreißen.

— mrsmietzekatzemiauzgesicht

Konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen!

— Steffi_zeilenwerke

Richtiger toller Schreibstil und eine atemraubende Geschichte

— Summer-Sarah

Ich war positiv überrascht von diesem Buch, es war ein sehr schönes Buch auf eine traurige und reale weise.

— Sunjess

Ein wunderbares Buch das einen nachdenklich und bewegt zurücklässt

— Feni

Poetisch und bewusst verwirrend geschriebend, gewährt dieses Buch einen Einblick in eine verletzte Seele

— Zeilenleben

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  • Eine ergreifende Reise zwischen Realität und Fantasie

    Niemand liebt November

    DrunkenCherry

    13. October 2017 um 15:45

    "Niemand liebt November" ist mein zweites Buch von Antonia Michelis und ich wieder hat die Autorin mich voll in ihren Bann gezogen. Wow, diese Frau weiß einfach, wie man mit Worten spielt, den Leser mit Poesie vereinnahmt und ein ganz eigenes Abbild der Realität schafft.November ist eine sehr besondere Protagonistin, die, nur in Begleitung ihrer Katze, auf der Suche nach ihren Eltern ist und sich dabei auf eine Reise begiebt, die schockierend und beeindruckend zugleich ist.Niemand schafft es, wie Antonia Michaelis, brutale Wirklichkeiten in ein wunderschönes Kleid aus Worten zu hüllen, sodass man als Leser manchmal etwas braucht, bis die ganze Grausamkeit zu einem durchdringt. Denn eines steht fest: Diese Geschichte ist verdammt harter Tobak, Und trotzdem schafft sie es, zugleich ein Ausflug in eine sehr fantasievolle Welt voller Hoffnung zu sein. Ich glaube, der Schreibstil der Autorin ist nicht für jeden was. Man muss Gefallen an Wortspielen udn Metaphern finden - aber dann erwartet einen etwas ganz besonderes, was so ind er Jugendliteratur sehr einzigartig is und einen als Leser verzaubert.

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  • Düster, spannend, voller Gefühle - "Niemand liebt November"

    Niemand liebt November

    lonelynightbooks

    20. July 2017 um 11:00

    Inhalt: November, von allen Amber genannt, ist 17 und auf der Suche nach ihren Eltern. Denn diese sind kurz vor ihrem sechsten Geburtstag verschwunden und Amber blieb allein in der Wohnung zurück. Kurz darauf beschloss auch sie zu gehen, aus zwei Gründen: Es würde bald nichts mehr zu essen geben und sie wollte nach ihren Eltern suchen. Weit kam sie nicht, denn nur wenige Stunden später nachdem sie das Haus verlassen hatte, wurde sie von der Polizei aufgegabelt und ins Kinderheim gebracht. Seitdem wurde sie von Kinderheim zu Kinderheim weitergegeben, hin und wieder mal in eine Pflegefamilie, aber ihre Eltern vergaß sie nie. In ihrem letzten Kinderheim glaubte sie eine Spur zu haben und machte sich erneut auf die Suche. Sie haute aus dem Kinderheim ab und folgte ihrer einzigen Spur. Diese führte sie in eine Kneipe und zu Katja, der diese betrieb. Katja ließ Amber bei sich arbeiten, sodass sie Geld verdienen konnte und zugleich der Spur folgen. Alles wäre super gewesen, wären da nicht die Drohbriefe, die sie ständig bekommt und das gelbe Zelt mit dem Jungen, der immer veschwindet sobald sie zu ihm gehen will. Was Amber auf der Such nach Antworten erlebt, ist schockierend. Meinung: Es gibt Bücher für die man ewig braucht, bis man sie beendet hat und dann gibt es Bücher, die einen sofort fesseln und man das Buch nicht weglegen kann, bis man es beendet hat. Ich habe letzteres bis jetzt erst zweimal erlebt und Niemand liebt November ist eines davon! Die Situation darin ist düster, spannend, einsam und voller Gefühle, was man auch sehr gut im Cover erkennen kann. Es zieht einen in seinen Bann und lässt einen nicht wieder los. Selbst Tage nachdem ich es gelesen hatte, ging es mir immer noch im Kopf herum. Die Orte, sowie die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und durchdacht. Hier geht es gar nicht anders, als November zu mögen und für sie nur das beste zu hoffen! Doch seid gewarnt: Dieses Buch ist emotinal keine leichte Kost! Fazit: Niemand liebt November - Antonia Michaelis ist überwältigend vor Emotionen und man kann oft nicht zwischen Realität und Fantasie unterscheiden, aber am Ende weiß Amber und man selbst ganz genau, was die Realität bedeutet. Ich hoffe in Zukunft noch weitere so grandiose Bücher von ihr lesen zu dürfen!

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  • Gefiel mir leider gar nicht

    Niemand liebt November

    LilLo

    12. January 2017 um 09:25

    Schon seit ich dieses Buch das erste Mal in einer Buchhandlung entdeckt habe, wollte ich es lesen. Das Cover ist wunderschön, das herbstliche Orange auf dem tristen Grau fällt einem sofort ins Auge. Es scheint perfekt zu dem Titel zu passen.Auch der Klappentext hat mich neugierig gemacht und so hab ich mich sehr gefreut als es an Weihnachten unter dem Baum auf mich wartete. Das Buch ist gut geschrieben und lässt sich flüssig lesen. Hinzu kommt eine Hauptperson wie man sie nicht alle Tage erlebt. Die ersten Kapitel habe ich verschlungen und war wirklich begeistert. Doch danach ging es bergab. Nicht sprachlich, sondern inhaltlich. Ich war einfach nur noch Dauer entsetzt und angewidert beim Lesen. Der einzige Grund warum ich überhaupt noch weitergelesen hab, war dass ich unbedingt wissen wollte was es mit dem Verschwinden von Novembers Eltern auf sich hat.Allgemein bin ich unglaublich enttäuscht von dem Buch. Bis auf November und den Kneipenbesitzer Katja finde ich die meisten Charaktere recht flach und habe oft das Gefühl gehabt, dass sie eigentlich nur da sind um November das Leben schwer zu machen. Auch das Ende fand ich enttäuschend und in gewisser Weise unrealistisch.Viele Leute sind begeistert von dem Buch, gerade weil es so krass und schockierend ist. Ich nicht, wie schon gesagt ich war einfach nur entsetzt. So entsetzt, dass ich das Buch direkt nach dem ich es fertig gelesen hatte, verkauft habe. Besonders Novembers williges Verhalten gegenüber Männern egal welchen Alters und welcher sexueller Vorlieben hat mich genervt und angewidert.Ich weiß nicht in wie fern Novembers Geschichte realistisch ist. Aber ich bin der Meinung, dass diese Geschichte (so wie sie in diesem Buch dargestellt wird) nicht in ein Jugendbuch gehört. Wenn ihr etwas in vielerlei Hinsicht schockierendes lesen wollt, dann ist „Niemand liebt November“ das Richtige für euch. Wer ein kleines Familiendrama oder gar eine romantische Liebesgeschichte erwartet sollte vielleicht lieber die Finger davon lassen.

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  • Leider wenig überzeugend

    Niemand liebt November

    mrsmietzekatzemiauzgesicht

    10. October 2016 um 20:53

    Ich habe schon viel Gutes über Antonian Michaelis gehört, das war einer der Gründe warum ich dieses Buch zur Hand genommen hab. Der Andere war das bezaubernde Cover. Ich wollte das Buch so sehr lieben aber leider ging das gewaltig nach hinten los.Die Story war sehr langatmig und nur wenig spannend. Wenn an der ein oder anderen Stelle Spannung aufgekommen war wurde sie gefühlt im nächsten Satz im Keim erstickt. Mein größtes Problem ist aber wohl Amber und ihr grausames Schicksal gewesen. Das Mädchen musste so viel mit und durch machen. Jedes Mal wenn was Neues ans Licht kam konnte ich nur mit dem Kopf schütteln weil das alles so realitätsfern für mich war. Ich dachte mir das ein ums andere Mal "So dumm kann doch Niemand sein" oder "War ja klar das, das auch noch kommen muss."Auch die Nebencharaktere konnten mich nicht recht von sich überzeugen. Sie waren mir zu wenig ausgearbeitet, mir haben ihre Gefühle und auch die Gründe für ihr Tun und Machen gefehlt.Das Beste an dem Buch war der Schreibstil, denn der ist wirklich sehr schön. Man kann sich alles super vorstellen. Was ich bei dem Buch lieber hätte sein lassen.Mein nächstes CR wird ein anderes Buch von Frau Michaelis sein. Ich hoffe "Der Märchenerzähler" wird mir besser gefallen. 

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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  • Ein Buch, das zum nachdenken anregt

    Niemand liebt November

    Kunterbuntestagebuch

    13. March 2016 um 22:39

    Ein Mädchen, dessen Eltern auf rätselhafte Weise verschwunden sind. Ein rot-gelb erleuchtetes Zelt. Ein Junge, der ein Buch liest. Und das Versprechen einer großen Liebe. November Lark, von allen Amber genannt, ist siebzehn und gerade aus ihrer WG abgehauen. Denn zum ersten Mal glaubt sie, ihren Eltern auf der Spur zu sein. Ihre Suche führt sie in eine fremde Großstadt, in die Kneipe eines Mannes, dessen Name eine Tätowierung ist, zu dem rätselhaften Jungen, der in einem Zelt sitzt und ein Buch liest - und an die haarfeinen Risse in der Wirklichkeit. Fazit: Zu Anfang fiel es mir schwer in die Geschichte rein zu kommen. Das lag aber nicht an dem Schreibstil der Autorin, denn dieser ist leicht zu verfolgen und gut zu lesen. Im ersten Kapitel lernen wie November kennen, sie ist 6 Jahre alt und ganz allein. Ihre Eltern sind weg und sie beschließt die Wohnung ebenfalls zu verlassen, um sie zu suchen. Nach einem Zeitsprung von 11 Jahren ist klar, das die Eltern immer noch verschwunden sind. Doch das Mädchen gibt nicht auf. Sie geht allen möglichen Hinweisen nach, die es bekommt. Schließlich landet sie in einer ihr fremden Stadt, bei einem Mann, der einen Frauennamen am Hals tätowiert hat. Bei ihm findet sie Unterschlupf. Doch da ist auch noch der Junge, der in dem Zelt sitzt und ein Buch liest. Was hat es damit auf sich? Kann November den Riss in der Wirklichkeit überbrücken und ihre Eltern finden? Das müsst ihr selbst heraus finden. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es weiter. Eine tiefgründige Geschichte, die an vielen Stellen zum nachdenken anregt. Was ist wirklich wichtig im Leben...? Steffi G.

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  • Ein Riss in der Realität

    Niemand liebt November

    Zeilenleben

    24. January 2016 um 13:53

    Meine Meinung Amber macht als sechsjähriges Mädchen einen Mittagsschlaf wachte auf und ihre Eltern waren verschwunden. Sie wartete eine Woche auf sie. Buk sich selbst einen Geburtstagskuchen und verließ schließlich das Haus nur in Begleitung ihrer Katze. Sie war dann in verschieden Kinderheimen und auch in Pfegefamilien, galt aber immer als sehr schwierig. Schließlich ist Amber 17 Jahre alt und sie reißt aus ihrem Kinderheim aus, um ihre Eltern zu suchen. Sie ist sich sicher, dass es einen Riss in der Realität gegeben hat, der sie und ihre Eltern getrennt hat. Als einzigen Anhaltspunkt für die damaligen Geschnisse hat sie eine Streichholzschachtel mit dem Namen einer Kneipe darauf. Sie ist sich sicher, dass sie nur genügend Hinweisen nachgehen muss, um den Riss in der Realität zu schließen und sich von ihren Eltern in die Arme schließen zu lassen. Dabei findet sie immer wieder Drohbriefe und es taucht immer wieder ein Junge in einem gelben Zelt auf, nur um dann wieder zu verschwinden. Antonia Michaelis hat mit "Niemand liebt November" kein einfaches oder gefälliges Buch geschrieben. Wir lesen die Geschichte aus Ambers Sicht, dabei verschwimmen immer wieder die Grenzen zwischen Realität und Ambers wirren Gedanken. Ihre Psyche ist durch die Erlebnisse in ihrer Kindheit und Jugend stark in Mitleidenschaft gezogen worden und die Autorin zieht den Leser regelrecht in ihrer verwirrten Geisteszustand hinein. Amber zeigt selbstverletzendes Verhalten und ist unfähig Bindungen einzugehen. Ihre Eltern sieht sie in einem sehr romantischen Licht und ist nicht in der Lage diese in der Realität zu betrachten, weil sie nur in ihren wirren Gedanken leben. Der Schreibstil ist sehr bildhaft. Antonia Michaelis nutzt viele Bilder, um uns Ambers Gedanken näher zu bringen. Dabei bedient sie sich einer poetischen Sprache, die zwar dem jugendlichen Alter der Protagonistin nicht gerecht wird, der Thematik aber durchaus. Dieses Buch ist nicht einfach zu lesen. Man muss an manchen Stellen damit kämpfen und sich auch einfach mal in Ambers Realität fallen lassen, um der Geschichte folgen zu können. Die Grundstimmmung des Buches ist sehr düster gehalten und auch am Ende gibt es nur einen kleinen Silberstreifen am Horizont der diese Atmosphäre etwas auflockert. Amber ist nicht gerade eine sympathische Protagonistin. Sie eckt nicht nur durch ihre Gedanken und Taten, sondern auch durch ihr Äußeres beim Leser an. Man kann sie nicht richtig mögen aber man kann durchaus viel Mitgefühl für sie empfinden. Gegen Ende schafft sie es endlich den Riss in ihrer Realität zu schließen, wenn auch nicht auf die Weise, die sie sich gewünscht hat. Fazit Niemand liebt November ist ein düsteres Buch mit einer etwas unbequemen Protagonistin. Die Geschichte, die hier jedoch erzählt wird, hat mein Herz berührt und ich habe viel Mitgefühl für Amber aufbringen können. Insgesamt gebe ich dem Buch vier Sterne!

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  • typisch Antonia Michaelis <3

    Niemand liebt November

    MayaShepherd

    28. December 2015 um 09:40

    Ein Buch von Antonia Michaelis zu lesen ist immer wieder ein besonderes Erlebnis. Ihr Schreibstil ist poetisch, voller Gefühl und wie gemalt. Die Geschichten sind ergreifend, verwirrend, tiefsinnig und nie das, was man erwartet. So war auch „Niemand liebt November“ für mich.   Das Buch entwickelte sich anders als ich gedacht hätte. Zuerst wusste ich nicht, ob ich diese Entwicklung gut finden sollte, aber am Ende ergibt irgendwie alles einen Sinn und ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte nur so und nicht anders hätte sein können.   Die Handlung bewegt sich immer zwischen Realität, Einbildung und Traum, sodass es nicht immer leicht ist die Grenzen zu erkennen.   Amber ist als Protagonistin schwierig, aber liebenswert. Ein Mädchen mit einer Geschichte wie ihrer handelt nicht immer nachvollziehbar.   Die Stimmung des Buches ist düster und nur von wenigen Lichtblicken durchzogen, aber das macht gerade dieses Buch aus.   Fazit: „Niemand liebt November“ ist ein typischer Michaelis-Roman: poetisch, tiefsinnig, düster, ergreifend und etwas ganz Besonderes, das einen nicht so leicht wieder loslässt.

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  • Niemand liebt November

    Niemand liebt November

    AnnaKatharinaKathi

    12. December 2015 um 20:15

    Das Cover ist doch alleine schon ein Traum, mit dem Herbstlaub und der nebelige, verregnete Park. Da wirkt das orange-gelbe Zelt zwischen den Bäumen doch gleich viel wärmer und einladender und man möchte am liebsten hinein kriechen und ein bisschen bleiben. Wenn man die Geschichte gelesen hat, bekommt dieses Zelt erst recht eine besondere Bedeutung, denn es ist ein Symbol der Hoffnung in einer scheinbar hoffnungslosen Welt. In diesem Buch geht es um die 17-jährige Amber Lark, genannt November, die sich obdachlos und ohne Eltern durchschlagen muss. Sie wurde vor vielen Jahren in der damaligen Wohnung einfach zurückgelassen und nachdem sie in verschiedensten Pflegefamilien und Jugendheimen gelebt hat, ist sie nun abgehauen und hat sich auf die Suche nach ihren Eltern gemacht. Im Gepäck hat sie nur eine kleine graue Katze und eine alte Streichholzschachtel, die aus der mysteriösen Kneipe "The Botteld" stammt und auf der eine Handynummer geschrieben steht. In ebendieser Kneipe trifft sie Katja, den mysteriösen Kneipenwirt mit seinem zerzottelten Hund, von dem sie nie wirklich weis, was genau sie von ihm halten soll. Immer ist er für sie da und immer wieder warnt er sie, dass sie auf sich aufpassen soll. November fühlt sich in seiner Gegenwart sonderbar geborgen und sicher. Doch ist er wirklich ein Freund oder steckt er etwa sogar hinter den anonymen Drohbriefen, die sie immer wieder findet? Hilfe erhofft sich November von dem geheimnisvollen Jungen, der in einem warmen, hell erleuchteten Zelt sitzt und ein Buch liest. Sie hat das Gefühl, ihn schon ewig zu kennen und doch löst er sich jedes Mal in Luft auf, wenn November sich dem Zelt nähert ... Gibt es vielleicht doch Risse in der Realität, durch die Menschen einfach verschwinden und nie wieder auftauchen? Ich kann dieses Buch gar nicht zusammenfassen, so unglaublich viel ist in dieser Geschichte enthalten. Es wühlt einen emotional auf und nimmt einen mit, wie es nur ein Buch von Antonia Michaelis kann. Ihr unglaublich poetischer Schreibstil macht diese Geschichte noch viel mehr zu etwas besonderem und wenn wir sie lesen, dann macht alles auf einmal Sinn. Vielleicht gibt es wirklich Risse in der Realität und Menschen verschwinden, weil sie hindurchgegangen oder reingefallen sind und dann können sie nicht mehr zurück. Und all diese Risse müssen erst geschlossen werden, bevor man jemanden wieder finden kann. So wie der Junge im Zelt, den sie nur deswegen nicht erreichen kann, weil er in einer anderen Realität feststeckt und den Rückweg nicht findet. November ist davon überzeugt das alles wieder gut wird, sobald sie ihre Eltern findet. Und sie setzt alles daran diese beiden Menschen auch wirklich zu finden. Ein großer Drehpunkt der Geschichte ist das Bottled, die Kneipe, in der November immer wieder Unterschlupf findet und in der sie von Katja immer wieder aufgenommen wird. Doch das Bottled wird auch bald ein Ort, an dem November auf die dunkle Schiene des Lebens abrutscht und sich auf einiges einlässt, damit sie das Geld zusammenbekommt, um der Spur ihrer Eltern weiter zu folgen. Ich war wirklich sehr beeindruckt von November, weil sie eine unglaublich starke Person ist, die sich durchzusetzen weis, obwohl sie gleichzeitig sehr verletzlich und jung ist. Sie weis sich in der rauen Wirklichkeit durch zu schlagen und nimmt allerlei Schicksalsschläge tapfer entgegen. Allerdings fand ich sie teilweise auch ziemlich naiv, weil sie an manche Dinge einfach sehr blauäugig herangegangen ist, frei nach dem Motto "wird schon nichts passieren", und es gab einige Szenen, in denen eben doch was passiert ist. Ich war mir die ganze Geschichte über nie sicher, wie sie enden würde und ich hatte teilweise wirklich Angst davor, was noch geschehen würde. Ich hatte ein bestimmtes Ende im Kopf, von dem ich befürchtet habe, dass es eintreffen wird. Allerdings wurde ich mal wieder überrascht von einigen Wendungen, die man so nicht hatte voraussehen können. Gerade zum Ende hin sind Dinge passiert, die auf einmal alles ins rechte Licht gerückt haben und die auf einmal allem einen logischen, rationalen Sinn gegeben haben. Ich weis nicht, ob man das Ende als komplettes Happy End bezeichnen kann, denn ich hatte nach dem Lesen nicht dieses Hochgefühl, dass man bekommt, wenn eine Geschichte sich zum guten wendet. Ich habe mich irgendwie ausgenüchtert und irgendwie kraftlos gefühlt, als wäre man die ganze Zeit unter Spannung gewesen und kann nun endlich aufatmen. Wie das ganze Buch über schon, gab es am Ende auch wieder diesen einen Funken von Hoffnung und etwas Positivem, der immer vorhanden war und an den man sich die ganze Zeit über geklammert hat. Und ich glaube, dass das auch ein wenig die Botschaft dieses Buches ist: Dass es immer Hoffnung gibt, egal wie dunkel und schlecht die Zeiten auch sein mögen. Ich kann dieses Buch nur mit vollen fünf Sternen bewerten, weil es mich einfach mal wieder umgehauen hat. Ich kann immer nur wieder betonen, dass Antonia Michaelis eine der besten deutschen Autoren ist und dass ich bei einem Buch von ihr einfach weis, dass es mich begeistern wird.

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  • Ein Geschichte vom Verschwinden und sich finden!

    Niemand liebt November

    LibriHolly

    „Zwei Fragen. Erstens: Ist es sinnvoll, weiterzuleben? Zweitens: Ist es sinnvoll, alleine Geburtstag zu feiern?“ Mit diesen Sätzen beginnt Antonia Michaelis Buch „Niemand liebt November“. Zwei zentrale Fragen, um die sich im Leben der jungen Amber Lark alles zu drehen scheint. Ein Mädchen, das im zarten Alter von 6 Jahren einfach von seinen Eltern in der Wohnung allein zurückgelassen wird. Die Eltern scheinen spurlos verschwunden und bleiben es auch, bis zu dem Tag, an dem die mittlerweile 17-jährige Amber nach ihnen zu suchen beginnt. Mit „Niemand liebt November“ hat sich die mehrfach ausgezeichnete Jugendbuchautorin Michaelis einem ernsten Thema angenommen. Vernachlässigung. Kinder am Rande der Gesellschaft, scheinbar vergessen, von Heim zu Heim, Hand zu Hand weitergereicht. Kinder, die für die Fehler ihrer Eltern einen hohen Preis zahlen. Kinder, die niemand will. Kinder, die zu verstörten Jugendlichen werden, zornig, aggressiv mit einem Hang zu selbstzerstörerischem Verhalten. Geschundene Seelen auf der Suche nach Identität. Auch unsere junge Anti-Heldin Amber teilt dieses Schicksal. Aufgewachsen ohne Liebe und mit dem mangelnden Gefühl von Geborgenheit, fällt es ihr schwer, sich in die Gesellschaft zu integrieren, Menschen ihr Vertrauen zu schenken, Regeln gibt es für sie nur, um sie zu brechen. Ihre einzige Vertraute und ständige Begleiterin, eine Katze, ihre einzige Hoffnung, ihre Eltern zu finden und mit ihnen ein neues, besseres Leben zu beginnen, ein Leben mit einer Zukunft. Ja, dieses Buch ist wahrlich kein leichter Tobak. Ein heikles Thema, das in unserer Gesellschaft wohl leider immer eine Rolle spielen wird, verpackt in eine spannende Geschichte. Kein Buch der sanften Töne, Michaelis geht mit ihren ausgefeilten Charakteren nicht gerade zimperlich um und so muss auch die junge Amber im Laufe der Handlung so einiges einstecken, wegstecken und aushalten, für Fehler teilweise heftig bezahlen und auf die harte Tour lernen, was es heißt, im Leben den falschen Weg einzuschlagen. Im starken Kontrast dazu steht Ambers Vorliebe für Literatur und Gedichte, die zerbrechliche, empfindsame Seite ihrer Seele, und Michaelis unglaublich poetische und bildhafte Sprache. Allein schon ihre stimmungsvollen Naturbeschreibungen und ihre unglaubliche Gabe toten Gegenständen scheinbar sprachlich Leben einzuhauchen lohnen die Lektüre. Eine Sprache, die den Leser mitten ins Herz trifft, in abholt, in die Handlung hineinzieht und den Alltag für einige Stunden vergessen lässt. Ich habe dieses Buch in nur einer Nacht verschlungen, mich in die teilweise fantastische Welt der Amber Lark entführen lassen, denn auch dies ist eine Eigenheit der Autorin, nicht alles scheint immer so zu sein, wie es auf den ersten Blick erscheint. Die Grenzen zwischen Realität und Fantasievorstellungen der Figuren verschwimmen. Und so neigt auch Amber dazu immer dann, wenn ihr das Leben wieder einmal ganz übel mitspielt, sich in ihr Innerstes zurückzuziehen, in ihr ganz persönliches Schneckenhaus, ein Ort, den einzig der Leser, die Katze und ein geheimnisvoller lesender Junge in einem gelben Zelt mit ihr teilen. Ein Junge, der noch eine bedeutende Rolle in Ambers Leben spielen wird! Ein spannendes Buch, das sich wie ein Film vor dem inneren Auge des Lesers abspielt. Lehrreich und unterhaltsam zugleich. Ein Buch das nachdenklich stimmt und das einem hier und da einen Schauer über den Rücken jagt, denn ebenso wie Amber fühlt man sich mit der Zeit auch als Leser förmlich beobachtet. Irgendetwas ist da im Schatten der Handlung, etwas düsteres, das mit Fortschreiten der Geschichte mehr und mehr ans Licht tritt um am Ende……aber lest doch einfach selber. Von mir eine ganz klare Lektüreempfehlung für all jene Leser, die ernste Themen nicht scheuen und nicht zu sehr der Realität verhaftet sind. Ein Jugendbuch nicht nur für Jugendliche. Ein Buch, das wunderbare in die kalte Jahreszeit passt, wenn es draußen stürmt und schneit und man es sich drinnen im Warmen gemütlich macht! Eine Jahreszeit, in der ich mich gerne einmal etwas unheimlicherer Lektüre zuwende.

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  • Niemand liebt November - Antonia Michaelis

    Niemand liebt November

    BinavanBook

    26. November 2015 um 21:55

    Klappentext Ein Mädchen, dessen Eltern auf rätselhafte Weise verschwunden sind. Ein rot-gelb erleuchtetes Zelt. Ein Junge, der ein Buch liest. Und das Versprechen einer großen Liebe. November Lark, von allen Amber genannt, ist siebzehn und gerade aus ihrer WG abgehauen. Dennoch zum ersten Mal glaubt sie, ihren Eltern auf der Spur zu sein. Ihre Suche führt sie in eine fremde Großstadt, in die Kneipe eines Mannes, dessen Name eine Tätowierung ist, zu dem rätselhaften Jungen, der in einem Zelt sitzt und ein Buch liest – und an die haarfeinen Risse in der Wirklichkeit. Autor Antonia Michaelis, Jahrgang 1979, in Norddeutschland geboren, in Süddeutschland aufgewachsen, zog es nach dem Abitur in die weite Welt. Sie arbeitete u.a. in Südindien, Nepal und Peru. In Greifswald studierte sie Medizin und begann parallel dazu, Geschichten für Kinder und Jugendliche schreiben. Seit einigen Jahren lebt sie nun als freie Schriftstellerin in der Nähe der Insel Usedom und hat zahlreiche Kinder und Jugendbücher veröffentlicht, facettenreich, fantasievoll und mit großem Erfolg. »Der Märchenerzähler«, ihr erstes Buch für junge Erwachsene, wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Der erste Satz Zwei Fragen. Meine Meinung Niemand liebt November war mein erstes Buch der Autorin. Lange stand es auf der Wunschzettel und stand bereits für November auf meiner normalerweise nicht vorhandenen Leseliste. Das Cover finde ich wunderschön und passt hervorragend zum Buch. Amber ist eine sehr starke Protagonistin, leider konnte mich die Geschichte um die Amber nicht überzeugen. Immer wieder wurde Spannung aufgebaut, die dann aber durch langatmige Kapitel verflog.

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  • Komplex, verwirrend und doch so schön

    Niemand liebt November

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. November 2015 um 12:14

    Das Cover hat mich sofort angezogen, so düster und doch wunderschön, der neblige Wald und das einsame Mädchen, das auf ein Zelt zugeht, alles farblich sehr dunkel gehalten außer der Blätter am Baum und dem Zelt auf das sie zugeht. Ich hatte noch nichts von dem Buch gehört und es dann zufällig entdeckt, passt ja sehr gut zum Lesemonat November. Der Schreibstil ist sehr komplex, bildlich und direkt, ich hatte am Anfang Schwierigkeiten der Geschichte zu folgen, ich glaube das ist Absicht, denn die Geschichte ist sehr verworren und undurchsichtig und trotzdem spannend. November Laar, oder auch Amber Lark, ist eine ausdrucksstarke Protagonistin, die gleich mehrere Sichtweisen bietet, denn sie ist sehr wandelbar und man lernt sie immer wieder neu kennen. Auch das ist anfangs sehr verwirrend und man hat Schwierigkeiten ihr zu folgen, das gibt sich jedoch nach einiger Zeit wieder. November sucht seit einigen Jahren ihre Eltern, die sie von jetzt auf gleich verlassen haben, sie hat endlich eine Handfeste Spur, der sie nachgehen möchte doch wohin führt sie diese Spur. Man erkennt nicht gleich wann sie sich im Traum oder in der Wirklichkeit befindet. Der Junge, der lesend in einem gelben Igluzelt sitzt begleitet sie dabei, er wartete auf sie im Innenhof des Hochhauses und lockt mit seinem warmen Licht. Man hat das Gefühl das die Autorin immer einen tieferen Sinn vermitteln möchte, auch das ist erst verwirrend aber man gewöhnt sich recht schnell daran. November hat so viele verschiedene Emotionen, das es sehr schwierig ist ihren Gefühlen zu folgen, man wird richtig in ihre Geschichte hinein gezogen. Ebenfalls gut gefallen hat mir, das zu Beginn eines neuen Kapitels immer eine Art von Gedicht zu finden ist, das kam im E-Book anfangs nicht so gut zur Geltung durch die recht ähnliche Schriftart. Diese Geschichte ist nichts was man einfach so lesen kann, sie regt zum Nachdenken an und bietet viel Platz um etwas hinein zu interpretieren. Fazit: Für jeden der es gerne etwas verrückter mag, viel Fantasie mitbringt und vor allem breit ist sich mit der Thematik der Geschichte auseinander zu setzen, ist hier genau richtig! Es ist zwar anfangs etwas verwirrend aber die Geschichte ergibt ein interessantes Gesamtwerk.

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  • Einzigartiges Buch, welches mich sprachlos und wütend zugleich zurückgelassen hat

    Niemand liebt November

    Sandymon86

    17. August 2015 um 19:46

    Kurzbeschreibung: Schatten der Vergangenheit: ein Spiel um Leben und Tod. Kurz vor Ambers sechstem Geburtstag verschwanden ihre Eltern auf unerklärliche Weise. Jetzt ist Amber, die eigentlich November heißt, 17 Jahre alt und glaubt, eine Spur zu haben. Doch was hat es mit dem Jungen auf sich, der in dem erleuchteten Zelt ein Buch liest, sich aber in Luft auflöst, sobald sie sich ihm nähert? Welche Ziele verfolgt der Kneipenwirt, zu dem sie sich immer stärker hingezogen fühlt, und der immer für sie da zu sein scheint? Steckt er vielleicht sogar hinter den anonymen Drohungen, die sie erhält? Amber muss sich entscheiden: zwischen ihrer zerstörerischen Vergangenheit und dem Aufbruch in die Zukunft. Ein großer Roman von Antonia Michaelis: eine starke, zugleich verletzliche Heldin inmitten mörderischer Geheimnisse, soghaft zwischen Traum und Realität und atemlos spannend Meinung: Dank der Beschreibung und des Covers landete "Niemand liebt November" sofort auf meiner Wunschliste. Ich habe es genossen, die Seiten flogen nur so dahin. Dank des tollen Schrebstils von Antonia Michaelis findet man sofort in die Geschichte, die Seiten fliegen nur so dahin. Amber ist eine interessante Persönlichkeit. Sie hat sehr früh alles verloren, was ihr wichtig war, hatte von heute auf morgen keinen Rückhalt im Leben mehr. Da sie nie richtig zu jemandem gehörte, hat sie kaum Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen. Amber kann sich erst selbst lieben, wenn sie ihre Eltern wiedergefunden hat. Ich hatte immer das Bedürfnis sie in den Arm zu nehmen, sie auf den rechten Weg bringen. Antonia Michaelis hat es geschafft, die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Traum perfekt zu verwischen. Das macht das Buch zu etwas besonderem. Durch Worte hat die Autorin es geschafft, eine beklemmende, melancholische Atmosphäre zu schaffen, der es dennoch nicht an Wärme fehlt. Wenn ich von einigen Entwicklungen absehe, die mir leider so gar nicht gefallen haben, ist "Niemand liebt November" eine klare Leseempfehlung. Die Autorin hat es geschafft, durch ihre liebevolle Erzählweise mich ganz in Beschlag zu nehmen. Das war zwar mein erstes Buch von Antonia Michaelis, aber gewiss nicht das letzte. Bewertung: 4/5 Sternen

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  • Ein Seiltanz zwischen Realität und Fiktion

    Niemand liebt November

    Bellchen

    In den Büchern gab es Menschen, die niemand waren, so wie Amber. Und die dann herausfanden, dass sie doch jemand waren. Aus den Büchern lernte Amber, dass die Realität Risse hatte, die man nur zu finden brauchte. - S.201 Erster Satz: Zwei Fragen. Erstens: Ist es sinnvoll, weiterzuleben? Inhalt: November Lark, von allen Amber genannt, ist siebzehn und gerade aus ihrer WG abgehauen. Denn zum ersten Mal glaubt sie, ihren Eltern auf der Spur zu sein. Ihre Suche führt sie in eine fremde Großstadt, in die Kneipe eines Mannes, dessen Name eine Tätowierung ist, zu dem rätselhaften Jungen, der in einem Zelt sitzt und ein Buch liest - und an die haarfeinen Risse in der Wirklichkeit. Meine Meinung: Wenn man Bücher von Antonia Michaelis liest, muss man immer darauf vorbereitet sein, worauf man sich einlässt. "Niemand liebt November" ist zwar erst mein zweites Buch dieser Autorin, trotzdem bin ich mir sicher, dass all ihre Bücher diese düstere und schon fast trostlose Grundstimmung verbreiten. "Niemand liebt November" ist eine Geschichte über Monster - Monster mit Klauen und Reißzähnen; Monstern, die in Menschen wohnen. Eine Geschichte über Menschen und Dinge, die verschwinden. Aber wohin verschwinden diese Menschen und Dinge? Gibt es einen Weg sie wiederzufinden? November Lark sucht ihre Eltern, die eine Woche vor ihrem sechsten Geburtstag auf einmal spurlos verschwunden sind. Und so begibt sich der Leser auf die Suche nach Novembers Eltern. November ist ein außergewöhnliches Mädchen, dass mit ihrer Katze spricht - und deren Katze antwortet. Mit diesem kleinen Detail wurde schon der erste Riss in der Realität gezogen. Denn in dieser Geschichte kann man sich nie sicher sein: was ist Phantasie und was ist Wirklichkeit? Wie viel bildet sich November nur ein und was geschieht wirklich? Wo lässt sich eine Grenze zwischen Realität und Fiktion ziehen - oder ist es am Ende doch ein fließender Übergang? Fragen über Fragen, die sich der Leser im Laufe des Buches stellt. Man erkennt recht schnell, dass Geschehnisse und Charaktere miteinander verknüpft sind, dass alles wie in einem Puzzle irgendwie zusammenpasst. Aber die Teile sind noch so klein und verstreut, sodass man diese Zusammenhänge nur erahnen kann. Am Anfang fand ich dieses Spiel mit der Realität noch sehr spannend. Das Buch konnte mich absolut in seinen Bann ziehen und ich habe mit November jedem noch so kleinen Detail aus ihrer Vergangenheit entgegen gefiebert. Doch in der Mitte des Buches wurde diese Suche nach dem noch so kleinsten Puzzleteil etwas mühsam und langatmig. Ich hatte das Gefühl, als würde sich die Suche nur noch im Kreis drehen. Man erfuhr zwar immer wieder kleine Einzelteile, aber die waren so klein, dass sie der Lösung des Puzzles kaum geholfen haben. Dadurch ging bei mir diese anfängliche Spannung etwas verloren. Diesen langatmigen Teil konnte ich mit Antonia Michaelis Schreibstil jedoch gut überstehen, denn ihre Worte sind ein Genuss für jeden Leser. Jedes Kapitel fängt mit einem kleinen Gedicht an. Danach folgt Novembers Sichtweise und am Ende jedes Kapitels wechselt die Sichtweise für kurze Abschnitte zu einem Mann. Wer dieser Mann ist, kristallisiert sich im Laufe der Geschichte heraus. Michaelis findet Worte, die sanft und weich sind wie Katzenpfoten. Und doch können sie auch die Krallen ausfahren, einem wehtun und unangenehm sein. Ihre Worte sind immer wahr und schonungslos. Sie zeichnet eine trostlose, fast hoffnungslose graue Welt, in der jeder für sich alleine bleibt und alleine kämpft. Ihre poetischen Worte verdichten sich zu einer düsteren Atmosphäre, die einen auch nach dem Lesen nicht mehr loslässt. Auch wenn man das Buch zugeklappt hat, denkt man über November nach, über Menschen und Dinge, die verschwinden und darüber, wie viele Risse in der Realität wir wohl bilden, damit wir sie besser ertragen können. Man sieht die Welt eine Zeit lang mit anderen Augen. In diesem Buch geht es zudem nicht nur um die Suche nach Novembers Eltern, sondern auch um die Suche nach Novembers Identität selbst. Was macht einen Menschen aus? Was sagen seine Taten über seinen Charakter aus? In diesem Fall könnte der Titel des Buches nicht passender sein, denn November befindet sich in einem Konflikt, in dem sie sich auch fragt, ob es überhaupt einen Menschen auf der Welt gibt, der sie liebt. Gerade deshalb ist es ihr auch so wichtig, ihre Eltern zu finden - denn von ihren Eltern erhofft sie sich die Liebe, nach der sie sich schon so lange sehnt. Diese Geschichte ist also nicht nur ein Seiltanz zwischen Realität und Wirklichkeit, sondern auch ein Buch, in der man mehr über Menschen erfährt. Wie Vergangenheiten sie geprägt haben, wie das Leben sie geprägt hat und wie sie mit diesen Rückschlägen umgehen und diese vielleicht auch bewältigen. Nachdem man sich fast 400 Seiten lang nicht sicher sein konnte, was nun Realität und Fiktion ist, war ich natürlich sehr gespannt auf das letzte Puzzelteil. Und ich muss leider sagen, dass ich von dem Ende dann doch etwas enttäuscht war. Das Ende an sich war gut und abgerundet, aber nachdem man fast 400 Seiten diesem letzten Puzzleteil entgegen gefiebert hat, hat mir dann doch irgendwie dieser "Aha"-Effekt gefehlt. Es war, wie gesagt ein gutes Ende, dass jede Frage beantwortet und doch fehlte mir dieser große Knall, durch den sich das Puzzle zusammen setzt. Vielleicht habe ich auch einfach zu viel erwartet, aber für mich war das Ende einfach zu schnell abgehandelt, wodurch mir einfach was gefehlt hat - ich kann allerdings leider nicht genau sagen, was das ist. Fazit: "Niemand liebt November" ist, obwohl streckenweise langatmig und nur teilweise spannend, ein gutes Buch. Es ist wie ein Seiltanz zwischen der Realität und der Phantasie - der Leser kann sich nie sicher sein, wie viel November sich nun einbildet und wie viel wirklich passiert. Es ist eine Geschichte, die über Menschen erzählt, über Dinge, die verschwinden und über das schonungslose Leben. Antonia Michaelis schafft eine trostlose und düstere Atmosphäre, die einen auch nach dem Lesen nicht mehr loslässt. Und auch gerade deshalb ist es ein gutes Buch, weil man auch nach dem Lesen noch über Menschen und das Leben an sich nachdenkt. Es lässt einen die Welt für eine Zeit lang mit anderen Augen sehen. Eine Geschichte von einem harten Leben voller Sehnsucht nach Liebe.

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  • Eine traurig-schöne Geschichte!

    Niemand liebt November

    Lotta22

    19. June 2015 um 14:56

    November heißt eigentlich Amber Lark. Sie ist 17 und gerade aus einer WG abgehauen. Denn sie ist auf der Suche nach ihren Eltern. Diese Suche führt sie in eine Kneipe in einer anderen Stadt. Irgendwie schlägt sie sich durchs Leben - mit Rissen in der Wirklichkeit.  Eine traurig-schöne Geschichte nimmt mit einem tollen Schreibstil ihren Lauf. Viele Bilder und Stilmittel machen auf sich aufmerksam und wollen verstanden werden, kein Problem wie sie in diese Geschichte eingearbeitet wurden.  Vor jedem Kapitel findet sich ein Gedicht, das irgendwie mit dem nachfolgenden etwas zu tun hat. Diese Gedichte sind meist sehr tiefgründig und lassen einen erstmal einen Moment innehalten, bis man weiter liest. Ambers Geschichte ist die Geschichte eines Mädchens, dass sich in ihre eigene Welt zurückgezogen hat, versucht mit ihrer Vorstellungskraft die Welt um sie herum zu verstehen und sieht sie so durch eine Brille, die alles verschönert. Diese Risse in der Wirklichkeit ziehen sich durch das ganze Buch, lassen einen teilweise ratlos zurück. Doch darüber lässt sich hinweg sehen. Irgendwann nach der Hälfte des Buches habe ich mich dann jedoch gefragt, ob ich gerade ein Jugendbuch lese, oder ein Buch, dass mit Shades of Grey zusammen in ein Regal gehört. Das hat mich etwas überrascht und gehörte für mich nicht wirklich zu dieser Geschichte.  Insgesamt bin ich jedoch recht zufrieden mit diesem Buch. Gerade der Schreibstil war einfach umwerfend. So bewerte ich mit 4 von 5 Sternen und empfehle dieses Buch weiter.

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