Antonia S. Byatt Das Geheimnis des Biographen

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 7 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(1)
(2)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „Das Geheimnis des Biographen“ von Antonia S. Byatt

Phineas Gilbert Nanson, Student der Literaturwissenschaft, beschließt beim Anblick einer schmutzigen Fensterscheibe, seine Doktorarbeit über "Personifizierungen weiblichen Begehrens in den Romanen Firbanks, Forsters und Maughams" endgültig aufzugeben. Eine schmutzige Fensterscheibe ist eben, so wird ihm klar, nicht nur eine Metapher für Unzufriedenheit und Blindheit, sondern einfach auch ein Gegenstand, nämlich eine schmutzige Fensterscheibe. Phineas will Fakten sehen und ein neues Leben beginnen. Sein Doktorvater gibt ihm den Rat, sich mit dem unterschätzten Genre der Biographie zu beschäftigen, und empfiehlt ihm die Lebensbeschreibung des berühmten viktorianischen Reisenden und Gelehrten Sir Elmer Bole aus der Feder des fast gänzlich unbekannt gebliebenen Biographen Scholes Destry-Scholes. Phineas beginnt mit wachsender Faszination zu lesen, wobei sich sein Interesse allmählich vom Gegenstand der Biographie auf ihren Verfasser selbst verlagert. Er faßt den Entschluß, eine Biographie dieses Biographen zu schreiben. Bei seinen Recherchen macht er erstaunliche Entdeckungen: Neben einer umfangreichen Korrespondenz finden sich Notizen zu Carl von Linne, Francis Galton und Henrik Ibsen. Was haben, so fragt sich Phineas, Linnes biologisches System, Galtons eugenische Messungen und Ibsens Peer Gynt miteinander zu tun? Während Phineas Ordnung in die scheinbar unzusammehängenden Papiere zu bringen versucht, meldet sich eine Nichte des Biographen, die seit Jahren einige Habseligkeiten ihres Onkels aufbewahrt. Zur gleichen Zeit lernt Phineas in der Linnaean Society eine schwedische Ökologin und Bestäubungsspezialistin kennen, in die er sich heftig verliebt, und um seine Forschungen zu finanzieren, läßt er sich von den - homosexuellen - Inhabern eines Reisebüros, das Reisen besonderer Art vermittelt, als Aushilfskraft einstellen. Von so viel Wirklichkeit bedrängt und verunsichert, flieht Phineas aus London. Nach einer Reise zu den Lofoten, wo er den Mahlstrom, in dem Destry- Scholes verschollen sein soll, mit eigenen Augen sehen will, schließt er sich einer Exkursion in die Türkei an, wo die schwedische Ökologin die Bestäubung roter Blumen durch den bislang für farbenblind gehaltenen Amphicoma-Käfer studiert. Für Phineas aber stellt sich die Frage nach der Wirklichkeit und nach der Wahrheit seines eigenen Lebens erneut.

Stöbern in Romane

Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands

Eine Reise bei der Michele sein eigenes "Ich" wiederfindet. Ein sehr schönes Hörbuch

Kuhni77

Dann schlaf auch du

Spannend, schockierend und furchtbar traurig. Ein sprachgewaltiges Buch, dass sich so richtig keinem Genre zuordnen lässt. Lesenswert!

Seehase1977

Drei Tage und ein Leben

Ein beinahe poetisch anmutendes Psychodrama

Bellis-Perennis

Und es schmilzt

Selten so ein langweiliges Buch gelesen. 22 Euro hätten besser angelegt werden können. Leider.

Das_Blumen_Kind

Underground Railroad

Tief bedrückendes Portrait einer Gesellschaft! Das Buch war nicht immer schön, aber immer lesenswert.

Linatost

Als der Teufel aus dem Badezimmer kam

Improvisation pur... kein Tiefgang, kein gar nichts... Schade!

herrzett

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Das Geheimnis des Biographen" von Antonia S. Byatt

    Das Geheimnis des Biographen
    Geisterhoernchen

    Geisterhoernchen

    04. April 2010 um 12:37

    Schwer zu lesen, weil oft mit Klammertexten unterbrochen.
    Tipp: Trotz, oder gerade deswegen, hypotaktischem Satzbau schnell lesen, damit man die Inhalte am Ende des Satzes nicht vergisst! :)
    Wer intellektuelle Romane mag, wird diesen hier mögen.