Antonin Varenne

 4 Sterne bei 57 Bewertungen
Autor von Die Treibjagd, Fakire und weiteren Büchern.
Autorenbild von Antonin Varenne (© Editions Viviane Hamy)

Lebenslauf von Antonin Varenne

Antonin Varenne, geboren 1973, studierte in Paris Philosophie. 2009 erhielt er den Prix Michel Lebrun sowie den Prix Sang d'Encre.

Alle Bücher von Antonin Varenne

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Cover des Buches Die Treibjagd (ISBN: 9783328101567)

Die Treibjagd

 (21)
Erschienen am 13.06.2017
Cover des Buches Die sieben Leben des Arthur Bowman (ISBN: 9783328103035)

Die sieben Leben des Arthur Bowman

 (12)
Erschienen am 10.04.2018
Cover des Buches Fakire (ISBN: 9783548284538)

Fakire

 (13)
Erschienen am 11.05.2012
Cover des Buches Äquator (ISBN: 9783570103401)

Äquator

 (10)
Erschienen am 19.03.2018
Cover des Buches Fakire (ISBN: 9783899030396)

Fakire

 (1)
Erschienen am 14.02.2011
Cover des Buches Fakire (ISBN: 9783844901696)

Fakire

 (0)
Erschienen am 14.02.2011
Cover des Buches Fakirs. Fakire, französische Ausgabe (ISBN: 9782757817728)

Fakirs. Fakire, französische Ausgabe

 (0)
Erschienen am 25.11.2010
Cover des Buches Bed Of Nails (ISBN: 9781782062431)

Bed Of Nails

 (0)
Erschienen am 01.06.2013

Neue Rezensionen zu Antonin Varenne

Neu

Rezension zu "Äquator" von Antonin Varenne

Äquator
Dajobamavor 5 Tagen

Äquator – Antonin Varenne 

Das hier ist eine interessante Mischung aus Western und Abenteuerroman. Diesen beiden Genres sollte man also nicht ganz abgeneigt sein. 

Ist es Flucht oder Fernweh, die den Protagonisten Pete Ferguson immer weiter antreibt? Den Äquator will er sehen. Perspektive hat er darüber hinaus kaum. Unterwegs gerät er auch noch in etliche brenzlige Situationen. Es ist das 19. Jahrhundert, in Nebraska und Nevada wird er gesucht, als Brandstifter und Mörder. Er schließt sich zunächst Büffeljägern an und gelangt schließlich nach Mexiko. Egal wo er auftaucht, es gibt immer Ärger und Grund zur Flucht. Und so geht es immer weiter Richtung Süden. 

Pete ist ein geborener Abenteurer. Er findet aus jeder Situation einen Ausweg und schafft es meist auch noch eine zweite, schwächere Person zu retten. Er hat das Herz am rechten Fleck, ein wahrer Held eben. Vielleicht ein bisschen viel des Guten, aber egal. Einige Entwicklungen erschienen mir sehr an den Haaren herbeigezogen. Normalerweise würde mich das sehr stören,  hier nicht. Warum auch immer. 

Überhaupt könnte man viele kleine Schwächen an diesem Roman finden, wenn man will. Man kann ihn aber auch einfach sein lassen, wie er ist und die einzigartige Atmosphäre genießen. Und ebendiese mochte ich sehr. Pete ist ein sehr empfindsamer Held, der  nicht nur den Äquator sucht sondern auch seinen Platz im Leben. Die Stimmung und die Atmosphäre des Wilden Westens sind hervorragend eingefangen. 

Die Geschichte ist fesselnd erzählt mit vielen nachdenklichen Momenten. Ich habe die Lektüre sehr genossen. 

Trotz allen Kritikpunkten mochte ich das Buch sehr. 4 Sterne

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Rezension zu "Äquator" von Antonin Varenne

Eine unbequeme Pilgerreise
chumavor 19 Tagen

»Solange man lebt, hat man ein Recht auf seine Träume. Selbst wenn sie nach einer Weile in Reue enden.«

Nebraska 1871 – Pete Ferguson ist kein Träumer, vielmehr sehnt er sich nach Läuterung und Seelenfrieden. Er will vergessen, hinter sich lassen. Und so flieht er vor seiner Vergangenheit … vor Selbstmord, Mord und Schuld. Auf seinem Weg verdingt er sich als Büffeljäger, abends am Lagerfeuer erzählt man sich Geschichten vom Äquator und Pete beschließt, dort sein Heil zu suchen. Doch seine Reise von Mexiko über Guatemala nach Guyana und Brasilien ist beschwerlich, Pete gerät immer wieder in Konflikte. Gewalt und Tod begleiten ihn hartnäckig und seine Vergangenheit klammert sich an ihn wie ein Ertrinkender.

»Äquator« (OT: Équateur) ist ein ungewöhnliches Buch mit wunderschöner Covergestaltung, das mich beim Lesen auf die unterschiedlichste Art und Weise berührt, verwirrt  und auch verärgert hat. Antonin Varenne setzt so einiges voraus, schreibt stilsicher und metaphorisch und so ist dieser Roman definitiv keine leichte Lektüre für zwischendurch. Ganz wichtig zu wissen (und leider ein Manko bei der Kennzeichnung) ist, dass es bereits ein Buch gibt, welches sich mit Petes Vorgeschichte auseinandersetzt. Der Zugang zu »Äquator« fällt sicher leichter, wenn man »Die sieben Leben des Arthur Bowman« gelesen hat.

Ich persönlich mag es sehr mit Büchern zu »arbeiten« – heißt, nicht alles auf dem Präsentierteller serviert zu bekommen, sondern mir zwischen den Zeilen die Geschichte hinter der Geschichte zu erlesen. Besonders die authentische und nachvollziehbare Interaktion der Figuren ist mir dabei wichtig. Und genau das ist hier die Krux. Vieles erschließt sich einem nicht sofort und leider auch nicht nach mehrmaligem Lesen. Man hat oft das Gefühl, wichtiges Vorwissen nicht zu haben. Zwar klärt sich manches im Nachhinein noch aber es ist doch recht schwer, sich so richtig fallenlassen, die Lektüre auf diese Art vollkommen genießen zu können.

Pete selbst ist ein überaus komplexer und interessanter Charakter, den man wohl niemals komplett durchdringen kann. Er ist weder sympathisch noch das Gegenteil, in Wahrheit ist er eine gebrochene und zerstörte Seele, mit der man Mitleid hat. Andererseits ist er aber auch ein unverbesserlicher Sturkopf, der sich durch seine Vehemenz (und durch seinen Hang seinen Seelenschmerz in Alkohol zu ertränken) immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Ich weiß bis jetzt nicht, ob ich ihn mag oder nicht, ihn verstehe oder lieber ohrfeigen möchte.

Es gibt in diesem teilweise wunderbar atmosphärischen Roman einen besonders schönen Abschnitt, der mich sehr berührt und beeindruckt hat. Pete erzählt einer ihm nahestehenden Person seine »Lebensgeschichte« in Form eines Ganzkörpertattoos. Er öffnet sich dabei so vollständig, zeigt sich wortwörtlich nackt und verletzlich, dass es beinahe schmerzt.

Und dann gibt es da die vielen Schwierigkeiten, in die sich Pete immer wieder sehenden Auges manövriert. Und auch wenn klar ist, warum er das tut, so war mir das oft einfach zu viel. Viele historische Ereignisse, die zunächst breit ausgetreten werden, um dann im Verlauf doch recht schnell abgehandelt werden. Hier hat man leider oft den Eindruck, der Autor wolle unbedingt äußere Unwegsamkeiten von Bedeutung, die auf Pete unmittelbar wirken sollen,  mit einbringen. Für seine innere Pilgerreise sind diese Ereignisse meiner Meinung nach aber nicht immer von Bedeutung und hätten wirklich nur angerissen oder generell reduziert werden können.

Trotz einiger Schwächen ist »Äquator« insgesamt eine besondere Geschichte, die während und nach dem Lesen stark beschäftigt und zum Nachdenken anregt. Ich werde vielleicht irgendwann noch »Die sieben Leben des Arthur Bowman« lesen, denn Varennes Erzählkunst hat mich durchaus beeindruckt und gefesselt.

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Rezension zu "Die Treibjagd" von Antonin Varenne

Düsteres Provinz-Epos über menschliche Abgründe
GersBeavor 6 Monaten

Inhalt (Klappentext)

Zwei rivalisierende Familien kämpfen seit Generationen um die Herrschaft über ein gottverlassenes Nest im Massif Central. Der Revierjäger Rémi Parrot geht als einsamer Held gegen die verkrusteten Clanstrukturen vor und wirbt um die Liebe der schönen Michèle Messenet. Als er einem Umweltskandal auf der Spur ist, beginnt eine mörderische Treibjagd durch düstere Wälder und unterirdische Tunnelsysteme.

Meine Meinung

Die Courbiers und die Messenets führen ihre Provinzimperien mit harter Hand und unter rücksichtsloser Ausbeutung von Mensch und Natur. HHHhier in dem einsamen gebirgigen Gelände in Zentralfrankreich scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.

Nur wenige Menschen wagen es die beiden Familien nicht zu hofieren und Abstand zu halten.

Rémi Parrot, der Revierjäger, eine Art Aufpasser für die Wälder für die Polizei, ist wegen seiner Eigenständigkeit nicht gut gelitten bei diesen Provinzfürsten.

Als erst ein Freund verschwindet und tot aufgefunden wird und kurz darauf ein weiterer, geht Rémi der Sache auf den Grund. Die Polizei und die Gendarmerie ermitteln eher lasch.

Die fast archaischen Charaktere werden nach und nach entwickelt.

Die Geschichte wird aus Rémis Sicht geschildert.

Auf das Buch muss man sich einlassen. Wie in einem Puzzle erkennt man – wie Rémi  – erst nach und nach die Zusammenhänge. Oft wird man in die Irre geleitet, weil die Dinge nicht so sind wie sie auf den ersten Blick erscheinen.

Die Überschriften der 22 Kapitel erschließen sich erst nach und nach.

Beispiele:  Kapitel 1
„Zwanzig Jahre nach dem Unfall,
neun Tage nach der Entdeckung der ersten Leiche,
zwölf Stunden nach der Schießerei“
Kapitel 8
„Zwanzig Jahre nach dem Unfall,
Abhängigkeit, zweiter Tag der Nachforschungen,
zweiter Zusammenstoß“

Titelbild

Das düstere Titelbild mit einem Blick auf ein Flüsschen in einem Bergtal unter bedrohlich verhangenem Himmel passt genau zum Inhalt.

Fazit

5 Sterne. Lesenswerte spannende Geschichte, sehr gut geschrieben, originell.

Tipp: Anfangs über Ereignis mit Datum Buch führen, erleichert den Einstieg in das Buch.

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