Antonin Varenne

 4.1 Sterne bei 48 Bewertungen
Autor von Die Treibjagd, Fakire und weiteren Büchern.
Antonin Varenne

Lebenslauf von Antonin Varenne

Antonin Varenne, geboren 1973, studierte in Paris Philosophie. 2009 erhielt er den Prix Michel Lebrun sowie den Prix Sang d'Encre.

Alle Bücher von Antonin Varenne

Sortieren:
Buchformat:
Die Treibjagd

Die Treibjagd

 (18)
Erschienen am 13.06.2017
Fakire

Fakire

 (13)
Erschienen am 11.05.2012
Die sieben Leben des Arthur Bowman

Die sieben Leben des Arthur Bowman

 (10)
Erschienen am 10.04.2018
Äquator

Äquator

 (6)
Erschienen am 19.03.2018
Fakire

Fakire

 (1)
Erschienen am 14.02.2011
Fakire

Fakire

 (0)
Erschienen am 14.02.2011
Le mur, le Kabyle et le marin

Le mur, le Kabyle et le marin

 (0)
Erschienen am 27.05.2013
Loser's Corner

Loser's Corner

 (0)
Erschienen am 04.12.2014

Neue Rezensionen zu Antonin Varenne

Neu
Literaturwerkstatt-kreativs avatar

Rezension zu "Die sieben Leben des Arthur Bowman" von Antonin Varenne

Birma – London - Neue Welt – Sierra Nevada
Literaturwerkstatt-kreativvor 3 Monaten

"Literaturwerkstatt- kreativ / Blog" stellt vor:

Die sieben Leben des Arthur Bowman “ von Antonin Varennes


1852 – 1864

Birma – London - Neue Welt – Sierra Nevada

Arthur Bowman war 15 Jahre in Diensten der englischen Armee und zuletzt für die Ostindienkompanie in Birma tätig. Er gilt als einer der härtesten Söldner überhaupt. Nach einer längeren Gefangenschaft in Birma, die durch Narben an Körper und Geist gekennzeichnet sind, kehrt er als gebrochener Mann nach London zurück. Er arbeitet dort als Polizist. Mit Alkohol und Opium versucht er die Gespenster der Vergangenheit hinter sich zu lassen. Nur durch die Rauschmittel betäubt findet er in den Schlaf. Als London unter der Jahrhunderthitze ächzt, findet Bowman in der Kanalisation eine verstümmelte Leiche und wird des Mordes verdächtigt. Die Narben auf der Leiche sind nämlich die Gleichen, die auch Bowmans Körper zeichnen. Sie wurden ihm und den anderen Soldaten während ihrer Gefangenschaft in Birma zugefügt. Bowman ist überzeugt, dass der Mörder einer der Überlebenden sein muss. Als Jäger und Gejagter bricht er nun auf um den Mörder zu finden. Die Suche führt ihn auf eine lange Reise, wo er sich nicht nur dem Mörder, sondern auch seinen eigenen Dämonen stellen muss. Sein Weg führt ihn in die Neue Welt, wo bereits weitere dieser bestialischen Morde geschehen sind. Arthur Bowman muss sich beeilen um weitere Morde zu verhindern. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt...


Fazit:

Antonin Varenne hat mit seiner Geschichte gleich mehrere Genre bedient. Er hat sowohl einen Abenteuer-, einen Krimi-, als auch einen Westernroman geschrieben und uns Leser dabei auf eine sehr opulente und drastische Reise mitgenommen. Er erzählt eine weitschweifende und oft auch düstere Geschichte, die aber nie langatmig wird, da Varenne über einen begnadeten Erzählstil verfügt. Er erzählt und beschreibt sehr klar und bildhaft, sodass die einzelnen Bildsequenzen mir deutlich vor Augen waren. Ob es die Farbenpracht des Dschungel in Birma, die stinkenden Straßen von London, oder die Gebirgszüge der Sierra Nevada in Amerika sind. Aber auch die Qualen die Arthur Bowman durchlitt waren spürbar. Varenne hat mit Bowman einen Antihelden par excellence kreiert, mit dem wohl sicher nicht jeder zurecht kommt. Für mich lag jedoch gerade hier der Reiz und die Faszination dieser Figur; In diesem Leiden, in seinem „Untergehen“, dahinvegetieren, die Folter ertragend und dennoch den eisernen Willen zu haben all dem zu widerstehen, um sich dann wie ein Phönix aus der Asche zu erheben, um weiter zu leben.

„Die sieben Leben des Arthur Bowman“ ist mit Sicherheit ein sehr außergewöhnlicher Roman, der mich persönlich sehr begeistert hat und den ich allen Abenteurern ans Herz legen möchte !!!


https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2018/08/09/die-sieben-leben-des-arthur-bowman/


Besten Dank an den „Penguin Verlag“ für das Rezensionsexemplar.

Kommentieren0
109
Teilen
buchmadchens avatar

Rezension zu "Die sieben Leben des Arthur Bowman" von Antonin Varenne

Düster und unglaublich spannend
buchmadchenvor 6 Monaten

"Die sieben Leben des Arthur Bowman" ist nicht nur ein Thriller, sondern auch ein Abenteuerroman. Er führt den Leser durch den Dschungel Birmas, ins stinkende London des Jahres 1858 und in die Weiten des "Wilden Westens".

Den Protagonisten bekommt man bis zum Schluß nicht wirklich zu fassen, von ihm und seinen Erlebnissen im Dschungel erfährt man nur bruchstückhaft. Und doch ist die Geschichte so unglaublich spannend, dass man noch ein Kapitel lesen möchte und dann noch einen Absatz ...

Dieser Roman ist so gut geschrieben, dass man eine Ahnung der grausamen Dinge erfährt, die geschehen, ohne dass wirklich erzählt wird, was passiert ist. Dabei wird man stellenweise in eine fast atemlose Spannung versetzt. Ich habe nachts halb drei noch gelesen, konnte einfach nicht aufhören und hatte gleichzeitig Angst weiterzulesen.

Das Buch ist ganz anders als alles, was ich in letzter Zeit gelesen habe und ich bin ganz aufgeregt, weil ich gerade entdeckt habe, dass es noch ein paar andere Bücher des Autors gibt.

Kommentieren0
0
Teilen
walli007s avatar

Rezension zu "Äquator" von Antonin Varenne

Weites Land
walli007vor 6 Monaten

Pete Ferguson, der Deserteur, ist ein Suchender. Seinen kleinen Bruder hat er vor dem amerikanischen Bürgerkrieg gerettet. Er hat mit seinem Vater gestritten, der die Brüder nicht gut  behandelte. Er hat einen Mann um gebracht. Ferguson reist unter falschem Namen. Er geht auf Bison-Jagd, schon in dem Wissen, dass es bald keine Bisons mehr geben wird. Er zieht Richtung Mexico, wo er bei wandernden Komantscheros unterkommt. Diese bezahlen ihn für die Teilnahme an einer Revolution in Guatemala, eine Revolution, die er im letzten Moment verhindert. Und langsam kommt Pete Ferguson seinem Ziel näher, dem Äquator.


Am Äquator sei alles besser, hat man ihm erzählt. Dort müsse man sich Steine in die Tasche stecken, um die Verbindung zur Erde nicht zu verlieren, die Flüsse flössen anders herum. Auf dem Weg zum gelobten Äquator lernt Pete Menschen kennen, die ihm helfen, denen er zuhört, bei denen er etwas lernt. Doch er trifft auch solche, die ihm Übles wollen, ihm nach dem Leben trachten. Pete weiß sich zu wehren, immer wieder schafft er es Gefahren zu entrinnen. Manchmal allerdings wird es wirklich knapp. Und sein Ziel scheint lange nicht wirklich näher zu rücken.


Was ist überhaupt das Ziel? Offensichtlich konnte man im Jahr 1871 noch Menschen begegnen, die glauben, dass auf der anderen Erdhalbkugel alles auf dem Kopf steht, die es als großes Abenteuer sehen, sich selbst auf den Kopf zu stellen. Vielleicht ist ja gerade das das Ziel, sich selbst auf den Kopf stellen, sein raues Wesen in ein umgänglicheres zu wandeln, seine Angst und Wut in eine Kraft zu kanalisieren, die es ermöglicht, eine gute Beziehung einzugehen. Vielleicht muss man den Äquator nicht einmal erreichen, um sich zu läutern, um in sich zu gehen. Seine Gedanken niederzuschreiben, seine Ansichten auszutauschen. Pete Ferguson ist eine Persönlichkeit, der man sich langsam nähert, die aber in dieser Langsamkeit eine ungewöhnliche Anziehungskraft entwickelt. Für Pete gibt es irgendwann ein Vorwärts, dass ihn zu einer ganzen Person werden lässt.


Antonin Varenne versteht es ausgesprochen gut, mit ungewöhnlichen Geschichten zu unterhalten und zum Nachdenken anzuregen.


Kommentieren0
15
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Antonin Varenne im Netz:

Community-Statistik

in 95 Bibliotheken

auf 23 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks