Antonio Dal Masetto Als wärs ein fremdes Land

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Inhaltsangabe zu „Als wärs ein fremdes Land“ von Antonio Dal Masetto

Agata ist Mitte des 20. Jahrhunderts aus Norditalien nach Argentinien ausgewandert. Gegen Ende des Jahrhunderts, inzwischen achtzigjährig, beschließt sie, noch einmal in ihre alte Heimat zurückzukehren. Vieles ist immer noch so, wie sie es damals verlassen hat, dort in jenem Städtchen am Lago Maggiore, und dennoch sind das Land und die Menschen, die dort geblieben sind, kaum wiederzuerkennen. Agata versucht, die Welt, die die ihre war, Stück für Stück zurückzugewinnen oder wenigstens mit ihrer Erinnerung in Einklang zu bringen. Eine schwierige und allzu oft unmögliche Arbeit. Behilflich ist ihr dabei die junge Silvana, mit der sie bald eine außergewöhnliche Freundschaft verbindet und die mit den Augen der viel älteren Freundin ihre eigene Umwelt ganz neu zu entdecken beginnt. Als wärs ein fremdes Land, mit dem renommierten Literaturpreis Planeta Biblioteca del Sur ausgezeichnet, gilt als Schlüsselwerk der argentinischen Literatur zum Thema Migration. Es ist die Auseinandersetzung einer Frau mit ihrer Herkunft, ihren familiären und kulturellen Wurzeln. Konsequent aus der Perspektive der alten Agata zeichnet der Autor zudem ein schonungsloses Bild des gegenwärtigen Italien, und es gelingt ihm, in der Protagonistin so gegensätzliche Haltungen wie Distanziertheit, Neugier und Teilnahme nahtlos zu verbinden.

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  • Rezension zu "Als wärs ein fremdes Land" von Antonio Dal Masetto

    Als wärs ein fremdes Land

    Clari

    15. June 2010 um 12:12

    Heimat hier und anderswo! Munter und fidel ist Agata, die Mutter und Großmutter einer großen Familie, als sie sich entschließt, aus Argentinien in ihre alte Heimat Italien zu fahren. Sie weiß um den Verlust von Heimat und die Hürden, die es in einem fremden Land zu überwinden gilt! In Masettos letztem Roman: „ Als wäre alles erst gestern gewesen“ konnte man schon spüren, wie sehr sie sich nach ihrem Heimatdorf im Tessin und nach ihrer Freundin Clara sehnte. Jetzt ist sie achtzig Jahre alt, der Mann ist tot, die Kinder aus dem Haus und die Enkelkinder gehen auch schon auf das Erwachsenenalter zu! Als sie eines Tages ihre Tasse auf den Tisch stellt mit der Bemerkung „ich fahre nach Italien“, sind die Kinder und Enkelkinder zuerst bestürzt. Die Reise wird zu einem gewaltigen Abenteuer für die alte Frau, die noch nie zuvor mit einem Flugzeug geflogen oder so weit gereist ist. Entschlossen und energisch geht sie es an. Während ihres Flugs über die weiten Meere sieht sie sich als junge Frau vor vierzig Jahren mit zwei kleinen Kindern auf einem Schiff nach Argentinien fahren, wo ihr Mann sie erwartet, denn der zweite Weltkrieg hatte damals die Welt in Stücke gerissen. Dal Masetto schreibt langsam und bedächtig und lässt die Blicke immer wieder über Landschaft, Seen und die Menschen schweifen. In Italien ist die Kriminalität gewachsen, Agata wird es am eigenen Leibe spüren. Alles hat sich verändert, wie das so ist, wenn man nach einem halben Menschenaltern zurückkehrt an den Ausgangspunkt des Lebens: Strassen, Plätze, Orte und selbst Stauseen haben sich verändert oder sind ganz verschwunden. Im Dorf entdeckt Agata Altes und Neues. Sie nimmt es mit Wissbegier, Neugier und Verwunderung zur Kenntnis. Die freundliche und wohlwollende Beziehung zu Silvana, der Enkelin ihrer Freundin Clara, verbindet Alter und Jugend auf sympathische Weise. Masetto zeigt eine versunkene Welt, die sich gegen die neue Zeit zu behaupten hat. Die Gegenüberstellung von Jugend und Altersweisheit bilden den Rahmen für die Erzählung, die von poetischen Bildern der Natur und der Landschaft begleitet werden. Über allem schwebt der Geist von Heimat, die Agata hier verloren und in Argentinien neu gefunden hat. Migration, Entwurzelung und Neubeginn: das sind die Themen dieses großen Romans. Die Mischung aus Erinnerung, Gegenwart und herzlicher Freundschaft zusammen mit den poetischen Bildern einer wunderbaren Landschaft geben der Erzählung den Klang, aus dem die melancholisch-warmherzigen Romane sind. Dieser wurde mit dem Preis Planeta Biblioteca del Sur ausgezeichnet.

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