Antonio Fian Im Schlaf

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Inhaltsangabe zu „Im Schlaf“ von Antonio Fian

Träume sind die besten Erzählungen – meinte zumindest der Surrealismus und lieferte nicht immer ganz überzeugende Beispiele für diese Behauptung. Womit Breton & Co – und auch Freud – aber auf jeden Fall recht hatten: Träume sind eine unerschöpfliche Quelle aberwitzigen Humors und absurdester Einfälle. Man muss sie nur noch in die rechte Form bringen: '…. ihr Schriftsteller habt es gut, es kann kommen, was will, ihr braucht nur einen Stift und ein Blatt Papier und könnt sofort wieder mit der Arbeit beginnen', sagt (nach einem gewaltigen Erdbeben) jemand zum Schriftsteller Erich Hackl – jedenfalls in einer Fian’schen Traumszene. Diese in erstklassige short storys verwandelten erstklassigen Träume enthalten alles, was wir an unserer Schlafproduktion lieben: Hinrichtungen, Katastrophen, sexuelle Bizarrerien und Wunscherfüllungen der Sonderklasse. Da es sich beim Träumer um Antonio Fian handelt, nimmt es nicht Wunder, dass auch seine Arbeitswelt und seine Kollegen (und Konkurrenten) in unbezahlten Haupt- und Nebenrollen auftreten. Und das Schwierigste an Träumen, ihre Verständlichkeit, diese Frage stellt sich gar nicht erst, denn die Frage nach Sinn und Bedeutung ist ja die Spezialdomäne der Literatur! So wie Träume diverses (verwandlungsbedürftiges) Material verwandeln, verwandelt der Autor das Roh-material der Träume in Erzählungen. Ist das nicht der Verwandlungsvorgang, den Literatur immer vollziehen muss? Antonio Fian gewährt uns mit diesen Kurzgeschichten einen phantastischen und sehr unterhaltsamen Einblick in die hellwache Wirklichkeit.

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  • Rezension zu "Im Schlaf" von Antonio Fian

    Im Schlaf
    Sarlascht

    Sarlascht

    26. October 2009 um 21:23

    Auf dünnen 105 Seiten findet man 63 Kurzgeschichten, die eigentlich noch lange keine Geschichten sind, weil eigentlich Träume, und doch, jedes Kapitel wird irgendwie zu einer eigenen kleinen Welt. Natürlich sind es die Träume von Antonio Fian, weshalb sie für den Leser erschwert zu erfassen sind, auch wird man nie die tatsächliche Emotionslage des Autors, nach dem Traumerleben, wahrnehmen können. Hinter allem bleibt immer eine drückende Unbegreifbarkeit, da der Träumer selbst, zwar den Traum, mit Hilfe eines einwandfreien Schreibstils, formuliert hat, aber jegliche Empfindung dabei, dem Leser letztlich verborgen bleibt. Dem Autor gelingt es meiner Meinung nach nicht, die Gefühle des erlebten/geträumten, schriftlich festzuhalten. Durchaus ist es ein interessantes Erlebnis, in eine fremde Traumwelt einzutauchen, doch es bleibt immer eine Unzufriedenheit zurück, welche auch nach Beendigung des Buches, nicht verschwindet.

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