Antonio Garrido Der Totenleser

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Inhaltsangabe zu „Der Totenleser“ von Antonio Garrido

Der chinesische Medicus China, um das Jahr 1200: Mitten in den turbulenten Zeiten der Song-Dynastie arbeitet sich der mittellose und verwaiste Song Ci mit Fleiß und Entschlossenheit vom Leichenbestatter zum besten Studenten der angesehenen Ming-Akademie hoch. Seine Gabe, die dunklen Geheimnisse aufzudecken, die sich hinter den Verletzungen der Toten verbergen, erregt Aufsehen - aber auch Missgunst. Ci wird denunziert und wegen seiner revolutionären Obduktionsmethoden von der Justiz verfolgt. Doch seine außergewöhnlichen Fähigkeiten sprechen sich herum, bis sie schließlich auch dem Kaiser Song Nin Zong zu Ohren kommen. Er lässt den "Totenleser" zu sich rufen und bittet ihn, eine Reihe grausamer Morde am Hof zu untersuchen, die seine Dynastie zu vernichten drohen. Song Ci willigt ein - nicht ahnend, zwischen welche Fronten er schon bald gerät, gegen welche Mauern aus Schweigen er stoßen und welchen Intrigen er begegnen wird. Als er sich leidenschaftlich in die kaiserliche Konkubine Blaue Iris verliebt, wird die Luft im Palast dünn für ihn. Wem kann er vertrauen, und wer wird ihn verraten? Ein atemberaubender Roman über den ersten Gerichtsmediziner der Geschichte, ausgezeichnet mit internationalen Preis des Historischen Romans von Zaragoza. "Ein atemberaubendes Szenario, eine exzellente Recherche, verblüffende Details und eine Handlung, die packender nicht sein könnte." Radio Onda Cero

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  • Die Chinesische Kalenderchallenge 2015/2016

    Die Chinesische Astrologie. So erstellen Sie Ihr chinesisches Horoskop selbst.
    stebec

    stebec

    Willkommen zu unserer Challenge des Chinesischen Kalenders. Wir kattii und stebec haben uns ein paar nette Aufgaben überlegt, an deren Erfüllung ihr hoffentlich genauso viel Spaß haben werdet, wie wir bei der Erstellung. Natürlich dreht sich hier alles um den Chinesischen Kalender. Wir stellen euch Aufgaben für dessen Erfüllung ihr Punkte sammeln könnt, wenn ihr fleißig lest, aber alles der Reihe nach. Die Regel: Die Challenge findet vom 01.Mai 2015 bis zum 30.April 2016 statt. Einsteigen könnt ihr jederzeit und die verpassten Aufgaben auch nachholen.  Wir stellen euch jeden Monat zwei Aufgaben, die einem Tier des chinesischen Tierkreiszeichens passen. Die Aufgaben werden immer frühzeitig veröffentlicht, damit ihr genug Zeit habt, um euch eure Bücher herauszusuchen. Zusätzlich könnt ihr jeden Monat Elementaufgaben erfüllen, die Zusatzpunkte einbringen. Hier solltest ihr allerdings auf ein Gleichgewicht zwischen den Elementen sorgen. d.h. das jedes Element nur 6 mal verwendet werden darf. Die Elementaufgaben sind immer gleich. Natürlich müsst ihr auch darauf achten Yin&Yang im Gleichgewicht zu halten. D.h. das jedes Yin oder Yang nur 16 mal verwendet werden darf. Auch die Yin&Yang Aufgaben bleiben gleich. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, den wir verlinken können und in dem ihr eure Punkte aktuell haltet. Das hilft uns die Übersicht nicht zu verlieren.  Haltet euch hierbei bitte an das Beispiel, was wir unten erstellt haben. Die Aufgaben: Jeden Monat gibt es zwei Hauptaufgaben für euch, die von kattii im Monat vorher veröffentlicht werden. Eine zu einer schlechten und eine zu einer guten Eigenschaft des Tieres. Es geht sich also also darum für jeden Monat zwei Bücher zu lesen.  Die Elementzusätze können mit den Hautpaufgaben vereinbart werden. Die Elementzusätze sind keine Pflicht. als Beispiel: Ich lese ein Buch zu einer Hauptaufgabe, das über 450 Seiten hat und kann mir Wasserpunkte auf mein Konto schreiben. Feuer, heiß, leidenschaftlich und zerstörerisch. Um die Feuerpunkte zu bekommen, müsst ein Buch aus dem Genre Liebesroman, Thriller oder Dystopie lesen Wasser, 71% der Erde sind mit Wasser bedeckt. Das ist ganz schön viel. Deswegen müsst ihr für die Wasserpunkte ein Buch lesen, dass über 450 Seiten hat.  Luft, bedeutet Leichtigkeit. Man ist losgelöst von allem, deswegen lest ein Buch aus dem Genre: Fantasy, historischer Roman oder etwas humorvolles . Erde, ist ein sehr festes Element. Für die Erdenpunkte müsst ihr ein Hardcover lesen. Metall, steht für Fortschritt und deswegen müsst ihr für die Metalpunkte ein Buch lesen, dass nicht vor 2015 erschienen ist. Die Yin&Yang-Aufgaben sind simpel. Auch hier gilt, dass diese mit den Hauptaufgaben vereinbart werden können.  Yin => Ein helles Cover Yang => Ein dunkles Cover Ihr könnt euch hier entscheiden, ob ihr nur die Hauptaufgaben erfüllt oder die Zusätze auch abarbeiten möchtet.  Pro Buch könnt ihr eine Hauptaufgabe, einen Elementzusatz und einmal Yin oder Yang anrechnen. als Beispiel: Wenn ich ein Buch für eine Hauptaufgabe lesen, das über 450 Seiten hat und ein helles Cover besitzt, dann habe ich alle möglichen Aufgaben erfüllt. Sollte ich die Hauptaufgabe im Monat des Aufgabenstellung erfüllen, habe ich die höchstmögliche Punktzahl erreicht.  Die Punkte: Pro erfüllte Tieraufgabe gibt es 1 Punkt Pro erfülltes Element gibt es 1 Punkt Pro erfülltem Yin/Yang gibt es 1 Punkt Wenn ihr im Jahr des aktuellen Tieres geboren wurden seit:  Punktzahl mal 2 Wenn ihr die Aufgabe im Monat lest, in dem sie gestellt wurde: 1 Zusatzpunkt pro Aufgabe. Als Beispiel: Richtige Aufgabe + Element + Yin/Yang = 3 Punkte Ihr könnt also im Monat, wenn ihr beide Aufgaben und Zusatzaufgaben erfüllt habt 6 Punkte sammeln. Bei richtigem Geburtsjahr verdoppeln sich die Punkte auf 12. Und wenn ihr die Aufgabe im richtigen Monat lest gibt noch jeweils 1 Punkt pro Aufgabe dazu. Ihr könnt also bei richtigem Geburtsmonat 14 Punkte sammeln. Und in den anderen Monaten 8 Punkte. Am Ende der Challenge bekommt ihr noch einmal ein paar Bonuspunkte, wenn ihr fürs Gleichgewicht gesorgt habt. Punkte werden im folgenden Verhältnis verteilt. Yin&Yang: Jedes Yin&Yang mindest 8mal: 4 Punkte Jedes Yin&Yang mindest 10mal: 8 Punkte Jedes Yin&Yang mindest 12mal: 12 Punkte Elemente: Jedes Element mindestens 3mal: 8 Punkte Jedes Element mindestens 4mal: 12 Punkte Bonus für die Katzenaufgabe: 12 Punkte Am Ende des Jahres könnt ihr somit maximal 138 Punkte erreichen. Wenn wir euch jetzt mit unseren Regeln und Aufgaben nicht total durcheinandergebracht haben, freuen wir uns, wenn ihr uns ein Jahr lang auf dem Weg des chinesischen Kalenders begleitet. Selbstverständlich stehen wir euch immer mit Rat und Tat zur Seite.  Teilnehmer: 123sarah321 [inaktiv?] AberRush AnnaWaffel Anruba ban-aislingeach Bellastella BlueSunset Buchgeborene [inaktiv?] Buchgespenst clary999 DasBuchmonster DieBerta fabulanta [inaktiv?] Federzauber Galina86 hannelore259 Hikari Honeygirl96 [inaktiv?] janaka Jecke JuliB kattii Kitayscha Krimine LadySamira091062 Lavieenverre louella2209 lunaclamor [inaktiv?] mabuerele MiHa_Lore MiniMixi  mrsapplejuiice monana88 [inaktiv?] Niob Paulamybooksandme raphael-edward Regina99 samea Sandra251 scarlett59 Sick stebec sursulapitischi [inaktiv?] Tatsu Tiana_Loreen TigorA weinlachgummi Willia Wolfhound zazzles

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    • 2100
    Krimine

    Krimine

    01. November 2015 um 22:47
    mrsapplejuiice schreibt Oh schade.. gerade in meinem Geburtsjahr muss ich bei beiden Aufgaben passen. Es liegt kein graues Buch auf meinem SuB und ein Buch mit einem Haus drauf wird sich wohl auch eher nicht finden lassen :(

    Jetzt habe ich mal in deinem SUB gestöbert. "Anna im blutroten Kleid" finde ich schon grau und "Der Totenleser" hat für meine Begriffe auch ein Haus auf dem Cover. Wenn die anderen es genauso ...

  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    PMelittaM

    PMelittaM

    28. April 2015 um 17:25
  • Spannender Kriminalroman, der im historischen China spielt

    Der Totenleser
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    PMelittaM

    28. April 2015 um 17:15

     China, 1206: Song Ci wünscht sich nichts mehr als zu den kaiserlichen Prüfungen zugelassen zu werden. Doch dann stirbt sein Großvater und sein Vater muss den guten Posten in der Hauptstadt aufgeben, um seine Pflicht zu erfüllen. Im Heimatdorf hat sich Song Ci seinem Vater und seinem Bruder unterzuordnen, seine Karriere ist in weite Ferne gerückt. Als eine Leiche auf dem Reisfeld der Familie gefunden wird, scheint das Unglück über Song Ci gekommen zu sein. Song Ci ist eine historische Persönlichkeit, er widmete sein Leben der Rechtsmedizin und hat die erste forensische Abhandlung der Geschichte verfasst. Ich finde sowohl das historische China als auch die Rechtsmedizin faszinierend und freute mich auf eine interessante Romanbiografie. Wirklich bekommen habe ich sie nicht, dazu ist der Roman eindeutig zu fiktiv. Sicher weiß man nicht allzu viel über das Leben Song Cis, wenn man jedoch allein die biografischen Daten, die der Autor im Buch aufzeigt, mit dem Roman vergleicht, erkennt man, dass von Song Cis „wahrem“ Leben relativ wenig übrig geblieben ist. Dennoch hat mir der Roman sehr gut gefallen. Zum Einen, weil Antonio Garrido es trotzdem schafft, viel Song Ci in den Roman einfließen zu lassen. Der Roman-Song-Ci hat einen unbändigen Willen zu lernen und er beschäftigt sich mit vielen rechtsmedizinischen Fragen. Zum Anderen kommt sehr gut die damalige chinesische Gesellschaft zum Tragen, man erfährt viel über das Gesellschaftssystem an sich, die vielen Regeln und die gesellschaftlichen Riten, es werden aber auch die Nachteile klar. Im sehr umfangreichen Nachwort geht der Autor auf Vieles ein, das er im Roman streift, dort gibt es auch ein Glossar und ein Literaturverzeichnis. Was mich jedoch hin und wieder gestört hat, ist die recht moderne Sprache, der sich hier bedient wird, besonders bin ich über das, in meinen Augen sehr unpassende, Wort „Schwuchtel“ gestolpert. Zu guter Letzt handelt es sich hier – für mich zuerst überraschend, wenn man die Thematik bedenkt aber weniger erstaunlich – um einen sehr spannenden Kriminalroman. Das passt natürlich hervorragend zu Song Cis rechtsmedizinischem Interesse und so bekommt er mehr als einmal die Gelegenheit, sein Wissen nicht nur zu zeigen sondern auch zu erweitern (und mit ihm der Leser). Der Roman wird aus Sicht Song Cis erzählt, aber in der dritten Person. Der Leser lernt somit den Protagonisten sehr gut kennen, manches Handeln erscheint auf den ersten Blick fremd und unverständlich, doch man muss dies vor dem Hintergrund der Sozialisation betrachten, die er erfahren hat. Da ich schon mehrfach Romane aus dem historischen China gelesen habe, konnte ich mich sofort zurecht finden, wer Probleme hat, liest den sehr interessanten Anhang zuerst, manches wird dann sicher verständlicher, außerdem sollte man sich durchaus zur eigenen Recherche anregen lassen. Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Wer eine Romanbiografie erwartet, könnte enttäuscht werden, wer aber auch historische Kriminalromane mag, oder wen die exotische Kulisse fasziniert, wird sich sicher trotzdem gut unterhalten fühlen.

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  • Gerichtsmedizin

    Der Totenleser
    sonnja

    sonnja

    11. October 2014 um 08:09

    Song Ci hat es nicht leicht im Leben. Er kämpft gegen Tradition und Bestimmung, aber auch gegen Neid. Mit Beharrlichkeit, Durchsetzungskraft und seinen beachtlichen und außergewöhnlichen Gaben bestimmt er aber sein Schicksal im China des 12. Jahrhunderts und geht seinen Weg. Die Story ist rund und spannend. Der Autor bringt die chinesische, teilweise sehr fremd anmutende Kultur lebendig und eingängig rüber. Mich hat das Buch gefesselt und ich habe mit Ci gehofft und gelitten. Ein gutes Buch, das man mal gut als Abwechslung zwischendurch lesen kann. Darüber hinaus sind im Anhang auch einige Erklärungen zu den kulturellen und historischen Gegebenheiten verzeichnet.  

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  • CSI..

    Der Totenleser
    smutcop

    smutcop

    14. December 2013 um 14:27

    .. Wer hätte es gedacht, dass CSI in China seinen Anfang nahm? Was hier im 13 Jh unter forensischen Gesichtspunkten zu einer spannenden Story verarbeitet wird, ist wirklich beachtlich!

  • Intensives Leseerlebnis

    Der Totenleser
    Starbucks

    Starbucks

    03. November 2013 um 01:14

    ‚Der Totenleser‘ von Antonio Garrido besticht bereits durch sein tolles Aussehen. Das stolze Hardcover-Buch mit über 600 Seiten sieht so chinesisch und so hübsch aus, dass man es allein daher nicht mehr hergeben möchte. Aber auch der Inhalt überzeugt auf allen 635 Seiten. Der junge Song Ci hat immer nur Pech. Immer muss er sich durchschlagen, immer scheinen die Sterne nicht auf seiner Seite, immer wieder möchte man als Leser gern eingreifen. Bevor Ci endlich seinen Job als Totenleser antreten bzw. erlernen kann, kommt er erst einmal vom Dorf in die Stadt. Bereits die Anfangsszene des Buches ist fesselnd und erschreckend. Auch die Wirren auf dem Fluss und in der Stadt sind sehr lebendig und glaubhaft geschildert und geben eine düstere Stimmung wider. Auch, wenn die historischen Hintergründe eher im Hintergrund bleiben – mich hat das kaum gestört – habe ich mich voll in das historische China versetzt gefühlt. Mehr als die realistischen Schilderungen brauchte es für mich nicht. Die Handlung insgesamt, die nie aus der Spannung heraus kommt, scheint mir allerdings größtenteils fiktiv. Zu keiner Zeit war mir so wirklich im Bewusstsein, dass der Autor über den wahren ‚Vater‘ der Forensik erzählt. Die forensischen Deutungen waren zuweilen schwer zu verfolgen, aber niemals wirklich verwirrend oder langweilig. Wer vor der hohen Seitenzahl zurück schreckt, dem sei gesagt, die merkt man wirklich nicht. Die Seiten fliegen nur so dahin, wenn man sich abends im Bett oder auf der Couch so richtig in das Buch vertieft. Wer mich so fesseln kann, der hat volle Sternzahl verdient! Dass der Autor intensiv recherchiert hat, zeigt sich spätestens im Anhang. Da ich meine Bücher aber meistens von vorn nach hinten verschlinge, ist mir dieser leider erst spät aufgefallen. Ein Hinweis am Anfang wäre gut gewesen, oder warum stellt man solche Informationen nicht ganz nach vorn? Wäre es nicht sinnvoller gewesen, so manches vorher zu wissen? Alles in allem ist ‚Der Totenleser‘ von Antonio Garrido eines meiner Lesehighlights des Jahres. Dieses Buch schmückt jetzt mein Bücherregal und wird dieses auch nicht mehr verlassen. Absolute Leseempfehlung für alle, die das Thema ‚China‘ sympathisch finden!

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  • Die Geburtsstunde der Forensik

    Der Totenleser
    Nina2401

    Nina2401

    22. July 2013 um 20:41

    Ich liebe historische Romane und ich liebe Forensikthriller. Daher war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Einführung beginnt gemächlich. Ich erfahre sehr viel über Song Li und seine Vergangenheit. Von Anfang an nehmen die chinesischen Rituale, bei denen ich oftmals heftig schlucken musste, sehr viel Platz ein. Ein Beispiel ist der Gehorsam dem älteren Bruder gegenüber, auch wenn es manchmal unsinnig ist. Da war vieles für mich unverständlich und mir wurde klar, wie fremd und anders diese Kultur ist. Ein Schicksalsschlag jagt den nächsten, die Szenarien waren teilweise so eklig, dass ich froh bin, dass es keine „Riechbücher“ gibt. So viel Elend, das war mir zum Teil echt zu viel und zu deprimierend. Das Leben hat Song Li zu einem Einzelgänger gemacht. Er geht unerbittlich seinen Weg, der gepflastert ist von Gewalt und Brutalität, von Missgunst und Intrigen und von unvorstellbarer Armut. Allerdings fand ich es sehr interessant, so detailliert über eine mir bislang unbekannte Epoche zu lesen. Garrido schreibt und beschreibt ziemlich schonungslos und dieses Buch ist für zarte Gemüter nicht so sehr geeignet. Song Li ist eine interessante Persönlichkeit, die tatsächlich gelebt hat und Garrido hat ihm mit seinem Buch  ein Denkmal gesetzt. Gleichzeitig schafft er ein üppiges Sittengemälde vom alten China. Denn er führt uns nicht nur die bittere Armut in den Elendsvierteln vor Augen sondern entführt uns auch in das von Reichtum und Überfluss geprägte Leben im Palast des Kaisers. Absolut fasziniert war ich von Song Lis Arbeitsweise. Das Thema Forensik finde ich so spannend. Und hier kann ich die Anfänge hautnah miterleben. Es ist erstaunlich, mit welch einfachen Mitteln und natürlich seinem scharfen Verstand Song Li überraschende Rückschlüsse gezogen hat. Allein schon aus diesem Grund fand ich das Buch sehr lesenswert. Ein absolutes Muss für Fans von spannenden historischen Romanen, die ein Faible für Forensik haben.

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  • Rezension zu "Der Totenleser" von Antonio Garrido

    Der Totenleser
    BrittaHasler

    BrittaHasler

    26. February 2013 um 11:29

    Ich muss sagen, dass das Buch einen völlig anderen Eindruck erweckt, wenn man den Klappentext liest. Beim richtigen Lesen dann hatte ich permanent das Gefühl, dass hier irgendetwas nicht so recht passt. Zuallererst sei gesagt, ich fand das Buch sehr spannend und habe es auch in einem Rutsch durchgelesen. Allerdings hatte ich nie das Gefühl, tatsächlich einen historischen Roman zu lesen, als vielmehr eine Charles Dickens Geschichte vor dem Hintergrund der chinesischen Song-Dynastie. Meine Hochachtung für den Autor, denn das Buch ist hervorragend recherchiert, und ich habe unendlich viel dabei gelernt. Allerdings hät die Story kaum das Niveau, das sie verspricht. Alles dreht sich um einen naiven, lieben kleinen Kerl namens Ci, der sich nichts sehnlicher wünscht, als die Kaiserlichen Prüfungen zu bestehen. Auf dem Weg dahin muss er sich durch einen Riesenberg von Schwierigkeiten kämpfen. Sein Weg ist gepflastert mit unglaublichen Tragödien, die nach der hundertsten Wiederholung einfach nur noch ärgerlich sind. Man kann eine dramatische Geschichte auch erzählen, OHNE dem Protagonisten eine Hundertschaft an Widersachern entgegenzusetzen. Und es würde auch funktionieren, wenn wenigstens eine Figur dabei wäre, die der Hauptfigur ausnahmsweise mal KEINE Steine in den Weg legt. Aber dem ist nicht so. Das Buch müsste heißen CI gegen den Rest der Welt. Wie gesagt, die Story war spannend aber zugleich zäh, denn alles lief stets nach Schema F ab. Eine Dauerschleife an haarsträubenden Problemen. Das fand ich etwas enttäuschend. Es war eine Abenteuergeschichte, aber mehr auch nicht.

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  • Leserunde zu "Der Totenleser" von Antonio Manuel Garrido

    Der Totenleser
    aufbauverlag

    aufbauverlag

    Der chinesische Medicus China, um das Jahr 1200: Mitten in den turbulenten Zeiten der Song-Dynastie arbeitet sich der mittellose und verwaiste Song Ci mit Fleiß und Entschlossenheit vom Leichenbestatter zum besten Studenten der angesehenen Ming-Akademie hoch. Seine Gabe, die dunklen Geheimnisse aufzudecken, die sich hinter den Verletzungen der Toten verbergen, erregt Aufsehen – aber auch Missgunst. Ci wird denunziert und wegen seiner revolutionären Obduktionsmethoden von der Justiz verfolgt. Doch seine außergewöhnlichen Fähigkeiten sprechen sich herum, bis sie schließlich auch dem Kaiser Song Nin Zong zu Ohren kommen. Er lässt den „Totenleser“ zu sich rufen und bittet ihn, eine Reihe grausamer Morde am Hof zu untersuchen, die seine Dynastie zu vernichten drohen. Song Ci willigt ein – nicht ahnend, zwischen welche Fronten er schon bald gerät, gegen welche Mauern aus Schweigen er stoßen und welchen Intrigen er begegnen wird. Als er sich leidenschaftlich in die kaiserliche Konkubine Blaue Iris verliebt, wird die Luft im Palast dünn für ihn. Wem kann er vertrauen, und wer wird ihn verraten? Wollt Ihr gemeinsam mit uns in das alte, geheimnisvolle China reisen und das faszinierende Leben des ersten Gerichtsmediziners der Geschichte kennenlernen? Dann bewerbt Euch bis einschließlich 2.12. für eines von 25 Freiexemplaren.  Hier geht´s zur Leseprobe.  Wir sind gespannt auf Euch und freuen uns auf das gemeinsame Lesen.  Euer Team vom Aufbau Verlag

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    • 558
  • Rezension zu "Der Totenleser" von Antonio Garrido

    Der Totenleser
    Blaustern

    Blaustern

    28. January 2013 um 19:24

    China im 13. Jahrhundert unter der südlichen Song-Dynastie: Song Ci wächst in einem kleinen Dorf auf, zieht dann aber mit seiner Familie in die Stadt Lin’an, wo er seine Schule erfolgreich beendet und beginnt, an der Universität zu studieren. Als sein Großvater stirbt, kehren sie zurück ins Dorf, um das Trauerjahr einzuhalten. Doch in dem Dorf geschieht Grausames. Ein Mord an Song Cis altem Lehrer, der in Verbindung mit seiner Familie steht. Sein Vater fällt in Unehre, sein Bruder in einen qualvollen Tod und seine Eltern kommen beim Brand ihres Hauses um. Song Ci flüchtet wieder in die Stadt Lin’an und nimmt seine kleine kranke Schwester mit und eine große Verantwortung. Doch wieder Fuß zu fassen mit der Schande über den Namen seines Vaters war im damaligen China nicht leicht und an einen beruflichen Aufstieg kaum zu denken. Schließlich arbeitet er auf dem Friedhof und widmet sich seinem Talent, dem Totenlesen bis er zufällig dem Leiter der Akademie begegnet und sich seine forensischen Fähigkeiten bis an den kaiserlichen Hof herumsprechen. Dadurch macht er sich wieder neue Feinde und seine verbotene Liebe macht die Sache auch nicht besser. Die Geschichte beruht auf einen wahren Hintergrund; Song Ci war der erste Gerichtsmediziner und der Ur-Vater der forensischen Medizin. Antonio Garrido hat die Lebensgeschichte von Song Ci gut recherchiert, und wir bekommen hier auch einen perfekt geschilderten Einblick in die Untersuchung der Leichen sowie in die chinesischen Sitten und Gebräuche. Ci ist ein erstaunlicher Charakter, der sich nach allen Niederschlägen immer wieder aufrappelt und weiterkämpft. Das Buch ist in sechs Abschnitte geteilt und einen Anhang, der auch sehr interessant und am besten vor Beginn des Buches zu lesen ist. Es war auf seinen über 600 Seiten durchgängig spannend und zu keiner Zeit langatmig. Immer neue Fragen wurden aufgeworfen, auf deren Lösung man gespannt hinfieberte.

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  • Rezension zu "Der Totenleser" von Antonio Garrido

    Der Totenleser
    passionelibro

    passionelibro

    24. January 2013 um 17:21

    „Der Totenleser“ von Antonio Carrido spielt in China um 1200 und erzählt die Geschichte des mittellosen und dann verwaisten Beamtensohnes Song Ci. Mit einem überdurchschnittlichen Scharfsinn und Durchhaltevermögen schafft er es, auf die berühmte Ming-Akademie. Vom Leichengräber über Student wird er schließlich zum kaiserlichen Hof gerufen, um mysteriöse Mordfälle aufzudecken. Doch Neid, Korruption und Hass sind gefährliche Gegenspieler und Ci, trotz seiner außergewöhnlichen Kombinationsgabe, hat ein schweres Los. Der Roman mit über 600 Seiten darf nicht als „klassischer“ historischer Roman gesehen werden, so geht es doch in erster Linie um die Entstehung der Rechtsmedizin in einem Staat wie China, der dem Europa aus dem Mittelalter weit voraus war. Die einzelnen Handlungsfäden werden in einem furiosen Finale zusammengeführt, doch konnte mich das Buch leider nicht so fesseln und ich musste mich immer wieder aufraffen, um es zu Ende zu lesen.

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  • Rezension zu "Der Totenleser" von Antonio Garrido

    Der Totenleser
    Mine_B

    Mine_B

    23. January 2013 um 21:02

    Der historische Roman von Antonio Garrido „Der Totenleser“ spielt um das Jahr 1200 im alten China, zu Zeiten der Song- Dynastie. Die Hauptperson ist ein Junge namens Song Ci, welcher auf Grund eines persönlichen Grundes mit seinen Eltern und dessen Schwestern zurück in das Heimatdorf in die ostchinesischen Provinz Fujian zurückkehrt. Dort muss Ci seinen Bruder Lu bei der Feldarbeit helfen. Währenddessen denkt Ci über sein altes Leben als Assistent bei Richter Feng in der Hauptstadt Lin‘an nach und wie sein großer Bruder damals sein Vorbild gewesen war, in der aktuellen Situation empfindet er seinem Bruder gegenüber nur noch Gleichgültigkeit. Auf Grund eines plötzlichen Mordes in dem Dorf und einem tragischen Unfall flüchtet Ci mit seiner kranken Schwester Mei Mei in die Hauptstadt, in der Hoffnung, dort ein besseres Leben führen zu können und an der dortigen Akademie aufgenommen zu werden, um dort sein Studium wieder aufzunehmen. Doch schon bald muss er merken, dass dies leider nicht so einfach ist und muss sich auf diesem Weg vielen Herausforderungen stellen. Auf diesem Weg lernt er viele Personen kennen, welche ihm nicht immer wohl gesonnen sind. Zuerst arbeitet er bei einem geldgierigen Wahrsager namens Xu, dieser würde für Geld alles tun und bietet Ci einen Job an, in der Hoffnung, dass er ihn mehr Geld einbringen wird – mit seinem außerordentlichen Talent, Schmerzen zu überwinden und akzeptieren und auch mit der Art, aus Toten zu lesen. Im Verlaufe des Buches treten weitere relevante Persönlichkeiten auf, die Ci nichts Gutes wollen. Die Art des historischen Romans hat mir recht gut gefallen – der Handlungsort ist das alte China, wie ich finde, ein recht interessanter zeitlicher Abschnitt. Jedoch hat man nicht immer das Gefühl, in dieser Zeit zu sein, man kann sich teilweise auch recht gut vorstellen, dass diese Geschichte sich auch zu der heutigen Zeit in China abspielen könnte. Der Schreibstil von Antonio Garrido hat mir sehr gut gefallen, das Buch hat sich flüssig lesen lassen und war auch recht angenehm zu lesen. Die Art, wie es der Autor geschafft hat, Spannung in das Buch zu integrieren, hat mir gut gefallen. Das Buch selber ist in einzelne Abschnitte gegliedert und in jedem dieser Abschnitte existiert ein eigener Spannungsbogen. Das empfand ich als sehr angenehm und hat mich von dem Talent des Autors überzeugt. Man hatte nicht das Gefühl, dass eine Passage jetzt überflüssig wäre oder zu sehr ausgeschmückt, jeder Abschnitt war in sich stimmig und spannend – und dadurch ließ sich in dem Buch ein eindeutiger roter Faden erkennen. In diesem Buch lernt man recht viel über die damaligen Traditionen und die Kultur im Lande China, auch der Anhang ist sehr detailliert und gut gestaltet. Das hat mir persönlich sehr gefallen. Jedoch würde ich es nicht als reinen historischen Roman bezeichnen. In diesem Werk wird sich zwar auch mit der damaligen Kultur beschäftigt, jedoch liegt der Hauptaspekt eher auf der Entwicklung der damaligen Gerichtsmedizin und dem Einfluss von Ci. Doch in diesem thematischen Aspekt, der Weiterentwicklung und Verfeinerung der Gerichtsmedizin hätte ich mir teilweise etwas detailliertere Ausführungen gewünscht. Ich würde es daher eher als einen historischen Krimi bezeichnen. Der Protagonist in diesem Buch ist Song Ci. Er ist durch eine spezielle Krankheit gekennzeichnet – er kann keinen Schmerz empfinden. Er empfindet es als eine Bürde und versucht, diese Tatsache vor seinen Mitmenschen zu verheimlichen. Teilweise ist Ci ein sehr mutiger, intelligenter und willensstarker junger Mann, der sich hingebungsvoll für seine kranke Schwester Mei Mei aufopfert, der alles dafür gibt, sein Lebensziel zu verfolgen, der nur lernen will, dessen großer Traum es ist, an der Akademie zu studieren und auch sehr viel tut, um dieses Ziel zu erreichen. Teilweise ist er aber auch recht naiv und viel zu gutgläubig. Er fällt gerne mal auf andere Personen herein und versucht, nur das Gute in ihnen zu sehen. Er ist innerhalb dieses Buches von einer Katastrophe in die nächste gelangt und hat immer versucht, sich da herauszukämpfen. Mich persönlich hat diese Mischung aus Naivität und willensstarker Intelligenz leider nicht ganz überzeugt – manchmal bin ich nicht wirklich warm mit dem Protagonisten geworden. Als einen negativen Aspekt von diesem Buch empfand ich die kurze Inhaltsbeschreibung auf dem Buchumschlag. Ich rate davon ab, diese zu lesen und sich daraus eine Vorstellung über den Inhalt zu machen. Leider spiegelt diese Beschreibung den Inhalt nicht korrekt wieder, sie ist irreführend und nimmt dem Buch doch viel vorweg. Als Fazit möchte ich sagen, dass dieses Buch durchweg ein gelungenes Werk ist. Jedoch sollte man keinen klassischen historischen Roman erwarten, sondern eher eine Mischung aus Kriminalroma und einem historischen Roman. Wer Bücher über und in dem alten China mit einem Einschlag in die Gerichtsmedizin mag, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Das Buch ist durchweg spannend und hat ein überraschendes Ende mit gut gezeichneten Charakteren.

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  • Rezension zu "Der Totenleser" von Antonio Garrido

    Der Totenleser
    Marcuria

    Marcuria

    16. January 2013 um 02:14

    "Die Wunden sind unbestechliche Zeugen der Geschehnisse. Manchmal sagen sie uns, wann, und manchmal sagen sie uns sogar, warum jemand getötet wurde." (S.358) . Der junge Song Ci lebt gegen 1200 zu Zeiten der Song-Dynastie gemeinsam mit seinen Eltern und Geschwistern in einem kleinen Dorf in der ostchinesischen Provinz Fujian. Entgegen seiner Stärken und Wünsche bestehen seine Aufgaben dort vor allem aus anstrengender Feldarbeit. Ursprünglich war die Familie nach Lin'an gezogen, wo Ci an der Akademie Rechtsmedizin studierte, um eines Tages als Staatsrichter Anstellung zu finden, doch aufgrund eines Todesfalls mussten sie in das Heimatdorf zurückkehren und Ci demnach seine Studien abbrechen. Als dann aber bald darauf im Dorf ein schrecklicher Mord geschieht, kann Ci zum ersten Mal sein außerordentliches Können unter Beweis stellen und sich seiner Berufung als Totenleser ein Stück nähern, die ihn im Laufe der Geschichte noch zu einem schweren Verhängnis werden wird. . Obwohl ich weder historische Romane, noch Krimis zu meinen bevorzugten Genres zähle, hat Antonio Manuel Garrido es von der ersten bis zur letzten Seite geschafft, mich gefangen zu nehmen und nicht mehr loszulassen. Völlig unvorbereitet bin ich an dieses Buch herangetreten (und bin im Nachhinein sehr froh darüber, denn "Der Totenleser" ist eines dieser Bücher, bei denen man den Klappentext partout meiden sollte, da die dort beschriebenen Ereignisse erst etwa in der zweiten Hälfte des Buches einsetzen.) Was genau zeichnet dieses Werk also aus? . Ich habe selten erlebt, dass ein Buch keine einzige langatmige, überflüssige oder gar unschlüssige Stelle enthält. Dem Autor gelingt es, anstelle eines typischen Spannungsbogens über die knapp 650 Seiten viele kleine und große Wenden mit eigenen Höhepunkten einzubauen. Wann immer man sich als Leser sicher wähnt, das Geschehen einigermaßen im Blick zu haben oder es gar wagt, Vermutungen über den weiteren Verlauf anzustellen, taucht die nächste Überraschung auf, die sich schlüssig in das Gesamtgeschehen einfügt. . Der Hauptaugenmerk der Geschichte liegt eindeutig auf dem kriminalistischen Teil, weshalb eingefleischte Fans historischer Romane einwenden mögen, dass man oftmals nicht das Gefühl habe, sich im alten China zu befinden. Das mag stimmen und doch habe ich durch die Lektüre sehr viel über alte Traditionen, Lebensweisen und Vorgänge zur damaligen Zeit gelernt. Neben den konfuzianischen Regeln erfährt man beispielsweise einiges über die Totenwache, die Eunuchen, Konkubinen, allgemein Abläufe am Hof und selbstverständlich über die Anfänge der Gerichtsmedizin. Speziell dieser letzte Punkt hat mich oftmals fasziniert. Die Beobachtungsgabe und Geschicktheit, die der Protagonist bei der Aufklärung einiger Fälle an den Tag legt, die Methoden, die er entwickelt und die der Leser hautnah mitverfolgen kann, sind schlichtweg beeindruckend, vor allem in Anbetracht des Vermerkes im Anhang, dass all dies historischen Schriften entnommen wurde. . Jede im Buch auftauchende Figur ist glaubwürdig dargestellt und speziell die Hauptpersonen tragen sehr individuelle Charaktereigenschaften. Während zu Beginn die Verteilung der guten und bösen, der sympathischen und weniger beliebten Personen eindeutig scheint, verschwimmt diese klare Grenze, passend zum Verlauf der Geschichte, mit der Zeit immer mehr, was zusätzliche Spannung erzeugt und wodurch man sich als Leser auch hier nie sicher sein kann. Der Schreibstil ist sehr angenehm und im positivsten Sinne unauffällig. Der Aufwand, den der Autor in die Recherche gesetzt hat, ist deutlich zu erkennen. Besonders hervorzuheben sind auch die gut gestalteten Atmosphären - beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, dass diese Geschichte mit all den einprägsamen Szenen, interessanten Orten und lebendigen Charakteren eine geradezu perfekte Vorlage für eine Verfilmung wäre. . "Der Totenleser" ist ein rundum gelungener Roman und somit mein persönlicher Favorit aus dem Jahre 2012 und sei hiermit jedem, der sich für die Thematik interessiert, vorbehaltslos empfohlen.

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  • Rezension zu "Der Totenleser" von Antonio Garrido

    Der Totenleser
    Matzbach

    Matzbach

    13. January 2013 um 10:39

    Frei nach dem alten Werbespruch: Wenn einem soviel Schlechtes widerfährt, das ist schon einen Asbach Uralt wert. Die Geschichte um den mittellosen Song Ci, der zu so etwas wie dem ersten Pathologen der chinesischen Geschichte wird, ist durchaus spannend und gut zu lesen. Dabei werden er und seine Familie das Opfer einer wahrhaft gigantischen Intrige am Kaiserhof. Was den Lesegenuss allerdings etwas stört, ist die meiner Ansicht nach überkonstruierte Handlung, der arme Song Ci schlittert von einer Katastrophe in die nächste, und wenn man glaubt, schlimmer gehts nimmer, dann setzt Garrido noch einen drauf. Schade, ich glaube nicht, dass der Roman das nötig gehabt hätte.

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  • Rezension zu "Der Totenleser" von Antonio Garrido

    Der Totenleser
    killerprincess

    killerprincess

    08. January 2013 um 18:41

    "Der Totenleser" von Antonio Garrido Inhalt Mit seiner Familie lebt der 20jährige Ci im Hause seines Bruders. Er muss bei der Arbeit auf dem Reisfeld helfen, obwohl Ci viel lieber Bücher liest und wenig kräftig ist. Seiner Leidenschaft gilt nicht nur den Büchern, sondern auch der Toten. Vor ein paar Jahren hatte er Erfahrung im Untersuchen von Leichen sammeln können und sein größter Traum ist es, wieder an die Universität von Lin'an zurückzukehren. Doch dann überschlagen sich bei Ci Zuhause die Ereignisse, als er auf einem Feld eine Leiche findet. Plötzlich ist Ci verwaist und ist mit seiner kranken Schwester auf der Flucht. Meinung Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, da es sehr spannend klingt und ich gerne einmal einen historischen Roman lesen wollte. In diesem Genre bin ich nämlich bisher nicht sehr bewandert. Ich muss abschließend sagen, dass bei diesem Buch kein reiner historischer Roman voirliegt, wie ich sie mir vorstelle. Der Autor hat merklich viel Wert auf die Handlung gelegt. Schreibstil und Handlung haben sich kaum von einem Krimi der in der Gegenwart spielt, unterschieden. Nur inhaltlich gab es ab und an Details, die einen erinnerten, dass es in der Vergangenheit spielt. Manchmal habe ich gar nicht mehr so richtig daran gedacht, dass wir uns in China um 1200 befinden. Ci als Protagonist finde ich nett und sympathisch. Er ist oftmals einfach zu gut für diese Welt, weil er immer nur allen helfen möchte und das richtige machen möchte. Doch irgendwie scheint das Schicksal etwas gegen ihn zu haben und andauernd hat er Pech oder es werden ihm Steine in den Weg gelegt. Da hatte ich immer viel Mitleid für Ci, aber ich fand es manchmal beim Lesen auch zu negativ, weil kaum etwas richtig gut lief, dass man irgendwie ein schönes Gefühl beim Lesen hatte. Auch schlimm fand ich es, wie manche Folterszenen geschrieben wurden. Sie waren nicht unbedingt sehr brutal oder gar blutrünstig, doch die bloße Ungerechtigkeit, dass jemand durch Gewalt zu einem Geständnis einer Straftat, die er gar nicht begangen hat, gezwungen wird, finde ich einfach schrecklich. Fazit Eine lesenswerte Geschichte, doch ich könnte mir vorstellen, dass Fans von historischen Romanen vielleicht enttäuscht sein könnten, weil das hier nicht unbedingt im Vordergrund steht. Wenn man diese Erwartungen jedoch abgelegt hat, ist das Buch spannende Unterhaltung. Von mir gibt es einen Stern Abzug, weil ich es manchmal wie schon gesagt, einach zu deprimierend fand und ich so anfänglich gar nicht sehr viel Lust aufs Weiterlesen hatte. Später ist es sehr spannend, keine Frage, doch es gab immer wieder Passagen, die ich als etwas unnötig empfand, die die Geschichte nur unnötig in die Länge gezogen haben. Das gewisse Etwas hat gefehlt, um dieses Buch perfekt zu machen, aber empfehlenswert ist es allemal. Auch für Leser wie mich, die nicht viel Ahnung vom damaligen China haben, ist die Geschichte verständlich.

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