Antonio Hill Der einzige Ausweg

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Inhaltsangabe zu „Der einzige Ausweg“ von Antonio Hill

Eine junge Frau wird von der U-Bahn erfasst, und Inspektor Salgado muss raus in die kalte Nacht von Barcelona: War es Selbstmord? Aber was bedeutet dann das einzige Foto auf ihrem Handy: die steifen Körper von drei erhängten Hunden? Salgado macht sich an die Arbeit, auf seine eigene kompromisslose Art, die ihn in der Vergangenheit schon mehr gekostet hat, als ihm lieb sein kann. Er spricht mit den Kollegen des Opfers bei einem Kosmetikhersteller, doch ihre Chefin begegnet ihm ausweichend, und die jungen Kollegen kriegen kein gerades Wort heraus. Niemandem in dieser Firma ist zu trauen, und dann erfährt Salgado von einer weiteren Tragödie: Ein anderer Mitarbeiter hat sich eine Kugel in den Kopf gejagt – nachdem er seine Frau und seine kleine Tochter regelrecht hingerichtet hatte …

Sehr spannend mit einem gemeinen Cliffhanger.

— Flamingo

"Der einzige Ausweg" ist nach "Der Sommer der toten Puppen" der zweite Barcelona-Krimi aus der Salgado-Reihe.

— Laura126

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  • Barcelona ruft ....

    Der einzige Ausweg

    engineerwife

    06. July 2017 um 17:57

    Genial, gefiel mir besser als der erste Teil der Trilogie um Inspektor Salgado und sein Team in Barcelona. Auch in diesem Band werden wieder zwei Fälle parallel verarbeitet. Hektor kümmert sich um die Opfer und Verdächtigen in der betroffenen Kosmetikfirma. Immer fester zieht sich das Netz um die Betreiber derselben. Zwei Selbstmorde in kurzem Zeitabstand in einer Firma können doch kein Zufall sein. Als dann ein drittes Opfer gefunden wird, stürzt sich Salgado mit fieberhafter Energie in die Aufklärungsarbeit und fügt Puzzlesteinchen um Puzzlesteinchen zusammen. Der Fall eignet sich hervorragend um sich von seinem privaten Schicksal abzulenken, denn seine Exfrau Ruth, Mutter seines Sohnes, ist und bleibt verschwunden. Hectors schwangere Kollegin kann derweilen die Hände nicht einfach so in den Schoß legen. Sie begibt sich auf nicht immer ungefährliche Spurensuche, wird sie die Verschwundene finden? Mehr sei hier nicht verraten, denn es gibt noch einen dritten Teil. Den werde ich mir auf jeden Fall gönnen! Meine Empfehlung für diese Krimireihe der anderen Art. Hier lohnt es sich dran zu bleiben.

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  • Spannung pur!

    Der einzige Ausweg

    Laura126

    07. November 2015 um 21:15

    Eine junge Frau stürzt in Barcelona vor die U-Bahn. Aber Inspektor Salgado glaubt nicht an einen Selbstmord. Auf dem Handy der Frau befinden sich nur ein Foto von einem Baum, an dem drei erhängte Hunde baumeln und eine Textnachricht:"Vergiss das nicht!". Bald überschlagen sich die Ereignisse. Schnell wird klar, dass die Verstorbene in einer Kosmetikfirma gearbeitet hat, wo sich einige Monate zuvor ein Mitarbeiter erschossen hat, der zuvor seine Familie ausgelöscht hatte. Ist das ein Zufall? Oder könnte dies beide miteinander verbinden? Der Autor schafft es perfekt von Seite zur Seite immer mehr Spannung aufzubauen. Zudem wird durch die Unterteilung nach agierenden Personen ein guter Überblick verschafft und gleichzeitig das Interesse des Lesers noch mehr geweckt. Die Spannung erhöht sich auch dadurch, dass es am Ende jedes Kapitels wieder etwas mehr Informationen gibt. Am Ende gewährt uns Antonio Hill noch einen kurzen Ausblick auf seinen nächsten Roman, denn er deutet an, wer womöglich zuletzt Ruth lebend gesehen hatte. Ich persönlich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, so hoch die Spannung war. Absolut empfehlenswert für alle Krimi-Liebhaber!

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  • Verbrechensbekämpfung auf spanisch

    Der einzige Ausweg

    Isabell47

    22. July 2015 um 08:52

    Inspektor Salgado arbeitet bei der spanischen Polizei in Sachen Todesfälle/Mord und wird zu dem Schauplatz auf den Bahngleisen gerufen, wo eine junge Frau zu Tode gekommen ist. Was hat es mit der Nachricht auf dem Handy auf sich und warum ist es der zweite Todesfall, der Fragen aufwirft bei der gleichen Firma? Inspektor Salgado nimmt nicht nur dieser Fall sehr in Anspruch, sondern er hat noch privat mti der Tatsache zu kämpfen, dass seine getrenntlebende Frau Ruth, die Mutter seines Sohnes, spurlos verschwunden ist. Während seine Mitarbeiterin schwanger zu Hause bleiben muss, hat er einen neuen Kollegen an die Seite gestellt bekommen, an den er sich noch gewöhnen muss. Ich finde den jungen Mann, der gute Arbeit leistet, sehr sympathisch und bin Salgado damit einen Schritt voraus. Seine schwangere Mitarbeiterin hat es sich währenddessen zu Aufgabe gemacht, nach Ruth zu forschen. Der Krimi hat mir äußerst gut gefallen, denn er ist vielschichtig angelegt und kommt ohne extreme brutale Darstellungen aus. Ich habe ganz viele Figuren des Krimis gut kennengelernt und sehr unterschiedliche Schicksale erfahren. Am Ende wird einiges gelöst, soviel möchte ich verraten, aber anderes wirft neue Fragen auf und ein neues Licht auf die Sache mit Ruth.Ich muss jetzt unbedingt den ersten Fall lesen und auf den dritten, der sicherlich bzw. hoffentlich kommen wird, warte ich sehr gespannt.

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  • Barcelona im Winter

    Der einzige Ausweg

    gagamaus

    01. July 2015 um 08:55

    Ich war ja schon vom ersten Teil dieser Reihe schwer angetan. Dies liegt zum einen an Salgado, der auch in diesem zweiten Band als ruhiger und kluger Charakter intensiv gezeichnet wird. Dann natürlich am Setting Barcelona, welches mir fremd und exotisch ist und im Winter schön depressiv und trüb geschildert wird. Und am Schreibstil des Autors allgemein. Der es auch in "Der einzige Ausweg" wieder geschafft hat mich ohne viel Tamtam zu fesseln. Er verwendet viel Zeit auf die kriminalistische Suche und das Gefühlsleben seiner Protagonisten. Wie ein Puzzle breitet er den Fall vor uns aus und lässt uns mitraten und mitfinden. Wie zwei angebliche Selbstmorde zusammenhängen ist spannend und kniffelig und ohne große Klischees. Besonders gefreut habe ich mich allerdings, dass Kollegin Castro nicht sang- und klanglos im Mutterschutz verschwindet, sondern stattdessen angefangen hat, nach der verschwundenen Ruth zu suchen. Dieser Handlungsstrang hat mir besonders gut gefallen. Geschickt wird alles ineinander verwoben. Es handelt sich hier nicht um einen blutigen Page-Turner-Thriller sondern einen klugen und interessanten Krimi mit symphatischen Ermittlern, die hartnäckig den Spuren folgen und sich trotz ihrer privaten Probleme nie von ihren Nachforschungen abbringen lassen. Mir gefällt die Reihe ausnehmend gut und ich freue mich, wenn es hoffentlich noch mindestens einen weiteren Teil mit Salgado gibt.

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  • eine verfahrene Situation

    Der einzige Ausweg

    coffee2go

    08. July 2014 um 13:29

    Kurze Inhaltszusammenfassung: Hector Salgado ist ein argentinischer Inspektor bei der Polizei in Barcelona. Dort hat er nicht nur Freunde, denn nach einem Zwischenfall, bei dem er handgreiflich wurde, werden seine Schritte sehr genau beobachtet. Auch in Hectors Privatleben gibt es Probleme: Seine Frau Ruth hat sich von ihm getrennt und danach mit einer Frau zusammengelebt, doch danach ist sie spurlos verschwunden. Hector und sein Sohn Guillermo im Teenageralter sind zurückgeblieben und haben bis heute noch keine Gewissheit, was mit ihr geschehen sein mag. Auch die Polizei hat nichts entdecken können und den Fall zu den Akten gelegt. Inzwischen arbeitet Inspektor Salgado an einem neuen Fall, der ihn stark beansprucht: Drei MitarbeiterInnen einer Kosmetik-Firma haben innerhalb von vier Monaten den Selbstmord gewählt oder wurden dazu getrieben und innerhalb des Unternehmens herrscht zwar eine angespannte Stimmung, doch will man der Polizei nicht so recht behilflich sein. Inspektor Salgado hört auf sein Bauchgefühl und versucht mit allen möglichen Techniken etwas aus den MitarbeiterInnen herauszubekommen, was nicht einfach ist. Gleichzeitig ermittelt eine Kollegin von Hector, die eigentlich schon im Mutterschutz ist, auf eigener Faust und hinter Hectors Rücken am mysteriösen Verschwinden von Hectors Ex-Frau Ruth. Meine Meinung zum Buch: Der Krimi lässt sich sehr schnell lesen, da er einfach geschrieben ist und auch gut gegliedert, in kurzen Kapiteln und Abschnitten zu den einzelnen Personen. Gut gefallen hat mir einerseits, dass die Charaktere sehr gut beschrieben werden und auch über das Privatleben viel preisgegeben wird, sodass die Personen authentisch erscheinen. Auch die Idee mit dem Firmentraining, an dem acht MitarbeiterInnen der Kosmetik-Firma teilgenommen haben, habe ich gut und lebhaft geschildert gefunden. Der gesamte Handlungsstrang war spannend, aufbauend und insgesamt rund. Der zweite Handlungsstrang mit der Suche nach Hectors verschwundener Ex-Frau war weniger ausgefeilt und für mich als LeserIn nicht zufriedenstellend. Einerseits wurde vom Autor die Wiederaufnahme der Ermittlungen groß aufgezogen, danach hat Leire, die Ermittlerin auf eigener Faust, auch interessante Informationen entdeckt, die in Richtung Adoption und Menschenhandel gingen, aber diese Spur wurde dann nicht weiter verfolgt und auch am Ende des Buches weiß man über Ruths Verschwinden kaum mehr als zu Beginn. Dieser völlig offene Schluss ohne jede Wendung hat mich nicht zufrieden gestellt. Hier könnte der Autor in einem Fortsetzungs-Krimi ansetzen und die Suche nach Ruth aufdecken. Titel und Cover: Die Gestaltung des Cover finde ich sehr gelungen. Der Titel ist stimmig mit dem Inhalt des Buches und gleichzeitig passt auch das Bild auf dem Cover sehr gut dazu. Der beengende Durchblick durch die hoch emporragenden Häuserreihen verleiht das Gefühl, dass man in der Mitte steht und immer enger eingegrenzt wird bis inmitten nur noch ein schwarzes Loch bleibt. Mein Fazit: „Der einzige Ausweg“ ist meiner Meinung nach, leichte Krimi-Kost, sodass man das Buch ohne größere Anstrengung gut zum Entspannen oder während des Urlaubes und relativ schnell lesen kann. Außerdem bin ich jetzt neugierig auf den Vorgänger-Krimi „Der Sommer der toten Puppen“ geworden, sodass ich diesen auch bald lesen werde.

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  • Vergiss das nicht

    Der einzige Ausweg

    Igelmanu66

    „Héctor schaute auf das Display. Die Nachricht bestand nur aus drei Wörtern, in Großbuchstaben, mit einem Foto im Anhang. VERGISS DAS NICHT Als er das Foto öffnete, begriff Salgado, warum Fort ihn gerufen hatte … Zuerst dachte er, es seien in einem Baum verhedderte Drachen. Doch nachdem er das Bild vergrößert hatte und die Details erkennen konnte, sah er, dass es etwas anderes war. Ein Baum war es, das schon, mit dicken, kräftigen Ästen. Aber was da hing, diese an Stricke geknüpfte Gestalten, waren Tiere. Die steifen Körper von drei erhängten Hunden.“ Ein eigenartiger Selbstmord beschäftigt Inspektor Héctor Salgado. Eigenartig, weil die junge Frau, kurz bevor sie sich scheinbar vor einen Zug warf, auf ihrem Handy eine Nachricht mit einem angehängten Foto erhalten hatte, das drei erhängte Hunde zeigt. Bei den Ermittlungen erfährt Salgado, dass sie für das gleiche Kosmetikunternehmen arbeitete wie ein junger Mann, der vor kurzem dadurch Schlagzeilen machte, dass er seine Frau, seine einjährige Tochter und anschließend sich selbst tötete. Was sein Privatleben angeht, steht Salgado selber im Zentrum von Ermittlungen. Denn seine Frau Ruth verschwand vor einigen Monaten spurlos – es wird nicht ausgeschlossen, dass sie Opfer eines Verbrechens geworden ist. Ein spannender Krimi am Schauplatz Barcelona! Die Handlung verfolgt mehrere Erzählstränge. Da gibt es zum einen die Ermittlungen von Salgado, der nicht nur einen Zusammenhang zwischen den Todesfällen vermutet, sondern sogar Zweifel hegt, ob es sich tatsächlich um Selbstmorde handelte. Und was hat es bloß mit diesem Foto auf sich, das noch an mehr als einer Stelle auftauchen wird… Seine Kollegin Leire, eigentlich hochschwanger und daher schon vom Dienst freigestellt, bemüht sich währenddessen, Licht in das Verschwinden von Salgados Frau zu bringen. Besteht ein Zusammenhang zu einem früheren Fall von Salgado? Die Ermittlungen führen Leire weit zurück in Ruths Vergangenheit… Währenddessen sorgen sich einige Mitarbeiter des bewussten Kosmetikunternehmens sehr. Sie wissen nämlich sehr gut, was die Toten miteinander gemein haben. Ein dunkles Geheimnis, das acht von ihnen teilen – darunter die zwei Toten. Sehr schön geschrieben, manchmal wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Intensiv wird auch auf die seelischen Probleme und Nöte der Protagonisten eingegangen. Hier wäre zum Beispiel noch das Verhältnis zwischen Héctor und seinem halbwüchsigen Sohn zu nennen, der ebenso wie sein Vater unter dem Verlust der Mutter leidet, zu dem Héctor aber keinen richtigen Zuwachs findet. Noch weitere interessante Aspekte werden behandelt, darunter die Themen Adoptionen oder Homosexualität. Es gibt auch einige Rückblenden und Bezüge zum Vorgängerband „Der Sommer der toten Puppen“, die werden aber alle gut erklärt, so dass zum Verständnis keine Infos fehlen. Insgesamt fand ich das Buch sehr intensiv und die wechselnden Perspektiven gefielen mir gut. Was mir nicht so gefiel, war die Auflösung rund um das Thema Ruth – daher auch der Punktabzug. Vielleicht hab ich es aber auch falsch verstanden? Wer weiß. Bis auf diesen Punkt aber ein klasse Buch – und da andere diesen Schluss möglicherweise gerade gut finden - eine klare Leseempfehlung von mir.

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    • 2

    Arun

    20. May 2014 um 10:49
  • Delgado im freien Fall

    Der einzige Ausweg

    MissStrawberry

    09. February 2014 um 00:31

    Inspektor Salgado wird an einen Tatort gerufen: eine junge Frau wurde von der U-Bahn erfasst. Er kann nicht an Selbstmord glauben, denn es taucht ihr Handy auf, auf dem ein beunruhigendes Foto mit einem noch beunruhigenderen Text ist - sonst nichts. Salgado hat aber noch ganz andere Probleme: seine Exfrau ist verschwunden und er und sein Sohn hängen deshalb in der Luft. Er lässt die hochschwangere Leire heimlich ermitteln, da ihm der Fall entzogen wurde. Dann sterben weiter Mitarbeiter der Firma Alemany, bei der die junge Frau in der U-Bahn gearbeitet hatte und Salgado wird misstrauisch ... Der Anfang las sich super gut, aber leider hat das Buch schnell an Fahrt verloren und hat sich in den diversen Erzählsträngen, die am Ende nur mühsam zueinanderfanden, verlaufen. Vieles hätte man sehr viel kürzer ausdrücken und/oder erzählen können, sodass der Lesefluss teils wirklich zäh wurde. Dabei fällt es dann sehr schwer, das Gelesene im Gedächtnis zu behalten und die Personen nicht zu vermischen. Das lies sich bis zum Ende leider mit nichts ausgleichen. Besonders nicht, da zwei Handlungsstränge mit Cliffhangern enden und so zwingen, den nächsten Band zu lesen. Das mag ich überhaupt nicht - schon gar nicht, wenn man nicht alle Bände hintereinander weg lesen kann, weil sie noch gar nicht veröffentlicht wurden. Schade! Ich hatte mir sehr viel mehr vom Plot versprochen und bin nun leider enttäuscht. Deshalb sind nur drei Sterne für die Story und die Ausarbeitung übrig.

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  • Solide, aber mehr auch nicht.

    Der einzige Ausweg

    Chimiko

    15. January 2014 um 10:49

    Der einzige Ausweg ist ein solider Krimi, aber kein herausragender. Erst im letzten Drittel konnte die Geschichte mich überzeugen, davor hatte ich einfach das Gefühl, dass es zu viele Längen gibt, zu viele Szene, die sich hinzogen und mich überhaupt nicht fesseln konnte. Dabei ist gerade die Tatsache, dass dies ein Krimi ist, der auf Polizeiarbeit beruht, eigentlich etwas, das mir gefällt. Auch die fehlenden extremen Gewaltausbrüche und brutalen und blutige Morde sind etwas, das mir hier definitiv nicht gefehlt hat. Doch wenn ich einen Krimi lese, der eben auf die Arbeit der Kommissare angewiesen ist, dann erwarte ich auch ein Buch, das mit den Charakteren bestechen kann: Ob das nun ein sympathischer oder außergewöhnlich ermittelnder Kommissar, ein Assistent, der vielleicht einen besonderen Spleen hat, ein charismatischer Verdächtiger oder vielleicht auch ein Opfer, dessen Leben ein unerwartete Wendung hat, ist. Hier habe ich nichts davon. Ein Kommissar, dem ich irgendwie nicht nahe kommen konnte, obwohl ich die Leseprobe da eigentlich viel versprechend fand - jemand, der freiwillig zum Psychologen geht. Leider konnte Kommissar Salgado nicht das halten, was mir zumindest anfangs gefallen hatte. Auch die anderen Charaktere blieben ziemlich blass und konnten einfach keinen Eindruck hinterlassen. Nur Leire Castro sticht dabei noch hervor, doch wenn man sowohl die Verdächtigen als auch die anderen Polizisten betrachtet, ist sie für mich die Ausnahme. Insgesamt ist der Plot, in dem Leire ermittelt, der Teil des Buches, der zumindest mir besser gefallen hat. Sie wirkt lebendiger, ihre Ermittlungen sind eindeutig interessanter und insbesondere ihre manchmal auch leicht skrupellose Ader macht sie einfach spannender. Leire beschäftigt sich mit Salgados verschwundener Frau Ruth - die Geschichte, die den roten Faden im Vorgänger und auch in den folgenden Büchern bilden wird. Und Ruths Geschichte hat eindeutig mehr interessante Moment als der Todesfall, den Salgado bearbeitet. Die Idee mit den drei toten Hunden als Druckmittel ist sicher gut, aber für mich auch so ziemlich das einzig interessante Detail an der gesamten Ermittlung. Auch fand ich es schade, dass Salgado, der anfangs eigentlich eher durch die Ermittlungsarbeit so langsam ein Bild des Ganzen erhielt, zum Schluss durch einen 'Schuss ins Blaue' einen Glückstreffer landet und schließlich den Fall lösen kann. Das lies mich leicht unzufrieden zurück Auch wenn es zwar zwischendurch einige Längen gab, waren diese eher inhaltlich bedingt. Der Schreibstil an sich ist leicht zu lesen und passt sich den Charakteren an. Die vielen Wechsel der Sichten schafften zumindest einen leichten Spannungsanstieg, wenn sie es auch nicht rausreißen konnten. Das Barcelona-Feeling, das ich mir nach dem Titel erhofft hatte, kam jedoch nicht so rüber. Zwar gibt es einige Barcelona-spezifische Szenen, aber gerade Momenten, in denen einen zugezogene Person die Stadt in den höchsten Tönen lobt, wirkt für mich eher etwas erzwungen. Lustigerweise hatte ich im Übrigen Probleme mit den spanischen Namen - vielleicht hat dies auch seinen Teil dazu beigetragen, dass das Buch mich nicht fesseln konnte. Fazit Antonio Hill hat hier einen soliden Krimi geschrieben, der mich nicht überzeugen konnte. Mir fehlte das Barcelona-Feeling sowie sympathische Charaktere, da nur Leire Castro für mich aus den anderen recht blass bleibenden Figuren herausstach. Auch konnte mich der Haupterzählstrang dank ziemlich Längen nicht vom Hocker reißen. Lesenswert ist dagegen die Geschichte Ruth Salgados, die sich über mehrere Bände erstrecken wird.

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  • Spannender Barcelona-Krimi

    Der einzige Ausweg

    sChiLdKroEte

    14. January 2014 um 09:01

    Inspektor Salgado wird nachts zu einer U-Bahn-Station gerufen. Eine junge Frau wurde von einem Zug erfasst. Alles deutet auf Selbstmord hin. Doch dann entdecken die Ermittler auf dem Mobiltelefon der Frau ein Bild mit drei erhängten Hunden und der Nachricht: „Vergiss das nicht“. Die Ermittlungen führen Salgado zum Arbeitgeber der Frau, dem Kosmetikunternehmen Alemany. Er erfährt, dass der Selbstmord der jungen Frau in der Firma der zweite innerhalb weniger Monate war. Ein weiterer Mitarbeiter hatte zunächst seine Frau und seine kleine Tochter und dann sich selbst getötet. Parallel zu den Ermittlungen in dem Selbstmord-Fall ermittelt eine Kollegin von Hector Salgado, Leire Castro, die sich während ihres Mutterschutzes ziemlich langweilt, auf eigene Faust im Fall seiner getrennt lebenden Frau Ruth, die vor einem halben Jahr spurlos verschwand. Hector Salgado, gebürtiger Argentinier,  leidet sehr unter der Trennung von seiner Frau und deren Verschwinden.  Er lebt zusammen mit seinem 15-jährigen Sohn Guillermo in Barcelona. Er hat Probleme sein Temperament zu zügeln, was auch beruflich zu Komplikationen führt. Nachdem er einen Verdächtigen verprügelt hat, wird ihm eine Psychotherapie verordnet, die er später aus eigenen Stücken weiterhin in Anspruch nimmt. Er raucht zu viel und leidet unter Schlafstörungen. In der Geschichte wird zwischen verschiedenen Blickwinkeln hin und her gewechselt. Mal wird aus der Sicht Hector Salgados erzählt, mal aus der von Leire Castro und dann wieder aus der eines der Mitarbeiter der Kosmetikfirma. Durch diese Wechsel und die unterschiedlichen, interessanten Charaktere wird die Handlung spannend und lebendig. Das Ende der Geschichte hat mir nicht so gut gefallen. Nachdem die vermeintlichen Selbstmorde aufgeklärt wurden, bleiben die letzten Details des Teambuilding-Wochenendes der Alemany-Mitarbeiter  ungeklärt. Nachdem einer der Mitarbeiter Salgado aufsucht um diese zu gestehen, hätte ich mir gewünscht, dass auch der Leser Kenntnis  des Inhalts dieses Geständnisses erlangt. Auch der Fall der verschwundenen Ruth Valldaura, Salgados Frau, bleibt ungelöst und wird am Ende noch einmal spannend. An ein paar Stellen war die Sprache etwas holprig und der Text nicht ganz rund. Alles in allem ist „Der einzige Ausweg“ ein solider Krimi. Ich habe ihn gerne gelesen und mich nicht gelangweilt. Das Ende war nicht vorher zu sehen.

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  • *+* Leider zwei offene Enden *+*

    Der einzige Ausweg

    Irve

    17. December 2013 um 19:52

    *+ Leider zwei offene Enden +* Zusammenfassung: Eine junge Frau wird von der U-Bahn erfasst, und Inspektor Salgado muss raus in die kalte Nacht von Barcelona: War es Selbstmord? Aber was bedeutet dann das einzige Foto auf ihrem Handy: die steifen Körper von drei erhängten Hunden? Salgado macht sich an die Arbeit, auf seine eigene kompromisslose Art, die ihn in der Vergangenheit schon mehr gekostet hat, als ihm lieb sein kann. Er spricht mit den Kollegen des Opfers bei einem Kosmetikhersteller, doch ihre Chefin begegnet ihm ausweichend, und der junge Marketingleiter kriegt kein gerades Wort heraus. Niemandem in dieser Firma ist zu trauen, und dann erfährt Salgado von einer weiteren Tragödie: Ein anderer Mitarbeiter hat sich eine Kugel in den Kopf gejagt nachdem er seine Frau und seine kleine Tochter regelrecht hingerichtet hatte. (Quelle: lovelybooks.de) Das Cover: Von unten wird an einem rund gebauten Häuserkomplex nach oben fotografiert. Das Gemäuer ist rot gehalten, in der Mitte zeigt sich der schwarze Himmel. Neben dem Autor und Titel des Buches erhält der Leser noch die Information, dass es sich hierbei um einen Barcelona-Krimi handelt. Meine Meinung: Zwei Erzählstränge berichten über zwei verschiedene Fälle der Polizei. Zum einen ermittelt Leire, die sich gerade in Mutterschutz befindet, im Falle der verschwundenen Ruth der Ex-Frau von Kommissar Salgado. Dieser untersucht mit seinen Kollegen zunächst nur Saras Tod in der U-Bahn-Station. Schon bald stellt sich heraus, dass der vermeintliche Selbstmord vermutlich keiner war. Der Fall zieht immer weitere Kreise. Als sich herausstellt, dass Sara, die für ein Kosmetikunternehmen arbeitete, nicht die erste Tote aus dessen Reihen ist, konzentrieren sich die Ermittlungen auf dieses Unternehmen. Immer mehr Fakten treten zutage, der Kreis zieht sich immer enger zusammen und schließlich hat der Inspektor Klarheit über das, was passiert ist und welche Hintergründe dem zugrunde lagen. Leider wird der Fall nicht lückenlos aufgeklärt. Die Schuldigen werden zwar gefunden, jedoch wird das Verbrechen an sich nicht komplett aufgelöst. Ebenso wenig klärt sich der Fall, an dem Leire auf eigene Faust ermittelt. Der Krimi endet also mit 2 Cliffhangern und der Autor hat ganze Arbeit geleistet.. denn natürlich möchte ich wissen wie es weitergeht und somit warte ich schon jetzt auf die Fortsetzung dieser Barcelona-Reihe, in der Hoffnung, im Folgeband die fehlenden Infos zu bekommen. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und spannend. Obwohl man zu Beginn mit recht vielen Protagonisten konfrontiert wird, blickte ich recht gut durch und konnte der Handlung und den Zusammenhängen gut folgen. Die Charaktere tun in diesem Krimi nicht einfach nur ihre Arbeit, nein, sie haben auch ein Privatleben. Antonio Hill haucht allen Personen Leben ein und jeder Beteiligte bekommt seine Geschichte, was mir sehr gut gefällt. Unter´m Strich ist es eine ausgewogene Mischung geworden. Bunt, spannend und interessant. Sehr gut hat mir gefallen, dass der Autor den einen oder anderen Blick in die Psyche seiner Handlungsträger gewährt. So konnte ich einige Handlungen und Beweggründe zwar keinesfalls gut heißen, aber ziemlich gut nachvollziehen. „Der einzige Ausweg“ ist klug konstruiert und geschickt umgesetzt. Der Krimi hat mich wunderbar unterhalten und ich nutzte jede Minute, um weiterzulesen. Ich bekam zwar kein Gänsehaut-Feeling, war aber sehr gepackt, spürte die unterschwellige Spannung und fieberte mit den Polizisten bei der Suche nach den Tätern mit. Mein Fazit: Ungewöhnlich konstruiert mit raffiniert aufgebauter Spannung. Mir hat es gut gefallen und ich gebe dem Krimi 5 Sterne. Infos zum Buch: „Der einzige Ausweg“ von Antonio Hill ist der zweite Teil der Barcelona-Reihe. Er ist am 09.12.2013 unter der ISBN-Nr. 9783518464878 im Suhrkamp-Verlag erschienen und auch als eBooks verfügbar. (Quelle: lovelybooks.de)

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  • Winter in Barcelona

    Der einzige Ausweg

    hundertwasser

    16. December 2013 um 10:08

    Antonio Hill treibt mit „Der einzige Ausweg“ die Fortschreibung seiner Saga um den Kriminalinspektor Héctor Salgado und die Stadt Barcelona weiter voran. Doch fernab von zementierten Klischees eines sommerlichen Barcelonas, in dem durchgängig die Sonne scheint und die Temperatur nie unter 30 Grad fällt, zeigt Hill ein gänzlich anderes Bild. Schnee fällt und kalte, ungastliche Temperaturen herrschen nicht nur in der Stadt sondern auch im zwischenmenschlichen Umgang der Katalanen. Nach dem möglichen Suizid einer jungen Frau in einem U-Bahnschacht kommt der melancholische und manchmal jähzornige Inspektor Héctor Salgado einem tödlichen Geheimnis auf die Spur, das eine Gruppe von Mitarbeitern eines Kosmetikkonzerns teilt. Der eigentliche Kriminalfall, der „Der einzige Ausweg“ zugrunde liegt, ist nicht allzu spektakulär und innovativ. Der Reiz, der dem neuen Roman von Antonio Hill innewohnt, liegt in der horizontalen Erzählweise des Autors begründet. Die Ereignisse, die im Vorgängerroman ihren Ausgang nahmen, werden nun weitergeführt und nehmen eine überraschende Entwicklung. Dementsprechend empfiehlt sich die vorweg gehende Lektüre von Hills Erstling „Der Sommer der toten Puppen“, auch wenn die Kenntnis dieses guten Romans nicht essentiell ist. Der Cliffhanger am Ende des Buches macht wahrhaft Lust auf den nächsten Roman Antonio Hills, der dann auch gerne einmal in einem wärmeren Barcelona spielen darf! Wer weitergehende Informationen über den Roman sucht, der dürfte hier fündige werden: [...]

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  • Spannender Barcelona-Krimi!

    Der einzige Ausweg

    Petris

    14. December 2013 um 10:51

    Héctor Salgado hat es gerade nicht leicht. Seit dem Verschwinden seiner Ex-Frau Ruth schläft er schlecht, daran ändert auch nichts, dass er regelmäßig zum Therapeuten geht. Außerdem macht er sich Sorgen um seinen Sohn Guillermo, der nach dem Verschwinden seiner Mutter bei ihm lebt und an den er einfach nicht heran kommt. Als er zu einem Zwischenfall in der U-Bahn, bei dem eine Frau stirbt, gerufen wird, sieht erst alles nach Selbstmord aus, doch nach und nach kommt er drauf, dass sich dahinter mehr verbergen muss. Es wäre schon ein komischer Zufall, dass wenige Monate zuvor ein Arbeitskollege der Toten, ebenfalls Selbstmord beging und davor auch noch seine Frau und die kleine Tochter getötet hatte. Als dann ein dritter Todesfall, eine junge Frau aus der selben Firma, die zu viele Schlaftabletten genommen hatte, wird schnell klar, dass das kein Zufall mehr sein kann. Doch die Gruppe, alle Teilnehmer an einem Teambildungswochenende, hält zusammen und verrät nicht, was damals passiert ist und was es mit dem Bild von den erhängten Hunden, das sie alle geschickt bekommen, auf sich hat. Eine harte Nuss für Héctor! Parallel dazu macht sich Leire, Héctors Kollegin, die in Mutterschutz ist, sich langweilt und unnütz vorkommt, daran, Ruths Akten nochmal durchzuackern und sich auf die Suche nach der Verschwundenen zu machen. Die zu frühe Geburt ihres Sohnes Abel unterbricht ihre Recherchen. Viel konnte sie nicht herausfinden. Ein unglaublich spannender, sehr vielschichtiger Roman. Ich mochte die einzelnen Charaktere mit ihren Fehlern und Schwächen. Héctor ist ein sympathischer Ermittler und sein ganzes Umfeld, auch mit den privaten Turbulenzen, bietet viel Stoff für weitere Fälle. Und vor allem ist da der rote Faden des Verschwindens von Ruth! Der muss auf alle Fälle noch weiter gesponnen werden. Und dass der Leser am Ende noch eine kleine Information bekommt, wer Ruth wohl zuletzt gesehen hat und dass das eine völlig unerwartete Person ist, macht klar, dass es weitergeht.  Für alle, die spannende Unterhaltung lieben und Barcelona mögen! Ich habe das Buch mit großem Vergnügen gelesen!

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  • Der einzige Ausweg

    Der einzige Ausweg

    buchleserin

    14. December 2013 um 09:29

    Sara Mahler ist vor die U-Bahn gesprungen. War es ein Selbstmord? Oder steckt mehr dahinter? Zwei Jungs haben ihr Handy gefunden, auf dem ein ziemlich unheimliches Foto ist. Es zeigt drei erhängte Hunde und die Nachricht: VERGISS DAS NICHT. Inspektor Héctor Salgado wird mitten in der Nacht zur U-Bahn-Station gerufen um mit den beiden Jungen zu sprechen. Salgado leidet sehr unter Schlafstörungen. Nach dem Verschwinden seiner Frau Ruth lebt er alleine mit seinem 15-jährigen Sohn Guillermo zusammen. Sein Psychiater meint, er leidet unter zu viel Stress. Salgado beginnt mit seinen Ermittlungen und spricht mit den Kollegen des Opfers bei einem Kosmetikhersteller und ihrer Chefin. Aus dem jungen Marketingleiter ist kein Wort heraus zu bekommen. Die Mitarbeiter dieser Firma sind ziemlich verdächtig, Salgado kann niemandem trauen. Wie sich herausstellt, gibt es noch einen traurigen Todesfall in der Firma. Ein Kollege hat seine Frau und seine Tochter getötet und sich dann selbst erschossen. „Der einzige Ausweg“ beginnt schon sehr spannend und mysteriös mit dem Geschehen an der U-Bahnstation und der seltsamen Nachricht auf dem Handy. Inspektor Héctor Salgado ermittelt, denn zwei Selbstmorde in einer Firma sind doch ziemlich verdächtig. Eine Kollegin, die sich eigentlich im Mutterschutz befindet, untersucht inzwischen das Verschwinden von Salgados Frau Ruth, ihm selbst wurde der Fall entzogen. Antonio Hills Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Die Handlung fing interessant und spannend an. Zwischendurch gibt es jedoch auch einige Längen und es fehlte mir an Spannung. Auch das Ermittlerteam konnte mich nicht so begeistern. Inspektor Selgado ist ganz gut beschrieben, doch irgendwie bleiben alle Charaktere die ganze Zeit über ziemlich blass. Sympathisch war mir jedoch die Kollegin Leire, die im Fall der verschwundenen Ruth ermittelt. Der Kriminalfall war zwar interessant, doch mich konnte dieser Barcelona-Krimi leider nicht so ganz fesseln.

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  • Spannender spanischer Krimi

    Der einzige Ausweg

    nodi

    12. December 2013 um 14:13

    Inspektor Hector Salgado arbeitet bei der Polizei in Barcelona.  Sein neuester Fall ist eine junge Frau, die sich vor eine U-Bahn geworfen hat. Bei seinen Ermittlungen stößt er auf das Handy der Toten, darauf gibt es nur eine einzige Nachricht und ein Bild von drei toten Hunden. Privat hat Hector auch einige Probleme. Seine Frau hat ihn verlassen, ist aber jetzt auch noch spurlos verschwunden. So lebt er mit seinem 15-jährigen Sohn alleine, kann nachts nicht mehr schlafen und hat ständig Alpträume. Dies ist bereits das zweite Buch um Inspektor Hector Salgado. Ich hatte das erste Buch noch nicht gelesen, muss es aber unbedingt nachholen, aber man versteht  trotzdem sehr gut die Zusammenhänge der Protagonisten und ihre Verhältnisse zueinander. Das Buch besteht aus mehreren Handlungssträngen, der Aufklärung der Morde an den Mitarbeitern der Kosmetikfirma und außerdem sucht eine schwangere Kollegin, die eigentlich im Mutterschutz ist, nach Hinweisen zum Verschwinden von Ruth, der Frau von Hector. Das Buch ließ sich sehr flüssig lesen und ich fand es, bis auf einige etwas zu detailliert beschriebene  Situationen,  sehr spannend.

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  • So melancholisch wie in Tango

    Der einzige Ausweg

    guybrush

    10. December 2013 um 20:17

    Barcelona im Winter. Eine Frau stürzt sich vor die U-Bahn. Bei der Ermittlung stößt Kommissar Salgado darauf, dass sich kurz zuvor ein Arbeitskollege der Frau eine Kugel in den Kopf gejagt hat, nachdem er seine Frau und seine kleine Tochter regelrecht hingerichtet hatte. Stehen die beiden Fälle in Zusammenhang und welches Mysterium verbirgt sich hinter dem Foto der drei erhängten Hunde? Héctor Salgado ist ein sympathischer Protagonist. Seit seine Frau spurlos verschwunden ist, hat er Alpträume und ist in psychiatrischer Behandlung. Alleinerziehender Vater mit einem Job bei den Mossos d’Esquadra, als Inspektor der katalanischen Polizei, intensiv und frustrierend zugleich. Eins vorweg, das Buch liest sich gut, aber es ist kein klassischer Krimi. Zwar gibt es Tote und es wird auch ermittelt, aber die Handlung folgt keinem klaren Plot. Sie treibt mal hierhin und mal dorthin, ohne wirklich irgendwo anzukommen. Die Stärken des Buches liegen vielmehr in der Art, wie die Geschichte erzählt wird – nämlich aus jeder erdenklichen Perspektive. Man folgt diesen ständigen Wechseln aber gerne, denn sie haben eine Sogwirkung und ziehen einen tief hinein in die vielschichtigen Dimensionen des Falls. Die Anlage der Charaktere in diesem Buch lässt einen spüren, dass Antonio Hill Psychologie studiert hat. Es gibt kein schwarz-weiß, dafür jede Menge schmutziges grau in den Tiefen der Seelen. Jeder kann zum Täter werden, wenn die Umstände es erfordern – und manch einer zerbricht daran. Mit dem mehr oder weniger offenen Ende muss man leben können. Nicht alle Aspekte des Falls lassen sich klären bzw. zu einem befriedigenden Ende führen. Fast wie im richtigen Leben. Und ganz zum Schluss gibt’s dann noch den klassischen Cliffhanger … to be continued ;-)

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