Antonio Muñoz Molina Die Nacht der Erinnerungen

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Inhaltsangabe zu „Die Nacht der Erinnerungen“ von Antonio Muñoz Molina

Von später Liebe und Verrat in Zeiten des Krieges.

Madrid, kurz vor dem Ausbruch des Bürgerkriegs: Ignacio Abel, ein erfolgreicher Architekt, beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit der attraktiven Amerikanerin Judith Biely. Als Ignacios Frau das Verhältnis entdeckt, versucht sie, sich umzubringen. Judith, geschockt und geplagt von Gewissensbissen, verschwindet spurlos. Auf der Suche nach ihr irrt Ignacio durch die Straßen von Madrid, in denen die politische Lage sich zuspitzt. Wie durch ein Wunder gelingt es ihm, einem Erschießungskommando zu entkommen und nach Amerika zu fliehen. Dort trifft er überraschend Judith wieder, mit der er eine letzte Nacht verbringt, die große 'Nacht der Erinnerungen'.

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  • Rezension zu "Die Nacht der Erinnerungen" von Antonio Muñoz Molina

    Die Nacht der Erinnerungen

    Claudia-Marina

    19. February 2012 um 17:28

    Es tut mir leid, aber ich kann nicht mehr. Weiterlesen. Bis zur Hälfte hab ich es geschafft – und bei gut 1000 Seiten ist das nicht mal wenig. Ich habe es zur Seite gelegt, immer wieder zur Hand genommen, doch nach der letzten längeren Pause musste ich es mir eingestehen – ich kann dieses Buch nicht beenden. In den Wirren des Spanischen Bürgerkriegs verliebt sich der verheiratete Architekt Ignacio Abel in die Amerikanerin Judith Biely. Seine Frau erfährt von der Affäre und versucht, sich das Leben zu nehmen; Judith verschwindet. Dann muss Abel fliehen – sein Weg führt ihn über Frankreich nach Amerika – dort will er sein altes Leben hinter sich lassen und ein neues anfangen. Doch sein altes Leben ist ihm dichter auf den Fersen, als er vermutet. Aus der Perspektive eines stillen, unbekannten Beobachters wird diese Geschichte erzählt, abwechselnd in der Gegenwart in den USA und in Rückblenden in Spanien. Dieser Perspektivwechsel ist ein Grund, warum ich mich mit dem Roman nicht so recht anfreunden konnte – er hat mich einfach immer wieder verwirrt. Mir fehlt eine klare Trennung zwischen Abels beiden Leben, dem vor und dem nach Judith. Das Antonio Muñoz Molina ein grandioser Schriftsteller ist, der es versteht, mit Worten, mit Sätzen umzugehen, das kann und will ich gar nicht bestreiten. Mir gefällt seine Erzählweise sogar richtig gut. Ich mag seinen Erzähler, diesen uns unbekannten Außenstehenden, mir gefällt diese Idee, Abel durch die Augen eines anderen betrachten zu können. Die Geschichte interessiert mich – oder besser gesagt, der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Wenn das also alles stimmig ist, warum kann ich das Buch dennoch nicht beenden? Mir gelingt es jedoch nicht, mich in die Geschichte rein zudenken und einzufühlen. Oder um es ganz direkt zu sagen: Abels Schicksal lässt mich vollkommen kalt. Eiskalt. Es ist wie mit einem Gebäude – auch wenn der Architekt großartig ist, handwerklich alles perfekt zu sein scheint, das Fundament solide und das Dach einsturzsicher – gefallen muss es mir noch lange nicht. Und dann muss ich mich auch nicht allzu lange in diesem Gebäude aufhalten, muss nicht jeden seiner Winkel erkunden. Ich gehe einfach weiter zum Nächsten.

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