Antonio Scurati

 3 Sterne bei 2 Bewertungen

Alle Bücher von Antonio Scurati

Das Kind, das vom Ende der Welt träumte

Das Kind, das vom Ende der Welt träumte

 (2)
Erschienen am 01.02.2012
Eine romantische Geschichte

Eine romantische Geschichte

 (0)
Erschienen am 20.07.2012

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Rezension zu "Das Kind, das vom Ende der Welt träumte" von Antonio Scurati

Viel Rauch um nichts
The iron butterflyvor 5 Jahren

Antonio Scurati erzählt die, mit realitätsnahen Ereignissen unterfütterte, Geschichte eines Professors im italienischen Bergamo, der augenblicklich in einer offensichtlichen Identitäts- und Beziehungskrise steckt.
Als Freizeitkolumnist wird er zudem von seinem Redakteur auf einen aktuellen Fall von Kindesmissbrauch in einer örtlichen Grundschule angesetzt, der ihm zusätzlich Sorgen bereitet, da er sich unterschwellig an Ereignisse in seiner eigenen Kindheit erinnert fühlt. Konkret wird er dabei nicht, jedoch erlauben Flashback-Kapitel die Sichtweise eines kleinen Jungen zu erleben, der sich mit Alpträumen und Schlafwandelaktivitäten quält. Alles bleibt irgendwie vage und lässt viele Fragen offen.
Die Szenerie hat eine durch die Missbrauchsthematik beklemmende Stimmung, die Ekel und Abscheu produziert, den der Autor nicht einzudämmen vermag. Für mich fördert der Autor Scurati (bewusst und provokativ) durch die Sexphantasien des Professors im Umgang mit seinen Studentinnen den Ekel beim Leser. Ich empfinde seine Herangehensweise an die heikle und ernst zu nehmende Problematik als sehr zwiespältig. Einerseits ist mir bewusst, dass er aufrütteln und die Eigendynamik einer reißerischen Medienlandschaft aufzeigen will. Andererseits fühlte ich mich durch seinen Protagonisten, den Ich-Erzähler-Professor mehr als befremdet. Auch will er zu viel in seinem Roman verpacken, plötzlich geht es um Fremdenhass und Integrationsprobleme, dann wieder um Kirche und Missbrauch, Gewaltexzesse und die Verrohung unserer Gesellschaft im Allgemeinen.
Alles in allem bin ich nie wirklich zu Scuratis Essenz durchgedrungen, bin nie in der Atmosphäre angekommen. Verschlechtert hat sich der Eindruck maßgeblich durch den generellen Verlauf der Geschichte, das Ende ist einfach nur grauenhaft erdacht. Während ich diese Rezension schreibe beschließe ich meine Bewertung von drei auf zwei Sterne zu kürzen, da mir neben der Thematik an sich, die ich als sehr wichtig erachte, und Scuratis stellenweisem sehr guten Umgang mit Sprache nichts Positives mehr einfällt.

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Munros avatar

Rezension zu "Das Kind, das vom Ende der Welt träumte" von Antonio Scurati

Rezension zu "Das Kind, das vom Ende der Welt träumte" von Antonio Scurati
Munrovor 7 Jahren

Handlung: Ein Professor der zeitweise auch als Jornalist arbeitet erlebt wie seine Stadt in eine Art Histerie verfällt. Immer mehr bestimmt die Angst das Leben in der kleinen Italienischen Stadt Bergamo.Genährt wird diese Angst von den Medien die , einen Fall des (angeblichen) Kindesmissbrauchs in Bergamo ausschlachten ..

Der Icherzähler ( der Professor) berichtet vom anfang der ersten veröffentlichten kindesmissbrauchsfällen bis zum ende dieser tragödie ,die geschehnisse in Bergamo. Das Buch ist auch wie ein Bericht geschrieben , sie sind die Erinnerungen des Icherzählers.

Dieses Buch hatte zwar gute kritiken , trotzdem war ich angfangs zweifelnd..für mich hat es sich der Autor zu einfach gemacht..Menshcen lassen sich nur durch ihre angst bestimmen, medien sind schlecht und die studentinnen des professors sind alle schlampen.der hass und die angst vor pädophlilen bricht aus wie eine hysterie,die er zwar nachvollzogen hat , aber deutlich anprangert...und doch hat dieses buch mich aufgewühlt , mich zum nachdenken gebracht und mich irgendwo auch berührt.
die bemerkung des autors das buch sei teilweise aus realen vorkommnissen , wird im buch sehr deutlich. fast alles ist sehr realistisch .
Fazit: definitiv lesenwert. gesellschaftskritisch und realistisch..

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