Antonio Skármeta Die Tage des Regenbogens

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Inhaltsangabe zu „Die Tage des Regenbogens“ von Antonio Skármeta

Antonio Skármeta erzählt mit bezaubernd einfacher, klarer Sprache eine Mut machende, optimistische Geschichte. Denn wirkliche Revolutionen finden nur statt, wenn sich jedermann, und sei er noch so unpolitisch, daran beteiligt. Ein Plädoyer für Phantasie, Poesie und Zivilcourage.
Ein modernes Märchen von Mut und Freiheitsliebe, das wahr geworden ist.
Chile 1990: Der Gymnasiast Nico entdeckt die Liebe und die Politik gleichzeitig. Er schwärmt für seine freiheitsliebende Mitschülerin Patricia, die nach dem Abitur ihr Land verlassen will: Sie glaubt nicht an ein baldiges Ende der grausamen Militärdiktatur Pinochets. Als Nicos Vater, der Philosophielehrer Santos, vor den Augen der ganzen Schulklasse entführt wird, erkennen beide, dass Flucht nur die einfachste Lösung wäre.
Ausgerechnet Patricias Vater, der Werbefachmann Bettini, der sich bisher mit Limonaden-Spots auf politisch neutralem Gelände bewegt hat, soll die Kampagne zum Volksbegehren für oder gegen den Fortbestand der Regierung gestalten. Bald hat er eine ebenso einfache wie geniale Idee: Die Regenbogen-Kampagne, die die Menschen dazu bewegen soll, „No!“ zu stimmen.

Ausgezeichnet mit dem Premio Planeta-Casamérica

Verfilmt von Pablo Larraín unter dem Titel ¡NO!, nominiert für einen Oscar als “Bester ausländischer Film” 2013

...wollte die Story schon als Film unbedingt sehen, jetzt als Buch wiederentdeckt muss ich es wohl lesen!

— Leselo

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  • Rezension zu "Die Tage des Regenbogens" von Antonio Skármeta

    Die Tage des Regenbogens

    Clari

    15. March 2013 um 13:13

    Leben in Zeichen politischen Wandels. Chile im Jahr 1990. Das Regime unter Pinochets sitzt noch fest im Sattel. Seit Jahren schlägt sich der bekannte Werbefachmann Adrián Bettini als Gegner des Regimes schlecht und recht mit kleinen Aufträgen durch. Unverhofft bekommt er den Auftrag, die Werbung für ein Plebiszit zur Abwahl des Regimes zu gestalten. Das ist ungewöhnlich, denn Pinochet duldet keine Abweichler. Doch aufgrund eines in der Verfassung von 1980 festgelegten Volksentscheides musste dieser abgehalten werden. Pinochet wurde damit in Jahr 1990 aus dem Amt gewählt. Die kurze Zeit bis zu seiner Abwahl bildet den Fokus des Romans von Antonio Skármeta. Mit einer von Adrián erdachten "Regenbogenkampagne" und einem Strauss Walzer ist in diesem Roman die Abwahl Pinochets am Ende zustande gekommen. Nico Santos besucht das Gymnasium, an dem sein Vater Philosophielehrer ist. Eines Morgens wird dieser in der Klasse verhaftet. Man weiß ja, wie das Regime mit unliebsamen Gegnern umging: Folter und Mord waren an der Tagesordnung. Nico ist verzagt und in Sorge um den Vater. Zugleich hat er sich in seine Mitschülerin Patricia verliebt. Deren Vater ist der bekannte Werbefachmann Adrián Bettini! Patricia ist eine freiheitsliebende Kämpferseele, die nach dem Abitur das Land verlassen will. Sie ist entsetzt, weil sie sich an der Stimmabgabe gar nicht beteiligen will. Doch willigt sie schließlich ein, mit "Nein" gegen das Regime zu stimmen. Schon bei den ersten Worten der Erzählung spürt man die Angst und den Druck, mit dem die Menschen in Chile unter Pinochet leben mussten. Antonio Skármeta beherrscht eine knappe Sprache mit kurzen Sätzen, die einem den Zugang zu seiner Geschichte erleichtern. Die stumme Eintracht, mit der sich die Verfolgten verbinden, erzeugt Spannung und Faszination. Die Rahmenhandlung zur Erzählung bildet die Liebe zwischen Nico und Patricia. Sie sind zum Ende der Erzählung ein Liebespaar, womit die Geschichte zugleich mit der Veränderung zur Demokratie im Lande ihre Krönung erfährt. Insgesamt bietet der Roman das eindrückliche Bild eines Lebens in einer barbarischen Diktatur. Man erinnere sich, wie zahlreich die Opfer waren und wie grausam mit den Feinden des Regimes umgegangen wurde! Antonio Skármetas Buch ist unter dem Titel "NO“ verfilmt worden und nominiert für einen Oskar als "Bester ausländischer Film" 2013.

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