Antonio Skármeta Mein Vater aus Paris

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Inhaltsangabe zu „Mein Vater aus Paris“ von Antonio Skármeta

Dorflehrer Jacques verzehrt sich nach der schönen jungen Teresa. Als er sich ihr nähert, holt ihn das Geheimnis seines französischen Vaters ein. Mit klaren, sinnlichen Sätzen erzählt Antonio Skármeta eine Geschichte von Liebe, Sehnsucht und südamerikanischer Melancholie. Jacques, ein junger Lehrer, der abends französische Gedichte übersetzt, lebt mit seiner Mutter in einem gottverlassenen chilenischen Dorf. Sein Vater, ein Franzose, ist Hals über Kopf nach Paris zurückgekehrt - aus Sehnsucht. Jacques hingegen sehnt sich nach der schönen Nachbarin Teresa. Eines Tages bietet ihm Teresas lebenshungriger jüngerer Bruder verschwörerisch seine Hilfe an. Einzige Bedingung: Er möchte einmal mit ins Bordell der nahegelegenen Provinzstadt. Aber in der Stadt dann trifft Jacques überraschend auf seinen in der Ferne geglaubten Vater. und ahnt bald, das dessen Weggang mit Liebe, Schmerz und einem großen Opfer zu tun hatte. 'Die Winteräpfel, die taufeuchten Zitronenschalen, die Spinne, die geduldig in meinem dämmrigen Zimmer wartet, der Windhauch, der die Vorhänge bläht: all diese ländlichen Dinge machen mein Leben aus.'

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  • Rezension zu "Mein Vater aus Paris" von Antonio Skármeta

    Mein Vater aus Paris
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. August 2011 um 12:15

    Jacques lebt mit seiner Mutter in einem kleinen chilenischen Dorf. Sein Vater, Franzose, besteigt den Zug, um nach Paris zurückzukehren, als Jacques von seiner Ausbildung als Lehrer nach Hause kommt. Eines Tages fragt ihn ein Schüler, ob er schon einmal im Bordell gewesen sei und ob er ihn mitnehmen würde. Dafür würde er bei der Verkupplung mit seiner älteren Schwester, Teresa, behilflich sein. Jacques war selber noch nie im Bordell und so bricht er, an einem Samstag mit dem Müller, einem alten Freund seines Vaters, nach Angol, der Provinzstadt, auf, um das Bordell zu besuchen. In der Stadt stösst er auf seinen Vater und ist erstaunt, dass dieser gar nicht nach Frankreich abgereist ist. Jacques erwähnt gegenüber seiner Mutter nichts von dieser Begegnung. Warum Jacque’s Vater nicht in Paris ist, sei hier nicht verraten. Die Geschichte des Autors Antonio Skármeta ist kurz, denn sie erstreckt sich gerade mal über vierundneunzig Seiten. Trotzdem lohnt es sich, diesen Roman, der von Liebe und Sehnsucht, von Verlangen und Schmerz erzählt, zu lesen, denn sie ist voller Zärtlichkeit. Und schon nur das wunderschöne Cover, mit diesen Blumen und Schmetterlingen, verdient, dass das Buch in die vorderste Reihe gestellt wird.

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  • Rezension zu "Mein Vater aus Paris" von Antonio Skármeta

    Mein Vater aus Paris
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. April 2011 um 13:42

    Jaques - Grundschullehrer in einem winzigen, chilenischen Dorf - hat immer noch daran zu knabbern, dass sein Vater die Familie vor Jahren verlassen hat. Jaques Mutter sagt, er wäre nach Paris gegangen, wo beide ihn immer noch vermuten. In dem kleinen Dorf geht das Leben seinen Lauf. Jaques unterrichtet, ist beliebt bei seinen Schülern. Speziell der junge Augusto baut eine Vertrauensbeziehung zu dem Lehrer auf, die sogar so weit geht, dass er ihm von seiner Neugier auf das Liebesleben erzählt. Augusto möchte etwas über das Bordell in der großen Stadt erfahren. Doch Jaques kann ihm keine Auskunft geben - was ihn selbst etwas peinlich berührt. Vor Augustos Geburtstag fährt Jaques in die Stadt, wo er einerseits ein Geburtstagsgeschenk für seinen Schüler kaufen, sich aber auch einen Abend im Bordell gönnen möchte. Bei diesem kurzen Ausflug trifft er vollkommen unverhofft seinen Vater... der einen Kinderwagen vor sich herschiebt. "Mein Vater aus Paris" ist ein sehr schmales Bändchen, aber wegen der blumigen Sprache unglaublich schön zu lesen. Eigentlich kann man über keines der Kapitel einfach hinweg fliegen, weil man das Gefühl hätte, selbst bei einem überflogenen Wort etwas verpasst zu haben. Die Geschichte selbst schien mir manchmal etwas derb dargestellt und sie hat ein sehr offenes und (wie ich finde) trauriges Ende. Trotzdem habe ich Skarmetas Buch sehr gern gelesen und empfehle es auch oft weiter.

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  • Rezension zu "Mein Vater aus Paris" von Antonio Skármeta

    Mein Vater aus Paris
    Clari

    Clari

    19. April 2011 um 10:16

    Liebestollheit und Verrat. Jaques stammt aus dem kleinen Chilenischen Dorf Contulmo. Als er nach seinem Examen als Lehrer in das Dorf zurückkehrt, steigt in den Gegenzug sein Vater, der die Familie verlässt. Er gibt an, dass er in seine Heimatstadt Paris zurückkehren will. Jaques lebt fortan ein ruhiges Leben in einem einfachen Ambiente zusammen mit seiner traurigen Mutter, die ihre Trennung vom Vater kaum erträgt. Die Sehnsucht nach der jungen und schönen Nachbarin Teresa treibt Jaques um und lässt ihm keine Ruhe. Der kurze Roman ist in schlichte und kurze Sätze gefasst, die einen prägnanten Eindruck von der herrschenden Armut geben und die Beschränkungen des Lebens subtil einfangen. Atmosphärisch trifft der Autor mit seiner Erzählform den ausweglosen und einfachen Alltag, in dem man kaum Abwechslung und frohe Lebendigkeit findet. Als Jaques erste Sexabenteuer in der nahen Kleinstadt sucht, hat er eine unerwartete und erschütternde Begegnung. Er kehrt ernüchtert und irritiert zu seiner Mutter zurück. Alles dreht sich in diesem Roman um die Sehnsucht, um die Liebe, das stille Leben, um Armut, Traurigkeit und Hoffnung. Zuletzt offenbart sich eine verwirrende und komplizierte Liebesgeschichte, die zeigt, dass unter der Oberfläche der vermeintlich simplen Geschichte die Leidenschaft brodelt. Der Autor findet den richtigen Ton, um die Stimmung von Land und Leuten einzufangen. Mit großer Liebe zum Detail beschreibt er sie und bleibt dem ruhigen und melancholischen Lebensgefühl in dem südamerikanischen Landstrich eng verbunden. Der hübsch aufgemachte Einband signalisiert die bunte Vielfalt von Fauna und Getier. Als Kleinod möchte man diesen kleinen komprimierten Kurzroman bezeichnen. Der Autor Antonio Skármeta feierte 1985 mit seinem Roman" Mit brennender Geduld" um den Briefträger des berühmten chilenischen Dichters Pablo Neruda einen Welterfolg. Er lebte viele Jahre im Exil in Berlin. Dort vertrat er sein Land von 2000 -2003 auch als Botschafter.

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  • Rezension zu "Mein Vater aus Paris" von Antonio Skármeta

    Mein Vater aus Paris
    AliceIB

    AliceIB

    07. April 2011 um 18:50

    Endlich gibt es ein neues Buch von Skarmeta!
    Seine Romane sind eine Wohltat für die Seele. Ich mag das südamerikanische Flair und den für Skarmeta typischen romantischen Stil, der aber nicht überladen sondern eher reduziert wirkt. Diese Geschichte hat nur ein Manko. Sie ist leider zu kurz. Ich hätte sehr gerne mehr über Jacques Welt erfahren.

  • Rezension zu "Mein Vater aus Paris" von Antonio Skármeta

    Mein Vater aus Paris
    Zebrafink

    Zebrafink

    05. March 2011 um 09:18

    Kurzes Buch in schöner Sprache. Jacques ist Grundschullehrer in einem chilenischen Dorf. Einer der wenigen jungen Männer, die nicht in die Großstädte gezogen sind. Sein Vater ist abgehauen . Angeblich nach Paris und hat ihn und seine Mutter im Stich gelassen. Eines Tages wird Jacques von seinem Schüler Augusto nach dem Bordell in Angol ausgefragt, kann ihm aber keine Auskunft erteilen. Deshalb beschließt er mit seinem Freund dem Müller Chritian dorthin zu fahren und es selbst auszuprobieren. In Angol angekommen trifft er völlig unerwartet auf seinen Vater Pierre. Pierre ist nicht allein, er hat seinen Sohn Emilo ein Baby dabei. Er verspricht zu schweigen, schmiedet aber schon einen Plan seine Eltern wieder zu vereinigen. Augosto hat zwei Schwestern, Terese und Emilia, die jüngere Terese ist in Jacques verschossen und er ebenfalls in sie. Die ältere Schwester war für neune Monate verschwunden. Das Puzzle beginnt sich zu fügen. Das Ende bleibt offen.

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