Antonio Tabucchi Der schwarze Engel

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Inhaltsangabe zu „Der schwarze Engel“ von Antonio Tabucchi

Im Grenzbereich von Traum und WirklichkeitAus dem Italienischen von Karin FleischanderlDa flaniert ein Mann durch eine Stadt, um aus zufällig aufgeschnappten Gesprächsfetzen absurde Geschichten zu konstruieren, und vernimmt plötzlich die Stimme eines verstorbenen Freundes, die ihn zu einem geheimnisvollen Treffen auf die Plattform eines Turms lotst. Da stellt sich ein einsamer Junge der zweifelhaften Vergangenheit seines Vaters, eines heldenhaften Verteidigers der faschistischen Republik von Salò, und versucht im Zwiegespräch mit Jules Vernes Kapitän Nemo, das Gespinst aus Halbwahrheit und Lüge zu entwirren. Da stößt eines Nachts zu Zeiten der Diktatur Salazars ein Kreis junger Portugiesen auf die Macht der Poesie an und erfährt kurz darauf in der unwirklichen Begegnung mit einem Geheimpolizisten den ganzen Schrecken willkürlicher Gewalt: Immer tiefer zieht Antonio Tabucchi uns in ein seltsames Gewebe von knapper Alltagsschilderung und surrealer Stimmung. Durch alle sechs hier versammelten Erzählungen huschen poetologische Engel, die aus dem Dunkel des Unbewußten ans Tageslicht steigen. Sie treten auf, um wachzurütteln und nachdenklich zu stimmen. Und ganz unmerklich verlassen wir mit Tabucchi den Boden der Tatsachen.Inhalt:- Stimmen, die von irgend etwas hergetragen werden, wer weiß, wovon- Nacht, Meer oder Ferne- Hoppe hoppe Reiter- Kann der Flügelschlag eines Schmetterlings in New York einen Taifun in Peking verursachen?- Die Forelle, die zwischen den Steinen hin und her flitzt, erinnert mich an dein Leben.- Silvester

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    Der schwarze Engel

    Duffy

    18. April 2017 um 10:50

    Tabucci ist ein Spieler mit Worten. Seine Fähigkeit, Gedanken und Seelenzustände in Sätze zu formen ist beeindruckend. Die kleineren Geschichten von ihm sind wie eine Spielwiese, auf der sich der Autor austobt, dabei schießt er manchmal über das Ziel hinaus, wenn er nämlich seine Übergänge von Realität in die Fiktion gestaltet, die dem Leser einiges abverlangen. Nun war Tabucci noch nie der Schreiber, den man nebenbei lesen kann, doch die Konzentration, die hier aufzubringen ist, um ihm so zu folgen, dass man auch in den vollen Genuss der Lektüre kommt, ist schon groß. Dabei geht es auch ganz konkret zur Sache, wie z.B. mit der Konfrontation Jugendlicher während der Salazar-Zeit mit der Gewalt oder die Bewältigung der Vergangenheit seines Vaters, der sich ein Junge aussetzt. Doch Tabuccis Stilmittel ist auch gerade das Loslösen von der Realität hinein in etwas Traumhaftes. Grenzbereiche werden betreten und hier könnte es, wenn man sich nicht darauf einlassen kann oder will, zu Missverständnissen kommen. Für den Liebhaber der klaren Strukturen ist das eher nichts, doch wer Tabucci kennt und schätzt, kommt hier voll auf seine Kosten. Wegen dieser Zwiespältigkeit der objektive Versuch von nur drei Sternen. Und das von einem Fan.

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  • Rezension zu "Der schwarze Engel" von Antonio Tabucchi

    Der schwarze Engel

    Jari

    14. October 2009 um 01:32

    Es ist ein Universum für sich, in das uns Tabucchi entführt. Der erwähnte schwarze Engel ist in jeder der tiefgründingen Geschichten zu spüren. Mal mehr, mal weniger. Tabbucchi zeigt uns eine andere Welt, die zum einen sehr real scheint und denoch wie eine Zwischenwelt erscheint. Die Geschichten scheinen zusammenzuhängen und doch passen die Puzzlestücke nie wirklich zusammen. Dieses Zusammenspiel von Realität und Surrealem, von Vergangenheit und Gegenwart, lässt den Leser nachdenklich zurück. Die leicht düstere und träge Stimmung des Buches vermag sich auf den Leser zu übertragen, weswegen dieses Buch weder für Zwischendurch, noch als Gute-Nach-Lektüre geeignet ist. Die Geschichten stimmen nachdenklich, machen traurig oder auch nervös. Man sollte dem Buch und den Geschichten seine ganze Aufmerksamkeit widmen, um nicht verloren zu gehen. Es ist ein sehr zwielichtiges Buch, von dem ich nicht genau weiss, was ich davon halten soll. Ich erinnere mich weniger an die Geschehnisse und Personen der Geschichte, sondern mehr an die Stimmung und Gefühle, die das Buch ausstrahlt und die einen während des Lesens überkommen.

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