Antonio Tabucchi Es wird immer später

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Inhaltsangabe zu „Es wird immer später“ von Antonio Tabucchi

Von dem Spiel der Liebe und der nicht einholbaren Vergangenheit. Geschichten voll ungestümer Phantasie und großem sprachlichen Reichtum.»Mein Liebling, meine Liebste, meine inniggeliebte Frau « Sie schreiben aus Kreta, Porto, Paris, Venedig, der Provence, Barcelona oder Usbekistan. Mal haben sie eine Frau verlassen und fragen sich nun, warum. Mal spielen sie auf dem Papier das Wiedersehen nach langer Trennung durch oder reflektieren auf eine nie unternommene Reise nach Samarkand. Sie greifen zur Feder, um Ereignisse, die sie einst glücklich gemacht haben, zu beschwören. Und wissen doch: Es ist vorbei. Die Liebe, die Briefeschreiber haben sie verkannt, verloren oder verspielt. Und so sind ihre Briefe oft Skizzen der Sehnsucht, der Leidenschaft, der Enttäuschung, der verpaßten Chancen. Mit einer feinen Sprachmelodie, durchdrungen von märchenhaften Träumen und nachhaltiger Empfindsamkeit fügen sich die siebzehn hier versammelten Geschichten zu einem Panorama mediterraner Melancholie, zu einer »kleinen tragbaren menschlichen Komödie«.

Das war mir irgendwie zu literarisch. Dass viele Stellen nicht übersetzt wurden, machte es nicht leichter beim Lesen.

— beyond_redemption

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    Es wird immer später

    Duffy

    23. July 2016 um 11:49

    Dass Tabucchi ein großartiger Schriftsteller ist, muss nicht erst erwähnt werden, er hat sich auch außerhalb seiner Wirkungsstätten in Italien und Portugal durchgesetzt. So ist denn dieses Werk keineswegs schlecht oder qualitativ in irgendeiner Weise angreifbar, es ist einfach nur schwerer zugänglich als seine anderen Bücher.Es ist kein Roman, es sind noch nicht mal Kurzgeschichten im eng gefassten Rahmen des Genres, sondern es sind Briefe, deren Inhalt nur eines gemeinsam haben: Die Schreiber sind Männer, die Frauen verlassen haben und nun von verschiendenen Orten in Briefen an die Verlassenen diese Trennungen aufarbeiten, indem sie feststellen, dass sie leichtfertig, übermütig oder einfach nur dumm waren, als sie die Liebe aufgaben und somit verraten haben. Es sind viele lyrische Begegnungen mit Enttäuschung, Verzweiflung und Resignationen, die sich hier treffen und von Tabucchi als ein Ganzes präsentiert werden. Dazu bedient er sich einer fast schon poetischen Sprache, manchmal ein wenig sperrig, dann aber wieder fließend und voller warmer Momente.Für den Leser, dem die Motivation des Autoren erst mal nicht oder ziemlich spät bewusst wird, ist es eine zwiespältige Angelegenheit. Einerseits ist der Stil des Autoren über jeden Zweifel erhaben, andererseits erfüllt er keinerlei Erwartungen, die der Leser an dieses Buch vielleicht hat. Nicht unbedingt eine komfortable Situation und so kann man sich sehr schwer tun mit dieser Arbeit und das ist der einzige Grund für die "mageren" drei Sterne. Für den Tabucchi-Kenner und Liebhaber stehen die fünf Sterne meistens ohnehin schon fest, aber für den "normalen" Leser wird die Lektüre entweder zur Entdeckung oder schlimmstenfalls zur Enttäuschung.

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  • Rezension zu "Es wird immer später" von Antonio Tabucchi

    Es wird immer später

    asita

    gestern verstarb einer DER großen italienischen autoren antonio tabucchi in lissabon. er hat viele bücher geschrieben. jedes ein schmuckstück. “es wird immer später” ist ein roman in briefform. siebzehn briefe, liebesbriefe sind es, an eine verlassene gefährtin, ehefrau, verstorbene oder ehemalige geliebte. die verfasser schreiben aus großer ferne und wollen nicht erkannt werden. jetzt versuchen sie ihre verpassten chancen, leidenschaften, sehnsüchte in briefe zu beschreiben. eine leseprobe: Liebe, liebste Liebe, Ausgangspunkt: Es war einmal ein Wald. Und mitten in diesem Wald stand eine Villa. Und vor der Villa lag ein Park. Und im Park standen Buchsbaumhecken, die so gepflanzt waren, daß sie ein Labyrinth im italienischen Stil bildeten, und zwei schöne Palmen. Und unter den Palmen standen vier Holzbänke, die mit der Lehne zueinander aufgestellt waren, so daß man sich nicht sehen konnte, wenn man darauf saß. Haha, Du hast schon verstanden? Sicher hast Du verstanden, ich wollte Dir ja nur einen Anhaltspunkt geben. Du selbst hast mich ja vorgestern an diesen schönen Ort geführt, damit ich es mir hier ein wenig gutgehen ließe, nur ganz kurz, bis übermorgen, hast Du gesagt, soweit ich mich erinnere, oder bis übermorgen von übermorgen, denn hier wirst du dich erholen, du wirst schon sehen, die Schlaflosigkeit wird sich bessern, und auch diese Manie, herumzulaufen, so kann es ja nicht weitergehen, mein Liebling, du kannst nicht immer herumlaufen, deine Freunde nennen dich schon “den Wanderer”, weil du immer so herumläufst, du weißt es nicht, aber sie machen sich lustig über dich, sie rufen an, obwohl sie wissen, daß du nicht da bist, und fragen mich in spöttischem Tonfall: Ich würde gern mit dem Wanderer sprechen. Wenn du dich wenigstens einverstanden erklärt hättest, mit Sylvies Freund zu sprechen, was wäre schon dabeigewesen, wenn du nach Zürich gefahren wärst? Er hätte dir ganze Nachmittage lang zugehört, und zwar nicht, weil das sein Beruf ist, sondern wirklich aus Freundschaft, er hat Verständnis für Leute wie dich, er hat sogar ein Buch geschrieben über Fälle wie dich. Meine Liebe, meine liebste Liebe, ich wollte Dir nur einen Anhaltspunkt geben, denn gestern, oder vielleicht auch vorgestern, bin ich von hier aufgebrochen, von genau diesem Ort, von einer der schönen Bänke. Ich schwöre Dir, ich habe gefrühstückt, Du kannst beruhigt sein, obwohl ich auch darauf hätte verzichten können, denn für gewöhnlich trinke ich am Morgen nur eine Tasse Kaffee. Aber glaube mir, das Buffet war unwiderstehlich. Damit Du es Dir vorstellen kannst: Unterhalb der Veranda war ein Tisch gedeckt, mit einem handbestickten Leinentischtuch, auf dem volkstümliche Motive in Brauntönen zu sehen waren, wirklich sehr schön. An einem Ende des Tisches stand, gewissermaßen als Auftakt, eine Schüssel Joghurt. Das Joghurt ist hausgemacht und wird mit frischen Waldbeeren angerührt, die am Vortag gepflückt werden: Erdbeeren, Johannisbeeren, Himbeeren; und wenn man Früchte im Joghurt nicht mag, kann man sie auch so essen, denn es gibt Joghurt pur, und die Beeren kann man mit einem Löffel Zucker oder Portwein verfeinern, wie man will. Die Gläser sind aus Muranoglas, eindeutig, aber keine Dutzendware, sondern alte Stücke, die heute ein Vermögen kosten würden, in Wien vielleicht nicht ganz so viel, vor allem wenn man sie bei meinem Freund Hans kauft (die bunten Fäden im Glas sind türkis und bilden ganz zarte Wellen), aber das Geschäft meines Freundes Hans ist in letzter Zeit immer geschlossen, vielleicht ist er gestorben, das täte mir leid. Neben der Schüssel mit den Waldfrüchten steht ein Körbchen mit winzigen Brioches, die von einem Tuch aus Hanf warm gehalten werden. Man kann der Versuchung kaum widerstehen, das mußt Du mir glauben. Die Buttersorten und die Marmeladen lasse ich lieber aus. . ….. in der heutigen zeit schreibt man noch kaum briefe. schnell mal eine sms oder wenn es hoch kommt eine mail. wir sind träge geworden und die zeit schnell und schneller. vielleicht sollten wir mal wieder zum papier greifen und einen brief schreiben.

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  • Rezension zu "Es wird immer später" von Antonio Tabucchi

    Es wird immer später

    Buecherkai

    06. February 2010 um 09:40

    Reife, Eloquenz, Muße - nur drei der Eigenschaften, die ein Briefeschreiber schon mitbringen sollte. Ansonsten scheint ja dieses Kommunikationsmittel der Schnelllebigkeit im Allgemeinen zum Opfer gefallen zu sein. Antonio Tabucchi lässt schreiben. 18 Männer schreiben, die Adressaten sind immer Frauen. Soviel zur Gemeinsamkeit. Ansonsten bildet das Thema des Lebens den roten Faden in diesem "Roman in Briefform"; Es geht um die Liebe, genauer: den Verlust derselben durch Tod oder Trennung. Es gibt viel zu verarbeiten. Mal melanchonisch, traurig, erschüttert, mal fordernd, enttäuscht, humorvoll. Dieses Buch ist eine Einladung zum Briefeschreiben, und dazu muss man niemanden verlassen, nicht sterben oder trauern. Dazu muss man nur die Schönheit der Sprache erkennen, die entstehen kann, wenn man sich Zeit nehmen muss seine Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Dieses Buch lädt dazu ein.

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