Antony Beevor

 4.3 Sterne bei 44 Bewertungen
Autor von Stalingrad, D-Day und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Antony Beevor

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Stalingrad

Stalingrad

 (12)
Erschienen am 08.12.2010
D-Day

D-Day

 (6)
Erschienen am 07.11.2011
Der Zweite Weltkrieg

Der Zweite Weltkrieg

 (5)
Erschienen am 11.10.2016
Der Spanische Bürgerkrieg

Der Spanische Bürgerkrieg

 (5)
Erschienen am 14.01.2008
Berlin 1945 - Das Ende

Berlin 1945 - Das Ende

 (5)
Erschienen am 13.11.2003
Die Ardennen-Offensive 1944

Die Ardennen-Offensive 1944

 (5)
Erschienen am 26.03.2018
Der Spanische Bürgerkrieg

Der Spanische Bürgerkrieg

 (2)
Erschienen am 18.01.2016
Ein Schriftsteller im Krieg

Ein Schriftsteller im Krieg

 (1)
Erschienen am 24.09.2007

Neue Rezensionen zu Antony Beevor

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Rezension zu "Die Ardennen-Offensive 1944" von Antony Beevor

Rezension zu "Die Ardennen Offensive 1944"
Zsadistavor 2 Monaten

„Die Ardennen Offensive 1944“ ist ein historisches Sachbuch aus der Feder des Autors Antony Beevor.

Ich finde das Cover bereits bezeichnend für das Elend des 2. Weltkrieges. Dem Soldat sieht man auf dem Bild schon den Hunger, die Kälte und das Grauen des Krieges an.

Das Buch ist rund 480 Seiten dick. Im Innenteil finden sich einige Bilder mit dazugehörigem Text. Es sind auch ein paar Karten zu finden. Mir hat das sehr gut gefallen. Im Anhang ab Seite 404 wird einiges abgearbeitet. Das geht von einem Kartenverzeichnis und Militärische Symbole bis hin zu den Quellennachweisen.

Der Bericht selbst hat mich sehr mitgenommen. Wie jeder Bericht oder Film über Kriege im Allgemeinen. Ich konnte das Buch auch nicht am Stück lesen und musste immer wieder Pausen einlegen.

Viel Neues gibt es in diesem Buch natürlich nicht zu erfahren. Die Schlachtausgänge sind bekannt und werden sich auch in hundert Jahren nicht ändern.

Gefallen hat mir an diesem Bericht, die vielen Einzelschicksale, die der Autor mit in die Geschichte eingebracht hat. Auch die Hinweise auf fehlenden Nachschub, schlechte Straßen, falsche Kleidung und dergleichen fand ich auch ganz gut. Normal liest man so etwas nicht so oft in solchen Berichten.

Ganz klar fand ich auch, dass Teile des Buches einfach übertrieben waren. Manchmal kam man sich vor, als wäre man in einem schlechten amerikanischen Kriegsfilm gelandet. Die Deutschen sind zu doof zum Atmen und die Alliierten erledigen ganze Kompanien Deutscher Soldaten mit zehn Mann. Aber nun gut, das passiert eben, wenn nur eine Person solche Bücher verfasst. Natürlich werden da nur landeseigene Personen befragt und Berichte recherchiert.

Ich würde mir wünschen, dass man so ein Buch in Kooperation mit verschiedenen Autoren schreiben würde. Damit man verschiedene Ansichten hat, Überlebende aus allen Ländern fragen könnte und einfach gemeinsam die alten Berichte aufarbeiten könnte.

Das Buch war jetzt nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Ich vergebe hier gute 3 Sterne, weil mir halt so einiges recht übertrieben erschien. Vor allem, wenn man durch eigene Recherche im Internet ganz andere Zahlen findet. Ich habe aber nur zwei Ereignisse überprüft und den Rest einfach nur gelesen und nicht mehr nachgeforscht.

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Matzbachs avatar

Rezension zu "Der Spanische Bürgerkrieg" von Antony Beevor

Mehr als aufschlussreich
Matzbachvor 2 Jahren

Als ich vor einigen Jahren Jaume Cabrés "Die Stimmen des Flusses" las, beschloss ich, irgendwann mein Oberflächenwissen über die Geschichte des spanischen Bürgerkriegs zu vertiefen, was ich jetzt mit der Lektüre dieser Monographie von Antony Beevor tat. Dass dieser ein Autor mit Hang zur Militärigeschichte ist, merkt man auch diesem Buch an, er beschreibt sehr detailliert die Schlachten zwischen den Republikanern und den Nationalisten, doch das ist nicht die eigentliche Stärke des Buches. Vielmehr interessierten mich die Vorgeschichte und die politische Seite des Bürgerkrieges, welche Beevor fundiert beschreibt.

Gerade als Spanien dabei ist, den "Mief von tausend Jahren" Katholizismus abzustreifen, startet General Franco seinen Putsch gegen die mit denkbar knapper Mehrheit regierende Volksfrontregierung aus Sozialisten, Anarchisten, Liberalen und Kommunisten. Die Begründung: Rettung Spaniens vor dem drohenden Kommunismus. Dahinter verbirgt sich aber sehr viel mehr. Die Abschaffung der Monarchie, die Trennung von Kirche und Staat sowie der Versuch, soziale Gerechtigkeit in einem zutiefst feudalem Land herzustellen, ruft den Widerstand von Großgrundbesitzern, Konservativen und vor allem der Katholischen Kirche hervor. Deren Führer kennen keine christliche Nächstenliebe und rufen zum Kreuzzug gegen den gottlosen Kommunismus, Sozialismus, Liberalismus und alles, was sonst nichts ins eigene Weltbild passt, auf. Interessante Fußnote dabei ist, dass Francos erste Truppen, die "Moros" (=Mauren), muslimische Krieger waren, die massenhaft  spanische Frauen in den eroberten Gebieten vergewaltigten, was die Kirchenoberen offensichtlich nicht störte, denn es waren ja gottlose Republikanerinnen. Auch Fake News sind keine moderne Erfindung. Beide kriegsführenden Parteien sind da nicht zimperlich gewesen, dem jeweiligen Gegner wurden die schlimmsten Gräueltaten unterstellt (nicht dass keine passiert wären, aber sie wurden zusätzlich aufgebläht). Gipfel der Lügen: laut den sich selbst so bezeichnenden Nationalspaniern war die Vernichtung Guernicas nicht die Folge der Angriffe der deutschen Luftwaffe, sondern dadurch verursacht, dass die abziehenden Republikaner die Stadt in Brand gesetzt hätten.

Ähnlich schändlich wie die Rolle der katholischen Kirche war die der demokratischen Regierungen in Westeuropa, insbesondere die Großbritanniens. Die damalige französische Volksfrontregierung war durchaus geneigt, die spanischen Gesinnungsgenossen zu unterstützen, doch die britische Regierung bremste sie aus, teilweise, weil man eher Sympathie für die nationalistischen Putschisten als die überwiegend demokratischen Republikaner empfand, teilweise, weil man einen größeren Konflikt mit den beiden faschistischen Staaten in Europa befürchtete. So gründete man lieber mit diesen ein sogenanntes "Nichteinmischungskomitee", eine absurde Farce, weil damit festgeschrieben wurde, dass die demokratischen Staaten keine Waffen an die Republikaner liefern durften. Dass gleichzeitig deutsche Luftwaffe und italienische Truppen auf Seiten der Aufständischen eingesetzt wurden, wusste jeder, aber ebenso tat jeder, als ob  es nicht so sei. Ein erbärmliches Versagen der westlichen Demokratien, aber nicht unbedingt überraschend, denkt man an das sich gleichzeitig vollziehende Schicksal der Tschechoslowakei.

Ein Wort noch zum angeblich drohenden Abfall Spaniens zum kommunistischen Lager, der als Legitimation für Francos Aufstand herhalten musste: Der Einfluss der Kommunisten in der Volksfrontregierung war 1936 sehr gering. Doch mit der Generalsrevolte war die Republik gezwungen sich Verbündete/Unterstützer zu suchen. Das einzige Land, das bereit war, die Republikaner mit Waffen zu beliefern und militärisch zu unterstützen, war die Sowjetunion, über deren egoistische Motive es keinen Zweifel gibt. Aber in der Not frisst der Teufel Fliegen und die Volksfrontregierung lieferte sich der Sowjetunion aus (es kam ja keine Unterstützung von den demokratischen Staaten). Mit der sich daraus entwickelnden Abhängigkeit gewannen natürlich die Kommunisten immer mehr Einfluss in Spanien und brachten das Land tatsächlich auf stalinistischen Kurs, mit allem, was dazu gehört, etwa Säuberungsaktionen, die Andersdenkende im republikanischen  Lager betrafen. Doch dies ist nicht der Grund, sondern die Folge des faschistischen Putsches.

PS: Die Lektüre war mal wieder ein Grund für mich, über einen Austritt aus der katholischen Kirche nachzudenken, aber die hat sich ja, Gott sei Dank, weiterentwickelt.

 

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M

Rezension zu "Die Ardennen-Offensive 1944" von Antony Beevor

Ausführliche und interessante „Tag für Tag“ Darstellung
michael_lehmann-papevor 2 Jahren

Ausführliche und interessante „Tag für Tag“ Darstellung

Übersichtliche Karten jeweils im vorderen und hinteren Einband und zu den einzelnen Ereignissen im Buch, drei nicht ausufernde, aber informative Fototeile und eine sehr klare Struktur prägen in der Form die Darstellung der letzten regulären Offensive der Wehrmacht im zweiten Weltkrieg, die, wieder einmal (und wie immer)), die „Wende“ bringen sollten. Militärisch und in der Propaganda.

Eine zunächst überraschende Wendung an der westlichen Front, die nicht zuletzt aufgrund eben dieses überraschenden Vorgehens in den ersten Tagen der Offensive Erfolge für das deutsche Militär brachte, die an manchen Stellen schon wieder Erinnerungen an den „Blitzkrieg“ aufblitzen ließen.

„Die Alliierten sonnten sich in kaum zu überbietender Siegeseuphorie“. Nach der Befreiung Frankreichs und nach Abzug der Deutschen aus Paris. In dieser Euphorie, so Beevor, lag schon die Grundhaltung für die Anfangserfolge der Deutschen Armee vor.

„Auch viele Deutsche glaubten, das Ende sei gekommen. Die Westfront ist am Ende, der Feind steht bereits in Belgien…..es ist genau wie 1918“.

Der Zeitpunkt, an dem letzte groß organisierte und zunächst erfolgreiche Coup von deutscher Seite organisiert und durchgeführt wurde.

Wobei gerade auf den Anfangsteil bezogen festgestellt werden muss, dass Beeovor hier sehr ausführlich, in manchen Teilen zu ausführlich und briet die „Situationen“ vor der Offensive beschreibt und sich ein stückweit das Gefühl einschleicht, es möge dann doch auch endlich einmal losgehen mit dem Kerngeschehen der Offensive.

Dennoch schildert Beevor diese Ausgangslage natürlich fundiert und sachkundig. Das auf der einen Seite die „mechanische Macht“ der Alliierten nicht in voller Stärke genutzt werden konnte und auch die Artilleriebeobachtung nur eingeschränkt möglich war, während auf der deutschen Seite Versorgungsengpässe den Truppen das Leben erschwerten.

Erste deutsche Offensivaktionen scheiterten noch, aber der Führung vor Ort wurde ebenso deutlich, dass auch die Gegenseite, u.a. Die 9. US-Division, völlig ausgelaugt und am Rande ihrer Möglichkeiten sich befanden.

Aber, wie erwähnt, erst nach 124 Seiten im Buch, am Samstag, den 16. Dezember 19444, begann die eigentliche Offensive um 5.20 Uhr mit der Eröffnung des Feuers durch die 6. Panzerarmee Sepp Dietrichs.

Hier nun geht Beevor dazu über, für jeden Tag der Offensive ein eigenes Kapitel einzurichten und so sehr strukturiert die Ereignisse der Offensive detailliert zu schildern. Was dem Leser dazu verhilft, die ebenfalls strukturierte Offensive mit deutlichen Geländegewinnen der deutschen Armee in den ersten Tagen, sehr genau nachvollziehen und verstehen zu können. Kein „verzweifeltes Aufbäumen“ fand hier statt, sondern eine klug geplante, von Wetter und anderen Umständen her begünstigte, strategisch gut organisierte Offensive. Deren Erfolgsmomente sich aber nach einigen bereits „festfuhren“ und mit einer ebenso durchdachten und, unter Druck dennoch ruhig, geplanten Gegenoffensive.

Eine Wendung, an der Beevor die Situation der deutschen Führung vor Ort angesichts der (bekannten und gewohnten“ „Halsstarrigkeit“ Hitlers noch einmal genau Revue passieren lässt und so deutlich wird, dass strategisch eigentlich notwendige Entscheidungen und Bewegungen der „Rest-Truppen“ vor Ort, auch angesichts stark schwindender Treibstoffvorräte, nicht umgesetzt werden durften. Den Befehlshabern waren, wie so oft, im entscheidenden Moment die Hände gebunden und somit der Gegenoffensive ab dem dritten Januar eher „ausgeliefert“ waren, statt dieser mit gezielten Rückzugsbewegungen etwas Schwung nehmen zu können.

Ein überaus informatives Buch, das alle Konstellationen und Stimmungen im Vorfeld, während der Kämpfe und im Anschluss ausführlich beschreibt. Dabei aber sehr trocken und sachlich beschreibend im Ton verbleibt (was den Lesefluss in Form einer emotionalen Beteiligung des Lesers erschwert). Dennoch wird deutlich, was für ein mörderisches Gemetzel diese Offensive im Verlauf geworden war und wie brachial die Kälte und der Winter vor allem der kaum vorbereiteten US-Armee dort zusetzten.

Eine insgesamt gelungene Darstellung mit vielen Feinheiten der letzten, strategisch geplanten und organisiert durchgeführten „Vorwärtsbewegung“ der deutschen Armee zum Ende des zweiten Weltkrieges hin.

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