Antony Beevor

 4.3 Sterne bei 47 Bewertungen
Autor von Stalingrad, D-Day und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Antony Beevor

Antony Beevor, Jahrgang 1946, ist einer der renommiertesten Zeithistoriker der Gegenwart, dessen Bücher in zahlreiche Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet wurden, unter anderem mit dem Wolfson History Prize, dem Samuel-Johnson-Preis und dem Pritzker Literature Award. Für seine Verdienste wurde er 2017 zum Sir geadelt. Bei Pantheon erschienen von ihm zuletzt »Stalingrad« (2010), »D-Day« (2011), »Berlin 1945 – Das Ende« (2012), »Der spanische Bürgerkrieg« (2016) und »Die Ardennen-Offensive 1944« (2018).

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Antony Beevor

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Cover des Buches Stalingrad9783570551349

Stalingrad

 (12)
Erschienen am 08.12.2010
Cover des Buches D-Day9783570551462

D-Day

 (7)
Erschienen am 07.11.2011
Cover des Buches Der Zweite Weltkrieg9783570552865

Der Zweite Weltkrieg

 (5)
Erschienen am 11.10.2016
Cover des Buches Berlin 1945 - Das Ende9783570003695

Berlin 1945 - Das Ende

 (5)
Erschienen am 13.11.2003
Cover des Buches Der Spanische Bürgerkrieg9783442154920

Der Spanische Bürgerkrieg

 (5)
Erschienen am 14.01.2008
Cover des Buches Die Ardennen-Offensive 19449783570553749

Die Ardennen-Offensive 1944

 (5)
Erschienen am 26.03.2018
Cover des Buches Der Spanische Bürgerkrieg9783570551479

Der Spanische Bürgerkrieg

 (3)
Erschienen am 18.01.2016
Cover des Buches Arnheim9783570103739

Arnheim

 (1)
Erschienen am 02.09.2019

Neue Rezensionen zu Antony Beevor

Neu
M

Rezension zu "Arnheim" von Antony Beevor

Ungemein fesselnd
michael_lehmann-papevor 9 Monaten

Ungemein fesselnd

Im Nachgang und aus der Distanz mag man denken, trotz blutiger Opfer auf allen Seiten., dass die Invasion der Alliierten in Frankreich und der Kampf gegen das dritte Reich dann immer mehr auf deutschem Boden von Beginn an klar in seinem Ausgang war.

Technik, Nachschub, Ressourcen, „Manpower“, Jahrzehnte später scheint es, als wären die Alliierten in allen Belangen überlegen gewesen.

Doch wie die Schlacht in den Ardennen oder, Thema dieses hervorragenden Buches, der Kampf um Arnheim als Oberbegriff über die Eroberung von Brücken über den Rhein vonstattenging, welche Verluste und Opfer, welche erbitterte Gegenwehr der Wehrmacht im Raum stand, davon versteht Beevor fesselnd, mit Tempo und äußerst fachkundig zu erzählen.

Womit auch umgehend die strategischen Überlegungen und Reibungen der Alliierten mit in den Fokus rücken. Denn Montgomery auf britischer und Bradley auf amerikanischer Seite gerieten mehr und mehr eher in Konkurrenz um den „rechten Weg“, als dass eine konzertierte Aktion aufeinander fein abgestimmt vollzogen worden wäre.

„….musste es unbedingt zu einem Wettlauf kommen (verschiedener Korps), und nichts konnte uns an diesem Tag aufhalten“.

Und doch gelang eine Art „Blitzkrieg“ unter umgekehrten Vorzeichen, der aus der Ferne kühl geplant, aus dem Epizentrum der Ereignisse aber leidvoll und opferreich sich gestaltete.

Minutiös geht Beevor dann im Kern seiner Darstellung dem Kampf um Arnheim mit den entsprechenden „Seitenlinien“ nach, beschreibt akkurat die Atmosphäre, Stimmung und das „Gewusel“ am Vorabend der Schlacht 16. September 1944), geht der Invasion aus der Luft nach, beschreibt die Gegenstrategien und Handlungen der Wehrmacht und vollzieht die (getrennten) Wege der Landungen der Briten und der Amerikaner nach. Nicht ohne konkret zu verdeutlichen, dass die „offizielle Linie“ (Briten als „Juniorpartner“ der Amerikaner) von einem Befehlshaber wie Montgomery als unpassend empfunden und schlichtweg ignoriert wurde.

Von Arnheim dann führt Beevor den Leser mit nach Nimwegen und Eindhoven ab dem 19. September, wirft einen Blick auf den „Hell´s Highway“ und den eigentlich Kampf um die Brücke von Arnheim und der anderen zentralen Übergangspunkte über den Rhein.

Evakuierung, Plünderung und der folgende Hungerwinter bieten dann auch einen breiten und emotional dichten Einblick in die Gesamtlage auch der Zivilbevölkerung jener Ereignisse.

Das Ganze liest sich dabei in Teilen wie ein Thriller oder Kriegsroman, Beevor versteht es, glänzend und flüssig zu erzählen, auch wenn vielfach kleinteilige Details vielleicht ein wenig zu sehr ausgebreitet werden. Was dem hervorragenden Gesamteindruck des Buches allerdings keinen Abbruch zufügt.

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M

Rezension zu "Der Spanische Bürgerkrieg" von Antony Beevor

Der 2. Weltkrieg begann hier schon
Manolita6vor einem Jahr

Antony Beevor beginnt mit Königin Isabella de Castilla, welche siegreich in Granada einzog. Königin Isabella hatte die Kreuzzüge unterstützt. Hier begann quasi bereits die Unzufriedenheit des Volkes, welches in Armut lebte.Armee, Kirche und der Adel musste von der armen Bevölkerung unterstützt werden.Dieser Zustand hatte sich auch im Jahr 1936 nicht geändert.Die Lage für die Menschen in Spanien wurde immer schwieriger und auswegloser, bis letztendlich der Putsch aus dem Jahr 1923 zu den Vorboten des Bürgerkrieges wurde. Weitere Konflikte waren unvermeidbar und so mündete das Ganze im Aufstand der Generäle 1936, bei dem Franco das Kommando über die Afrika Armee übernimmt.Im Laufe der Zeit gewinnt Franco mächtige Verbündete wie Mussolini und Adolf Hitler. Adolf Hitler kann im spanischen Bürgerkrieg zum ersten Mal seinen „Blitzkrieg“ einsetzten indem er Franco zur Unterstützung seine Legion Condor entsendet. Dabei wurde Hitlers „Stuka“ zum ersten Mal eingesetzt. Guernica wird dabei dem Erdboden gleich gemacht.Und was mir bis dahin selbst nicht bekannt war ist, dass sogar eine irische Brigade mit 700 Mann an Francos Seite kämpfte.

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Rezension zu "Die Ardennen-Offensive 1944" von Antony Beevor

Rezension zu "Die Ardennen Offensive 1944"
Zsadistavor 2 Jahren

„Die Ardennen Offensive 1944“ ist ein historisches Sachbuch aus der Feder des Autors Antony Beevor.

Ich finde das Cover bereits bezeichnend für das Elend des 2. Weltkrieges. Dem Soldat sieht man auf dem Bild schon den Hunger, die Kälte und das Grauen des Krieges an.

Das Buch ist rund 480 Seiten dick. Im Innenteil finden sich einige Bilder mit dazugehörigem Text. Es sind auch ein paar Karten zu finden. Mir hat das sehr gut gefallen. Im Anhang ab Seite 404 wird einiges abgearbeitet. Das geht von einem Kartenverzeichnis und Militärische Symbole bis hin zu den Quellennachweisen.

Der Bericht selbst hat mich sehr mitgenommen. Wie jeder Bericht oder Film über Kriege im Allgemeinen. Ich konnte das Buch auch nicht am Stück lesen und musste immer wieder Pausen einlegen.

Viel Neues gibt es in diesem Buch natürlich nicht zu erfahren. Die Schlachtausgänge sind bekannt und werden sich auch in hundert Jahren nicht ändern.

Gefallen hat mir an diesem Bericht, die vielen Einzelschicksale, die der Autor mit in die Geschichte eingebracht hat. Auch die Hinweise auf fehlenden Nachschub, schlechte Straßen, falsche Kleidung und dergleichen fand ich auch ganz gut. Normal liest man so etwas nicht so oft in solchen Berichten.

Ganz klar fand ich auch, dass Teile des Buches einfach übertrieben waren. Manchmal kam man sich vor, als wäre man in einem schlechten amerikanischen Kriegsfilm gelandet. Die Deutschen sind zu doof zum Atmen und die Alliierten erledigen ganze Kompanien Deutscher Soldaten mit zehn Mann. Aber nun gut, das passiert eben, wenn nur eine Person solche Bücher verfasst. Natürlich werden da nur landeseigene Personen befragt und Berichte recherchiert.

Ich würde mir wünschen, dass man so ein Buch in Kooperation mit verschiedenen Autoren schreiben würde. Damit man verschiedene Ansichten hat, Überlebende aus allen Ländern fragen könnte und einfach gemeinsam die alten Berichte aufarbeiten könnte.

Das Buch war jetzt nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Ich vergebe hier gute 3 Sterne, weil mir halt so einiges recht übertrieben erschien. Vor allem, wenn man durch eigene Recherche im Internet ganz andere Zahlen findet. Ich habe aber nur zwei Ereignisse überprüft und den Rest einfach nur gelesen und nicht mehr nachgeforscht.

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