Antony Beevor

 4,3 Sterne bei 52 Bewertungen
Autor*in von Stalingrad, D-Day und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Antony Beevor, Jahrgang 1946, hat sich mit vielfach ausgezeichneten und in zahlreiche Sprachen übersetzten Büchern zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs einen Namen gemacht. Auf Deutsch sind von ihm die Bestseller erschienen: »Stalingrad« (1999), »Berlin 1945 – Das Ende« (2002), »D-Day« (2010), »Der Zweite Weltkrieg« (2014) und »Die Ardennen-Offensive 1944« (2016).

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Russland (ISBN: 9783570555354)

Russland

(1)
Erscheint am 28.10.2026 als Taschenbuch bei Pantheon.
Cover des Buches Der letzte Akt. Rasputin und das Ende des Russischen Reiches (ISBN: 9783150115916)

Der letzte Akt. Rasputin und das Ende des Russischen Reiches

(1)
Neu erschienen am 02.09.2026 als Gebundenes Buch bei Reclam, Philipp.

Alle Bücher von Antony Beevor

Cover des Buches Stalingrad (ISBN: 9783570551349)

Stalingrad

(13)
Erschienen am 08.12.2010
Cover des Buches Der Zweite Weltkrieg (ISBN: 9783570552865)

Der Zweite Weltkrieg

(7)
Erschienen am 11.10.2016
Cover des Buches Berlin 1945 - Das Ende (ISBN: 9783570551486)

Berlin 1945 - Das Ende

(5)
Erschienen am 26.11.2012
Cover des Buches Der Spanische Bürgerkrieg (ISBN: 9783442154920)

Der Spanische Bürgerkrieg

(5)
Erschienen am 14.01.2008
Cover des Buches Die Ardennen-Offensive 1944 (ISBN: 9783570553749)

Die Ardennen-Offensive 1944

(5)
Erschienen am 26.03.2018
Cover des Buches Der Spanische Bürgerkrieg (ISBN: 9783641320805)

Der Spanische Bürgerkrieg

(3)
Erschienen am 03.04.2024
Cover des Buches Arnheim (ISBN: 9783570554333)

Arnheim

(2)
Erschienen am 27.06.2022
Cover des Buches Ein Schriftsteller im Krieg (ISBN: 9783570009130)

Ein Schriftsteller im Krieg

(1)
Erschienen am 24.09.2007

Neue Rezensionen zu Antony Beevor

Mit Einschränkungen zu empfehlen...

Beevor hat schon eine großartige Recherchearbeit geleistet, aber dennoch ist dieses Buch nichts für jemanden, der in der Materie nicht drin ist oder sich vorher schon durch andere Bücher damit befasst hat. Zum einen hat Beevor eine vorgefertigte Meinung und die sollte bei einem historischen Werk stets neutral sein, aber dies ist nur ein Kritikpunkt...

Mehr zum Buch auf meinem youtube-Kanal "Esses literarischer Salon".

Cover des Buches Russland (ISBN: 9783570105092)
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Rezension zu "Russland" von Antony Beevor

wsch
Das Buch für Historiker und interessierte Laien

Antony Beevor geht durchaus ins Detail. Seien es Schlachten, Generäle, Truppen und Truppenbewegungen, die Rollen Lenins oder Trotzkis, die Beteiligung alliierter Truppen aus Großbritannien, Japan, Italien, Tschechien, Polen oder auch den USA stammend. Die unvorstellbaren Grausamkeiten, die sich die 'Roten' und die 'Weißen' sich gegenseitig oder auch ihren jeweiligen Kriegsgefangenen, unschuldigen Bewohnern von eingenommenen Ortschaften und Dörfern angetan haben. Es sind wohl Hunderttausende auf und von beiden Seiten im Sinne des Wortes abgeschlachtet worden.

Warum sollte, nein, warum muss dieses Buch gelesen werden? Um das zu erklären dient am Besten ein Zitat von Seite 235: "Die Endphase des Ersten Weltkrieges hatte nicht nur an der Peripherie des Russischen Reiches Folgen von großer Tragweite, sondern, mit dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches, auch im Nahen Osten. Die Fokussierung auf die Grabenkämpfe in Westeuropa lässt die Kämpfe an der mesopotanischen Front im Irak und die Besetzung Persiens durch Türken, Russen und Briten leicht in den Hintergrund treten."


Auch all die zumindest zu meiner Studienzeit in den Zimmern anderer Studenten so oft an der Wand hängenden Poster mit der Silhouette von Lenin erscheinen während der Lektüre dieses Buches immer fragwürdiger: "In der Wolga-Region kostete 1918 ein Pfund Mehl 25 bis 30 Rubel, während es in Petrograd bis zu 1000 Rubel kosten konnte. Die kommunistischen Lebensmittelkommandos begannen, das gesamte Getreide zu konfiszieren, nicht nur das schlecht definierte »überschüssig« produzierte. Lenin weigerte sich, zur Kenntnis zu nehmen, dass die Beschlagnahmen zu einem katastrophalen Niedergang der Nahrungsmittelproduktion führten." (S. 267)


Die Lektüre dieses Werkes ermöglicht es, einige Ereignisse in der untergegangenen UdSSR, politische Zusammenhänge, Reaktionen und Vorgehensweisen etwas besser zu verstehen.


Cover des Buches Arnheim (ISBN: 9783570103739)
M

Rezension zu "Arnheim" von Antony Beevor

M.Lehmann-Pape
Ungemein fesselnd

Ungemein fesselnd

Im Nachgang und aus der Distanz mag man denken, trotz blutiger Opfer auf allen Seiten., dass die Invasion der Alliierten in Frankreich und der Kampf gegen das dritte Reich dann immer mehr auf deutschem Boden von Beginn an klar in seinem Ausgang war.

Technik, Nachschub, Ressourcen, „Manpower“, Jahrzehnte später scheint es, als wären die Alliierten in allen Belangen überlegen gewesen.

Doch wie die Schlacht in den Ardennen oder, Thema dieses hervorragenden Buches, der Kampf um Arnheim als Oberbegriff über die Eroberung von Brücken über den Rhein vonstattenging, welche Verluste und Opfer, welche erbitterte Gegenwehr der Wehrmacht im Raum stand, davon versteht Beevor fesselnd, mit Tempo und äußerst fachkundig zu erzählen.

Womit auch umgehend die strategischen Überlegungen und Reibungen der Alliierten mit in den Fokus rücken. Denn Montgomery auf britischer und Bradley auf amerikanischer Seite gerieten mehr und mehr eher in Konkurrenz um den „rechten Weg“, als dass eine konzertierte Aktion aufeinander fein abgestimmt vollzogen worden wäre.

„….musste es unbedingt zu einem Wettlauf kommen (verschiedener Korps), und nichts konnte uns an diesem Tag aufhalten“.

Und doch gelang eine Art „Blitzkrieg“ unter umgekehrten Vorzeichen, der aus der Ferne kühl geplant, aus dem Epizentrum der Ereignisse aber leidvoll und opferreich sich gestaltete.

Minutiös geht Beevor dann im Kern seiner Darstellung dem Kampf um Arnheim mit den entsprechenden „Seitenlinien“ nach, beschreibt akkurat die Atmosphäre, Stimmung und das „Gewusel“ am Vorabend der Schlacht 16. September 1944), geht der Invasion aus der Luft nach, beschreibt die Gegenstrategien und Handlungen der Wehrmacht und vollzieht die (getrennten) Wege der Landungen der Briten und der Amerikaner nach. Nicht ohne konkret zu verdeutlichen, dass die „offizielle Linie“ (Briten als „Juniorpartner“ der Amerikaner) von einem Befehlshaber wie Montgomery als unpassend empfunden und schlichtweg ignoriert wurde.

Von Arnheim dann führt Beevor den Leser mit nach Nimwegen und Eindhoven ab dem 19. September, wirft einen Blick auf den „Hell´s Highway“ und den eigentlich Kampf um die Brücke von Arnheim und der anderen zentralen Übergangspunkte über den Rhein.

Evakuierung, Plünderung und der folgende Hungerwinter bieten dann auch einen breiten und emotional dichten Einblick in die Gesamtlage auch der Zivilbevölkerung jener Ereignisse.

Das Ganze liest sich dabei in Teilen wie ein Thriller oder Kriegsroman, Beevor versteht es, glänzend und flüssig zu erzählen, auch wenn vielfach kleinteilige Details vielleicht ein wenig zu sehr ausgebreitet werden. Was dem hervorragenden Gesamteindruck des Buches allerdings keinen Abbruch zufügt.

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