Die Ardennen-Offensive 1944

von Antony Beevor 
3,7 Sterne bei3 Bewertungen
Die Ardennen-Offensive 1944
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Positiv (2):
S

Detailreich, aber kein Meisterwerk

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Pashtun Valley Leader Commanders avatar

fakten fakten fakten..... dass die gis ss-angehörige liquidiert haben? sowas von legitim...... zu viele anekdoten keine struktur

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Inhaltsangabe zu "Die Ardennen-Offensive 1944"

Im August 1944 schien das Ende des Zweiten Weltkrieges nah. An Ost- und Westfront trieben die Alliierten die Wehrmacht vor sich her, das Attentat vom 20. Juli schien ein Signal nach innen zu sein. Doch Hitler und seine getreuen Generäle verweigerten sich dieser Realität, auch in den alliierten Führungsstäben zeigten sich Unstimmigkeiten. Zunächst jedoch wurde die Westfront in atemberaubendem Tempo nach Osten verschoben, Belgien wurde befreit; Schrecken erfüllte insbesondere die deutschsprachigen Ostkantone der Ardennen, Vergeltungsmaßnahmen von Fliehenden und Verfolgern waren an der Tagesordnung. Vor diesem Hintergrund schufen verzweifelte Entschlossenheit auf deutscher und euphorische Fehleinschätzungen auf alliierter Seite die Ausgangslage für die wohl brutalste Schlacht des Krieges, in den Ardennen im Winter 1944/1945. In nur sechs Wochen verloren allein 150 000 Soldaten ihr Leben; für die USA war es die blutigste Schlacht des gesamten Krieges.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783570102206
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:C. Bertelsmann
Erscheinungsdatum:31.10.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    M
    michael_lehmann-papevor 2 Jahren
    Ausführliche und interessante „Tag für Tag“ Darstellung

    Ausführliche und interessante „Tag für Tag“ Darstellung

    Übersichtliche Karten jeweils im vorderen und hinteren Einband und zu den einzelnen Ereignissen im Buch, drei nicht ausufernde, aber informative Fototeile und eine sehr klare Struktur prägen in der Form die Darstellung der letzten regulären Offensive der Wehrmacht im zweiten Weltkrieg, die, wieder einmal (und wie immer)), die „Wende“ bringen sollten. Militärisch und in der Propaganda.

    Eine zunächst überraschende Wendung an der westlichen Front, die nicht zuletzt aufgrund eben dieses überraschenden Vorgehens in den ersten Tagen der Offensive Erfolge für das deutsche Militär brachte, die an manchen Stellen schon wieder Erinnerungen an den „Blitzkrieg“ aufblitzen ließen.

    „Die Alliierten sonnten sich in kaum zu überbietender Siegeseuphorie“. Nach der Befreiung Frankreichs und nach Abzug der Deutschen aus Paris. In dieser Euphorie, so Beevor, lag schon die Grundhaltung für die Anfangserfolge der Deutschen Armee vor.

    „Auch viele Deutsche glaubten, das Ende sei gekommen. Die Westfront ist am Ende, der Feind steht bereits in Belgien…..es ist genau wie 1918“.

    Der Zeitpunkt, an dem letzte groß organisierte und zunächst erfolgreiche Coup von deutscher Seite organisiert und durchgeführt wurde.

    Wobei gerade auf den Anfangsteil bezogen festgestellt werden muss, dass Beeovor hier sehr ausführlich, in manchen Teilen zu ausführlich und briet die „Situationen“ vor der Offensive beschreibt und sich ein stückweit das Gefühl einschleicht, es möge dann doch auch endlich einmal losgehen mit dem Kerngeschehen der Offensive.

    Dennoch schildert Beevor diese Ausgangslage natürlich fundiert und sachkundig. Das auf der einen Seite die „mechanische Macht“ der Alliierten nicht in voller Stärke genutzt werden konnte und auch die Artilleriebeobachtung nur eingeschränkt möglich war, während auf der deutschen Seite Versorgungsengpässe den Truppen das Leben erschwerten.

    Erste deutsche Offensivaktionen scheiterten noch, aber der Führung vor Ort wurde ebenso deutlich, dass auch die Gegenseite, u.a. Die 9. US-Division, völlig ausgelaugt und am Rande ihrer Möglichkeiten sich befanden.

    Aber, wie erwähnt, erst nach 124 Seiten im Buch, am Samstag, den 16. Dezember 19444, begann die eigentliche Offensive um 5.20 Uhr mit der Eröffnung des Feuers durch die 6. Panzerarmee Sepp Dietrichs.

    Hier nun geht Beevor dazu über, für jeden Tag der Offensive ein eigenes Kapitel einzurichten und so sehr strukturiert die Ereignisse der Offensive detailliert zu schildern. Was dem Leser dazu verhilft, die ebenfalls strukturierte Offensive mit deutlichen Geländegewinnen der deutschen Armee in den ersten Tagen, sehr genau nachvollziehen und verstehen zu können. Kein „verzweifeltes Aufbäumen“ fand hier statt, sondern eine klug geplante, von Wetter und anderen Umständen her begünstigte, strategisch gut organisierte Offensive. Deren Erfolgsmomente sich aber nach einigen bereits „festfuhren“ und mit einer ebenso durchdachten und, unter Druck dennoch ruhig, geplanten Gegenoffensive.

    Eine Wendung, an der Beevor die Situation der deutschen Führung vor Ort angesichts der (bekannten und gewohnten“ „Halsstarrigkeit“ Hitlers noch einmal genau Revue passieren lässt und so deutlich wird, dass strategisch eigentlich notwendige Entscheidungen und Bewegungen der „Rest-Truppen“ vor Ort, auch angesichts stark schwindender Treibstoffvorräte, nicht umgesetzt werden durften. Den Befehlshabern waren, wie so oft, im entscheidenden Moment die Hände gebunden und somit der Gegenoffensive ab dem dritten Januar eher „ausgeliefert“ waren, statt dieser mit gezielten Rückzugsbewegungen etwas Schwung nehmen zu können.

    Ein überaus informatives Buch, das alle Konstellationen und Stimmungen im Vorfeld, während der Kämpfe und im Anschluss ausführlich beschreibt. Dabei aber sehr trocken und sachlich beschreibend im Ton verbleibt (was den Lesefluss in Form einer emotionalen Beteiligung des Lesers erschwert). Dennoch wird deutlich, was für ein mörderisches Gemetzel diese Offensive im Verlauf geworden war und wie brachial die Kälte und der Winter vor allem der kaum vorbereiteten US-Armee dort zusetzten.

    Eine insgesamt gelungene Darstellung mit vielen Feinheiten der letzten, strategisch geplanten und organisiert durchgeführten „Vorwärtsbewegung“ der deutschen Armee zum Ende des zweiten Weltkrieges hin.

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    S
    StefanSchweizervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Detailreich, aber kein Meisterwerk
    Die letzte große Schlacht des 2. Weltkriegs im Westen

    Der britische Historiker Antony Beevor ist zweifellos ein Meister seines Fachs. Allerdings weist sein jüngst im Bertelsmann erschienenes Werk "Die Ardennen Offensive 1944 - Hitlers letzte Schlacht im Westen" auch Schwächen auf. Beevor erzählt unglaublich detailreich und mit zahllosen Anekdoten die Geschehnisse um die Ardennen-Offensive. Dabei ergreift er überraschend eindeutig Partei für die Amerikaner und gegen die Briten. Der britische Befehlshaber Montgomery scheint für ihn ein rotes Tuch zu sein. Ebenso überzeugend stellt er die Egomanie und Vermessenheit von Hitlers Traum-Gespinsten dar. Hitler dachte durch einen Schlag gegen die westlichen Alliierten und die Rückeroberung von Antwerpen einen Keil in die Koalition zwischen dem kapitalistischen Westen und dem kommunistischen Osten zu treiben. Also zog er massive Verbände aller Waffengattungen von der Ostfront ab und startete im Dezember 1944 die Ardennen-Offensive. Aber sehr schnell wurde klar, dass die Gegenwehr der amerikanischen und britischen Truppen stärker als erwartet ausfiel. Ebenso plagten die Deutschen Nachschub- und Materialprobleme. Beevor stellt eindrücklich dar, wie sehr die Zivilbevölkerung unter den Kriegshandlungen zu leiden hatte. Vor allem die Deutschten SS-Verbände begingen zahllose Kriegsverbrechen, aber auch die Amerikaner und Briten blieben nicht ohne Schuld. Als schließlich das Wetter aufklarte, konnten die Alliierten ihre Luftüberlegenheit zur Geltung bringen und die Deutschen zum Rückzug zwingen. Da die deutschen Kräfte im Westen massiert waren, konnten nun die Sowjets unter optimalen Bedingungen ihre Winter-Offensive an der Ostfront beginnen. 
    Beevors Werk steht über jeden wissenschaftlichen Zweifel erhaben. Er breitet auch dem breiten Publikum gut verständlich die historischen Fakten um die Ardennen-Offensive aus. Aber was ihm zum ganz großen Wurf fehlt, ist eine erzählerische Glanzleistung wie sie zum Beispiel sein britischer Kollege Ian Kershaw in "Das Ende" an den Tag gelegt hat. Oder um im historischen Fachjargon das ganze auf den Punkt zu bringen: Beevors historisches Narrativ verliert sich zu sehr im Detail und in Anekdoten, um wirkliche Brillanz entfalten zu können. Ebenso lässt er manchmal die historische Objektivität vermissen. Aber dennoch ein sehr empfehlenswertes Buch für alle, die sich für den 2. Weltkrieg interessieren.

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    Pashtun Valley Leader Commanders avatar
    Pashtun Valley Leader Commandervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: fakten fakten fakten..... dass die gis ss-angehörige liquidiert haben? sowas von legitim...... zu viele anekdoten keine struktur
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