Antti Tuomainen Der Heiler

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Inhaltsangabe zu „Der Heiler“ von Antti Tuomainen

Helsinki im Ausnahmezustand. Bestialische Morde an Familien mit Kindern treiben die Anwohner in die Flucht. Die Polizei ist machtlos. Ein radikaler Umweltschützer, der »Heiler«, lässt seine irren Botschaften über die Presse verkünden. Wozu ist er noch in der Lage? Da verschwindet die Journalistin Johanna bei einer Recherche zu den Morden. Ihr Mann, der Dichter Tapani, ist außer sich vor Sorge. Johanna ist seine große Liebe. Hat der »Heiler« mit ihrem Verschwinden zu tun? In panischer Angst begibt sich Tapani auf die Suche nach ihr. Als er Johanna findet, ist das Grauen nicht mehr aufzuhalten.

Thriller mit Endzeitfeeling und sehr viel Liebe!

— MissStrawberry
MissStrawberry

Erschreckende Realität! Und ich habe da ein Problem mit den vielen finnischen Namen.

— locke61
locke61

Die immer wiederkehrende Auflistung finnischer Namen bringt mich um den Verstand...

— parden
parden

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  • Thriller mit Endzeitfeeling und sehr viel Liebe

    Der Heiler
    MissStrawberry

    MissStrawberry

    17. January 2015 um 14:11

    Irgendwann in nicht zu ferner Zukunft in Finnland. Die Natur hat sich gegen die Menschen gewandt. Das Wetter spielt verrückt. Es gibt zwar endlos viel Erdöl, aber zu wenig Wasser und die Lebensmittel werden auch immer knapper. Ohne Vorwarnung verschwindet die Reporterin Johanna nach einem seltsamen Telefonat. Ihr Man Tapani, erfolgloser Lyriker, macht sich auf den Weg, sie zu retten. Er will herausfinden, was geschehen ist. Stück für Stück setzt er das Puzzle zusammen. Was er dabei herausfindet, ist nicht immer angenehm für ihn. Dafür aber merkt er, wie blind er oftmals war. "Manchmal sieht man es erst, wenn man aufhört hinzusehen!" - das ist wohl der Schlüsselsatz dieses (Hör-)Buches. Nichts ist so, wie es einmal aussah. Die Story ist in der Ich-Form (meine bevorzugte Erzählform). Die vielen fremden Namen und Orte machen es teilweise schwer, der Story zu folgen. Wolfram Koch liest das Buch so gut, dass die Figuren sehr real werden und die Zeit wie im Flug vergeht. Man lauscht gespannt und vergisst alles um sich herum. Allerdings fesselt keine Hochspannung, sondern eine ganz morbide Neugier. Das ist keinesfalls negativ, nur neu und ungewohnt. Doch nach und nach merkt man, wie düster die Welt werden könnte, wie erschreckend real alles klingt und tatsächlich werden könnte. Die Story und die Art, wie Wolfram Koch sie liest, gefallen mir sehr. Die Stimmung von Tapani überträgt sich auf den Leser/Hörer. Der Schluss zieht mir die Füße weg. Und ich höre mir das Hörbuch jetzt gleich ein zweites Mal an ...!

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  • Was heilt eigentlich der Heiler?

    Der Heiler
    locke61

    locke61

    Endzeitstimmung auf der ganzen Welt. Die Küstengebiete werden von Fluten überschwemmt. Polizei und die medizinischen Versorgungszentren stoßen an ihre Grenzen. Viele Flüchtlinge kommen nach Finnland und hoffen auf ein besseres Leben. Armut und Krankheiten breiten sich aus. Viele Menschen sind schon an der letzten Grippewelle gestorben. Wer Geld hat, versucht in den Norden zu flüchten, die Armen bleiben hier und arrangieren sich. Tapani Lehtinen wartet auf eine Nachricht von seiner Frau Johanna, die als Journalistin in der Stadt unterwegs ist. Es ist untypisch für sie, die sich normalerweise in regelmäßigen Abständen meldet. Tapani macht sich große Sorgen und fängt an nachzuforschen. Bei seinen hartnäckigen Fragen bei Johannas Chef und Arbeitskollegen wird er fündig. Sie ist auf einer heißen Spur, sie versucht den "Heiler" ausfindig zu machen, ein radikaler Umweltaktivist, der durch Ermorden ganzer Familien auf sich aufmerksam macht. Erst bei einem befreundeten Ehepaar erfährt er einiges über Johannas Vergangenheit. Kennt sie den Heiler, hat er sie entführt oder sogar ermordet? Tapani Lehtinen kommt der Sache immer näher und gerät selbst in große Gefahr. Die Geschichte ist interessant, doch verläuft sie ohne viel Höhen und Tiefen. Ich habe Tapani Lehtinen's Hartnäckigkeit bewundert und wollte unbedingt wissen wie es ausgeht. Erschreckend real ist das Thema über die Umwelt.

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    • 2
    Arun

    Arun

    13. March 2014 um 23:39
  • Nicht Fisch noch Fleisch...

    Der Heiler
    parden

    parden

    19. September 2013 um 18:21

    NICHT FISCH NOCH FLEISCH... Die Liebe deines Lebens in den Händen eines Killers. Du allein kannst sie finden. Helsinki, im Ausnahmezustand. Ein radikaler Umweltschützer, der mordet und Heilsbotschaften verkündet. Eine Journalistin, die ihn stellen will. Und dabei spurlos verschwindet. Es gibt nur einen, der sie retten kann. Ihr Mann macht sich verzweifelt auf die Suche. Er würde alles für sie tun. Doch das Böse ist stärker als die Liebe. So weit der Klappentext, der einen Thriller zu versprechen scheint. Doch der Ausnahmezustand, von dem da gesprochen wird, ist nicht etwa die Panik, die "der Heiler" aufgrund seiner Morde verbreitet, sondern vielmehr den Auswirkungen einer weltweiten Klimakatastrophe geschuldet. Im Rahmen dieses düsteren Szenarios - Helsinki versinkt im Regen, ist von Flüchtlingen überlaufen, Polizei und Ärzte sind hoffnungslos überfordert, private und oft dubiose Wachtdienste übernehmen das Regiment in einer Stadt, in der Recht und Gesetz jeden Tag weniger gelten - spielt sich die eigentliche Geschichte ab. Tapani Lethinen, ein wenig erfolgreicher Lyriker, sucht seine Frau Johanna. Die Journalistin hat sich schon seit 24 Stunden nicht mehr bei ihm gemeldet - und er weiß einfach, dass etwas geschehen sein muss. Er begibt sich auf die Suche nach ihr, und der Verdacht erhärtet sich zunehmend, dass "der Heiler" etwas mit dem Verschwinden von Johanna zu tun haben muss. Sie arbeitete seit Wochen daran, die Identität des Heilers zu enthüllen... Leider konnte mich dieses Hörbuch so gar nicht überzeugen. Mal abgesehen von immer wiederkehrenden Auflistungen finnischer Namen, Orte und Straßen, die mir einfach nicht geläufig sind, ist es die vielleicht interessant klingende Mischung aus Krimi und Dystopie, die ich hier überhaupt nicht für gelungen halte. Beide Schwerpunkte sind oft nur angerissen und nicht ausreichend ausgeleuchtet. Dadurch bleibt alles sehr an der Oberfläche und oft nur angedeutet. Erzählt wird das Geschehen aus der Sicht des Tapani Lethinen, der von allen Charakteren noch am plastischsten herausgearbeitet ist. Doch finde ich es nicht sonderlich glaubwürdig, ihn einerseits als lyrischen, poetischen, vergeistigten Menschen darzustellen, der alles tun würde, um seine Frau Johanna zu retten, ihn andererseits phasenweise aber vollkommen abgeklärt und souverän handeln zu lassen auch in bedenklichen Situationen. Alle anderen Charaktere bleiben flach und eindimensional, was sicherlich auch anders gegangen wäre. Das Ende konnte mich leider auch nicht wirklich überzeugen bzw. ich hätte mir insgesamt gewünscht, mehr über die Hintergründe zu erfahren. Der Sprecher Wolfram Koch hat seine Sache dagegen gut gemeistert, selbst die vielen finnischen Namen stellten für ihn keine Stolpersteine dar. Insgesamt ein zu wenig ausgearbeitetes Buch, das keinem Genre wirklich zugeschrieben werden kann. Eben weder Fisch noch Fleisch. Von meiner Warte her leider nicht zu empfehlen... © Parden

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  • Rezension zu "Der Heiler" von Antti Tuomainen

    Der Heiler
    nihnih

    nihnih

    27. August 2012 um 14:02

    Die Klimakatastrophe hat die Welt verändert und sie ins Chaos gestürzt. Nichts ist mehr so, wie es war. Auch Helsinki ergeht es da nicht anders. Zudem nehmen auch die Gewalttaten zu. Mitten in diesem Durcheinander verschwindet die Journalistin Johanna. Sie hat sich jetzt schon länger nicht mehr bei ihrem Mann Tapani gemeldet. Er macht sich große Sorgen, da sie gerade an einer brisanten Recherche dran war und macht sich auf die Suche nach ihr. Dabei gerät er in so manch bedrohliche Situation. Dabei hat er die Unterstützung des indischen Taxifahrer Hamid, der ihm auch sein Leben rettet. Zusammen irren sie durch die Stadt auf der Suche. Nach und nach ergeben die Puzzleteilchen Sinn und er kommt der Sache näher. Er muss erkennen das seine Frau Geheimnisse hatte. Tapani kommt dem gesuchten Mörder, der sich der Heiler nennt, da er Menschen von denen er denkt das sie am Weltunheil mit Schuld daran tragen, bestraft und ermordet, auf die Spur. Der Sprecher Wolfram Koch vermag es gut, einem diese düstere Lage zu vermitteln. Er spricht mit passender Stimme und Betonung. Es ist angenhem ihm zu folgen. Er lässt Tapani sehr sympathisch erscheinen und zeigt die große Liebe zu seiner Frau. Dieser Roman ist für mich kein wirklicher Thriller. Spannung wurde schon aufgebaut, war aber nicht sehr ausgeprägt. Er zeigt viel mehr auf, wie die Zukunft sich entwickeln könnte und nebenbei wird noch über die Liebe zweier Menschen zueinander erzählt. Ein Schimmer Hoffnung zwischen alldem Schrecklichen. Nur die ohne Gewissen und Skrupel können in dieser Welt überleben. Zum Glück ist dies nur Fiktion, aber an alle ein heimlicher Apell.

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  • Rezension zu "Der Heiler" von Antti Tuomainen

    Der Heiler
    cybersyssy

    cybersyssy

    10. August 2012 um 20:56

    ** Klappentext ** Die Liebe deines Lebens in den Händen eines Killers. Du allein kannst sie finden. Helsinki, im Ausnahmezustand. Ein Irrer, der mordet und Heilsbotschaften verkündet. Eine Journalistin, die ihn stellen will. Und dabei spurlos verschwindet. Es gibt nur einen, der sie retten kann. Ihr Mann macht sich verzweifelt auf die Suche. Er würde alles für sie tun. Doch das Böse ist stärker als die Liebe. ** Meine Meinung ** Das Buch spielt in einer düsteren Welt. Es regnet fast nur noch, der Strom ist in vielen Gegenden abgestellt und es ist nur noch eine Frage von Tagen, wann das Wasser abgekocht werden muss, um trinkbar zu sein. Das würde ich jetzt eher als Dystopie deklarieren. Der Mensch ist für den Zustand der Erde verantwortlich und der Heiler zieht die zur Rechenschaft, die er dafür verantwortlich sieht. Als Tapanis Frau, die Journalistin Johanna verschwindet, fällt natürlich sofort der Verdacht auf den Heiler, weil Johanna eine Reportage über ihn schreiben wollte und sich auf seine Fährte begeben hat. Das klingt alles spannend und ich hielt die Bezeichnung „Thriller“ für passend. Doch leider muss ich es jetzt schon vorweg nehmen, es ist bestenfalls ein Krimi. Die Spannung, die zu Beginn vor allem durch die Ich-Form aufgebaut wird, flaut leider im Laufe von Tapanis Suche nach Johanna schwer ab. Während Tapani nach Johanna sucht, verliert sich Toumainen meiner Meinung nach in Details und es fällt schwer, das Buch weiter zu lesen. Es ist eine Aneinanderreihung von Stationen, die abgesucht werden und ich hatte das Gefühl, ich lese einen Artikel in der Zeitung. Es wurde langatmig beschrieben und ich war häufig versucht ein Kapitel vorzuspulen. Da konnte die Ich-Form auch nicht wirklich helfen, denn man bekam zwar im Laufe der Zeit mehr Einblick in die Beziehung von Johanna und Tapani, doch beide bleiben irgendwie farblos. Es gibt Informationen, die aber sehr sachlich überkommen und das persönliche Etwas fehlt. Ich konnte mich mit Tapani, der wie ein Träumer daherkommt, nicht identifizieren, er ist kein Sympathieträger, sondern meiner Meinung nach flach und eindimensional. Bis es im letzten Viertel noch mal richtig spannend, konnte ich auch häufig die Gedankengänge Tapanis nicht nachvollziehen. Da fielen ihm hier und da wieder Dinge aus der Vergangenheit ein, die ich einfach nur an den Haaren herbei gezogen fand. Da hatte ich eher das Gefühl, dass der Autor nicht mehr weiter wusste, woher nun die fehlenden Puzzleteile kommen könnten. Auf jeden Fall wird die Fährt, der Tapani folgt, zum Schluss immer heißer und das Tempo wird angezogen und die Spannung steigt endlich. Andererseits endet die Spannung abrupt und der Leser bzw. Hörer bleibt mit vielen Fragezeichen zurück. !!! Spoileranfang !!! Ich muss leider sagen, dass das Ende nun alles andere als zufriedenstellend ist. Johanna wurde zwar gerettet, aber der Leser weiß nicht, wie es nun wirklich von statten ging und vor allem, was Johanna in der Zwischenzeit widerfahren ist. Man könnte es mit einem Puzzle vergleichen, welches nicht fertig ist und bei dem auch noch Puzzleteile herum liegen, die keinen Platz gefunden haben. !!! Spoilerende !!! Nicht nur Tapani kam einseitig rüber, auch die anderen Figuren waren nicht die lebendigsten. Sie agierten statisch und konnten häufig Klischees bedienen, da änderte auch die düstere Welt nichts dran. Ein Lob muss ich allerdings Wolfram Koch, dem Vorleser, aussprechen. Er las das Buch akzentuiert und rettete so meiner Meinung nach das Hörbuch vor meinem völligen Verriss. ** Fazit ** Von dem sogenannten Thriller hatte ich mir mehr versprochen. Der Ansatz ist interessant und eher dystopisch, aber wenn überhaupt kann man das Buch als Krimi bezeichnen. Die Spannung flacht im Laufe der Handlung massiv ab und steigert sich nur kurzfristig zum Ende des Buches hin. Die Charaktere sind meiner Meinung nach eindimensional und ich konnte keinen finden, mit dem ich mich identifizierte. Also alles in allem war nur der Vorleser ein wirkliches Highlight. So vergebe ich dann 2 düstere Sterne, aber keine finnische Empfehlung.

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