Anup Shah

 4,5 Sterne bei 2 Bewertungen

Lebenslauf

Anup Shah hat indische Wurzeln, ist aber in Kenia aufgewachsen. Schon als Kind war er tief beeindruckt von der Tierwelt in der Serengeti. Er studierte Mathematik in London und lehrte an der Universität in Essex. Auf einer Forschungsreise nach Indien machte er sein erstes Foto von einem Tiger – und seine Leidenschaft für Tierfotografie war geboren. Als Fotograf hat er bereits 14 Mal den renommierten 'Wildlife Photographer of the Year Award' gewonnen.


Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Anup Shah

Cover des Buches Anup Shah – Die letzten Tiere der Mara (ISBN: 9783868739640)

Anup Shah – Die letzten Tiere der Mara

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Erschienen am 18.08.2016

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Cover des Buches Anup Shah – Die letzten Tiere der Mara (ISBN: 9783868739640)
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Rezension zu "Anup Shah – Die letzten Tiere der Mara" von Anup Shah

Frechdachs
🦁 🐆 🐃 🐘 🦏 Auge in Auge mit den wilden Tieren der Masai Mara 🦁 🐆 🐃 🐘 🦏

Ich selbst bin sehr interessiert an den Themen Wildlife-Fotografie, Safari und am schwarzen Kontinent Afrika, der für mich magisch anziehend wirkt . Deshalb begeistere ich mich gerade besonders stark für diese Art der Fotografie.

Anup Shah fängt in diesem wirklich prächtigen Bildband im praktischen Querformat die tierischen Bewohner in ihrem natürlichen Habitat - dem kenianischen Naturreservat Masai Mara - ein.

Er wählt dafür bewusst zwei fotografische Stilmittel.

Einerseits sind alle im Buch enthaltenen Aufnahmen in schwarz/weiß gehalten. Damit kommt aus meiner Sicht die ganze Theatralik der einzelnen Bildkompositionen noch besser zur Geltung. Mir gefallen generell solche Tierporträts in schwarz/weiß sehr viel besser aber dies ist schließlich persönliche Geschmacksache.

Andererseits gelingt es dem Fotografen ganz ungewöhnliche Perspektiven der Tierwelt in der Masai Mara zu präsentieren. Dafür bediente er sich versteckter Kameras und Fernauslösern, die er dabei direkt auf dem Boden platzierte und so zu diesen phänomenalen Bildern kam.

Er fängt auf diese Art und Weise wirklich einmalige und teilweise bisher noch nicht gezeigte Momente der Tierwelt im Bild ein. Die Bilder sind von unten fotografiert und der Betrachter bekommt einen ganz anderen Ein- bzw. "Draufblick" auf die Tiere in ihrem natürlichen Habitat. Egal ob Löwen, Giraffen, Büffel, Zebras, Hyänen, Elefanten, Geparde, Paviane oder andere Tiere der Masai Mara, jedes einzelne Porträt erzählt ein ganz eigene Geschichte. Man wähnt sich teilweise Auge in Auge z.B. mit Hyänen, Elefanten, Pavianen, Büffeln, Löwen sowie Flußpferden, ist vermeintlich mittendrin in der "Great Migration" und muss vor springenden Gnus ausweichen oder beobachtet "leicht errötet" 😉 ein Löwenpärchen bei der schönsten Nebensache der Welt. Die individuelle eingefangene Bild-Szenerie wird jeweils um einen kurzen Begleittext ergänzt. Dort beschreibt der Fotograf die spezielle Situation bzw. Episode und verhilft der eigentlichen Darstellung zu noch mehr Wirkung.

Man begleitet Anup Shah ausgehend vom Monat Januar das ganze Jahr über im kenianischen Naturreservat Masai Mara und geht mit ihm Monat für Monat bis in den Dezember hinein auf beeindruckende Fotosafari.

Jedem Safari-, Afrika- oder Wildlifeinteressierten kann ich dieses außergewöhnliche Buch wirklich empfehlen.

Cover des Buches Anup Shah – Die letzten Tiere der Mara (ISBN: 9783868739640)
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Rezension zu "Anup Shah – Die letzten Tiere der Mara" von Anup Shah

Dr_M
Herrliche Fotografien und eine dunkle Botschaft

Ohne eine Zeile des Textes gelesen zu haben, kann man sich beim Betrachten der Fotografien in diesem Band zwei Fragen stellen: Warum sind die Bilder in schwarz-weiß gehalten und warum wird fast immer von unten aufgenommen? 

Die letzte Frage kann man sich eigentlich selbst beantworten. Diese Bilder entstanden in der Mehrzahl durch versteckte Kameras mit einem Fernauslöser. Bei seinen nachgeschobenen Bildbeschreibungen schwindelt der Autor dann wohl etwas. Wenn er schreibt, er hätte der Großkatze zwei Meter vor ihr am Boden liegend ins Auge geblickt, dann muss man das nicht gleich glauben. Der Klappentext bestätigt nämlich die naheliegende Vermutung, die man übrigens auch aus dem verwunderten Gesichtern der Tiere ablesen kann, wenn sie dem Klicken der versteckten Kamera mit Neugier begegnen. 

Ein Blick auf den Titel erklärt dann auch die gewählte Schwarz-Weiß-Technik. Anup Shah verbindet mit seinen Bildern eine Botschaft. Ob sie tatsächlich etwas bewirkt, muss man abwarten. Zu seinen fröhlichen Bildbeschreibungen hätte Farbe sicher besser gepasst. Sie passen nämlich nur selten zu der inszenierten Weltuntergangsstimmung der Bildersprache. 

Entstanden sind Shahs Fotografien in dem Teil der kenianischen Serengeti, die er schon als Kind kennenlernte. Durch die gewählte Perspektive kommen Szenen zustande, die man als Fotograf niemals zu sehen bekommt, es sei denn man besitzt eine gewisse Todessehnsucht. Gerade die Nahaufnahmen der Tiergesichter, ihre Neugier oder Verblüffung, Szenen aus ihrem Sozialverhalten oder ihrer unmittelbaren Umgebung beeindrucken in diesem Buch. Viele der Fotografien sind wirklich wunderbar. 

Es mag sein, dass man mit dramatischen Inszenierungen und dunklen Titeln bestimmte Käufergruppen animieren kann. Shah hat in seinen Bildern die Szenen ganz bewusst in dieser Weise verfremdet. Ob das allerdings zielführend ist, mag ich nicht beurteilen. Farbige Bilder haben nämlich auch einen Effekt. Sie zeigen die Situationen realistischer und führen zu positiven Emotionen, die die Botschaft transportieren, diese Schönheit zu erhalten. 

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