Anup Shah

 4 Sterne bei 2 Bewertungen

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Anup Shah – Die letzten Tiere der Mara

Anup Shah – Die letzten Tiere der Mara

 (1)
Erschienen am 18.08.2016
Serengeti Spy

Serengeti Spy

 (1)
Erschienen am 01.09.2012

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Rezension zu "Anup Shah – Die letzten Tiere der Mara" von Anup Shah

Herrliche Fotografien und eine dunkle Botschaft
R_Mantheyvor 2 Jahren

Ohne eine Zeile des Textes gelesen zu haben, kann man sich beim Betrachten der Fotografien in diesem Band zwei Fragen stellen: Warum sind die Bilder in schwarz-weiß gehalten und warum wird fast immer von unten aufgenommen? 

Die letzte Frage kann man sich eigentlich selbst beantworten. Diese Bilder entstanden in der Mehrzahl durch versteckte Kameras mit einem Fernauslöser. Bei seinen nachgeschobenen Bildbeschreibungen schwindelt der Autor dann wohl etwas. Wenn er schreibt, er hätte der Großkatze zwei Meter vor ihr am Boden liegend ins Auge geblickt, dann muss man das nicht gleich glauben. Der Klappentext bestätigt nämlich die naheliegende Vermutung, die man übrigens auch aus dem verwunderten Gesichtern der Tiere ablesen kann, wenn sie dem Klicken der versteckten Kamera mit Neugier begegnen. 

Ein Blick auf den Titel erklärt dann auch die gewählte Schwarz-Weiß-Technik. Anup Shah verbindet mit seinen Bildern eine Botschaft. Ob sie tatsächlich etwas bewirkt, muss man abwarten. Zu seinen fröhlichen Bildbeschreibungen hätte Farbe sicher besser gepasst. Sie passen nämlich nur selten zu der inszenierten Weltuntergangsstimmung der Bildersprache. 

Entstanden sind Shahs Fotografien in dem Teil der kenianischen Serengeti, die er schon als Kind kennenlernte. Durch die gewählte Perspektive kommen Szenen zustande, die man als Fotograf niemals zu sehen bekommt, es sei denn man besitzt eine gewisse Todessehnsucht. Gerade die Nahaufnahmen der Tiergesichter, ihre Neugier oder Verblüffung, Szenen aus ihrem Sozialverhalten oder ihrer unmittelbaren Umgebung beeindrucken in diesem Buch. Viele der Fotografien sind wirklich wunderbar. 

Es mag sein, dass man mit dramatischen Inszenierungen und dunklen Titeln bestimmte Käufergruppen animieren kann. Shah hat in seinen Bildern die Szenen ganz bewusst in dieser Weise verfremdet. Ob das allerdings zielführend ist, mag ich nicht beurteilen. Farbige Bilder haben nämlich auch einen Effekt. Sie zeigen die Situationen realistischer und führen zu positiven Emotionen, die die Botschaft transportieren, diese Schönheit zu erhalten. 

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