Anuschka Rees

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Das Kleiderschrank-Projekt

 (9)
Neu erschienen am 24.08.2018 als Hardcover bei DuMont Buchverlag.

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Das Kleiderschrank-Projekt

Das Kleiderschrank-Projekt

 (9)
Erschienen am 24.08.2018
Das Kleiderschrank-Projekt. Praxisbuch

Das Kleiderschrank-Projekt. Praxisbuch

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Erschienen am 12.03.2018
Beyond Beautiful

Beyond Beautiful

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Erschienen am 17.05.2019

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Rezension zu "Das Kleiderschrank-Projekt. Praxisbuch" von Anuschka Rees

Listen!!!
Jetztkochtsievor 6 Monaten

Ich habe meinen Kleiderschrank mal ein wenig aufgehübscht und dazu das Praxisbuch erschienen im Dumont Buchverlag benutzt.

Immer wieder entmülle ich meinen Kleiderschrank und kein halbes Jahr später kann ich das erneut tun. Fazit: Ich kaufe zu viel Scheiß, Scheiß der nicht paßt, der nicht sitzt, der nicht farblich harmoniert oder den ich einfach nur kaufe, weil er grad im Angebot ist und ich der Meinung bin, hier gerade das Schnäppchen meines Lebens zu machen.

ICH WEISS DAS und trotzdem passiert es immer wieder.

Frau Katze rollt schon mit den Augen, wenn ich wieder beladen mit Taschen nach Hause komme.

Aus diesem Grund hatte ich vor einiger Zeit mit dem Kleiderschrankprojekt von Anuschka Rees meinen Kleiderschrank entrümpelt und wirklich sehr radikal ausgemistet. Ein wirkliches Konzept für meine Garderobe konnte ich damit aber irgendwie noch nicht so richtig erstellen, einfach weil mein Stil so stark variiert. Heute Blümchen, morgen Business, heute Ethno, morgen Nadelstreifen... das ist ein Problem. Denn so sammelt sich eine Menge Krempel an, den man entweder kaum oder sogar gar nicht trägt.

Ich versuchte also sehr viel disziplinierter zu werden, kaufte strukturierter ein und versuchte Lust und Frustkäufe zu verhindern. Da klappte so halbwegs gut und führte immerhin dazu, dass ich bei der letzten Entrümpelungsaktion keine Sachen aussortieren mußte, an denen noch das Preisschild hing, weil ich sie nie getragen habe.

Trotzdem fehlte mir eine Linie, eine Checkliste, eine zündende Idee, wie ich besser und sinnvoller mit meinem Einkaufsverhalten, das sehr impulsgesteuert ist umgehen kann.

Dann kam das Praxisbuch zum Kleiderschrankprojekt und mein erster Impuls war: "Ach Gott, jetzt schlachten sie das Thema aber mal ordentlich aus!" Trotzdem hab ich einen Blick hineingeworfen und da war es um mich geschehen, im Buch sind Fragebögen und Listen und wer mich kennt, der weiß, wie sehr ich Fragebögen und Listen liebe.

Ich mußte also auch das Praxisbuch ausprobieren.

Die Aufmachung ist hübsch und edel und mit dem soften Einband und dem Gummibändchen wirklich praktisch gemacht. Man durchläuft im Rahmen der Lektüre 4 Abschnitte.

Teil 1: Grundlagen

Hier werden nochmal die Philosophie des Projekts erläutert und ein 8 Wochenplan zum Aufhübschen des Kleiderschrankes erstellt.

Außerdem machten wir eine Bestandsaufnahme. Zwei Wochen lang wird dokumentiert, was man trägt, warum man es trägt und wie man sich fühlt. Bei mir war danach sehr rasch klar, was ich verändern muß und was ich beibehalten kann, um mit meinem Kleiderschrankinhalt glückliuch zu werden. Es mußten mehr Basics und mehr farbliche Kombinationsmöglichkeiten her. Außerdem wurde hier sehr intensiv hinterfragt, was gefällt mir eigentlich und steht mir das auch? Paßt es zu mir? Welche Ansprüche habe ich an meine Garderobe, welcher Dresscode wird beruflich von mir verlangt?

Bin ich selbstbewußt und falle mit meiner Kleidung gerne auf? Bin ich lieber over oder underdressed?

Was möchte ich verändern oder beibehalten. Hier legt man einen ziemlichen Seelenstrip hin, beschäftigt sich so aber eben intensiv mit sich selbst.

Teil 2: Entdecken Sie Ihren eigenen Stil.

Hier geht es um Inspiration, wo kann ich mich nach Vorbildern umsehen, welcher Stil gefällt mir und steht mir? Mit welcher Stilikone kann ich mich identifizieren?

Dann experimentiert man, trägt ungewöhnliche Dinge und beobachtet, wie man sich fühlt. Auch dazu gibt es Fragebögen und Listen. Für Entscheidungshilfe fand ich die Flussdiagramme gut. Außerdem hat mir hier der Test gefallen, welche Materialien ich wirklich tragen möchte und welche Schnitte ich nicht nur schön finde, sondern in denen ich mich auch wohlfühle.

Daraus erstellt man ein Stil-Profil mit Moodboard und Zusammenfassung und schaut am Ende, wie dies mit der aktuellen Garderobe zusammen paßt. Bei mir war das gar nicht so übel.

Teil 3: Stellen Sie ihre perfekte Garderobe zusammen.

Natürlich wird ausgemistet und zwar rigoros, das habe ich ebenfalls gemacht und mein ohnehin schon stark verschlankter Kleiderschrank schrumpfte um zwei weitere große Wäschekörbe zusammen. Nichts davon habe ich bisher vermißt.

Im Buch zeichnet man dann Grafiken und schaut, was im Schrank überrepräsentiert ist und was fehlt, wovon hab ich mehr als ich Anlässe habe, es zu tragen. (Bei mir waren das Abendkleider 6 Stück um genau zu sein, jedes genau einmal getragen.) Mit diesen Dingen wird dann überlegt, was man tut. Ändern? Verschenken? Verkaufen? Spenden?

Dann geht es an die Zusammenstellung der Garderobe. Schlüsselteile, Basics, besteht da ein ausgewogenes Verhältnis? Habe ich Kombinationsmöglichkeiten? Dann geht es ans Farbkonzept, das war bei mir sehr spannend, da mein Kleiderschrank bisher sehr bunt ist und ich genau das nicht mehr wollte. Ich wollte ein wenig mehr in einem Schema bleiben und dafür mehr kombinieren können. Dabei waren die Outfitformeln wirklich hilfreich.

Und so ging es dann an die Generalüberholung meiner Garderobe, hierbei wurden hilfreiche Prioritäten gesetzt, denn natürlich wollte ich nicht den gerade leeren Kleiderschrank direkt wieder zumüllen.

Die Stylingübungen habe ich dann weniger gebraucht, ich weiß immer sehr schnell was ich mag und was nicht und mutig bin ich auch, da brauchte ich keine Hilfe bei, für anders gestrickte Mädels und Jungs mag dieser Abschnitt aber durchaus wichtig sein.

Teil 4 : Bonus Planer

Hier geht es um Einkaufslisten, Shopping Guide, Reiseplanung, Businessgarderobe und das mixen von Outfits, das war spannend und hat mir sehr gefallen.

Insgesammt ist man wirklich knapp 2 Monate immer wieder beschäftigt, dann hat man aber einen gut durchstruktuierteren tragbaren Kleiderschrankinhalt und einen Plan, wie es weiter geht. Dazu ist der Zeitaufwand im einzelnen eher minimal.

Ich bin mit meinem Ergebnis sehr zufrieden, allerdings stehe ich wie gesagt auf diese Listen und Checklisten, wer damit nichts anfangen kann und sein Ergebnis nicht selbst erarbeiten, sondern etwas vorgegeben lesen möchte, der ist hier falsch und der bekommt hier auch nur wenig Hilfestellung. Hier geht es um das eigenständige Erarbeiten und das hat bei mir sehr gut funktioniert.

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raven1711s avatar

Rezension zu "Das Kleiderschrank-Projekt" von Anuschka Rees

Großartig, eine echte Hilfe für den Kleiderschrank!
raven1711vor 2 Jahren

Klappentext:
Der Kleiderschrank ist voll bis oben hin und trotzdem beschleicht einen immer wieder das Gefühl, nichts zum Anziehen zu haben. Preisaktionen verleiten uns zu unüberlegten Fehlkäufen und bis das passende Outfit steht, vergeht Morgen für Morgen viel mehr Zeit, als uns lieb ist.
In Zeiten von Fast Fashion und ständig wechselnder Modetrends fällt es schwer, Kleidungsstücke auszuwählen, die perfekt zu einem passen und die man lange und selbstbewusst trägt. Genau an diesem Punkt setzt Anuschka Rees an: Sie gibt nicht vor, welche Teile jede Frau unbedingt in ihrem Schrank hängen haben sollte, sondern leitet dazu an, ganz individuell herauszufinden, was man wirklich braucht – und was nicht. Sie präsentiert einfache und überzeugende Strategien, um den eigenen Stil zu entwickeln, und zeigt, wie man mithilfe der richtigen Technik lernt, erfolgreich auszumisten, bewusster zu konsumieren, gute Qualität zu erkennen und das Beste aus seinem Budget herauszuholen.
Ganz egal, ob Sie sich schon immer leidenschaftlich für Mode interessiert haben oder noch ganz am Anfang stehen – ›Das Kleiderschrank-Projekt‹ wird Ihnen dabei helfen, Schritt für Schritt eine Garderobe zusammenzustellen, die genau auf Ihr Leben zugeschnitten und so vielfältig ist, dass unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten für jeden Anlass entstehen.

Meinung:
Wer kennt dieses Phänomen nicht? Der Kleiderschrank ist voller Klamotten, trotzdem hat man das Gefühl, nichts zum Anziehen zu haben. Rabatte und Schnäppchen lassen uns bergeweise Klamotten kaufen, die nur halbherzig passen um dann im Schrank ihr Dasein zu fristen. Auch in meinem Kleiderschrank befinden sich solche "Leichen".
Anuschka Rees spricht in diesem Buch aus eigener Erfahrung und gibt uns nun einen Ratgeber an die Hand, mit dem wir die Chance haben, unseren eigenen Stil zu entwickeln und immer gut angezogen sind, auch ohne tonnenweise Kleidung horten zu müssen. Schritt für Schritt führt die Autorin uns daran herauszufinden, was einem gefällt, wie man selbstkritischer in Bezug zu seiner Kleidung wird und nach und nach ein Gespür für den persönlichen Stil und Qualität findet.
Ich muss direkt vorwegnehmen: Das Kleiderschrank-Projekt ist kein Buch und erst recht kein Projekt, dass man schnell mal nebenbei ausführt. Wer sich intensiv mit dem Buch auseinander setzt wird feststellen, dass auch einiges an Arbeit auf einen zukommt. Über das Erstellen und Dokumentieren von Collagen und Pinnwänden ist dabei nur eines der Werkzeuge, die man hier näher gebracht bekommt. Anouschka Rees gibt uns keinen Stil vor, sondern ermutigt den Leser, sich mit dem Thema Mode intensiv auseinanderzusetzen. Sie gibt Tipps & Tricks rund um das Thema Qualität, bewusstes Einkaufen oder was zu welcher Jahreszeit in den Schrank gehört. Man kann das Buch konsequent von vorne nach hinten durchlesen, oder sich einzelne Kapitel raussuchen, die einen ansprechen. Den Faden verliert man dabei nicht.
Egal ob man bereits seinen Stil hat oder auf der Suche danach ist, das Buch ist für jeden Modeinteressierten eine Bereicherung. Mit den klaren Anweisungen und Hilfestellungen, den wunderbar verständlichen Grafiken und Tabellen und der liebevollen Aufmachung lädt dieser Ratgeber einfach dazu ein, immer wieder in die Hand genommen zu werden. Auch sprachlich konnte das Buch bei mir punkten. Die Anweisungen sind klar definiert, verständlich und somit auch gut umsetzbar.
Das Buch hat mir persönlich geholfen, mich mehr mit meinem persönlichen Stil zu beschäftigen, der zwar bereits eine Richtung eingeschlagen hat, aber noch ausbaufähig ist. Und besonders das Thema mit dem bewussten Einkaufen hat mir, seit ich dieses Buch begonnen habe zu lesen, sehr weiter geholfen, auch in anderen Bereichen meines Lebens. Somit hat dieses Buch mittlerweile einen festen Platz auf meinem Nachttisch, immer in Greifweite und bereit, mit zu inspirieren.

Fazit:
Das Kleiderschrank-Projekt ist nicht nur ein Ratgeber für mich geworden, sondern eine richtige Hilfe. Mit vielen nützlichen Tools, Tipps, Ratschlägen und Informationen findet man hier mit Hilfe des Buchs seinen eigenen Stil. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass man auch ein wenig Arbeit darin investieren muss ;) Aber auch wer seinen Stil schon gefunden hat findet in dem Buch einen wundervollen Ratgeber rund um das Thema Mode und Minimalismus im Kleiderschrank.
Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.
Vielen Dank an die DuMont Buchverlage für das Rezensionsexemplar.

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Monika58097s avatar

Rezension zu "Das Kleiderschrank-Projekt" von Anuschka Rees

Die Detox-Kur für den Kleiderschrank
Monika58097vor 2 Jahren

Wer kennt dieses Problem nicht? Der Schrank ist voll und doch weiß man nicht, was man anziehen soll. Hier ein Angebot, dort ein Angebot, man kauft und irgendwie passen Zuhause dann doch nur die wenigstens Sachen zusammen. Das Kleiderschrank-Projekt zeigt dem Leser, wie man besser gezielt und bewusster einkauft und nebenbei zum eigenen Stil findet. Hier geht es darum, nicht wahllos Kleidung zu kaufen, sondern Kleidung, mit der man sich jeden Tag wohlfühlt.


Auch ich habe schon Dinge gekauft, weil sie schön anzusehen sind, weil sie gerade im Preis runtergesetzt sind. Auch ich behalte oft Teile, die mir im Moment gar nicht passen, aber die ja vielleicht irgendwann wieder passen könnten. Ich behalte Schuhe, die drücken und habe Shirts, die nicht richtig sitzen. Und dann stelle ich fest, dass ich eigentlich doch nur meine Lieblingsstücke trage.


In dem Buch wird u.a. mit Listen gearbeitet, um den eigenen Style zu finden. Eine Liste mit Dingen, die mir gefallen. Ich soll ausprobieren, anprobieren und dann korrigiere und ergänze ich die Liste. Was gefällt und was gefällt nicht. Schnitte, Farben, Längen.


Sehr gefallen hat mir auch der Teil mit der Detox-Kur für den Kleiderschrank. Ich fühlte mich regelrecht ertappt. Hat die Autorin des Buches mir etwa heimlich über die Schulter geguckt? Zweimal im Jahr den Kleiderschrank komplett durchkämmen und überdenken. Alles aussortieren, was nicht mehr gefällt, nicht mehr passt und nicht getragen wird. Übrig bleiben die echten Lieblingsteile. Ich habe mich sofort an die Arbeit gemacht und ich habe einige Säcke gefüllt mit Kleidung, die überflüssig war, die nur Platz weggenommen hat. Über diese Sachen dürfen sich jetzt andere Menschen freuen.


Hat man erst einmal ausgemistet, geht es darum, die richtige Outfit-Formel zu finden. Im Buch findet man sogar einen Outfit-Plan. Ich bin ehrlich, das ist mir dann doch zu kompliziert und zu aufwändig. Gut ist jedoch die Hinterfragung vor dem Kauf eines Kleidungsstückes, ob man dieses auch wirklich benötigt. Hat man nicht vielleicht schon ein ähnliches Zuhause im Kleiderschrank? Wie kann ich das Teil kombinieren? Sitzt es wirklich perfekt? Muss ich es tatsächlich haben?


„Das Kleiderschrank-Projekt“ - für alle, die längst einmal ausmisten wollten und die auf dem Weg sind, ihren eigenen Wohlfühl-Style zu finden.





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