Aphra Behn

 4,4 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Oroonoko, Oroonoko (Penguin Little Black Classics) und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Aphra Behn

Aphra Behn (1640-1689), heute eine Ikone der feministischen Literaturwissenschaft, war die erste Frau, die ihren Lebensunterhalt als Schriftstellerin verdiente. Als junge Frau verbrachte sie einige Jahre in Surinam, ihr berühmtester Roman, Oroonoko, kurz vor ihrem Tod fieberhaft niedergeschrieben, spielt dort. Früh verwitwet, spionierte sie als Agentin für Charles II in den Niederlanden. Ihre zahlreichen Theaterstücke zählten zu den meistgespielten ihrer Zeit. Dennoch war ihr Leben ein ständiger Kampf um Brot und Ansehen. Virginia Woolf würdigt Behns Bedeutung als Schriftstellerin und als Kämpferin für die Unabhängigkeit der Frau in Ein eigenes Zimmer.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Aphra Behn

Cover des Buches Oroonoko (ISBN: 9783293005822)

Oroonoko

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Erschienen am 17.01.2022
Cover des Buches Oronooko: The Royal Slave (ISBN: 9781633558663)

Oronooko: The Royal Slave

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Erschienen am 13.02.2015
Cover des Buches Oroonoko (Penguin Little Black Classics) (ISBN: 9780241251621)

Oroonoko (Penguin Little Black Classics)

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Erschienen am 03.03.2016
Cover des Buches Oroonoko (ISBN: 9781427051684)

Oroonoko

 (0)
Erschienen am 15.08.2008
Cover des Buches Oroonoko and Other Writings (ISBN: 9780199538768)

Oroonoko and Other Writings

 (0)
Erschienen am 15.05.2009

Neue Rezensionen zu Aphra Behn

Cover des Buches Oroonoko (ISBN: 9783293005822)aus-erlesens avatar

Rezension zu "Oroonoko" von Aphra Behn

Erstlingswerk, fast vergessen, wieder entdeckt, um dauerhaft in Erinnerung zu bleiben
aus-erlesenvor 6 Monaten

Der Erste wird der Nachwelt immer in Erinnerung bleiben. Weil er der Erste war, den Trend gesetzt hat, Türen aufgestoßen und Barrieren nieder gerissen hat. Demzufolge ist Aphra Behn eine der berühmtesten Autorinnen der Welt. Und weil sie ein Buch wie dieses geschrieben hat, dass Mädchen und Frauen wie Jungens und Männer gleichermaßen anspricht, wird sie auch nie in Vergessenheit geraten. 

So viel zur Theorie. Die Realität sieht anders aus. Noch! Denn endlich wird sie wieder entdeckt. Die erste Frau, die vom Schreiben leben konnte. Die erste professionelle Autorin. Geboren wurde sie 1640. So lange ist das schon her. Und ihre Geschichte, die des Prinzen Oroonoko (kein Schreibfehler, es geht nicht um den Fluss Orinoco, obwohl der zweite Teil des Buches gar nicht so weit davon entfernt ist, na ja, zumindest auf dem gleichen Kontinent) ist wahr, nach Bekunden der Autorin. 

Coramantien ist die Heimat des starken, gut aussehenden, heldenhaften Oroonoko. Heute ist es ein Teil Ghanas. Er ist der Enkel des Herrschers und wird mangels männlicher Nachfahren einmal den Thron erben. Fast wäre er bei einem Angriff ums Leben gekommen. Doch ein getreuer General warf sich in die Flugbahn des vermeintlich tödlichen Pfeils und verlor dabei Augen- und Lebenslicht. Nun will Oroonoko sich bei den Hinterbliebenen des Generals für die generöse Geste entschuldigen und die erbeuteten Sklaven als mildernde Gabe darreichen. Doch soweit kommt es gar nicht. Denn die Tochter des Generals, Imoinda, lässt in ihm den Ehrenmann erwachen. Oder anders gesagt: Er verknallt sich von einem Moment auf den anderen in die ihm durchaus nicht abgeneigte Schönheit. Jetzt nimmt das Drama seinen Lauf. Denn auch der alte König hat ein Auge auf Imoinda geworfen. Durch einen Hinterhalt gerät Oroonoko auf ein Sklavenschiff, das ihn nach Surinam bringt. Damals englische Kolonie. Die Einheimischen wurden zu dieser Zeit nicht versklavt. Man trieb mit ihnen Handel und respektierte ihr Wesen. Durch einen weiteren Zufall kommen die beiden „Königskinder“ wieder zusammen. In Surinam. Oroonoko ist ein geachteter Mann, zwar Sklave, aber mit einigen Privilegien. Seine erhabene Art, sein Auftreten, seine Kraft und auch sein auffallendes Äußeres lassen ihn so manche Schande umschiffen. Er und Imoinda sind wieder ein Paar. Sie ist sogar schwanger. Doch wiederum stehen die Zeichen auf Sturm. Es soll einfach nicht sein…

Aphra Behn lebte zeitweise in Surinam. Sie kannte Oroonoko und schrieb seine Geschichte auf. Alles echt? Irgendwas zwischen ganz sicher und einem stabilen Vielleicht. Sie kannte den Prinzen. Auch seine Geschichte. Dass sie sie niederschrieb war ein Skandal. Noch wagte es jemand gegen die Sklaverei so unverhohlen zu schreiben. Und dann auch noch eine Frau! No, no, no! Erst Jahrhunderte später wurde ihr Werk neuentdeckt. Für Virginia Woolf und die Weltreisende Vita Sackville-West – ihr aufschlussreiches Essay über ihr Idol rundet diese Ausgabe ab – war Aphra Behn Anregung genug selbst zur Feder zu greifen bzw. sie behände zu schwingen. Noch einmal wird die Pionierin unter den Schriftstellerinnen nicht in Vergessenheit geraten. 

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