Der goldene Esel

von Apuleius 
4,3 Sterne bei12 Bewertungen
Der goldene Esel
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Wirklich überraschend.

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schräges Buch, man liebt es oder nicht

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Inhaltsangabe zu "Der goldene Esel"

Schon im ›Goldenen Esel‹, diesem ersten vollständig erhaltenen Roman der Antike, dreht sich alles um Abenteuer und Liebe, Sex and Crime. Es wimmelt in ihm nur so von zwielichtigen Figuren und Lüstlingen aller Art: von sexbesessenen Priestern etwa oder frechen Ehefrauen, die ihren Liebhaber im Holzfass verstecken, während der Gatte eine moralische Rede hält. Wegen seines lebendigen Humors wurde Apuleius‘ Roman schnell zu einem viel gelesenen Klassiker. Vor allem das Märchen von ›Amor und Psyche‹ wurde weltberühmt. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK, und dem Werkbeitrag aus der dritten, völlig neu bearbeiteten Auflage von Kindlers Literatur Lexikon.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596900824
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:285 Seiten
Verlag:Fischer Taschenbuch
Erscheinungsdatum:03.07.2008

Rezensionen und Bewertungen

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    Admirals avatar
    Admiralvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Wirklich überraschend.
    Packender Roman über einen Menschen in Eselsform !

    Apuleius (125 bis 180 vielleicht) hat hier einen interessanten Roman verfasst, indem der Protagonist Lucius von seinem wechselhaften Schicksal als Esel berichtet.

    Als Esel erhält Lucius einen völlig anderen Bickwinkel auf das menschliche Geschehen um ihn heurm. Anfangs hört er (noch als Mensch) eine Geschichte, in der jemand mittels Magie umgebracht wird. Das ist die Einleitung für die Geschichte, die voll von Verwandlungen und magiebetriebenen Ereignissen ist. Von einer Magd, mit der er eine lustvolle Liaison hat, will er sich in einen Vogel verwandeln lassen, doch leider geht das schief und er wird zum Esel. Er erfährt noch, dass das Rückverwandlungsmittel eine Rose ist, doch bevor er eine verzehren kann gerät er auch schon in die Fänge einer Diebesbande, die ihn armselig antreibt und unbewusst die Rückverwandlung verhindert. Nach langer Zeit schafft er es zu fliehen und wird in einem Gemeinwesen als Wunderesel (er unternimmt Kunststücke) sehr gut behandelt und wird sogar von einer lüsternen Dame verführt. Als er eine zum Tode verurteilte Frau zur Belustigung des Volkes zu Tode penetrieren soll, flieht er abermals. Letztendlich wird er von der Göttin Isis rückverwandelt und wird zum Dank einer ihrer treuesten Priester.


    Soviel zum Inhalt.
    Das Gesamtwerk ist geschrieben aus der Ich-Perspektive und überraschend interessant und bilderreich beschrieben. Dass es mich überrascht, könnte wohl aus einem (gesellschaftlichen ?) Bewusstsein der kulturellen Überlegenheit gegenüber der Vergangenheit resultieren. Doch dieser Roman hat mich mal wieder eines besseren gelehrt, denn er ist viel spannender/interessanter/besser als zahllose neuzeitliche Literatur. Das Gesamtwerk ist unterteilt in 11 antike "Bücher" (sehr klein/kurz), die oft in guten Cliffhanger enden. Die Spannung des Buches resultiert weniger aus einer Unvorhersehbarkeit des Endes (im Gegenteil ! Das Ende ist von Anfang an klar), sondern eher aus einer Erwartungshaltung heraus WIE es passiert. Somit blieb ich beinahe konstant gespannt, auch wenn das letzte Buch ein wenig an ein religiöses Werbeprospekt für den Isiskult erinnerte. Sehr interessant und gelungen ist auch die Erzählstruktur, die durch zahlreiche narrative Erzählebenen geprägt ist. Geschichten sind oft in Geschichten eingebettet. Bspw. sieht Lucius als Esel einer alten Frau dabei zu wie sie einem jungen Mädchen eine Geschichte erzählt, nämlich die bekannte Geschichte von Amor und Psyche. Und diese Geschichte nimmt ganze 2 Bücher ein ! Und das ist alles andere als langweilig. Bin beinahe begeistert von dem Buch. Es eröffnet auch einen fantastischen Einblick in das Kultur- und Alltagsleben der Antike.

    Leider gibt in dieser Ausgabe (Rode, 1985) keine Einleitung, kein Kommentar, fast nichts. Es gibt lediglich ein paar kurze Fussnoten, um einzelne Worte oder Begebenheiten mit einem Satz zu erklären. Die sind dafür allerdings gut gesetzt und leicht verständlich.

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    skommis avatar
    skommivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: schräges Buch, man liebt es oder nicht
    schräges Buch, man liebt es oder nicht

    Ein Buch, das man nicht vergißt

    Kommentare: 1
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    Ferrantes avatar
    Ferrantevor 9 Jahren
    Rezension zu "Der goldene Esel" von Apuleius

    Wieder ein antiker Roman, der sich als wahrer Pageturner entpuppt! Lucius reist nach Thessalien und kommt dort bei dem Knauser Milo unter, dessen Frau die schwarzen Künste pflegt. Sofort macht Lucius mit der Zofe natürlich ein Schäferstündchen klar, und sie zeigt ihm auch die Utensilien der Zauberin. Lucius will auch gleich einen der Zauber ausprobieren, um sich in einen Vogel zu verwandeln. Dummerweise erwischt er die falsche Salbe und wird zu einem Esel, der auch gleich von Räubern auf ihrem Beutezug "beschlagnahmt" wird. Der Roman beschreibt seine Odysse durch haarsträubende Abenteuer, bis die Göttin Isis Lucius' Flehen erhört und ihm Gnade erweist. Der Roman endet damit, dass Lucius ein Priester der Isis wird. Der sehr unterhaltsame Roman ist dadurch gekennzeichnet, dass Lucius zusätzlich zu den Dingen, die ihm Geschehen, auch viele abenteuerliche Geschichten erzählt bekommt oder mithört. Da geht es um Ehebruch, Mord und Totschlag, Liebesverstrickungen... Am berühmtesten ist hier das eingefügte Märchen von Amor und Psyche geworden. Lucius Abenteuer schließlich erstrecken sich von der grausamen Ausbeutung als Packesel (vielleicht haben wir es hier auch mit dem ersten tierschützerisch motivierten Roman zu tun) bis hin zu den Gelagen sexbessessener, transsexueller und masochistischer Priester und der Liebesnacht mit einer Frau, die sich in den Esel verliebt hat (...). Die Übersetzung von August Rode stammt zwar aus den 1920ern, liest sich aber dennoch erstaunlich frisch und locker, ohne den herben Charme der lateinischen Sprache zu verlieren. Diese Ausgabe enthält auch noch ein interessantes Nachwort. Ein toller Fund aus der Mängelexemplar-Bücherkiste!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Jahren
    Rezension zu "Der goldene Esel" von null null

    Der Erzähler Lucius prangt seine Geschichte als eine unglaublich witzige an: er gerät in ein Land, in dem sich wahnwitzige Dinge zutragen.
    Bisher finde ich es nicht witzig, eher skurril und durch seine Handlung in seinen Bann ziehend.

    Die Sprache des Buches ist sehr interessant. Da Lucius Apuleius zwischen 120 und 180 gelebt hat, mag das nicht weiter verwundern. Mich zieht es immer wieder in den Bann, wie man doch so viel ausdrücken kann, ohne es genau auf den Punkt zu bringen.
    Darin besteht eine gewisse Kunst, die ich gern in einigen hiesigen Büchern einmal wiederfinden würde.

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    Schelmuffskys avatar
    Schelmuffsky
    fensterfischs avatar
    fensterfisch
    sabistebs avatar
    sabisteb
    Buchgespensts avatar
    Buchgespenstvor 3 Jahren
    B
    BlaueStundevor 4 Jahren
    siebenundsiebzigs avatar
    siebenundsiebzigvor 8 Jahren

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