Arantza Portabales

 4,7 Sterne bei 15 Bewertungen

Lebenslauf von Arantza Portabales

Arantza Portabales, 1973 in San Sebastián geboren, ist Juristin und Autorin. Für ihren ersten Roman »Sobrevivindo« wurde sie mit dem Premio de Novela por Entregas ausgezeichnet. Sie schreibt auf Galizisch.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Arantza Portabales

Cover des Buches Alles, was geschieht, hat seinen Grund (ISBN: 9783442717880)

Alles, was geschieht, hat seinen Grund

 (15)
Erschienen am 13.01.2020

Neue Rezensionen zu Arantza Portabales

Cover des Buches Alles, was geschieht, hat seinen Grund (ISBN: 9783442717880)Morgenschneckes avatar

Rezension zu "Alles, was geschieht, hat seinen Grund" von Arantza Portabales

Emotionale, einnehmende Frauenschicksale
Morgenschneckevor einem Jahr

Im Roman der spanischen Autorin Arantza Portabales, werden die Geschichten von vier Frauen, im heutigen Madrid erzählt.
Jede der Frauen hinterlässt auf dem Anrufbeantworter einer ihnen nahe stehenden Person Sprachnachrichten, aus denen der Leser nach und nach von ihren Problemen und Geheimnissen erfährt.
Die Kapitel sind kurz, abwechselnd kommen Carmela, Marina, Sara und Viviana zu Wort.
Anfangs fand ich die schnellen Wechsel gewöhnungsbedürftig, aber schon bald konnte ich die Geschichten gut auseinander halten, und fand den Schreibstil und die Charaktere regelrecht einnehmend.
Aus einer emotionalen Not heraus, wählen die Vier diese ungewöhnliche Art der Kommunikation per Anrufbeantworter. Alle stehen dabei an einem Wendepunkt im Leben, stehen vor wichtigen Entscheidungen.
Nach und nach wird dem Leser klar, daß es Berührungspunkte zwischen den einzelnen Leben gibt, das macht den kurzen Roman äußerst spannend, und es wird klar, daß der Titel hier tatsächlich zu dieser Geschichte gehört, denn, „Alles, was geschieht, hat seinen Grund“.

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Cover des Buches Alles, was geschieht, hat seinen Grund (ISBN: 9783442717880)Buecherseele79s avatar

Rezension zu "Alles, was geschieht, hat seinen Grund" von Arantza Portabales

Alles was geschieht...
Buecherseele79vor einem Jahr

Vier Frauen in der schönen Stadt Madrid. Jede hat ihre Geschichte, ihre Probleme, ihre Geheimnisse, muss mit neuen Umständen kämpfen, lernen umzugehen, muss sich Fehler eingestehen, Hoffnungen und Liebe begraben, sich neu finden, selbst herausfinden was sie eigentlich wollen. Alle 4 Frauen scheinen, auf den ersten Blick, nichts gemeinsam zu haben ausser einer Sache – sie reden mit einer Person, aber nicht persönlich, sondern sie sprechen ihnen auf den Anrufbeantworter und geben so ihre Umstände preis. Und merklich wird auch der Leser erfahren was sie alle gemeinsam haben.

Ich mag diese Art von Büchern unheimlich gerne. 4 fremde Personen wo man als Leser erst mal immer nur ein Stück Bild von jeder Person erhält, zum Ende ergibt sich aber ein neues, ganz anderes Bild und lädt zum nachdenken, manchmal auch schockiert sein, zum Weinen und freuen ein. Und das passt hier perfekt auf dieses sehr einfühlsame Buch.

Der Schreibstil ist interessant, leicht verständlich, die Kapitel oft kurz gehalten da die 4 Frauen alle, wie schon erwähnt, auf einen Anrufbeantworter sprechen. Das macht dieses Buch aber aus, diese Faszination was sie von sich preis geben, was man als Leser erfährt und sie gar keine Antwort von der anderen Person an der Leitung haben möchten, es geht ihnen um das Erzählen, um das Beichten, um das Loslassen.

Marina, Carmela, Sara und Viviana könnten nicht unterschiedlicher sein – im Alter, in den Ansichten, in ihren Erlebnissen, in den aktuellen Ereignissen. Und doch müssen sie alle mit einer neuen, unbekannten Situation zu Recht kommen und suchen ihren Weg hierfür.

Was ich mit der Zeit erfahren habe hat mir oft schmerzlich bewusst gemacht wie sehr manche Menschen auf gewisse Dinge verzichten, bewusst oder unbewusst. Oder wenn sie auf etwas verzichten dass es von der Gesellschaft nicht anerkannt oder gar toleriert wird. Dass sie mit dem was ihnen andere Menschen antun, egal ob physisch oder psychisch, klar kommen müssen, das erwartet die Gesellschaft so. Ich möchte mich auch nicht aus dem Fenster lehnen und sagen – das ist meist bei Frauen so, es gibt genug Beispiele wo es nicht so ist, aber ich würde doch auch sagen – als Frau kommen mir gewisse Floskeln oder Aussagen schmerzlich bekannt vor.

Hier wird dieses Bild von diesen 4 Frauen eben dargestellt und ist, für mich, mit sehr viel Gefühl und Klarsicht umgesetzt. Mich hat dieses Buch unheimlich berührt und aufgezeigt dass man sich hinter nichts verstecken muss, gleiches Recht für alle und jeder hat eine neue Chance verdient. Und dass es manchmal gut ist wenn man „nur“ mit einem Anrufbeantworter sprechen kann.

„Denn wenn ich mich recht entsinne, hast du immer gesagt: Alles, was geschieht, hat seinen Grund.“ (Seite 272)

Auch wenn es schmerzt, so würde ich dieser Aussage auf jeden Fall zustimmen, aber es ist immer eine Möglichkeit zu reagieren, zu agieren und neu zu beginnen. Mich konnte die Autorin auf jeden Fall überzeugen und ich spreche hierfür gerne eine Leseempfehlung aus.

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Cover des Buches Alles, was geschieht, hat seinen Grund (ISBN: 9783442717880)printbalances avatar

Rezension zu "Alles, was geschieht, hat seinen Grund" von Arantza Portabales

Alles, was geschieht, hat seinen Grund von Arantza Portabales
printbalancevor einem Jahr

Inhaltsangabe:
Marina, Carmela, Sara und Viviana sind vier Frauen aus Madrid, die unterschiedlicher nicht sein können und doch verbindet sie eine Gemeinsamkeit: Ihr Leben gerät aus den Fugen und sie sind mit dieser Situation auf sich alleine gestellt.
Marina, eine erfolgreiche Anwältin wurde nach über sieben Ehejahren vor kurzem von ihrem Mann verlassen, während Carmela Caride eine schreckliche Hiobsbotschaft verkraften muss. Die 24-jährige Sara zweifelt an sich und an ihrem Verlobten, da sie nicht weiß welcher Weg für sie der Richtige ist und sie nur noch sechs Monate Bedenkzeit hat um sich über ihre Gefühle im Klaren zu werden. Viviana hingegen, wünscht sich nichts sehnlicher, als einen Weg aus ihrem Teufelskreis zu finden um mit ihrem düsteren Familiengeheimnis ein für alle mal abschließen zu können.
Zwar kennen sich die Frauen untereinander nicht wirklich, allerdings sind sie sich schon irgendwo einmal begegnet. Jede der Italienerinnen hat eine Bezugsperson, die aus unterschiedlichen Gründen weder persönlich noch telefonisch für eine längere Zeit erreichbar sein kann. So beschließen die vier, ihren jeweiligen Bezugspersonen Nachrichten auf dem Anrufbeantworter zu hinterlassen. Marina erzählt von ihren Ängsten und versucht in diesen einseitigen Gesprächen auf der Voicemail herauszufinden, wie es zu dieser Trennung gekommen ist. Carmela akzeptiert ihr Schicksal, nimmt dies aber zum Anlass ihr komplettes Leben umzukrempeln und involviert dabei ihr nicht erreichbares Gegenüber. Sara springt über ihren eigenen Schatten, vertraut der Kontaktperson ihre tiefsten Sorgen an und beginnt so eine Psychotherapie der besonderen Art. Viviana offenbart ihr Familiengeheimnis und verarbeitet dadurch die Folgen, die sich aus dieser Situation in ihrem Leben ergeben haben.
Aber das Schicksal hat schon längst einen Plan für die vier Italienerinnen geschmiedet, denn die Damen werden sich erneut treffen und dieses Wiedersehn geht für alle ganz anders aus wie gedacht...

Eigene Meinung:
"Alles, was geschieht, hat seinen Grund" ist ein höchst bewegender Roman der nicht nur zum Nachdenken animiert, sondern mich tief berührte und schon jetzt zu einem meiner Jahreshighlights zählen wird. Arantza Portabales beschreibt mit großem Einfühlungsvermögen und einem ganz besonderen Ton über vier Frauen, deren Leben an einem Wendepunkt angelangt ist und sich nun ihren Kontaktpersonen offenbaren möchten. Jeder der Protagonisten hat einen anderen Beweggrund um das Gespräch über den Anrufbeantworter zu beginnen- nicht zuletzt da die am anderen Ende sitzende Person vorerst nicht erreichbar ist. Es ist eine verschlungene Geschichte, die die Autorin aus unterschiedlichen Perspektiven der Damen erzählt. Eine Handlung die dem Leser zeigt, wie alles mit allem zusammenhängt. Portabales verwebt in kurzen Kapiteln sämtliche Gedanken und Empfindungen der betroffenen Personen und deckt ganz nebenbei Familiengeheimnisse auf- die schockierend, verstörend, traurig aber nicht ganz hoffnungslos sind.
Besonders zu den Figuren Carmela und Viviana fühlte ich mich verbunden, da mich deren Schicksale wirklich zutiefst bewegten. Anfangs war ich skeptisch, wie die Autorin es schaffen wird einen guten Roman zu kreieren, der nur auf einseitigen Gesprächen basiert und gleichzeitig glaubhaft vermittelt, dass dies der einzige Weg zur Kontaktaufnahme ist. Doch meine anfänglichen Bedenken wurden nach nur wenigen Seiten komplett beseitigt und der Roman zog mich komplett in seinen Bann.
Fazit: Ein großer, emotionalgeladener Roman über ebenso großartige Frauen die mitten im Leben stehen.
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen

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