Aravind Adiga Letzter Mann im Turm

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Inhaltsangabe zu „Letzter Mann im Turm“ von Aravind Adiga

Vom Autor des Bestsellers ›Der weiße Tiger‹Die Mitglieder der Vishram Society in Mumbai gehören der Mittelklasse an. Im »Turm«, ihrem Wohnblock, erheben sie sich aus dem Slum und halten sich für etwas Besseres. Bis der Immobilienhai Shah sie mit fettem Geld lockt: Er will den Turm abreißen und an dessen Stelle einen luxuriösen Glaspalast errichten. Von einem Tag auf den anderen zerbricht die Harmonie der Bewohner. Alle wollen verkaufen, doch der Physiklehrer Murthy widersetzt sich entschlossen. Sein ganzes Leben hängt an diesem Turm...

Für dieses Buch braucht man Zeit, um in die Welt des Wohn-Turms im indischen Mumbai mit all seinen Charakteren eintauchen zu können.

— Lakritzschnecke
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  • Rezension zu "Letzter Mann im Turm" von Aravind Adiga

    Letzter Mann im Turm
    Wolkenatlas

    Wolkenatlas

    12. September 2012 um 11:42

    David und Goliath in Bombay Als Aravind Adigas Debütroman "Der weiße Tiger" vor nun dreieinhalb Jahren erschien, war, schon bevor dieser Roman den "Booker Preis" gewonnen hatte, eindeutig klar, dass hier ein ganz großes Erzähltalent soeben seine literarische Feuertaufe mit Bravour bestanden hatte. War der Schelmenroman "Der weiße Tiger" noch berstend vor exotischem Lokalkolorit und einer sich gefühlt ungebremst entladenden spannenden, sozialkritischen Geschichte, dessen "Massentauglichkeit" viele Kritiker abgestoßen hatte, so ist der zweite Roman, nach dem Erzählungsband "Zwischen den Attentaten", des indischen Autors ein doch viel spröderes, zugleich auch reiferes Werk. In Bombays Stadtteil Vakola, der bereits teilweise entwickelt ist, obwohl er von Slums geprägt ist, stehen die beiden Türme der "Vishram Society", ein innovatives und bereits seit gut einem halben Jahrhundert stehendes Genossenschaftsbauprojekt, dessen Bewohner sich mehr oder weniger mit den Widrigkeiten des Lebens in der Gegend abgefunden haben. Man wäscht sich dann, wenn es warmes Wasser bzw. überhaupt Wasser gibt, man benutzt einfach die Stiege, wenn der Aufzug monatelang nicht repariert wird. Die trotz alledem gerne hier wohnenden Wohnungsbesitzer treffen sich auf regulärer Basis in Versammlungen, um allfällige Probleme, Änderungen, Verbesserungen und andere Themen zu besprechen. Ohne Eile lässt Aravind Adiga den Leser am Leben der Wohnungsbesitzer teilhaben und stellt die Figuren somit vor. Alles läuft gut, bis der korrupte, fette Immobilienhai Dharmen Shah auftaucht, der fast ein alter ego des Bahram Halwai sein könnte, der sich in den Kopf gesetzt hat, auf dem Gelände der "Vishram Society" eine Luxuswohnanlage zu errichten. Der aus ärmsten Verhältnissen stammende Shah ist ein brutaler, zynischer Mensch, der gerne glaubt, dass er alles zum Wohl der Menschen macht, die er "lieber als den Stahl und den Zement hat", mit dem er seine Anlagen errichtet. Er unterbreitet den Bewohnern der "Vishram Society" ein großzügiges Angebot, das allen Bewohnern nicht nur erlauben würde, eine schönere Wohnung in einer besseren Gegend zu kaufen, sondern auch einen Gewinn mitzunehmen. Während die Bewohner im Turm A sofort zustimmen, sind im Turm B fast alle bereit. Durch ein wenig bessere Angebote sind aber auch im Turm B bald alle umgestimmt, vor allem, weil fast alle wirklich gute Gründe haben oder finden, einer Verbesserung ihrer Wohnverhältnisse zuzustimmen. Alle, bis auf Einen. Der alte, pensionierte Lehrer Yogesh Murthy, von allen Masterji genannt und als Gelehrter und Gentleman respektiert, lässt sich durch kein noch so gutes Angebot umstimmen. Aus dieser Situation entwickelt Aravind Adiga nun einen eindringlichen Kampf ums Überleben und den Sieg der Moral auf der einen Seite, während es auf der anderen Seite darum geht, auch den letzten Starrkopf zu besiegen, um das Projekt und den daraus resultierenden Gewinn nicht zu gefährden. Ein ungleicher Kampf, quasi David gegen Goliath, der natürlich nicht so ausgehen kann, wie man als Leser auf mehreren hundert Seiten hofft. Nicht umsonst brüstet sich der Immobilienmann damit, dass "ein Bauherr der einzige Mann in Bombay ist, der nie einen Kampf verliert." Alles ist also käuflich, die Polizei, die Justiz, die Presse, die Politik, die Nachbarn und am Ende auch die letzten Freunde und der Sohn des offensichtlich starren und uneinsichtigen alten Mannes. Die Motivation Masterjis, nicht zuzustimmen, ist vielseitig und vielleicht auch die einzige (kleine) Schwachstelle von Aravind Adigas großem Roman. Einerseits sind da die Erinnerungen an seine verstorbene Frau und an die verunglückte Tochter, eine nicht unwichtige Portion eines Altersstarrsinns, der fehlende Wille, Veränderungen zuzulassen, schon gar nicht, wenn diese erzwungen werden, aber auch, und das vielleicht sogar vorrangig, der Sinn für menschlichen Anstand und die ökologischen Probleme der Stadt, die durch einen Neubau der Luxusklasse in Vakola noch verschärft würden. Da Masterji mit zunehmendem Druck immer sturer und entschlossener wird, dem Shah zu widerstehen, wächst der Druck der Mitbewohner und Freunde auf den alten Mann, bis es zu gemeinen, unschönen und grausamen Szenen kommt, die eindrucksvoll vorführen, wozu Menschen bereit sind, wenn es um den eigenen Gewinn und Vorteil geht. Wie tief man fallen kann, wenn man die Grenze der Ethik und Anstands überschreitet. Die Übersetzung von Susanne Urban und Ilija Trojanow ist sehr gut, obwohl teilweise etwas zu brav. Möglicherweise ist aber eine wirklich überzeugende Übersetzung aus dem teilweise doch sehr indischen Englisch des Originals, das doch eine ganz andere sprachliche Färbung hat, unmöglich. "Letzter Mann im Turm" ist nicht so rasant und jugendlich frisch wie "Der weiße Tiger", andererseits ist es ein Schritt in neue Sphären, der sich schon in "Zwischen den Attentaten" angekündigt hatte und hier meisterlich vollzogen wird. Aravind Adiga hat einen großen Roman vorgelegt, der sich risikofreudig am Format und der Größe eines Fjodor Dostojewski misst. Auch wenn er die seelischen Abgründe des großen Russen nicht ganz erreicht, so ist dieser Roman mehr als beeindruckend und überzeugend. Eine absolute Empfehlung. (Roland Freisitzer; 01/2012)

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  • Rezension zu "Letzter Mann im Turm" von Aravind Adiga

    Letzter Mann im Turm
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. March 2012 um 18:27

    Die Baubranche boomt in Mumbai - überall entstehen neue (vor allem luxeriöse) Wohn- und Geschäftsviertel. Der Platz zum Bauen ist jedoch beschränkt und so werden die Slums und ärmeren Viertel vom Abrissbagger platt gemacht. Die Wohngemeinschaft Vishram Society, bestehend aus zwei Wohnhäusern, ist nun ins Visier von dem Immobilienhai Dharmen Shah geraten. Er bietet den Bewohnern horrende Summen, wenn sie zustimmen auszuziehen - aus einem Haus, das sowieso schon kurz vor dem Verfall steht. Doch natürlich müssen alle dem Angebot zustimmen - und trotz der großen Geldsumme regt sich bei einigen Personen Widerstand, sei es aus persönlichen Erinnerungen oder gesundheitlichen Gründen. Vor allem der ehemalige Lehrer, genannt Masterji, stellt sich -zunächst zusammen mit dem Ehepaar Pinto- gegen das Bauvorhaben. Doch es gibt viele Mittel, um einen Menschen zu beeinflussen und Dharmen Shah nutzt sie alle aus - und so steht Masterji schon bald allein auf weiter Flur, während seine Nachbarn zunehmend in der Frustation und im Unverständnis versinken, dass er sich weigert, das Geld anzunehmen. Selbst die besten Freunde werden in dieser Situation irgendwann zu Feinden... Der erste Teil des Buches hat mir soweit gut gefallen. Er erinnerte mich vom Stil her an "Der weiße Tiger", Aravind Adiga schaut mit einem zwinkernden Auge auf die verschiedenen Bewohner der Vishram Society, mit all ihren Ritualen und -natürlich auch- Streitigkeiten. Auf der anderen Seite entdeckt man durch die Beschreibung des Lebens von Dharmen Shah wie das Leben der Reichen in Mumbai aussieht. Zu Gute halten muss man Adiga, dass alle Personen gute und schlechte Seiten besitzen. Keiner von ihnen hat eine weiße Weste. Nichtsdestotrotz hat mir das Buch leider ab dem Mittelteil nicht mehr viel Lesevergnügen bereitet. Das liegt vor allem daran, dass das Ende -finde ich zumindest- recht zeitig absehbar ist und es über mehrere Hundert Seiten nur noch vorbereitet und schließlich auch ausgeführt wird. Gleichzeitig wird die Handlung immer einseitiger und arbeitet nur noch zum großen Finale hin - von dem anfänglichen zwinkernden Auge bleibt nicht mehr viel übrig. Schade, ich hatte mir mehr davon erhofft, vor allem nach den ersten Seiten. Mehr als 2 Sterne kann ich dem Buch beim besten Willen nicht geben.

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  • Rezension zu "Letzter Mann im Turm" von Aravind Adiga

    Letzter Mann im Turm
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. February 2012 um 09:34

    Das Ende war mir zu vorhersehbar.

  • Rezension zu "Letzter Mann im Turm" von Aravind Adiga

    Letzter Mann im Turm
    sabatayn76

    sabatayn76

    16. January 2012 um 12:01

    Mobbing in Mumbai Inhalt: Die Bewohner des einst anständigen, mittlerweile schäbigen Vishram Society Turms A bekommen ein sagenhaftes Angebot: der Bauherr Dharmen Shah möchte den gesamten Gebäudekomplex abreißen und bietet den Eigentümern der einzelnen Wohnungen eine Summe, die weit über dem eigentlichen Marktwert dient. Es gibt allerdings einen Haken, denn da es sich um eine Wohnungsgenossenschaft handelt, darf keiner der Bewohner das Angebot ablehnen - sonst bekommt keiner etwas. Einige Personen weigern sich jedoch, ihr Zuhause der letzten Jahrzehnte zu verlassen und sind nicht an den finanziell großzügigen Offerten Shahs interessiert. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis aus Freunden Feinde werden. Meine Meinung: 'Letzter Mann im Turm' liest sich sehr flüssig und schnell, die Protagonisten sind lebensnah und glaubwürdig gezeichnet, die Geschichte fesselt von Anfang an. Aravind Adiga gelingt es, anhand des Vishram Society Turms A ein Abbild der (indischen) Gesellschaft zu entwerfen, die Sorgen, Nöte und Hoffnungen der Mittelschicht aufzuzeigen und den moralischen Verfall einer Wohngemeinschaft darzulegen. Dabei erzählt er seine gesellschaftskritische und spannende Geschichte von Hass, Verachtung, Gier und der Macht des Geldes mit viel Sprachwitz und sehr überzeugend. Mein Resümee: Ein großartiger Roman, der meiner Meinung nach oft an 'Der Besuch der alten Dame' von Dürrenmatt erinnert. Sehr empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Letzter Mann im Turm" von Aravind Adiga

    Letzter Mann im Turm
    lokoschade

    lokoschade

    18. October 2011 um 11:48

    Gebundene Ausgabe: 515 Seiten Verlag: Beck; Auflage: 1 (26. August 2011) ISBN: 978-3406621567 Preis: € 19,95 Kurzbeschreibung Eine Geschichte um Geld und Macht, Luxus und Entbehrung, ein breites Gemälde der Menschen in Bombay und nicht zuletzt das Porträt einer brodelnden Stadt - "Der letzte Mann im Turm" wirft einen tiefen Blick in die Herzen und Köpfe der Bewohner einer Mega-City - einfache Menschen, die an einem Ort ohne Grenzen bis an ihre Grenzen getrieben werden. Wen man in Bombay auch nach der "Vishram Society" fragen würde - Turm A der "Vishram Cooperative Wohnungsbaugesellschaft" -, jeder würde sagen, dass diese Wohnanlage in der Nähe des Flughafens und am Rande von Slums dennoch eine gute Adresse ist. Aber nicht nur Bombay hat sich in den letzten fünfzig Jahren verändert - und heißt jetzt Mumbai -, auch der Immobilienmarkt - überall in Mumbai wird abgerissen, Neues gebaut und viel frisches Geld ist in Umlauf. Als der Immobilientycoon Dharmen Shah den Bewohnern von Vishram Society das Angebot macht, sie rauszukaufen, damit er einen Luxusapartment-Komplex errichten kann, ist sein Angebot mehr als großzügig. Aber nicht jeder ist bereit, auszuziehen und dafür viel Geld mitzunehmen, das Angebot gilt jedoch nur, wenn alle zustimmen! Die Anspannung steigt unter den Bewohnern, und einer, der pensionierte Lehrer Masterji, einst am meisten respektiert, ist nun das Hindernis für diesen Deal. Shah ist ein gefährlicher Gegner, aber auch alte Freunde können zu Feinden werden ... Über den Autor Aravind Adiga, geb. 1974 in Madras, wuchs zeitweise in Sydney, Australien, auf, studierte Englische Literatur an der Columbia University und am Magdalen College in Oxford. Er arbeitete als Korrespondent für die Zeitschrift Time und für die Financial Times. Er lebt in Mumbai, Indien.Ilija Trojanow, geb. 1965 in Bulgarien, aufgewachsen in Kenia, studierte und arbeitete viele Jahre in Deutschland. Seit 1998 lebt er in Bombay. Trojanow ist Autor, Herausgeber und Verleger. Er beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit afrikanischer Geschichte, Kultur und Literatur. Der Autor erhielt zahlreiche Preise: 1995 den Bertelsmann-Literaturpreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt, ein Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Schloß Wiepersdorf sowie ein Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds e.V., 1996 den Marburger Literaturpreis, 1997 den Viktor-von-Scheffel-Preis und Thomas-Valentin-Preis der Stadt Lippstadt und 2000 den Adelbert-von-Chamisso-Preis. 2009 wurde ihm der Preis der Literaturhäuser verliehen und 2010 wurde er als 'poetischer Chronist der großen Exil- und Migrationsphänomene der Moderne' mit dem Würth-Preis geehrt. Meine Meinung Vishram Society ist ein Gebäudekomplex der 1959 gebaut wurde um "anständige Behausungen für anständige Inder" zu schaffen. Nun viele Jahre später sind die Gebäude marode, nie wurde ausreichend in Reparaturen investiert. Da kommt zu einem Zeitpunkt an dem wieder einmal von der Genossenschaft über Instandhaltungsmaßnahmen und die damit verbundenen Kosten diskutiert wird, ein mehr als großzügiges Angebot eines Bauunternehmers. Er bietet den Bewohners einen Preis für die Wohnungen der 250 % über dem üblichen Marktwert liegt... Warum? In einem Stadtteil Mumbais auf dem pro Einwohner sechs Ratten kommen, aufstrebende Finanzzentren direkt neben den schlimmsten Slums der Welt liegen, sieht er die Zukunft der Stadt. Eine Stadt die sich scheinbar nicht weiter entwickelt, sondern immer nur Neues aufschnappt. Shah, der Bauunternehmer, will dieses Projekt verwirklichen, zumal sein direkter Konkurent die Frechheit besitzt und direkt vor seiner Nase mit einem spektakulären Bau beginnt. Das Angebot wird unterbreitet. Bedingung: Alle Parteien müssen unterschreiben! Alle! Für die meisten der Bewohner ist es die Chance ein neues Leben anzufangen, zum einen weil sie bei dem überaus großzügigen Angebot in der Lage sind sich etwas Neues zu kaufen, zum anderen weil man ein gutes finanzielles Polster für die Zukunft hätte. Aber warum soll Masterji, pensionierter Lehrer und seit einem Jahr Witwer, ausziehen? Warum soll er eine Wohnung verlassen in der er den größten Teil seines Lebens verbracht hat? Andere Bewohnter die sich zunächst auch sträuben, werden schließlich überzeugt! Es hat nicht lange gedauert bis der Makler auf deren Schwachstellen gestoßen ist. Geld, viel Geld, macht schwach - der Mensch ist korrupt. Aber noch haben nicht alle unterschrieben, die Frist läuft ab, die Drohungen nehmen zu und werden immer deutlicher. Dass man sich schlußendlich seitens des Bauunternehmers solcher Maßnahmen bedient ist nicht verwunderlich. Sowohl Polizisten als auch Politker stehen auf deren Gehaltslisten.... Fazit: Moderne und Tradition prallen aufeinander. Für die Gesetze der freien Marktwirtschaft ist man genauso empfänglich wie für den Rat eines tamilischen Astrolgen der den Baubeginn bestimmt. Aravind Adiga hat einen großartigen Roman über die Gier des Menschen, seine Unersättlichkeit geschrieben. Mit viel Ironie blickt er auf die Millionenstadt Mumbai und seine Bewohner, wobei nicht jeder gut dabei weg kommt. Ein kurzweiliges Lesevergnügen (die Zeit fliegt geradezu dahin) das ich uneingeschränkt empfehlen kann und das mir noch besser gefallen hat als "Der weiße Tiger" Volle Punktzahl

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