Ariadne von Schirach Der Tanz um die Lust

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Inhaltsangabe zu „Der Tanz um die Lust“ von Ariadne von Schirach

Jugend und Schönheit sind das Maß aller Dinge in unserer Gesellschaft. Alles scheint käuflich, alles wird mit Sex verkauft. Wie sind Erotik und (romantische) Liebe noch möglich in dieser entfremdeten Welt? Wie inszenieren wir uns selbst als begehrenswert, und wie können wir selbst begehren? Ein grandioser Streifzug durch den erotischen Großstadtdschungel – klug, überraschend und provozierend.

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    Der Tanz um die Lust

    Zachanassian

    25. September 2014 um 20:47

    Das Buch bietet eine etwas kuriose, konzeptionell schwer durchschaubare Melange aus gesellschaftspolitischem Essay und kleinen Episoden über das bohemiennehafte Leben der Autorin und ihrer Freunde. Am besten gefallen haben mir die Gedanken und Einsichten der Autorin über den Einbruch von dem Porno entlehnten Strategien in die Waren- und Lebenswelt der Gegenwart. Die Beschreibungen der Realität und die Beobachtungen zeitgenössischer Phänomene, wie der Allgegenwart von Sex in der Werbung, sind anschaulich und überzeugend. Die kleinen erzählerischen Episoden haben mich nicht begeistern können. Stets geht es dabei um Feiern, Saufen, Flirten und Ficken (Lieblingswortwahl der Autorin!). Gegen Ende des Buches widmen sich die Geschichtchen auch einer spießigeren Idee von Beziehung, der Liebe. Auch in die belanglosesten Erzählungen über Beziehungs- oder Eroberungsversuche mischen sich immer wieder hellsichtige, psychologische Beobachtungen und interessante Einsichten. Leider gehen diese Gedanken leicht in  Geschwätzigkeit und  Lust an der provokativen Formulierung unter. Die besten Passagen hat das Buch zu Beginn. Insgesamt wirkt es zu langatmig. Gegen Ende hatte ich Mühe, noch "bei der Stange" zu bleiben. Die Lebenswelt der Münchner Boheme ist mir auch zu fremd.

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  • Rezension zu "Der Tanz um die Lust" von Ariadne von Schirach

    Der Tanz um die Lust

    marion_gallus

    04. August 2010 um 20:16

    Diese Lektüre ist ein Sachbuch und Bericht über Sex, wie er unser tägliches Leben beeinflusst und die Erotik auf der Strecke bleiben lässt. Gespickt ist das ganze mit kleinen Erzählungen von (realen ?) Freunden/-innen der Autorin. Ich habe sicherlich eine Menge dazugelernt, zum Beispiel wusste ich nicht wirklich wieviele verschiedene Bezeichungen und Arten es für/von Pornos gibt. Die Autorin hat sehr gut recherchiert, viele Hintergrundinformationen und Verweise eingearbeitet. Mir persönlich wurde es zu langweilig, nach einer gewissen Zeit wiederholen sich die Aussagen, auch wenn die Worte anders gewählt sind. Das hat bei mir dazu geführt, dass ich zuletzt nur noch überflogen und quergelesen habe. Dieses Buch ist gut geschrieben, manchmal in einer sehr deutlichen Wortwahl, die aber zum geschriebenen Thema passt. Für mich war es einfach nichts. Dem Klappentext nach hatte ich mir anderes erwartet als einen Bericht über Sex, wie ich ihn in einem Lifestylemagazin lesen könnte, würde ich sie lesen. Wenn ich lese, möchte ich eine Geschichte eintauchen, darin versinken und mich von der Handlung davontragen lassen und das war hier (natürlich wahrscheinlich ...) nicht gegeben. LG Marion

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