Ariane Sommer , Roman Libbertz Lieben lassen

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Inhaltsangabe zu „Lieben lassen“ von Ariane Sommer

Alex Mondo, 28, ist eine anerkannte Fotografin in der internationalen Kunstszene. In ihren Arbeiten dokumentiert sie ihre sexuellen Begegnungen mit wechselnden Männern – ein Umstand, der einer festen Bindung im Weg ist. In Rom sucht Alex verzweifelt nach starken Motiven für die Biennale, die schon in wenigen Wochen eröffnet wird. Tom Weiss, 31, ist kreativer Kopf bei einer Werbeagentur in Hamburg. Nach außen lebt er den Traum des Alpha-Mannes: Karriere, Geld, Frauen. Doch hinter der Fassade verbirgt sich ein Mensch, der unter der Profanität und Inhaltsleere seines Lebens leidet, der sich insgeheim nach Liebe und Verbindlichkeit sehnt. Bei einem Geschäftsessen in Rom begegnen sich die beiden. Sie verbringen die Nacht miteinander, und Tom verliebt sich. Als auch bei Alex unerwartet Gefühle ins Spiel kommen, ergreift sie die Flucht. Kurz darauf fotografiert sie den Kellner Giulio, der sie zu einer der besten Motivserien ihrer Laufbahn inspiriert und so die Biennale für sie retten kann. Doch genau diese Bilder, Alex’ existenzielle Art, ihre Kunst zu leben, führen zum Streit mit Tom. Bei der Biennale in Venedig schließlich kommt es zur Entscheidung: Lieben, sich lieben lassen – oder das Lieben lassen? Ein Roman über Liebe, Lust und Einsamkeit, über Sehnsüchte, die Angst vor den eigenen Emotionen und echter Bindung. Geistreich und emotional, sexy und düster, schillernd und tief zugleich: das Debüt eines starken literarischen Duos.

ich weiß wirklich nicht! Das war nicht so meins... Es hat bei mir leider keinerlei Emotionen geweckt!

— Suma2
Suma2

Wir schaffen es nicht mehr den Anderen zu lieben, solche Egos haben wir gezüchtet. Toll geschrieben. Total super Buch! Bitte mehr davon.

— Tichiy
Tichiy

Merkwürdiges Buch...

— Line88
Line88

Einer der knackigsten und spannendsten Romane in 2015 für mich!

— karinirorth
karinirorth

Ich lese viel und lasse mir auch gerne so alles unterjubeln, aber „Lieben lassen“ ist ein Buch, das mich direkt anspricht.

— Saviano
Saviano

Zwischen den Klippen hangeln sich die Liebenden in einem Strom aus Sex, Wut und Liebe

— KatrinResegier
KatrinResegier

Habe etwas anderes erwartet. Geht sehr ins sexuelle, weniger die Gefühlsseite.

— KillaBabeno
KillaBabeno

Starke Frau, die sich nimmt, was sie will

— Sarafinchen
Sarafinchen

Heute ausgelesen ...werde es gleich nochmal lesen. Ganz große Klasse!

— Glesen
Glesen

Sehr gute Grundidee mit schlechter Umsetzung (Insbesondere die zweite Hälfte)

— Julia2610
Julia2610

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  • Wir schaffen es nicht mehr den Anderen zu lieben, solche Egos haben wir gezüchtet.

    Lieben lassen
    Tichiy

    Tichiy

    05. January 2016 um 23:33

    Wir schaffen es nicht mehr den Anderen zu lieben, solche Egos haben wir gezüchtet. Diese flotte These stellt "Lieben lassen" auf. Was auf den ersten Seiten wie ein kurzer Flirt anmutet, wird bald zu einer leidenschaftlichen On-off-Beziehung in der es nur so sexelt. Von zart bis hart ist nichts ausgelassen und auch so mache Party; Orgie oder der obligatorische Bordellbesuch fehlt hier nicht. Der Weg gute Literatur zu machen führt über das Brechen von Klischees und genau das ist hier total wunderbar aufgegangen. Toll geschrieben. Starkes Debüt. Total super Buch. Bitte mehr davon.

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  • Rasant & spannend!

    Lieben lassen
    karinirorth

    karinirorth

    15. December 2015 um 23:50

    Einer der spannendsten, rasantesten Romane in 2015 für mich!

  • Gewinnt die 15 Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2015!

    Lua und die Zaubermurmel
    Daniliesing

    Daniliesing

    Die Vorweihnachtszeit ist doch die schönste Zeit im Jahr für tolle Buchempfehlungen, oder? Da es ja schon eine kleine Tradition geworden ist, möchten wir vom LovelyBooks Team euch auch 2015 wieder unsere Lieblingsbücher des Jahres empfehlen und einen von euch sogar mit einem Buchpaket, das alle 15 Bücher enthält, glücklich machen! Bevor es mit den einzelnen Lieblingsbüchern losgeht, möchten wir euch aber ein wunderbares Kinderbuch ans Herz legen, das uns alle bezaubert hat und das Klein und Groß mit seiner berührenden Geschichte in seinen Bann zieht! "Lua und die Zaubermurmel" ist unser gemeinsamer Buchtipp für das Jahr 2015. Unsere Buchempfehlungen: 1. kultfigur empfiehlt: "Unterwerfung" von Michel Houellebecq Ein hochinteressantes Gedankenspiel zum schlummernden Konfliktpotential in unserer Gesellschaft und der Anpassungsfähigkeit des Einzelnen. Zeitlos und aktuell zugleich. Für mich ein geniales Buch, gerade weil es stellenweise auch banale und langweilige Seiten hat - denn so sind wir Menschen nunmal. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel" von Bradley Somer Ein Goldfisch fällt aus dem 27. Stock - vorbei an den vielen Fenstern des Hochhauses und den Geschichten der Menschen dahinter. Gekonnt verknüpft Bradley Somer die einzelnen Schicksale dieser Menschen - mal ganz gewöhnlich, mal total abstrus und verbindet sie zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk, das man in dieser Form bestimmt noch nicht gelesen hat! Genial! 3. TinaLiest empfiehlt: "Im Frühling sterben" von Ralf Rothmann Ralf Rothmann hat mich mit seinem sprachlich sehr beeindruckenden Roman "Im Frühling sterben" aus einer Leseflaute geholt: Ich habe ebenso gebannt wie erschüttert von den Erlebnissen des Protagonisten Walter während der letzen Monate im zweiten Weltkrieg gelesen & auch nach dem Lesen hat mich der Roman nicht so schnell losgelassen. Ein beeindruckendes, leises und sehr starkes Buch! 4. doceten empfiehlt: "Chaos" von David Mitchell In "Chaos" erzählt David Mitchell in neun Geschichten über den freien Willen des Einzelnen in einer deterministisch-chaotischen Welt - nicht das kleinste Thema für einen Debütroman. Nahezu mikroskopisch klein sind jedoch oft die verbindenden Elemente zwischen den Geschichten, bis sie sich in ein großes Ganzes fügen, das wir wohl Leben nennen. Wer die Erzählweise aus dem bekannteren "Cloud Atlas" mag, wird auch von "Chaos" begeistert sein - ich bins! 5. Malista empfiehlt: "Die schönste Art, sein Herz zu verlieren" von Mamen Sánchez Es gibt Bücher, die liest man und am Ende waren sie gut. Und es gibt Bücher wie Mamen Sanchez' "Die schönste Art sein Herz zu verlieren", erschienen im Thiele Verlag, welches einen auf eine Reise mitnimmt, die niemals enden soll! Die Faszination des Buches liegt in den pointierten Beschreibungen der Protagonisten, ihrer Herkunft und ihrer Lebensstile, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Unbedingt lesen! 6. ValerieLiebtLesen empfiehlt: "Das achte Leben (Für Brilka)" von Nino Haratischwili Ich habe das Familienepos dieses Jahr im Sommerurlaub in Portugal gelesen und war vom ersten Moment an gefesselt von dieser spannenden Geschichte rund um acht beeindruckende Frauenfiguren. Die 1200 Seiten habe ich verschlungen und danach war ich fast ein wenig wehmütig, dass die Geschichte "schon" rum war. Grandios! 7. Sophia29 empfiehlt: "Das Geheimnis des weißen Bandes" von Anthony Horowitz In diesem Jahr bin ich auf den Sherlock Holmes-Geschmack gekommen. Deswegen zählt „Das  Geheimnis des weißen Bandes“ von Anthony Horowitz zu meinen absoluten Lesehighlights 2015. Die ersten Seiten dieses Buches haben ausgereicht, um mich voll und ganz in seinen Bann zu ziehen:   London im November 1890 – der unvergleichliche Detektiv Sherlock Holmes und sein alter Freund Dr. Watson setzen alles daran, das Geheimnis um „Das weiße Band“ schnellstmöglich zu lüften, um   weitere Morde zu verhindern. Ich habe die beiden wirklich gerne auf ihrer Verfolgungsjagd begleitet und von Seite zu Seite mehr der Auflösung dieses dubiosen Falls entgegengefiebert. Dieses Buch bietet nicht nur durch und durch sympathische Protagonisten und einen einzigartigen Stil des Autors, sondern garantiert vor allem auch Spannung bis zum Schluss. 8. HannaBuecherwurm empfiehlt: "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss Lasst euch nicht vom schleppenden Anfang des Buches trügen! Sobald ihr diesen einmal hinter euch habt, wird euch das Buch vollkommen fesseln und bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen. Vor allem der originelle Schreibstil macht dieses Buch aus, macht euch darauf gefasst, wiederholt in Lachen ausbrechen zu müssen. Das Buch ist der Auftakt zu einem fantastischen Fantasy-Epos, auf dessen Fortsetzung ich nun richtig gespannt bin! 9. aba empfiehlt: "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie Gegen Ende des Jahres nur ein Lieblingsbuch zu nennen, fällt einem oft schwer, wenn fast jedes gelesene Buch diese Auszeichnung verdienen könnte. Dieses Mal ist es bei mir nicht so, ich musste keine Sekunde lang überlegen, die Entscheidung stand schon im Frühjahr fest. "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie ist mein absolutes Lieblingsbuch aus 2015. Für so viel Leidenschaft, so konsequente und menschliche Charaktere, und eine glaubhafte und spannende Entwicklung habe ich dieses Buch sehr geliebt. 10. Kathycaughtfire empfiehlt: "Wer die Nachtigall stört ..." von Harper Lee Eines der Bücher, das man in seinem Leben unbedingt gelesen haben sollte. Es ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur, aber einer, den man schlichtweg lieben muss. Die Geschichte ist wunderschön, die Botschaft nach wie vor eine unglaublich wichtige und Harper Lee eine grandiose Autorin. 11. markusros empfiehlt: "Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden" von Per J. Andersson Das Buch und speziell der so mutige Pikay haben mir die eigene Lust am Abenteuer und an fernen Ländern nicht nur in den Lesestunden zurückgebracht. Ich bewundere den Mut, sich aus Überzeugung für eine Sache in Situationen zu begeben, ohne vorher alle Eventualitäten intellektuell durchdacht und durchdrungen zu haben. 12. Tree_Trunks empfiehlt: "Altes Land" von Dörte Hansen Für mich ist "Altes Land" von Dörte Hansen eines der besten Bücher 2015 gewesen. Die Geschichte beschreibt die kleinen Wunden, die sich die Generationen einer Familie gegenseitig zufügen können und erzählt von der Bürde der Vergangenheit. Gleichzeitig hat Dörte Hansen einen tollen Humor, der mich wirklich laut zum Lachen gebracht hat und der von einer ungetrübten Menschenkenntnis zeugt. Ein großartiges Buch über menschliche Stärken und Schwächen! 13. Tasmetu empfiehlt: "Ich bin Malala" von Malala Yousafzai Dieses Buch war so viel mehr als das, was ich erwartet habe und ließ mich tief berührt und nachdenklich zurück. Es ist die Geschichte des Swat Lands, es ist die Geschichte der Taliban, des Islams, es ist die Geschichte ihres Dorfes, ihrer Eltern, ihrer Freunde, ihrer Heimat, ihrer Flucht. Sympathisch, aufrüttelnd, aktuell. 14. nordbreze empfiehlt: "Bora" von Ruth Cerha Die Frankfurter Verlagsanstalt sollte dieses Buch nur zusammen mit einem Flugticket nach Kroatien verkaufen. Obwohl ich schon immer eine Wasser-Sehnsucht hatte, war diese noch nie so stark wie beim Lesen von "Bora". Ich möchte auch eine Insel erkunden, klettern, schwimmen, Wein trinken (ich mag gar keinen Wein ..) und Fisch essen. Ruth Cerha beschreibt das Inselleben einfach, alltäglich, aber trotzdem prägnant, so dass man das Gefühl hat, schon einmal dort gewesen zu sein (was ich für mich ausschließen kann. Ich war noch nie in Kroatien). Hinzu kommen mit Mara und Andrej zwei unaufdringliche Protagonisten, deren Liebesgeschichte so dezent aufgestellt ist, eigentlich will ich das gar nicht Liebesgeschichte nennen. Zwischen den beiden herrscht einfach eine große Vertrautheit, die ohne große Worte auskommt. Seid ihr neugierig auf unsere 15 Lieblingsbücher 2015 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 6. Januar Zeit, bei der Verlosung eines tollen Buchpakets mit allen 15 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns über den "Jetzt bewerben"-Button ganz oben nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir selbst immer so gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Welche sind eure Buchgeschenktipps des Jahres? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 990
  • Um es kurz zu machen: Ich finde das Buch großartig!

    Lieben lassen
    Saviano

    Saviano

    07. December 2015 um 18:43

    Ich lese viel und lasse mir auch gerne so alles unterjubeln, aber „Lieben lassen“ ist ein Buch, das mich als Mensch direkt anspricht. Um es kurz zu machen: Ich finde das Buch großartig! Ariane Sommer kannte ich, aber Roman Libbertz scheint ein echtes Multitalent zu sein, vor allem wenn man seine Biographie ansieht, da kann man echt gespannt sein, was da noch so kommen wird. Ich möchte jetzt an dieser Stelle keine Inhaltsangabe des Romans schreiben, das haben so viele andere schon vor mir getan. Ich möchte nur jedem, der gerne etwas liest, das mitten aus dem Leben ist, Herz, Verstand, Witz und Sex  in Hülle und Fülle hat, "Lieben lassen" empfehlen. Es ist einfach grandios.

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  • Zwischen den Klippen hangeln sich die Liebenden in einem Strom aus Sex, Wut und Liebe

    Lieben lassen
    KatrinResegier

    KatrinResegier

    30. November 2015 um 00:11

    Hier und in der Presse hatte ich total viel über den Roman gelesen, aber ich dachte echt null, dass das Buch mich so umhauen würde. Das war wegen: -  3 Dinge  (Lebensweisheiten die Tom immer wieder von sich gibt)  - Endlich mal eine superstarke Frauenpersönlichkeit - Ein Mann, der Fehler hat und der sich damit nicht mehr nicht auseinandersetzen will - Spannung, es wird immer spannender bis zum Ende - Das Ende an sich - Die total realistischen Sexszenen - Die Sprache - Das supertolle Er/Sie-Feeling Ich kann das Buch wirklich nur Jedem empfehlen der einen modernen, realistischen, abgefahrenen, lustigen, nachdenklichen und zum Teil auch bitteren Liebesroman sucht. Chapeau!

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  • Leserunde zu "Lieben lassen" von Ariane Sommer

    Lieben lassen
    ars-vivendi-Verlag

    ars-vivendi-Verlag

    Von Liebe, Lust und Verlieren   Sie ziehen sich an und stoßen sich ab wie Magneten, sie nähern sich einander an und wollen sich doch nicht zu nahe kommen; zwischen ihnen sind Lust und Schmerz, kosmopolitische Lebensentwürfe – und Wünsche, die unterschiedlicher nicht sein könnten.   Als Alex Mondo, Fotografin, zu Hause auf der ganzen Welt und kurz vor einer großen Ausstellung auf der Biennale, und Tom, ein unter Panikattacken leidender Mitarbeiter einer Werbeagentur aus Hamburg, sich in Rom bei einem Geschäftsessen treffen, prallen zwei Welten aufeinander. Er ist auf der Suche nach der großen Liebe, sie nur nach dem nächsten Objekt für eines ihrer Bilder.   Sie verbringen eine intensive Zeit miteinander, und für Tom ist schnell klar, wohin die Beziehung führen soll. Doch Alex wird die Nähe zu viel: Sie flüchtet, nicht jedoch ohne nach altbewährtem Muster ein Foto von Tom geschossen zu haben. Und Tom? Weigert sich, sie aufzugeben. Und nach ein paar aufregenden Wochen stehen sie vor der Entscheidung: Lieben, sich lieben lassen – oder: das Lieben lassen?     Zu den Autoren:   Ariane Sommer wurde in Bonn geboren und wuchs als Tochter eines deutschen Botschafters rund um den Globus auf. Stationen waren u.a. Freetown/Sierra Leone, Neu-Delhi, Madrid, Barcelona, Paris, Madagaskar, Miami, London und Berlin. Dort studierte sie an der Freien Universität Politische Wissenschaften. Gegenwärtig pendelt die Kosmopolitin zwischen Los Angeles und Berlin. Sie ist Autorin des Stilratgebers Die Benimm-Bibel und der Kurzgeschichtensammlung Foreign Affairs und schreibt aktuell Kolumnen für Red Carpet und die taz sowie regelmäßige Beiträge für DIE WELT und Welt am Sonntag.   Roman Libbertz wuchs in München auf. Er begann ein Jurastudium an der Ludwig-Maximilians-Universität, im Jahr 2000 gründete er die Eventagentur r&m. Inzwischen widmet er sich vor allem dem Schreiben und Malen. 2007 legte er mit Triebjagd oder 31 gute Nachtgeschichten sein erstes Kurzgeschichtenbuch vor, 2009 erschien sein Gedichtband Mit Liebe, 2010 folgte Mit mehr Liebe, 2012 63 x Liebe. 2008 – 2009 war er wöchentlich in einer Literatur-Talk-Fernsehsendung auf Sky zu sehen. Er schreibt Kritiken und produziert Interviewstrecken.   Neugierig geworden? Wir laden Dich nun herzlich dazu ein, eine/r von 20 Leser/-innen zu werden, die das Buch gemeinsam in der Leserunde lesen, sich zeitnah dazu in allen Leseabschnitten austauschen und abschließend eine Rezension verfassen. Sehr gerne kannst du natürlich auch mit deinem eigenen Buch an der Leserunde teilnehmen, Fragen stellen und mitdiskutieren.   Bitte bewirb Dich bis zum 12.10.2015, indem du uns in den Kommentaren mitteilst, warum du gerne bei dieser Leserunde dabei sein willst.   Noch ein kleiner Hinweis von uns: Einige Stellen in diesem Buch sind sehr explizit. ;-)

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    • 260
  • Hier wohl eher lieben lassen..

    Lieben lassen
    KillaBabeno

    KillaBabeno

    27. November 2015 um 14:20

    Im Buch geht es um Tom welcher in einer Werbeagentur in Hamburg arbeitet, dort sehr erfolgreich ist und derzeit Single. Sein Leben verläuft sehr ruhelos und er hat öfter One-Night-Stands, was er allerdings ändern wollte. Seine Bindungsangst und Panikattacken machen das jedoch nicht leicht. Für ein wichtiges Meeting reist er nach Rom.Dann gibt noch Alex. Sie ist bekannte und überaus erfolgreiche Fotografin. Ihre Motive sind dabei allerdings sehr extravagant. Denn sie fotografiert die Männer mit denen sie schläft, unter anderem auch währenddessen.Sie möchte ebenfalls keine feste Bindung, da sie in der ständigen Angst lebt die tödliche Krankheit ihres Vaters in sich zu tragen.Auf der Suche nach dem nächsten perfekten Bild hält auch sie sich in Rom auf. Es wird immer wieder abwechselnd aus der Perspektive der beiden erzählt. Was anfangs sehr gewöhnungsbedürftig war aber dann doch mal etwas anderes.Die ersten Seiten fliegen so dahin und man lernt beide näher kennen. Sympatie für einen oder gar beide zu empfinden ist jedoch echt schwer... Soweit so gut, ich dachte langsam müsste es ja mal losgehen denn so dick ist das Buch ja nicht. Sobald die beiden sich treffen ging es in eine Richtung die ich so allerdings nicht erwartet hatte. Es geht großteils nur noch um Sex, wobei es teils auch sehr grob wird. Wenn man das vorher weiß dann geht man vielleicht anders an das Buch heran. Allein von der Buchbeschreibung habe ich eher erwartet das die komplizierte Beziehung der beiden mehr von der Gefühlsebene beleuchtet wird. Doch leider bleibt es rein körperlicher und sexueller Natur. Daher für mich nur 2 Sterne. Obwohl ich zwischendurch auch gern mal Bücher in diese Richtung lese. Wie gesagt wer weiß was kommt kann hier vielleicht das richtige Buch finden.   

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  • Lieben Lassen ?!

    Lieben lassen
    Sarafinchen

    Sarafinchen

    26. November 2015 um 11:12

    Alex ist eine Fotografin der etwas anderen Art. Mit ihren Bildern provoziert und begeistert sie zugleich. Für Motive zur Biennale ist sie schon eine Weile in Rom auf der Suche nach den geeigneten Fotos. Als Tom Alex in Rom kennen lernt, ist er hin und weg. Er muss sie besitzen, komme was wolle. Dann sind da noch Carlo, der ganz nett scheint und der junge Kellner, alle wollen Alex. Aber die hat ihren eigenen Willen, nimmt sich was sie braucht. Aber da ist noch eine andere Seite von Alex, mit der Angst vor der Dunkelheit und einem Kettenanhänger mit tödlichem Inhalt. Die Geschichte ist unterhaltsam aus der SIE und ER Perspektive geschrieben. Kurze Passagen wechseln sich rasant ab. Hier und da etwas zu sexuell und brutal, da mal etwas langweilig, konnte mich das Buch leider nicht so ganz fesseln. Mit den Figuren konnte man sich nicht wirklich identifizieren. Der Schreibstil ist flüssig, das Buch lies sich gut lesen, obwohl ich gegen Ende mal einen kleinen Hänger hatte. Es ist mal etwas anderes, aber definitiv nicht meins. Trotzdem war es interessant, mal so etwas zu lesen.

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  • Heute ausgelesen...werde es gleich nochmal lesen. Ganz große Klasse!

    Lieben lassen
    Glesen

    Glesen

    25. November 2015 um 03:42

    Was habe ich mir nicht Alles gedacht, bevor der Roman bei mir eintraf. Ob ich mich nicht verkauft habe usw, da nach den vielen großartigen Presseartikeln in der Leserunde vor allem der zweite Teil nicht so gut weggekommen ist oder es Einigen auch zu hart war usw. Um es vorweg zu nehmen, heute habe ich Lieben lassen ausgelesen, und ich werde es mit Sicherheit gleich nochmal lesen, um mir die vielen wunderbaren Sätze zu unterstreichen.  Ich finde es so toll, dass sich ein, in dem Fall zwei Autoren getraut haben total abseits des Mainstreamgeschmacks eine Geschichte zu probieren,  und wie ich in den Interviews gelesen habe, schlicht erst im Schreiben zu entwicklen wohin der Weg führt. Es ist ein unglaublicher toller, abwechslungsreicher, hochdramatischer Weg.  Ich finde Toms Charakterentwicklung super und auch Alex extrem gut herausgearbeitet. Man fühlt sich mitten in einem Orkan. Das hat mich an Bret Easton Ellis´ Glamorama erinnert und ist doch ganz arg atemberaubend neu.  Vielleicht wäre es für die Autoren schade, aber es sollte viel mehr Bücher in diesem zweistimmigen Stil geben. Die expliziten Sexszenen funktionieren für mich durch ihre Überhöhung nicht als abschreckend, als vielmehr als Metapher und müssen meiner Meinung nach ganz klar Bestandteil der Geschichte sein. Das Ende finde ich grandios, doch ich will nicht spoilern. Nur soviel in Kürze, bald noch mehr.

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  • Mal etwas anderes...

    Lieben lassen
    Julia2610

    Julia2610

    21. November 2015 um 19:46

    Meine Meinung Das Buch ist ein wenig anders aufgebaut als „normale“ Bücher. Es gibt keine Kapitel, sondern nur sie und ihn. Die Geschichte wird zum einen aus der Sicht von Alex und zum anderen auch der Sicht von Tom erzählt. Diese Idee finde ich sehr gut und passt auch sehr gut zu dem Buch. Um beide ein wenig voneinander abzugrenzen sind Toms Erzählungen ganz normal in schwarz geschrieben, Alex Erzählungen hingegen sind in grau. Das fällt, insbesondere abends, beim Lesen etwas schwer. Hier hätte man auch einfach eine andere Schriftart wählen können.  Das Buch ist insgesamt auch wirklich mal was anderes. Es ist keine 0-8-15-Lovestory, sondern teilweise schon ganz schön krass, im Sinne von vulgär. Es geht viel um Sex, harten Sex und der Schreibstil dazu ist manchmal ganz schön heftig und ich musste mich damit erst ein wenig arrangieren, weil es teilweise wirklich krass beschrieben ist.  Darüber hinaus finde ich die beiden Protagonisten, Alex und Tom, interessant, werde aber mit beiden nicht wirklich warm. Tom ist für mich zuerst ein ziemliches Weichei, liebt Alex sofort nach dem er sie gesehen hat und ist sehr gefühlsduselig. Doch im Buch macht er auf einmal einen, für mich, zu krassen Wandel durch, was gar nicht authentisch ist. Alex hingegen ist eine sehr starke, toughe Frau, die mir manchmal zu männlich rüberkommt. Hatte oftmals das Gefühl, dass die Rollen hier ein wenig verdreht sind.  Nichtsdestotrotz hat mir der Roman zu Beginn gefallen, weil es wirklich mal was anderes ist. Doch in der Mitte wird es immer langatmiger und bringt nicht wirklich neues und das Ende ist dann völlig abgedroschen.  Anfangs hat mir das Buch, eben weil es ein wenig anders ist, wirklich ganz gut gefallen, aber die zweite Hälfte und dann insbesondere das Ende haben mich gar nicht überzeugt. 

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  • Dralle Darstellung, was Liebe alles nicht ist

    Lieben lassen
    MissGoldblatt

    MissGoldblatt

    INHALT Alex und Tom sind zwei unabhängige Menschen. In ihrem eigenen Berufskosmos unglaublich erfolgreich und selbstbewusst, finden sie durch Zufall in Rom, anfänglich im beruflichen Rahmen zueinander. Doch schnell wird beiden bewusst, da ist eine besondere Anziehung. Beide haben dazu ihre jeweiligen Päckchen zu tragen und durch die Arbeit von Alex wird es dann auch für Tom sichtlich schwierig sich dafür zu entscheiden, ob sie lieben oder lieben lassen. MEINUNG Dieses Gemeinschaftsprojekt "Lieben lassen" von Ariane Sommer und Roman Libbertz hat schöne Akzente, wie erschlagend bizarre Szenen. Wer hier die Romantik sucht, sucht vergeblich. Überraschenderweise harmonieren die beiden Schreibstile der Autoren sehr gut miteinander und es fällt nicht stark auf, dass hier durch die Perspektivwechsel und damit verbundenen schriftstellerischen Wechsel, zwei Autoren am Werk waren. Zu Beginn kann man nicht ahnen, was einem in diesem Buch letztendlich erwartet. Und das ist unter anderem nicht immer schön. Den Autoren gelingt es zwar mit Charme und komischen Marotten, den Charakteren eine markante Persönlichkeit einzuträufeln, doch quillt diese vor therapiebedürftigen Verhaltensweisen schon wieder über. Alex wirkt in dem gesamten Buch einfach sehr emotional von sich und der Außenwelt distanziert, was zwar verständlich in erzählerische Rückblenden erläutert wird. Als Leser gestaltet es sich aber trotzdem schwer, Sympathie oder ansatzweise Empathie zu empfinden. Tom ist in seiner Charakteristik nicht wesentlich besser. Wirkt er doch emotionaler, kippt das bei ihm schnell ins ungesunde, sehr vulgäre und melodramatische. Ob von den Autoren speziell gewollt oder nicht, die Protagonisten sind schwierig. Umso schwieriger wird es dann auch, mag man den Titel des Buches Glauben schenken, Liebe in diese Geschichte glaubwürdig unterzubringen. Und das ist hier nicht gelungen. Hier schreien die Extreme so laut, dass das Zarte zwischen den Alex und Tom gar nicht an die Oberfläche getragen wird. So plötzlich wie die beiden sich begegnen, genauso heftig und intensiv sind diese Begegnungen. Sex ist definitiv ein großer und fast schon aufdringlicher Begleiter in diesem Buch. Zwischen den vielen, doch schrägen Begegnungen und Handlungen von Alex und Tom, kommen so manch leicht poetisch-philosophische Gedanken auf und das macht dieses Buch so prägnant. Denn dieses leichte, will nicht recht zu diesem drallen Etwas von einer Handlung passen, doch reißt das an mancher Stelle wieder raus. FAZIT Ich hatte anderes erwartet, um ehrlich zu sein. Ich dachte, hier kommt der emotionale Zwiespalt vordergründig ins Spiel. Ich dachte, hier spürt man Verzweiflung, Liebe und Widerwillen. Na gut, letztendlich hab ich das auch gespürt. Aber auf einer Ebene, die nicht schön ist und mit der ich kein Buch lesen, geschweige denn beenden möchte. Das war einfach zu sehr in die Extreme gezogen. So manche Szene ist so bizarr und so weit von Respekt füreinander fern, dass man nicht anders kann, als die Charaktere irgendwie nicht zu mögen. Und das ist schon fast der Todesstoß. Wenn ich als Leser keine Empathie auf ein Minimum für den Protagonisten aufbringen kann, wieso sollte ich das Buch lesen? Der Buchstaben halber? Vom Schreibstil her ist es einwandfrei, aber nach gut der Hälfte des Buches macht es keinen Spaß mehr, weil die Charaktere so düster wirken, die Szenen so sexuell überladen sind und manches einfach sinnfrei bzw. unnötig für die Geschichte war. QUELLE: Mein Blog! http://book-a-loo.blogspot.de/2015/11/rezension-lieben-lassen-ariane-sommer.html

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    • 3
    Bella5

    Bella5

    13. November 2015 um 13:03
  • Wer verliert wenn sich beide Partner auf Augenhöhe befinden..

    Lieben lassen
    UlrikeD

    UlrikeD

    12. November 2015 um 00:24

    Frei nach Reich-Ranitzky was in 200 Seiten nicht erzählt wurde, langweilt nur, langweilt man sich wirklich so ganz und garnicht. Wie auch schon in anderen Bewertungen angemerkt, fällt es schwer den Roman nicht in einem Rutsch zu lesen, so eine Spannung baut sich auf. Ein Umstand, der natürlich auch der wechselnden Perspektive geschuldet ist. Mit zunehmender Lektüre fand ich leider ein wenig weg von ihr und mehr hin zu "Er". Die "3 Dinge" mochte ich am liebsten und Alex Angst vor der Dunkelheit konnte ich auch gut nachvollziehen. Super gefallen hat mir auch hier endlich eine starke Frau und einen schwachen Mann zu haben, was aber natürlich auch der Behauptung des Romans geschuldet ist a la "Frauen sind die neuen Männer", was aber Gott sei Dank, wie ich dachte, nicht annähernd konstruiert wirkt, was wahrscheinlich auch an dem Perspektivenwechsel liegt. Einziger Kritikpunkt: Schade dass man die Autoren ein wenig vor Augen hat, schön wäre es den Roman noch unbefangener gelesen zu haben. Wie ich bei Markus Lanz gesehen habe, sagte er auch über das Buch, dass es viel Schrott gebe, dieses Buch aber gut und anders sei und diese Meinung teile ich voll und ganz und meine auch von diesem Roman sollte es eine Serie geben.

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  • 3,5* Kein Liebesroman, eher ein ungewöhnliches Stück Kunst: poetisch, vulgär, düster, intensiv!

    Lieben lassen
    Lovely_Lila

    Lovely_Lila

    ~ Mein Tipp: Ignoriert das letzte Drittel, und genießt die düsteren, schönen, intensiven Momente des restlichen Buches! ~ Inhalt Alex Mondo ist eine leidenschaftliche Fotografin, die gerade ihre neue Fotoausstellung bei der Biennale vorbereitet. Unter Zeitdruck und mit wachsender Verzweiflung sucht sie nach dem perfekten Motiv. Tom ist ein erfolgreicher Geschäftsmann - doch privat sieht es bei ihm ganz anders aus. Die beiden begegnen sich bei einem Geschäftsessen und verbringen eine Nacht zusammen. Danach scheint für Tom nichts mehr zu sein wie davor, denn er verliebt sich in Alex... Meine Meinung Alleine schon der Titel klang toll. Ich erwartete einen Roman, der mich umhauen würde, der großartig und ungewöhnlich wäre und mich genau damit begeistern könnte. In den ersten zwei Dritteln ist ihm dies sogar gelungen, doch danach ging es leider bergab. Der Schreibstil ist eine außergewöhnliche Mischung. Meist liest er sich flüssig und angenehm, er enthält zudem immer wieder unfassbar schöne poetische Stellen und fast filmische Momentaufnahmen. Diese haben mich einfach umgehauen. Doch dann gibt es auch noch die andere Seite des Stils: Die oft sehr vulgäre Wortwahl, die vor allem in Toms Kapiteln vorherrscht. Am Beginn konnte ich mich noch damit anfreunden, weil mich die poetischen Sätze dafür entschädigt haben, leider nahm die Häufigkeit dieser Ausdrücke im Laufe des Buches immer mehr zu, bis es irgendwann für mich kaum noch erträglich war. Die Personen waren generell sehr gut gezeichnet, sie zeigen verschiedene Facetten von sich. Manchmal verhalten sich einige davon leider auch sehr unglaubwürdig, und das ist schade, weil sie zuvor oft so gut ausgearbeitet wurden. Mein Favorit war da der junge, niedliche und unverdorbene Kellner Giulio, dessen Miene und Gefühlsregungen extrem eindringlich und greifbar beschrieben wurden. Mit den Hauptpersonen habe ich mir da leider nicht so leicht getan. Abwechselnd wird die Geschichte in der ersten Person im Präsens von Alex und Tom erzählt. Beide haben schwerwiegende Probleme mit sich selbst. Alex fand ich im Gegensatz zu Tom allerdings sehr sympathisch. Gleich zu Beginn gewinnt sie mit einer liebenswürdigen Geste meine Zuneigung. Ich liebe ja Menschen, die ihre Arbeit oder ihre Hobbies voller Leidenschaft ausüben, und Alex ist sicherlich der Inbegriff dieser Beschreibung. Ständig ist sie auf der Suche nach dem perfekten Bild - und für den perfekten Moment ist sie bereit weit zu gehen. Verkörpert sie den Künstler an der Grenze zum Wahnsinn? Ich finde, ja. Sie ist eine Person, die sich in ihrer Kunst immer wieder selbst verliert. Ihre Ängste, ihre kleinen Macken, ihren Freiheitsdrang - ich konnte sie einfach verstehen. Nur noch eine kleine Warnung: Im Mittelpunkt von Alex' Fotos stehen ihre männlichen Bekanntschaften und die körperlichen Details ihrer gemeinsamen Zeit mit ihr. Mit Tom hingegen habe ich die erste Hälfte des Buches sehr gekämpft. Ich war vollkommen unentschlossen, ob ich ihn mochte oder nicht. Einerseits waren da seine unromantischen Ausdrücke und komischen Ansichten, andererseits sein manchmal lustiger Humor und seine "drei Dinge" - Definitionen, in denen er verschiedenste Begriffe (von Emails bis zur Liebe) in erfrischender und amüsanter Weise auf drei "Fakten" reduziert. Diese Beschreibungen waren schon ein kleines Highlight des Buches. Zum Glück (oder eher leider) hat er es mir dann im letzten Drittel sehr leicht gemacht, mich zu entscheiden. Am Ende fand ich ihn einfach nur noch schrecklich, er war durch so manches Fehlverhalten und seine egoistische Besessenheit einfach bei mir unten durch. *** Achtung: Spoiler! *** Es gibt viel, was ich Figuren verzeihe, eine (für mich klare) Vergewaltigung gehört aber sicher nicht dazu. *** Spoiler Ende *** Auf den letzten Seiten verhält er sich einfach nur lächerlich und seine Sprüche nervten. Noch dazu kamen seine Unterredungen mit einer imaginären Person, die meist vollkommen sinnlos und gehaltlos waren. Nun zur "Liebesgeschichte". Das Wort setzte ich mit Absicht in Anführungszeichen, da es in diesem Buch keine Liebe gibt. Es sollte nicht "Lieben lassen", sondern eher "Miteinander schlafen lassen" heißen, denn es geht hier hauptsächlich um die körperliche „Liebe“, und diese fand ich ehrlich gesagt nicht berauschend, sondern teilweise eher verstörend. Wenn das Kapitel gerade aus Toms Sicht geschrieben war, konnte man Romantik und ästhetische Beschreibungen sowieso gleich abschreiben. Das war alles so seltsam und diese vulgären Worte... da zog sich in mir alles vor Ablehnung zusammen. Auch wenn man weiß, dass das Buch explizite Szenen enthält, sollte man sich lieber keine falschen Vorstellungen machen. Dennoch finde ich NICHT, dass das Buch gar nichts für Romantiker ist. Wenn man bei Toms Beschreibungen durchhält, lohnt sich das für Freunde schöner Worte, Momente und sprachlicher Bilder durchaus. Es entschädigen Stellen wie diese, die zu denen schönsten Buchzitaten zählen, die ich je gelesen habe: [...] und ich werde von einer Wortlosigkeit erfasst, ähnlich, wie wenn man vor einer unberührten Schneelandschaft steht und kaum zu atmen wagt, weil die Welt für einen Moment so still ist, perfekt und weiß und rein, bevor man hineinläuft, weil man nicht anders kann." Seite 79 "Und trotzdem verbringen die meisten von uns ihr Leben in diesem Schwebezustand. Ein Kreisel, vom Drehen um sich selbst betrunken, der in die Welt hinausschreit, der Stille des Alls entgegen: "Schau, wie ich mich drehe, tanze!" Obwohl er taumelnd ständig an Geschwindigkeit verliert, bis er kippt." Seite 160 Die ersten beiden Drittel haben mir wirklich gut gefallen und ich schwankte sogar zwischen vier und viereinhalb Sternen - doch dann kam das letzte Drittel und zerstörte alles. Die Handlung war teilweise vollkommen unglaubwürdig, sinnlos sogar teilweise, die Personen verhielten sich nicht nachvollziehbar und die Erklärungen, die gegeben wurden entzogen sich vollkommen meinem Verständnis. Tom verhält sich strafbar, doch niemandem scheint es aufzufallen oder zu stören. Es wird nicht darüber geredet. Das hat mich sehr gestört. Dazu kommen noch Sexszenen, in den unpassendsten Momenten. Teilweise kam es mir so vor als wäre es der Autorin nur noch um eine möglichst skandalöse Geschichte gegangen und als hätte sie dafür fast alles, was gut an diesem Buch war, geopfert. Das Ende hingegen konnte mich überzeugen. Es passt gut zur Geschichte, alles andere wäre mir inkonsequent vorgekommen und ich hätte es auch nur schwer akzeptieren können. Schade war allerdings, dass die Biennale (die im Buch davor sehr intensiv behandelt wurde) nicht näher beschrieben wurde. Aber das ist Geschmackssache. Eigentlich ist für mich das enttäuschende letzte Drittel nur zwei Sterne wert. Da ich es aber einfach nicht übers Herz bringe, diesem Buch, das mir davor so gut gefallen hat (und vier oder sogar viereinhalb Sterne bekommen hätte) und dessen düstere und intensive Momente mich auf seltsame Weise fasziniert haben, solch eine schlechte Bewertung zu geben, entscheide ich mir hier für den Mittelweg: Dreieinhalb Sterne. Mein Fazit Wen man das letzte Drittel mit all seinen Makeln und Fehlern ausblendet, entfaltet sich in diesem Buch eine vielschichtige, interessante und ungewöhnliche Geschichte über eine leidenschaftliche Künstlerin, die für das perfekte Foto alles tun würde, und einen blitzverliebten, schwachen, egoistischen Geschäftsmann, der sich durch sein Fehlverhalten bei mir ins Aus katapultiert hat. Der Schreibstil ist flüssig, manchmal poetisch, manchmal vulgär und das Ende ist konsequent und passend. Die Liebe sucht man in „Lieben lassen“ allerdings vergeblich. Trotz meiner Bewertung empfehle ich das Buch weiter. Für mich ist es ein ungewöhnliches Stück Kunst und es ist ein Erlebnis es zu lesen. Ignoriert das letzte Drittel, und genießt die düsteren, schönen, intensiven Momente des restlichen Buches! Lesen oder lesen lassen? Lesen! Übersicht Erzählstil: Ich-Erzähler, Präsens; Perspektive: aus weiblicher Perspektive und männlicher Perspektive (Alex und Tom) Bewertung: Idee: 5 Sterne Ausführung: 3 Sterne Schreibstil: 4 Sterne Personen: 4,5 Sterne Protagonisten: 3 Sterne Zusatzkriterien bei diesem Buch: „Liebesgeschichte“: 2 Sterne Insgesamt: ❀❀❀,5 Ich vergebe 3,5 Lilien! Ist dieses Buch Teil einer Reihe? – Nein, zumindest ist mir nichts bekannt.

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    • 4
  • Fantastischer Anfang, fader Rest

    Lieben lassen
    Bella5

    Bella5

    Alex ist eine junge Fotografin, die mit ihren sexuell expliziten Arbeiten das neue enfant terrible der internationalen Kunstszene ist. Die femme fatale steht indes ziemlich unter Druck: Für die Biennale soll sie aufregende Kunstwerke auf Knopfdruck liefern. Sie hofft, in Rom Inspiration zu finden. Auch ihr Vater war ein berühmter Fotokünstler, daher hat die Heldin immense Versagensängste, außerdem schwebt eine Krankheit wie ein Damoklesschwert über ihr, in manisch - depressiver Weise oszilliert sie zwischen Lebenslust und Todessehnsucht. Tom ist ein ausgebrannter Mann, der in der Werbebranche arbeitet. Seine Arbeit ödet ihn nur noch an und er trauert seiner einzigen Liebe hinterher. Sex, drugs, Models langweilen ihn . "Neunundreißigneunzig" von Beigbeder lässt sehr stark grüßen: Dies wird in der Werbung für den Roman allerdings angekündigt, sodass man nicht wirklich von einem Plagiat sprechen kann, nur neu ist das Ganze eben nicht. Für einen Auftrag muss auch Tom, der einen leichten psychischen Knacks hat und unter Visionen leidet, in die Ewige Stadt. Dort verfällt er Alex Mondo, und er verliebt sich sogar in sie. Eine (einseitige) amour fou ? Stilistisch haben wir es mit alternierenden Perspektiven zu tun, "sie" sagt, "er" sagt- dieses Stilmittel hängt mir mittlerweile leider zum Hals heraus, weil es so inflationär gebraucht wird. Ich war aber überrascht über den anfänglichen geistreichen Tiefgang der Alex-Passagen, alles so bildhaft beschrieben und auch klug. Die Mutter-Beziehung, der Vaterkomplex, dass die Protagonistin einer alten Dame im Heim vorlas, rührte mich. Das Leben einer Kosmopolitin, ein toller Einblick für mich. Die Tom - Passagen haben mich sehr an Beigbeders "39,90" erinnert, und insgesamt fand ich , dass der Sex der Geschichte diente, also keine Geschichte um das Hauptthema Sex "herum" geschrieben wurde. Skandalös fand ich die Sexszenen nicht. Sex ist auch nicht das Hauptcharakteristikum des Romans, alle, die eine Art Hausfrauenporno erwarten, werden sicher enttäuscht sein und ich bin froh, dass das Buch eigentlich mehr zu bieten hat. Nach einem fantastischen Beginn konnte das hohe Niveau aber leider nicht gehalten werden, die Passagen aus Toms Sicht nervten, und der Roman wurde zunehmend profaner und gewöhnlicher. Beide Protagonisten haben einen Vaterkomplex, Tom erinnert immer mehr an das Klischee eines Marketingmenschen , vor allem die Episode mit den Models, Alex' Geschichte erinnert auch sehr an die Lebensgeschichte von Terry Richardson, leicht verfremdet. Terrys Vater Bob war selbst ein berühmter Fotograf, bei beiden ist das Sex-Element Teil ihrer "Kunst"- ich zitiere mal aufschlussreiche Passagen aus einem Artikel: "[...] Often a session would wind up with sex, a famous 1960s fashion photographer named Bob Richardson later recalled of his shoots. A handsome man with a mane of hair, Richardson came out of nowhere and blew up the field. A lot of editors found him impossible to work with, but he introduced a dark, dreamy realism into a genre then characterized by cold perfection, and the photographers Bruce Weber, Peter Lindbergh, and Steven Meisel have all cited his influence. For Italian Vogue, he shot Anjelica Huston with a bathing lover styled as a Nazi. His most famous editorial work, a 16-page spread for French Vogue in 1967, featured the actress Donna Mitchell on a Greek island, crying. Accompanying him on that two-week shoot in the Aegean were his wife, a former Copacabana dancer named Norma Kessler who worked as his stylist, and their infant son, Terry.Two years later, Bob had left Norma and Terry for 17-year-old Huston, with whom he remained for three years before descending into schizophrenia and homelessness.[ ...] " Quelle: http://nymag.com/thecut/2014/06/terry-richardson-interview.html Die international wirkenden Elemente aus Alex' story könnten der Vita der Autorin entnommen sein, alles scheint mir eine weniger als mehr gelungene Mixtur zu sein. Toms Verzweiflung wird leider nicht mit adäquaten schriftstellerischen Mitteln transportiert und ich spürte sie beim Lesen nicht.. Das Stilmittel "Drei Dinge über" fand ich schrecklich konventionell und gewöhnlich! Terry Richardson wird im Text sogar einmal genannt. Vielleicht will "Lieben lassen" bewusst eine Hommage, ein Patchworkroman oder gar eine Persiflage sein; aber das Ganze flacht schnell ab, überrascht nicht, auch nicht das Küchenlatein, sodaß ich sagen muß, dass eigentlich nichts im Roman steht, das ich nicht schon woanders gelesen hätte. Außerdem wäre die Erzählung ohne Toms Erzählstimme besser geraten. Der Beginn war fantastisch, der Rest leider vorhersehbar und ausgelutscht.

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    • 3
    Bella5

    Bella5

    09. November 2015 um 23:14
  • Düster, sexy, abründig,

    Lieben lassen
    SabrinaSo

    SabrinaSo

    Ich weiss nicht welshalb doch irgendwie musste ich die ganze Zeit an das Bildnis des Dorian Gray denken.
    Ich finde das Buch hat eine exzellente Länge. 
    Ich finde das Buch ist irgendwie überhaupt nicht obszön.
    Das Buch ist sexy, düster, abgründig und an vielen Stellen auch sehr intelligent und weise.

    • 3
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