Ariel Levy

 4.2 Sterne bei 48 Bewertungen
Autorin von Gegen alle Regeln, Female Chauvinist Pigs und weiteren Büchern.
Ariel Levy

Lebenslauf von Ariel Levy

Ariel Levy wurde 1974 in Larchmont, New York, geboren. 1996 schloss sie ihr Studium an der Wesleyan Universität ab und arbeitete zunächst für Planned Parenthood und kurz darauf für das New York Magazine. Seit 2008 ist sie beim New Yorker und berichtete dort unter anderem bereits über Edith Windsor, Cindy McCain und Silvio Berlusconi. 2009 wurde sie vom „Advocate“ zu einer der „Vierzig unter Vierzig“ einflussreichsten Menschen, die sich geoutet haben, ernannt. Ihr Bericht „Thanksgiving in Mongolia“ wurde mit dem National Magazine Award for Essays and Criticism ausgezeichnet und diente als Grundlage für ihr zweites Buch, „Gegen alle Regeln“. In dem Buch erzählt sie sehr persönlich ihre eigene Geschichte, wie sie im 5. Monat schwanger in die Mongolei reist und dort kurz nach der Ankunft eine Fehlgeburt erleidet und ihr Leben auseinanderbricht.

Alle Bücher von Ariel Levy

Ariel LevyGegen alle Regeln
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Gegen alle Regeln
Gegen alle Regeln
 (46)
Erschienen am 21.08.2017
Ariel LevyFemale Chauvinist Pigs
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Female Chauvinist Pigs
Female Chauvinist Pigs
 (2)
Erschienen am 03.10.2006
Ariel LevyThe Rules Do Not Apply: A Memoir
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The Rules Do Not Apply: A Memoir
The Rules Do Not Apply: A Memoir
 (0)
Erschienen am 14.03.2017

Neue Rezensionen zu Ariel Levy

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orfe1975s avatar

Rezension zu "Gegen alle Regeln" von Ariel Levy

Liebe, Verlust, Hoffnung
orfe1975vor 9 Monaten

Cover und Gestaltung:

Pink als Farbe des Titels auf orangem Hintergrund lässt das Buch eher wie ein Kitschroman aus den 70ern aussehen als nach einer seriösen Biographie. Im Laden hätte ich das Buch wohl stehen lassen und damit leider einiges verpasst! Zwar passen diese Farben zum Geburtsjahr der Autorin und irgendwie passt diese verboten aussehende Farbkombination auch zu ihrem Leben, aber meinen Geschmack trifft das Ganze nicht. Immerhin ist das Buch ein Hardcover mit Schutzumschlag und macht so einen hochwertigen Eindruck.

Inhalt:

Die Autorin Ariel Levy beschreibt ihr Leben, angefangen von ihrer Kindheit, ihrer (auch sexuellen) Selbstfindung sowie der Suche nach Liebe und Partnerschaft. Sie schreibt aber auch darüber, wie es sich anfühlt, die Liebe zu verlieren und wie es schaffte, die Trauer um ihren Sohn zu verarbeiten, der kurz nach seiner Geburt in ihren Armen starb.

Mein Eindruck:


"Seit ich ein kleines Mädchen war, hat man mir gesagt, dass ich zu leidenschaftlich bin, zu energisch, zu viel. Ich hatte angenommen, dass ich meine unbändige Kraft, Gier und Liebe in ein Leben gepackt hatte, das dem standhalten konnte. Doch es ist explodiert." (S. 9)

Ich gestehe, dass ich aufgrund von Titel und Klappentext keine so genial verfasste Autobiographie erwartet hatte. Gleich mit dem ersten Satz bin ich eingetaucht in die gefühlvolle Welt der Autorin, konnte mich sofort in ihre Welt hinein begeben und mich stückweise auch mit ihr identifizieren. Ohne Verschnörkelung, ohne Selbstmitleid schreibt sie von ihrer Situation und nimmt den Leser mit an die Hand.
Ariel ist von vorneherein irgendwie "anders", zu viel und ihr Leben verläuft "gegen alle Regeln", wie der Titel schön beschreibt. Das äußert sich darin, dass sie schwer Freunde findet, sexuell zunächst nicht weiß, wie sie sich orientieren soll und auch beruflich ihre Bestimmung nicht einordnen kann. In ihrem Buch beschreibt sie sehr treffend und eindringlich, mal traurig mal komisch, von ihrer Suche nach dem richtigen Weg für sie. Man bekommt dabei sehr tiefe Eindrücke ihrer Gefühle und Gedanken, aber auch Einblicke in ihre Arbeit als Journalistin, was ich persönlich als besonders spannend empfand.
Beim Lesen habe ich jeden einzelnen Satz genossen, da die Autorin es meisterhaft versteht, Metaphern für die Ereignisse ihres Lebens zu finden, die alles viel verständlicher erscheinen lassen, so z. B.

"Beim Schreiben kann man das Ende stets ändern oder ein Kapitel löschen, das nicht funktioniert. Das Leben aber kommt dir nicht entgegen, es ist unparteiisch und unanfechtbar." (S. 235)

Die Geschichte ihrer Partnerschaft und vor allem deren Verlust sowie der Verlust ihres Sohnes haben mich oft schlucken lassen. Gleichermaßen war ich beeindruckt von ihrer Art, ihre Trauer zu verarbeiten.

"Eigentümlicherweise aber tröstet mich gerade die Wahrheit. Der Tod wird dich holen. Du kriegst zehn Minuten auf dieser Welt oder achtzig Jahre, niemand aber kommt lebend davon. Dieses Gesetz zu akzeptieren schenkt mir einen überraschenden Anflug von innere Frieden." (S. 227)

Insgesamt hat mich das Buch durch seine Schreibweise von Anfang bis Ende gefesselt und ich habe mir viele treffende Zitate markiert.

Fazit:

Gefühlvolle Biographie in außergewöhnlicher Sprache formuliert: Die Suche nach Liebe und wie man ihren Verlust bewältigt

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H

Rezension zu "Gegen alle Regeln" von Ariel Levy

Auf eigene Weise berührend
hundeliebhabervor einem Jahr

Ariel Levy erzählt in ihrem Buch "Gegen alle Regeln" wie sie aufgewachsen ist, welche Ziele sie sich gesteckt und welche Etappen in ihrem Leben sie hinter sich gebracht hat. Dabei erzählt sie von ihrem emanzipierten Werdegang, ihrer Journalismus-Karriere, die sie bis zum New Yorker gebracht hat, einer Affäre und vor allem von ihrer großen Liebe.
Ariel ist Frau, Freundin, Ehepartnerin, Journalistin und sehnt sich nach ausschweifenden, glücklichen Jahre voller Liebe, Glück und Freuden danach, Mutter zu sein. Tatsächlich wird sie mit 38 Jahren schwanger und reist im fünften Monat für ihre erstmals letzte Auslandsreportage in die Mongolei. Dort bringt sie viel zu früh, allein im Hotelzimmer, ihren Sohn zur Welt, der nach wenigen Stunden stirbt.
Für Ariel ist klar, dass sie wieder zurück nach Hause fliegen muss, doch in ihre altes Leben kann sie nicht zurück. Ihre Rolle als Ehepartnerin hat sich verändert, weil ihre Frau Lucy das Limit ihres Alkoholkonsums erreicht hat und Ariel in ihrer Trauer versinkt. Es folgt eine schwere Zeit, die von Umschwung und Traurigkeit geprägt ist.

Ariel Levy hat einen wunderbaren, ruhigen und angenehmen Schreibstil. Sie nimmt den Leser mit auf eine Reise durch ihr Leben. Da sie einzelne Situationen und Meilensteine ihres Lebens beschreibt, von ihren Gefühlen, Entscheidungen und deren Konsequenzen berichtet, ist der weitere Verlauf nachvollziehbar. Man kann verstehen, weshalb es ihr nach dem Tod ihres Sohnes so schlecht geht und weshalb ihre Liebe kaputt gegangen ist.
Die Autorin schildert zwar alles in einem recht nüchternen Schreibstil, berührt jedoch trotzdem ganz tief und lässt einen sowohl die Freuden als auch die Schwermut ihres Lebens spüren.

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S

Rezension zu "Gegen alle Regeln" von Ariel Levy

Bewegend
SophLovesBooksvor einem Jahr

Ariels Leben scheint perfekt: Sie ist Journalistin, hat einen begehrten Job und ihre Lebenspartnerin Lucy geheiratet. Doch dann zeigt sich auch ihr die unschöne Seite des Alltags und ein Flug in die Mongolei verändert ihr gesamtes Leben...

Ich bewundere Ariel Levy wirklich für ihren Mut, diese Geschichte niederzuschreiben. In dem Buch schien sie eine starke Frau zu sein, die mit Verlusten und Niederlagen zu kämpfen hat.

Das Cover ist nicht außergewöhnlich und sticht nicht durch außergewöhnliche Verzierungen, etc. hervor, sondern durch sein leuchtendes Orange. Es beißt sich etwas mit der pinken Schrift und wahrscheinlich hätte ich in der Buchhandlung nicht sofort danach gegriffen.

Der Schreibstil hat mich begeistert und mich hat vor allem beeindruckt, wie treffend sie ihre Gedanken, insbesondere ihre Ängste und Trauer, in Worte fassen konnte.

Interessant fand ich auch die Themen, über die sie als Journalistin berichtet hat. Es sind Themen, die die Weiblichkeit und Identität von Frauen behandeln und ich finde, dass sie Levys Suche nach ihrer Persönlichkeit und Zufriedenheit wiederspiegeln.
Bewundert habe ich sie auch für ihre Liebe zu Lucy und dafür, dass sie trotz Konflikten so zu ihrer Partnerin steht und sich auch ihre eigenen Fehler eingesteht.

Vor allem gegen Ende hat mich das Buch sehr berührt und zum Nachdenken angeregt. Insbesondere das Fazit, das sie zum Schluss zieht, hat mich nachdenklich gestimmt. Zugleich muss es unglaublich viel Kraft gekostet haben, nach diesen Schicksalsschlägen wieder aufzustehen und weiterzumachen.

Das einzige Manko des Buches ist, dass es stellenweise etwas langweilig wird und sich die Gedanken der Protagonistin manchmal sehr ähneln, wodurch die Handlung an Spannung verliert.

Trotzdem habe ich das Buch sehr gerne gelesen und bin dankbar dafür, dass ich es vorab lesen durfte.

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Ariel Levy wurde am 17. Oktober 1974 in Larchmont (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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