Gegen alle Regeln

von Ariel Levy 
4,2 Sterne bei46 Bewertungen
Gegen alle Regeln
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Positiv (38):
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Gefühlvolle Biographie in außergewöhnlicher Sprache formuliert: Die Suche nach Liebe und wie man ihren Verlust bewältigt

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Es war anders, als ich es mir vorgestellt hatte und das leider im negativen Sinne.

Alle 46 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Gegen alle Regeln"

Die erfolgreiche New Yorker Journalistin Ariel Levy hat eine aufregende Affäre, eine liebevolle Ehepartnerin und den Wunsch nach einem Kind. Emanzipiert lebt sie nach ihren eigenen Regeln. Doch als sie eine Fehlgeburt erleidet, bricht alles auseinander.

Im fünften Monat schwanger reist Ariel Levy nach Ulan Bator in die Mongolei, um für eine ihrer Reportagen zu recherchieren. Kurz nach der Ankunft hat sie starke Schmerzen im Unterleib und bringt ihr Baby allein auf dem Badezimmerboden des Hotelzimmers zur Welt. Für wenige kostbare Minuten lebt ihr Sohn. Traumatisiert von ihrem Verlust und taub vor Schmerz tritt sie einige Tage später die Heimreise an. Ein Anknüpfen an ihr altes Leben ist nicht möglich, denn sie scheint ihrer Identität beraubt: Ihr Körper schreit nach seiner Mutterrolle und verhindert eine Rückkehr in ein vertrautes Frauendasein. Ariels Ehepartnerin Lucy hat sich zu diesem Zeitpunkt in den Alkohol und aus der Beziehung geflüchtet. So zersplittert das selbstdefinierte Leben der 37-Jährigen. Allem beraubt, bleibt ihr nur noch die Liebe zur Sprache.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426214305
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Knaur
Erscheinungsdatum:21.08.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    orfe1975s avatar
    orfe1975vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Gefühlvolle Biographie in außergewöhnlicher Sprache formuliert: Die Suche nach Liebe und wie man ihren Verlust bewältigt
    Liebe, Verlust, Hoffnung

    Cover und Gestaltung:

    Pink als Farbe des Titels auf orangem Hintergrund lässt das Buch eher wie ein Kitschroman aus den 70ern aussehen als nach einer seriösen Biographie. Im Laden hätte ich das Buch wohl stehen lassen und damit leider einiges verpasst! Zwar passen diese Farben zum Geburtsjahr der Autorin und irgendwie passt diese verboten aussehende Farbkombination auch zu ihrem Leben, aber meinen Geschmack trifft das Ganze nicht. Immerhin ist das Buch ein Hardcover mit Schutzumschlag und macht so einen hochwertigen Eindruck.

    Inhalt:

    Die Autorin Ariel Levy beschreibt ihr Leben, angefangen von ihrer Kindheit, ihrer (auch sexuellen) Selbstfindung sowie der Suche nach Liebe und Partnerschaft. Sie schreibt aber auch darüber, wie es sich anfühlt, die Liebe zu verlieren und wie es schaffte, die Trauer um ihren Sohn zu verarbeiten, der kurz nach seiner Geburt in ihren Armen starb.

    Mein Eindruck:


    "Seit ich ein kleines Mädchen war, hat man mir gesagt, dass ich zu leidenschaftlich bin, zu energisch, zu viel. Ich hatte angenommen, dass ich meine unbändige Kraft, Gier und Liebe in ein Leben gepackt hatte, das dem standhalten konnte. Doch es ist explodiert." (S. 9)

    Ich gestehe, dass ich aufgrund von Titel und Klappentext keine so genial verfasste Autobiographie erwartet hatte. Gleich mit dem ersten Satz bin ich eingetaucht in die gefühlvolle Welt der Autorin, konnte mich sofort in ihre Welt hinein begeben und mich stückweise auch mit ihr identifizieren. Ohne Verschnörkelung, ohne Selbstmitleid schreibt sie von ihrer Situation und nimmt den Leser mit an die Hand.
    Ariel ist von vorneherein irgendwie "anders", zu viel und ihr Leben verläuft "gegen alle Regeln", wie der Titel schön beschreibt. Das äußert sich darin, dass sie schwer Freunde findet, sexuell zunächst nicht weiß, wie sie sich orientieren soll und auch beruflich ihre Bestimmung nicht einordnen kann. In ihrem Buch beschreibt sie sehr treffend und eindringlich, mal traurig mal komisch, von ihrer Suche nach dem richtigen Weg für sie. Man bekommt dabei sehr tiefe Eindrücke ihrer Gefühle und Gedanken, aber auch Einblicke in ihre Arbeit als Journalistin, was ich persönlich als besonders spannend empfand.
    Beim Lesen habe ich jeden einzelnen Satz genossen, da die Autorin es meisterhaft versteht, Metaphern für die Ereignisse ihres Lebens zu finden, die alles viel verständlicher erscheinen lassen, so z. B.

    "Beim Schreiben kann man das Ende stets ändern oder ein Kapitel löschen, das nicht funktioniert. Das Leben aber kommt dir nicht entgegen, es ist unparteiisch und unanfechtbar." (S. 235)

    Die Geschichte ihrer Partnerschaft und vor allem deren Verlust sowie der Verlust ihres Sohnes haben mich oft schlucken lassen. Gleichermaßen war ich beeindruckt von ihrer Art, ihre Trauer zu verarbeiten.

    "Eigentümlicherweise aber tröstet mich gerade die Wahrheit. Der Tod wird dich holen. Du kriegst zehn Minuten auf dieser Welt oder achtzig Jahre, niemand aber kommt lebend davon. Dieses Gesetz zu akzeptieren schenkt mir einen überraschenden Anflug von innere Frieden." (S. 227)

    Insgesamt hat mich das Buch durch seine Schreibweise von Anfang bis Ende gefesselt und ich habe mir viele treffende Zitate markiert.

    Fazit:

    Gefühlvolle Biographie in außergewöhnlicher Sprache formuliert: Die Suche nach Liebe und wie man ihren Verlust bewältigt

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    H
    hundeliebhabervor einem Jahr
    Auf eigene Weise berührend

    Ariel Levy erzählt in ihrem Buch "Gegen alle Regeln" wie sie aufgewachsen ist, welche Ziele sie sich gesteckt und welche Etappen in ihrem Leben sie hinter sich gebracht hat. Dabei erzählt sie von ihrem emanzipierten Werdegang, ihrer Journalismus-Karriere, die sie bis zum New Yorker gebracht hat, einer Affäre und vor allem von ihrer großen Liebe.
    Ariel ist Frau, Freundin, Ehepartnerin, Journalistin und sehnt sich nach ausschweifenden, glücklichen Jahre voller Liebe, Glück und Freuden danach, Mutter zu sein. Tatsächlich wird sie mit 38 Jahren schwanger und reist im fünften Monat für ihre erstmals letzte Auslandsreportage in die Mongolei. Dort bringt sie viel zu früh, allein im Hotelzimmer, ihren Sohn zur Welt, der nach wenigen Stunden stirbt.
    Für Ariel ist klar, dass sie wieder zurück nach Hause fliegen muss, doch in ihre altes Leben kann sie nicht zurück. Ihre Rolle als Ehepartnerin hat sich verändert, weil ihre Frau Lucy das Limit ihres Alkoholkonsums erreicht hat und Ariel in ihrer Trauer versinkt. Es folgt eine schwere Zeit, die von Umschwung und Traurigkeit geprägt ist.

    Ariel Levy hat einen wunderbaren, ruhigen und angenehmen Schreibstil. Sie nimmt den Leser mit auf eine Reise durch ihr Leben. Da sie einzelne Situationen und Meilensteine ihres Lebens beschreibt, von ihren Gefühlen, Entscheidungen und deren Konsequenzen berichtet, ist der weitere Verlauf nachvollziehbar. Man kann verstehen, weshalb es ihr nach dem Tod ihres Sohnes so schlecht geht und weshalb ihre Liebe kaputt gegangen ist.
    Die Autorin schildert zwar alles in einem recht nüchternen Schreibstil, berührt jedoch trotzdem ganz tief und lässt einen sowohl die Freuden als auch die Schwermut ihres Lebens spüren.

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    S
    SophLovesBooksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Bewegend - eine Geschichte von Liebe und Verlust!
    Bewegend

    Ariels Leben scheint perfekt: Sie ist Journalistin, hat einen begehrten Job und ihre Lebenspartnerin Lucy geheiratet. Doch dann zeigt sich auch ihr die unschöne Seite des Alltags und ein Flug in die Mongolei verändert ihr gesamtes Leben...

    Ich bewundere Ariel Levy wirklich für ihren Mut, diese Geschichte niederzuschreiben. In dem Buch schien sie eine starke Frau zu sein, die mit Verlusten und Niederlagen zu kämpfen hat.

    Das Cover ist nicht außergewöhnlich und sticht nicht durch außergewöhnliche Verzierungen, etc. hervor, sondern durch sein leuchtendes Orange. Es beißt sich etwas mit der pinken Schrift und wahrscheinlich hätte ich in der Buchhandlung nicht sofort danach gegriffen.

    Der Schreibstil hat mich begeistert und mich hat vor allem beeindruckt, wie treffend sie ihre Gedanken, insbesondere ihre Ängste und Trauer, in Worte fassen konnte.

    Interessant fand ich auch die Themen, über die sie als Journalistin berichtet hat. Es sind Themen, die die Weiblichkeit und Identität von Frauen behandeln und ich finde, dass sie Levys Suche nach ihrer Persönlichkeit und Zufriedenheit wiederspiegeln.
    Bewundert habe ich sie auch für ihre Liebe zu Lucy und dafür, dass sie trotz Konflikten so zu ihrer Partnerin steht und sich auch ihre eigenen Fehler eingesteht.

    Vor allem gegen Ende hat mich das Buch sehr berührt und zum Nachdenken angeregt. Insbesondere das Fazit, das sie zum Schluss zieht, hat mich nachdenklich gestimmt. Zugleich muss es unglaublich viel Kraft gekostet haben, nach diesen Schicksalsschlägen wieder aufzustehen und weiterzumachen.

    Das einzige Manko des Buches ist, dass es stellenweise etwas langweilig wird und sich die Gedanken der Protagonistin manchmal sehr ähneln, wodurch die Handlung an Spannung verliert.

    Trotzdem habe ich das Buch sehr gerne gelesen und bin dankbar dafür, dass ich es vorab lesen durfte.

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    B
    Buchmagievor einem Jahr
    Kurzmeinung: biografischer, düsterer, regelrecht depressiv wirkender "Roman"
    biografischer, düsterer, regelrecht depressiv wirkender "Roman"

     

    „Gegen alle Regeln“ von Ariel Levy ist „eine Geschichte von Liebe und Verlust“.

     

    Um was geht es?

    Ariel Levy erzählt hier aus ihrem eigenen Leben, gemeinsam mit ihrer Frau Lucy wünscht sie sich nichts anderes, als was sich ganz normale Familien auch wünschen, ein Kind. Doch für ein lesbischen Paar kein leichtes Unterfangen, dennoch haben sie es geschafft und Ariel wird schwanger. Da sie ihren Beruf deswegen nicht an den Nagelhängen möchte unternimmt sie eine Reise, die ihr zum Verhängnis wird...

     

    Meinung:

     

    Sehr düster, regelrecht depressiv erzählt die Autorin ihren autobiografischen Roman. Verständlich das sie hier auch ihre Krisen und Erfahrungen, die nicht immer leicht waren an ihre Leser wieder gibt.

     

    Es liegt mir fern ein Schicksal und ein Menschleben zu beurteilen und so werde ich hier auch nur meine Meinung zum Aufbau des Buches äußern. Der Aufbau ist insgesamt etwas unstrukturiert, es fehlt mir der sogenannte rote Faden. Mit manchen Themen möchte die Autorin an den Leser appellieren und ihn für diese Themen sensibilisieren, was ihr nur teilweise gelungen ist. Aus diesem Grund bewerte ich diesen „Roman“ auch nur mit drei Sternen, alles andere möchte ich hier somit außer Acht lassen.

     

    Insgesamt ist es ein Buch, das man lesen kann aber nicht muss und für Menschen die sehr schnell am Wasser gebaut sind würde ich ihn nicht empfehlen.

     

    Fazit: biografischer, düsterer, regelrecht depressiv wirkender "Roman"

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    zauberblumevor einem Jahr
    Eine bewegende Geschichte

    "Gegen alle Regeln" aus der Feder der Autorin Ariel Levy ist eine Geschichte, die unter die Haut geht. Da es ja sich um eine wahre Geschichte handelt, berührt sie mich um so mehr.

    Eigentlich verläuft das Leben von Ariel prima. Sie ist Journalistin bei der New Yorker, hat ihre große Liebe Lucy geheiratet und als sie dann noch schwanger wird, scheint das Glück perfekt. Als sie jedoch noch einen letzten Auftrag in der Mongolei annimmt, ist sie im fünften Monat. Tragischerweise verliert sie ihr Kind. Traumatisiert tritt sie die Heimreise an und zuhause ist nichts mehr wie es war. Sie trennt sich von ihrer Lebensgefährtin, die nie von ihrer Alkoholsucht losgekommen ist. Trost findet sie im Schreiben ......

    Man taucht sofort in die Geschichte von Ariel ein. Wir dürfen ihre Kindheit miterleben und bekommen einen Einblick in ihr Leben als Jugendliche. Ihr Schreibstil lässt den Leser die Geschichte live miterleben. Man kann ihre Freude, ihre Ängste und ihre Hoffnungslosigkeit förmlich spüren. Ariel versucht auf ihre eigene Weise mit dem Schmerz umzugehen und auch die Trennung von ihrer Partnerin zu verarbeiten und dafür verdient sie Bewunderung und Respekt. Und daher widmet sie sich voll und ganz ihrem Job, dem Journalismus und versucht so ihre Trauer zu verarbeiten.

    Eine wirklich interssante Geschichte, die nachdenkliche, aber auch unterhaltsame Lesestunden beschert hat. Die Aufmachung des Buches passt zum Gesamtpaket. Gerne vergebe ich 5 Sterne.

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    Faltinevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ich bewundere Ariel Levy
    Eine bewegende Geschichte

    Inhalt:


    Ariel erzählt von ihrem bisherigen Leben. Wie sie ihre Kindheit fand und wie ihr erst später bewusst wurde, dass der Mann der oft bei ihrer Familie zu Besuch war, die Affäre ihrer Mutter war. Sie erzählt wie sich ihre Eltern haben Scheiden lassen und jeweils neue Partner gefunden haben. Ariel selbst ist erst mit Männern zusammen, bevor ihr bewusst wird, dass sie auch auf Frauen steht. Sie schreibt gerne und möchte unbedingt eine erfolgreiche Journalistin werden, was ihr auch nach und nach sehr gut gelingt und sie bekommt eine Stelle beim New Yorker. Sie lernt Lucy kennen, welche zu dem Zeitpunkt noch in einer Beziehung ist, aber es ist Liebe auf den ersten Blick bei beiden. Ariel möchte sesshaft werden und eine ernsthafte Beziehung mit Lucy führen, deshalb lässt sie es erst langsam angehen. Nachdem sie sich ein Haus gekauft haben, beschließen sie zu heiraten. Kinder sind erst mal kein Thema. Ariel verfolgt weiter ihre Karriere und ist in der Ehe die Frau. Lucy bringt ihr eigenes Unternehmen an den Start und ist der Mann in der Ehe. Sie verdient das Geld und sorgt für die Sicherheit. Ariel organisiert alles und kocht z.B. Lange bleibt in ihrem Leben aber nicht alles gut, denn Lucy hat ein Alkohol Problem und zu allem Überfluss versucht Lucy sich umzubringen, als ihre Ehe ihren ersten Tiefpunkt bekommt. Als sie diese Hürde aber gemeistert haben, beschließen sie ein Kind zu bekommen und wählen einen alten Freund als Spender aus. Ariel geht davon aus, dass Lucy trocken ist und ignoriert alle Hinweise und beschließt im 5. Monat in die Mongolei zu reisen. Dort passiert allerdings das schlimmste was einer Frau passieren kann: Ihr Sohn kommt viel zu früh und stirbt in Ariels Armen. Danach ist nichts mehr wie es war...


    Meine Meinung:


    Ich bin selbst Mutter, aber ich kann mir nicht mal ansatzweise vorstellen wie es sein muss so etwas durch zu leben. Wenn der Mensch den man über alles liebt, einem immer mehr entgleitet und man dann auch noch das Kind nicht aufwachsen sehen kann. Ich musste schon lange nicht mehr bei einem Buch meine Tränen zurückhalten. Ich wünschte, dass wäre einfach eine erfundene Geschichte, aber leider ist es der Autorin Ariel Levy tatsächlich so geschehen. Die Gefühle die sie in ihr Buch gesteckt hat sind so unglaublich greifbar, dass ich meine Tochter erst mal ganz fest in den Arm nehmen musste und ihr gesagt habe wie sehr ich sie liebe.


    Das Cover ist sehr grell Orange. Es fällt auf jeden Fall auf, aber das Aussehen ist mir bei diesem Buch wirklich egal. Ich wollte es lesen, weil mich ihre Geschichte interessiert hat. Ihr leid, ihre Trauer ist so unglaublich groß, selbst jetzt muss ich die Tränen zurück halten, während ich dies schreibe.


    Der Schreibstil ist toll. Wie ich jetzt schon mehrfach erwähnt habe, konnte ihre Verzweiflung, ihre Freude und ihre Trauer spüren. Ariel selbst ist mir unglaublich sympathisch. Ich habe zwar in manchen dingen nicht dieselbe Meinung wie sie (ich finde wenn man sich entschließt zu heiraten, man auch Treu sein sollte. Man kann über alle Probleme reden. Und wenn das nicht mehr hilft, kann man sich ja heute, Gott sei Dank, scheiden lassen und gehen), aber ich würde sie gerne in den Arm nehmen und ihr sagen, dass sie nicht allein ist.


    Ich bewundere Ariel Levy für alles was sie ist. Für ihre stärken und schwächen und das sie nicht aufgegeben hat.

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    MsBookerias avatar
    MsBookeriavor einem Jahr
    Kurzweilig, prägnant und mitreißend.

    „Gegen alle Regeln“ ist die Autobiografie der amerikanischen Journalistin Ariel Levy. Wie der Titel schon sagt, beschreibt sie ihr bisheriges Leben, welches mit vielen gesellschaftlichen Konventionen bricht. Themen wie Homosexualität, Polygamie, die Rolle der Frau in der heutigen Welt und die Schwierigkeiten des Auslebens seiner persönlichen Lebensart werden hierbei aufgegriffen. Gleichzeitig ist es für mich auch ein Coming-of-Age Roman. Levy beschreibt ihre Kindheit und Pubertät, Familienprobleme und den eigenen Prozess des Erwachsenwerdens, welcher in vielerlei Hinsicht nicht den allgemeinen gesellschaftlichen Durchschnittsvorstellungen entspricht.
    Dieses kurzweilige Buch drückt dabei jedoch, trotz der beschriebenen Schicksalsschläge, nicht extra auf die Tränendrüse. Es spart an Worten und ist weniger emotional geschrieben, sondern vielmehr berichtend. Aber genau dadurch hat das Buch mich gewonnen und konnte mich beim Lesen mitreißen und mitfühlen lassen.

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    le_petit_renards avatar
    le_petit_renardvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine absolut beeindruckende Autobiografie - dieses Buch sollte jeder lesen.
    Die Geschichte eines Lebens

    Inhalt:

    Die Autobiografie von Ariel Levy erzählt von dem Leben und den Erfahrungen der gleichnamigen Autorin. Schon früh war Ariel klar, dass sie Journalistin werden wollte. Eine hart umkämpfte Branche – vor allem für das weibliche Geschlecht. Doch Ariel ist eine Kämpferin und beißt sich durch. Eines Tages lernt sie Luca kennen, die Liebe ihres Lebens. Eine Partnerschaft mit all den Höhen und Tiefen – von der Alkoholabhängigkeit bis hin zur Erfüllung des Kinderwunsches. 

    Eigene Meinung:

    Die Geschichte hat mich zutiefst berührt und ich habe noch danach viele Stunden darüber nachgedacht. Was hätte anders laufen können? Oder was wäre gewesen, wenn Ariel früher die Alkoholsucht Lucys registriert hätte. Hätte die Geschichte ein anderes Ende genommen? Die Charaktere des Buches gefallen mir gut. Und ich mochte es mit zu fiebern. Glücklich zu sein, wenn Ariel es war und ebenso sauer auf Lucy zu sein, weil sie sich nicht im Griff hatte. Ich habe so sehr mitgefühlt wie kaum in einem Buch. Diese Autobiografie hat mich zutiefst berührt und bewegt.

    Fazit:

    Ein ehrliches Buch mit Mut zu den Schattenseiten eines Lebens – ich bin immer noch elektrisiert von dieser authentischen Darstellung. Verdiente volle 5 Sterne und eine Aufforderung an alle Buchbegeisterten, die keine Angst vor der Realität haben, dieses Buch zu lesen.

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    Nadl17835s avatar
    Nadl17835vor einem Jahr
    Eine Hommage an das Leben

    Ariel Levy ist eine willensstarke Frau, steht fest im Leben, mit einer Partnerin, einem erfolgreichen Job und wurde bisher von unglücklichen Schicksalsschlägen verschont. Mit einem gewünschten Ungeborenen macht sie sich auf eine journalistische Reise in die ferne Mongolei. Doch dort wartet die Ungewissheit des wahren Lebens auf sie und stellt sie auf eine harte Probe...

    Es hat mich sehr überrascht, dass diese schrecklich klingende Geschichte sich tatsächlich so in der Art abgespielt hat und als Autobiographie dient. Bewundernswert in diesem Zusammenhang finde ich den Mut der Autorin dies nieder zuschreiben und ihr Innerstes derart zu preis zugeben. Man merk ihr die Liebe zum Schreiben wirklich an. Die Geschichte ist stark gefüllt mir vielen kleinen Details zu Personen, Geschehnissen, Dingen, Ereignissen. Gerade diese Feinheiten machen sie lebendig und authentisch. Daran gestört hat mich, dass die Dinge, auf die sie sich bezieht, größtenteils in der nordamerikanischen Hälfte Bestand hatten/haben und ich mit nur Wenigem etwas anfangen konnte. Das erschwerte das Eintauchen und das Verständnis der Geschichte ungemein. Meisten war ich froh, wenn die Geschichte vorankam ohne dass es sich an vielen, teils unnötigen, Fakten aufhing. Die aktuelle Geschichte mit dem Verlust des Ungeborenen, der Alkoholsucht etc. konnte mich mehr fangen und überzeugen. Viele Wahrheiten verstecken sich zwischen den Zeilen, die einem kaum bewusst sind, sich allerdings in solch schlimmen Momenten offenbaren, wie sie die Autorin erlebt hat.

    Es freut mich sehr, dass die Autorin dennoch Mut schöpft und so gut es geht weitermacht.

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    RubyKairovor einem Jahr
    Kurzmeinung: Unglaublich berührend schreibt die Autorin von einem Leben, das sie mehr und mehr hinterfragt.
    Eine Geschichte von Liebe und Verlust.

              Die Idee hinter dem Buch gefällt mir und sie ist überraschend gut umgesetzt. Diese Geschichte hat keine Moral; Lektionen werden nicht erteilt; die Autorin wollte etwas ganz anderes. Man lebt nur ein Leben, aber durch intensives Mit-Erleben, Nach-Erleben gelingt es einem manchmal, in die Haut eines anderen zu schlüpfen. Sie wollte ihre Leser an den Erfahrungen teilnehmen lassen, die sie auf diese Weise gemacht hat. Ich stelle es mir sehr schwierig vor, als Betroffene, über bi-sexuelle Partnerschaften, gleichgeschlechtliche Liebe mit Heirat, die mit Hilfe eines reichen Freundes in einer Schwangerschaft und der Flucht in den Alkohol der Ehepartnerin endet, zu schreiben. Diese eindrucksvollen und tiefsinnigenden Schilderungen wecken jedes Gefühl, zu dem ein Mensch fähig ist. Ariel Levy hat ihre Trauer in Literatur verwandelt. Ich selbst hatte beim Lesen oft Angst, dass das ganze vielleicht unrealistisch werden könnte, doch alles ist sehr plausibel geschrieben. Zutiefst bewegend und mit entwaffnender Ehrlichkeit stellt sich Ariel Levy in einer Zeit überwältigender Trauer der großen Frage: Was kann ich vom Leben erwarten? Die Zeitspanne des Buches ist gut gewählt und der Leser wird in ein Wechselbad der Gefühle geworfen. Vor allem das Ende des Buches hat es in sich. Es konnte mich sehr überraschen und hatte so einige Wendungen parat, die die Spannung noch einmal auf einen Höhepunkt gebracht haben. Ariel Levy ist angekommen. Sie ist Journalistin beim New Yorker, hat ihre große Liebe Lucy geheirated und wird mit Hilfe eines reichen Freundes schwanger. Alles gelingt ihr, alles ist möglich. Im fünften Schwangerschaftsmonat reist sie in die Mongolei, um für eine letzte große Reportage zu recherchieren. Doch kurz nach der Ankunft verliert sie ihr Baby. Traumatisiert und taub vor Schmerz tritt sie einige Tage später die Heimreise an. Ein Anknüpfen an ihr altes Leben will nicht gelingen, denn sie scheint ihrer Identität beraubt: Ihr Körper schreit nach seiner Mutterrolle und verhindert eine Rückkehr in ein vertrautes Frauendasein. Ariels Ehepartnerin Lucy hat sich zu diesem Zeitpunkt in den Alkohol und aus der Beziehung geflüchtet. So zersplittert das selbstdefinierte Leben der 37-Jährigen. Allem beraubt, bleibt ihr nur noch die Liebe zur Sprache. Sie wollte dasselbe, was jeder von uns wollte: alles. Wir suchen einen Partner, der uns vertraut ist, einen Liebhaber, der exotisch und aufregend ist. Wir wollen jugendliche Abenteurer sein und reife Mütter. Aber alles kann es für uns nicht geben. Eine Liebeserklärung an das zerbrechliche, aber kostbare Leben! Wunderschön. Levy's schonungsloses Selbstporträt geht unter die Haut. Ein mutiges Buch, glänzend geschrieben. Der Roman ist generell sehr tiefgründig und hegt ein breites Spektrum an Gefühlen. Die Charaktere finde ich sehr gelungen. Man kann sich in sie hineinversetzen, ihre Gefühle nachempfinden und mit ihnen und ihrer Entwicklung mitfiebern. Auch wenn die Thematik sehr speziell ist überzeugt die Autorin mit der Ausarbeitung der Hauptpersonen. Eine unfassbare, sehr einnehmende und emotionale Geschichte mit fantastischem Schreibstil! Obwohl Sachbücher nicht mein Genre sind fand ich schon die Leseprobe zu "Gegen alle Regeln" eine meisterhafte Schilderung des Emanzipationsprozesses einer jungen Frau aus tiefer Einsamkeit und Angst hin zu einem einzigen Punkt: dem eigenen Denken und Fühlen. Auch wenn man sich dieses Buch vielleicht nicht selbst aussuchen würde, sollte man es unbedingt lesen, weil es einen zum Nachdenken anregt und wirklich toll geschrieben ist. Ich bin von diesem Buch maßlos begeistert und bin unglaublich froh, es gelesen zu haben. Ich kann es wirklich allen weiterempfehlen.
           

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