Ariel Levy Gegen alle Regeln

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Inhaltsangabe zu „Gegen alle Regeln“ von Ariel Levy

Die erfolgreiche New Yorker Journalistin Ariel Levy hat eine aufregende Affäre, eine liebevolle Ehepartnerin und den Wunsch nach einem Kind. Emanzipiert lebt sie nach ihren eigenen Regeln. Doch als sie eine Fehlgeburt erleidet, bricht alles auseinander. Im fünften Monat schwanger reist Ariel Levy nach Ulan Bator in die Mongolei, um für eine ihrer Reportagen zu recherchieren. Kurz nach der Ankunft hat sie starke Schmerzen im Unterleib und bringt ihr Baby allein auf dem Badezimmerboden des Hotelzimmers zur Welt. Für wenige kostbare Minuten lebt ihr Sohn. Traumatisiert von ihrem Verlust und taub vor Schmerz tritt sie einige Tage später die Heimreise an. Ein Anknüpfen an ihr altes Leben ist nicht möglich, denn sie scheint ihrer Identität beraubt: Ihr Körper schreit nach seiner Mutterrolle und verhindert eine Rückkehr in ein vertrautes Frauendasein. Ariels Ehepartnerin Lucy hat sich zu diesem Zeitpunkt in den Alkohol und aus der Beziehung geflüchtet. So zersplittert das selbstdefinierte Leben der 37-Jährigen. Allem beraubt, bleibt ihr nur noch die Liebe zur Sprache.

Sehr persönlicher Bericht, der nahe geht.

— miss_mesmerized
miss_mesmerized

Sehr berührende Lebensgeschichte einer Jüdin

— omami
omami

Sehr berührendes Buch!!

— Oma57
Oma57

eine sehr berührende autobiografie Geschichte

— Gartenkobold
Gartenkobold

Eine Lebensgeschichte!

— MK262
MK262

Bewegend, macht nachdenklich

— papaschluff
papaschluff

Lebensbeschreibung der Journalistin Ariel Levy

— Sigrid1
Sigrid1

Schonungslos, bewegend und zutiefst unter die Haut gehend.

— AnTheia
AnTheia

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  • Ariel Levy - Gegen alle Regeln

    Gegen alle Regeln
    miss_mesmerized

    miss_mesmerized

    18. August 2017 um 06:07

    Ariel Levy ist eine erfolgreiche Journalistin, deren Leben offenbar aufregend und glücklich ist. Doch hinter der öffentlichen Fassade sieht vieles anders aus, als man erwarten könnte. In ihrem Buch „Gegen alle Regeln“, das auf einem Artikel basiert, der bereits 2013 im New Yorker erschienen ist, zeichnet sie ihren Weg bis zum völligen Kollaps ihres Lebens nach. Ihre Kindheit, in der sie schon früh von den starken Mädchen- und Frauenfiguren fasziniert war und bereits im Grundschulalter den Wunsch entwickelte, Journalistin zu werden. Ihre Anfänge im der Zeitungsbranche, die von Sexismus geprägt war und jungen Kollegen kaum Chancen bot. Daneben ihr Privatleben, für das die gängige Vorstellung einer heterosexuellen Monoehe nicht funktionierte; wechselnde Partner, männlich wie weiblich, bis sie schließlich in Lucy ihre Lebenspartnerin gefunden zu haben scheint. Doch auch diese Verbindung muss Höhen und Tiefen durchleben und mit Mitte 30 drängt sich die Frage nach Kindern immer mehr auf. Die Schwangerschaft verläuft zunächst glücklich, die Freude über das Kind ist groß, doch dann kommt es fernab der Heimat zu einer Notgeburt, die das Baby nicht überlebt und Ariel völlig aus der Bahn wirft.Das Buch wird zwar insbesondere mit der Episode um den Verlust des Kindes und die daraus resultierenden Folgen für Ariels komplettes Leben beworben, tatsächlich ist dies aber nur ein kleiner Teil und für mich noch nicht einmal der Interessanteste. Ariel Levy hat im Prinzip zweierlei geschafft: zum einen erlaubt sie einen Blick in die New Yorker Scheinwelt, die von außen glamourös und sorgenfrei erscheint; zum anderen hat sie eine sehr persönliche Abrechnung mit ihrem eigenen Leben und Schicksal zu Papier gebracht, was in Anbetracht der geschilderten Episoden sehr mutig und interessant zu lesen ist. Für mich faszinierend für allem ihr Weg im Journalismus. Die ersten Jahre, der harte Kampf um gute Reportagen und Anerkennung ihrer Arbeit. Die Glasdecke, die vor allem für Frauen in der Branche eine harte Realität darstellt und die zu durchbrechen nicht nur viel Durchhaltevermögen und Hartnäckigkeit, sondern auch Glück erfordert. Die Geschichten und Menschen, die Ariel anlocken zeigen, dass sie ein Händchen für außergewöhnliche Stories hat und es ihr auch gelingt, diese rüberzubringen. Auch ihr Privatleben, vor allem die Schwierigkeit, mit einem süchtigen Partner zusammenzuleben, ist eine Offenbarung, die in dieser Deutlichkeit viel Mut erfordert. Das Leugnen der Zeichen, die Hoffnung, dass doch alles gut werden könnte und die schleichend sich doch einstellende Erkenntnis, dass dieser Wunsch womöglich nicht erfüllt werden wird. Hier wird das Buch bis an die Schmerzgrenze persönlich. Insbesondere die Thematik rund um die Schwangerschaft wird sehr authentisch geschildert. Immer wieder scheint das Thema Kinder durch das Buch. Als Teenager gilt es eine ungewollte Schwangerschaft unbedingt zu verhindern; in den 20er ist Frau mit Karriere beschäftigt und nicht bereit, alles gerade Errungene wieder aufzugeben. Mit 30 langsam treten das bürgerliche Leben und ausreichende finanzielle Mittel ein, die eine Familiengründung erlauben würden und plötzlich spielt die Natur nicht mehr mit und der Wunsch nach einem Kind kann nur noch mit medizinischer Unterstützung erfüllt werden – wenn überhaupt. Viele Frauen ab Ende 30 werden diese Geschichten aus eigene Erfahrung oder ihrem Umfeld kennen und einer unschönen Realität ins Auge blicken müssen: Karriere und Kinder sind schlichtweg nicht so einfach vereinbar, wie man es uns immer vorgaukelt und manche Entscheidung bereut man vielleicht einige Jahre später bitter. „Gegen alle Regeln“ ist die Lebensgeschichte einer Frau, die viel Licht, aber auch viel Schatten kennengelernt hat und in vielerlei Hinsicht symptomatisch für moderne Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist.

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  • Bewegendes Leben

    Gegen alle Regeln
    inya

    inya

    17. August 2017 um 21:11

    Ariel ist eine selbstbewusste Frau, welche sich in New York eine Karriere als Journalistin aufgebaut hat und zu Recht stolz auf ihre Karriere sein kann. Zudem hat sie eine wunderbare Lebensgefährtin gefunden, Lucy. Diese heiratet sie auch, als dies in verschiedenen US Bundesstaaten möglich wird. Eigentlich ist alle perfekt, aber irgendwie dann doch nicht. Ariel fühlt sich in der Ehe eingeengt und beginnt eine Affäre. Und Lucy kann dem Druck ihres Start Up Unternehmens nicht standhalten und verfällt mehr und mehr dem Alkohol. Die beiden Frauen erkennen ihre Probleme und raufen sich zusammen, alles erscheint wieder im Lot zu sein. Da es so gut läuft planen sie eine Schwangerschaft und Ariel wird sogar auf Anhieb von dem gespendetem Samen eines Freundes schwanger. Alles scheint perfekt. Doch dann begibt sich Ariel auf ein letztes großes Abenteuer vor der Geburt des Kindes und verliert dieses alleine auf der Reise. Dieser schwere Verlust reißt Ariel in ein tiefes Loch und bringt den Abgrund zu Tage in denen die beiden Frauen schon seit geraumer Zeit leben, denn Lucy ist Alkoholikerin. Ihre Ehe zerbricht und Ariel ist nun ganz allein. Diese Geschichte bildet sehr gut unsere heutige Zeit ab, in der alles möglich zu sein scheint, aber das Schicksal und die Natur uns immer wieder einholen und auf den Boden der Tatsachen absetzen wird. Eine wirklich bewegende Geschichte, die aufgreift was wirklich im Lebe wichtig ist. Spannend geschrieben und ein Thema, welches jeden Einzelnen betreffen kann. Ein großartiges Buch.

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  • Man kann nicht alles haben

    Gegen alle Regeln
    omami

    omami

    15. August 2017 um 19:38

              Die New Yorker Journalistin Ariel Lewy hat Erfolg in ihrem Beruf, sie schreibt viel über Frauen.Ihr Buch hat mich sehr berührt, denn sie hat es nie wirklich leicht gehabt. Als Kind war alles so weit in Ordnung, aber spätestens in der Pubertät wird sie zunehmend unsicherer, wohin ihre Neigung sie treibt.Letztendlich ordnet sie sich sehr offen in die Riege der lesbischen Frauen ein.Ihre Geschichte ist stellenweise wie ein Sachbuch geschrieben, dann wieder öffnet sie sich dem Leser und gibt viel von sich und ihren Gefühlen preis.Das Buch ist  sehr gut zu verstehen, leicht lesbar und trotz allem sehr gefühlvoll.Sie ist ständig auf der Suche nach Geborgenheit, Glück, Beständigkeit und natürlich Liebe.Die Geschichte hilft bestimmt, lesbische Frauen und ihr Gefühlsleben besser zu verstehen und zu tolerieren.Sie kommt am Ende zu dem Schluß: Man kann nicht alles haben.Wie Recht sie doch damit hat.        

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  • Berührend!!

    Gegen alle Regeln
    Oma57

    Oma57

    15. August 2017 um 16:57

              Tolles, autobiographisches Buch, das mich sehr berührt hat und das zum nachdenken anregt!Obwohl das Buch eine Autobiographie ist, liest es sich wie ein Roman, den man nicht aus der Hand legen möchte.Ariel Levy, Journalistin aus New York, erzählt über ihre Kindheit, ihre Familie,über Religion, ihre eigene Sexualität u.s.w. Die Autorin schreibt so, das man sich selbst in diesem Roman wiedererkennen kann und einem manche Passagen einfach unter die Haut gehen.Obwohl die Autorin viel Schlimmes in ihrem Leben erlebt hat, hat sie nie den Mut verloren und auch das Possitive nie aus den Augen verloren.Ich finde, man kann aus diesem Buch viel lernen und ins eigene Leben übertragen und ich kann das Buch sehr gerne weiterempfehlen!        

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  • Eine Geschichte, die unter die Haut geht

    Gegen alle Regeln
    Gartenkobold

    Gartenkobold

    15. August 2017 um 13:34

    Die Protagonistin Ariel Levy hat eigentlich alles, was sie sich wünschen kann, sie ist Journalistin beim New Yorker, reist um die Welt, ist mit Lucy verheiratet und wünscht sich sehnlichst ein Kind. Nach einigen Schwierigkeiten und Problemen stellt sich endlich die ersehnte Schwangerschaft ein. Als sie ein letztes Mal etwas für ihre berufliche Karriere tun möchte und nach Rücksprache mit ihrem Arzt in die Mongolei fliegt, geschieht das Unfassbare, sie verliert ihr Baby und Lucy, ihre Ehepartnerin verfällt endgültig dem Alkohol. Damit verliert Ariel alles, wofür die gelebt hat, Trauer und Schmerz treten in erste Stelle und sie muss sich allein damit auseinandersetzen. .. Ein Cover, das aus dem Rahmen fällt und zwar wortwörtlich, interessant, genau wie die Geschichte, die sich dahinter verbirgt. Der Schreibstil flüssig und leicht lesbar und sehr ehrlich. Es werden Themen angeschnitten, die man in unserer Gesellschaft eher totschweigt. Ein schwieriges und sehr emotionales Thema, der Verlust des Kindes. Die Trauer tut weh. Trauer kennt keine Zeit und auch keine Grenzen, sie ist allgegenwärtig. Ariel Levy beschreibt sehr emotional den Verlust ihres Kindes, den Rückfall Lucys in ihre Alkoholabhängigkeit, sie ist eine starke Frau, die in ihrem Leben Höhen und Tiefen meistern muss, fällt und wieder aufsteht. Sie muss alleine klarkommen mit der Trauer und dem Verlust ihrer Ehepartnerin, sie fällt in ein tiefes emotionales Loch, Schmerz und Trauer muss sie allein verarbeiten. Sie trägt alleine eine enorme emotionale Belastung, Freunde und Eltern können trösten und zuhören, doch am Ende muss sie allein die Trauer und den Schmerz bewältigen. Eine bewegende autobiografische Geschichte, die unter die Haut geht. 

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  • Die Wahrheit

    Gegen alle Regeln
    MK262

    MK262

    13. August 2017 um 19:28

    Das Buch hat mich sehr begeistern und gerührt! Hier handelt es sich nicht um eine Geschichte sondern um die Wahrheit die Live erlebt wurde. Hier wird man mit der wahren Lebendgeschichte der Autorin konfrontiert. Sie hat einen ruhigen Schreibstill der das Lesen sehr angenehm macht und auch im Gengenzug viel Zeit zum Nachdenken und grübeln lässt. Es ist echt bewundernswert wie die Autorin sich an manche Hilflose Themen heran schreibt. Man sitzt da und ist nur sprachlos und bewundert die Aussagekraft dieses Buches. Von außen das Titelbild sticht nicht gleich ins Auge da wären andere Farben besser gewesen aber das war vielleicht so gewollt. Hier werden dem Leser Gefühle vermittelt die direkt unter die Haut gehen.

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  • Leben ist nicht immer leicht

    Gegen alle Regeln
    papaschluff

    papaschluff

    13. August 2017 um 17:26

    Ariel Levy hat eigentlich alles, was sie sich wünschen kann. Für ihre Geschichten reist sie als Journalistin um die ganze Welt. Sie ist verheiratet und zu ihrem Glück fehlt ihr eigentlich nur ein Kind. Doch die Wege zum Wunschkind halten für sie Stolpersteine bereit. Sie überwindet sie und kommt dennoch ans Ziel, sie wird schwanger. Ein neuer Job führt sie ein letztes Mal ins Ausland, bevor sie ihr Baby bekommen wird. Doch alles geschieht ganz anders. Sie verliert das Baby, ihre Ehepartnerin verfällt dem Alkohol und Ariel verliert auch den Halt einer stabilen Beziehung. Sie muss allein mit Schmerz, Trauer und Verlust zurecht kommen. Ariel Levy verarbeitet in diesem Buch den Verlust ihres Kindes. Es ist eine emotionale Geschichte und man leidet sehr mit ihr. Sie erlebt in ihrem Leben viele Höhen und Tiefen, Partnerschaften die nicht funktionieren. Immer wieder startet sie durch und erkämpft sich ihren Platz in der Welt. Sie verfolgt ihre Ziele und meistert viele Probleme. Doch dies alles ist nichts, wenn man den Tod seines Kindes betrauert. Das alles ist nichts, wenn die Person die man in dieser Zeit braucht, sich abwendet. Dies alles ist nichts, wenn die Ehepartnerin fehlt, mit der man diese Erfolge feiern oder teilen kann. Ariel ist nicht allein, sie hat Freunde die sie auffangen. Doch den Schmerz und den Verlust muss sie alleine verarbeiten. Am Anfang der Geschichte wirkte sie etwas flatterhaft und auch launisch auf mich, eine junge Rebellin. Am Ende steht sie vor den Trümmern von allem und muss aufpassen, sich selbst nicht auch noch zu verlieren. Die Geschichte war interessant, sie bewegt den Leser und ist weitgehend fesselnd geschrieben. Das Ende kommt sehr schnell und ich hatte das Gefühl, es fehlt etwas. Insgesamt aber ein gutes Buch, mit vielen heiklen Themen, die die Autorin einfühlsam bearbeitet hat.

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  • ein interessanter Lebensweg

    Gegen alle Regeln
    Sigrid1

    Sigrid1

    13. August 2017 um 15:57

    Das Buch war sehr interessant. Die Geschichte einer jungen Frau, hin zu einer nicht mehr so jungen Frau mit einem erlebnisreichem Leben. Mich hat die Erzählung von Ariel Levy sofort in seinen Bann gezogen. Sie schildert sehr genau ihr Leben, angefangen von ihren Erlebnissen mit ihrem Vater als Kind bis weit in ihre 30er Jahre. Sie fühlte sich als Kind schon anders als die anderen Kindern. Sie hat sich ihre eigene Welt geschaffen. Diesen Weg hat sie auch später fortgesetzt. Ich bewundere die Durchsetzungskraft und den Mut für ihre Handlungen. Ein nicht ganz einfaches Leben. Hier zeigt sich wirklich ein Lebensweg, der nicht gradlinig verläuft. Sondern viele Höhen und Tiefen birgt. Es ist sicher nicht einfach, das alles nieder zu schreiben. Sie ist eine Frau ihrer Zeit, es bewegt sich viel und es gibt mehr Möglichkeiten der Lebensführung als je zuvor. Und sie lebt sie aus. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Ich hatte das Gefühl, dieses Leben wie in einem Schnelldurchlauf zu erleben. Es hat mich fast alle Emotionen fühlen lassen, die möglich sind: Liebe, Hass, Wut, Ohnmacht, Freude, Trauer , um nur einige zu nennen. Es hat mich oft nachdenklich gemacht, Fragen tauchten auf und ich musste versuchen, sie für mich zu beantworten. Es ist sicher kein leichtes Buch, sondern ein tiefgreifendes Buch. Es zeigt einen Blick auf Lebenssituationen, die es zu bewältigen gilt. Jeder Mensch hat einen anderen Blick auf Dinge und Erlebnisse. Diese Geschichte zu lesen, war eine interessante und lehrreiche Erfahrung und ich bin froh diese Erfahrung gemacht zu haben.

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  • Bewegende persönliche Geschichte eines großen Unglücks

    Gegen alle Regeln
    AnTheia

    AnTheia

    12. August 2017 um 21:59

    Ariel Levy hat alles, was man sich nur wünschen kann. Sie ist eine äußerst erfolgreiche New Yorker Journalistin, die für außergewöhnliche recherchierte Geschichten durch die Welt reist. Sie ist emanzipiert, hat eine liebevolle Partnerin und wünscht sich nichts sehnlicher als ein Kind. Als dieser Traum endlich wahr wird, geschieht das Unfassbare. Als sie für eine Reportage nach Ulan Bator reist, verliert sie ihren Sohn, den sie im 5. Monat schwanger nach starken Schmerzen im Badezimmer zur Welt bringt. Dieses Ereignis hinterlässt tiefe schmerzliche Spuren im Leben von Ariel. Sie muss erkennen, dass ihre heile Welt nicht exisitiert und eine Rückkehr in das normale Frauenleben schier unmöglich scheint.Mit diesem autobiographischen Roman verarbeitet Ariel Levy ihr eigenes zutiefst schmerzliches Trauma: den Verlust ihres ungeborenen Sohnes. Ich lese nur selten autobiographische Geschichten. Aber dieser Roman hat mich persönlich durch seine emotionale und schonungslos ehrliche Sprache berührt, ja sogar aufgewühlt. Es ist ein sehr ruhiges Buch, das durch seine klare Sprache überzeugt. Ariel berichtet über ihr Kindheit und ihr Verhältnis zu ihren Eltern. Erzählt von ihrer Liebe zu Frauen, ihre Affären, Krankheiten und ihre unglückliche Beziehung zu Lucy, einer erfolgreichen Geschäftsfrau, die sich durch ihren Alkohol-Missbrauch zunehmend Ariel entfremdet. Ariel klagt nicht an, sie verarbeitet. Man spürt auf vielen Seiten die tiefe Hoffnungslosigkeit und auch den tiefen Schmerz, gleichzeitig aber auch die Hoffnung gepaart mit Mut. Ariel hat mir persönlich viel Respekt abgewonnen, da sie trotz allem noch Stärke ausstrahlt und natürlich ihre eigene Geschichte hier für alle offen legt. Sie spart nicht an vielen Denkanstößen, und lädt dadurch zum Nachdenken ein. Sie führt uns als Leser durch ein Tal der Tränen. Manch einer wird die Geschichte vielleicht ein wenig zu emotional, vielleicht teilweise als kitschig und klischeehaft betrachten. Für mich ist es eine offene und zu Herzen gehende Geschichte, die bewegt und klare Wort für eine schonungslose Wahrheit findet.

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  • Memoir

    Gegen alle Regeln
    yellowdog

    yellowdog

    12. August 2017 um 19:24

    Die 1974 geborene Journalistin Ariel Levy aus New York hat ein autobiografisches Buch geschrieben, das originell und eindringlich ist. Ein sogenanntes “Memoir“, das ein sehr persönliches Erzählen ermöglicht. Diese Form ist inzwischen recht verbreitet und bietet als Mischung zwischen erzählendes Sachbuch und Literatur ein effektives Genre, wenn es gekonnt angewendet wird. Das ist bei Ariel Levy, die eine erfahrene Journalistin ist und über einen guten Schreibstil verfügt ganz sicher der Fall. Zumal es in ihrem Leben auch ein paar außergewöhnliche Dinge gab und auch einen Schicksalsschlag, den sie vielleicht mit diesem Buch verarbeitet. Erstaunlich, wie konzentriert dieses Buch gestaltet ist. In nur 200 Seiten steckt Ariel Levy ein ganzes Leben und portraitiert gleichzeitig eine Generation in den USA. Es ist auch eine Geschichte über die Ehe von zwei Frauen, über das Leben als Journalistin und schließlich über die Trauer über eine Fehlgeburt und das Scheitern von Beziehungen. Sogar das Thema Alkoholismus und Auswirkungen auf die Partner wird eingebunden. Für mich war dieses Buch ein intensives Leseerlebnis.

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  • Lebendig

    Gegen alle Regeln
    Dominikus

    Dominikus

    12. August 2017 um 17:06

    Gegen alle Regeln von Ariel Levy. Die Autorin arbeitet ihre Trauer und Zweifeln in dieser Geschichte auf. Den Anfang fand ich etwas holperig. Ariels Gejammer, wie schlecht es ihr ging, war nicht so toll, damit müssen andere Menschen auch leben. Aber dann hat sie sich gefangen und fängt mit gutem Stil an. Ihre Lebenslust und ihre Art kann ich gut nachvollziehen. Dann die Probleme mit ihrer Lebenspartnerin, die leider ein schweres Alkoholproblem hat. Sind realistisch. Wenn man erst mit achtunddreißig Jahren das erste Kind erwartet und dann verliert, ist das sehr traurig. Ich hoffe mal, das sie mit ihren Erfahrungen doch noch ihr Glück findet. Dieser Roman sollte ja ein Sachbuch sein, ich empfinde ihn aber auch als Literatur. Die Autorin schreibt glaubhaft über Probleme, die viele Frauen haben. Ein ernster, intensiver Roman, aber nicht gerade zur Entspannung.

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  • Mehr als lesenswert! !!

    Gegen alle Regeln
    DreamingBooks

    DreamingBooks

    03. August 2017 um 12:18

    Dieses Buch konnte mich so sehr einnehmen , begeistern und emotional anrühren , dass ich es noch sehr lange in meinem Herzen tragen werde, da es auf wahren Begebenheiten beruht, machte es die Geschichte für mich noch triggernder und emotionaler. Die Autorin gibt uns Lesern , einen schonungslosen , schockierend authentischen und manchmal so traurigen Einblick , in das manchmal so grausame, aussichtslose Leben, dass einem als Leser der Atem stockt Die Autorin konfrontiert uns mit der ungeschönten Wahrheit und dennoch ist dieses Buch so bunt , so schön und eben doch so traurig und unendlich schockierend . Sie schafft es , uns die manchmal so schonungslos klaren Gedankengänge und vor allem Gefühle hautnah näher zubringen und uns Leser genau damit zu Tränen zu rühren und gibt uns so emotionale Denkanstöße , wie ich sie selten bekommen /erlebt habe . Was mich allerdings noch viel mehr fasziniert hat ,war wie es die Autorin geschafft hat , auch das Umfeld, so authentisch und klar darzustellen . Denn sie schafft es die Emotionen und Taten der einzelnen Personen so hautnah und einfach einnehmend echt zu schildern , dass man teils so geschockt vor der Geschichte rundum die schreckliche Realität sitzt .Denn auch hier arbeitet sie die Verzweiflung und die manchmal so unvorstellbaren und von eben dieser Verzweiflung und Hilflosigkeit geprägten Taten , des Umfeldes rundum so feinfühlig und ebenso anrührend heraus . Sie beleuchtet nicht nur ihre Seite des Unglücks , sondern auch die Hilflosigkeit , aber auch irgendwie den Mut und gerade dies ist es , was dieses Buch so authentisch und komplex wirken lässt .. Mit diesem Debüt, das aus so schrecklichen Umständen entstanden ist ,hat die Autorin eine Glanzleistung vollbracht , die meinen großen Respekt fordert . Dieses Buch ist sehr ruhig , doch gerade in diesen Passagen liegt die Stärke und die Aussagekraft des Buches . Fazit: Ein Buch welches lange nachwirkt und sehr lange in meinem Herzen bleiben wird und über das ich sehr lange nachdenken werde . Für mich war diese Geschichte sehr anrührend und ich blieb mehr als ergriffen zurück ! Diese Geschichte zeigt , wie geliebte Menschen einem so fremd werden können und dies vollkommen unfreiwillig und nur durch eben diese schreckliche und beängstigende Krankheit ! Aus jedem einzelnen Wort , spricht Verzweiflung und gleichzeitig eine so authentische Entschlossenheit , die mich so emotional gepackt hat . Ein Buch ,welches einen ganz neuen Blickwinkel auf eine grauenvolle Schicksalsschläge eröffnet und das voller überwältigender Intensität steckt , die an Emotionalität nicht zu überbieten ist . 5 Sterne für ein außergewöhnliches Buch , welches man aus meiner Sicht gelesen haben "sollte" 

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  • Etwas ziellos, doch wunderbar berührend

    Gegen alle Regeln
    once-upon-a-time

    once-upon-a-time

    25. July 2017 um 16:52

    „Als ich aus der Mongolei zurückkam, war ich so traurig, dass mir das Atmen schwerfiel.“ (S. 126)Zusammenfassung. Ariel hat alles, was sie will: Eine liebevolle Ehe, einen guten Job und dann ist sie auch noch schwanger. Doch als sie auf ihrer letzten großen Reise das Kind verliert, bricht plötzlich alles über ihr zusammen.Erster Satz. Reden Sie manchmal mit sich selbst?Cover. Hätte ich mich wegen des Covers für oder gegen dieses Buch entscheiden müssen, dann wäre es sehr wahrscheinlich nichts geworden mit uns. Ich finde, das Cover hat etwas Altmodisches, etwas, das mich denken lässt, dass ich dieses Buch auch im Keller meines Elternhauses hätte finden können, irgendwo unten im Stapel der Bücher meiner Mutter oder meines Vaters. Also nein. Dieses Cover hat mich einfach gar nicht angesprochen.Inhalt. Im Gegensatz zum Inhalt (zunächst). Es brauchte nur bis Seite sieben, bis zum ersten der gleich folgenden Buchzitate, um mich von der Notwendigkeit zu überzeugen, dieses Buch zu lesen. Die Emotion, die dort sprachlich erzeugt wird, hat mir den Atem geraubt und wäre ich an dem Tag etwas näher am Wasser gebaut gewesen, dann hätte meine Contenance nicht lange gehalten.Ganz so begeisternd, wie ich die ersten Seiten empfunden habe, ging „Gegen alle Regeln“ dann jedoch leider nicht weiter.Es änderte sich nichts an der sprachlichen Schönheit, doch ich hatte noch lange das Gefühl, dass alles, was wir hier zu lesen bekommen, irgendwie noch Vorgeplänkel ist. Ist es aber nicht. Natürlich, „Gegen alle Regeln“ ist schon laut Titel ein „Memoir über Liebe und Verlust“ und vielleicht gibt es nichts, was ich sagen könnte, das dieses Buch treffender beschreibt. Und trotzdem hätte ich mir gewünscht, ich hätte zwischendurch das Gefühl gehabt, dass diese Erzählung ein Ziel hat.Personen. Die Personen sind in meinen Augen ein Pluspunkt dieses Memoirs. Sie sind glaubwürdig in ihrem Gewinnen und Scheitern, in ihren Stärken und Schwächen. Ich konnte der Ich-Erzählerin jede ihrer Emotionen abkaufen und wäre sehr wahrscheinlich bei dem Schicksalsschlag, der sie ihren Sohn verlieren lässt, ein emotionales Wrack gewesen - wenn nicht just in der Umgebung dieser schrecklichen Zeit die Emotionalität zurückgeschraubt schien. Emotion durch bewusste Nicht-Emotion oder schlicht das Unvermögen, sich mit der Unfassbarkeit der Ereignisse gefühlsmäßig näher auseinander zu setzen?Doch das sind kleine Kritikpunkte. Alles in allem waren die Figuren sehr überzeugend und wirklich gelungen.Lieblingsstellen. „Immer wieder werde ich von Gefühlen überwältigt, und ich stehe da und muss mich an der Arbeitsplatte in der Küche festhalten, an einer Stange in der U-Bahn oder am Körper eines Freundes, damit ich nicht umfalle.“ (S. 7)„Sie verbreitete die warme Anständigkeit einer Sonnenblume.“ (S. 46)„[…] dieses Lächeln, das direkt von der Sonne kommt.“ (S. 152)Fazit. Eine faszinierende, bewegende Geschichte, der nur leider für mein Empfinden das letzte Fünkchen Großartigkeit fehlt.

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  • Selbstmitleid

    Gegen alle Regeln
    strickleserl

    strickleserl

    20. July 2017 um 11:09

              In dieser autobiographischen Erzählung beschreibt Ariel Levy den größten Verlust ihres Lebens. Auf einer Reise, die sie als Journalistin wegen einer Reportage unternimmt, verliert sie in einem Hotelzimmer ihr ersehntes Baby. Vor dem Beschreiben von diesem Erlebnis, erzählt sie aus ihrem Leben. Es geht um ihre Kindheit, um ihre Beziehungen zu Männern und zu Frauen, um den Wunsch nach einem Baby, und um die Alkoholprobleme ihrer Partnerin.Ich finde den Schreibstil flüssig und gelungen. Im ersten Teil des Buchs gibt es aber viele Sprünge in den Erzählungen, das ist beim Lesen manchmal etwas verwirrend. Der Schluss dagegen zieht sich lange hin. Es geschieht kaum noch etwas, es dominiert das Selbstmitleid der Autorin wegen dem Verlust ihres Babys. Ich kann mir vorstellen, dass das ein sehr schlimmes Erlebnis war, aber viele Menschen erleben Tragisches, und wachsen daran. Das sehe ich bei der Autorin nicht. Es kommt mir so vor, als würde sie in erster Linie danach fragen was ihr gut tut, und was sie haben möchte. Es ist wenig Fürsorge für andere zu erkennen.Traurig finde ich, ehrlich gesagt, auch die Vorstellung, dass ein Kind mit zwei Müttern aufwachsen soll, und das "Mannsein" am Beispiel der "männlicheren" Mutter erlernen soll. Da halte ich mich lieber an das wunderschöne Modell der Ehe mit einem Mann und einer Frau.        

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