Rezension zu "Jarne und der Obdachlose - eine Weihnachtsgeschichte (statt Flöte zu spielen)" von Ariela Sager
ArcobalenoJarne ist ein ganz normaler Junge. Er hat eine ganz normale Familie, geht ganz normal zur Schule.
Doch dann lernt er den Obdachlosen Jeremias kennen. Und das ist ja nicht normal.
Jeremias erzählt von sich und Jarne schenkt ihm seine Butterbrote, geht für den Mann und seinen Hund im Supermarkt
einkaufen. Denn Obdachlose sind da nicht erwünscht.
Als Jarne sich gerade an Jeremias Anwesenheit gewöhnt hat und sich entschließt, tatsächlich dessen Wunsch nachzukommen und ein Buch über ihn zu schreiben, verschwindet dieser.
Jarne ist traurig. Doch durch das Schreiben, seinen Opa und die Theaterdame Suse, lernt Jarne viel über den Obdachlosen.
Er lernt ihn als Menschen zu sehen. Er lernt zu verstehen, warum dieser sich für ein Leben - losgelöst von dieser Gesellschaft - entschieden hat.
Ob Jarne es schaffen wird, seinen neuen Freund noch rechtzeitg zum Weihnachtsfest wiederzufinden, und ob ein Obdachloser überhaupt Weihnachten feiert, das müsst ihr schon selbst lesen :-)
Ich habe mich am Anfang gar nicht so leicht getan mit dem Buch. Sehr viele Dialoge über die man oft erst nachdenken muss.
Jetzt im Nachhinein bin ich froh, nicht aufgegeben zu haben, denn es ist ein tiefsinniges und sehr schönes Buch.
Es ist eines der Bücher, die mir im Gedächtnis "bleiben" werden. Kein schlichtes "Konsumgut". Ich werde es noch etwas sacken lassen, dann werde ich mit "Lebensteilchen" beginnen, ein Roman, der auf dieses Buch aufbaut.
Ob "Jarne und der Obdachlose" ausschließlich ein Kinderbuch ist, weiß ich nicht. Ein sehr anspruchsvolles Kinderbuch, aber auch unbedingt lesenswert für Erwachsene.






