Der Montag fängt am Samstag an

Der Montag fängt am Samstag an
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Das neue Buch von Arkadi Strugatzki erscheint am 14. Januar 2019 mit dem Titel "Der Montag fängt am Samstag an" als Taschenbuch bei Heyne.

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Die wilde Mischung an literarischen Anspielungen, Naturwissenschaft und Philosophie muss man erstmal durchdringen, allgemein aber spaßig.

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Inhaltsangabe zu "Der Montag fängt am Samstag an"

Der junge Programmierer Alexander Pawlowitsch Priwalow ist im Norden Russlands unterwegs, als er mit einer Autopanne in der fiktiven Stadt Solowetz liegenbleibt. Hier ist alles ganz normal: Bürger gehen ihrer Arbeit nach, das Wetter ist gleichmäßig schlecht, und im Institut regiert die Bürokratie. Nur dass das Institut streng geheime Forschungen mit übernatürlichen Phänomenen betreibt …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453319615
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:310 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:14.01.2019

Rezensionen und Bewertungen

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    MilaWvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Die wilde Mischung an literarischen Anspielungen, Naturwissenschaft und Philosophie muss man erstmal durchdringen, allgemein aber spaßig.
    Der Zauber der Sowjetbürokratie

    Dieses Buch ist wohl eines der optimistischsten und lustigsten der  Werke der Strugackijs. Der Programmierer Alexander nimmt zwei Anhalter mit, die sich als Mitarbeiter des „Naturwissenschaftlichen Forschungsinstituts für Magie und Zauberei“ entpuppen. Dort werden in verschiedenen Abteilungen beispielsweise lineares Glück, der Sinn des Lebens und die Seele erforscht. Bald ist Alexander mit allerlei übernatürlichen Phänomenen konfrontiert, die es zu erforschen gilt und auch mit der überbordenden Bürokratie, ungezügelter Arbeitswut und nicht zuletzt größenwahnsinnigen Wissenschaftlern, die die Parteiideologie sehr wörtlich nehmen.

    Das Buch liest sich flott und angenehm und ist trotzdem intelligent geschrieben und voller Anspielungen, wenn man sich erstmal an die angestaubte Schreibweise gewöhnt hat. Einige meiner russischen Bekannten schwören, dass es sich eher um eine realistische Abbildung des Alltags in einem sowjetischen Institut handelt, als um einen phantastischen Roman. Die Mischung aus Zauberei und sowjetischer Bürokratie, Märchen und kommunistischem Idealismus ist auf jeden Fall sehr kurzweilig und ungewöhnlich.

    Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern derselben Autoren, kann man hier die Handlung auch ohne Vorwissen nachvollziehen und sich amüsieren, auch wenn der Stil manchmal mühsam ist. Anspielungen gibt es natürlich trotzdem.

    Das erste Kapitel basiert zum Beispiel auf dem Märchen Ruslan und Ljudmila von Pushkin. Wer die beiden Texte nebeneinander legt, wird etliche Parallelen feststellen. Und auch die Abkürzungen sind im sowjetischen Stil verfasst und oft sehr sprechend. Das „Naturwissenschaftliche Forschungsinstitut für Magie und Zauberei“ wird beispielsweise auf Russisch als NIITschaWO abgekürzt. Das kann man als das russische Wort „macht nichts“, lesen. Der Ort Solowetz existiert nicht, aber seine Insellage und der Name erinnern unwillkürlich an die Soloweckij Inseln, auf denen sich ein berüchtigtes Arbeitslager befand, das erste große Modelllager für das sowjetische Lagersystem. Auch etliche Schriftstellerkollegen werden auf’s Korn genommen, besonders utopische/dystopische Romane.

    Das letzte Kapitel namens „Das Märchen von der Troika“ ist nicht in allen Ausgaben enthalten, da es von der Zensur verboten wurde. Verständlich, denn es enthält sehr böse Seitenhiebe auf die (Sowjet-)Bürokratie.

    Mir hat die Lektüre Spaß gemacht, auch wenn es anstrengend war. Die Übersetzung ist oft nicht ideal, aber der Stoff definitiv auch schwer (angeblich ist die Übersetzung im neu erschienenen Sammelband der Werke der Brüder Strugackij am Besten, das habe ich aber nicht überprüft). Die wilde Mischung an literarischen Anspielungen, Naturwissenschaft, Philosophie und Geschichte muss man erstmal durchdringen. Aber allgemein ein guter Einstieg in die Welt der Strugackijs. Mehr Informationen einzuholen lohnt sich aber definitiv, da es eine ganz andere Sicht auf den Text ermöglicht.

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