Die junge Josie Lee ist Australierin chinesischer Abstammung. Nach dem Tod ihres Großvaters reist sie in die alte Heimat der Familie nach Gulangyu in Südchina, um seine Asche dort zu bestatten. Auf der Insel Gulangyu trifft sie eine alte Frau, die einst Dienerin ihrer Urgroßmutter war und die Josie in die Familiengeheimnisse der Familie Lee einweiht.
Den deutschen Titel des Buches finde ich nicht besonders gelungen. Der Originaltitel „The Goddess“ ist sehr viel passender. Es geht um den Machtkampf zweier sehr unterschiedlicher und sehr starker Frauen. Da ist die Matriarchin der Familie Lee, die alte Herrin. Eine Frau der Tradition, deren Füße als Kind eingebunden wurden und die sich ihrer Würde und gesellschaftlichen Stellung sehr bewusst ist. Die andere Frau ist ein leichtes Mädchen aus Shanghai, ein sogenanntes Sing Song Mädchen, die den jungen Herrn mit ihrer außergewöhnlichen Schönheit für sich eingenommen hat.
Die alte Herrin versucht alles, um diese Verbindung zu zerstören.
Neben der Familiengeschichte erfahrt der Leser einiges über das Leben und die politischen Verhältnisse in den Dreißiger- und Vierzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts in China. Das Buch nimmt den Leser mit in eine vergangene Zeit und eine untergegangene Welt.
Rezension zu "Der Fluch der Konkubine" von Arlene J Chai


