Armando Lucas Correa

 4.5 Sterne bei 75 Bewertungen
Autor von Das Erbe der Rosenthals, Das Erbe der Rosenthals und weiteren Büchern.

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Das Erbe der Rosenthals

Das Erbe der Rosenthals

 (73)
Erschienen am 21.12.2017
Das Erbe der Rosenthals

Das Erbe der Rosenthals

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Erschienen am 31.05.2019
Das Erbe der Rosenthals

Das Erbe der Rosenthals

 (2)
Erschienen am 21.12.2017

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Rezension zu "Das Erbe der Rosenthals" von Armando Lucas Correa

Das Erbe der Rosenthals
Schno66vor 17 Tagen

Inhalt: Berlin, Frühjahr 1939. Die Lage für die jüdische Bevölkerung in Deutschland spitzt sich immer mehr zu. Wer kann, versucht das Land zu verlassen, so auch der wohlhabende Professor Rosenthal, seine Frau und die elfjährige Tochter Hannah. Doch die Flucht gestaltet sich schwierig. Nur Kuba erklärt sich bereit jüdische Emigranten aufzunehmen. Der Familie gelingt es kubanische Visa sowie eine Passage auf der St. Louis nach Havanna zu ergattern und bricht in eine ungewisse Zukunft auf. Am Ziel angekommen weigert sich die kubanische Regierung die rund 900 Flüchtlinge aufzunehmen, nur einzelne Personen werden am Land gelassen. Die Familie Rosenthal wird auseinander gerissen… New York 2014: Die zwölfjährige Anna Rosen hat ihren Vater nie kennengelernt, denn er starb noch vor ihrer Geburt beim Attentat am 9. September. Sie weiß nur, dass er aus Kuba stammte und dort von seiner Tante Hannah großgezogen wurde. Das Mädchen reist mit seiner Mutter auf die Karibikinsel um mehr über das Leben ihres Vater zu erfahren. Meine Meinung: Die Geschichte der Familie Rosenthal ist fiktiv, die Reise der St. Louis von Deutschland nach Kuba aber ist historisch belegt. Die plötzliche Weigerung der dortigen Regierung die zuvor teuer bezahlten Visa anzuerkennen und damit die heimatlosen jüdischen Emigranten zu retten macht den Leser fassungslos. Auch die Hoffnung in den USA oder Kanada von Bord gehen zu können zerschlägt sich schnell, auch diese Staaten verweigern die Aufnahme… Mir gefiel das Zusammenspiel der fiktiven Handlung mit dem historischen Hintergrund sehr gut. Vor allem die kleine Hanna ist mir ans Herz gewachsen. Durch ihre klugen Augen nimmt der Leser an ihrem Leben in Deutschland, an Bord der St. Louis und auf Kuba teil. Das Mädchen nimmt viel mehr war, als z.B. seine Eltern sich vorstellen können. Sie ist empathisch und fantasievoll, gleichzeitig ängstlich und doch stark genug, das ungewisse Schicksal anzunehmen und zu meistern. Ihre Großnichte Anna hat viel mit ihr gemein und das Zusammentreffen von Hannah und Anna ist für beide ein Höhepunkt ihres jeweiligen Lebens. Die einzelnen Kapitel werden nicht chronologisch erzählt, sondern wechseln von Hannah zu Anna. So wird das ein oder andere Detail vorweg genommen und manches dadurch besser verständlich. In die Abschnitte, die an Bord der St. Louis spielen, sind erhalten gebliebene Befehle an Gustav Schröder, den Kapitän der St. Louis, eingebettet, die das Schicksal der Flüchtlinge aus heutiger Sicht noch ergreifender machen. Auch das Nachwort des Autors, in dem einige Fotos der Reisenden sowie die Passagierliste abgebildet sind, macht tief betroffen. Fazit: Eine ergreifende Familiengeschichte, die sehr gut in den historischen Hintergrund des zweiten Weltkrieges sowie der Revolution auf Kuba eingebettet ist.

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sollhabens avatar

Rezension zu "Das Erbe der Rosenthals" von Armando Lucas Correa

Kein gewöhnliches Buch über Überlebende des 2. WK
sollhabenvor 18 Tagen

Berlin 1939: Die Familie Rosenthal besteigt in der Hoffnung auf ein neues Leben in den USA die „St. Louis“. Als Juden ist ihr Leben in Deutschland in Gefahr. Ihre Wohnung und einige ihrer wertvollen Sammlerstücke müssen sie zurück lassen. Hannah lässt ihr Leben gerne zurück, denn ihr bester Freund Leo mit seinem Vater wird auch auf diesem Dampfer sein.

Leider jedoch schlägt das Schicksal unbarmherzig zu, denn die „St. Louis“ darf nicht in den Hafen von Havanna einlaufen. Nur einige Ausgewählte dürfen in Kuba einreisen. Damit werden Familien auseinander gerissen und der Großteil der Passagiere schippert viele Tage auf dem Meer. Erst nach zähen Verhandlungen wird eine Lösung gefunden.

Hannah wartet inzwischen mit ihrer Mutter in Havanna auf die Ausreisebewilligung in die USA.
Erst viele, viele Jahrzehnte später erzählt sie ihre Geschichte Anna und deren Mutter.

Wie hat es mir gefallen?

Mit diesem Buch habe ich bereits vor einigen Monaten begonnen, es dann unterbrochen. Es schien einfach nicht der richtige Zeitpunkt zu sein.

Nun jedoch konnte ich mich auf die Geschichte richtig einlassen. Anfangs hatte ich wieder einige Probleme mich in den zwei Zeitebenen zurechtzufinden. Doch mit Fortdauer der Handlung fesselte mich das Buch ungemein.

Im Mittelpunkt steht natürlich Hannah. Ihr Leben in Berlin wurde geprägt durch ihren einflussreichen Vater und ihre verletzliche Mutter. Soireen, Kunstveranstaltungen, Parties und Bildung standen für die Rosenthals an der Tagesordnung. Durch die Machtübernahme der Nazis und den damit einhergehenden Einschränkungen für die Juden, verändert sich nahezu täglich die Situation. Hannahs bester Freund Leo ist der Lichtstrahl in ihrem Leben. Seine Persönlichkeit und seine Lebensfreude waren in jeder einzelnen Zeile zu erkennen. Eine Figur, die ich ungemein lieb gewonnen habe.

Hannah zu begleiten, lässt einen durch Höhen und Tiefen gehen. Denn sie muss unglaubliche Erfahrungen machen. Es ist kein typisches Schicksal einer Jüdin, die überlebte. Sie durchlebte keine Jahre in KZs oder Arbeitslagern, aber dennoch erschüttert ihr Lebensweg.

Anna, die ihren Vater niemals kennenlernen durfte, da er am 11. September 2001 während der WTC Attacke in NYC starb. Er wurde in Kuba geboren und nun wurde es Zeit seine Vergangenheit und die seiner Familie zu erzählen.

Das Buch unterscheidet sich grundlegend von anderen Büchern, die im Zweiten Weltkrieg beginnen. Es gibt keine Erlebnisse, die mit Verfolgung zusammenhängen, sondern ein Leben, das anders verlaufen ist, als ursprünglich geplant.

www.mariessalondulivre.at

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lielo99s avatar

Rezension zu "Das Erbe der Rosenthals" von Armando Lucas Correa

Niemals vergessen
lielo99vor einem Monat

Es gibt so viele Ereignisse, die mit der Verfolgung der Juden im Zusammenhang stehen. Auch dieses Buch berichtet davon und es ist die Geschichte eines Auswandererschiffes, welches plötzlich nicht mehr ankern darf. Auf dem Schiff waren Juden, die mit ihren Kindern nach Chile auswandern wollten. In Deutschland nahm man ihnen alles ab. Sie hatten weder Wohnung noch Wertgegenstände und auch ihre Ersparnisse mussten sie für die Fahrt auf dem Dampfer abgeben. Dass sie nicht einreisen durften ist ein ganz fieses Unterfangen gewesen und in die Geschichtsbücher eingegangen.
Das Buch gefiel mir gut, weil es ein Thema beschreibt, welches bereits in Vergessenheit geriet. Nämlich, dass Juden die Einreise nach Chile verweigert wurde während Nazis dort friedlich ihren Lebensabend verbringen konnten. Shame on you. 

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