Armin Öhri , Vanessa Tschirky Sinfonie des Todes

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Inhaltsangabe zu „Sinfonie des Todes“ von Armin Öhri

Wien, 1901. Wilhelm Fichtner, spielsüchtiger Beamter des kaiserlich-königlichen Kriegsministeriums, wird zu Hause von seiner Gattin Lina tot am Schreibtisch aufgefunden, den Kopf auf einem Kassenbuch liegend, die Pistole neben ihm auf dem Boden. Doch Cyprian von Warnstedt, Inspektor der k.k. Gendarmerie, bezweifelt, dass es sich um einen Selbstmord handelt. Als Täter vermutet er einen der Männer aus Wilhelms letzter Kartenrunde in dem verrufenen Gasthof „Zur Kaisermühle“. Aber auch die Witwe selbst verhält sich äußerst verdächtig …

Das Wien um 1900 wird in dieserm Krimi lebendig

— Norskehex

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    Sinfonie des Todes

    Norskehex

    05. May 2015 um 09:45

    Inhalt: Die k.k. Gendamerie unter Leitung von Inspektor Cyprian von Warnstedt untersucht den Mord an Wilhelm Fichtner, Beamter des kaiserlich und königlichen Kriegsministeriums, spielsüchtig und Bruder des ehemaligen Kollegen Robert Fichtner. Warnstedt ist sich sicher, dass es sich nicht um einen Selbstmord handelt und beginnt mit den Untersuchungen. Ist einer der Männer aus Wilhelms letzter Kartenrunde der Täter? Was hat die etwas zu lebenslustige Witwe Lina Fichtner zu verbergen? Welche Rolle spielt der schwindsüchtige Bruder Robert Fichtner? Immer tiefer dringt Cyprian von Warnstedt in die gehobene Gesellschaft von Wien ein und kommt schließlich mithilfe von Robert Fichtner dem wahren Täter auf die Spur. Und am Ende kommt es sogar zu einem Duell in den Florisauen. Persönliche Meinung: In diesem Krimi wird das Wien der Jahrhunderwende lebendig. Zum einen deshalb, weil es dem Autorenpaar gelingt die Stadt Wien wie eine ständige Kulisse und zeitgleich eigenständige Protagonistin auftreten zu lassen, zum anderen, weil reale Personen immer wieder wichtige Rollen einnehmen. So ist Arthur Schnitzler eine der wichtigen Nebenfiguren. Die Figuren sind alle geheimnisvoll, geben wenig von sich preis und sind doch – gerade durch ihre Ecken und Kanten, ihre Gefühle und Gedanken – sympathisch und überzeugend gezeichnet. Vieles bleibt im Geheimen und wird erst nach und nach entdeckt. Robert Fichtner war natürlich eine der dramatischsten Personen, aber sicher passend zur Zeit entworfen. Das immer noch glänzende, aber schon im Untergang befindliche Kaiserreich spielt immer eine wichtige Rolle. Das Motiv des Täters ist mir nicht komplett klar geworden und die Geschichte hat auch ein relativ offenes Ende, weil man nicht erfährt was mit ihm passiert. Aber seltsamerweise fand ich das gar nicht schlimm, obwohl ich offene Enden im Krimi nicht immer gut finde. Es handelt sich nicht um einen actionreichen Krimi, sondern er plätschert gemächlich vor sich hin (das ist nicht negativ gemeint, denn es passt ganz wunderbar zum Schauplatz), ist gänzlich unaufgeregt, was auch an dem besonnenen Inspektor liegt, und bleibt troztdem durchgängig spannend. Mit dem Autor Armin Öhri habe ich mich letztes Jahr auf der Buchmesse in Frankfurt am Stand des Gmeiner-Verlags beim Blogger-Autoren-Treffen unterhalten und ich fand seine Erzählungen zu seinen Büchern so toll, dass die Bücher sofort auf den Lesestapel wanderten und ich bin wirklich froh, dass ich jetzt den ersten Band gelesen habe. Nachdem ich letztes Jahr in Wien war, kamen mir einzelne Plätze oder Straßen bekannt vor und so war es ein großes Vergnügen in das Wien der Jahrhundertwende einzutauchen. Diesen Krimi solltet ihr unbedingt lesen! Ich bin schon sehr gespannt auf Band 2 und 3.   Cover & Titel: Als Cover wurde ein Ausschnitt aus dem Bild “Dame im gelben Kleid” des Jugendstil-Malers Max Kurzweil verwendet, das ganz wunderbar zum Inhalt passt. Zum einen, weil das Bild 1899, also kurz bevor der Krimi spielt, entstanden ist, zum anderen, weil es direkten Bezug auf den Inhalt nimmt. Die Dame in gelb präsentiert sich dem Betrachter sehr offen und blickt ihn direkt, ein bisschen aufmüpfig an. Sie könnte mit Lina identifiziert werden, der Witwe Fichtner, aber auch mit einer der Dirnen, die immer wieder in der Geschichte vorkommt. Der Titel “Sinfonie des Todes” passt ganz zur Geschichte, denn gegen Ende, als es doch dramatisch wird, wird Musik zum Hintergrundgeräusch eines Mordes. Mehr kann ich aber nicht sagen, denn sonst verrate ich zu viel vom Inhalt.

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