Armin D Lehmann

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Rezension zu "Der letzte Befehl" von Armin D Lehmann

Rezension zu "Der letzte Befehl" von Armin D Lehmann
nicvor 9 Jahren

In "der letzte Befehl" erzählt Armin D. Lehmann über sein Leben zu Kriegszeiten und seinem Aufstieg von der Hitlerjugend zum Melder für den Führer, erlebt sogar die letzten Tage im Bunker mit, den Selbstmord Hitlers und seiner Frau Eva Braun und wird am Ende nochmal schwer verletzt an der Wirbelsäule aus den Trümmern ausgegraben und überlebt.

Armin D. Lehmann wird von frühester Kindheit an vom Vater geimpft, erlebt und hört nichts anderes, als dass Deutsche die besseren Menschen sind, dass Deutschland eine Weltmacht werden wird und Juden, Zigeuner und andere Rassen unrein sind und ausgerottet werden müssen. Seine ganze Familie rennt Adolf Hitler blind hinterher, verehrt ihn und duldet keine andere Meinung. Zumindest Armins Vater ist ein eiskalter Faschist, eine Art Mensch, die immer ihren Vorteil sucht, ohne Rücksicht auf Verluste (nach dem Krieg hat er dann ganz feige seine Schandtaten verschwiegen und Wahrheiten verdreht).

Es ist erschreckend, wie immer, wenn ein Kind, wenn überhaupt jemand blind einem Führer hinterherrennt und selbst am Ende noch darauf vertraut, der Sieg stehe bevor, obwohl alles schon verloren war. Dass man selbst daran glauben kann, einer besseren, der einzig wahren Rasse anzugehören und andere seien weniger wert als man selbst, dass man sein Leben für einen Führer und fürs Vaterland geben würde, und dass man töten würde, und das als Kind, als Jugendlicher, schockiert mich immer noch, auch wenn ich schon viele Bücher dieser Art gelesen habe.
Dennoch - Lehmann beschönigt nichts und redet sich nicht heraus. Man nimmt ihm ab, dass er kein Monster sein wollte.
Auf menschliche Weise schildert er die Zeit kurz vor seinem Eintritt in den Krieg bis zu seinem Leben danach, er ist nach Amerika ausgewandert und berichtet dort von seinen Erlebnissen und tritt nun für Menschenrechte, Frieden und Freiheit ein.

Ich habe aus dem Buch sehr viel erfahren, was ich bisher noch nicht wusste, und wie Lehmann am Ende einen Kritiker zitiert, sollte das Buch vl. in Schulen gelesen werden, um aufzuklären. Finde ich auch.

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Rezension zu "Der letzte Befehl" von Armin D Lehmann

Rezension zu "Der letzte Befehl" von Armin D Lehmann
Jens65vor 10 Jahren

Viele Buecher schildern wie grausam es gewesen ist. "Der Letzte Befehl" fuegt dazu den Seelenschmerz, die Zerfetzung einer jungen Seele und die Erkenntnis, dass unser teures Leben Frieden braucht zu wachsen und zu bluehen, dass Krieg mehr ist als grausam.

Der dramatische Höhepunkt der Autobiographie ist zweifellos, wie es den Autor als Melder des Reichsjugendführers Artur Axmann in die letzte Zentrale der Reichsregierung verschlägt, in die Gespensterwelt des Führerbunkers. Er dürfte einer der letzten Zeitzeugen sein, der dort ganz in der Nähe, im Bannkreis der Führers, Agonie, Mord und Selbstmord seiner letzten Getreuen erlebte und beobachtete.
Wichtig sind die letzten Kapitel des Buches, denn sie erschließen dem Leser einen Ausblick auf das weitere Leben des Verfassers, seine zivile Karriere in den Vereinigten Staaten, engagiert für Frieden und Völkerverständigung.

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