Armin Nassehi

 3.6 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Mit dem Taxi durch die Gesellschaft, Kursbuch Nr. 170 und weiteren Büchern.

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Kursbuch 196

Neu erschienen am 01.12.2018 als Taschenbuch bei Kursbuch.

Die letzte Stunde der Wahrheit

Neu erschienen am 19.10.2018 als Hardcover bei kursbuch.edition.

Kursbuch 197

Erscheint am 02.03.2019 als Taschenbuch bei Kursbuch.

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Mit dem Taxi durch die Gesellschaft

Mit dem Taxi durch die Gesellschaft

 (3)
Erschienen am 03.10.2013
Kursbuch Nr. 170

Kursbuch Nr. 170

 (1)
Erschienen am 14.02.2012
Soziologie

Soziologie

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Erschienen am 26.05.2011
Die Zeit der Gesellschaft

Die Zeit der Gesellschaft

 (0)
Erschienen am 15.07.2008
Kursbuch 196

Kursbuch 196

 (0)
Erschienen am 01.12.2018
Die letzte Stunde der Wahrheit

Die letzte Stunde der Wahrheit

 (0)
Erschienen am 19.10.2018
Kursbuch 184

Kursbuch 184

 (0)
Erschienen am 11.12.2015
Kursbuch Nr. 175

Kursbuch Nr. 175

 (0)
Erschienen am 02.09.2013

Neue Rezensionen zu Armin Nassehi

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Rezension zu "Kursbuch 170. Krisen lieben" von Armin Nassehi

Rezension zu "Kursbuch Nr. 170: Krisen lieben" von Armin Nassehi
WinfriedStanzickvor 7 Jahren

Das Kursbuch ist wieder da. Sven Murmann, Verleger des noch jungen Murmann Verlags hat es mit dem neuen Herausgeber, dem Soziologen Armin Nassehi, unternommen, die jahrzehntelange kritische Tradition des Kursbuches, die von Henning Marmulla in einem einleitenden Artikel „Verbindungen 1965/2012“ nachgezeichnet wird, fortzusetzen.

Dabei gibt es, wie Armin Nassehi und der Chefredakteur Peter Felixberger in ihrem Editorial feststellen, einen klaren Ausgangspunkt für das neue Kursbuch: „ Wenn es ein Signum der gegenwärtigen modernen Gesellschaft gibt, dann ist es dies: Die Gesellschaft lässt sich nicht mehr aus einer Zentralperspektive her denken - und damit auch nicht aus einer Gegenperspektive, was das Geschäft der Kritik, der Reflexion, der Analyse schwieriger macht. Es ist keine gemeinsame Perspektive, kein Konsens, kein Fluchtpunkt mehr denkbar, um den angemessen zu erreichen die Kritik und das Kritisierte miteinander streiten – nicht einmal ein gemeinsamer Dissens. Unsere heutige Erfahrung ist eher die, dass die Gesellschaft nicht nur aus unterschiedlichen Perspektiven besteht, sondern dass diese unterschiedlichen Perspektiven auch mit dem besten Willen nicht zu einer richtigen oder legitimen und alternativlosen Seh- und Sprechweise hin aufgehoben werden können.“

Nassehi hat das früher schon eine „Gesellschaft der Gegenwarten“ genannt, eine Gesellschaft, „die nicht einmal mehr an die großen Ideen ihrer früheren Selbstbeschreibungen glaubt - sie ersetzt Ideen und Ideologien durch Kommunikation, sprich, durchs Weitermachen, durch Zustandsdeterminiertheit. Es geschieht, was geschieht, daraus gibt es kein Entrinnen.“

Für die neue Zeitschrift hat das Folgen. Sie will ein Forum sein bzw. werden der Perspektivendifferenz und ein Ort kompetenter Gelassenheit sein. Hans Magnus Enzensberger schrieb 1965 im ersten Kursbuch: „Kursbücher schreiben keine Richtungen vor. Sie geben Verbindungen an, und sie gelten so lange wie diese Verbindungen. So versteht die Zeitschrift ihre Aktualität.“

Das neue Kursbuch fühlt sich dieser Sentenz Enzensbergers verpflichtet mit dem Hinweis, dass es heute keine Kursbücher mehr gibt, d.h. die Verbindungen noch temporärer, noch instabiler, noch unerzählbarer werden.

„Der archimedische Punkt normativer und moralischer Wahrheit interessiert uns nicht. Gesellschaft als Ganzes ist sowieso nicht mehr darstellbar“. Gesellschaft als multizentrisch und polykontextural zu sehen, zu beschreiben und zu interpretieren, daran müssen sich die Leser der alten Kursbucher ab 1965 sicher erst noch gewöhnen. Die Herausgeber verorten sich politisch so: sie stünden „dort, wo es gelingt, sich allzu sicheren Selbstverständlichkeiten zu entziehen.“ Früher hätte man das mal links genannt.

Wer sich darauf einlässt, wird in der ersten und sicher auch in der weiteren Ausgaben des neuen Kursbuches viele Anregungen bekommen, sein komplexes Leben und seine multizentrische Umwelt „polykontextural“ verstehen, interpretieren und natürlich auch gestalten lernen.

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Rezension zu "Mit dem Taxi durch die Gesellschaft" von Armin Nassehi

Rezension zu "Mit dem Taxi durch die Gesellschaft" von Armin Nassehi
WinfriedStanzickvor 7 Jahren

Er gilt unter Fachleuten und Kollegen als einer der profiliertesten Soziologen der Gegenwart. Mit Schwerpunkten in der politischen Soziologie, der Kultur- und Organisationssoziologie, sowie auf den Gebieten der immer wichtiger werdenden Wissens- und Religionssoziologie hat sich der in München lehrende 1960 geborene Armin Nassehi einen Namen gemacht, zumal er sich nicht selten in die öffentlichen Debatten und Diskurse einmischt.

In dem vorliegenden Buch hat er versucht, dem Laien seine Wissenschaft näher zu bringen. „Mit dem Taxi durch die Gesellschaft“ hat er seine erfrischenden Storys genannt. Als Mensch, der auch bedingt durch seine vielfältige Vortrags- und Beratungstätigkeit, unter anderem in großen Unternehmen, häufig unterwegs ist auf Flughäfen Bahnhöfen und eben in Taxis, nimmt er einige seiner unterwegs gemachten Erfahrungen und Beobachtungen zum Anlass, anhand von neun Begriffen seine Wissenschaft von der Gesellschaft zu erklären:

„Perspektiven
Warum wir dieselbe Welt so unterschiedlich sehen

Fremdheit
Warum Distanz für unser Zusammenleben eine entscheidende Ressource ist

Wille
Warum wir eingekeilt zwischen Gehirn und Gesellschaft doch frei sein können

Abwesenheit
Warum auch auf einer kleinen Vernissage die ganze Gesellschaft anwesend ist

Entscheidung
Warum, wir auf das Nichtwissen vertrauen müssen

Wandel
Warum sich die Gesellschaft so schwer verändern lässt

Kompetenzen
Warum, Eliten in unterschiedlichen Welten leben müssen

Krise
Warum sich diese Gesellschaft steht im Ausnahmezustand befindet

Verdoppelungen
Warum sich die Welt unserer Beschreibung verdankt“

Erfrischende Sprache, verständliche Beispiele und hintergründiger Witz lassen das Buch und seine Lektüre zu einer spannenden und unterhaltenden Reise durch unsere Gesellschaft werden mit unzähligen erhellenden Erkenntnissen.

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