Armin Pfahl-Traughber Rechtsextremismus in der Bundesrepublik

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Inhaltsangabe zu „Rechtsextremismus in der Bundesrepublik“ von Armin Pfahl-Traughber

Über fremdenfeindliche Gewalttaten, neonazistische Aufmärsche und rechtsextremistische Aktivitäten wird tagtäglich in den Medien berichtet. Das vorliegende Buch gibt eine zusammenfassende Einführung in die Geschichte und Gegenwart des Rechtsextremismus in der Bundesrepublik. Es informiert über den ganzen Komplex rechtsextremistischer Erscheinungsformen und diskutiert die Ursachen.

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  • Rezension zu "Rechtsextremismus in der Bundesrepublik" von Armin Pfahl-Traughber

    Rechtsextremismus in der Bundesrepublik

    LadyMacbeth

    28. July 2011 um 19:25

    Unter Einbezug einer historischen Betrachtung und diverser (überwiegend soziologischer) Studien, wagt Pr. Dr. Armin Pfahl-Traughber hier den Versuch, in die Thematik des Rechtsextremismus auf gerade einmal 127 Seiten einzuführen. Dass eine tiefgehende Analyse auf so engem Raum nicht möglich ist, erklärt sich von selbst. Dennoch wäre eine Vertiefung einiger angerissener Themen wünschenswert gewesen: So werden – meiner Meinung nach – die Gründe für Rechtsextremismus nicht ausreichend vermittelt und auch das Bild der Rechtsextremisten in den Medien findet zu wenig Beachtung. Interessant und wichtig wäre auch ein Abriss darüber gewesen, wie man in der ‘Szene’ vorgeht (egal ob Anhänger einer rechtsextremen Partei oder nicht), um neue Mitglieder anzuwerben und die Vernetzung der Szene voranzutreiben. Der Aspekt der internationalen Verknüpfung der deutschen Rechtsextremisten mit Gleichgesinnten im Ausland, findet allenfalls als Randnotiz Erwähnung. Nicht nur aus diesen Gründen halte ich das Buch als Einführung (für Jedermann) für ungeeignet. Jemandem, der kaum Vorwissen über die deutsche Geschichte besitzt, werden hier Stolpersteine in den Weg gelegt: Hitler kennt (hoffentlich) jeder, aber bei den Gebrüdern Strasser dünnt sich das Vorwissen mit Sicherheit schon merklich aus; Pfahl-Traughber argumentiert oft mit Zahlen, die man ohne ausreichendes Vorwissen möglicherweise schlecht in Bezug zum Jahr 1933 setzen kann und die sehr oberflächliche Betrachtung rechtsextremer Parteien (und deren Mitgliedern) kann zuweilen verwirren, weil sie nicht tief genug geht, um im Gedächtnis zu bleiben (man erfährt beispielsweise nur sehr wenig über die Programme der Parteien). Meiner Meinung nach wird auch zu wenig darauf eingegangen, wie sich viele Rechtsextreme nach Außen geben, sich innerhalb der Szene aber sehr entgegengesetzt verhalten – denn auch das ist ein Gefahrenpotential. Es ist nicht alles schlecht an diesem Buch – mit einem kritischen Blick vermag man daraus sicherlich die ein oder andere Lehre zu ziehen. Mir war z.B. nie klar, dass viele Rechtsextreme eben nicht rechtsextreme Parteien, sondern tendentiell eher die großen Volksparteien wählen. Fazit In meinen Augen ist “Rechtsextremismus in der Bundesrepublik” von Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber als Einführung für ‘Laien’ ungeeignet. Es wird zu wenig auf Hintergründe eingegangen, wichtige Themen wie z.B. Rechtsextremismus in den Medien oder die internationale Vernetzung der Szene finden meiner Einschätzung nach zu wenig Beachtung. Das Schlusswort empfinde ich als zu verharmlosend: Auch, wenn die rechten Parteien objektiv betrachtet (noch) keinen Blumentopf gewinnen können, ist noch lange nicht gesagt, dass die Zersplitterung der Gruppierungen auch dauerhaft anhalten wird. Wer vermag schon zu sagen, ob sich aus der rechtsextremen Szene und dem rechtsextremen Parteienspektrum nicht irgendwann doch noch ein unheilvolles Gewitter zusammenbraut? Principiis obsta. Sero medicina parata, cum mala per longas convaluere moras. – um es mit den Worten von Ovid zu sagen…

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