Armin Rößler

 4.2 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor von Emotio, Lotus-Effekt und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Armin Rößler

Emotio

Emotio

 (4)
Erschienen am 20.07.2011
Lotus-Effekt

Lotus-Effekt

 (4)
Erschienen am 03.03.2008
Andrade

Andrade

 (2)
Erschienen am 28.09.2007
Cantals Tränen

Cantals Tränen

 (1)
Erschienen am 17.10.2016
Lazarus

Lazarus

 (1)
Erschienen am 26.02.2007
Die Nadir-Variante

Die Nadir-Variante

 (1)
Erschienen am 14.10.2017
Argona

Argona

 (0)
Erschienen am 20.10.2008

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Rezension zu "Die Nadir-Variante" von Armin Rößler

Die Solide Variante
Wuerfelheldvor 7 Monaten

Armin Rösler schuf für seine erste Science-Fiction-Trilogie das „Argona-Universum“ und stellte fest, dass sich noch viele Geschichten mehr vor diesem Hintergrund erzählen lassen, die nicht unbedingt mit der Saga verbunden sind oder wenn nur ganz locker. Bei „Die Nadir-Variante“ ist das der Fall.

INHALT
Paz Nadir ist einer der Piloten, der in der eilig zusammengeschusterten Flotte versucht, seine Heimatwelt vor einer herannahenden Flotte unbekannter Aggressoren zu beschützen. Doch die Schlacht gegen die Übermacht gerät zu einem Desaster. Nur mit knapper Mühe und Not schafft es der junge Mann der Zerstörung zu entkommen und gerät dabei an Bord eines Schiffes, das der Brunderschaft von Taronn kontrolliert wird.


Das nimmt ihn mit auf die Raumstation Penquareel, wo Nadir nicht nur hofft, sein Schiff reparieren zu können, sondern auch Verbündete für den Kampf um seine Heimatwelt zu finden. Dabei kommt Nadir auch mit dem zwielichtigen Hentscher Rof in Kontakt, der mehr über den Angriff und die Gegner zu wissen scheint.

Anderenorts muss sich Ville Sterndaal, der Herr des Planeten Cheros mit einem Eindringling in seinem Sonnensystem herumschlagen. Die Unbekannten wollen ohne wenn und aber zu dem Nachbarplaneten seiner Welt, ohne jedoch zu verraten, warum. Und ausgerechnet die Bruderschaft von Taronn scheint in diesem Fall dazwischenfunken zu wollen, aufgrund einer eigenen Agenda.

MEINE MEINUNG
Zwei verschiedene Schauplätze bestimmen die erste Hälfte des Romans, so dass man sich bis zu einem bestimmten Punkt fragt, wie die einzelnen Ereignisse eigentlich ineinander greifen wollen, zumal sie nichts miteinander zu tun haben. Dass dem nicht so ist, zeigt sich im letzten Drittel der Geschichte, wo langsam aber sicher die Fäden verknüpft werden und immer wieder zwischen den beiden federführenden Helden hin und her gesprungen wird.

Armin Rößler entfesselt wieder einmal die ganze Lebendigkeit seines Universums, das in erster Linie von den farbenfrohen Beschreibungen der Welten und Völker lebt, bei der Handlung aber eher auf sicheren Pfaden wandelt. Denn die ist solide aber überschaubar konstruiert, wird durch viele Klischees aufgelockert, damit der Autor nicht mehr ganz so viel erklären muss. Einiges dabei ist allerdings zu offensichtlich.

Die meisten der zahlreichen Nebenfiguren entwickeln nur wenig Profil, leider bleibt auch Paz Nadir eher blass und unausgereift, während man bei Ville Sterndaal eher bereit ist, mitzufiebern, weil dieser auch Ecken und Kanten zeigt.

Alles in allem wird jedoch genug von dem geboten, was eine gute Space-Opera ausmacht, einschließlich kosmischer Verbindungen, die weiter reichen, als man zunächst denkt, Geheimnisse, die einige der Figuren mit sich herum schleppen und enthüllt werden, sorgen für die nötige Spannung, die einem bis zum Ende damit beschäftigt, weiter zu lesen.

Alles in allem ist „Die Nadir-Variante“ ein solider Space-Opera-Roman mit einer überschaubaren aber halbwegs spannenden Handlung und zumindest einigen Figuren mit denen man sich anfreunden kann, auch wenn gerade der Titelheld doch eher in der Flut interessanter anderer Figuren untergeht.

MEINE WERTUNG
3,25 von 5 Varianten

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Rezension zu "Cantals Tränen" von Armin Rößler

Mehr davon, schnell...
Wuerfelheldvor 2 Jahren

Die eine oder andere Kurzgeschichte von Armin Rößler habe ich, u.a. durch Anthologien wie „Tiefraumphasen“ und „Gamer“, bereits konsumieren dürfen. Und ja, das ein oder andere Endprodukt haben wir, mit Frank Hebben, auch schon auf die Beine gestellt. Dies hält mich aber nicht davon ab, meine Nase zwischen die Buchdeckel von „Cantals Tränen“ zu stecken und zu schauen was Armin hier zusammengestellt hat.

Klappentext:
„Angriff.“
Luz Andrade hörte den Schrei, schloss die Augen und öffnete seinen Geist.
Tatsächlich. Er fühlte die tödliche Welle des unverständlichen Hasses heranrasen, sah die Spur, die sie hinter sich herzog, den sich rasch ausbreitenden Korridor, in dem sich die Schwärze des Weltraums von einem Moment auf den anderen blutrot verfärbte. Die Flammen des Verderbens näherten sich unaufhaltsam. Grell leuchtend bahnten sie sich ihren Weg.
(aus „Barrieren“)

Geschichten aus einer fernen Zukunft und von fernen Welten, weit draußen, in den Tiefen des Weltraums: exotische Außerirdische, mächtige Raumschiffe, Menschen mit übersinnlichen Fähigkeiten und Wurmlöcher, die viele tausend Lichtjahre voneinander entfernte Planeten verbinden – das sind die Zutaten von Armin Rößlers „Argona-Universum“. Nach den Romanen „Entheete“, „Andrade“ und „Argona“ liegt mit „Cantals Tränen“ der erste Band mit neun Erzählungen aus diesem Universum vor. Sie spannen den Bogen über die unterschiedlichsten Epochen und Schauplätze dieser groß angelegten Space Opera.

Inhalt:
Den Anfang macht ein kleines Vorwort, welches die Entstehung der einzelnen Geschichten beschreibt.

„Schwärzer als die Nacht, dunkler als der Tod“ ist dann die erste Story die einem zwischen den Buchdeckeln erwartet. Holm Peterson ein auf der Raumstation Wheeler stationierter Wissenschaftler ist einem der größten Geheimnisse seiner Zeit auf der Spur; Was passiert während des Fluges durch ein Wurmloch, in der Zeit wo sich Menschen in einen Tiefschlaf versetzen müssen, damit ihnen die Lotsen, eine seltsame Vogelrasse, die Passagen ermöglichen. Für die Lüftung des Geheimnisses nimmt Peterson enorme Arbeiten und Belastungen auf sich. Dabei verliert er allerdings den Blick fürs Wesentliche.

In „Der große See“ begleiten wir eine Forschergruppe auf einen teils noch unerforschten Planeten. Es soll eine wissenschaftliche Dokumentation entstehen. Es scheint eine leichte Aufgabe zu sein, allerdings scheitert das Team schon an der Gruppendynamik.

In „Das Gespinst“ haben Konzerne einen Eisplaneten als Ausbeutungsobjekt für sich entdeckt. Direkt neben einer Wohnkuppel wird gnadenloser Raubbau betrieben, ohne wirklich etwas über den Planeten zu wissen. So macht sich eines Tages eine kleine Expeditionsgruppe auf dem Weg mit den Ureinwohnern Kontakt aufzunehmen bzw. dieses Volk näher zu erforschen. Allerdings erwartet die Expeditionsmitglieder eine drastische Lebensveränderung, welche nach sieben Jahren eine glückliche Wendung erfährt.

In „Das Versprechen“ geht es um ein Versprechen, welches sich zwei Soldaten gegeben haben. Allerdings ist es ihnen nicht möglich sich an selbiges zu halten, den in der entscheidenden Situation, befinden sich die Zwei nicht mehr im selben Trupp. Die Konsequenzen sind weitreichend.

Wir befinden uns im den Tiefen des Alls auf einer Raumstation welche als Hauptquartier einer Spezialeinheit dient. Dieses Team schützt dank einiger „Barrieren“ einen Planeten vor feindlichen Übergriffen. Der Arbeitsalltag hält hier aber seit Jahren nur Simulationen und langweilige Überwachungen parat, so dass der Wunsch nach Abwechslung groß ist. So ist es dann auch kein Wunder das sich einer der Sicherheitsleute in eine Beziehung stürzt, welche ein so unvorhersehbares Ausmaß annimmt, das man sich nur noch die Augen reiben kann.

Nun folgt die Titelgeschichte „Cantals Tränen“. Hier wird man Zeuge, was Substanzabhängigkeit mit einem Konsumenten veranstalten bzw. wie diese einen zur Höchstform bringen kann. Man erlebt wie eine Lebensform unterdrückt wird und dank der Hilfe eines Gutmütigen, kurz vor dem Ableben, aus seiner Gefangenschaft fliehen kann. Der Sklavenhalter erfährt allerdings von dieser Flucht und ist alles andere als entzückt, schließlich trägt der Flüchtling seine heißgeliebte Droge in sich.

In „Martys Weg“ wird aufgezeigt wie ein freudiges Erlebnis, welches zwei Geschwister, Bruder und Schwester, eigentlich weiter verbinden soll, ins Gegenteil umschlägt und mehrere Lebenswege drastisch verändert

In „Fremd“ erlebt man Planetenkolonisierung und die damit verbundenen Aufgaben und Schwierigkeiten. Bis zu einem gewissen Zeitpunkt läuft alles so wie geplant, aber dann zeigt der Mensch sich von seiner raubtierhaften Seite.

Das Kriegsende ist offiziell beschlossen. Viele Soldaten sind froh das sie von der Front nach Hause zurückkehren können. Was sie dort allerdings erwarten kann wird in „Heimkehr“ geschildert.

Meine Meinung:
Armin Rößler hat mit „Cantals Tränen“ wirklich guten Lesestoff abgeliefert. Ich für meinen Teil habe die Kopfkinobildecplosion, welche die einzelnen Erzählungen erzeugt haben sehr genossen.

Die Erzählungen leben allesamt von einem sehr gelungenen Universum. Wobei sich die beschriebene Protagonisten nicht hinten anstellen müssen. Seien es die Wurmloch-Lotsen, welche alleine durch ihr vogelhaftes Aussehen und ihrem Job etwas sehr Außergewöhnliches sind, da stinken selbst Reynolds Hyperschweine gegen ab. Oder sei es das Gespinst, welches mich mehrere Tage gebunden hat, schließlich ist ein Doppeltwist nicht wirklich alltäglich. Ein weiteres Beispiel findet sich in „Barrieren“ wieder. Alleine der Versuch über die Gefühlsebene eines Ments die Geschehnisse so zu ändern und aufzuzeigen was dahintersteckt. Klasse.

Nach dieser Beweihräucherung gibt es aber auch ein wenig was zu meckern. Das ist aus meiner Sicht, das nicht passende Cover, welche den Stories nicht wirklich gerecht wird.

Ich würde bei „Cantals Tränen“ soweit gehen das es unter meine SciFi Top Ten der letzten fünf Jahre gehört. Hoffe auf baldigen Nachschub!

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