Armin Strohmeyr

 3.8 Sterne bei 17 Bewertungen
Autor von Abenteuer reisender Frauen, Die leuchtenden Länder und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Uns gehört die Welt

Neu erschienen am 04.12.2018 als Taschenbuch bei Piper.

"Sie war die wunderbarste Frau …" - Das Leben der Sophie von La Roche

Erscheint am 01.03.2019 als Hardcover bei Südverlag.

Alle Bücher von Armin Strohmeyr

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Abenteuer reisender Frauen

Abenteuer reisender Frauen

 (4)
Erschienen am 10.11.2014
Die leuchtenden Länder

Die leuchtenden Länder

 (3)
Erschienen am 01.09.2017
Geheimnisvolle Frauen

Geheimnisvolle Frauen

 (2)
Erschienen am 08.12.2014
Weltensammlerinnen

Weltensammlerinnen

 (1)
Erschienen am 01.06.2018
George Sand

George Sand

 (1)
Erschienen am 12.04.2016
Einflussreiche Frauen

Einflussreiche Frauen

 (1)
Erschienen am 10.03.2014
Die Frauen der Brentanos

Die Frauen der Brentanos

 (1)
Erschienen am 10.02.2010

Neue Rezensionen zu Armin Strohmeyr

Neu
Bibliomaries avatar

Rezension zu "Weltensammlerinnen" von Armin Strohmeyr

Weltreisende
Bibliomarievor 5 Monaten


Frauen ziehen aus, um die Welt zu erobern und ihren Horizont zu vergrößern. In dieser Sammlung waren mir eigentlich nur die Namen von Clärenore Stinnes und Martha Gellhorn ein Begriff. Die anderen Abenteurerinnen waren mir bis dato ganz ungekannt.
Schön, dass ihnen hier ein kleines Denkmal gesetzt wird und sie nicht ganz in Vergessenheit geraten sind. Die Gründe für den Aufbruch waren ganz unterschiedlich, mal war es schlichtes Kalkül um Geld zu verdienen, mal die Sehnsucht nach dem Unbekannten. Mit großem Mut haben sich aber alle Frauen über die geltenden Regeln hinweggesetzt und haben ihren Traum verwirklicht.
Die Beschreibungen geben nicht nur einen biografischen Abriss der Frauen, ihrer Herkunft und ihrer Lebensumstände, sie schließen auch Beschreibungen und Zitate aus Briefen und Tagebüchern mit ein. Das ergibt ein farbiges und lebendiges Bild der Frauen. Ganz wichtig fand ich auch die historische Einordnung, denn viele der Briefzitate wirken in ihrer Überheblichkeit heute schon etwas befremdlich. Die Vorurteile so mancher Frau gegenüber den Einheimischen, „den Wilden“ wären sonst aus unserer heutigen Sicht unerträglich.
Eine schöne Zusammenstellung die Lust macht, sich mehr mit den Abenteuern der Weltensammlerinnen zu beschäftigen.

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leserattebremens avatar

Rezension zu "Die leuchtenden Länder" von Armin Strohmeyr

Tolle Biographien
leserattebremenvor einem Jahr

Heute sind reisende Frauen eine Normalität, doch im 18. und 19. Jahrhundert waren sie eine Seltenheit. Selbst wenn ihre Ehemänner diplomatische Posten in fernen Ländern bekleideten, war es keineswegs selbstverständlich, dass sie mitgereist sind. Umso beeindruckender sind die von Armin Strohmeyr gesammelten Portraits über starke Frauen, die den Orient bereisten und dabei nicht bereit waren, sich den herrschenden Konventionen zu unterwerfen. In bequemer arabischer Kleidung, so ganz anders als die gängigen Korsetts in Europa, erkundeten sie unbekannte Welten, reisten nach Ägypten und Syrien, entdeckten Palmyra und besuchten nomadische Stämme in wilden Berglandschaften. Manchmal in Begleitung ihres Ehemannes, häufig aber allein oder mit einem Liebhaber, haben sie Gegenden entdeckt, die vielen Frauen der damaligen Zeit einfach unvorstellbar erscheinen mussten.

Armin Strohmeyr beschreibt dabei sehr unterschiedliche Frauen, es gibt kein Schema und keinen klassischen Werdegang. Und gerade das macht die Lektüre so interessant, er betont ihre Individualität und lässt uns als Leser Einblick nehmen in so abwechslungsreiche Biographien wie von Vita Sackville-West, die in vielen Bereichen gegen gängige Geschlechter – und Beziehungsklischees rebellierte und sich so einen eigenen Lebensraum schuf. Auch verklärt der Autor ihre Geschichten nicht, dass sie etwas wagten, was andere Frauen sich nicht getrauten, bedeutet nicht automatisch, dass es sie immer glücklicher gemacht hat. Im Gegenteil, wirken einige von ihnen doch wie getrieben, wenn sie von Stadt zu Stadt durch Wüsten und über Gebirge jagen, ohne zur Ruhe zu kommen. Einzige etwas Kartenmaterial zu den Reiserouten fehlte mir bei diesem Buch, das hätte das Buch noch spannender und anschaulicher gemacht.

„Die leuchtenden Länder. Reisende Frauen erkunden den Orient“ ist ein äußerst interessantes Buch, das nicht nur einen guten Einblick in die Biographien und Besonderheiten der beschriebenen „reisenden Frauen“ gibt, sondern auch einen Eindruck vom damaligen Leben, beispielsweise in Syrien oder Ägypten vermittelt. Nicht nur für reiselustige Frauen ist dieses Buch eine spannende Lektüre. 

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Tasmetus avatar

Rezension zu "Die leuchtenden Länder" von Armin Strohmeyr

Eine spannende Zusammenfassung faszinierender Frauen, in der die Feinheiten jedoch manchmal zu wünsc
Tasmetuvor einem Jahr

Original-Rezension auf tasmetu.de


Während dem Lesen dieses Buches war ich immer wieder hin und hergerissen zwischen Ablehnung und Zuneigung. Der Autor hat mich einerseits sehr beeindruckt, andererseits auch stark mit den Augen Rollen lassen.
Diese Portraitsammlung hängt immer am seidenen Faden von Strohmeyrs Erzählstil. Manchmal gelingt es ihm sehr gut, einem Bilder von wilden Landschaften und das aufreibende Gefühl der Abenteuer zu vermitteln, manchmal möchte man nur noch, dass das Kapitel ein Ende findet.
Immer wieder gab es Passagen, in denen ich mich unglaublich gelangweilt habe. Hier fehlte es an Empathie, an der Leidenschaft hinter der Geschichte. Da sich das ganze Buch allgemein recht langsam lesen lies, wurde jede Seite unglaublich zäh und ich wünschte mir mehr als einmal, dass es in dem Buch Fotos, Illustrationen oder zumindest Karten geben würde, die die Lesererfahrung auflockern und bereichern würden.
Wieder andere Abschnitte waren dagegen so schön, dass ich traurig war, wenn sie endeten. Dann pulsierte das Fernweh durch meine Adern und ich lächelte ununterbrochen über den Mut, die Frechheit und die Stärke dieser Frauen.
Generell ist es eine sehr interessante Auswahl von Frauen. Nicht nur, dass ich bisher von kaum einer dieser historischen Figuren je etwas gehört habe (was ich grandios fand), sondern es sind auch mitunter sehr unterschiedliche Persönlichkeiten (und auch Sexualitäten) vertreten. Manche sind gehobene Damen, die denken, sie stehen über allem und andere sind einfach nur bodenständig und lassen sich von den besuchten Ländern und Kulturen mitreißen. Besonders ans Herz gewachsen sind mir Amelia Edwards, Freya Stark und Ella Maillart (obwohl letztere v.a. in Zentralasien unterwegs war, was ich nicht als Orient bezeichne, aber was solls). Über alle drei Frauen möchte ich nun eigene Biographien lesen, denn sie haben mich fasziniert und begeistert.
Strohmeyr macht einen guten Job, wenn es darum geht, zu recherchieren und zusammen zu fassen. Man bekommt gute Überblicke, erfährt spannende Details und Hintergründe. Allerdings fehlt ihm oft das Fingerspitzengefühl. Es waren immer wieder Kleinigkeiten, über die ich beim Lesen stolperte. Sei es nun, dass er zwei lesbische Frauen nie als „Geliebte“ sondern immer nur als „Freundinnen“ bezeichnete, obwohl er es bei Hetero-Paaren anders hielt. Oder über eine Frau, die ihr Leben lang keinen Partner hatte, schreibt, sie hätte diesen nur deshalb nicht, weil sie kein Selbstvertrauen hatte. Oder als er sich recht ausgiebig über die sexuellen Abenteuer mit Prostituierteneines Ex-Mannes einer der Frauen auslässt und hier sinnloserweise ins Detail geht. Auch standen mir immer wieder die Beziehungen zu sehr im Vordergrund, ich wollte mehr über die Reisen und die Persönlichkeiten wissen, nicht wie es ganz genau mit ihren Ehemännern lief. Und ich hätte mir auch einen kritischeren Ton bezüglich der Kolonialherrschaft, der Dekadenz, etc, gewünscht. Wie gesagt, es sind vor allem die feinen Nuancen, die mich an dem Buch stören.
Prinzipiell ist es eine Leseempfehlung, denn die Frauen, um die es geht, machen Mut und schüren die eigene Abenteuerlust. Man ist fasziniert von diesen Abenteurerinnen und ihren Lebenswegen und das ist meiner Meinung nach das, auf was es in so einer Portraitsammlung ankommt.

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