Arnaldur Indriðason

 3.9 Sterne bei 2.679 Bewertungen
Autor von Nordermoor, Menschensöhne und weiteren Büchern.
Autorenbild von Arnaldur Indriðason (©CC BY-SA 3.0 by Anneli Salo)

Lebenslauf von Arnaldur Indriðason

Erfolgreichster Krimiautor aus Island: Der 1961 geborene isländische Autor graduierte 1996 an der University of Iceland in Geschichte und war im Anschluss als Journalist sowie Filmkritiker bei Islands größter Tageszeitung Morgunblaðið tätig. Der Vater des mehrfach ausgezeichneten Autors war ebenfalls Schriftsteller. 1997 erschien sein Debütroman und gleichzeitig der erste Band mit Erlendur Sveinsson und der Kripo Reykjavík, „Synir Duftsins“ (dt. „Menschensöhne“ 2005). Der Ermittler und sein Team stehen im Fokus zahlreicher Werke. Inzwischen belegen die Krimis des Isländers seit Jahren die oberen Ränge der Bestsellerlisten. Seine Kriminalromane „Nordermoor" und „Todeshauch" wurden mit dem Nordic Crime Novel’s Award ausgezeichnet, darüber hinaus erhielt der meistverkaufte isländische Autor für „Todeshauch" 2005 den begehrten Golden Dagger Award sowie für „Engelsstimme" den Martin-Beck-Award für den besten ausländischen Kriminalroman in Schweden. Arnaldur Indriðasons Werke werden in viele Sprachen übersetzt und er verschaffte Island einen prominenten Platz auf der europäischen Krimilandkarte. Der Autor lebt mit seiner Ehefrau und drei Kindern in Reykjavík.

Neue Bücher

Das Mädchen an der Brücke

Erscheint am 28.08.2020 als Hardcover bei Lübbe. Es ist der 2. Band der Reihe "Hauptkommissar Konrad Terz".

Das Mädchen an der Brücke

Erscheint am 28.08.2020 als Hörbuch bei Lübbe Audio.

Alle Bücher von Arnaldur Indriðason

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Buchformat:
Cover des Buches Nordermoor (ISBN: 9783942656573)

Nordermoor

 (275)
Erschienen am 01.05.2013
Cover des Buches Todeshauch (ISBN: B003J200OC)

Todeshauch

 (243)
Erschienen am 01.01.2005
Cover des Buches Menschensöhne (ISBN: 9783404155309)

Menschensöhne

 (243)
Erschienen am 11.07.2006
Cover des Buches Engelsstimme (ISBN: 9783404269600)

Engelsstimme

 (194)
Erschienen am 07.05.2009
Cover des Buches Gletschergrab (ISBN: 9783404178742)

Gletschergrab

 (186)
Erschienen am 21.12.2018
Cover des Buches Todesrosen (ISBN: 9783404163458)

Todesrosen

 (163)
Erschienen am 09.10.2009
Cover des Buches Kältezone (ISBN: 9783404157280)

Kältezone

 (161)
Erschienen am 14.08.2007
Cover des Buches Kälteschlaf (ISBN: 9783404165469)

Kälteschlaf

 (160)
Erschienen am 18.02.2011

Neue Rezensionen zu Arnaldur Indriðason

Neu

Rezension zu "Nacht über Reykjavík" von Arnaldur Indriðason

Gegenwartsroman mit einer Kriminebenhandlung
ban-aislingeachvor 5 Monaten

Wenn man an Island denkt, dann fallen einem spontan die schönen Landschaftsbilde auf, welche man aus dem TV kennt oder von Fotos von Freunden und Bekannten, welche dort schon im Urlaub waren. Doch das Buch „Nacht über Reykjavik“ zeigt einem ein ganz anders Bild als jenes welches man als Tourist sieht. Ich ziehe meinen Hut vor dem Schriftsteller Arnaldur Indriðason der den Finger dort hinlegt wo es weh tut. Das Buch führt einen in die Welt der Streifenpoliziten, welche in der Nacht arbeiten und zu den Randfiguren der Gesellschaft.

 

Der Autor hat einen angenehmen Schreibstil und dennoch ist es alles andere als leicht dieses Buch zu lesen. Es führt einen nämlich dorthin wo man auch in der eigenen Stadt gerne wegschaut. Ein Obdachloser wird ertrunken in einem Tümpel am Stadtrand gefunden und sofort ist der Polizei klar, dass er sich selbst umgebracht hat. Auch zwei Frauen die verschwunden sind, sucht man zwar, aber findet man nicht. Das Buch bringt einen zum Nachdenken über diese raue Welt und auch über einen selbst. Wo sieht man selbst überall weg anstatt zu versuchen zu helfen? Kann man überhaupt helfen? Es sind schwere Fragen und das Thema des Romans ist schwierig. Es zeigt auch wie ein Mann immer tiefer hinab sinkt, keine Hilfe will und so auf der Straße landet. Denn im Buch erfährt man die Geschichte von Hannibal, dem toten Obdachlosen.

 

Die Hauptfigur im Buch ist jedoch Erlendur Sveinsson, welcher selbst kein leichtes Leben hatte und der mir einfach nicht nahekam. Dafür muss ich einen halben Stern abziehen. Für mich war er einfach nicht zu greifen und ich konnte nicht jede seine Handlungen verstehen. Wir begleiten ihn bei seiner Arbeit als Streifenpolizist und sehen was sich in der Nacht in einer Stadt abspielen kann. Es ist erschreckend und düster, einfach kein Lesegenuss. Dennoch sind solche Bücher wichtig, denn wenn wir immer nur wegschauen, ändert sich nichts und es muss sich etwas ändern in so vielen Bereichen. Erlendur kannte Hannibal vage und ihn lässt dieser Mann einfach nicht los und so macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit. Die Auflösung passte zwar und dennoch kam es mir so vor als ob die Krimihandlung eher eine Nebenhandlung spielte.

 

Ich kann dieses Buch, welches 382 Seiten umfasst und in der dritten Person Singular aus der Sicht von Erlendur geschrieben ist weiterempfehlen, aber nur jenen Leuten die gerne einen Gegenwartsroman über Island lesen wollen. Bedenken sollte man dabei jedoch, dass sich dort bestimmt einiges geändert hat, denn das Buch ist 2012 erschienen und das sind inzwischen 9 Jahre her. Wer jedoch einen Krimi lesen will, ist bei diesem Buch völlig falsch.

Kommentare: 13
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Rezension zu "Frostnacht" von Arnaldur Indriðason

Die Trostlosigkeit eines Kindsmords...
pardenvor 6 Monaten

DIE TROSTLOSIGKEIT EINES KINDSMORDS...

Der Leiche eines Kindes wird in der Parkanlage eines Wohnblocks entdeckt. Es ist ein frostiger Januartag, und die herbeigerufenen Beamten der Kripo Reykjavík sind schockiert: Der kleine, dunkelhäutige Junge liegt mit dem Gesicht nach unten, im eigenen Blut festgefroren, offenbar brutal ermordet. Erlendur, Sigurður Óli und Elinborg nehmen die Ermittlungen auf und fördern grausame Ereignisse aus der Vergangenheit zutage. Während eisige Stürme das Leben auf der Insel lahm legen, wird Kommissar Erlendur zudem von schlimmen Erinnerungen geplagt...

Dies ist mein erster Thriller aus der Feder von Arnaldur Indriðason - und zielsicher haber ich einmal mehr nicht zu Band 1 einer Reihe gegriffen, sondern gleich zu Band 7. Dies ist vermutlich mit ein Grund, weshalb mir vor lauter isländischen Namen der Kopf schwirrte - denn natürlich wird im siebten Band einer Reihe nicht mehr so intensiv auf einzelnze Charaktere eingegangen wie zu Beginn der Serie. Aber sei's drum, hier ging es ja v.a. um die Aufklärung des Mordes an einem kleinen Jungen.

Elias heißt der gerade einmal 10jährige Junge, der festgefroren in seinem Blut  auf dem Grundstück vor seinem Wohnblock liegt. Die sofort benachrichtigte Mutter des Jungen ist nicht nur geschockt - sie macht sich auch große Sorgen um ihren älteren Sohn, der ebenfalls nach der Schule nicht nach Hause gekommen ist. Kommissar Erlendur und seine Kollegen haben alle Hände voll zu tun. Es erschwert die Ermittlungen, dass weder die thailändische Mutter des Opfers noch die Nachbarn sowie Elias' Mitschüler und seine Lehrer besonders gesprächig sind. Mühsam erarbeitet sich die Polizei einzelne Informationen, die sie wie ein Puzzle zusammenzusetzen versucht.

Ist der Täter in der Familie zu suchen? Gibt es fremdenfeindliche Hintergründe der Tat? Oder gab es im Umfeld der Schule Motive für jemanden, den kleinen Elias umzubringen? Bei eisigen Temperaturen versucht Kommissar Erlendur Licht ins Dunkel zu bringen - und stößt allerorts auf eine Mauer des Schweigens. Die Spurenlage ist dürftig. Und doch setzt Erlendur alles daran, denjenigen zu fassen, der nicht davor zurückschreckt, einen kleinen Jungen abzustechen.

Eine düstere Stimmung zieht sich durch den Krimi, und die eisigen Temperaturen setzten sich beim Hören auch allmählich in meinem Kopf fest. Selbst die Tatsache, dass sich in Island ohne Ausnahme jeder duzt, kleidete das Geschehen in kein freundlicheres Gewand. 

Leider blieben mir sämtliche Charaktere fremd. Dies mag neben meinem schon erwähnten Quereinstieg in die Reihe auch an der wohl massiven Kürzung der Erzählung in der Hörfassung liegen. Die Printausgabe weist immerhin knappe 400 Seiten auf, was bei einer 1:1 Umsetzung in der Regel mehr als 10 Stunden Hörbuch entspricht. Diese Ausgabe kommt mit gerade einmal 4 Stunden und 14 Minuten aus! Umgerechnet bedeutet dies, dass die Handlung um mehr als die Hälfte gekürzt wurde. Das lässt jedenfalls keinen Spielraum mehr für die Auskleidung von Figuren.

Frank Glaubrecht hält seine Lesung recht getragen, was zu der düsteren und leicht melancholsichen Stimmung der Erzählung passt. Insgesamt jedoch konnte mich dieser Krimi nicht wirklich überzeugen. Da gibt es sicher spannendere kriminalistische Ausflüge nach Island!


© Parden

Kommentare: 5
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Rezension zu "Verborgen im Gletscher" von Arnaldur Indriðason

Solider Kriminalroman
HighlandHeart1982vor 7 Monaten

Meine Meinung
Seit ich das erste Buch von Arnaldur Indridason gelesen habe, bin ich Fan seiner Werke. Umso gespannter war ich natürlich, als dieses Buch angekündigt wurde.
Eins hat mich allerdings irritiert:
Wieso ist das eine neue Reihe um Konrad, wo es doch bereits einem Buch gibt, in dem er als Rentner ermittelt?
Die Geschichte ansich finde ich interessant, allerdings muss ich auch sagen, dass es an manchen Stellen ein paar Längen hatte, die ich so von Arnaldur Indridason nicht kenne.
Nichts desto trotz hat mich dieses Buch gut unterhalten, und ich hatte es dementsprechend schnell durch.
Die Bücher von Indridason sind ja dafür bekannt, dass sie sich häufig mit sogenannten "Cold Cases" sind, d.h. Fälle, die vor langer Fall nicht gelöst werden konnten.
Ich persönlich finde das sehr interessant.
Fazit
Ein gelungener Kriminalroman, der noch Luft nach oben lässt.

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Zusätzliche Informationen

Arnaldur Indriðason wurde am 28. Januar 1961 in Reykjavík (Island) geboren.

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von 30 Lesern aktuell gelesen

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