Abgründe

von Arnaldur Indriðason 
3,5 Sterne bei87 Bewertungen
Abgründe
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Auch ohne Kommissar Erlendur gewohnt gut

Kritisch (7):
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Verwirrend, widersprüchlich, langweilig, unsympathisch.

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Inhaltsangabe zu "Abgründe"

Island 2005 - die Wirtschaft boomt in nie gekanntem Ausmaß. Ehrgeizige junge Unternehmer machen durch clevere Finanzgeschäfte weltweit von sich reden. Ganz Island bewundert seine "Expansionswikinger". In dieser Zeit des unbegrenzten
Wachstums stürzt ein Banker von einer Steilklippe in den Tod. Ein Unfall? Kurz darauf wird eine junge Frau von einem Schuldeneintreiber zu Tode geprügelt. Beide Ereignisse scheinen zunächst nichts miteinander zu tun zu haben. Nur eines ist
sicher, Geld spielt in beiden Fällen die entscheidende Rolle - Der SPIEGEL-Besteller im Taschenbuch

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404168347
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:20.09.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 16.09.2011 bei Lübbe Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Gelindes avatar
    Gelindevor 19 Tagen
    Kurzmeinung: Verwirrend, widersprüchlich, langweilig, unsympathisch.
    Abgründe

    Abgründe, von Arnaldur Indridason

    Cover:
    Austauschbar.

    Inhalt:
    Island 2005 – die Wirtschaft boomt.
    Jeder will sich auch ein Stück vom Kuchen abschneiden, und so wird oft nicht hinter die Kulissen des Goldsegens geschaut.
    Als dann eine junge Frau überfallen wird, und an diesen Folgen stirbt, wfird eine Lawine in Gang gesetzt die auch zu einem Unfalltod eines Bankers von vor einem Jahr führt.
    Der Ermittler, Sigurdur Oli, begibt sich auf einen Alleingang mit den kriminellen Machenschaften.

    Meine Meinung:
    Dies ist mein erstes Buch von diesem Autor.
    Und es steht als Untertitel: Kommissar Erlendur ermittelt in seinem 10. Fall.
    Nur ist dieser Erlendur im ganzen Buch abwesend!

    Ich hatte rechte Probleme mit den fremd klingenden Namen, diese machten es mir schwer, mir die Personen zu merken und ihnen „Gestalt“ zu geben.

    Der Ermittler Sigurdur Oli wirkt durch seine überhebliche und voreingenommene Art sehr unsympathisch, das wirkt auf mich teilweise schon unprofessionell. OK, ganz am Schluss kommt er nochmals gut weg, als er die „Selbstjustiz“ seines Kollegen nicht gut heißt. Auch sein privates Umfeld, vor allem die Beziehung zu seiner EX wirkt auf mich nur lästig und nervig.

    Die Handlung ist mir zu verwirrend, teilweise widersprüchlich und zu sehr im Finanzgeschäft, wo ich mich sowieso nicht auskenne. Über viele Seiten zieht es sich unwahrscheinlich zäh und langweilig dahin.
    Bei der Parallelhandlung ist von vorn herein klar auf was es hinausläuft und dadurch ist jede Spannung raus. Kurz dient sie dazu, damit Sigurdur Oli seine Meinung rechtfertigen kann.

    Mich konnte das Buch absolut nicht fesseln.

    Mein Fazit:
    Die Handlung war mir zu verwirrend und das Hauptdelikt zu „Banktechnisch“ (Wirtschaftskriminalität). Bei der Parallelhandlung, war mir im Gegenzug gleich von Anfang an klar um was es ging, diese war grausam, aber sie diente nur als Nebenschauplatz (so fühle es sich für mich an).
    Der Ermittler Sigurdur Oli ist mir auch sowas von unsympathisch, denn er ist überheblich und voreingenommen, deshalb konnte bei mir kein Lesegenuss aufkommen.
    Ich kann nur 2 Sterne vergeben.

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    juli.buechers avatar
    juli.buechervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Zieht sich so dahin, leider nicht wirklich packend, doofe Übersetzung, gute Idee und schönes Ende, aber dazwischen leider schlecht umgesetzt
    zieht sich so dahin, einige "Fehler" in der Umsetzung...

    Eine junge Frau wird von einem Schuldeneintreiber überfallen und stirbt kurz darauf im Krankenhaus. Der Kripobeamte Sigurdur Oli war genau zu diesem Zeitpunkt auf den Weg zu ihr und steckt nun direkt in diesem Mordfall. Auch sein bester Freund Patrekur ist in irgendeiner Weise in diesen Fall verwickelt.

    In diesen Todesfall sind sehr viele Menschen verwickelt. Jeder auf eine andere Weise. Dies versucht Sigurdur Oli herauszufinden.

    Für mich definitiv kein "Fünf-Sterne-Island-Krimi" wie es auf dem Cover steht. Dies war mein erstes Buch von Arnaldur Indridason und somit mein erstes Buch dieser Reihe. Ich kann somit nicht sagen, wie es mit dem eigentlichen Kommissar Erlendur ist.

    Es lässt sich gut lesen, allerdings zieht es sich so dahin. Leider fehlt die Spannung. Außerdem mag ich die Übersetzung ins Deutsche überhaupt nicht. Warum Duzt ein Kommissar Verdächtige sofort? Oder generell: warum duzen sich alle ohne dich zu kennen? Ist das in Island so?
    Meiner Meinung nach ist das nicht normal. Wenn man jemanden nicht kennt Siezt man ihn, vorallem Verdächtige, um einen gewissen Abstand an Autorität zu bekommen. Die Schreibweise mit dem "Du" hat mich extrem gestört. 
    Möglicherweise ist es ja wirklich in Island so, für mich war es allerdings eine schlechte Übersetzung. (dafür schonmal einen Punkt Abzug)
    Außerdem finde ich es schwer die Isländischen Namen zu lesen, dies dachte ich mir allerdings schon im Voraus und ist daher nicht so schlimm.

    In welchem Zusammenhang die Geschichte mit Andres stande habe ich nicht verstanden. Es ging um einen jungen Mann, der als Kind schwer misshandelt wurde und dabei gefilmt wurde. Er hat seinen Peiniger Jahre später aufgespürt und in Gefangenschaft genommen. 
    Die Geschichte hatte keinen Zusammenhang zum Mord in diesem Buch und hätte komplett weggelassen werden können,oder es hätte mehr darauf eingegangen werden müssen.(für mich einen weiteren Punkt Abzug).

    Die Geschichte an sich fand ich ganz okay. Eine Frau wird überfallen und stirbt. In die ganze Sache sind mehrere Leute verwickelt und das sehr unterschiedlich. Auch das der Tod eines Bankers in gewisserweise damit zusammenhängt hätte ich nicht vermutet. Meiner Meinung nach wurde allerdings zu wenig auf die Hintergründe zu den jeweiligen Geschichten, die letztendlich eine Geschichte bilden eingegangen. Die Geschichte der Bänker wurde am Ende zwar von ihnen erklärt, aber man erfährt nicht wie es weiter geht. Alle wurden verhaftet aber Strafen gabs nicht. Leider alles ein bisschen schwammig. Ich war mit dem Buch gar nicht zufrieden und kann es leider nicht weiter empfehlen.

    Das Ende habe ich so nicht erwartet. Das der Auslöser für den Mord eine am Anfang vollkommen unauffällige Person war, hätte ich nicht gedacht. Dies fand ich wiederum gut. 

    1 Stern fürs Ende. Worauf man aber auch lange warten muss.
    1 Stern für die Idee verschiedene Menschen und Geschichten in unterschiedlicher Weise in einen Zusammenhang zu setzen. (auch wenn die Umsetzung nicht so toll war.











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    Auroras avatar
    Auroravor 3 Jahren
    Ende mit Überraschung

    Es handelt sich bei diesem Buch um den zehnten Band einer Reihe. Prinzipiell kann man es zwar einzeln lesen, weil es in sich abgeschlossen ist, muss aber bedenken, dass das Leben der Charaktere im Laufe der Reihe natürlich weitergeht. Für mich war es der erste Band dieser reihe und überhaupt mein erster Island-Krimi. Anfangs hatte ich einige Schwierigkeiten mit den Namen, was sich mit der Zeit jedoch legte.
    Doch worum geht es in diesem Buch? Sigurður Óli wird von seinem besten Freund und dessen Schwager gebeten, ein Wörtchen mit einer Frau zu reden, die den Schwager und dessen Frau mit Fotos erpresst, auf denen sie bei einer Swingerparty zu sehen sind. Da die Schwägerin in der Polozik tätig ist, kann es schwerwiegende Folgen haben, wenn diese Bilder an die Öffentlichkeit geraten. Deshalb soll Sigurður Óli der Erpresserin einmal auf den Zahn fühlen – schließlich ist er Polizist.
    Als er jedoch bei dem entsprechenden Haus ankommt, ist die Tür nur angelehnt und die Erpresserin liegt bewusstlos im Wohnzimmer.
    Anfangs dachte ich, dass es sich hierbei um einen Wirtschaftskrimi handelt. Das ist jedoch nur zum Teil der Fall.
    Mir hat das Buch ganz gut gefallen und zum Schluss gab es tatsächlich auch einen Überraschungseffekt. Das Buch machte mich auf jeden Fall neugierig auf die weiteren Bände dieser Reihe, so dass ich diese zu gegebener Zeit auch lesen möchte.

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    Lilith79s avatar
    Lilith79vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Auch ohne Kommissar Erlendur gewohnt gut
    Auch ohne Kommissar Erlendur gewohnt gut

    In "Abgründe" steht zur Abwechslung mal nicht Kommissar Erlendur im Vordergrund, sondern sein junger Mitarbeiter Sigurdur Oli, den jeder der mit den Krimis von Arnaldur Indridason vertraut ist schon aus den früheren Teilen der Krimireihe kennt. "Abgründe" ist der erste Teil, in dem Sigurdur Oli die Hauptrolle einnimmt und das auch so gut wie komplett, den andere Kommissare werden kaum erwähnt. Sigurdur Oli ist auf den ersten Blick kein besonders sympathischer Zeitgenosse, tut er sich doch meistens durch einen ziemlich stark ausgeprägten Snobismus und Egoismus hervor und zeigt wenig Verständnis für andere Menschen, vor allem nicht für diejenigen, die er als Versager der Gesellschaft ansieht. In der Theorie also eine Person, die ein großes Potential zum Kotzbrocken hat. Trotzdem ist er mir aber durchaus sympathisch, weil seine Handlungen oft zeigen, dass er eigentlich doch recht mitfühlend sein kann (wenn er es auch nicht zugeben würde) und dass er im Grunde eine recht unsichere Person ist und mir hat gut gefallen, dass man in diesem Krimi mehr über seine privaten Beziehungen und sein Verhältnis zu seinen Eltern erfährt. Ich fand es ziemlich erfrischend, mal eine Story aus Sicht eines anderen Protagonisten zu lesen, da Sigurdur Oli nicht so dauer-depressiv ist wie Erlendur und dessen Besessenheit mit dem Tod seines Bruders sich mit der Zeit doch auch etwas abnutzt.

    Die tatsächliche Handlung des Buches ist ziemlich klar in zwei Stränge aufgeteilt, im ersten Strang geht es um den Tod einer jungen Frau, die zuhause von einem Geldeintreiber erschlagen wurde. Sigurdur Oli versucht herauszufinden, wie es dazu kommen konnte und wühlt dafür im Sumpf von Erpressung, Swinger-Parties und unlauterer Finanzgeschäfte. Das Buch spielt dabei in der Zeit des Wirtschaftsbooms vor der großen Finanzkrise in Island und gibt kleine Einblicke in die Mentalität der isländischen Finanzwelt vor der Zeit der Krise. Dass es zusätzlich einen komplett anderen Handlungsstrang gibt, mag ein wenig zerrissen wirken, das hat mich aber wenig gestört, denn auch die 2. Geschichte ist eindringlich geschildert und für mich fast noch stärker als der Hauptstrang.

    Wie immer verläuft die Handlung eher gemächlich und auch der Schreibstil ist ruhig und besonnen. Für Fans von viel Dynamik und action-reichen Krimis ist die Reihe von dem her sicher eher nicht geeignet, ich lese die Krimis von Arnaldur Indridason aber genau deswegen sehr gerne.

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    eskimo81s avatar
    eskimo81vor 4 Jahren
    Gier und Macht


    Sigurdur Oli wird von einem ehemaligen Schulfreund um Hilfe gebeten. Sein Freund wird erpresst. Als Sigurdur Oli zu der Adresse kommt, findet er die Erpresserin schwer verletzt vor. Hat sie jemand anders auch erpresst und das ging schief?
    Die Finanzgeschäfte boomen, hat der Unfall des Bankers etwas damit zu tun? 
    Die ersten 100 Seiten waren zäh und zum einschlafen langweilig. Danach wurde zwar Spannung aufgebaut, so, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte, aber das Thema ist einfach zu schwerfällig, zu komplex. Obwohl ich Buchhalter bin, habe ich vieles nicht so richtig verstanden und das tut dann der gesamten Geschichte nicht gut. Wenn man die Hintergründe nicht nachvollziehen kann, ist das ganze "unlogisch"

    Fazit: Grundsätzlich ein spannender Krimi, wenn es einen nicht stört, dass man nicht alle Zusammenhänge versteht und geduldig ist.

    Kommentare: 1
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    Wortklaubers avatar
    Wortklaubervor 4 Jahren
    Am Rande der Krise

    Ob es das Wichtigste ist, weiß ich nicht - mir hätte es an sich nichts ausgemacht - dennoch, das vorweg: Kommissar Erlendur tritt in diesem Roman nicht in Erscheinung. Der ist von seinem Erschaffer Arnaldur Indriðason in Sachen Familie in die Ost-Fjorde geschickt worden. Folglich hält sein Kollege Sigurður Óli in Reykjavík die Stellung.

    Womit bekommt er es zu tun? Zunächst: mit einem alten Klassenkameraden, der ihn um einen Gefallen bittet. Sein Schwager würde von einer Frau erpresst, er sei doch Polizist, ob er nicht einmal inoffiziell ein Wörtchen mit ihr reden könne. Das will er gern tun, aber als er in ihrer Wohnung aufkreuzt, findet er sie brutal niedergeschlagen vor; der Täter flieht unerkannt. Dann ist da noch ein abgerissener, vom Leben arg mitgenommener (ehemaliger) Obdachloser, der eigentlich Erlendur sprechen will, so aber mit Sigurður Óli Vorlieb nehmen muss. Was er eigentlich will, ist für diesen nur schwer in Erfahrung zu bringen. Eigentlich findet er ihn nur abstoßend und nervig, und überhaupt denkt er, dass die meisten, wenn nicht alle Leute für ihr Elend selbst verantwortlich sind. So bleibt der Mann mit seinen Problemen alleine; ob und wenn ja wie er den Geschehnissen einen anderen Lauf hätte geben können, bleibt vage - immerhin passieren die Dinge auf verschiedenen Zeitebenen. So bleibt der Leser weitgehend alleiniger Zeute seines Kampfes gegen die Gespenster seiner Kindheit. Und dann ist da noch die boomende Wirtschaft (merke: wir befinden uns in Island vor der Wirtschaftskrise), ein toter Banker - und das Privatleben Sigurður Ólis, früher Herausgeber eines Neoliberalenblattes, Freund alles Amerikanischen, soeben verlassen von seiner Freundin, was alles auch keinen unbeträchtlichen Raum einnimmt.

    Wenn man das Buch liest, fragt man sich nicht von ungefähr, wann denn die im Klappentext beschriebenen Dinge eintreffen - oder worum es eigentlich tatsächlich geht! Ich habe mich mit diesem Buch eher schwergetan: Ich mochte den Protagonisten nicht (wobei ich nicht meine, dass die immer sympathisch sein müssen!), und die Handlung war für meinen Geschmack arg zerrissen. Zwar treffen sich die beiden Handlungsstränge am Ende - wenn auch nur auf einer übergeordneten Ebene (an einem Ende ein Opfer, am anderen Profiteure eines der verabscheuungswürdigsten Verbrechen überhaupt), aber ... so richtig warm geworden bin ich mit dem Buch nicht. Trotzdem ich den Autor und seine Bücher an und für sich sehr schätze. Dieses hier war nicht so sehr mein's!

    Kommentare: 1
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    quadrupesvor 4 Jahren
    Gewohnt stilsicher

    Eine Frau wird in Reykjavík in ihrer Wohnung erschlagen aufgefunden. Sigurður Óli von der Kriminalpolizei Reykjavík nimmt die Ermittlungen auf, die schnell bestätigen, was ihm bereits vor der Tat über das Opfer zugetragen worden war: Es hatte selbst einen kriminellen Hintergrund und versucht, mit Erpressungen Geldschulden zu tilgen. Bei seinen weiteren Recherchen stellt Sigurður Óli eine Verbindung zu einem auf einer Wanderung in Westisland von den Klippen gestürzten Banker her. Die Suche nach den Verantwortlichen für die Taten führt ihn in die boomende Wirtschafts- und Bankenwelt Islands, die von maßloser Gier und Skrupellosigkeit geprägt ist. 

    In „Abgründe“ ermittelt erstmals nicht der in den Ostfjorden Islands weilende Kommissar Erlendur Sveinsson, sondern sein aus den Vorgängerbänden bekannter Kollege Sigurður Óli. Gewohnt stilsicher erhebt Arnaldur Indriðason ihn zum Protagonisten des Romans und präsentiert eine spannende Kriminalgeschichte, die sich durch detailreiche Charakterstudien, aktuelle Gesellschaftskritik und eine tiefgründige Nebenhandlung auszeichnet.

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    walli007s avatar
    walli007vor 4 Jahren
    Nur ein Gefallen

    Erlendur ist im Urlaub, deshalb muss sich Sigurdur Oli alleine damit beschäftigen, was es mit der Bitte seines Schulfreundes auf sich hat. Dieser berichtet, die Schwester seiner Frau und deren Mann würden erpresst. Sie seien vor Jahren mal zu einer Swinger-Party gegangen und nun drohe jemand damit, Fotos ins Netz zu stellen. Eigentlich will Oli solche private Ermittlungen nicht übernehmen, doch wegen der alten Bekanntschaft lässt er sich überreden. Gerade als er das Haus der vermeintlichen Erpresser betritt, bemerkt er, dass vor ihm schon jemand da war. Die mutmaßliche Erpresserin liegt mit schweren Kopfverletzungen am Boden und Oli wird vom Täter, der sich noch im Haus befand, förmlich überrannt. 


    In diesem Island-Krimi ist nun Sigurdur Oli der Hauptermittler, der ein wenig zu hart geratene Sohn geschiedener Eltern, der mit seinen Eltern hadert und auch mit sich selbst. Seine Beziehung ist darüber in die Brüche geraten, doch der Weg der Selbsterkenntnis ist schwer und nicht immer erfolgreich. Da ist es fast schon leichter, sich in die Ermittlungen zu stürzen, auch wenn er zunächst mal rechtfertigen muss, wieso er überhaupt sofort am Ort des Geschehens ist. Nach und nach entdeckt Oli, dass die Hintergründe der Erpressung ganz andere sind als vorher preisgegeben wurde. Immer tiefer dringt er in das Lügengeflecht ein, dass um die Wahrheit aufgebaut wurde.


    Im Vorfeld der Bankenkrise angesiedelt wirft dieser Krimi einen interessanten Blick auf die wirtschaftlichen Entwicklungen der isländischen Finanzwelt. Garniert mit einigen pikanten Details entsteht eine fesselnde Lektüre. Ein Krimi aus dem Norden, der wahrlich nicht enttäuscht.

    Kommentare: 1
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    rezension

    Dieser Krimi geschieht parallel zu dem vorhergehenden Band. Hier ermittelt also auch nicht Erlendur sondern sein Kollege.
    Auch diesem Band und mir kommt zugute, dass Erlendur im Urlaub ist und somit seine Familiengeschichten mir als Leser erspart bleiben.

    In dieser Ermittlung stehen die Korruptionen und perversen Spekulationen der isländischen Finanzwelt in Fokus.

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    Reneesemees avatar
    Reneesemeevor 5 Jahren
    Bankencrash

    Diesmal war es mal ein Intressanter Krimi von dem Autor auch wenn mir am anfang jeder CD zuviel Musik gespielt wird.

    Inhalt:
    Island 2005 - die Wirtschaft boomt. Ehrgeizige Unternehmer machen durch clevere Finanzgeschäfte weltweit von sich reden. Ganz Island bewundert seine "Expansionswikinger". In dieser Zeit des unbegrenzten Wachstums stürzt ein Banker von einer
    Steilklippe in den Tod. Ein Unfall?

    Kurz darauf wird eine junge Frau von einem Schuldeneintreiber zu Tode geprügelt. Beide Ereignisse scheinen zunächst nichts miteinander zu tun zu haben. Nur eines ist sicher, Geld spielt in beiden Fällen
    die entscheidende Rolle.

    Die Macht nach Gier und dem Geld spielt hier eine große rolle und im Jahr 2005 boomt die Wirtschaft noch. Und diesem mal muß Kommissar Oli es ohne seinen Kollegen Elandur lösen den der ist im Urlaub. Doch das tut der spannung nix aber es ist ein durchaus guter spannendner Krimi.

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