Arnaldur Indriðason Duell

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Inhaltsangabe zu „Duell“ von Arnaldur Indriðason

Reykjavík 1972. Der russische Schachweltmeister Boris Spasski tritt mitten im Kalten Krieg gegen seinen amerikanischen Herausforderer Bobby Fischer an. In der aufgeheizten Stimmung wird ein Jugendlicher in einem Kino brutal erschlagen. Warum bloß ermordet jemand einen Fünfzehnjährigen? Der Junge schien doch nur die Tonspur eines Films aufnehmen zu wollen ... Die Leitung der Ermittlung in diesem brisanten Fall liegt in den Händen von Marian Briem, bereits bekannt aus den bisherigen Indriðason-Krimis.

Etwas gemächlicher Krimi mit interessanter Thematik

— Lilith79

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  • Etwas gemächlicher Krimi mit interessanter Thematik

    Duell

    Lilith79

    07. July 2017 um 16:26

    "Duell" ist einer der Island Krimis von Arnaldur Indridason in dem nicht sein "bekanntester" Kommissar Erlendur die Hauptrolle spielt, sondern die Polizeikarriere von dessen Vorgesetzen Marian Briem. Der Krimi spielt entsprechend auch nicht heute, sondern im Jahre 1972, wo reelle weltpolitische und gesellschaftliche Ereignisse den Rahmen der Story begleiten. Im Mittelpunkt steht einerseits der kalte Krieg und Islands Konflikte mit dem Nachbarn Großbritannien und andererseits das legendäre Schach-Weltmeisterschafts-Match zwischen dem Amerikaner Bobby Fischer und dem russischem Weltmeister Boris Spasski, das in diesem Jahr in Reykjavik stattfand (es lohnt sich die Hintergründe dieses Großereignisses kurz nachzulesen, um die Bedeutung im Buch besser verstehen zu können).Während in Reykjavik alle (inklusive der Polizisten) wegen der Schachweltmeisterschaft kaum mehr Anderes im Sinn haben, geschieht in einem Kino in Reykjavik ein schockierender Mord, ein Teenager wird scheinbar grundlos während eines Filmes erstochen. Marian Briem soll herausfinden, was hinter dieser Tat steckt. Schnell wird klar, dass der Junge wohl etwas mitgehört hat, dass er nicht hören sollte, hängt das Ganze etwa mit der Schachweltmeisterschaft zusammen oder gar mit dem Kalten Krieg?Zusätzlich zu dem Kriminalfall nimmt sich das Buch recht viel Zeit, die Vergangenheit von Marian Briem zu beleuchten, seine Kindheit und Jugend, die von der Krankheit Tuberkulose geprägt war und wie ihn diese Vergangenheit bis heute beeinflusst. Im Prinzip sind alle Bestandteile der Geschichte sehr interessant, allerdings fehlt dem Ganzen irgendwie ein bisschen die Dynamik und auch der Zusammenhang zwischen den Szenen der Vergangenheit und dem Kriminalfall fehlt etwas. So liest sich die Geschichte im Vergleich zu anderen Krimis von Arnaldur Indridason doch etwas zäh, weswegen ich Interessenten eher andere Bücher seiner Reihe empfehlen würde. Für Zwischendurch fand ich das Buch aber trotzdem ganz nett.

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  • Island im Ausnahmezustand

    Duell

    Martina28

    16. August 2016 um 21:30

    Inhalt:Im Sommer 1972 ist Reykjavik eine unruhige Stadt.Die Schachweltmmeisterschaft hält alle in Atem, denn mitten im Kalten Krieg tritt auf Island der Russe Boris Spasski gegen seinen amerikanischen Herausforderer Bobby Fischer an. Als die Vorbereitungen für dieses Duell ihren Höhepunkt erreichen, wird ein Jugendlicher in einem Kino erstochen aufgefunden. Alle sind fassungslos. Warum bloss ermordet jemand einen Fünfzehnjährigen? Hat der tragische Tod des Jungen mit dem Duell der Grossmächte auf dem Schachbrett zu tun? Oder steckt etwas ganz anderes hinter der schrecklichen Tat? Marian Briem übernimmt die Ermittlungen und gibt dem Fall absolute Priorität...Cover:Dieses ist schlicht und einfach gehalten. Das rote Haus sticht auf dem Bild hervor. Die Wolken am Himmel könnten etwas düsteres darstellen.Schreibstil:Eifacher und flüssiger Schreibstil. Es wird durch das ganze Buch hindurch immer wieder Spannung aufgebaut.Ortschaften oder Namen sind teilweise in isländischer Schrift angegeben.Fazit:Ich bin auf den ersten Seiten bereits sehr gut in die Geschichte rein gekommen. Mich hat das Buch gefesselt und fasst nicht mehr losgelassen. Anfangs hatte ich etwas mühe mit den isländischgeschriebenen Ortschaften oder Namen. Das hat sich jedoch schnell gelegt.Ich kann das Buch an alle Krimileser weiterempfehlen. Auch für diejenigen, welche nicht so gerne Krimis lesen, jedoch etwas Abwechslung benötigen, ist es zu empfehlen.

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  • Ein spannender Krimi - jedoch ausbaufähig

    Duell

    chuma

    20. May 2015 um 18:08

    Reykjavík 1972 - Der russische Schachweltmeister Boris Spasski tritt gegen seinen amerikanischen Herausforder Bobby Fischer an. Das Match des Jahrhunderts wird erwartet und Island ist in Aufruhr. Noch bevor das Duell der beiden Männer richtig beginnt, wird in einem Kino in Hafnarbíó ein 17-jähriger Junge erstochen aufgefunden. Steht der Mord in Zusammenhang mit den Ereignissen rund um das Schachduell? Wer tötet einen harmlosen Jungen, der doch nur die Tonspur eines Films aufnehmen wollte und wo sind die Bänder mit den Tonaufnahmen? Gibt es Zeugen und was haben die anderen Kinobesucher gesehen? Viele Fragen für Marian Briem, Ermittler bei der Kriminalpolizei, der vor der schwierigen Aufgabe steht, den Mord an dem Jungen aufzuklären. Gestaltung, Stil, Leseeindruck: Das Cover hat mich persönlich angesprochen: Eine gläserne weiße Schachfigur vor düsterem Hintergrund, der die isländischen Klippen und das Meer bei Nacht zeigt. Ich war neugierig auf die Verbindung eines Kriminalfalls mit der Schachweltmeisterschaft zu Zeiten des Kalten Krieges. Für mich war es der erste Island-Krimi und auch das erste Buch des Autors Indriðason. Nach einer Eingewöhnungsphase, die Sprache und Eigenheiten des Nordischen sowie die Namen betreffend, konnte mich das Buch fesseln, was nicht zuletzt dem fulminanten Ende geschuldet ist. Das Buch ist in zwei Handlungsstränge unterteilt, die sich mehr oder weniger regelmäßig abwechseln. Im ersten Strang werden der Mord und die Geschehnisse rund um das Schachduell beleuchtet, der zweite Strang erzählt die Geschichte des Ermittlers Marian Briem. Hier erfährt der Leser Details aus seiner schwierigen, von Krankheit geprägten Kindheit und kann sich so ein vages Bild des Mannes machen, der 1972 recht eigenbrödlerisch und sehr zurückgezogen zu leben scheint. Sein Partner Albert wird recht genau beschrieben, er wirkte auf mich sehr sympathisch und scheint ein Gegenpol zu Briem zu sein. Er ist verheiratet, hat drei Töchter und liebt Schach; Langmut und Seelenruhe zeichnen ihn aus. Beide Handlungsstränge sind interessant und auch spannend, wobei ich beim Mordfall zuweilen das Gefühl hatte, das die Ermittler auf der Stelle treten. Erst das Auftauchen eines ehemaligen Kollegen und Freundes Marians bringt Bewegung in die Ermittlungen. Kapitel 35 führt dann meiner Meinung nach die entscheidende Wende herbei - sowohl bei der Aufklärung des Mordes als auch im persönlichen Handlungsstrang rund um Marian. Von da an ist es mir nur schwer möglich gewesen, das Buch (in meinem Fall eine Druckfahne) beiseite zu legen. Die Ereignisse überschlagen sich und es geht rasant mit etlichen Wendungen und Überraschungen auf das entscheidende Finale zu. Wen der Krimi bis dahin noch nicht überzeugen konnte, wird jetzt womöglich seine Meinung ändern. Indriðason hat einen für meinen Geschmack recht eigenwilligen Aufbau für seinen Krimi gewählt. Nach einem spannenden Einstieg schlägt er zunächst sehr ruhige Töne an, die Ermittlungen und Zeugenbefragungen wirken etwas festgefahren, Marian Briem als Protagonist ist zunächst blass und man kann ihn nicht recht einordnen - ganz im Gegensatz zu seinem Partner Albert, der sehr detailliert beschrieben wird. Der Autor führt die Person Marian Briem nur mittels des Erzählstrangs rund um dessen Kindheit ein. Womöglich hat Indriðason diesen Weg bewusst so gewählt, ist "Duell" schließlich der Auftakt einer neuen Krimiserie rund um Marian Briem. Es gibt so noch eine Menge Potenzial, den Protagonisten weiter auszubauen und dem Leser näherzubringen. Dennoch hätte ich mir mehr Details zum Protagonisten gewünscht, es fehlte an Charakteristika wie Alter und Aussehen, die es mir ermöglicht hätten, ein genaueres Bild Marians zu entwickeln. Der Spannungsbogen ist dem Autor recht gut gelungen, obwohl ich kurzzeitig das Gefühl hatte, einige kleinere Längen zu erleben. Das Ende konnte mich den Mordfall betreffend dann aber überzeugen, wenngleich es auch hier noch einige Punkte gab, die meiner Meinung nach etwas holprig erklärt worden sind. Die schwierige Partnerschaft zwischen Albert und Marian hat mich, um ehrlich zu sein, enttäuscht zurückgelassen. Fazit: Alles in allem ein solider Krimi mit Potenzial zum Ausbau. Ein gelungener Auftakt einer neuen Reihe rund um Ermittler Marian Briem und eine gekonnte Mischung aus spannendem Kriminalfall und historischen Ereignissen ohne dabei das Zwischenmenschliche außer Acht zu lassen. Lesenswert.

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  • Indridason ist nicht nur Erlendur!

    Duell

    Janosch79

    04. September 2014 um 15:53

    Schachweltmeisterschaft im Island der siebziger Jahre zu Zeiten des kalten Krieges. Die neue Krimireihe um Marian Briem beschäftigt sich mit der Ermordung eines 15jährigen Jungen in einem Kino. Die Lösung des Falles liegt zwischen Dame, König, Springer, Turm, Läufer und Bauer verborgen.

  • Zurück zu den Wurzeln...

    Duell

    silberfischchen68

    26. May 2014 um 21:30

    In diesem Buch führt uns Indridason zurück in das Jahr 1972. Eine Zeit ohne genetische Fingerabdrücke, aber mit abgehörten Telefonen und kaltem Krieg. Als ein Junge in einem Kino in Reykjavik erstochen aufgefunden wird, befinden wir uns plötzlich mitten in einem Ränkespiel der amerikanischen und russischen Agenten zur Zeit der Schachweltermeisterschaft zwischen Spasski und Fischer. Auch die Engländer und Isländer mischen mit, ungeachtet dessen, dass ihr Interesse doch mehr auf dem sogenannten Kabeljaukrieg zwischen den beiden Ländern liegt. Inmitten dieses diplomatischen Eiertanzes macht sich Marian Briem auf, den Mörder des jungen Ragnar zu finden. Marian Briem kennen wir aus der Erlendur-Reihe als den alten pensionierten ehemaligen Chef und Mentor von Erlendur. Was mir an diesem Buch ganz besonders gefällt ist die Tatsache, dass die Handlung nicht nur in der Zeit zurückgedreht wurde sondern auch wieder auf einen alten klassischen, schnörkellosen Agenten-Krimi, bei dem der Fall im Mittelpunkt steht, nicht die Befindlichkeiten eines Ermittlers. In einem zweiten Erzählstrang erfahren wir noch von der Kindheit des Marian Briem und seiner Tuberkolose-Erkrankung, aber diese Einschübe sind angenehm kurz und interessant. Auf der letzten Seite erscheint dann noch Erlendur...als junger Verkehrs Verkehrspolizist... Eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne!

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  • Solider Islandkrimi mit zwei Handlungssträngen

    Duell

    VampirFionn

    30. March 2014 um 18:30

    Reykjavík 1972. Als Kulisse für diesen Islandkrimi dient das legendäre Schachduell zwischen Boris Spasski und Bobby Fischer. Ein Junge wird in einem Kino erstochen aufgefunden. Der Teenager war Stammgast in sämtlichen Reykjavíker Filmtheatern. Anscheinend machte er jeweils Tonaufnahmen mit seinem Kassettenrekorder. Von dem Gerät fehlt jede Spur. Ermittler Marian Briem macht sich an die Aufklärung des Falls und wird dabei in den Dunstkreis des Kalten Krieges gezogen. Ein zweiter Erzählstrang ist der von Krankheit und Verlust geprägten Kindheit von Marian gewidmet. Über das Geschlecht von Marian Briem lässt der Autor den Leser im Unklaren, verpasste ihm deshalb auch den dänischen Nachnamen Briem und nicht einen vom Vater- oder Mutternamen abgeleiteten Nachnamen mit Endung 'son' (Sohn) oder 'dóttir' (Tochter). Wenn er Marian gewollt keinem Geschlecht zuordnen möchte, tut er das auf eine unaufgeregte Weise. Marians Besonderheit wird nicht reißerisch dargestellt. Der Ermittler (gewieft, denn in Island gibt es praktisch keine weiblichen Berufsbezeichnungen!) scheint von seinen Freunden und Kollegen selbstverständlich akzeptiert zu sein. Sehr berührend, wenn auch in schlichten Worten, erzählt Arnaldur von Marians Freundschaft zu Katrín. Beide Kinder sind von Tuberkulose gezeichnet. Der lange Leidensweg schweißt sie zusammen, doch die tückische Krankheit hinterlässt prägende Spuren. Die Fakten über Tuberkulose in Island und deren Behandlung, aber auch der geschichtliche Hintergrund in den der Krimi eingebettet ist, scheinen mir solide recherchiert. Etwas konstuiert wirkte es auf mich, als Arnaldur die Kinder damals übliche Behandlungsmöglichkeiten der Tuberkulose erklären lässt. Und warum nennt er seine Figuren Albert oder Viktoria, wenn es doch so wunderbare isländische Namen wie Bergþóra oder Skarphéðinn gibt?  Fazit: Liebhaber von blutigen, actionreichen Krimis werden hier nicht auf ihre Rechnung kommen, aber mich mochte vor allem der Handlungsstrang um Marian Briem zu berühren.

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  • Solider Roman

    Duell

    GuteMiene

    09. February 2014 um 13:35

    Ein Islandkrimi, der in den 1972, also zu Zeiten des Kalten Kriegs spielt. Die Welt schaut nach Reykjavik, da dort die Schachweltmeisterschaft stattfindet. Da findet man in einem Kino die Leiche eines 15-jährigen Jungen, der erstochen wurde. Der Leser erfährt viel über die Kindheit des eigenbrötlerischen, ermittelnden Kommissars, Marian Briem und seine frühere Tuberkuloseerkrankung, ansonsten wird diese Person sehr schwach beschrieben und ich hielt den Herrn Kommissar am Anfang sogar für eine Frau, stutzte dann aber doch als in der Leserunde alle von "ihm" sprachen; dies wird Lesern, die den Autor und die "Erlendur-Reihe" kennen allerdings nicht passieren. Der Fall selbst läuft -für mein Gefühl- eher etwas schleppend. Die Ermittler mutmaßen und spekulieren sehr viel, und wenn "Kollege Zufall" nicht mitgeholfen hätte, wer weiß, ob der Fall dann gelöst worden wäre. Für einen Krimi fehlte mir etwas der Spannungsbogen, und die Aufklärung hat mich nicht wirklich überzeugt, denn aufgrund des Klappentextes, der Ankündigung und des Covers habe ich mehr erwartet. Die Schachweltmeisterschaft dient für diese Geschichte nur als Kulisse. Interessant fand ich die Kindheitsschilderungen des Protagonisten und -ich persönlich- habe viele neue Informationen über Tuberkulose und deren Behandlung in den 30ern erfahren. Fazit: Eine vom Autor gut erzählte Geschichte mit mehreren Handlungssträngen, die als Roman lesenswert ist, meine Ansprüche an einen Krimi jedoch nicht erfüllen.  

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  • Schachweltmeisterschaft und Kalter Krieg

    Duell

    utaechl

    31. January 2014 um 11:48

    Inhalt: In Reykjavik treffen sich zum Match des Jahrhunderts die beiden Schachgroßmeister Spasski und Fischer. Es herrscht kalter Krieg auf und neben dem Schachfeld. Als in einem Kino ein fünfzehnjähriger Junge erstochen wird, muss Marian Briem schon bald erkennen, dass ihn seine Ermittlungen in das Umfeld des Turnieres führen. Es heißt vorsichtig vorzugehen, denn zurzeit schaut die ganze Welt auf Reykjavik. Setting und Stil: Island in den 70er Jahren, ein beschauliches Städtchen wird zum Weltmittelpunkt. Indriðason gelingt es gut, diese Stimmung an den Leser zu vermitteln. Ein Großteil der Fakten, die über das Schachturnier allerdings vermittelt werden, könnte man auch bei Wikipedia direkt nachlesen. So steht dieser Teil der Geschichte eher etwas außen vor, als wirklich Teil der Handlung zu werden, es sind einfach nur Orientierungspunkte, an denen sich Indriðason entlanghangelt. Die Ermittlungen laufen parallel zum Turnier und werden genau wie die Handlungsorte mit genauster Präzision beschrieben. Dritter Teil der Handlung ist Marian Briems Tuberkulose-Erkrankung, über die ich weit mehr erfahre, als ich wirklich möchte. Das Buch liest sich gut, die isländischen Namen sind etwas gewöhnungsbedürftig. So wurde mir erst im Verlauf des Buches klar, dass Marian tatsächlich ein Männername ist. Detailverliebtheit gehört zu Arnaldur Indriðason, auch wenn es manchmal schon fast zu viel scheint. Charaktere: Marian Briem ist ein Charakter, an den ich mich erst gewöhnen musste. Seine Ermittlungen verlaufen anfangs eher stockend und erst später merkt man als Leser, dass er doch ein ziemlich begabter Polizist ist. Seine Erkrankung, die ihm eine eher schwierige Jugend bescherte, wird viel zu weit ausgebreitet. Mir stellt sich die Frage, welches Hintergrundthema Indriðason noch aus dem Hut zaubern will. Insbesondere, da sie nicht wirklich Auswirkung auf den Fall hat. Marians Partner Albert bildet den Gegenpol und ist ziemlich sympathisch. Geschichte: Ein erstochener Junge, eine Schachweltmeisterschaft und eine Krankheit aus Kindheitstagen sind die Zutaten, die größtenteils nebeneinander herlaufen. Es ist durchaus spannend und interessant, dem Ganzen zu folgen, aber irgendwie kann ich das Gefühl nicht loswerden, dass in der Handlung noch so viel mehr hätte stecken können. Fazit: Der Beginn der neuen Krimireihe rund um Marian Briem verläuft etwas unrund. Es reicht zu einem guten Island-Krimi, aber um die Leser für Marian zu begeistern, muss sich die Reihe noch steigern. Fans des Autors werden das Buch sicher lesen, alle anderen sollten in die Leseprobe reinschnuppern und antesten, ob das Buch etwas sein könnte.

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  • knapp daneben ist auch vorbei

    Duell

    tweedledee

    29. January 2014 um 15:14

    Schauplatz Reykjavík, 1972. In einem Kino wird ein fünfzehnjähriger Junge brutal erstochen, hat der Mord etwas mit der Schachweltmeisterschaft zu tun, die momentan stattfindet? Marian Briem und sein Kollege Albert ermitteln. Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen. Der Klappentext hatte mich neugierig gemacht, ein Mord zur Zeit des kalten Krieges und der Schachweltmeisterschaft versprachen Spannung. Der Einstieg fiel mir nicht leicht, was vor allem daran lag dass die Protagonisten sehr blass rüberkommen und viel zu wenig beschrieben sind, zu wenig Konturen haben. So habe ich wie viele andere aus der Leserunde den Protagonisten Marian Brien für eine Frau gehalten. Erst der Hinweis einer Mitleserin, die die Figur aus anderen Indridason Büchern kannte, brachte Auflklärung. Leider blieben die Figuren bis zum Ende blass, ich bekam weder ein Gesprür für Brien noch für seinen Kollegen Albert. Da half auch nicht die sehr ausführliche Beschreibung von Briems Kindheit, die geschätzt ein gutes Drittel des Buches einnimmt. Am besten gezeichnet war das Mordopfer, das leider nur einen winzigen Part in der Geschichte einnimmt. Der Fall an sich ist geradlinig und vorhersehbar, es gibt keine überraschenden Wendungen. Die Ermittlungen bestehen im wesentlichen aus immer wieder neuen Verhören der Personen, die sich zur Tatzeit im Kino befanden, dem Sichern von wenigen mageren Beweismitteln und dem Anstellen von Vermutungen und Theorien. Amüsant fand ich, dass die Vernommenen den Ermittlern immer wieder Fragen zum Fall stellten anstatt die ihnen gestellten Fragen zu beantworten. Letzlich war Kommissar Zufall maßgeblich an der Lösung des Falls beteiligt, die Kommisare haben sich hier nicht mit Ruhm bekleckert. Der kalte Krieg und die Schachweltmeisterschaft sind nur Kulisse für den Fall, bei mir kam keine Athmosphäre für die damalige Zeit auf. Es reicht eben nicht aus immer wieder zu erwähnen dass der Kalte Krieg herrscht, das allein zaubert kein Feeling für die damalige Zeit. Was mir bei der Lektüre am meisten fehlte war auch nur ein klitzekleiner Ansatz von Spannung, den ich bei einem Krimi nun mal erwarte. Das Buch liest sich wie ein Roman, stellenweise sehr zäh, Spannung kam bei mir zu keiner Zeit auf. Allerdings lernt mal so einiges über die Tuberkulosetherapie in den 30er Jahren, was ja auch nicht schlecht ist.... Fazit: Wer einen spannenden Krimi mit einem intelligenten Plot lesen möchte sollte um das Buch einen großen Bogen machen.

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  • Kampf des Jahrhunderts

    Duell

    Xirxe

    28. January 2014 um 21:01

    Island 1972, Ost gegen West, Boris Spasski gegen Bobby Fischer. Die ganze Welt steht kopf und schaut nach Island, denn dort wird DAS Schachturnier ausgetragen. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt wird in einem Kino des Austragungsortes ein Jugendlicher erstochen - und die Frage stellt sich, ob es mit dem soeben stattfindenden Jahrhunderteignis zusammenhängt... Es liegt eine verhaltene Ruhe über dem Roman, was der Eigenart des ermittelnden Kommissars wie auch der eigentlichen Natur der Isländer geschuldet sein könnte (haben diese ein eher ruhiges Naturell? Ich nehme es einfach mal an ;-)). Alle Spuren, die näher an die Lösung des Falles heranführen, ergeben sich aus zufälligerweise auftauchenden Indizien oder Zeugen, richtige Überraschungsmomente sind äußerst selten. Obwohl der geschichtliche Hintergrund (Ost gegen West) für zusätzliche Spannung hätte sorgen können, bleibt er doch mehr am Rande als schmückendes Beiwerk. Schade, denn etwas mehr Ost-West-Rivalität hätte der Story vermutlich nicht geschadet. Begleitend zum Kriminalfall wird die Lebensgeschichte des Kommissars erzählt, die sicherlich ein gutes Viertel des Buches einnimmt und nichts, wirklich überhaupt nichts mit dem Krimi zu tun hat. Doch da Indriðason ein guter Erzähler ist, folgt man dem Lebensweg Marians und dessen Ermittlungen nicht ohne Interesse, aber echte (Hoch)Spannung kommt nicht auf - zumindest nicht bei mir. So bleibt es bei einem gut geschrieben Roman mit einem Kriminalfall, der einem den damaligen Hype um Schach wieder nahebringt.

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  • Die gefrorenen Siebzigerjahre

    Duell

    allegra

    28. January 2014 um 14:32

    Inhalt Während im Jahr 1972 die ganze Welt auf Reykjavík schaut, wo mitten im Kalten Krieg die Schachweltmeisterschaft zwischen dem amtierenden Boris Spasski und dem kapriziösen Herausforderer Bobby Fischer ausgetragen wird, geschieht ein trauriger und schmutziger Mord. Ein siebzehnjähriger Junge wird in einem Kino brutal erstochen. Die beiden Kriminalbeamten Marion Briem und Albert ermitteln. Von den Eltern des Opfers Ragnar erfahren sie, dass Ragnar ein großer Filmfan gewesen war und im Kino regelmäßig den Ton der Filme mit seinem Cassettenrekorder aufgenommen hat. Der Verdacht liegt nahe, dass Ragnar zufällig etwas Geheimes aufgenommen und mitgehört hat und deshalb sterben musste. In Rückblenden erfährt man viel aus Marian Briems Kindheit. Er hat als Kind an Tuberkulose gelitten und lange Zeit in Sanatorien und Krankenhäuser verbracht. Meine Meinung Die Polizeiarbeit, die zur Lösung des Falles führt, ist genau und anschaulich beschrieben, so dass man eine gute Vorstellung des Lebens im Jahr 1972 gewinnt. Das legendäre Schachtournier nimmt einen recht großen Raum ein und führt wie ein Roter Faden durch das ganze Buch. Allerdings geht es dabei eher um die Organisation und die persönlichen Befindlichkeiten der beiden Kontrahenten. Man versteht den Krimi also auch ohne Schachkenntnisse. Sehr gefühlvoll empfand ich die Rückblenden aus Marian Briems Kindheit. Ich habe viel erfahren über die Behandlung von Tuberkulose bevor man Antibiotika zur Verfügung hatte. Besonders berührend fand ich, dass die Kinder damals alleine recht weit in ein Sanatorium reisten und nur selten Besuch von ihren Angehörigen hatte. Schön ist auch die Freundschaft, die sich zwischen Marian und Kathrin, einer kleinen Patientin entwickelte.  Der Kriminalfall findet zu einem traurigen aber doch abgerundeten Schluss, wie ich es bei einem routinierten Krimiautor wie Arnaldur Indriðason nicht anders erwarte. Dennoch hat mich während des ganzen Buches der Eindruck beschlichen, dass Indriðason nicht ganz so sicher formuliert, wie in seinen Erlendur Krimis. Ich hatte den Eindruck, er tastet sich an einen Schreibstil heran, was an einigen Stellen zu fast schon aufdringlichen Wiederholungen geführt hat. Ich hätte gerne etwas mehr selber gedacht, beobachtet und Schlüsse gezogen und fühlte mich zu sehr zum Jagen getragen. Insgesamt fand ich die Handlung zu mager für ein Buch von über 400 Seiten. Mein Fazit Dieser Kriminalroman hat meine hohen Erwartungen, die ich bei Arnaldur Indriðason habe nicht erfüllt. In diesem Buch wird Marian Briem, der als Erlendurs Mentor in den bisherigen Bänden nur eine untergeordnete Rolle spielt, in ein neues Licht gesetzt. Deshalb empfehle ich dieses Buch für Fans der gesamten Reihe. Als isoliertes Buch finde ich die Handlung zwar spannend und gefühlvoll, aber insgesamt etwas dünn.

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  • Spannender Island Kriminalroman

    Duell

    Eka

    27. January 2014 um 13:26

    Die Geschichte ereignete sich 1972 in Reykjavik. Boris Spasski, russischer Schachweltmeister, tritt hier gegen den Herausforderer, den Amerikaner Bobby Fischer an. Die Stadt ist aufgeheizt, es befinden sich viele Ausländer  in Reykjavik und die Polizei ist auf die Sicherheit der Leute bedacht. Dann passiert in einem alten Kino plötzlich ein Mord. Ein fünfzehnjähriger Junge wird brutal erstochen und niemand hat etwas gesehen. Es passierte in der Nachmittagsvorstellung, das Kino war ziemlich leer und der tote Junge wurde erst später gefunden. Kommissar Marian Briem und sein Kollege Albert ermitteln und stellen schnell fest, dass der Junge in einer Schultasche einen Kassettenrecorder versteckt hatte, mit dem er die Sprache der Filme aufnahm. Doch die Schultasche wurde bei ihm nicht gefunden. Wer hatte Interesse daran, in den Besitz der Tasche zu kommen? Oder hatte jemand einen anderen Grund, den Jungen zu ermorden? Hatte er etwa etwas mitgeschnitten, was keiner hören durfte? Laut Angaben seiner Eltern hatte er keine Feinde. Marian ermittelt nun Stück für Stück und stößt dabei auf viele, oft merkwürdige Dinge. Diese Ermittlungen hat der Autor so fantastisch beschrieben, dass man das Buch sehr schwer aus den Händen legen kann. Der Schreibstil und die Dialoge sind hervorragend, eben Indridason. Es kommt keine Langeweile auf, der Schluss ist überraschend. Der Autor hat auch durch Rückblenden einiges vom Privatleben der Kommissare einfließen lassen, was zwischendurch etwas zur Entspannung beigetragen hat. Ein absolut empfehlenswerter Kriminalroman.

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  • Rezension zu Arnaldur Indridason - Duell

    Duell

    miss_mesmerized

    24. January 2014 um 20:44

    Das Königsduell des Kalten Krieges: in Island stehen sich die Schachgrößen Bobby Fisher und Boris Spasski gegenüber. Die Stimmung ist gespannt, in dem kleinen Inselstaat wimmelt es nur so vor Diplomaten, Presse und Agenten. Marian Briem soll derweil einen Mord aufklären. In einem Kino wurde ein 17-jähriger Junge während einer Vorstellung erstochen. Er hat heimlich die Filme auf Kassette aufgenommen - aber reicht das, um ihn zu erstechen? Die Polizei kommt nicht wirklich voran, es gibt kaum Zeugen und wenn sie diese ausfindig machen, können sie kaum etwas zu dem Fall beitragen. Doch es findet sich eine Spur und erst spät wird Marian klar, dass sein Mordfall in einen viel größeren Komplott eingebunden ist, der die beiden Supermächte direkt vor seinen Augen konfrontieren lässt. Der Krimi ist zäh. Der Fall entwickelt sich erschreckend langsam und tritt Ewigkeiten auf der Stelle. Die Nebenhandlungen haben auch keine Spannung zu bieten, einzig die Rückblicke in Marians Kindheit können das Interesse wecken, wenn sie wohlgleich nichts mit einem Kriminalfall zu tun haben, sondern eher das Außenseitergebaren des Ermittlers erklären. Erst auf den letzten 60 Seiten erreicht die Geschichte die von Indridason gewöhnte Qualität und der Fall wird clever und sauber gelöst. Alles in allem hatte ich mir von ihm viel mehr versprochen, vor allem vor diesem historisch-bedeutsamen Hintergrund.

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  • Gelungener Einstieg in eine neue Buchreihe

    Duell

    unclethom

    24. January 2014 um 12:01

    Der Klappentext: Reykjavík 1972, der russische Schachweltmeister Boris Spasski tritt mitten im Kalten Krieg gegen seinen amerikanischen Herausforderer Bobby Fischer an. In der aufgeheizten Stimmung wird ein Jugendlicher in einem Reykjavíker Kino brutal erschlagen. Warum bloß ermordet jemand einen Fünfzehnjährigen? Der Junge schien doch nur die Tonspur eines Films aufnehmen zu wollen ... Der aus den bisherigen Indriðason-Krimis bekannte Mentor von Kommissar Erlendur, Marian Briem, ermittelt in einem brisanten Fall. Quelle: www.amazon.de Der Autor: Der isländische Krimiautor Arnaldur Indriðason wurde am 28.01.1961 in Reykjavík geboren. 1996 graduierte er in Geschichte an der University of Iceland und war im Anschluss als Journalist sowie Filmkritiker bei Islands größter Tageszeitung Morgunbladid tätig. Heute lebt er als freier Autor mit seiner Ehefrau und drei Kindern in Reykjavik und veröffentlicht mit sensationellem internationalem Erfolg seine Romane. Arnaldur Indriðasons Vater war ebenfalls Schriftsteller. 1995 begann er mit dem ersten Fall von Erlendur Sveinsson und der kripo Reykjavík. Der Ermittler und sein Team stehen im Fokus der meisten seiner Bücher. Inzwischen belegen die Krimis des Isländers seit Jahren die oberen Ränge der Bestsellerlisten. Seine Kriminalromane "Nordermoor" und "Todeshauch" wurden mit dem "Nordic Crime Novel’s Award" ausgezeichnet, darüber hinaus erhielt der meistverkaufte isländische Autor für "Todeshauch" 2005 den begehrten "Golden Dagger Award" sowie für "Engelsstimme" den "Martin-Beck-Award", für den besten ausländischen Kriminalroman in Schweden. Arnaldur Indriðason ist heute der erfolgreichste Krimiautor Islands. Seine Romane werden in einer Vielzahl von Sprachen übersetzt. Mit ihm hat Island somit einen prominenten Platz auf der europäischen Krimilandkarte eingenommen. 2012 erscheint mit "Eiseskälte" der aktuelle Krimi um Erlendur und sein Team. Quelle: www.amazon.de Meine Rezension: Ein gelungener Einstieg in die neue Buchreihe des Autors. Bisher kannte ich leider noch keines seiner Bücher, obwohl ich einige seiner Bücher auf meinem SuB liegen habe. Von der ersten Seite an fühlte ich mich aufs Beste unterhalten. Ich kam schnell in die Story hinein und konnte das Buch flüssig lesen. Besonders die plastische Schreibweise des Autors gefielen mir, stand man so doch mitten in der Story drin. Es kam mir vor als stände ich an den Schauplätzen und ermittelte mit den Protagonisten des Buches. Insbesondere die Rückblicke halfen dabei den Ermittler und seine Vorgehensweisen zu verstehen. Die Spannung baute sich recht langsam auf, steigerte sich aber bis zum Finale. Super! Jetzt muss ich mir nur noch das Buch kaufen, das ich als Druckfahne vorliegen habe. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen. Denn ich denke dass diese Buchreihe einen gewissen Kultstatus erreichen könnte.

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