Frostnacht

von Arnaldur Indriðason 
3,7 Sterne bei138 Bewertungen
Frostnacht
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Positiv (85):
kassandra1010s avatar

Der siebte Fall macht Erlendur zu schaffen. Er hadert immer noch mit seiner Tochter...

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nach 100 Seiten abgebrochen

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Inhaltsangabe zu "Frostnacht"

In Reykjavík wird an einem frostigen Wintertag die Leiche eines Kindes entdeckt. Die Kriminalbeamten sind schockiert: Der dunkelhäutige Junge liegt im eigenen Blut festgefroren, offenbar brutal niedergestochen. Wie konnte es zu so einer grausamen Tat kommen? Erlendur, Sigurður Óli und Elinborg nehmen die Ermittlungen auf und konzentrieren sich zunächst auf das direkte Umfeld des Kindes: die Lehrer, die Mitschüler, die Angehörigen. Je mehr die Beamten in Erfahrung bringen, desto tragischer erscheint der Tod des kleinen Jungen ... Kommissar Erlendur ermittelt in seinem siebten Fall.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404159802
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:17.03.2009
Das aktuelle Hörbuch ist am 12.06.2007 bei Lübbe erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    kassandra1010s avatar
    kassandra1010vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Der siebte Fall macht Erlendur zu schaffen. Er hadert immer noch mit seiner Tochter...
    Tod in der Eiseskälte

    Ein Buch aus der Krimi-Reihe um Erlendur.

    Eine Kinderleiche beschäftigt das Team Erlendur. Brutal getötet und einfach in der Eiseskälte liegengelassen, beginnt die Ermittlung in der tiefen Nacht.

    Der siebte Fall macht Erlendur zu schaffen. Er hadert immer noch mit seiner Tochter und steht immer mehr zu seinem Einzelgängertum. Während sein Team das gesamt Umfeld des toten Jungen verhört, liest man Szenen, die einem selbst schwer zu schaffen machen....

    Ein kriminalistisches Meisterwerk!

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    Wortklaubers avatar
    Wortklaubervor 3 Jahren
    Frostig

    In einer trostlosen Hochhaussiedlung, bei Temperaturen unter Null und im
    isländischen Winterdunkel, wird ein kleiner Junge erstochen aufgefunden. Seine
    Mutter ist Thailänderin. Die Ehe mit seinem isländischen Vater scheiterte.
    Sunee ist eine der Migrantinnen in Island, die bei manchen unverhohlen auf
    Abwehr treffen. Ist der Mord an dem kleinen Jungen auf fremdenfeindliche Motive
    zurückzuführen? Erlendur und sein Team ermitteln im näheren Umfeld des Jungen,
    in der Familie, bei den Nachbarn, der Schule, im Freundeskreis seines älteren
    Bruders. Jedem geht der Fall an die Nieren, Erlendur noch zusätzlich, weil er
    sich an den Tod seines Bruders erinnert fühlt, der als Kind in einem
    Schneesturm verschwand, ohne jemals wieder aufgetaucht zu sein, während er
    selbst überlebte und sich seitdem Vorwürfe macht. Zu allem Überfluss lassen
    sich seine erwachsenen Kinder - zu denen er nie viel Kontakt hatte, die er
    quasi durch die Trennung von der Mutter mit verlassen hat - nicht davon
    abbringen, diese Geschichte zu hinterfragen. Marian Briem, ein ehemaliger
    Vorgesetzter, liegt im Sterben, versucht noch zu helfen. Womöglich steckt auch
    etwas ganz anderes dahinter. Ein Kleinkrimineller macht Andeutungen, die darauf
    hindeuten, dass der Peiniger seiner Jugendtage immer noch auf freiem Fuß ist.
    Quasi im Hintergrund befasst Erlendur sich mit dem Fall einer verschwundenen
    Ehefrau (das alte, immer wiederkehrende Motiv des Verschwindens). Er ist davon
    überzeugt, dass die Frau noch am Leben ist. Nicht zuletzt deshalb begeht er
    einen entscheidenden Denkfehler.

     Auf vielen Seiten des Romans begleitet der Leser Erlendur und sein Team bei
    Vernehmungen - das ist womöglich ein entscheidender Bestandteil jedes Krimis;
    hier fällt er mir entscheidend auf - negativ. Passieren tut eigentlich wenig,
    geredet wird viel. Mal sind die Personen originell genug, um die Handlung auch
    während dieser Gespräche voranzutreiben - wie der Handwerkslehrer - meistens
    nicht. Besonders gegen Ende hin folgt eine Vernehmung der nächsten, was mir
    etwas zu eintönig daherkam. Zwar schafft Arnaldur Indriðason dann gegen Schluss
    hin, noch etwas an Tempo zuzulegen - trotzdem: Das Ende, so glaubwürdig es ist,
    überzeugt nicht. Und so bleibt nur zu sagen: Ich habe von diesem Autor schon besseres
    gelesen.

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    sommerleses avatar
    sommerlesevor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Nicht das beste Buch Indriðasons!
    Wie man in Island nicht nur äußerlich friert

    Im eiskalten winterlichen Island wird ein zehnjähriger Junge isländisch-thailändischer Abstammung erstochen aufgefunden. Er ist in seinem Blut festgefroren. Für die Kripo Reykjavik ermittelt Erlendur Sveinsson im direkten Umfeld des Kindes. Ein rassistischer Hintergrund der Tat ist möglich.
    Gleichzeitig muss aber noch einem anderen Fall nachgegangen werden:
    eine Frau wird seit Wochen von ihrem Mann vermisst.
    In dieser Zeit beschäftigt Erlendur aber auch privat eine Menge. Sein ehemaliger Polizeilehrer Marian Briem liegt im sterben und Erlendurs Kinder wollen die Wahrheit über seine Kindheit in den Ostfjorden wissen. Damals starb Erlendurs ebenfalls zehnjähriger Bruder, die wahren Gründe wurden jedoch bisher verschwiegen.

     
    Die klirrende Kälte und extreme Dunkelheit, die im Winter in Island herrscht, spiegelt sich auch in der düsteren Stimmung des Krimis wieder.
    Man spürt hautnah die aufgezeigten Probleme im Land. Ausländerfeindlichkeit, sozialer Brennpunkt im annonymen Wohnblock des verstorbenen Kindes, Sprachbarrieren und der "zweite Arbeitsmarkt" verstärken die Trostlosigkeit dieses isländischen Krimis.
    Die Ermittlungen kann man als trockene Polizeiarbeit beschreiben und das Privatleben sämtlicher Ermittler ergibt ebenfalls nicht viel interessantes Erzählpotential.
    Dazu noch der sterbende Ex-Kommissar und der tragische Fall eines brutalst ermordeten Kindes lassen mich als Leserin in depressive Melancholie versinken.

     

    Dieses Buch ist dennoch lesenswert. Zeigt es doch die düstere Stimmung im dunklen Winter Islands und die Probleme seiner Bewohner deutlich.
    Es ist einmal nicht diese "Heile Welt" in Büchern, sondern zeigt Sozialstudien und gibt Denkanstösse für die eigene  Ignoranz und das soziale Desinteresse auch in unserer Gesellschaft.

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    flaschengeist1962s avatar
    flaschengeist1962vor 5 Jahren
    Guter Krimi!

    Das war mein erstes Buch von diesem Autor und ich fand es gut geschrieben. Die Story war spannend und hat mich auch sehr getroffen, da es hier um einen Kindermord ging. Es war sehr spannend zu lesen, wie sich das ganze zugetragen hat und wer dann der/die Täter waren. Das Buch kann ich gut empfehlen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    rezension

    Unglaublich zähe Entwicklung, kaum Spannung, aber lesbarer, als Erlendurs Fall davor, weil dieser hier in der Gegenwart...

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    HarryFs avatar
    HarryFvor 6 Jahren
    Der schlechteste Erlendur

    Nicht nur ist der Fall an sich höchst unspektakulär und die Lösung beruht eher auf absolutem Zufall als auf Ermittlungstätigkeit, nein, man lernt auch nichts über Island und die Menschen - eine der größten Stärken von Indridason's Büchern. Ich empfehle diesen Krimis nichtmal hartgetsottenen Island Fans wie ich einer bin!

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    JuliaDrostens avatar
    JuliaDrostenvor 6 Jahren
    Rezension zu "Frostnacht" von Arnaldur Indridason

    In Reykjavik wird die Leiche eines thailandisch-isländischen Kindes gefunden. Der erst 10-Jährige Elias wurde an einem eiskalten stürmischen Wintertag nicht weit von seinem Zuhause erstochen. Die Kommissare Erlendur, Elinborg und Sigurdur Oli sollen den Fall lösen. Lange ermitteln sie in die falsche Richtung und entlarven am Ende Täter, mit denen niemand gerechnet hat.
    Karg und spröde ist die Sprache, in der dieser Krimi geschrieben wurde, so wie man sich das Land im hohen Norden, wo die Handlung spielt, vorstellt. Der Autor gibt knappe, nüchterne Beschreibungen der Protagonisten und Schauplätze, und nüchtern wirken auch die drei Ermittler, trotz reichliche privater Probleme, die sie mit sich herumschleppen. Dennoch hatte das Mordopfer, der kleine Elias sofort meine Sympathie. Er wird als liebenswerter, freundlicher, ein wenig verträumter Junge beschrieben, der niemandem etwas getan hat und keine Feinde hatte. Genau deshalb tappen die Ermittler lange im Dunkeln, suchen den Mörder erst bei Rechtsradikalen, dann unter Kinderschändern, schließlich sogar in Elias eigener Familie. Leider lenkt der Autor mit zahlreichen Nebensträngen vom eigentlichen Verbrechen ab, deren Verbindung zum Mordfall mitunter etwas konstruiert wirkt. Außerdem enthielt das Buch ziemlich viele Druckfehler. Hier hätte der Verlag sorgfältiger korrigieren müssen. Die Geschichte ist dennoch gut beschrieben, spannend und in sich schlüssig. Ich würde weitere Krimis dieses Autors lesen.

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    UteSeiberths avatar
    UteSeiberthvor 6 Jahren
    Rezension zu "Frostnacht" von Arnaldur Indridason

    An einem frostigen Wintertag wird die Leiche eines Einwandererkindes in der Nähe der Schule gefunden,offenbar brutal niedergestochen.Seine Mutter kommt aus Thailand und der Vater ist Isländer.Kommissas Erlendur und sein Team versuchen im Umfeld des Kindes,der Schule und der Angehörigen herauszufinden,wer dieses schreckliche Tat begangen hat.Mir hat besonders gut gefallen dass dieses für Island sicherlich brisante Thema von Einwanderern so ruhig abgehandelt wird.

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    Joshy2s avatar
    Joshy2vor 7 Jahren
    Rezension zu "Frostnacht" von Arnaldur Indridason

    Als Nachfolger von Kältezone dreht sich die Geschichte dieses mal um einen Kindermord in Reykjavik. WIr begegnen altbekannten Protoganisten wie Erlendur und Erlinborg, die gemeinsam mit Sigidur Oli wieder diesen Fall bearbeiten. Wieso Indridason seine Fälle immer ins eiskalte Island verlegt, kann ich nicht richtig verstehen, aber es erspart ihm wohl, die beeindruckende abwechslungsreiche Landschaft zu beschreiben, wenn alles gefroren und verschneit ist. Neben Mordermittlungen erfahren wir wieder viel Hintergründiges über Island, z.B. über die Ausländer- und Zuwandererproblematik und Schulpolitik. Befremdlich ist wohl am Anfang, dass sich alle im Buch duzen, daran habe ich mich bis zum Ende des Buches nicht gewöhnen können. Kriminaltechnisch ist das Buch eher langweilig, öde Ermittlungen, viele Befragungen. Aber als Gesamtpaket ist es ein gutes Buch, vor allem, wenn man Interesse an Island hat.

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    Monis avatar
    Monivor 7 Jahren
    Rezension zu "Frostnacht" von Arnaldur Indridason

    An einem frostigen Januarnachmittag wird in Reykjavik ein Zehnjähriger erstochen vor dem Wohnblock aufgefunden, in welchem er mit seiner thailändischen Mutter und seinem Halbbruder seit wenigen Monaten gelebt hat. Als Tathintergrund wird Ausländerfeindlichkeit vermutet. Erlendur, der schräge Kriminalbeamte, ermittelt, wie schon zuvor in NORDERMOOR - So begeistert ich war von NORDERMOOR, so gelangweilt war ich von FROSTNACHT. Die Geschichte ist langatmig und einfallslos. Ausländerfeindlichkeit ist das zentrale Thema des Buches. Kann es sein, dass es diese allgegenwärtige Untugend auf der kleinen Insel im Nordatlantik gar nicht in der Form gibt, wie auf dem europäischen Festland? Jedenfalls gibt es nicht eine einzige Schilderung eines diesbezüglichen Übergriffs, obwohl das ganze Buch (395 Seiten) irgendwie abstrakt und unwirklich davon handelt. - Die Sprache ist sonderbar und holprig. Ob das allein die Übersetzerin zu verantworten hat, bezweifle ich. Zwar findet man hier eine Vielzahl von längst aus der Mode gekommenen Slang-Ausdrücken, aber das stört mich weniger als die absolute Abwesenheit einer plausiblen oder wenigstens spannenden Geschichte. Andererseits ist dieser Krimi vielleicht einfach nur realistisch: aufreibende Polizeiarbeit, die schließlich einen völlig unsinnigen, mehr aus Zufall begangenen Mord zu Tage fördert. - Für mich als Islandfreund ist dieses Buch kein gänzlicher Fehlgriff, weil ich auch das Wenige, das ich in diesem Buch über Island und seine Bewohner erfahre, gerne und mit Interesse annehme.

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