Arnaldur Indriðason Kälteschlaf

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Inhaltsangabe zu „Kälteschlaf“ von Arnaldur Indriðason

An einem kalten Herbstabend wird an Islands geschichtsträchtigem See von Þingvellir die Leiche einer jungen Frau gefunden. Auf den ersten Blick ein Selbstmord, doch Kommissar Erlendur wird misstrauisch, als ihm der Mitschnitt einer Séance zugespielt wird: Kurz vor ihrem Tod hatte sich die Frau an ein Medium gewandt. Trotz seiner tiefen Skepsis gegenüber spiritistischen Praktiken geht Erlendur den Hinweisen nach und rührt dabei an ein gut gehütetes Familiengeheimnis, das die Jugend dieser Frau überschattet hat Ausgezeichnet mit dem Blóðdropinn, dem Isländischen Krimipreis

Eines der schlechtesten Bücher die ich je gelesen habe...

— Milkjug

echt toll

— Pat82

Spannend bis zur letzten Seite!

— Hibernia

Melancholisches aus Island, ganz zauberhaft.

— Susanne_Mischke

Hat mich sehr überzeugt.

— MrsLinton

Spirituell, gruselig und düster.

— Nisnis

Es geht um Nahtoderfahrungen, ungewöhnlicher Krimi. Habe vom Autor schon besseres gelesen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Das zweite Buch, das ich von Indridason lese, aber dieses war wirklich nicht empfehlenswert! Leider sehr langweilig.

— Rubia

Mein letzter Erlendur, leider.

— HarryF

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  • Kälteschlaf

    Kälteschlaf

    Chimiko

    08. November 2015 um 00:01

    Mit Kälteschlaf habe ich hier einen Krimi vorliegen, von dem ich jetzt nicht behaupten würde, dass er Krimi des Jahres wird, mich aber dennoch gepackt hat und den ich guten Gewissens weiter empfehlen würde. Es ist auch ein Buch, das ich recht schnell durchgelesen hatte. Mit den Namen hatte ich erstmal meine Schwierigkeiten (und ich bitte um Entschuldigung, weil es nicht die ganz korrekte Schreibweise ist), aber das ist bei vielen Büchern so, die in Ländern spielen, die ich zum ersten Mal 'belese'. Auch das Duzen war nur für einen kurzen Augenblick ungewohnt, aber da das etwas ist, was ich eh mag, hatte ich mich auch im Nu daran gewöhnt. Außerdem gehört es einfach zu Island, von dem her... Die Mentalität fand ich in diesem Buch perfekt rüber gebracht. Der Ermittler Erlendur war mir von Beginn an sympathisch, wie er auf seine ruhige Art und Weise ermittelt, sich in den Fall verbeißt, ohne dabei aufzugeben. Dabei scheint das hier ja kein Fall zu sein, sondern nur ein Selbstmord und so möchte er eigentlich erstmal nur die Verstorbene kennen lernen. Doch zugleich kommen zwei Vermisstenfälle aus der Vergangenheit wieder ans Licht und Erlendur möchte sie endlich lösen, weil sie ihm doch am Herzen liegen. Es hat mir gut gefallen, dass ihm die Vermisstenfälle nach der langen Zeit noch nicht loslassen, dass er in Hinsicht auf den Selbstmord auf eigene Faust ermittelt und es nicht einfach ruhen lässt. Und insbesondere die Tatsache, dass er die Motive der Selbstmörderin verstehen will... das sind Punkte, die für mich einen interessanten Ermittler ausmachen. Vor allen Dingen ist das Buch nicht grausam oder blutig, sondern die Ermittlungen und auch die Opfer stehen im Vordergrund. Wie viele andere Polizisten hat auch Erlendur eine zerrüttete Familie, aber auch das ist nur ein Beiwerk, eine Tatsache, ein bisschen Hintergrund. Es wird nicht zu sehr in den Mittelpunkt getrennt, es ist einfach nur so. Es gehört zu Erlendur wie eben auch die Tatsache, dass er eine Lösung für die Fälle finden will. Da er in diesem Band auf eigene Faust ermittelt, bleiben seine Kollegen etwas im Hintergrund und sind nicht so detailliert dargestellt. Doch bei seinen Kindern und den Angehörigen der Opfer merkt man, dass die Figuren an sich gut ausgearbeitet sind, also vermutlich auch die Kollegen, die nur schlicht und einfach keine großen Auftritte haben. Fazit Kälteschlaf ist kein rasanter, atemloser Krimi, besticht dafür aber durch genaue Ermittlungsarbeit und einem durchdachten Hintergrund, was ich persönlich viel spannender finde als Blut und Leichenhaufen.

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  • Island-Krimi, spirituell und gut.

    Kälteschlaf

    Nisnis

    Wieder ein super spannender Island-Krimi von Arnaldur Indriðason. Ich liebe seine Bücher und bin als Leser sehr gefesselt und ermittle in Gedanken mit. In diesem Roman wird eine Frauenleiche an einem See gefunden. Erlendur und sein Team ermitteln dieses Mal im spirituellen Raum, teilweise sehr gruslig. Erlendur ist äußerst skeptisch, aber geht dennoch Hinweisen nach, nachdem das Opfer Kontakt zu einem Medium Kontakt  hatte. Es kommt zu großartig geschriebenen Verstrickungen, man kann das Buch nicht zugeklappt liegen sehen. Der Partner der Toten spielt hier eine große Rolle, doch zu viel darf ich hier nicht verraten. In diesem Roman finden sich viele emotionale Momente, die einen zum Nachdenken stimmen. Der Schreibstil von Indriðason ist angenehm und leicht. Man findet schnell in die Geschichte hinein und fiebert dem Ende des Buches entgegen, um die Auflösung des rätselhaften zu entdecken. Von mir empfehlenswerte, gern gegebene 5*****

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    • 2
  • War ok

    Kälteschlaf

    Anjaxxx

    01. January 2015 um 08:47

    Da ich schonmal ein Buch der Reihe gelesen habe, war es für mich erstmal interessant wieder mehr von Komissar Erlendur zu erfahren. Der Krimi startet mit einem Prolog und danach mit dem Tod von Maria, welche Selbstmord begingt und sich erhängt hat. doch war es wirklich Suizid oder wurde sie in den Tod getrieben oder sogar ermordet? Erlendur fängt an zu ermitteln und bald dreht sich fast alles um Nahtoderfahrungen und auch darum ob es ein Leben nach dem Tod gibt, denn damit hat sich Maria fast nur noch beschäftigt seit dem Tod ihrer Mutter. Mir war das bissel zuviel gerede über eine Welt nach dem Tod und ich fand auch die Ermittlungen jetzt nicht sooo spannend weil man doch gleich wusste worauf das alles hinauslaufen wird und auch die Entwicklung der darin verwickelten Personen vorhersehbar war. Für mich gab es da leider keine Überraschungen oder unerwartete Wendungen. Viel spannender und rührender fand ich hier die Geschichte um den alten Mann dessen Sohn vor vielen Jahren spurlos verschwand. Erlendur ermittelt wieder ein bisschen in dieser Richtung und die Geschichte fand ich fast besser als das eigentliche geschehen rund um Marias Tod.

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  • ganz ok

    Kälteschlaf

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. September 2014 um 12:01

    Kurzbeschreibung An einem kalten Herbstabend wird an Islands geschichtsträchtigem See von Þingvellir die Leiche einer jungen Frau gefunden. Auf den ersten Blick ein Selbstmord, doch Kommissar Erlendur wird misstrauisch, als ihm der Mitschnitt einer Séance zugespielt wird: Kurz vor ihrem Tod hatte sich die Frau an ein Medium gewandt. Trotz seiner tiefen Skepsis gegenüber spiritistischen Praktiken geht Erlendur den Hinweisen nach und rührt dabei an ein gut gehütetes Familiengeheimnis, das die Jugend dieser Frau überschattet hat... Es geht um Nahtoderfahrungen, ungewöhnlicher Krimi. Habe vom Autor schon besseres gelesen.

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  • Enttäuschend

    Kälteschlaf

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. February 2014 um 06:09

    Es war das dritte Buch von ihm was ich gelesen habe bzw lesen wollte. Jedoch einfach nur enttäuschend und langweilig geschrieben, vielleicht lag es auch an dem Thema. Habe es auch nicht zu Ende gelesen.

  • Kälteschlaf – Arnaldur Indriðason

    Kälteschlaf

    Lesen_ist

    19. January 2014 um 15:46

    Klappentext An einem kalten Herbstabend wird an Islands geschichtsträchtigem See von Þingvellir die Leiche einer jungen Frau gefunden. Auf den ersten Blick ein Selbstmord, doch Kommissar Erlendur wird misstrauisch, als ihm der Mitschnitt einer Séance zugespielt wird: Kurz vor ihrem Tod hatte sich die Frau an ein Medium gewandt. Trotz seiner tiefen Skepsis gegenüber spiritistischen Praktiken geht Erlendur den Hinweisen nach und rührt dabei an ein gut gehütetes Familiengeheimnis, das die Jugend dieser Frau überschattet hat. Am Anfang Kurz nach Mitternacht ging ein Anruf bei der Notrufzentrale ein. Eine aufgeregte, weibliche Stimme sagt: »… María hat sich umgebracht …. Das ist grauenvoll!« Die Anruferin ist Karen und sie befindet sich im Ferienhaus ihrer Freundin María, am See von Þingvellir. Karen ist viel später von der Arbeit weggekommen als geplant und hatte Reykjavík kurz nach 8 Uhr abends verlassen. Sie hatte ihre liebe Not das Haus in der Dunkelheit zu finden. Sie hatte sich schon zwei Mal verfahren, bis sie das Haus endlich erreichte. Sie brachte ihr Gepäck ins Schlafzimmer und wunderte sich, dass das Bett nicht gemacht war. Das sah María nicht ähnlich. Im Bad lag ein Handtuch am Boden. Bevor sie das Licht in der Küche anknipste, spürte sie eine seltsame Nähe. Als sie das Licht im Wohnzimmer anmacht, sieht sie einen Körper von einem der Querbalken hängen … Meine Meinung Dieses Buch ist das Achte in einer Krimi-Reihe. Ich wusste das nicht und ehrlich gesagt hat es gar nicht gestört. Das Buch steht wirklich gut für sich ganz allein. Kommissar Erlendur Sveinsson, von der Kriminalpolizei in Rekykjavík, ist die Hauptfigur. María hat sich in ihrem Ferienhaus erhängt. Es besteht kein Zweifel und nichts daran ist verdächtig. Es gibt keine Spuren, die vermuten lassen, dass jemand Gewalt angewandt hätte. Ihr Mann Baldvin scheint unter Schock zu stehen. Niemand, der María kannte, hat damit gerechnet. Da María in Reykjavík gewohnt hat, wird ihre Leiche dorthin gebracht und Kommissar Erlendur Sveinsson bekommt den Fall. Obwohl es eigentlich gar kein Fall ist. Da Erlendur zurzeit nicht viel Arbeit hat, fängt er an sich mehr mit María’s Leben zu befassen. Sie hat eine schwere Zeit durchgemacht, als ihre Mutter vor zwei Jahren an Krebs starb. Die beiden hatten eine außergewöhnlich enge Beziehung zueinander, Ihre Mutter lebte auch bei ihr und ihrem Ehemann im Haus. Es schien María langsam wieder gut zu gehen. Erlendur befasst sich in seiner Freizeit mit dem Fall und redet mit Verwandten und Freunden, erfährt immer mehr über sie und ihre Vergangenheit. Obwohl sie eindeutig Selbstmord begangen hat, lässt ihn der Fall nicht los. Da seine Ermittlungen nicht offiziell sind, kann er nicht auf Hilfe von seiner Kollegen zurückgreifen. Gleichzeitig befasst er sich mit zwei ungelösten Vermisstenfällen von vor 30 Jahren. Davið, ein Junge, der kurz vor seinem Abitur steht, verschwindet plötzlich spurlos. Seine Mutter ist inzwischen gestorben, aber sein Vater kommt noch immer einmal im Jahr um Erlendur zu fragen ob es was Neues gibt. Der alte Mann ist nun krank und rechnet nicht damit, dass er wieder kommt. Das ist wohl der Grund, warum Erlendur nun doch wieder anfängt, in den alten Fällen zu recherchieren. Der zweite Fall betrifft Guðrún, die ebenfalls vor 30 Jahren spurlos verschwand. Wann genau war nicht zu ermitteln, da ihre Eltern im Ausland waren und sie erst dann als vermisst gemeldet hatten, als sie wieder in Island waren. Auch ihr Auto, ein uralter Mini, war nicht aufzufinden. Während der Geschichte erfährt man, dass Erlendur seine eigene Erfahrung mit spurlos verschwundenen Menschen hat. Wer die anderen Bücher in der Reihe gelesen hat, wusste das wahrscheinlich bereits. Etwas befremdlich war, dass jeder sich duzt und mit Vornamen anredet. Ich habe mich schlaugemacht und weiß nun, dass dies durchaus üblich ist, wie in den meisten skandinavischen Ländern. Dann gibt es natürlich die Namen von Orten wie Uxahryggur, die man nur schwer über die Lippen bringt! Den Schreibstil fand ich zwar unkompliziert aber doch teilweise zu sehr wie ein Tatsachenbericht. Es hat mich an einem Sprecher bei einer Dokumentation erinnert. Je weiter die Geschichte voranschreitet umso weniger ist das der Fall. Die Erzählung folgt Erlendur sowohl privat als auch beruflich. Wir erfahren auch sehr viel aus seinem Leben, über seine zwei erwachsenen Kinder, Sohn Sindri Snær und Tochter Eva Lind, als auch über seine Ex-Frau. Auch über seine Kindheit. Seine Schwächen, Wünsche und Schuldgefühlen machen ihn sehr menschlich. Dann gibt es immer wieder kurze Kapitel in Kursivschrift, die von María handeln. Auf diese Art erfahren wir viel über sie, Dinge, die Erlendur nicht weiß. Ganz große Themen im Buch sind der Glaube an ein Leben nach dem Tod, Nahtoderfahrungen, Geister und Séancen. Der Fall wird immer mysteriöser, je weiter Erlendur ermittelt. Auch in die zwei alten Vermisstenfälle  kommt etwas mehr Licht. Ab ca. 2/3 des Buches kommt ein Verdacht auf und ich habe die Entwicklung mit großer Neugierde verfolgt. Es ist kein actionreiches Buch, es gibt keine Verfolgungsjagden, und doch kommt einiges an Spannung auf, wenn man die erste ruhige Hälfte des Buches überwunden hat. Es ist gute alte Detektivarbeit mit Befragungen und Schlussfolgerungen. Die Geschichte endet recht unspektakulär und lässt den Leser doch etwas im Ungewissen. Es ging Erlendur immer mehr darum, einfach nur die Wahrheit zu erfahren. Der Leser weiß zwar was passiert ist doch, welche Folgen oder Konsequenzen es hat, muss man sich selbst denken. Ein ungewöhnlicher Krimi mit einem sehr passenden Titel.

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  • Kindle-Buffet: Kostenlose E-Books bei Amazon

    Kindle Buffet

    sursulapitschi

    Nein, dies ist keine Leserunde, sondern der Thread für:   Kostenlose e-books   Viele fleißige Menschen posten für uns täglich jede Menge Links für kostenlose e-books. Da es sehr viel bequemer wäre, wenn die einzelnen Links nach Genres sortiert aufrufbar wären (und Lovelybooks uns da technische Grenzen setzt), ist dies hier der Versuch, das Thema praktischer zu gestalten. Hier könnt ihr Links einstellen, wenn ihr kostenlose e-books entdeckt habt, oder einfach stöbern. Viel Spaß!  

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    • 12107
  • Ein echter Kälteschlaf

    Kälteschlaf

    woschwen

    30. October 2013 um 19:57

    Im Vergleich zu anderen skandinanivischen Krimis hat mich dieser Krimi enttäuscht. Irgenwie hat er mich komplett “kalt gelassen”. Das hatte mehrere Gründe. Zum einem haben mich die ständigen Dialoge zwischen ihm und seiner Tochter irritiert, die eigentlich mit dem Krimi nichts zu tun hatten. Irgendwie nervte das. Auch die Geschichte mit Erlendurs eigener Vergangenheit, d.h. seine eigenes Drama in der Kindheit gehörte da mit rein. Der Autor widmet sich viel zu viel den privaten Beziehungen des Ermittlers als der Handlung des Krimis. Vielleicht wäre es besser gewesen zuerst einen anderen seiner Bücher zu lesen. Schade drum. 2 von 5 Punkten

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  • Menschen, die verschwinden

    Kälteschlaf

    Wortklauber

    06. October 2013 um 10:14

    Menschen, die verschwinden, sind nicht nur ein Thema auf Island allgemein, sondern auch für Kommissar Erlendur im Speziellen, hat er doch den Verlust eines nahen Verwandten - seines Bruders - in der unwirtlichen Natur seines Landes am eigenen Leib erfahren müssen. Auch nach Jahrzehnten hat er damit nicht abgeschlossen, und so klingt auch in diesem Roman das Verschwinden seines Bruders an. Außerdem gibt es noch zwei lange zurückliegende Vermisstenfälle, die niemals aufgeklärt werden konnten. Der Vater eines verschwundenen jungen Mannes sieht dem Tode ins Auge und erhofft sich von Arnaldur doch noch eine Antwort auf Fragen, die ihn nie in Ruhe gelassen haben. Und dann ist da noch der eigentliche, aktuelle Fall für die Kriminalpolizei von Reykjavík - oder doch kein Fall? Denn eigentlich sieht alles nach einem Selbstmord aus. Eine Frau erhängt sich in ihrem Ferienhaus am See Thingvellir. Die Polizei sieht keinen Grund für weitere Ermittlungen. Nicht so Erlendur. Und so ermittelt er auf eigene Faust, gerät an Spiritisten und seltsame Vorfälle, die der vermeintlichen Selbstmörderin einen Weg in eine andere, jenseitige Welt gedeutet haben sollen. Eine Möglichkeit offenbart, wie man mit den Toten Kontakt aufnehmen kann. Kein Wunder, dass Erlendurs Interesse geweckt ist. Als Fan isländischer Krimis ist mir dieser allenfalls mittelmäßig erschienen. Spannung kam bei mir lange keine auf. Trotzdem, weil ich Besseres von diesem Autor gewohnt bin, wird es nicht mein letzter Krimi um Elendur Sveinsson sein.

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  • Ein ungewöhnlicher Krimi, der auf viele klassische Elemente des Genres verzichtet

    Kälteschlaf

    WolffRump

    02. August 2013 um 18:06

     Genre: (Island-)Krimi Umfang: Ca. 380 Seiten (Print) Inhalt: Als in einem Ferienhaus die an einem Balken aufgehängte Leiche einer Frau gefunden wird, sieht für Kommissar Erlendur alles nach Selbstmord aus. Als dem Ermittler ein Tonband zugespielt wird, das darauf hinweist, dass die Frau kurz vor ihrem Tod eine Séance besucht hat, um mit ihren verstorbenen Eltern Kontakt aufzunehmen, bekommt der Fall eine neue Dimension. Erlendur glaubt weder an ein Leben nach dem Tod noch an die seherischen Fähigkeiten eines Medium, dennoch forscht er weiter nach und kommt einem möglichen Motiv für ein Tötungsdelikt auf die Spur. Die Methode, die seines Erachtens zum Einsatz gekommen ist, ist perfide und kaum nachzuweisen. Parallel zu den Mordermittlungen beschäftigen den Ermittler die Fälle einer jungen Frau und eines Mannes, die vor vielen Jahren spurlos verschwunden sind. Erlendur war es seinerzeit nicht gelungen, den Verbleib der jungen Leute zu ermitteln. Erst als sich ein möglicher Zusammenhang der Fälle andeutet, gelingt dem Kommissar der entscheidende Durchbruch. Perspektive: Überwiegend personale Perspektive des Ermitters. Einzelne Kapitel aus personaler Sicht weiterer beteiligter Figuren sowie Rückblenden aus Sicht der vermeintlichen Selbstmörderin Maria. Einzelne Sätze weisen eine auktoriale Perspektive auf. Der Wechsel wirkt unbeabsichtigt (Bsp. S. 318 u.; Widergabe eines Telefonates aus personaler Persp. Erlendurs; „Also, dann braucht man das Ding ...“, antwortete der Mann und fuhr zusammen, als Erlendur genervt den Hörer aufknallte.“; Anm.: Das Zusammenfahren des Gesprächspartners am anderen Ende der Leitung kann Erlendur aus personaler Persp. nicht beobachtet haben.). Erzählzeit: Vergangenheit. Setting: Island. Die karge Landschaft und ihre mundfaulen Bewohner werden authentisch beschrieben. Für die meisten Leser von Island-Krimis macht der Glaube vieler Isländer an Märchen und mythologische Wesen einen großen Teil des Reizes dieser Literaturgattung aus. Beobachtungen, die bei uns absurd erscheinen würden oder als Fantasy qualifiziert würden, lassen sich in diesem Setting auch im Rahmen eines Krimis verwenden. Struktur und Spannungsbogen: Der Krimi startet sehr langsam und eröffnet parallel eine ganze Reihe von Side-Stories, deren Bedeutung sich erst spät erschließt. Bis etwa zur Hälfte des Buches gewinnt man den Eindruck, eine esoterisch angehauchte Erzählung ohne einen ‚echten’ Kriminalfall vor sich zu haben. Es kommt relativ wenig Spannung auf und die Befürchtung, mit einer Auflösung im paranormalen Bereich abgespeist zu werden, mag manch klassischen Krimileser verschrecken. Zugegeben, fast hätte ich das Buch nach 150 Seiten beiseite gelegt, aber ich bin froh, dass ich die Hürde der gepflegten Langeweile genommen habe. Freunde von Island-Krimis wissen um den sanften Start ihrer literarischen Helden und werden mit interessanten Auflösungen entlohnt. Die zweite Hälfte des Buches entschädigt dann mit Krimi-Feeling. Das Ende ist ‚noir’ und man sollte nicht erwarten, mit einer Schwarz-Weiß-Lösung à la Derrick abgespeist zu werden. Ungewöhnlich sind die Sidestories der beiden Vermisstenfälle, die man als (traditioneller) Leser immer wieder in den Kontext des Hauptfalls zu stellen versucht. Auch hier ist die Auflösung ungewöhnlich und nicht krimitypisch. Die Gesamtkonstruktion der Geschichte ist stimmig. Alles fällt schließlich an seinen Platz, auch wenn es nicht die Stelle ist, die man aus 08/15-Krimis gewöhnt ist. Charaktere: Der Protagonist Erlendur wird mit großer Tiefenwirkung beschrieben. Der Autor schafft dies nicht auf die platte deskriptive Art, die weniger talentierte Schreiber gerne nutzen, sondern indem er die familiären Spannungen der Figur auslotet. Zugegeben, auch das machen viele Autoren, aber die Art und Weise hat literarische Qualität. Die Dialoge mit seiner Tochter und eine exzellente Szene mit seiner Ex-Frau machen aus Erlendur eine zutiefst empathische Figur. Man fühlt mit, was er gerne würde und doch nicht kann. Seine Schuldgefühle machen die große persönliche Beteiligung Erlendurs an der Aufklärung auch der Side-Stories glaubhaft. Er ist ein ‚Lonely Wolf’, aber keiner jener selbstverliebten Exzentriker, die die Thrillerlandschaft inflationär bevölkern. Sprache/Duktus: Die Sprache ist nordisch unaufgeregt mit übersichtlichen Satzkonstruktionen und angenehm sparsamer Verwendung von Adverbien und Adjektiven. Gefühle und Stimmungen werden häufig über Dialoge transportiert. Überhaupt ist der Text sehr dialoglastig, aber ohne sprachlich überladen zu wirken. Die Dialoge sind passgenau und lassen den Mangel an klassischer Action und das Fehlen der üblichen Gruselschilderungen aus der Pathologie (die niemanden mehr gruseln) vergessen. Die Story bedarf einer gewissen Eingewöhnungszeit, aber es lohnt sich, durchzuhalten. Fazit: Kälteschlaf ist ein ungewöhnlicher Krimi, der auf viele klassische Elemente des Genres verzichtet. Wer sich für einen literarischen Krimi mit geschliffenen Dialogen, kluger Figurenzeichnung und struktureller Finesse erwärmen kann, sollte Kälteschlaf eine Chance geben. Leser, die Action erwarten und beim Lesen im Hintergrund die traditionelle Thriller-Checkliste abarbeiten, werden, so wie ich um ein Haar, das Buch enttäuscht aus der Hand legen. Subjektive Bewertung: 3 Sterne (von max. 5); Zusammensetzung: 2 Sterne für die ersten 150 Seiten und 4 für den Rest. Freunde von Islandkrimis dürfen getrost noch einen Stern hinzurechnen.

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  • rezension

    Kälteschlaf

    Ein LovelyBooks-Nutzer


    • 3
  • rezension

    Kälteschlaf

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. June 2013 um 11:08

    Inhalt: Kommissar Erlendur beginnt auf eigne Faust an zu ermitteln: Maria hat Selbstmord in ihrer Ferienhütte draußen am See begangen. Alles scheint klar zu sein - scheint aber auch nur... *** *** *** *** *** *** *** Schreibstil: Keine Besonderheiten. *** *** *** *** *** *** *** Zeitstrang/ Fortschreiten der Geschichte: Schwer zu sagen... Keine Ahnung. Die Zeit ist hier m.E. nicht so stark erlebbar. *** *** *** *** *** *** *** Quintessenz: Ein nettes Buch, nicht mehr, nicht weniger: Die Ermittlungen zeihen sich ziemlich in die Länge und Spannung kommt bei mir auch nicht auf. Dafür lässt es sich ganz gut lesen und die Aufklärung zum Ende hin, beginnt die zähen und langatmigen Beschreibungen der ersten Hälfte zu entschädigen. Gerade die Kapitel, in denen es um Erlendurs eigene Familie und deren Probleme geht, spielen m.E. keine Rolle im eigentlich Fall. Sie dienen "nur" der Atmosphäre und der Charakterisierung seiner Person und der Familie. Und machen deswegen das Buch aus meiner Sicht unnötig lang. Störte mich nur, sodass ich sie übersprungen habe. Und dieses Buch hier ist Band 8/9. Mal sehen, wie es wird, wenn ich den ersten Band lese... *** *** *** *** *** *** ***

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  • Rezension zu "Kälteschlaf" von Arnaldur Indridason

    Kälteschlaf

    MJ_Sky

    09. January 2013 um 17:27

    Klappentext: An einem kalten Herbstabend wird an Islands geschichtsträchtigem See von Pingvellir die Leiche einer jungen Frau gefunden. Auf den ersten Blick ein Selbstmord, doch Kommissar Erlendur wird misstrauisch, als ihm der Mitschnitt einer Séance zugespielt wird. Kurz vor ihrem Tod hatte sich die Frau an ein Medium gewandt. Trotz seiner tiefen Skepsis gegenüber spiritistischen Praktiken geht Erlendur den Hinweisen nach und rührt dabei an ein gut gehütetes Familiengeheimnis, das die Jugend dieser Frau überschattet hat. Kann Erlendur ohne die Hilfe von Sigurdur Óli und Elinborg herausfinden, weshalb das Leben dieser Frau ein so tragisches und abruptes Ende nahm? In seinem achten Fall wird Kommissar Erlendur mit übersinnlichen Phänomenen konfrontiert - und mit spukartigen Erinnerungen an seine Kindheit ... Mein Eindruck: Ich für mich würde dieses Buch mit der TV-Serie "Columbo" vergleichen. Der Mörder wird zwar vom Autor selber nicht verraten, aber nach der Hälfte des Buches weiß man eigentlich trotzdem die ganze Zeit wer es ist und wie er es getan hat. Die einzige Frage die sich stellt ist, wie er gefasst wird und das gestaltet sich dann doch überraschend spannend. Man denkt sich die ganze Zeit: "Kooooomm, los, los, krieg ihn" Fazit: Ein spannendes Buch, was mich gut unterhalten hat.

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  • Rezension zu "Kälteschlaf" von Arnaldur Indridason

    Kälteschlaf

    quadrupes

    02. November 2012 um 18:41

    Als im Wohnzimmer eines Ferienhauses an einem isländischen See eine aufgehängte Frauenleiche gefunden wird, deutet alles auf Tod durch Selbstmord ohne Fremdeinwirkung hin. Nach einem Hinweis der besten Freundin der Verstorbenen nimmt Kommissar Erlendur Sveinsson von der Kriminalpolizei Reykjavík die bereits abgeschlossenen Ermittlungen eigenverantwortlich wieder auf und kommt einem perfiden Verbrechen auf die Spur, dessen wahre Gründe bis weit in die Vergangenheit zurückreichen. Auch wenn der achte Fall von Kommissar Erlendur sehr geradlinig verläuft, es keine Überraschungen oder Wendungen in der Erzählung gibt und der Leser bereits ab der Hälfte des Buches den Ausgang der Geschichte erahnen kann, weiß „Kälteschlaf“ durchaus zu überzeugen. Dafür sorgt der leichte und dennoch tiefgehende Schreibstil Arnaldur Indridasons, der einmal mehr um den eigentlichen Fall herum eine Rahmenhandlung aufbaut, die sich diesmal mit Nahtoderfahrungen, vermeintlich übersinnlichen Fähigkeiten und dem tiefen Seelenschmerz nach dem Verschwinden eines geliebten Menschen beschäftigt.

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  • Verlosung zu „Fanggründe“ von Natascha Manski: 3 Krimi-Pakete zu gewinnen

    Fanggründe

    Nmanski

    Seit einigen Tagen ist mein erster Kriminalroman „Fanggründe“ im Handel erhältlich – ein schöner Anlass für eine Verlosung! Zu gewinnen gibt es 3 Krimi-Pakete mit jeweils einem druckfrischen Exemplar des Romans, einer Tafel (Krimi)-Schokolade, einem (Krimi)-Lesezeichen und einem Buchcover-Magneten. Die Frage zum Gewinnspiel hängt mit der Hauptfigur des Krimis zusammen. Die Story: KHK Tomma Petersen übernimmt ihren ersten Fall an der Nordseeküste und wird mit dem Tod eines jungen Fischers konfrontiert – Selbstmord, so scheint es, denn riesige Windparks zerstören seine Fanggründe. Keine Krabben, keine Zukunft! Als ein zweiter Fischer stirbt, ist es zweifelsfrei Mord – und Tomma bekommt bei ihren Ermittlungen ordentlich Gegenwind. Meine Frage an euch: Wer ist euer/e Lieblingsermittler/in? Egal, ob Kommissarin, Privatdetektiv oder ein Journalist auf Abwegen – mich interessiert, wen ihr gerne auf Tätersuche begleitet und warum. Die Verlosung endet am Mittwoch, 4. April, um 12 Uhr, die Gewinner werden anschließend ausgelost, per Mail benachrichtigt und finden ihr Krimi-Paket kurz darauf im Briefkasten. Viel Glück!

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