Arnaldur Indriðason Menschensöhne

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Inhaltsangabe zu „Menschensöhne“ von Arnaldur Indriðason

Island, eine friedliche Insel im Nordatlantik? Mitnichten. Ein pensionierter Lehrer wird in der Innenstadt von Reykjavík brutal ermordet. Zur gleichen Zeit begeht einer seiner ehemaligen Schüler in der psychiatrischen Klinik Selbstmord. Dass ein Zusammenhang zwischen den beiden Fällen besteht, findet als Erster der jüngere Bruder des Selbstmörders heraus. Erlendur und seine Kollegen von der Kripo Reykjavík schalten sich in den Fall ein ... Kommissar Erlendur Sveinsson ermittelt in seinem ersten Fall. "Ein weiterer spannender Krimi aus einer Gegend, die uns fremd und vertraut zugleich ist." Hamburger Abendblatt

Leider fehlt es diesem Krimi sowohl an Originalität, als auch an Atmosphäre und Spannung.

— milkshakee
milkshakee

Düstere Atmo, bedrückend, gut erzählt, spannender Fall

— Fee-ChristineAKS
Fee-ChristineAKS

Spannend und gut geschrieben, doch die Auflösung war ETWAS skurril und unrealistisch und seltsam und ... Aber bis dahin war es toll!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Island im Winter, düster, direkt, geradeheraus, und doch irgendwie unschuldig, harmlos und eine Kripo, die ruhig und gesittet ist.

— Schokolatina
Schokolatina

Mein erstes, aber nicht letztes Buch von dem Autor. Echt super spannend der Krimi!!

— AmyLilian
AmyLilian

Spannendes Thema, doch leider zu schleichende Ermittlung und farblose Kommissare.

— Trini68
Trini68

Island hat seine ganz eigene Atmosphäre als Krimischauplatz. Hier ticken die Uhren und die Mensch anders. Fremd und sehr spannend.

— fredhel
fredhel

Grandios.

— ToniK
ToniK

Großartig!

— Wurmli
Wurmli

Vom Anfang bis hin zum Ende durchweg spannend! Raffiniert werden mehrere Handlungsstränge zu Einem verknüpft.

— bookworm97
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  • Erinnerungen und Geheimnisse

    Menschensöhne
    pamN

    pamN

    18. February 2017 um 20:50

    Palmi wird Zeuge wie sich sein älterer Bruder aus dem Fenster in den Tod stürzt. Zur gleichen Zeit kommt der Lehrer von Daniel (Palmis Bruder) in den Flammen seines eigenen Hauses ums Leben. Die Polizei und Palmi versuchen fie Gründe und Verbindungen aufzudecken und stoßen auf schreckliches. Das Cover passt perfekt zum Buch. Ein Gebäude, das an ein altes Schulgebäude erinnert. Umgeben von Schnee und Eis. Am Anfang fand ich das Buch etwas lahm, zum Ende hin hat es jedoch an Fahrt aufgenommen. Das Dutzen in den Gesprächen fand ich auch etwas störend, bis im Buch erklärt wurde, dass das üblich ist in Island.  Typisch für isländische Krimis lag die Ursache allen Übels in der Vergangenheit und es gab einige Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Das Ende fand ich ziemlich unrealistisch, aber abgesehen davon ein spannendes Buch.  Der Leser ist zusammen mit Palmi der Lösung Stück für Stück näher gekommen, was für einen Dauerzustand an Spannung bietet. Ich fand es recht interessant zu lesen wie er seine eigenen Ermittlungen anstellt, während Erlendur und Sigurdur Oli auf Seiten der Polizei das gleiche tun. Beide Seiten sind fast gleich auf mit ihren Ermittlungen obwohl sie auf unterschiedliche Weise zu den Ergebnissen kommen. Meine Lieblingsstelle ist das Gespräch zwischen Daniel und seinem Lehrer. Der Leser erfährt dort sehr viel zu beiden Charakteren und auch zu den Hintergründen. Palmi und Erlendur haben mirals Charaktere richtig gut gefallen. Sie sind sich sehr ähnlich und keine großen Menschenfreunde. Jeder der beiden hat sein Päckchen zu tragen. Sigurdur Oli ist etwas komisch und ein Kontrast zu Erlendur. Jedoch kommt er nicht allzu oft vor, also ist das nicht schlimm. Es gibt zwei weitere super Charaktere, aber ich will nichts zuvornehmen.

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  • Sehr spannender Auftakt

    Menschensöhne
    kassandra1010

    kassandra1010

    01. December 2016 um 21:00

    Der erste in Deutschland veröffentlichte Teil des Erlendur-Ermittlerteams.Island, das Land der Sagen, der wunderbaren Farben aber auch das Land der spannenden Krimis. Erlendur hat es mit einem toten Lehrer und mit einem sich selbst umgebrachten ehemaligen Schüler zu tun. Doch wie hängen die beiden Morde zusammen? Doch die Ermittlungen hinken irgendwie bis ausgerechnet der jüngere Bruder des toten Schülers den entscheidenden Hinweis gibt. Doch bis Erlendur diesen begreift, ist der jüngere Bruder schon auf der Suche nach dem Killer und auf Rache aus!Sehr spannender Auftakt!

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  • Sonderklasse

    Menschensöhne
    fredhel

    fredhel

    20. February 2016 um 12:24

    Island als Schauplatz skandinavischer Krimis ist mir noch nicht so geläufig. Ein wenig bewahrheitet sich meine Erwartung an komplizierte Namen und eine melancholische Grundhaltung. Kommissar Erlendur ist menschlich schwierig, behaftet mit familiären Problemen in Form von zwei Alkohol- und Drogenabhängigen Kindern, nicht unbedingt der Schnellste, aber dafür umso gründlicher. Morde sind in Island eher die Ausnahme, und wenn, dann geschehen sie im Affekt. Insofern ist es schon Aufsehen erregend, dass ein pensionierter Lehrer lebendig samt seiner Behausung verbrannt wird. Da auch ein früherer Schüler von ihm in einer psychiatrischen Klinik Selbstmord verübt, stellt sich bei Erlendurs Ermittlungen schnell ein Zusammenhang dar. Auch die übrigen Schüler dieser damaligen Sonderklasse sind tot beziehungsweise verschwunden. Es handelt sich um ein Verbrechen, das weit in der Vergangenheit zurück liegt, aber Erlendur begreift die Zusammenhänge. Diese komplexen Zusammenhänge treten erst nach und nach zu Tage, was das Lesen überaus spannend macht. Die Charaktere sind meistens nicht sonderlich sympathisch, auch Kommissar Erlendur nicht. Die Stimmung ist eher düster und was man vom isländischen Sozialwesen erfährt, zeigt, dass es dem Vergleich mit den anderen skandinavischen Ländern nicht standhalten kann. Trotz allem ist "Menschsöhne" ein Krimi, der mich sehr gefesselt hat, und den ich gerne weiterempfehle.

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  • Guter Krimi aber leider ohne Spannung

    Menschensöhne
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. January 2016 um 15:44

    3,5 / 5 Mein erster isländische Krimi! Im ersten Moment hatte ich ein paar Schwierigkeiten mit den Namen und den unbekannten Buchstaben aber, nachdem ich mich übers Internet über die isländische Sprache schlau gemacht habe, ging das Lesen viel einfacher. Ich fand die Handlung sehr interessant. Wir haben zuerst nur einen Toten durch Brandstiftung und einen Selbstmord in der psychiatrischen Klinik aber, was dahinter steckt, ist viel tiefer und grausamer als man denkt. Schade ist, dass man den Kommissar kaum kennen lernt. Für mich war Palmi die Hauptfigur, dessen Bruder sich in der Klinik umgebracht hat. Er hat von sich aus angefangen zu ermitteln, teilweise auch in Zusammenarbeit mit der Polizei, und hat Erlendur die Show gestohlen. Der Schreibstil ist angenehm. Die Auflösung kommt logisch daher aber Spannung war nicht richtig spürbar. Ich werde auf jeden Fall noch ein Buch aus dieser Reihe lesen und hoffe, den Kommissar näher kennen zu lernen.

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  • Spannender Island-Krimi in gewohnt düsterer Stimmung

    Menschensöhne
    Nisnis

    Nisnis

    Ein pensionierter Lehrer wird in Reykjavik ermordet aufgefunden, an einen Stuhl gefesselt und in seinem Haus verbrannt. Es gibt nur noch eine wortkarge verwandte Schwester, die in einem Altersheim lebt. Aus ihr kann der Ermittler Erlendur nur wenig über die traurige Kindheit des Toten erfahren. Erlendur landet bei seinen Ermittlungen schnell in der Vergangenheit, denn er hat die Vermutung dass der Tod des Lehrers mit seiner Tätigkeit in Verbindung stehen könnte. Gab es gewaltbereite Schüler oder hat sich der Lehrer gar an Kindern vergriffen? Gewohnt spannend schreibt Arnaldur Indriðason diesen Krimi, ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und ermittelte in Gedanken mit. Zeitgleich geschieht ein scheinbarer Selbstmord in einer psychiatrischen Klinik. Der Tote war jahrelang Patient und schizophren. Gibt es eine Verbindung der beiden Toten? Arnaldur Indriðason hat mit diesem Roman wieder ein spannendes Werk vollbracht. Leicht und verständlich findet man sich in der spannenden Geschichte ein. Die Stimmung ist recht düster, wie man es von Indriðason gewohnt ist, aber am Ende gibt es einen guten Ausgang. Empfehlenswerter Krimi aus Island.

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    • 2
  • Erlendurs Debüt

    Menschensöhne
    Wortklauber

    Wortklauber

    17. October 2015 um 08:32

    Der pensionierte Volksschullehrer Halldór stirbt einen grausamen Tod: An einen Stuhl gefesselt, mit Benzin übergossen, in Brand gesteckt. Zur gleichen Zeit begeht Daníel, Patient einer psychiatrischen Anstalt, Selbstmord. Weder die Pfleger noch sein Bruder Pálmi sind in der Lage, ihn davon abzuhalten, aus dem Fenster in den Tod zu springen. Die Fälle scheinen in keinem Zusammenhang zu stehen – zunächst. Dann beginnt Pálmi, ein zurückgezogen lebender Buchhändler, Nachforschungen anzustellen. Und findet heraus, dass sein Bruder Halldórs Schüler war. Zufall? Die Polizei erfährt von „Unregelmäßigkeiten“ in Halldórs Schulkarriere. War er nur unbeliebt bei seinen Schülern, weil er unfähig war? Und was hat es mit den Pillen auf sich, die angeblich Lebertran enthielten, die Daníel und die anderen Jungen in seiner Klasse verabreicht bekamen?   Dies ist also Erlendurs erster Fall. Nachdem ich schon andere Krimis aus der Reihe gelesen habe, hat dieser mir gut, aber nicht sehr gut gefallen. Ich hatte mehr als einmal das Gefühl, es würde holpern – ob das am Roman oder an der Übersetzung liegt, kann ich nicht beurteilen. Das Ende schien mir überspannt, zu James-Bond-mäßig kam mir die Erklärung vor. So ist Indriðasons Erlendur-Debüt ein Krimi, den ich gerne gelesen habe – aber danach hat der Autor für mein Empfinden bedeutend bessere Krimis abgeliefert.

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  • Super gut

    Menschensöhne
    Manfred_SH

    Manfred_SH

    10. March 2015 um 18:25

    Wie immer spielt die Geschichte bei der Aufklärung eines Mordes an einem alten Volksschullehrer eine entscheidende Rolle. Die Geschichte ist sehr gut aufgebaut u berücksichtigt die verschiedenen Persönlichkeiten der Romanfiguren. Der Titel Menschensöhne gibt erst auf den letzten Seiten einen Sinn... Aber das muss der Leser selbst erfahren. Habe es gern u mit Spannung gelesen. Daher auch 5 Sterne. Generell mag ich diese Erlendur - Serie, sodass ich sie immer wieder weiter lese,

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  • Aufwühlender Island-Krimi

    Menschensöhne
    UteSeiberth

    UteSeiberth

    06. December 2013 um 17:20

    Hier ermitteln Kommissar Erlendur und sein Kollege in ihrem 1. Fall in Reykjavik, der alles andere als harmlos ist,obwohl es erst so aussieht.Ein pensionierter Lehrer wird brutal ermordet aufgefunden und gleichzeitig begeht ein ehemliger Schüler von ihm in der Psychiatrie Selbstmord.Es ist nicht ganz einfach für die beiden Kommissare ,hier die Zusammenhänge zu finden ,aber sie kommen einem illegalen Vorgehen in der wissenschaftlichen Entwicklung auf die Spur,das einen den Atem anhalten lässt.Es ist ein spannender Krimi der zum Nachdenken anregt.

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  • rezension

    Menschensöhne
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. June 2013 um 13:24

    Erlendurs erster Fall: Ein Lehrer bringt sich um, während in der örtlichen Psychiatrie ein Patient sich das Leben nimmt. Gibt es da einen Zusammenhang?

    Wieder ein nettes Buch, aber eben wieder auch mit Längen. Zum Ende entwickelt sich ein doch unerwartetes Zukunfts-Krimi. Oder ist es doch schon alles Realität?

  • Rezension zu "Menschensöhne" von Arnaldur Indridason

    Menschensöhne
    Nachmacherin

    Nachmacherin

    05. October 2012 um 18:15

    Mein erstes Buch von Indridason und ich bin total begeistert. Erlendur Sveinsson ist ein sympatischer Polizist. Die Geschichte die recht verworren beginnt hat mich schnell in ihren Bann gezogen und ich konnt es gar nicht abwarten die Zusammenhänge zu ergründen und ich habe selten eine so gute Erklärung und ein so gutes Ende gelesen. Absolut empfehlenswert, ich freue mich schon auf Band 2

  • Rezension zu "Menschensöhne" von Arnaldur Indridason

    Menschensöhne
    Ritja

    Ritja

    30. July 2012 um 17:03

    Arnaldur Indridason ist für mich kein Unbekannter. Ich habe bereits einige Bücher von ihm gelesen. Er schafft es immer wieder mich in den Bann zu ziehen, so dass ich mit ihm und Erlendur alle Puzzelteile zusammenlege und überlege, wer es sein kann und warum. Denn wer der Mörder war, erfährt man in diesem Buch relativ schnell, aber die Hintergründe sind ebenso spannend. Diesmal ist das Ende (zumindestens für mich) nicht ganz so gelungen. Mir war hier zu Science Fiction im Spiel - geklonte Kinder bzw. Kinder, die nie sterben. Gruselige Vorstellung und muss nicht unbedingt sein. Der Rest passt wieder gut zu Indridason und Erlendur. Ich mag die "unaufgeregte" Vorgehensweise von Indridason. Es muss nicht immer Blut in Strömen fließen oder Körper aufgeschlitzt werden, um einen guten Krimi abzuliefern. Freue mich auf das nächste Buch mit Erlendur.

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  • Rezension zu "Menschensöhne" von Arnaldur Indridason

    Menschensöhne
    claudiaausgrone

    claudiaausgrone

    04. June 2012 um 22:52

    Kommissar Erlendur Sveinsson ermittelt in seinem ersten Fall.
    Hat mir ausgesprochen gut gefallen, auch wenn es beim Plot manchmal kleine Ungereimtheiten gab. Die Einsamkeit, Auswegslosigkeit und Ohnmacht der Protagonisten ist sehr gut dargestellt.

  • Rezension zu "Menschensöhne" von Arnaldur Indridason

    Menschensöhne
    LEXI

    LEXI

    18. March 2012 um 15:15

    Island, eine friedliche Insel im Nordatlantik? Mitnichten. Ein pensionierter Lehrer wird in der Innenstadt von Reykjavík brutal ermordet. Zur gleichen Zeit begeht einer seiner ehemaligen Schüler in der psychiatrischen Klinik Selbstmord. Dass ein Zusammenhang zwischen den beiden Fällen besteht, findet als Erster der jüngere Bruder des Selbstmörders heraus. Erlendur und seine Kollegen von der Kripo Reykjavík schalten sich in den Fall ein... Der Kriminalfall um einen Mord an einem Grundschullehrer und der Selbstmord eines seiner ehemaligen Schüler zur gleichen Zeit lassen in Kommissar Erlendur Zweifel aufkommen. Er zweifelt, ob es sich tatsächlich bloß um lapidaren Zufall handeln könnte und seine Zweifel werden durch unvermutet auftauchende Zeugenaussagen und Beweise verstärkt. Es folgt eine akribische Untersuchung mit erstaunlichen Ergebnissen und führt zu einem Finale, das den Leser atemlos zurück lässt. Arnaldur Indridason gelingt es in diesem ersten Fall des Ermittlerduos Erlendur Sveinsson und Sigurdur Oli, einen vorerst wie Selbstmord aussehenden Fall aufzurollen und er bringt nicht nur einen hohen Spannungsbogen, sondern auch zahlreiche überaus interessante Aspekte in seinen Krimi ein. Indridason malt zugleich auch ein Bild der isländischen Gesellschaft, berichtet von den wirtschaftlichen und sozialen Problemen und wirft Themen auf, die mehr als brisant sind. Ich verzichte in dieser Rezension jedoch ganz bewusst darauf, näher auf sie einzugehen, um jegliche Art des Spoilers zu vermeiden. Es sei jedoch hingewiesen, dass sich sehr viel mehr hinter dem Tod des Lehrers Halldor verbirgt, als der Leser jemals vermuten mag. Der Autor glänzt mit einer eindrucksvollen, klaren Sprache und erzählt mit einer Liebe zum Detail die Geschichte einer Tragödie. Die Spannung bleibt bis zur letzten Seite hoch und das überraschende Finale birgt Hintergründe, die man sich bis dato nicht einmal auszumalen wagte. Indridasons Charaktere sind sehr glaubwürdig ausgearbeitet und gut gezeichnet. Seine Protagonisten wirken authentisch und sympathisch, verführen den Leser dazu, sich leicht in die eine oder andere Figur hinein zu versetzen. Weder die Ermittler noch die eindeutig „guten Jungs“ werden idealisiert dargestellt, sondern weisen auch menschliche Fehler und Schwächen auf … die ihrerseits wieder Verständnis und Sympathie erzeugen. Bereits beim ersten Werk dieses beachtlichen Autors war mir die Darstellung seiner handelnden Personen überaus sympathisch, „Menschensöhne“ liefert mir nun ein wenig mehr über die Hintergründe der Zusammenarbeit Erlendurs mit Sigurdur Oli. Indridason begnügt sich mit einigen wenigen Hauptfiguren und bedient sich einiger Nebenfiguren, konzentriert sich dann auf diese und geht im Laufe des Romans immer tiefer auf sie ein. Es handelt sich hierbei um ein Taschenbuch mit faszinierender Optik: mitten in einer grünen Landschaft mit tiefblauem Hintergrund steht ein weiß getünchtes Haus, umringt von einer kleinen alten Steinmauer. Ganz vorne im Bild ein Wegweiser mit isländischen Ortsbezeichnungen … malerisch schön und verwirrend idyllisch. Blutrot der Titel, in glänzend weißen Lettern der Name des Autors. Allein dieses Cover hätte mich schon dazu verführt, das Buch zu kaufen. Der Inhalt übertrifft die Optik jedoch noch bei weitem. Fazit: 5 Sterne für einen komplexen und faszinierend aufgebauten Kriminalfall aus Island. Ein Buch, das ich jedem Liebhaber dieses Genres weiter empfehlen kann und das mich davon überzeugt, in Indridason einen meiner liebsten Autoren gefunden zu haben.

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  • Rezension zu "Menschensöhne" von Arnaldur Indridason

    Menschensöhne
    Sunni

    Sunni

    02. January 2012 um 13:35

    In Reykjavik wird ein ehemaliger Lehrer umgebracht. Zur gleichen Zeit begeht sein ehemaliger Schüler Selbstmord. Haben die beiden Fälle etwas miteinander zu tun? Bei Menschensöhne handelt es sich um das erste Buch aus einer Reihe über den Komissar Erlendur. Es ist ein Krimi der "leichteren Art". Es werden keine grausam zugerichtetetn Leichen ausführlich beschrieben. Das ganze Buch ist eher gemächlich geschrieben. Es ist zwar nicht langweilig, aber auch nicht aufregend. Das zweite Buch werde ich bei Gelegenheit noch lesen, aber ich weiß nicht, ob mir der Schreibstil ausreicht um die komplette Reihe zu lesen.

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  • Guter Beginn, schlechtes Ende

    Menschensöhne
    Stefan83

    Stefan83

    23. October 2011 um 20:32

    Nachdem bereits einige Fälle mit Kommissar Erlendur Sveinsson mit großem Erfolg in Deutschland veröffentlicht worden sind, liegt mit "Menschensöhne" nun auch Arnaldur Indridasons Debütwerk in deutscher Übersetzung vor. Und wie auch in seinen Nachfolgern, so frönt der isländische Autor auch hier seiner Vorliebe für Mordfälle, dessen Ursprünge weit in der Vergangenheit liegen. Wenngleich sich dadurch meist die Ermittlungen etwas schwierig gestalten, so hat Indridason in den späteren Bänden der Reihe in Punkto Storyaufbau doch oft ein glückliches Händchen bewiesen. In seinem Erstling wirkt all das jedoch noch völlig unausgegoren, obwohl der Plot durchaus Potenzial für einen spannenden Kriminalroman gehabt hätte: Island Mitte der 90er Jahre. Die sonst so friedliche Insel im Nordatlantik wird durch einen brutalen Mord erschüttert. Der pensionierte Volksschullehrer Halldór wurde an einen Stuhl gefesselt, mit Benzin übergossen und samt seinem Wohnhaus über ihm verbrannt. Ein beispielloses Verbrechen auf dem sonst eher idyllischen Eiland, das die beteiligten Ermittler, darunter auch Kommissar Erlendur, vor einige Probleme stellt. Bei weiteren Nachforschungen stellt sich schließlich heraus, dass der alte Lehrer sich in der Vergangenheit an seinen Schülern vergangen haben soll. Ein gutes Mordmotiv, das noch stichhaltiger wird, als sich der Buchhändler Pálmi mit der Polizei in Verbindung setzt. Dessen schizophrener Bruder Daníel, ehemaliger Schüler Halldórs, hat zum selben Zeitpunkt in seiner psychiatrischen Anstalt Selbstmord begangen. Besteht zwischen den beiden Toten eine Verbindung? Pálmi nimmt selbst die Fährte auf und fördert bald ein dunkles Geheimnis zu Tage... Was nach einem üblichen Erlendur-Fall klingt, liest sich leider über lange Strecken doch mitunter nur sehr zäh, was auch daran liegt, dass die eigentliche Hauptfigur hier zum Nebendarsteller degradiert wurde. Die Figur Erlendur hat Indridason in seinem Erstling nur grob ausgearbeitet. Gedanken, Gefühle und die später so bedeutenden Lebensumständen bleiben dem Leser weitestgehend verborgen, was es ihm schwer macht, eine Verbindung zu dem Ermittler herzustellen. Stattdessen steht Pálmi im Mittelpunkt, der die eigentliche Polizeiarbeit leistet und nach und nach die Wahrheit ans Licht bringt. Von Ermittlungen kann jedoch nicht wirklich gesprochen werden, denn das Geschehen löst sich vielmehr im Laufe des Buches von selbst auf, und weniger mittels irgendeiner Form der Kombinationsgabe. Hinzu kommt, dass dies alles sehr schleppend und gemächlich passiert, was dem Spannungsaufbau nicht gerade zuträglich ist. Die extrem gedrückte und melancholische Stimmung lässt, besonders im Verbund mit einigen viel zu offensichtlichen Hinweisen des Autors, nur streckenweise richtigen Lesespaß aufkommen. Sehr schade, da es dem Plot nicht an guten Ideen mangelt und sich Indridason eigentlich sehr gut auf die Beschreibung des Innenlebens der Charaktere versteht. Hier wird das jedoch zu selten konsequent zu Ende geführt, was letztendlich zur Folge hat, das erst im letzten Drittel das Buch mit einigen Wendungen zu überraschen und fesseln vermag. Aus völlig unnachvollziehbaren Gründen schließt das Buch schließlich in einem Sciencefictionähnlichen Ende, welches in keinster Weise zum vorherigen Stil passt und einen bitteren Nachgeschmack lässt. Was sich der Autor da gedacht hat, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Insgesamt ist "Menschensöhne" das durchschnittliche Erstlingswerk eines guten Kriminalautors, der in seinen Nachfolgern bewiesen hat, dass er es eigentlich besser kann. Vernachlässigenswerter erster Band einer sich im weiteren Verlauf steigernden Reihe.

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