Arnaldur Indriðason Tage der Schuld

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Inhaltsangabe zu „Tage der Schuld“ von Arnaldur Indriðason

Der junge Kommissar Erlendur ermittelt - dort, wo sich heute die Blaue Lagune befindet - *Island 1978. Ein Toter wird in einem Gewässer mitten in einem Lavafeld entdeckt. Kommissar Erlendur nimmt zusammen mit Marian Briem die Ermittlungen auf. Eine Spur führt zur nahe gelegenen US-Militärbasis. Dort scheint niemand mit der isländischen Polizei zusammenarbeiten zu wollen. Wurde dem Toten womöglich ein Militärgeheimnis zum Verhängnis? Erlendur beschäftigt zudem das mysteriöse Verschwinden eines jungen Mädchens vor mehr als zwanzig Jahren, und er ermittelt auf eigene Faust. Das Mädchen war damals auf dem Schulweg an dem berüchtigten Camp Knox vorbeigekommen ...

Ein flüssiger Krimi mit einigen Schwächen.

— cLooch
cLooch

Spannung ließ auf sich warten, Dialoge waren einfach, aber für eingefleischte Thriller-Fans vielleicht interessant und lesenswert.

— Sigismund
Sigismund

Kurzweiliger Krimi mit zwei Fällen, die beide aufgeklärt werden können :)

— DaniB83
DaniB83

erst ab der Hälfte spannend, vorher zähe Lektüre

— Rebecca1120
Rebecca1120

Interessante Story, gut und packend erzählt!

— niklas1804
niklas1804

solider, lesenswerter Krimi, mit sympathischen Charakteren, der allerdings etwas mehr Tiefe und Spannung vertragen könnte

— Buchmagie
Buchmagie

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    Tage der Schuld
    derMichi

    derMichi

    22. April 2017 um 14:12

    Nachdem im Genre des "Nordic Noir" schon so ziemlich jede Art von Verbrechen vorgekommen ist, erwartet man als treuer Leser eigentlich eine neue besonders fiese Mordmethode, die alles bisherige in den Schatten stellt. Island liegt bekanntlich noch deutlich weiter nördlich als Dänemark, Norwegen und Schweden, daher sollte es in der Seele der Mörder eigentlich noch finsterer aussehen. In dieser Hinsicht ist Indriðasons neuer Krimi streng genommen relativ unspektakulär. Und irgendwie ist das die größte Stärke des Buches.Anstatt das Rad neu zu erfinden erzählt der Autor schnörkellos drauflos. Hier und da werden Details über die ambivalente Beziehung der Isländer zu den amerikanischen "Gästen" eingestreut, insgesamt geschieht das aber derart dezent, dass man der geradlinigen Handlung ohne Probleme folgen kann. Ein zusätzlicher Fall, der aufgrund von Erlendurs Vergangenheit dessen Interesse erregt, bringt zusätzlichen Schwung in die Handlung, auch wenn man sich fragen muss, warum Erlendurs Partner und Vorgesetzte seine ständige Abwesenheit tolerieren. Offenbar geht man die Dinge in Island auch bei der Polizei ein wenig lockerer an, was vor allem beim Culture Clash mit den streng obrigkeitshörigen Amerikanern klar wird.Eine mögliche Verschwörung rund um militärische Transporte verschafft dem Island-Krimi ein wenig internationales Flair und veranschaulicht die Paranoia des Kalten Krieges zwischen den Weltmächten Sowjetunion und USA. Erlendur und Kollegen müssen ein ums andere Mal erleben, dass vor ihrer eigenen Haustür Dinge geschehen, die nicht einmal sie als Polizisten kontrollieren oder gar unterbinden können. Ein zeitloses Thema, das gerade heute angesichts deutlicher Drohgebärden zwischen gewissen Staaten wieder an Bedeutung gewinnt. Die beiden Ermittler dürfen sich in diesem Zusammenhang noch ein paar Fragen über den Zustand ihres Landes stellen, doch bevor es allzu politisch oder gar moralisch werden kann nimmt der Fall eine unerwartete Wendung. Auch das endgültige Mordmotiv ist in der Krimiwelt nichts neues, Indriðason versteht es aber seine Geschichte so zu verpacken, dass man nicht aufhören will zu lesen.Fazit: Oberflächlich betrachtet mag "Tage der Schuld" (dessen deutscher Titel übrigens wenig mit der Handlung zu tun hat) kein allzu großer Wurf sein. Handwerklich wurde aber sauber gearbeitet und ein spannendes Lesevergnügen ist allemal garantiert. In jedem Fall macht der Roman Lust auf mehr und dürfte sich sowohl für eingefleischte Erlendur-Fans, als auch interessierte Neueinsteiger eignen.Originaltitel: "Kamp Knox"

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  • Spannung ließ auf sich warten

    Tage der Schuld
    Sigismund

    Sigismund

    14. April 2017 um 17:22

    GELESEN - SPANNUNG empfand ich eigentlich erst im zweiten Teil des im Februar 2017 bei Bastei-Lübbe erschienenen Island-Thrillers "Tage der Schuld" von Bestseller-Autor Arnaldur Indriðason (56). In diesem zweiten Band der Reihe "Der junge Erlendur" um den frisch zur Kripo versetzten Streifenpolizisten Erlendur Sveinsson laufen zwei Handlungsstränge parallel - die Klärung eines aktuellen Mordes in 1978 und eines unaufgeklärten Mordfalles von 1953. Ich finde diesen Thriller nicht überwältigend: Die Spannung lässt auf sich warten - zugegeben, sie zieht gegen Ende an! - und die Dialoge zwischen den beiden Kripo-Beamten Erlendur und Marian sind mir zu flach. Der Handlungsablauf ist ruhig - positiv: kein Blut, keine Action! -, manchmal vielleicht auch zu ruhig(!) und, der isländischen Witterung angepasst, ziemlich düster. Dies war mein erster Thriller von Arnaldur Indriðason. Warum dieser Autor so "gefeiert" wird, kann ich nach diesem Roman nicht nachempfinden. Ob ich einen zweiten von ihm lesen werde? Ich bin mir nicht sicher. Aber für Thriller- und Indriðason-Fans ist auch dieser Roman sicher INTERESSANT.

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  • Skandinavischer Page-Turner-Krimi

    Tage der Schuld
    DaniB83

    DaniB83

    25. February 2017 um 11:17

    Bis jetzt habe ich noch keinen Krimi des isländischen Autors Arnaldur Indriðason gelesen und habe mich deshalb gefreut, dass „Tage der Schuld“ im Jahr 1978 spielt und der schon länger ermittelnde Kriminalbeamte Erlendur grade mal seine Anfangsphase durchlebt. So gesehen habe ich praktisch nichts verpasst und konnte gleich in das Leben des geschiedenen Vaters eintauchen. Eingetaucht ist auch die Leiche eines amerikanisch aussehenden Mannes, und zwar ins Wasser hinter einer Fabrik, das heute besser als die „Blaue Lagune“ bekannt ist (zumindest konnte ich der Beschreibung nach herleiten, dass es sich um diese handeln müsste). Erlendur ermittelt gemeinsam mit Marian Briem, aber auch mit Caroline von der amerikanischen Basis in Island. Außerdem beschäftigt Erlendur noch ein anderer Fall, der allerdings schon fast in Vergessenheit geraten ist. Ein junges Mädchen, Dagbört, ist vor mehr als zwei Jahrzehnten in der Nähe des Camp Knox verschwunden und nie mehr wieder aufgetaucht. Ich fand die Lektüre streckenweise sehr angenehm, da man trotz schenllen Blätterns gut mitkam und die Seiten eben nur so dahinflogen. An manchen Stellen waren es für meine Begriffe zu viele Erklärungen und auch die falsche Fährte, die es wohl in jedem Krimi zu geben scheint, war mir ein wenig zu brisant, als dass sie tatsächlich im Sand verlaufen konnte. Hier hätte ich mir dann doch ein Fünkchen literarische Wahrheit dahinter gewünscht. Die Schreibweise des Isländers fand ich eher emotionslos und schlicht, was ich mir irgendwie auch erwartet hatte. Grundsätzlich hat mir das Buch gut gefallen, ich fand es spannend und die Aufklärung der Fälle (ja, alle beide finden einen Abschluss) war logisch und einleuchtend.

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  • erst ab der Hälfte spannend, vorher zähe Lektüre

    Tage der Schuld
    Rebecca1120

    Rebecca1120

    19. February 2017 um 15:52

    Marian und Erlendur arbeiten miteinander beim isländischen Landeskriminalamt. Aber so richtig zusammenarbeiten tun sie nicht, denn Marian setzt sich zu 100%  an die Mordermittlung des aktuellen einheimischen Opfers. Doch Erlendur lässt der Fall der vor 25 Jahren auf dem Schulweg verschwundenen Dagbjort keine Ruhe und ermittelt auf eigene Faust. Dieses Arrangement der beiden kommt überhaupt nicht glaubhaft herüber. Diese auf zwei so unterschiedliche Fälle ausgerichtete Handlung des Buches hat mich von Anfang an gestört, da ja auch Erlendurs private Ermittlungen zu Lasten des aktuellen Falls gingen. Zudem fand ich die Dialoge bei den Ermittlungen etwas platt. In meinen Augen ließen sie die Ermittler inkompetent erscheinen. Sympathie konnte ich zu beiden nicht entwickeln. Im letzten Drittel nahm dann dieser Krimi aber noch etwas an Fahrt auf. Da konnte ich auch so etwas wie Spannung beim Lesen spüren. Insgesamt gesehen ist der Krimi eine lesenswerte aber nicht unbedingt spannungsgeladene Geschichte. Von mir gibt‘s daher nur 3 Lese-Sterne.

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  • Hangar 885

    Tage der Schuld
    walli007

    walli007

    16. February 2017 um 20:52

    Kommissar Erlendur steht noch am Anfang seiner Karriere. Fälle von Vermissten haben es ihm angetan und er hat gerade begonnen, den Fall der jungen Dagbjört noch einmal aufzurollen, die vor über zwanzig Jahren auf dem Weg zur Schule verschwand. Gemeinsam mit seinem Kollegen Marian ermittelt er auch in dem Fall eins Toten, der von einer jungen Frau in einem See gefunden wurde. Der Tote trug Kleidung aus amerikanischer Herstellung. Sollte es sich gar um einen Amerikaner handeln oder doch ehr um einen Isländer, der auf dem US-Stützpunkt beschäftigt war? Die Reihe um Kommissar Erlendur umfasst mit diesem neuesten Roman inzwischen über zehn Bände und zum zweiten Mal geht es in die Vergangenheit. Die späten 1970er sind die Gegenwart dieses Falles und das Verschwinden Dagbjörts hat bereits in den 50ern Stattgefunden. Zeiten, in denen der US-Stützpunkt einen Ort der unerfüllten Träume markierte. Sei es nach gut und in Dollar bezahlter Arbeit, nach Kleidung, Alkohol oder gar Drogen. Alles scheint auf dem Stützpunkt leicht und billig zu haben zu sein. doch welches Schicksal hat der junge Mann erlitten, der tot aufgefunden wurde. Ist er dem Reiz des Verbotenen erlegen? Erlendur und Marian ermitteln unaufgeregt aber zielstrebig. Haben sie auch nur die kleinste Witterung aufgenommen, lassen sie sich durch keinen Widerstand abschütteln. Jede Information wird gewogen und eingeordnet bis sich schließlich ein Bild rundet. Dies gilt gleichermaßen für den Tod des jungen Mannes als auch für das vor Jahren verschwundene Mädchen. Dem Autor gelingt es dabei ausgesprochen gut ein Bild der Zeit zu zeichnen. Kleine Hinweise auf die Tagespolitik, aber auch einfach die Beschreibung des Lebens, der Menschen, der Orte lassen die 70er lebendig werden. Die stete Gegenwart der Amerikaner, die Stützpunkte als exterritoriales Gebiet ansehen. Die Beschaulichkeit des Alltags, die Unaufgeregtheit. Und doch auch in diesem Idyll gibt es Geheimnisse und Verbrechen, Menschen oder Organisationen, die etwas zu verbergen haben. Äußerst filigran verwebt der Autor seine Handlungsstränge, weckt Wissbegier und steigert geschickt die Spannung, so dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte bis das vorletzte Geheimnis gelüftet ist. Die allerletzte spur darf nicht gefunden werden, was genau der Zeit entspricht, in der der Roman spielt. Was allerdings in letzter Konsequenz wohl auch heute nicht anders wäre. 4,5 Sterne

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  • solider Krimi

    Tage der Schuld
    Buchmagie

    Buchmagie

    11. February 2017 um 16:22

    Rezi zu: „Tage der Schuld“ Autor: Arnaldur Indridason Genre: Krimi / Islandkrimi Verlag: Lübbe Buchinhalt: Der Autor führt seine Leser nach Island ins Jahr 1978, an einem See in der Nähe einer Us-Militärbasis wird die Leiche eines Mannes gefunden. Die Pathologen finden sehr schnell heraus, dass der Mann ermordet wurde.. Kommissar Erlendur und Briem stehen vor der Frage, ob dem Toten ein Militärgeheimnis zum Verhängnis geworden ist. In einem weiteren Erzählstrang geht es um das mysteriöse Verschwinden eines jungen Mädchens, vor mehr als 20 Jahren, das Kommissar Erlendur keine Ruhe lässt. Meinung: „Tage der Schuld“ ist ein solider Krimi mit sympathischen Charakteren. Die Handlung geht stetig voran und er liest sich von Anfang bis Ende gut, hätte insgesamt aber noch etwas an Spannung vertragen können. Schreibstil: Der Schreibstil ist angenehm, er liest sich schnell und flüssig und man möchte beim Lesen unbedingt wissen, wie die Fäden zusammenhängen und wie es ausgeht. Protagonisten: Kommissar Erlendur ist ein geheimnisumwitterter Mann, der in seiner Vergangenheit etwas erlebt zu haben scheint, auf das der Autor nicht weiter eingeht. Hier tappt der Leser leider auch nach Ende weiterhin im Dunkeln und wird mit Spekulationen zurückgelassen. Kommissar Briem ist ein bodenständiger Charakter und bildet mit Kommissar Erlendurs ein gutes Team, beide ergänzen sich hervorragend und haben noch Aufbaupotential für weitere Krimifolgen. Handlung: Das vom Autor beschriebene Konstrukt wirkt realistisch und in sich stimmig, liest sich gut, wirkt allerdings etwas oberflächlich und hätte mehr Tiefe und Spannungsmomente vertragen können. Fazit: Ein solider, lesenswerter Krimi, mit sympathischen Charakteren, der allerdings etwas mehr Tiefe und Spannung vertragen könnte.

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