Todesrosen

von Arnaldur Indriðason 
4,0 Sterne bei156 Bewertungen
Todesrosen
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Fee-ChristineAKSs avatar

Gefällt mir von der Reihe bisher am besten

juergenalberss avatar

Sehr komplex. Vielschichter Thriller des Isländers.

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Inhaltsangabe zu "Todesrosen"

In einer hellen isländischen Sommernacht wird die Leiche eines jungen Mädchens gefunden. Sie liegt auf dem mit Blumen geschmückten Grab des isländischen Freiheitskämpfers Jón Sigurðsson. Kommissar Erlendur und seine Kollegen Sigurður Óli und Elinborg von der Kripo Reykjavík finden schnell heraus, dass es sich bei der Toten um eine Drogenabhängige handelt. Warum aber wurde die Leiche gerade auf dieses Grab gelegt? Was sollte mit dieser Inszenierung erreicht werden? Die Ermittlungen erweisen sich als heikel, denn namhafte Persönlichkeiten gehören zum Kreis der Verdächtigen ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404163458
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:300 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:09.10.2009
Das aktuelle Hörbuch ist am 10.06.2008 bei Lübbe erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Daphne1962s avatar
    Daphne1962vor einem Jahr
    Auf Rosen gebettet

    Der Autor Arnaldur Indridason führt uns mit seinem Krimi
    in die Drogenszene von Island. Was treibt die jungen Leute
    in diese Perspektivlosigkeit. Die Fragen stellt sich Kommissar
    Erlendur Sveindsson, denn seine Tochter befindet sich seit Jahren in
    diesem Sumpf. Seinem Sohn geht es ähnlich, er ist dem Alkohol
    verfallen. Hatte er das Thema immer erfolgreich verdrängen können, so kommt es nun mit geballter Ladung.

    In Reykjavik wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, die auf
    einem Grab aufgebahrt liegt. Es ist die Grabstätte des isländischen
    Freiheitskämpfer Jon Sigurosson. Allerdings ist die Tote eine
    Drogenabhängige gewesen, die sich auch mit Prostitution verdingte.
    Niemand vermisst sie, die Polizei tappt im Dunkeln bei der Aufklärung. Mühselige Recherche beginnt um zu erfahren, woher sie stammte. Island zählt ja eher zu eines der friedlicheren Länder, mit einer geringen Bevölkerungsdichte. Dann so etwas. 

    Der Autor schreibt glaubhaft und realitätsnah, auch wenn Erlendur und seine Kollegen Oli und Elinborg gegen Windmühlen kämpfen. Auch gibt es hin und wieder amüsante Abschnitte, die den Krimi nicht ganz so düster erscheinen lassen. Dennoch ist es ein ernstes Thema, was hier beleuchtet wird. Ich bin nicht abgeneigt mir bei Gelegenheit wieder einen Krimi aus dieser Reihe vorzunehmen. Der Autor hat mich gut unterhalten und die Spannung kam nicht zu kurz. 4 Sterne, da ich denke es gibt noch bessere aus dieser Reihe. 

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    fredhels avatar
    fredhelvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr komplexe Handlung mit hohem Spannungsniveau
    Tot auf dem Friedhof


    Schon im ersten Fall von Kommissar Erlendur hat mir der Schreibstil des Autors gut gefallen, ebenso die breitgefächerte Handlung. Der zweite Band -Todesrosen- kann das hohe Niveau halten. Eine tote Drogenabhängige wird in einer lauen Sommernacht auf dem Grab eines isländischen Freiheitskämpfer abgelegt. Sie wird von keinem vermisst und es ist sehr mühsam, ihre Identität zu ermitteln. Die Spur führt in ländliche Küstengebiete.
    Wieder schafft es der Autor Arnaldur Indriðason gut verpackt in einen spannenden Plot einen Hauch Sozialkritik einzuflechten. Diesmal geht es um Fischfangquoten, die von gierigen Geschäftemachern aufgekauft werden und damit den ortsansässigen Fischern und ihren Familien die Existenzgrundlage geraubt wird, was zur Abwanderung in die Städte und dem Ausbluten der Fischerdörfer führt. Doch dies wird, wie bereits gesagt, nur ganz subtil berichtet. Im Vordergrund steht die Tote, die so dem Rauschgift verfallen war, dass sie für Geld alles tat. Sie hatte nur einen wahren Freund, doch auch der konnte sie nicht retten. Jetzt ist er auf Rache aus und gibt der Polizei wertvolle Hinweise.
    Todesrosen ist wieder ein Krimi, der einen von der ersten Seite an fesselt, in dem die Personen eigenständige Charaktere sind, und der dieses ganz spezielle skandinavische Krimiflair besitzt. Einfach klasse.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Krimi wie Island – still, aber gewaltig: ein Vulkan
    Sex, Drugs und Tod

    Ausgerechnet auf dem Denkmal des Freiheitskämpfers Jón Sigurðsson wird ein totes Mädchen abgelegt. Und das im beschaulichen Reykjavík des Jahres 1998.

    Der Krimi beginnt mit einer leicht anstößig-makabren Szene, die den Leser sofort ins Geschehen wirft. Peu à peu entrollt sich das gesamte Ausmaß einer in Island nicht vermuteten Schattenwelt mit erschreckenden Beziehungen nach Europa und die USA.

    Was diesen Krimi in meinen Augen so außergewöhnlich macht, ist, dass Arnaldur Indriðason keine schnellen Szenen braucht, um den Leser zu fesseln. Die geballte Kraft seiner Worte kommt auf leisen Sohlen. Zitat (S. 173): „Erla erhielt jede erdenkliche Hilfe bei der Überführung ihrer Tochter nach Ísafjörður. Der weiße Sarg rollte auf dem Förderband in den Gepäckraum der Maschine.“

    Ein weiteres Beispiel ist die Beziehung zwischen Erlendur und seiner Tochter Eva Lind. Erlendur ist Polizist und seit langem geschieden, seine Tochter drogensüchtig. Zwischen Vater und Tochter, die sich erst seit wenigen Jahren kennen, besteht eine Zuneigung, die an Ehrlichkeit mit aller damit verbundenen Härte nicht zu überbieten ist. Dies ist für mich das Salz in diesem Krimi.

    Obwohl keine martialischen Szenen vorhanden sind, erscheint die Brutalität der Verbrechen in hellem Licht. Dabei versteht es Arnaldur Indriðason, beim Leser Verständnis für einen Täter zu wecken.

    Raffiniert und verblüffend kommt der Schluss, eine Wendung, die sich andeutet und dank Indriðasons Inszenierung so vollkommen nachvollziehbar ist.

    Die deutsche Übersetzung lässt vergessen, dass sie eine ist. So klar und ausdrucksstark ist die Sprache.

    Ganz nebenbei lernt ein Islandneuling wie ich viel Interessantes: Namensgebung, Aussprache, Gepflogenheiten. Das ist eine zusätzliche Bereicherung.

     

    Das Buch war eine Empfehlung von Janosch79 – vielen Dank dafür!

    Arnaldur Indriðason kommt zu meinen Favoriten – ich werde definitiv mehr von ihm lesen!

    Wer noch nichts von Arnaldur Indriðason gelesen hat, sollte das wirklich schnell ändern! Sehr empfehlenswert.

    Kommentare: 5
    57
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    Thaliomees avatar
    Thaliomeevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Spannender Krimi, der Island von seiner dunklen Seite zeigt: Drogen, Prostitution und illegale Geschäfte statt friedlicher Fjorde!
    Die dunkle Seite Reykjaviks

    Kommissar Erlendur mag die hellen Sommernächte nicht, in denen er kaum Schlaf findet. Genau in einer dieser Nächte wird die Leiche eines jungen Mädchens auf dem Friedhof abgelegt, genau auf das Grab des berühmten Freiheitskämpfers Jón Sigurdsson.
    Schon bei der Untersuchung der Leiche wird klar, dass das Mädchen ein Leben am Rande der Gesellschaft führte: Ihr Körper wurde misshandelt, vergewaltigt und mit Drogen vollgepumpt. Niemand scheint sie zu vermissen, bis sich ein anonymer Anrufer meldet. Die Spuren führen Kommissar Erlendur und seine Kollegen Sigurður Óli und Elinborg zu den Westfjorden.

    Schon der Auftakt lässt erahnen, dass in dem Krimi eine Seite Islands gezeigt wird, die abseits der schönen Landschaften und malerischen Fischerdörfer liegt. Indridason zeigt, dass es in Reykjavik Elend und Gewalt gibt ohne dabei zu drastisch zu werden. Alle Figuren sind gut beschrieben und beeindrucken mit ihren Geschichten.

    Gut eingebaut ist die Geschichte um Erlendurs Tochter, die auch drogenabhängig ist. Der Leser erfährt - gemeinsam mit Erlendur - nicht viel über sie, das meiste bleibt unklar und man darf spekulieren wie weit sie geht um an Geld für Drogen zu kommen.

    Dieser Island-Krimi und das Ermittlerteam Erlendur, Sigurður Óli und Elinborg reiht sich nahtlos in die Serie gelungener Bücher ein. Düster und mit kritischem Blick auf die Verhältnisse in Island wird eine spannende Geschichte erzählt, die den Leser zum Nachdenken zwingt.

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    Wortklaubers avatar
    Wortklaubervor 5 Jahren
    In einer hellen Sommernacht

    In einer hellen Sommernacht wird auf dem Grab des Nationalhelden Jón Sigurðsson die Leiche einer schwer misshandelten jungen Frau gefunden. Die Spur führt Kommissar Erlendur und seine Kollegen Sigurður Óli und Elinborg ins Drogenmilieu von Reykjavík, zu schwer zu durchschauenden Geschäftsmännern, die mit Immobilien Geld scheffeln, und in die Westfjorde, die besonders von der Landflucht betroffen sind. Es geht um Fischereiquoten, die einige Leute schwerreich gemacht und andere an den Rand des Existenzminimums gebracht haben, um die Drogen- und Beschaffungsszene Reykjavíks. Was das angeht, hat Erlendur - leider - eine ganz besondere Informantin: seine Tochter Eva Lind, zu der er erst seit Kurzem Kontakt hat, da Erlendur seine Frau verlassen hat, als die Kinder noch klein waren, und sie in diese Szene abgerutscht ist.

    Wieder ein solide gemachter Krimi aus Island. Kritisch, düster, was die beschriebene Drogenszene angeht, aber auch humorvoll. Der Anfang hat mich gleich für sich eingenommen - ein Isländer, der Probleme mit den hellen Sommernächten hat und deshalb nicht schlafen kann, ist schon ein Kuriosum!

    Da die Hauptpersonen keine bloßen "Erfüllungsgehilfen" bei der Lösung von Fällen sind, sondern sorgfältig gezeichnete Charaktere, die eine persönliche Entwicklung durchlaufen, empfiehlt es sich, die Romane in der richtigen Reihenfolge zu lesen - was inzwischen auch möglich ist, da die Fälle 1 bis 11 mittlerweile alle auch auf Deutsch zu haben sind.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    rezension

    Mal wieder ein nettes Buch von Indridason. Mehr aber auch nicht: Kaum Spannung, viele Wiederholungen und Gequatsche...
    Im Klappentext meiner Ausgabe stand, dass schnell hohe politische Personen in den Mord verstrickt werde würden - weit gefehlt: Das Buch kommt erst nach der Hälfte in die Nähe konkretere Ermittlungserfolge und auch dann erst kommt zum Ende deutlich heraus, dass 1-2 Personen der Stadt verwickelt sind.

    Die Szenen des Kommissars mit seiner Familie fand ich bisher immer eher langweilig und nicht wirklich eine Rolle spielend für den vorliegen Fall. Hier kann seine Tochter zwar etwas beisteuern, doch kaum der Rede wert.

    Doch trotz meines Gemäckels lässt es sich nett lesen, und wenn man gelernt hat, das "Überflüssige" zu überlesen, dann entwickelt sich gerade zum Ende hin eine interessante Wendung.

    Trotzdem war mir deutlich schneller klar, was abgeht, als den beiden Hauptkommissaren. Dafür war dieser Band dann doch schnell zu deutlich.

    Es geschieht also nichts wirklich Überraschendes -  bis zum Ende...

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    HarryFvor 6 Jahren
    Rezension zu "Todesrosen" von Arnaldur Indridason

    Indridason's Bücher sind weniger Krimis als viel mehr Milliestudien und Geschichten rund um die kleine Insel im Atlantik. Wenn man wie ich ein absoluter Fan von Island ist, kommt man um die Geschichten rund um Kommissar Erlendur nicht herum, alle anderes sollten probelesen.

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    goldstaubvor 6 Jahren
    Rezension zu "Todesrosen" von Arnaldur Indridason

    meine meinung:
    für mich war es das erste buch das ich von a.indridason gelesen habe und es war spannend zu lesen. sein schreibstiel ist ruhig und ohne abschweifung. er bleibt bei dem wesentlichen und gibt dem leser die wichtigsten infomationen weiter.
    der autor:
    arnaldur indridas wurde 1961 geboren. er schreibt und lebt mit seiner familie in reykjavik.
    zu buch:
    auf dem grab des freiheitskämpfer jon sigurdsson wurde eine junge frau tot abegelegt. ihr körper war mit blauen flecken übersät.
    der kripobeamte erlendurs und sein kollege wurde der fall zugeteilt. schnell stellte sich herraus das die tote eine prostituierte und drogen abhängig war.
    erlendurs hat kein gutes verhältnis zu seiner tochter aber trotzdem sucht er hilft bei ihr, denn sie ist auch drogensüchtig.
    seine tochter vermittelt ihm den kontakt zu einem jungen mädchen aus der szene,die die tote kannte. denn niemand vermisste die tote.
    die beamten kamen in dem fall nicht weiter. bis erlendurs einen anruf von einem mann bekommt, der ihm immer wieder informationen über die tote und ihr umfeld zuspielt.
    erledurs bekommt ein bild und ein buch in die hand und schnell wurde klar das es nicht nur um drogen und prostitution geht sondern auch um spekulationen und bauvorhaben.
    auf die beamten kommen noch große probleme zu, als reiche und namenhafte persönlichkeiten du den verdächtigen gehören.

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    miss_mesmerizedvor 6 Jahren
    Rezension zu "Todesrosen" von Arnaldur Indridason

    Ein totes Mädchen wird auf dem Grab des islandischen Freiheitskämpfers Jon Sigurdsson gefunden. Hinter dem Mord muss mehr stecken, derjenige, der das Mädchen dort abgelegt hat, will der Polizei noch etwas mitteilen. Kommissar Erlendur hat es mit einem komplizierten Mord zu tun, in dem nicht nur Drogen und Prostitution eine Rolle spielen, sondern aus Spekulation und die Baubranche. Unwillkürlich muss er sich auch mit seinen beiden Kindern auseinandersetzen, die viel näher an diesem Fall sind, als es ihm recht ist.

    Der Krimi ist durchaus spannend, wenn auch nicht mit übermäßigem Thrill für den Leser. Man wartet gebannt auf die Auflösung der Zusammenhänge, aber das Ende bleibt leider ein wenig hinter den Erwartungen zurück und ist dann doch etwas banal geraten. Interessanter war fast die persönliche Ebene in der Geschichte, die Zerrissenheit und Machtlosigkeit des Vaters, der seinen Kindern helfen möchte - es aber nicht schafft und ihnen beim Verfall zusehen muss. Leider blieben alle anderen Figuren hinter dem Ermittler etwas blass, wenn sie auch durchaus interessant angelegt waren.

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    kassandra1010s avatar
    kassandra1010vor 6 Jahren
    Rezension zu "Todesrosen" von Arnaldur Indridason

    Leider wurde der zweite Fall erst nach den anderen 5 Teilen veröffentlicht. Das rückt den Ablauf der Geschichte um Erlendur und sein Team etwas durcheinander.
    Ein junge Prostituierte wird tod auf einem alten Grab gefunden. Eine für Island untypische Mordermittlung beginnt und es kann nicht schlimmer kommen, ist doch Erlendurs Tochter, die selbst drogensüchtig ist, mitten im Geschehen. Spannend bis zur letzten Seite!

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